Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsaspekten für Ihr Unternehmen ergeben, sowie sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Aareal Bank AG

Unser Nachhaltigkeitsverständnis lässt sich einfach auf den Punkt bringen: Es umfasst sämtliche Themen, die zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs – und damit zur Zukunftsfähigkeit der Aareal Bank Gruppe – beitragen.

Um sicherzustellen, dass wir in einem dynamischen Marktumfeld die für eine nachhaltige Zukunftsausrichtung wesentlichen Kernthemen vorantreiben, besitzt der kontinuierliche Austausch mit unseren Stakeholdern eine sehr hohe Priorität.

Vor diesem Hintergrund und weil sich die Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen ändern können überprüfen wir die Ergebnisse der Ende 2015/Anfang 2016 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse fortlaufend. So haben wir im Berichtsjahr zehn ca. einstündige Experteninterviews, u. a. mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, Kunden der Wohnungswirtschaft, einem Gutachter, einem Broker und einer NGO geführt sowie eine gruppenweite Validierung der Relevanz der Handlungsfelder durchgeführt. Im Fokus der Überprüfung standen wesentliche Sachverhalte gemäß §289c Absatz (3) HGB, d.h. alle für das Verständnis von Geschäftsverlauf und -ergebnis, der Lage des Konzerns sowie für das Verständnis der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die fünf Aspekte erforderlichen Angaben.

Als Ergebnis liegt der operative Fokus im Nachhaltigkeitsmanagement weiterhin auf den zwölf – in der Wesentlichkeitsmatrix dargestellten – für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs bedeutenden Handlungsfeldern: Essenziell sind hier die Profitabilität des Geschäftsmodells sowie das Risiko- und Kundenbeziehungsmanagement. Daneben haben, insbesondere vor dem Hintergrund von Veränderungsprozessen während der Umsetzung unseres Zukunftsprogramms Aareal 2020, die Handlungsfelder Attraktiver Arbeitgeber, Integrität des unternehmerischen Handelns und Know-how-Management eine besonders hohe Relevanz.

Nachhaltiges Kreditgeschäft
Die Aareal Bank Gruppe finanziert Gewerbeimmobilien. Der Fokus liegt auf komplexen, großvolumigen Finanzierungen bereits fertiggestellter Gebäude für durchschnittlich fünf bis acht Jahre. Die nachhaltige Werthaltigkeit der Objekte und die sehr sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner liegen somit im ureigenen Interesse des Unternehmens. Die aktive Portfoliosteuerung, die regionale Diversifizierung und auch die Vielfalt der durch uns finanzierten Objektarten, nämlich Bürogebäude, Hotels, Shoppingcenter sowie Logistik- und Wohnimmobilien, tragen zu einem aus Risikosicht ausgewogenen Portfolio bei. Es beinhaltet somit auch grundsätzliche keine potentiell umstrittenen Industrieanlagen oder andere ggf. im öffentlichen Diskurs als problematisch geltende Objekte.
Damit die Immobilien unseren hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden, orientieren wir uns bei ihrer Bewertung neben den Marktwerten auch an dem Konzept der Beleihungswertermittlung. Diese berücksichtigt standardmäßig nachhaltigkeitsrelevante Aspekte, wie z.B. die technische, funktionale, soziokulturelle und ökologische Qualität. Mängel in der Qualität, z.B. eine unzureichende Energieeffizienz, schlagen sich bei der Bewertung negativ nieder.

Impact unserer digitalen Lösungen
Unserer Produkte und Dienstleistungen im Segment Consulting/Dienstleistungen versetzen unsere Kunden in die Lage, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren, z. B. durch digitale und mobile Lösungen, Vernetzung von Systemen oder die Bereitstellung von Verbrauchsdaten in Portalen. Dies führt beispielsweise zu einer Verringerung der Reisekilometer und damit geringeren CO2-Emissionen, sowie zu einem geringeren Papierverbrauch. Bzw. die Visualisierung von Strom-, Wärme- und Wasserverbräuchen in Mieterportalen schafft Transparenz zum eigenen Nutzerverhalten und kann zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen führen. 

In unserem aktuellen online Nachhaltigkeitsbericht gehen wir im Einzelnen auf alle zwölf Handlungsfelder ein, beschreiben deren Bedeutung für unser Unternehmen und benennen bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen. Der
nichtfinanzielle Bericht 2017 beinhaltet sowohl Risiko- und Chancenprofile je Aspekt, als auch die Ziele und Maßnahmen die wir uns setzen, um diesen Risiken und Chancen zu begegnen.


