Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

03
Nachhaltigkeit ist in Unternehmen oft ein Querschnittsthema, das die Zusammenarbeit verschiedener Geschäftsbereiche erfordert. Klare Ziele, die ambitioniert aber auch erreichbar sind, unterstützen eine konstruktive und koordinierte Zusammenarbeit und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Schon der Prozess zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsziele kann genutzt werden, um intern Aufmerksamkeit für das Thema zu erregen und Möglichkeiten zur Teilhabe verschiedenster Mitarbeiter/-innen an der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie zu schaffen.

Was ist zu beachten?
Bitte bemühen Sie sich darum, sowohl quantitative, als auch qualitative Ziele zu nennen und beziehen Sie die Ziele sowohl auf Ihren Unternehmensbetrieb, als auch Ihr Kerngeschäft. Beachten Sie, dass es an dieser Stelle um die übergeordneten Ziele im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie geht. Detailliertere Ziele können Sie in den jeweiligen Kriterien in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft ausführlicher beschreiben.
Falls in Ihrem Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsziele gesetzt wurden, beschreiben Sie bitte den Prozess, den Sie zur Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen verfolgen wollen und nennen Sie den Zeitpunkt, zu dem Ziele definiert werden sollen.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche mittel- und langfristigen Ziele sich Ihr Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt hat.

Aspekt 2:
Erläutern Sie, welche Ziele mit besonders hoher Priorität behandelt werden und erläutern Sie, wie und warum Sie zu dieser Priorisierung kommen.

Aspekt 3:
Erläutern Sie, wie die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert wird und wer im Unternehmen dafür zuständig ist.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und wie Sie sich bei Ihren Nachhaltigkeitszielen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beziehen.
Ziele beschreiben einen wünschenswerten Zustand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft durch entsprechendes Verhalten erreicht werden soll. Quantitative Ziele sind mit einer Zahl hinterlegt, z.B. die Reduktion des Energieverbrauchs um 20%. Qualitative Ziele beschreiben einen Zustand, der erreicht werden soll. Auch sie sollten so formuliert sein, dass eindeutig festgestellt werden kann, ob das Ziel zum Zeitpunkt X erreicht wurde oder nicht, z.B. die Einrichtung eines Betriebskindergartens oder Klimaneutralität.  

Operationalisieren bedeutet hier, dass die Ziele messbar gemacht werden. Dabei sollen die Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit der Daten sichergestellt werden. Messbar heißt, dass die Ziele so konkret wie möglich und der Plan und Zeithorizont zur Zielerreichung klar definiert sind. Nur so wird nachprüfbar, ob und in welchem Ausmaß die Ziele tatsächlich erreicht wurden und wie gegebenenfalls nachjustiert werden muss (siehe auch Kriterium 6: Regeln und Prozesse).

Hallesche Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit

Zum DNK-Profil

Sparkasse Coburg - Lichtenfels

Im Rahmen der 2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse hat der Vorstand der Sparkasse unter Berücksichtigung der Leitsätze zur Nachhaltigkeit strategische Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Diese basieren auf den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Dabei wurden Schwerpunkte in folgenden Sustainable Development Goals-Kategorien gesetzt. Im Jahr 2019 wurden durch die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen dazu Zielvorgaben erarbeitet und vom Vorstand beschlossen.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick zu den Zielen.

SDG Strategische
Nachhaltigkeitsziele
Operative
Nachhaltigkeitsziele
Gesundheit & Wohlergehen
(UN-Entwicklungsziel Nr. 3)
Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte im Rahmen des
200-jährigen Jubiläums der Sparkasse im Jahr 2021
Entscheidungen werden hierzu im Jahr 2020  getroffen.
  Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements Messung der Kennzahl Gesundheitsquote: Zielwert in der Bandbreite 94 - 96 % im Betrachtungszeitraum
  Reduzierung von Werbegeschenken aus Plastik 2020 erfolgt eine komplette Bestandüberprüfung der Werbegeschenke, mit dem Ziel der Reduzierung von Plastik
Der Fachbereich erarbeitet 2020 unter nachhaltigen Gesichtspunkten ein Streich- bzw. Alternativkonzept und wird es dem Vorstand zur Entscheidung vorlegen.
  Weiterentwicklung des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiter Die angezeigten Arbeitsunfälle im Zeitraum 2019 bis 2023 sollen geringgehalten bzw. weiter gesenkt werden und somit den Durchschnitt der letzten fünf Jahre (1,04 angezeigte Arbeitsunfälle) nicht überschreiten.

