Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

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Nachhaltigkeit ist in Unternehmen oft ein Querschnittsthema, das die Zusammenarbeit verschiedener Geschäftsbereiche erfordert. Klare Ziele, die ambitioniert aber auch erreichbar sind, unterstützen eine konstruktive und koordinierte Zusammenarbeit und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Schon der Prozess zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsziele kann genutzt werden, um intern Aufmerksamkeit für das Thema zu erregen und Möglichkeiten zur Teilhabe verschiedenster Mitarbeiter/-innen an der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie zu schaffen.

Was ist zu beachten?
Bitte bemühen Sie sich darum, sowohl quantitative, als auch qualitative Ziele zu nennen und beziehen Sie die Ziele sowohl auf Ihren Unternehmensbetrieb, als auch Ihr Kerngeschäft. Beachten Sie, dass es an dieser Stelle um die übergeordneten Ziele im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie geht. Detailliertere Ziele können Sie in den jeweiligen Kriterien in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft ausführlicher beschreiben.
Falls in Ihrem Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsziele gesetzt wurden, beschreiben Sie bitte den Prozess, den Sie zur Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen verfolgen wollen und nennen Sie den Zeitpunkt, zu dem Ziele definiert werden sollen.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche mittel- und langfristigen Ziele sich Ihr Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt hat.

Aspekt 2:
Erläutern Sie, welche Ziele mit besonders hoher Priorität behandelt werden und erläutern Sie, wie und warum Sie zu dieser Priorisierung kommen.

Aspekt 3:
Erläutern Sie, wie die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert wird und wer im Unternehmen dafür zuständig ist.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und wie Sie sich bei Ihren Nachhaltigkeitszielen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beziehen.
Ziele beschreiben einen wünschenswerten Zustand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft durch entsprechendes Verhalten erreicht werden soll. Quantitative Ziele sind mit einer Zahl hinterlegt, z.B. die Reduktion des Energieverbrauchs um 20%. Qualitative Ziele beschreiben einen Zustand, der erreicht werden soll. Auch sie sollten so formuliert sein, dass eindeutig festgestellt werden kann, ob das Ziel zum Zeitpunkt X erreicht wurde oder nicht, z.B. die Einrichtung eines Betriebskindergartens oder Klimaneutralität.  

Operationalisieren bedeutet hier, dass die Ziele messbar gemacht werden. Dabei sollen die Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit der Daten sichergestellt werden. Messbar heißt, dass die Ziele so konkret wie möglich und der Plan und Zeithorizont zur Zielerreichung klar definiert sind. Nur so wird nachprüfbar, ob und in welchem Ausmaß die Ziele tatsächlich erreicht wurden und wie gegebenenfalls nachjustiert werden muss (siehe auch Kriterium 6: Regeln und Prozesse).

Deutsche Kreditbank AG (DKB AG)

Unsere langfristigen Ziele leiten sich aus unserem SDG-Mapping, der Wesentlichkeitsanalyse und der Nachhaltigkeitsstrategie ab. Bei der Priorisierung sind die Hebelwirkung, das Geschäftsvolumen und die Hausmeinung entscheidend. Die Wesentlichkeitsanalyse wird alle zwei Jahre in einem Stakeholder-Dialog evaluiert und bei Bedarf werden die Ziele angepasst. Die Strategie wiederum wurde mit allen Bereichen der Bank und über 80 Mitarbeitenden in einem Jahr
erarbeitet und Ende 2019 vom Vorstand beschlossen. Folgende Ziele wurden gemeinsam im offenen Sustainable
Finance Board der DKB entwickelt, gelten langfristig und werden jährlich überprüft und an den Vorstand gemeldet:




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RSAG AöR

Zu jedem der fünf Handlungsfelder aus der Wesentlichkeitsanalyse – Nachhaltige Unternehmensführung, Umwelt- und Klimaschutz, Mitarbeiterorientierung, Gesellschaftlicher Wertbeitrag sowie Transparenz – haben wir Ziele definiert, die im Folgenden aufgeführt sind. Ziele und Indikatoren wurden von der Vorständin, allen Bereichs- und Stabsstellenleitungen sowie weiteren Experten der RSAG – zum Beispiel aus den Bereichen Energie und Gesundheit – gemeinsam formuliert. Die Zielerreichung wird anhand von Kernindikatoren nachverfolgt, die in Kriterium 7 erläutert sind.  