Wesentlichkeitsmatrix

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INTER Versicherungsgruppe

 2.1.     Gesellschaftliches Umfeld und drängendste Herausforderungen
Das gesellschaftliche Umfeld, in dem die INTER agiert, hat sich im Geschäftsjahr 2018 kaum verändert. Gesellschaftliche Makrotrends wie der demographische Wandel oder die fortschreitende Digitalisierung betreffen auch uns. Das Thema IT-Sicherheit war und ist für uns dabei von zentraler Bedeutung – schließlich geht es um den Schutz unser Kundendaten und die Integrität unserer IT-Systeme. 2018 hat die INTER daher zum dritten Mal in Folge ihre IT-Sicherheit von der ASSEKURATA Management Services GmbH prüfen lassen. Das Audit wurde 2018 wieder mit dem Siegel „Geprüfte IT-Sicherheit" erfolgreich abgeschlossen. Kundenseitig erkennen wir bereits seit geraumer Zeit den Wunsch nach digitalen Leistungen, dem wir durch zahlreiche Produkt- und Serviceinnovationen nachkommen.

Nach der Einführung des Chatbots EVA („E
mpathische Versicherungs Assistentin“) und dem INTER CyberGuard im vergangenen Jahr, führte die INTER 2018 einen neuen Online-Abschluss ein – für die Krankenzusatzversicherung INTER QualiMed Z® Stationär. Darüber hinaus hat die INTER ihre Homepage
www.inter.de einem umfassenden Relaunch unterzogen, sie für mobile Endgeräte angepasst und in diesem Zuge auch die bestehenden Online-Abschlüsse optimiert. Die neue Homepage trägt auch dem gestiegenen Informationsbedürfnis unserer Kunden Rechnung.

2018 war außerdem durch das Wirksamwerden der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geprägt. So hat die INTER u. a. die datenschutzrechtlichen Informationen auf der Homepage umfangreich angepasst und die Vereinbarungen mit Dienstleistern überarbeitet, die im Auftrag der INTER personenbezogene Daten verarbeiten.

Die INTER trägt dem demographischen Wandel mit ihrem Produktportfolio - besonders mit der Pflegetagegeldversicherung INTER QualiCare® - Rechnung. Das Produkt berücksichtigt die Änderungen durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II). In Verbindung mit dem Fachkräftemangel stellt der demographische Wandel zudem eine Herausforderung für unser Personalmanagement dar - vor allem für die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte im Innen- und Außendienst. Die INTER konnte dieser Herausforderung 2018 erfolgreich begegnen und insgesamt 43 Auszubildende im Innendienst und 29 im Außendienst für sich gewinnen.

Die fortschreitende Regulierung des Versicherungsmarkts ist eine weitere Herausforderung für die INTER. So brachte die europäische Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) neue Anforderungen an unsere Vermittler sowie an die Beratung der Kunden mit sich. Die INTER ist den Anforderungen gemäß IDD u. a. mit umfassender Information und Schulung ihrer Vertriebspartner begegnet.

2.2.    Relevante Aktivitäten der Geschäftstätigkeit

Auch für das Geschäftsjahr 2018 haben wir eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Im Fokus der Umsetzung unserer CSR-Strategie stehen diesbezüglich erfolgsrelevante Themen und Inhalte, die eine Auswirkung auf Umwelt und Gesellschaft haben. Welche Themen wesentlich sind, haben wir aus dem Stakeholderdialog und internen Analysen abgeleitet. Die Priorisierung der wesentlichen Themen diskutierte das CSR-Kernteam zunächst intern und stimmte seine Ergebnisse dann mit dem Vorstand der INTER ab.

Darüber hinaus steht unsere Wesentlichkeitsanalyse vor dem gesellschaftlichen Umfeld.

Wesentliche Themen mit Bezug zu CSR sind:
  1. Arbeitgeberverantwortung
  2. Kundenzentrierung
  3. Regionales Engagement
  4. Compliance
  5. Digitalisierung
  6. Umweltverantwortung
Das CSR-Management und die CSR-Kommunikation flankieren diese CSR-relevanten Aspekte unserer Geschäftstätigkeit.

2.3.     Soziale und ökologische Chancen und Risiken

Die INTER ist im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit laufend einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. In der Verantwortung des Vorstands liegt es, diese Risiken durch eine aktive Risikosteuerung beherrschbar zu machen, um die nachhaltig positive Entwicklung der Unternehmen dauerhaft sicherzustellen.