Hochwertige Bildung
(UN-Entwicklungsziel Nr. 4)
Entwicklung eines Schulungskonzeptes unter nachhaltigen Aspekten Bis Ende 2020 Schulung aller Kundenberater im Anlagegeschäft zum Thema Nachhaltigkeit.
Jährliche Auffrischung durch geeignete Informationsrunden.
  Erweiterung des regionalen Engagements unter nachhaltigen Aspekten 12 - 15% des jährlichen Spenden - und Sponsoring-Budgets gehen in nachhaltige Projekte, Aktionen bzw. zu Institutionen.
  Förderung von nachhaltigem Denken und Handeln in der Region Durchführung von zwei extern begleiteten Kundendialogen bis 2023

Bezahlbare und saubere Energie
(UN-Entwicklungsziel Nr. 7)
Erweiterung des Angebots nachhaltiger Produkte Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels setzt es sich zum Ziel pro Jahr mindestens ein aktiv vermarktetes Nachhaltigkeitsprodukt für ihre Kunden anzubieten.
  Reduzierung des Papier-, Wasser- und Stromverbrauchs (Zielwerte 2023 im Vergleich zum Ausgangsjahr 2018) Senkung des Papierverbrauchs: Bandbreite zwischen 4 - 5 %
    Einsparung von Wasser:
Bandbreite zwischen 8 - 10 %
    Einsparung von Strom:
Bandbreite zwischen 8 - 10 %
    Einsparung von Kühlenergie:
Bandbreite zwischen 4 - 6 %
    Einsparung von Heizenergie:
Bandbreite zwischen 8 - 10 %
  Fuhrparkanpassung bei Ersatzbeschaffung Fahrleistung in Km in der Bandbreite 4 - 5 % p.a. reduzieren
    Fahrzeugflotte in der Bandbreite
4 - 5 % p.a. verringern
    Ersatzbeschaffungen ausschließlich mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen (soweit wirtschaftlichen und technischen Anforderungen entsprechend)
  Energetische Sanierung der Filialen Durchführung mind. einer energetischen (baulichen) Maßnahme p.a.

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte informiert den Vorstand regelmäßig über die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele im Rahmen einer Vorstandssitzung.

Zum DNK-Profil

Hermann Biederlack GmbH & Co. KG

Von den angestrebten Zielen aus 2016 wurden folgende erfüllt:

Cotton made in Africa
Seit 2017 ist die firmeneigene Spinnerei für die Verarbeitung von CMIA-Baumwolle lizensiert.
Wir kaufen Baumwolle aus ökologischerem und sozialerem Anbau als bei konventioneller GVO-Baumwolle ein und verarbeiten sie in unserem Betrieb. Das dadurch erstellte Garn wird nur für unsere Decken eingesetzt, die mit einem entsprechenden Label ausgezeichnet werden. 

FSC-Materialen:
Wir kaufen und benutzen Wellpappkartons mit möglichst hohem preisneutralen FSC-Anteil (meist 50-80%).
In der Regel wird ein FSC-Mix verwendet, d.h. es werden Recycelmaterialien sowie neue Materialien aus FSC zertifizierten Wäldern oder sonstigen kontrollierten Quellen gemischt. Um Verpackungsmengen zu reduzieren, besonders die Plastikmengen, werden Decken für einzelne Großaufträge, anstatt einzeln in Beutel, in einen Master-Foliensack verpackt, der in den Karton gelegt wird. Die einzelnen Decken werden mit einer bedruckten recycelbaren Papier-Banderole aufgemacht. 