Nachhaltige Unternehmensführung

  • Gebühren langfristig fair gestalten und transparent kommunizieren
  • hohe Kundenzufriedenheit der Vorjahre bei privaten Haushalten sowie Gewerbekunden halten
  • gesetzes- und richtlinienkonform verhalten und präventiv gegen Korruption vorgehen
  • Digitalisierung unter Berücksichtigung der Kunden- und Mitarbeiterprozesse vorantreiben

Umwelt- und Klimaschutz
  • Voraussetzungen für eine leistungsfähige Sekundärrohstoffwirtschaft schaffen
  • kommende Generationen für den Umgang mit Wertstoffen und die Entsorgung von Abfällen sensibilisieren
  • spezifische Treibhausgasemissionen optimieren
  • biologische Vielfalt erhalten und fördern
  • regenerative Energien erzeugen

Mitarbeiterorientierung
  • langfristig sichere und unbefristete Arbeitsplätze erhalten
  • stetigen Lernprozess aller Beschäftigten durch individuelle Aus- und Weiterbildung unterstützen und begleiten
  • Anzahl der Arbeitsunfälle und krankheitsbedingten Fehltage durch Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung reduzieren
  • Beschäftigungsfähigkeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zur Rente erhalten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern
  • attraktiver Arbeitgeber sein
  • Geschlechtergerechtigkeit fördern, insbesondere in Führungspositionen
  • Gleichbehandlung aller Beschäftigten, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität

Gesellschaftlicher Wertbeitrag
  • einen Beitrag zu den kommunalen Finanzen leisten
  • Lebensqualität der Menschen im Rhein-Sieg-Kreis durch Dienstleistungen rund um die Entsorgung verbessern (z. B. Stadtsauberkeit, Vermeidung und Beseitigung von wildem Müll)
  • regionale Wirtschaft und Kaufkraft im Rhein-Sieg-Kreis stärken (im Rahmen der vergaberechtlichen Möglichkeiten)
  • Entsorgungssicherheit gewährleisten
  • Angestellte ohne formalen Bildungsabschluss beschäftigen
  • unbürokratische schnelle Hilfe bei extremen Wetterereignissen leisten (z. B. Starkregen)

Transparenz
  • Entsorgungswege des gesammelten Abfalls transparent ausweisen
  • Partnerschaften mit kommunalen Partnern und gemeinnützigen Organisationen pflegen
  • regelmäßig zur Nachhaltigkeit berichten und mit den Stakeholdern austauschen
  • interne Kommunikation zum Nachhaltigkeitsbericht verbessern
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse (siehe Kriterium 2) haben unsere Führungskräfte Nachhaltigkeitsaspekte aus fünf Handlungsfeldern nach ihrer internen Bedeutung für die RSAG bewertet. Entsprechend dieser Bewertung sind unsere Ziele priorisiert. In Bezug auf das Handlungsfeld Nachhaltige Unternehmensführung behandelt die RSAG Ziele zur Kundenzufriedenheit mit erhöhter Priorität. Im Handlungsfeld Mitarbeiterorientierung haben Ziele zum Gesunden und alternsgerechten Arbeiten für uns eine besonders große Relevanz und im Feld Gesellschaftlicher Wertbeitrag Ziele zur Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Entsorgungssicherheit. Bezüglich Umwelt- und Klimaschutz priorisieren wir unser Ziel, die Voraussetzungen für eine effiziente Sekundärrohstoffwirtschaft zu schaffen und im Handlungsfeld Transparenz das Ziel, die Transparenz der Entsorgungswege zu erhöhen.  