Gemäß § 26 Abs. 1 VAG müssen Versicherungsunternehmen über ein wirksames Risikomanagementsystem verfügen, das in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Das Risikomanagementsystem muss die Strategien, insbesondere eine auf die Steuerung des Unternehmens abgestimmte Risikostrategie, Prozesse und interne Meldeverfahren umfassen, die erforderlich sind, um Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu bewerten, zu überwachen und zu steuern sowie aussagefähig über diese Risiken zu berichten.

Unter der Koordination der Unabhängigen Risikocontrollingfunktion (URCF) werden bei der INTER die Risiken im Rahmen einer halbjährlichen Risikoinventur identifiziert. Die Identifikation der Risiken erfolgt durch die Dezentralen Risikobeauftragten (DRB) in den Fachbereichen. Die Risiken werden für alle relevanten Managementprozesse nach Risikoarten zusammengefasst und über die INTER Risikomanagement-Software (IRS) nach einheitlichen Kriterien abgebildet. Dabei werden in der IRS Risikobezugsgrößen definiert sowie interne und externe Risikoursachen dargestellt.

Alle identifizierten Risiken werden von den DRB anhand unterschiedlicher Bewertungsmaßstäbe wie Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen quantitativ bewertet. Risiken, die sich nicht auf Basis von langjährigen Zahlenreihen und statistischen Entwicklungen messen lassen, insbesondere operationelle Risiken, werden mittels Expertenschätzung beurteilt.

Die Risiken werden in eine Matrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungshöhe eingruppiert. Das Produkt aus den beiden vorgenannten Einzelbewertungen ergibt den Erwartungswert des Risikos.

Für die Klassifizierung der Risiken legt die INTER hinsichtlich der Relevanz Wesentlichkeitsschwellen fest. Hierdurch werden Risiken herausgefiltert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig schädigen können und deshalb erhöhter Managementaufmerksamkeit bedürfen.

Ebenso wichtig wie die Identifikation und Bewertung von Risiken sind klare Richtlinien und Vorgaben zur Ergreifung von geeigneten Gegenmaßnahmen zu den identifizierten Risiken. Die Risikosteuerung und die laufende Risikoüberwachung erfolgt bei der
INTER sowohl zentral als auch dezentral. Die DRB sind für die Analyse und Steuerung der Risiken in den operativen Geschäftsbereichen zuständig. Als Instrument zur Abbildung und zur Umsetzungsüberwachung von verabschiedeten Maßnahmen nutzen die DRB ebenfalls die IRS, die auch das Hinterlegen entsprechender Risikokennzahlen und Limits vorsieht.

In der IRS sind unter anderem Risiken im Zusammenhang mit den folgenden Aspekten erfasst:
  • Beratung und Offenlegungspflichten
  • Datenschutz
  • IT-Sicherheit
  • Arbeitsbedingungen und Diskriminierung.
 
2018 haben wir das „Risiko gegen die Offenlegungspflichten der CSR-Richtlinien“ in die zentrale Risikomanagementsoftware IRS aufgenommen.

Neben den Risiken beinhaltet CSR für die INTER eine Vielzahl gesellschaftlicher, unternehmerischer und ökologischer Chancen. Die unternehmerischen und gesellschaftlichen Chancen sind dabei ob der Immaterialität der Produkte der Versicherungsbranche und des damit verbundenen geringen ökologischen Einflusses prägend:
  • Sensibilisierung von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten für ökologische und soziale Verantwortungsübernahme
  • Implementierung einer nichtfinanziellen Perspektive
  • Imageverbesserung durch CSR-Kommunikation
  • Ressourcenschonung durch ökologisch nachhaltiges Handeln
  • Steigerung der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit
  • Förderung regionaler Institutionen mit nachhaltigem Tätigkeitsfokus
  • Förderung von Diversität im Unternehmen
  • Stärkung des Dialogs im Unternehmen und mit externen Anspruchsgruppen
  • Produkt- und Serviceinnovationen

    Ad hoc-Risikomeldungen
    In eilbedürftigen Fällen zeigen die DRB, die Bereichsleiter, die intern verantwortliche Person für die Compliance-Funktion/interne Revisionsfunktion/ versicherungsmathematische Funktion oder die verantwortlichen Aktuare der INTER Unternehmen bei der intern verantwortlichen Person für die URCF ad hoc bestandsgefährdende oder neue, als wesentlich beurteilte Risiken an.