Lieferantenkodex/ Supplier of conduct
In unserem Unternehmenskodex nehmen wir Bezug auf die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und versichern eine faire und sozial gerechte Behandlung unserer Mitarbeiter. Diese Erklärung verlangen wir auch von unseren Lieferanten. Im Falle des Baumwoll-Anbaus können wir aber keine vollständige Kontrolle gewährleisten. Nur bei der CMIA-Baumwolle, deren Herstellung von der Aid by Trade Foundation überwacht wird, erfolgt eine vollständige Überwachung der Produktionsbedingungen.  



Neue Ziele  

Bis 2020 möchten wir folgende Ziele erfüllen


  1. Den Anteil bei der Deckenherstellung verwendeter recycelter Garne erhöhen.
Durch den Einkauf GRS -zertifizierter Rohstoffe (Global recycling Standard) könnte man ein gelabeltes Produkt herstellen, das ein auskunftsträchtiges Logo besitzt. Dazu wäre aber eine GRS-Zertifizierung des Betriebs notwendig. Es stellt sich die Frage, ob Kunden Waren mit recycelten Garn-Anteilen auch ohne Logo akzeptieren.

Ausgewählt wurde dieses Ziel, weil die eingesetzen Garne mit recyclten Rohstoffen unseren Qualitätsansprüchen entsprechen und daraus ein verkaufsfähiges Produkt hergestellt werden kann.
Der Vorteil der wiederverwendbaren Rohstoffe hilft nicht, wenn der Kunde es nicht kauft.

  2. Müll reduzieren
 Abgesehen von zukünftigen Renovierungsarbeiten, bei denen sich folglich die Menge an Schuttabfälle wie Beton und Holz temporär steigern, planen wir unsere Recyclingquoten um 5-10% zu erhöhen sowie unsere Abfallmenge innerhalb von 5 Jahren um 10% zu senken. Bei Produktneuheiten wird auf Nutzung von recycltenen Garn geachtet.
In Diskussion stehen mögliche Abnehmer für unsere Textilabfälle. Je mehr Abnehmer unsere Produkte verwenden, desto geringer werden die danach noch verbleibenden Entsorgungsmengen.

Dieses Ziel wurde ausgewählt, weil uns die Menge an Faserabfällen, die bei der Bearbeitung entstehen, als verlorene Rohstoffe stören. 
Leider sind diese sehr kurzstapeligen, aus Natur- und Synthetikstoffen gemischten Ballen nur schwer wiederverwendbar.
Versuche, sie als Dämmstoffe zu verwenden oder das Polyaycrylnitril durch Schmelzprozesse zurück zugewinnen, fanden keinen Erfolg.


Die Erreichung der Ziele wird durch ein jährliches, internes Audit des Umweltmanagement-Teams überprüft.
Folgende Daten stehen zur Verfügung: eingesetzte Energie und für welche Abteilungen( e.Visor), Abfallmenge, Produktionsmenge, Wasser/Abwassermenge, Schadstoffe im Abwasser.
Dadurch lässt sich grob der CO2-Fußabdruck des Unternehmens messen.
Diese Daten werden für den DNK, den BEPI-SAQ (Fragebogen über Umwelt-Aspekten im Betrieb) und den Oekotex Step-Standard ebenfalls benötigt und damit auch bestimmten Stakeholder zur Verfügung gestellt.
Sollten Ziele nicht erreicht worden sein, muss nach den Ursachen geforscht werden (Produktionsmenge, Investitionen, Messfehler), damit die Ziele entsprechend angepasst werden

Unsere Nachhaltigkeitsziele haben auf die 17 SDGs der UN nur einen geringen Einfluss.  Einen weltweiten Wandel können wir als mittelständiger Betrieb nicht einleiten
Mit dem Fokus auf folgende, gemeinsamen Themen hoffen wir aber, unseren Anteil zu leisten: 
- Gesundheit und Wohlergehen der Mitarbeiter
- Geschlechtergleichheit (keine Diskriminierung)
- Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
- Nachhaltiger Konsum und Produktion
- Massnahmen zum Klimaschutz