Auch wenn wir uns in unserer Kommunikation nicht explizit darauf beziehen, tragen unsere Aktivitäten zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen bei. Insbesondere zu SDG 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur sowie SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden leisten wir durch unsere Kerntätigkeit als Abfallwirtschaftsgesellschaft einen Beitrag. Wir stellen allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Rhein-Sieg-Kreises eine moderne und nachhaltige Entsorgungsinfrastruktur zur Verfügung und investieren in Fahrzeuge und Anlagen mit geringen Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Lebensqualität im Kreis zu verbessern. SDG 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion fördern wir unter anderem durch Maßnahmen zur Abfallvermeidung sowie die Getrenntsammlung und umweltgerechte Verwertung von Bioabfall, Altpapier, einer Vielzahl von Wertstoffen und Restmüll. Durch die Produktion von Strom mit Biogas und Photovoltaik tragen wir zu SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz und SDG 7 Bezahlbare und saubere Energie bei.  

Im zweijährigen Turnus – für die Erstellung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts sowie der DNK-Erklärung – evaluieren unsere Vorständin, die Stabsstellen- und Bereichsleitungen sowie weitere Fachexperten die Zielerreichung und definieren soweit nötig neue Ziele und Indikatoren. Da Nachhaltigkeit für uns eine hohe Priorität hat, liegt die oberste Verantwortung für dieses Thema bei der Vorständin. Sie schafft die organisatorischen Voraussetzungen für die Zielerreichung im Unternehmen. Unsere Verantwortlichkeiten für das Thema Nachhaltigkeit sind in Kriterium 5 ausführlich beschrieben.

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Sparkasse Coburg - Lichtenfels

Im Rahmen der 2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse hat der Vorstand der Sparkasse unter Berücksichtigung der Leitsätze zur Nachhaltigkeit strategische Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Diese basieren auf den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Dabei wurden Schwerpunkte in folgenden Sustainable Development Goals-Kategorien gesetzt. Im Jahr 2019 wurden durch die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen dazu Zielvorgaben erarbeitet und vom Vorstand beschlossen.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick zu den Zielen.

SDG Strategische
Nachhaltigkeitsziele
Operative
Nachhaltigkeitsziele
Gesundheit & Wohlergehen
(UN-Entwicklungsziel Nr. 3)
Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte im Rahmen des
200-jährigen Jubiläums der Sparkasse im Jahr 2021
Entscheidungen werden hierzu im Jahr 2020  getroffen.
  Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements Messung der Kennzahl Gesundheitsquote: Zielwert in der Bandbreite 94 - 96 % im Betrachtungszeitraum
  Reduzierung von Werbegeschenken aus Plastik 2020 erfolgt eine komplette Bestandüberprüfung der Werbegeschenke, mit dem Ziel der Reduzierung von Plastik
Der Fachbereich erarbeitet 2020 unter nachhaltigen Gesichtspunkten ein Streich- bzw. Alternativkonzept und wird es dem Vorstand zur Entscheidung vorlegen.
  Weiterentwicklung des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiter Die angezeigten Arbeitsunfälle im Zeitraum 2019 bis 2023 sollen geringgehalten bzw. weiter gesenkt werden und somit den Durchschnitt der letzten fünf Jahre (1,04 angezeigte Arbeitsunfälle) nicht überschreiten.

Hochwertige Bildung
(UN-Entwicklungsziel Nr. 4)
Entwicklung eines Schulungskonzeptes unter nachhaltigen Aspekten Bis Ende 2020 Schulung aller Kundenberater im Anlagegeschäft zum Thema Nachhaltigkeit.
Jährliche Auffrischung durch geeignete Informationsrunden.
  Erweiterung des regionalen Engagements unter nachhaltigen Aspekten 12 - 15% des jährlichen Spenden - und Sponsoring-Budgets gehen in nachhaltige Projekte, Aktionen bzw. zu Institutionen.
  Förderung von nachhaltigem Denken und Handeln in der Region Durchführung von zwei extern begleiteten Kundendialogen bis 2023