    Ad hoc-Risikomeldungen aufgrund von CSR-Risiken lagen bei der INTER bislang nicht vor.

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CSR-Ce | Agentur für CSR und Kommunikation

CSR-Ce ist ein Dienstleistungsunternehmen, daher werden keine Rohstoffe im klassischen Sinne zur Herstellung seiner „Produkte“ verwendet.  

Wesentliche Aspekte im Bereich der Ökologie sind beim Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Emissionen für Dienstreisen sowie Papierverbrauch im Büroalltag zu suchen.

Wesentliche Aspekte im sozialen Bereich finden sich in den Materialien und Dienstleistungen, die CSR-Ce in Anspruch nimmt. Hierzu gehören u.a. IT-Geräte aller Art, Software, außerdem meist online-Dienstleistungen wie z.B. virtuelle Seminarräume für CSR-Ce-eigene Seminare, Fortbildungen, die Alka Celic selbst in Anspruch nimmt, Werbung (bspw. Suchmaschinenoptimierung), etc. Oft werden diese Dienstleistungen von ausländischen (nicht-EU-) Unternehmen angeboten, bei denen die strengen deutschen Arbeits- und Datenschutzgesetzte nicht gelten. Es ist häufig schwer, gerade im digitalen Bereich einen adäquaten deutschen oder EU-Ersatz zu finden (Bsp.: Google als Werbeplattform für die eigene Dienstleitung, die US-Plattform Udemy für Onlineseminare, etc.).  

Bei der Herstellung der IT-Geräte gibt es bisher relativ wenig Alternativen auf dem Markt, die im Hinblick auf soziale und ökologische Aspekte zufriedenstellend hergestellt wurden - auch wenn es mittlerweile die sogenannte Green-IT gibt. Aber hier ist aus Sicht von CSR-Ce noch Nachholbedarf, was die Qualität der Produkte sowie Softwarekompatibilität angeht. Daher setzt CSR-Ce darauf, IT-Geräte möglichst lange zu verwenden, diese für den Weitergebrauch (nicht für die Entsorgung) weiterzugeben und selbst ausschließlich gebrauchte Geräte zu kaufen.  

Ein wesentlicher Aspekt, der die Arbeit von CSR-Ce sowie seiner Kunden beeinflusst, ist die Digitalisierung. Wir stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, wie wir den Veränderungen im Arbeitsalltag und in der Zukunft begegnen können, ohne dabei die ökologische und soziale Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren.  

Für die Geschäftstätigkeit von CSR-Ce ist das o.g. Beispiel für Software von nicht-EU-Anbietern ein klares Beispiel, inwiefern hier eine Kluft zwischen der Realität und dem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit besteht.

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Die Berentzen-Gruppe ist in den Standortregionen, die eher ländlich geprägt sind, ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb. Gleichzeitig ist die fehlende Nähe zu Metropolregionen und großen Universitätsstandorten ein Faktor, der die Fachkräftegewinnung maßgeblich beeinflusst. Von besonderer Bedeutung ist daher das Handlungsfeld Mitarbeiter, in dem die Themen 

• Gesundheitsförderung
• Vereinbarkeit von Leben und Beruf
• Weiterbildung und persönliche Entwicklung
• Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter
• Kommunikation 

entscheidend sind. Die Beziehung der Berentzen-Gruppe zu den Mitarbeitern wird maßgeblich durch diese Themen geprägt und sie tragen dazu bei, wie sehr sich Mitarbeiter mit der Unternehmensgruppe identifizieren. Mitarbeiter, die emotional stark an ein Unternehmen gebunden und mit den Arbeitsbedingungen zufrieden sind, werden seltener krank, kündigen weniger häufig und empfehlen das Unternehmen gerne weiter. Dies setzt voraus, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen und angemessene Entwicklungsmöglichkeiten haben, dass sie die Arbeit mit ihrem Privatleben vereinbaren können, dass sie sich wertgeschätzt fühlen und in Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen bzw. über Entwicklungen informiert werden. Potenzielle Risiken im Handlungsfeld Mitarbeiter sind ein möglicher Fachkräftemangel, ein hoher Krankenstand sowie eine hohe Fluktuation. 