Zum DNK-Profil

Leicher Engineering GmbH

Die Nachhaltigkeitsziele der Leicher Engineering definieren sich wie folgt:

Ökonomie:

  • Langfristiges und gesundes Wachstum mit vertretbarem Risiko. Die Kontrolle der Wirksamkeit und des Erfüllungsgrads erfolgen über die Enterprise Scorecard. 
  • Langfristige Sicherung von Aufträgen und Gewinnung neuer Kundenprojekte durch qualifizierte, mit digitalen Tools unterstützte Teamarbeit und wirksamen Maßnahmen innerhalb der Organisation bzw. Supply Chain
  • Sicherstellung der Begeisterung der Stakeholder durch aktive Kommunikation und Leistung
  • Nutzen der Digitalisierung in allen Fachbereichen zur Steigerung der Effizienz und Produktivität. 
Ökologie:
  • Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt und Vogelschutz. Ziel ist es auch, die Aktivitäten im Bund Naturschutz zu kommunizieren und projektübergreifende Aktionen zu starten (z.B. Transfer des angewandten Naturschutzes an lokale Schulen, Bereitstellen von erforderlichen Ressourcen)
  • Papierreduktion: Ziel ist es, den Papierverbrauch weiter auf einem niedrigen Niveau zu halten und trotz steigender Größen wie Umsatz und Projektstunden keinen weiteren Papierverbrauch zu erzeugen. Es findet ein Monitoring des Papierverbrauchs statt. Ein klares Regelwerk zum Umgang mit Papier und für Projekte erforderlicher Unterlagen wirkt positiv. 
  • Energieverbrauch: Green IT soll auch zukünftig ausgebaut werden und die vorhandene moderne Peripherie einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Nutzungsdauer unterstellt werden. Bei der Entscheidung über Neuinvestitionen wird stets eine Cloud Alternative mit einer on premises Lösung verglichen. Ziel ist es, den Energieverbrauch bis Ende des Geschäftsjahres 2020 um 10% zu reduzieren.
  • Transparente Kommunikation und Akzeptanz der Mitarbeiter für Nachhaltigkeit: Es wird das Ziel verfolgt, die Akzeptanz im Unternehmen für die Nachhaltigkeit zu fördern. Die Möglichkeit für freiwilliges Engagement und interne Nachhaltigkeitstage sollen positiv wirken. Insbesondere greifbare Maßnahmen für Mitarbeiter wirken positiv. (Bsp.: Naturnahe Gestaltung der Freiflächen, Bienen am Standort inkl. Schulungen durch den Imker, Präsentationen im Unternehmen durch Mitarbeiter, Nachhaltigkeitspool)
  • Reduktion des eigenen CO2-Ausstosses: Der Anteil der emissionsarmen bzw. -losen Antriebe im eigenen Fuhrpark soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020 min. 40% betragen. Am Unternehmensstandort stehen Ladepunkte zur kostenlosen Nutzung für die Stakeholder zur Verfügung.
  • Anzahl von Entwicklungsleistungen auf Kundenwunsch, die einen positiven Beitrag zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Kunden leisten inkl. umfangreicher Dokumentation und Auswertung: Leicher Engineering stellt auf Kundenwunsch den positiven Effekt in Bezug auf Nachhaltigkeit einer Entwicklung bzw. Optimierung eines mechanischen Bauteils in dokumentierter Form zur Verfügung.  Das Interesse für solche Entwicklungsleisten soll kontinuierlich steigen.(Im GJ 2020: + 5 Stück)
  • Internes Recycling: Die Anzahl an Abfallfraktionen soll ausgebaut werden. Insbesondere soll eine Lösung für den Umgang von Aluminium Kaffeekapseln gefunden werden, da diese dem Aluminium-Einschmelz-Prozess zugeführt werden und vollumfänglich und klimaneutral recyclet werden sollen.
Soziale Verantwortung:
  • Stetiger Ausbau des Gesundheitsmanagements
  • Fluktuation und Krankheitstage der Mitarbeiter auf geringem Niveau halten
  • Anzahl der Arbeitsunfälle weiterhin bei Null halten
  • Stetige Weiterentwicklung des Speiseplans des betriebseigenen Casinos: Gesundes und frisches Essen für alle Mitarbeiter, Bezuschussung für Azubis, Praktikanten und Werkstudenten weiterhin fördern und somit ein kostenfreies Essen ermöglichen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter fördern: Pilotprojekt zur Vertrauensarbeitszeit und Urlaub auf Vertrauensbasis weiter fortführen bzw. Anzahl der Teilnehmer auf >90% ausbauen. 
Die genannten Nachhaltigkeitsziele werden in der Regel mit einer gleichen Priorisierung behandelt. Allerdings können nicht nur saisonale Faktoren einen Einfluss auf die geplanten Aktionen haben (insb. Aktivitäten im Bereich Ökologie am Unternehmensstandort) sondern auch getätigte Investitionen. Bspw. wurde das Projekt Green IT im Berichtsjahr verstärkt behandelt, da nicht nur ein vollumfänglicher Austausch der Peripherie und der Serverlandschaft stattgefunden hat, sondern auch im Prüflabor in drei neue 360° Messmaschinen zur berührungslosen und sicheren Prüfung investiert wurde.