Bezahlbare und saubere Energie
(UN-Entwicklungsziel Nr. 7)
Erweiterung des Angebots nachhaltiger Produkte Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels setzt es sich zum Ziel pro Jahr mindestens ein aktiv vermarktetes Nachhaltigkeitsprodukt für ihre Kunden anzubieten.
  Reduzierung des Papier-, Wasser- und Stromverbrauchs (Zielwerte 2023 im Vergleich zum Ausgangsjahr 2018) Senkung des Papierverbrauchs: Bandbreite zwischen 4 - 5 %
    Einsparung von Wasser:
Bandbreite zwischen 8 - 10 %
    Einsparung von Strom:
Bandbreite zwischen 8 - 10 %
    Einsparung von Kühlenergie:
Bandbreite zwischen 4 - 6 %
    Einsparung von Heizenergie:
Bandbreite zwischen 8 - 10 %
  Fuhrparkanpassung bei Ersatzbeschaffung Fahrleistung in Km in der Bandbreite 4 - 5 % p.a. reduzieren
    Fahrzeugflotte in der Bandbreite
4 - 5 % p.a. verringern
    Ersatzbeschaffungen ausschließlich mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen (soweit wirtschaftlichen und technischen Anforderungen entsprechend)
  Energetische Sanierung der Filialen Durchführung mind. einer energetischen (baulichen) Maßnahme p.a.

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte informiert den Vorstand regelmäßig über die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele im Rahmen einer Vorstandssitzung.

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facettenwerk | Gem. Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis e.V.

Aus unserem Anspruch, den Herausforderungen und unserem Streben leiten wir folgende Ziele ab:  

  Strategie (S) Prozessmanagement (P) Umwelt (U) Gesellschaft (G)
Kurz (1) Bessere Kommunikation:

Mitarbeiter-Beteiligung durch monatlichen, schriftlichen und zentral versendeten Infoletter


Führungskräfte-Einbindung durch neues regelhaftes Konferenzformat
Sicherung der Finanzierung des Grundauftrages

Aufbau von Kooperationsnetzwerken 

Problem: Geringer empfundener Freiheitsgrad im operativen Bereich

Implementierung der Nachhaltigkeit:
  • Geschäftsbereich
  • Verantwortlichkeit
  • Kontinuität
  • Schulungen & Projekte
  • Kommunikation
  • Dokumentation
Weiterführung ÖKOPROFIT-Teilnahme und Weiterentwicklung

Betrieb moderner, nachhaltiger Gebäude und zeitgemäßer Infrastruktur

Nachhaltigkeit als weiteres Kriterium bei Bauprojekten

Umstellung auf Nutzung erneuerbarer Energiequellen

Integration von Nachhaltigkeitskriterien bei der Produktion (z.B Keramik oder Kerzen)

Recycling 
Wertschätzende Außendarstellung in Presse und Medien zur verbesserten öffentlichen Wahrnehmung 

Problem: Branche und Werkstätten werden als Endstation wahrgenommen 

Individualisierung und Zentrierung auf Person statt starrer Strukturen  
Mittel (2) Klare Identität des facettenwerks verstärken

Transparenten Auftritt des Vereins verstetigen

Klare Struktur der Angebote sicherstellen
Vertriebsstruktur aufbauen und erweitern

Sicherstellung zukünftiger Investitionen Beteiligung von Anspruchsgruppen intern und extern

Ausbildungszeit im Berufsbildungsbereich (BBB) verlängern, intensivieren, individualisieren
  Öffnung für weitere Personengruppen

Inklusion in der Verwaltung
Lang (3) Attraktiver Arbeitgeber sein

Dauerhafte Positionierung des modernen Markenimages

Entstehung weiterer integrativer, eigenfinanzierter Betriebsstätten mit Eigenproduktion in unterschiedlichen Geschäftsfeldern
Aufbau von Kompetenz- und Schulungszentren

Aufbau weiterer inklusiver Außenstellen
  Arbeitsplätze erhalten und ausbauen

Gesellschaft gestalten
   
Die höchste Priorität sehen wir hier:  
Die Priorisierung und zeitliche Einteilung haben wir vorgenommen nach Dringlichkeit, verfügbaren Zeitkapazitäten und Kompetenzen bzw. Kompetenzaufbau unter Berücksichtigung der logischen Abhängigkeiten.