Maßgebliche Themen im Handlungsfeld Verantwortungsvolle Unternehmensführung sind 

• Leitbilder und Kodizes
• Einhaltung von Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards
• Compliance
• Soziales, kulturelles und ökologisches Engagement  

Um sich gesetzeskonform und den Unternehmensgrundsätzen gemäß zu verhalten sind Richtlinien und Leitbilder erforderlich, die den Mitarbeitern ethisch und gesetzlich korrektes Verhalten in allen Unternehmensbereichen aufzeigen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Mitarbeiter im rechtskonformen Raum bewegen und sich gegenseitig mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Die Kodizes und Richtlinien geben auch Auskunft darüber, welche Rechte den Mitarbeitern der Berentzen Gruppe oder den Mitarbeitern von Lieferanten zustehen, wie verantwortungsvoll für die Produkte der Unternehmensgruppe geworben wird und welche Umweltvorgaben erfüllt werden sollen. Managementsysteme und Audits helfen bei der Einhaltung von Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards, deren Überprüfung regelmäßig durch interne oder externe Instanzen vorgenommen wird. Soziales, kulturelles und ökologisches Engagement, insbesondere im lokalen Umfeld, leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Standortregionen und stärkt die Attraktivität eines Unternehmens in der Region. 

Die geschäftlichen Aktivitäten der Berentzen-Gruppe unterliegen einer Vielzahl nationaler und internationaler Rechtsvorschriften. Die Berentzen-Gruppe und ihre Mitarbeiter haben diese nationalen und internationalen Rechtsvorschriften, Industriestandards, die Kodizes der Berentzen-Gruppe sowie freiwillig eingegangene Selbstverpflichtungen und interne Richtlinien zu beachten. Rechtsverstöße innerhalb der Berentzen-Gruppe oder auch innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette können zu erheblichen Nachteilen für die Berentzen-Gruppe führen. Dazu gehören beispielsweise Geldbußen und Schadensersatzforderungen in ggf. wesentlichem Ausmaß, aber auch strafrechtliche Sanktionen. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Reputationsschäden geschäftlicher oder auch persönlicher Art, nicht nur im Falle des tatsächlichen Vorliegens eines Rechtsverstoßes, sondern häufig bereits bei einem Verdacht oder lediglich Anschein dessen.

Im Handlungsfeld Energie- und Ressourcenmanagement sind der  

• Energie- und Wasserverbrauch
• Emissionsverringerung
• Abfallvermeidung  

die wichtigsten Themen. Wesentliche ökologische Auswirkungen entstehen durch den Einsatz von Material, Rohstoffen, Wasser, Strom, Wärme und andere Komponenten. Neben Kosten ist ihr Einsatz in der Regel mit Emissionen und weiteren Umweltwirkungen verbunden, deren Verursachung direkt oder indirekt der Wertschöpfungskette der Berentzen-Gruppe zugeordnet werden kann. Eine besondere Rolle kommt hier der Verbrennung fossiler Rohstoffe zu. Durch die Wertschöpfungstätigkeit entstehen weiterhin Abfälle, die je nach Art der Entsorgung und der Wiederverwertbarkeit ebenfalls mit Umweltwirkungen verbunden sind. Die Reduzierung der negativen Umweltwirkung der Berentzen-Gruppe durch einen sparsamen und effizienten Einsatz aller Ressourcen, durch Vermeidung von Abfall sowie die Nutzung erneuerbarer Energien und Materialien ist das erklärte Ziel der Berentzen-Gruppe. Potentielle Risiken bestehen in diesem Handlungsfeld vor allem in der Verunreinigung oder der Versiegung eigener Brunnen und in den direkten und indirekten Folgen des Klimawandels. Hierzu zählen auch ökonomische Folgen in Form von steigenden Energiepreisen und weiteren Preissteigerungen sowie Anpassungskosten an die Folgen des Klimawandels.

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Lebensbaum / Pure Taste Group GmbH & Co. KG

Unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen

Nachhaltigkeit ist ein weites Feld. Daher haben wir uns viele Gedanken darüber gemacht, welche Aspekte der Nachhaltigkeit für Lebensbaum wesentlich sind. Nicht nur damit unser Nachhaltigkeitsmanagement handhabbar bleibt, sondern auch damit wir in diesem weiten Feld nichts Wichtiges vergessen und den Überblick behalten.

Als Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft, das seine landwirtschaftlichen Rohwaren aus der ganzen Welt bezieht und viele vergleichsweise selten angebaute Sonderkulturen verarbeitet, bewegen wir uns dabei in einem sehr herausfordernden und komplexen Umfeld. Klimawandel, Umweltverschmutzung und regionale Umweltveränderungen verändern und erschweren vielerorts den Anbau hochwertiger Rohwaren. In vielen Herkunftsländern sind die politischen Verhältnisse weit weniger stabil als in den meisten europäischen Staaten. Existenzsichernde und menschenwürdige Arbeits- und Sozialstandards sind in diesen Ländern häufig keineswegs selbstverständlich. Zugleich nimmt die Nachfrage nach Bioprodukten zu und verschärft weltweit den Wettbewerb um Rohware, während zeitgleich der Preisdruck im Einzelhandel getrieben durch die Bio-Eigenmarken großer Handelsketten in den von uns bedienten Märkten steigt. Auch die Anforderungen an die Wahl des Verpackungsmaterials werden herausfordernder: Es muss nicht nur das Produkt bestmöglich vor Qualitätsverlust und Schadstoffmigration schützen, sondern soll auch aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt, bestmöglich recyclingfähig und am besten zugleich noch plastikfrei sein. Politik und Standardgeber reagieren auf die steigenden Nachhaltigkeitsrisiken mit neuen Anforderungen, die von der Energieeffizienz, über Verpackungs- und Entsorgungsanforderungen, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten usw. bis hin zu Berichtspflichten reichen. All diese Aspekte fließen deshalb im Sinne der Komplexitätsbewältigung in unsere Wesentlichkeitsanalyse ein.

Um eine auf unser Unternehmen zugeschnittene Wesentlichkeitsanalyse zu erhalten, haben wir zunächst auf Grundlage unserer eigenen Prozesse, der Anmerkungen unserer Stakeholder und der GRI-Liste von Nachhaltigkeitsaspekten alle Themen gesammelt, die relevant sein könnten. Die für uns nicht relevanten Aspekte haben wir gestrichen. Denjenigen Aspekten, die für uns relevant sind, haben wir zum leichteren Umgang passende Begriffe aus dem Lebensbaum Kosmos zugeordnet, zum Beispiel Produkttransparenz, Bio-Landwirtschaft und Wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Im nächsten Schritt haben wir die Wesentlichkeit aus Unternehmenssicht anhand neun spezifischer Kriterien in Bezug auf ihre strategische, operative und stakeholderbezogene Bedeutung bewertet.

Um die Wesentlichkeit auch aus Sicht unserer Stakeholder zu bewerten, haben wir zunächst ermittelt, welche Stakeholdergruppen überhaupt von den herausgearbeiteten Aspekten betroffen sind – und in welchem Ausmaß. Für einen allgemeinen Eindruck haben wir die Aspekte von Studenten mehrerer Nachhaltigkeitsstudiengänge priorisieren lassen. Außerdem haben wir in einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Bio-Kunden ermittelt, welche Aspekte sie für wesentlich halten. Eine weitere Stakeholdergruppe sind unsere Mitarbeiter, von denen wir mehr als 100 befragt haben. Auch unsere Erfahrungen aus dem Austausch mit weiteren Stakeholdern, wie Handelspartnern und Lieferanten, sind in die Analyse eingeflossen. Darüber hinaus haben wir eine Studie der GRI* und Wesentlichkeitsanalysen anderer Unternehmen ausgewertet. Anhand wissenschaftlicher Gesichtspunkte haben wir entlang der Wertschöpfungskette bewertet, welche Aspekte an welchen Gliedern der Kette gegebenenfalls von besonderer Bedeutung sind.

Im Ergebnis haben wir 22 wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte erhalten, die wir jeweils einem der folgenden fünf Nachhaltigkeitshandlungsfelder zugeordnet haben:

  • Produktqualität und Kundenorientierung
  • Nachhaltigkeit und Qualität in der Lieferkette
  • Mitarbeiter & Gesellschaft
  • Umwelt
  • Übergreifende Nachhaltigkeitsaspekte
Eine Wesentlichkeitsgrafik stellt die einzelnen Nachhaltigkeitsaspekte, ihre relative Bedeutung und ihre Zuordnung zu den fünf Handlungsfeldern dar. Eine detailliertere Beschreibung der Nachhaltigkeitsaspekte spezifiziert näher, wer betroffen ist und welche Auswirkungen, Chancen oder Risiken mit Aspekten verknüpft sind. 

*GRI 2013: Sustainability Topics for Sectors: What do stakeholders want to know?

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