Die Kontrolle der strategischen Nachhaltigkeitsziele erfolgt anhand Projektcontrollings. In regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Nachhaltigkeitsverantwortlichen und der Geschäftsführung werden anhand von definierten Meilensteinen die Wirksamkeit der Aktivitäten geprüft. Das Überwachungsaudit zur ISO 14001 und die Re-Zertifizierung zu ISO 9001 und VDA 6.2 haben erfolgreich stattgefunden. Durch externe Auditoren wurde die Wirksamkeit der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ermittelt.

SDGs:

Im Berichtsjahr hat Leicher Engineering an einem Pilotprojekt der IHK München und einer Nachhaltigkeitsberatung zur Erstellung eines Wegweisers mit dem Umgang von SDGs für KMUs teilgenommen. Ziel war es, als best practice Unternehmen dazu beizutragen, dass ein Wegweiser für andere KMUs zur Identifikation der richtigen SDGs erstellt wird. In diesem Projekt wurden auch die relevanten SDGs für Leicher Engineering identifiziert. Mittels verschiedener Methoden wurden folgende als sinnvoll für Leicher Engineering qualifiziert:

SDG 4: Quality Education: Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter, Ausbildungsquote > 10%
SDG 9: Industry, Innovation and Infrastructure: Ressourceneffiziente Entwicklung, Sichere Produkte und Herstellung, Arbeitssicherheit und Lieferantenentwicklung, Moderne Messgeräte
SDG 12: Responsible Consuption and Production: Optimierung der Bauteile, Code of Conduct and auditing, Vermeiden von fehlerhafter Produktion inkl. Logistik, Mehrwegverpackungen
SDG 13: Climate Action: Klare Zielsetzung und Maßnahmen zur Reduktion von Schadstoffen, Umweltauflagen für Hersteller nach internationalen Standards, Abfallfraktionen

Zum DNK-Profil

Berliner Wasserbetriebe

Um den Fortschritt im Bereich Nachhaltigkeit zu messen, setzen wir uns in allen vier zentralen Perspektiven der BWB – Finanzen, Prozesse, Mitarbeiter und Kunden – Unternehmensziele und ermöglichen so eine systematische Planung.