Prio Bereich: Strategie (S), Prozesse (P), Umwelt (U), Gesellschaft (G)
Frist: kurz-/mittel-/langfristig (1 bis 3)
Termin
S1 Kommunikation und Einbindung von Mitarbeiter und Führungskraft: Nachhaltigkeit ist ein Gemeinschaftswerk, zu dem alle ihren Beitrag leisten können. 2020
P1 Sicherung der Finanzierung durch ständige Optimierung der Angebote. 2020
P1 Kooperationen ausbauen und Aufbau von Kooperationsnetzwerke

Hier wurden z.B. weitere Maßnahmen realisiert:

05-06/2019 - Kuratierte Ausstellung (05-06/2019: Transformation Incognito) in der Wiesbadener City in Kooperation mit der Kunstgalerie Rubrecht Contemporary
06/2019 – Ateliergespräch im Rahmen der Aktionstage „Wiesbaden engagiert“
06/2019 – Sommerfest im Rahmen der Aktionstage „Wiesbaden engagiert“
ab 2019
P1 Verantwortung und Verortung: Für ein interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement, das kurz-, mittel- und langfristig alle Unternehmensbereiche berührt, ist sowohl die Verankerung in der Organisation als eigener Bereich als auch die Benennung der Verantwortungsträgerschaft erforderlich. An dieser Stelle wird die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert, dokumentiert und kommuniziert

Hier wurden wichtige Schritte gemacht:

06/2019 - Workshop mit Führungskräften; Ziel: Akzeptanz des Themas Nachhaltigkeit09-12/2019 - Workshops mit Studierenden, Ziel: Außenwahrnehmung facettenwerk
Ab 2019
P2 Beteiligung von Anspruchsgruppen: Stakeholder-Dialog ausbauen. Dadurch erreichen wir eine bessere Wahrnehmung und eine Verbesserung der Finanzierung von Standards. ab 10/2020
P2 Neue Kunden gewinnen: Vertriebsstruktur aufbauen und erweitern. 2020
P2 Prozesse werden gemeinsam entwickelt bzw. optimiert. Lösungen für Probleme werden gemeinsam entwickelt. ab 10/2020
U1 Nachhaltige Gebäude und Infrastruktur: Beim Betrieb von Gebäuden und der Sicherstellung von Infrastruktur bieten sich skalierbare Effekte. 2020ff
G1 Wertschätzende Außendarstellung in Presse und Medien zur verbesserten öffentlichen Wahrnehmung

Hier wurde ein wichtiger Meilenstein durch die Entwicklung einer gemeinsamen Marke und der damit verbundenen Umbenennung erreicht (11/2019). Der frühere Name war wfb – Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Reichweite und Wahrnehmung als neues Ganzes müssen verstetigt werden – eine andauernde Aufgabe.
ab 2019

Den Status Quo zur Erreichung der Ziele dokumentieren wir regelmäßig und thematisieren sie in den Leitungskonferenzen. Regeln und Prozesse werden noch weiter definiert und operationalisiert. Der Start dafür, insbesondere im Kontext Nachhaltigkeitsmanagement, war 2018/2019 und muss weiter verstetigt werden. Zu diesem noch frühen Zeitpunkt haben wir die folgenden Bereiche angeschaut, bei denen wir schnell eine hohe Wirkung erreichen können: Konsum (Kaffee aus fairem Handel), Energieeffizienz (LED-Lampen), Mobilität (E-Autos), Energiequellen (Umstellung auf Photovoltaik).

Das facettenwerk und die Sustainable Development Goals (SDGs):  

SDG 1 – Keine Armut
Unser Ziel: Arbeitsplätze erhalten und ausbauen  

Durch die Bereitstellung angepasster Arbeitsplätze und Schaffung individueller Arbeitsbedingungen leisten wir einen wahrnehmbaren Beitrag zu Lebensführung unserer Beschäftigten. Wir bieten damit die Einbindung und Teilhabe an der Arbeitswelt und der Gesellschaft und die damit verbundenen Einkommensperspektiven sowie die Sicherung von Rentenansprüchen nach ihrer Erwerbstätigkeit. Grundlegende soziale Dienstleistungen zur Sicherung der Grundbedürfnisse werden zugänglich gemacht.  

SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen
Unser Ziel: Arbeitsplätze erhalten und ausbauen  

Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung, unserem Kernauftrag, sichern wir das soziale Umfeld und die Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen. Das wirkt sich positiv auf die psychische und damit einhergehend auch auf die körperliche Gesundheit aus. Zur Unterstützung und Förderung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter und Beschäftigten stehen ein breites Therapie- und Reha-Angebot zur Verfügung sowie regelmäßige Training. Spezielle Angebote wie ein Outdoorsportgeräte-Parcours am Standort Pfälzer Straße oder ausgewogene, gesunde und nahrhafte Lebensmittel in den Kantinen sind zusätzlich vorhanden, um einen gesunden Lebensstil zu fördern.  

SDG 4: Hochwertige Bildung
Unser Ziel: Ausbildungszeit im BBB verlängern, intensivieren und individualisieren

Die Ausbildung im Berufsbildungsbereich soll verlängert, intensiviert und individualisiert werden, um eine inklusive, gerechte und hochwertige Bildung für unsere Teilnehmer*innen zu gewährleisten. Adäquate Lernumgebung und Unterrichtsmaterialien sind hier selbstverständlich: Unsere Teilnehmer*innen müssen sich wohlfühlen, um sich besser konzentrieren zu können. Dies ist mit einem ersten Schritt gestartet: Das neue Konzept für die berufliche Bildung fokussiert seit August 2019 die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen und sichert die Ausrichtung auf die Anforderungen an der Teilhabe am Arbeitsleben und der Gesellschaft. In diesem Prozess werden gemeinsam und auf Augenhöhe Perspektiven und Bildungsziele vereinbart, die den Wünschen und realisierbaren Möglichkeiten der Teilnehmer*innen entsprechen. Angelehnt an die duale Ausbildung (d.h. die reguläre Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) sind die Ziele der Erwerb berufsbezogener Handlungskompetenzen und die Förderung der allgemeinen Bildung. Im Zuge dessen wird die persönliche Entwicklung der Teilnehmer*innen gefördert, um eine Beschäftigungsfähigkeit mit verschiedenen Perspektiven zu ermöglichen. Erste Ergebnisse erwarten wir bis 2022.  

SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie
Unser Ziel: Umstellung auf Nutzung erneuerbarer Energiequellen  

Auch das facettenwerk ist auf zuverlässige Energiequellen angewiesen. Obwohl sich die Arbeiten in den Werkstätten auf überwiegend manuelle Leistungen fokussieren, erfordern einzelne Produktionsschritte einen erhöhten Energieaufwand. Dazu zählt beispielsweise die Flaschenspülanlage in Oestrich-Winkel. Um diesen überdurchschnittlichen Energieverbrauch CO2-neutral zu decken, wurde im Jahr 2019 die Installation einer Photovoltaik-Anlage beschlossen. Sie versorgt tagsüber die Betriebsstätte direkt mit Strom und speist Überschüsse in das Energienetz ein. Die Inbetriebnahme wird im Februar 2020 erfolgen.  

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit
Unsere Ziele: Attraktiver Arbeitgeber sein, Arbeitsplätze erhalten und ausbauen

Die Menschen bedingungslos als Menschen zu sehen, ihnen Sinn und Freude an der Arbeit und ihren Beiträgen zu geben, Wertschätzung zu vermitteln, individuelle Entwicklungspotenziale zu entdecken und zu fördern sehen wir als Grundlage und Chance dafür, dass das facettenwerk ein attraktiver Arbeitsgeber ist und weitere Arbeitsplätze anbieten kann.  

SDG 10: Reduzierte Ungleichheiten
Unser Ziel: Öffnung für weitere Personengruppen, Inklusion in der Verwaltung, Arbeitsplätze erhalten und ausbauen, bessere Außendarstellung in Presse und Medien  

Im Kern unserer Arbeit stärken wir die soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung und fördern dadurch deren Bildungs- und Arbeitsrechte sowie den Anspruch auf einen gerechten Anteil am sozialen Wohlstand. Durch die Ziele, unsere Angebote für weitere Personengruppen zu erweitern, Inklusion innerhalb des Vereinsnetzwerks zu fördern und die vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen, setzen wir uns folglich dafür ein, Diskriminierung zu beenden und Ungleichheiten innerhalb unserer Gesellschaft abzubauen.   Durch eine bessere Außendarstellung in Presse und Medien und den generellen Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit sind wir bestrebt, das Bewusstsein für Diversität und Vielfalt zu erweitern und somit Barrieren und Ungleichheiten zu reduzieren und vorzubeugen. 

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Die Vermeidung, Reduzierung und Kompensation von COsind Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Im Jahr 2019 wurden in den Wiesbadener Betriebsstätten die veralteten Leuchtmittel durch neue LED-Lampen getauscht, sodass wir insgesamt in 2019 rund 460 LED-Leuchten eingebaut haben. Für das Jahr 2020 sind weitere rund 390 Lampen geplant.

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Fährmann Unternehmensberatung GmbH

Durch die Grundidee unseres Geschäftsmodells sind alle unsere strategischen Unternehmensziele darauf ausgelegt, einen positiven Nachhaltigkeitseffekt zu erreichen.

Damit ist es unsere oberste Priorität, eine umfangreiche wie dauerhafte nachhaltigkeitsorientierte Wirkung bei unseren Kunden zu generieren. Dieser Anspruch lässt sich in der Praxis meist nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand bzw. überhaupt nicht messen, nachdem die Wirkung unserer Beratung beim Kunden keinen vergleichbaren Verläufen folgt. 

Ferner beziehen wir bei der Auftragsannahme Überlegungen mit ein, ob ein potenzieller Kunde sich adäquate Nachhaltigkeitsziele setzt und wie wir zur Erreichung dieser Ziele beitragen können. Im Zweifel lehnen wir Aufträge ab, wenn ein effektiver Beitrag zu Nachhaltigkeit nicht glaubhaft erkennbar ist. 

Unsere internen Nachhaltigkeitsziele sind überwiegend qualitativer Natur. Eine darüber hinaus gehende quantitative Zielsetzung scheint derzeit kaum zweckdienlich und wird daher noch nicht festgeschrieben.

Unsere internen Nachhaltigkeitsziele betreffen folgende Bereiche:  

  • Beratungsleistungen:
    • Nachhaltigkeitsnutzen unserer Projekte und Dienstleistungen
    • strategische Kooperationen und Dialog
    • Anzahl und ökonomischer Wertbeitrag geleisteter Projekte
    • Kundenzufriedenheit
  • Mitarbeiter
    • Gesundheit und Motivation
    • Unternehmenskultur
    • Weiterbildung
  • Geschäftsbetrieb:
    • Dienstreisen (Vermeidung und Reduktion), siehe Kriterium 11 „Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen“
    • Nachhaltige Beschaffung, siehe Kriterium 11 „Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen“

Die Ziele werden durch die Geschäftsführung mindestens einmal jährlich im Zuge einer Strategieklausur systematisch ausgewertet und zur Anpassung der eigenen Nachhaltigkeits- bzw. Unternehmensstrategie genutzt. Der Fokus unseres Impacts liegt auf den Kundenprojekten, da letztlich diese den größten Hebel für Veränderungen mit sich bringen. Als Beratungsunternehmen fungiert der Fährmann als Multiplikator für nachhaltige Entwicklung.

Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen dienen uns als Beratungsunternehmen für Nachhaltigkeit als Orientierungsrahmen. Für unsere Geschäftstätigkeit selbst kommen vorrangig folgende SDG zum Tragen:
SDG # 4 Hochwertige Bildung (in unserer Beratung und unseren Trainings und Coachings)
SDG # 5 Gleichberechtigung der Geschlechter (v.a. im Sinne der Stärkung von Frauen in Führung -auch in unserem eigenen Geschäftsmodell mit drei Geschäftsführerinnen)
SDG # 13 Maßnahmen zum Klimaschutz (Reisetätigkeit und virtual first)
SDG # 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (unser konsequent netzwerkbasiertes Arbeiten als „erweiterte Mannschaft“)


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