Die Unternehmensziele werden für einen Zeithorizont von 5-10 Jahren erarbeitet und jährlich auf ihre Aktualität überprüft und ggf. den veränderten Bedingungen angepasst. Die Unternehmensziele werden federführend von der Organisationseinheit Strategie und Unternehmensentwicklung (SU) erarbeitet, mit dem Vorstand und den OE-Leitungen abgestimmt und vom Vorstand beschlossen. Sie stehen im Kontext mit der Managementpolitik des Unternehmens und werden maßgeblich von den Vorgaben und Erwartungen der Stakeholder beeinflusst. Im Rahmen des Themenmanagement wird sichergesellt, dass alle relevanten Themen, die die Geschäftstätigkeit im Hinblick auf z.B. Ziele und Strategien beeinflussen können, identifiziert, analysiert und bewertet werden. Nach der Identifikation von Themen, erfolgt eine Kurzbewertung zur Einschätzung der Relevanz anhand einer Bewertungsmatrix (Priorität und Eintrittswahrscheinlichkeit des Themas). Unternehmensrelevante Themen werden in halbjährlich stattfindenden Workshops vertieft analysiert, bewertet und in einem Themenpool erfasst und priorisiert. Aus diesem Themenpool wird jährlich eine Liste priorisierter strategischer Themen für den Vorstand erstellt, die im Rahmen eines Workshops mit Führungskräften kommuniziert und diskutiert werden. Diese Themen bilden unter anderem die Grundlage für die Weiterentwicklung von mittel- und langfristigen Unternehmenszielen und -strategien. 

Bis 2021 wurden die folgenden Ziele festgelegt, die für die vier Perspektiven gleichrangig angestrebt werden:

Finanzen  Wir wirtschaften werterhaltend.

  • Unser Betriebsaufwand und unsere spezifischen Investitionskosten liegen unter dem Median der Branche.
  • Wir haben unser Leistungsspektrum durch neue, attraktive Dienstleistungen ausgebaut.
  • Wir sind ein wichtiger Auftraggeber für die Region. 

P
rozesse  Wir erbringen unsere Leistungen effizient, im Sinne zukünftiger Generationen und sind führend im Umwelt- und Klimaschutz.
  • Die Anlagen zur Ver- und Entsorgung haben zur Einhaltung rechtlicher Vorgaben und zur Sicherung der Qualität ein zeitgemäß hohes technologisches Niveau mit ausreichenden Kapazitäten und Redundanzen.
  • Wir betreiben unsere Anlagen effizient, sicher und nachhaltig.
  • Wir gewährleisten eine naturnahe Trinkwasseraufbereitung.
  • Wir gestalten die Energiewende mit und unterstützen Berlin auf dem Weg zur Smart City.
 
Kunden
– Wir erbringen Qualität zum fairen Preis und setzen Maßstäbe in der Branche.
  • Das Tarifmodell bildet fixe und variable Kosten angemessen ab und ist transparent.
  • Die Tarifentwicklung orientiert sich an Benchmarks und Inflationsrate bei gleichzeitig steigenden Anforderungen.
  • Unsere Servicequalität und die Kundenzufriedenheit liegen über dem Branchendurchschnitt.
  • Wir erbringen unsere Leistungen für den Kunden effizient.

M
itarbeiter – Wir sichern als attraktiver und familienfreundlicher Arbeitgeber die Leistungsfähigkeit der Berliner Wasserbetriebe.
  • Unsere Personalpolitik verknüpft die demografische Entwicklung und die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit. 
  • Unsere Unternehmenskultur zeichnet sich durch hohe Wertschätzung der Vielfalt und individuelle Förderung unserer Beschäftigten aus.
  • Unsere Personalplanung berücksichtigt zukünftige Anforderungen und ermöglicht Wissenstransfer.
  • Wir bieten die Voraussetzungen für eine Balance zwischen Berufs-, Familien- und Privatleben unserer Beschäftigten.
Eine Übersicht über Ziele, Subziele und geplante Maßnahmen gibt die Tabelle auf den Seiten 12 und 13 im Nachhaltigkeitsbericht 2018.

Eine Messung des Zielerreichungsgrades ist mithilfe der Balanced Scorecard (BSC) (vrgl. auch Kriterium 7) möglich. Auf Grundlage der Unternehmensziele und -strategien werden hier für jede Perspektive Kennzahlen, Maßnahmen und angestrebte Ergebnisse hinterlegt. Dazu gehören auch ausgewählte Sozial- und Umweltindikatoren.

Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen