Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

02
Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen durch Ihre Geschäftstätigkeit beeinflusst werden. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Inside­-out­-Perspektive).

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf Ihre Geschäftstätigkeit einwirken. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Outside-­in­-Perspektive).

Aspekt 4:
Erläutern Sie, welche Chancen und Risiken sich für Ihr Unternehmen aus dem Umgang mit den beschriebenen Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Nennen Sie Schlussfolgerungen, die Sie daraus für Ihr Nachhaltigkeitsmanagement ableiten.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Merck KGaA

Die Menschheit steht vor großen, weltweiten Herausforderungen: Dazu zählen der Klimawandel, immer knapper werdende Rohstoffe, alternde Gesellschaften, die Gefährdung von Menschenrechten oder fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung – letzteres vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Um diese Herausforderungen zu meistern, sind nicht nur Politik und Zivilgesellschaft, sondern auch Unternehmen gefragt. Wir sind uns bewusst, dass sich unsere Geschäftstätigkeit als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen auf unsere Umwelt und auf die Menschen um uns herum auswirkt. Darum haben wir verantwortungsvolles Handeln in unserer Unternehmenskultur verankert.

 

Unsere Unternehmensstrategie ist auf geschäftlichen Erfolg ausgerichtet. Dazu gehört, dass wir die Interessen unserer Mitarbeiter, Kunden und Kapitalgeber sowie der Gesellschaft achten. Unsere Corporate-Responsibility-Strategie (CR-Strategie) leitet sich aus unserer Unternehmensstrategie ab.

 

Wir übernehmen Verantwortung für unsere Produkte, die Umwelt und die Menschen um uns herum – insbesondere für unsere Mitarbeiter und die Gesellschaften, in denen wir tätig sind. Bei der Herstellung unserer Produkte streben wir an, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Eine sichere Produktion, hohe Umweltschutzstandards und ein strenges Qualitätsmanagement sind dafür unabdingbar. Wir stärken unser Unternehmen, indem wir geeignete Mitarbeiter einstellen, fördern und motivieren. Wir möchten ein Vorbild für ethisch korrektes Handeln sein und einen aktiven Beitrag zu der Gesellschaft leisten, in der wir leben.

 

Wir wollen neue weltweite Trends und Herausforderungen rechtzeitig erkennen: beispielsweise durch Dialoge, durch die Teilnahme an Initiativen, durch Branchenaustausch oder auch durch die Auswertung der Medienberichterstattung. So können wir nicht nur Risiken minimieren, sondern auch Chancen ergreifen, die sich für unser Geschäft ergeben. Risiken und Chancen die sich für unser Unternehmen ergeben erläutern wir im Risiko- und Chancenbericht. Zudem wollen wir ethische, wirtschaftliche und juristische Risiken unserer Geschäftstätigkeit minimieren und zugleich für die gesellschaftliche Akzeptanz unseres Handelns sorgen. Dazu haben wir umfassende Strukturen und Systeme aufgebaut, um gesetzliche Vorgaben und ethische, soziale und ökologische Standards einzuhalten. Beispielsweise ist unser Umweltmanagement darauf ausgerichtet, die Umweltauswirkungen an unseren Produktionsstandorten zu minimieren.

 

Wir führen regelmäßig eine Wesentlichkeitsanalyse (Materialitätsanalyse) durch. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsthemen gemäß ihrer Bedeutung für unser Unternehmen und für externe Stakeholder zu gewichten und in unserer Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen. 2016 haben wir eine umfassende Materialitätsanalyse durchgeführt. Dazu werteten wir Medienberichte, Investorenanfragen und Nachhaltigkeitsrankings aus. Anschließend haben wir die Themen anhand unserer Ergebnisse von Stakeholder-Umfragen und Experteninterviews gewichtet. Sowohl dieses Verfahren als auch die Ergebnisse der Materialitätsanalyse überprüften interne Fachleute sowie das CR-Komitee. Die 43 wesentlichen Themen, die aus der Materialitätsanalyse 2016 hervorgegangen sind, wurden 2017 von Experten aus den zuständigen Unternehmensbereichen überprüft und validiert. Dabei haben wir neueste Entwicklungen berücksichtigt und die Analyse bei Bedarf aktualisiert. Die als wesentlich bewerteten Themen bilden die Schwerpunkte unseres CR-Berichts. Da unsere Stakeholder auch zu einigen weniger wesentlichen Themen von uns Informationen und Transparenz erwarten, berichten wir auch über diese Themen – allerdings weniger ausführlich.

 

Weitere Informationen:

- Corporate-Responsibility-Bericht 2017: CR-Strategie

- Corporate-Responsibility-Bericht 2017: Materialitätsanalyse
- Geschäftsbericht 2017: Risiko- und Chancenbericht

Zum DNK-Profil

Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit

Zur Identifikation wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen hat der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern im Jahr 2017 eine Wesentlichkeitsanalyse zum Nachhaltigkeitsmanagement durchgeführt. Hierbei wurden sowohl interne als auch externe Interessengruppen eingebunden. Im Ergebnis sind die „wesentlichen Themen“ mehr in den Blickpunkt unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten gerückt. Als „wesentlich“ werden diejenigen Themen bezeichnet, die wichtige wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen der Unternehmensgruppe oder die Ansprüche unserer Interessengruppen widerspiegeln. Als national tätiger Versicherungskonzern beschreiben wir die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte im Wesentlichen in Kriterium 4 „Tiefe der Wertschöpfungskette“ sowie in den einzelnen Konzepten.

Die wesentlichen Themen wurden auf Grundlage der Geschäftstätigkeit der jeweiligen Gesellschaft definiert und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt, Sozialbelange, Menschenrechte, Korruption und Bestechung sowie Arbeitnehmerbelange berücksichtigt.
Die Geschäftstätigkeit wurde ebenfalls hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Wertschöpfungskette betrachtet. Als Grundlage für die Bestimmung der wesentlichen Themen des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft wurden Kennzahlen aus dem Geschäftsbericht und der Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat herangezogen. In einem Workshop mit internen Mitarbeitern der ALTE LEIPZIGER und der HALLESCHE sowie einem externen Berater wurden die wesentlichen Stakeholder definiert und die relevanten Themen unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie ihre Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte bestimmt. Die wesentlichen Aspekte aus Stakeholdersicht wurden durch einen Dialog mit internen und externen Stakeholdern erfasst. Den Dialog haben wir mit Vertretern der Presse, Führungskräften, Mitarbeitern, Kunden und Vermittlern vornehmlich qualitativ durchgeführt. Außerdem haben wir Experten und Branchenverbände in den Prozess einbezogen. Die Stakeholder wurden in der Befragung auf besondere Punkte innerhalb der Wertschöpfungskette hingewiesen, bei welchen mit Auswirkungen aufgrund der Geschäftstätigkeit des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns auf Nachhaltigkeitsaspekte gerechnet werden kann. Dies betrifft beispielsweise eine nachhaltige Kapitalanlage oder eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Wesentlichkeitsanalyse ergab folgende wesentlichen Aspekte für den ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern:

  • Beitragsstabilität und Leistungsgarantien
  • Mitarbeiter
    • Arbeitssicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter
    • Aus- und Weiterbildung
    • Engagement für die Mitarbeiter / Arbeitgeberattraktivität
  • Service- und Kundenzufriedenheit
  • Verantwortungsvolle Unternehmensführung
  • Digitalisierung
  • Demographischer Wandel
  • Nachhaltige Kapitalanlage
  • Transparenz
Auf diesen wesentlichen Aspekten beruhen im Folgenden die Konzepte und Maßnahmen des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns in Bezug auf deren Nachhaltigkeit. In den Konzepten sind die sozialen und ökologischen Chancen und Risiken dargestellt, welche aus den oben genannten wesentlichen Aspekten hervorgehen.

Zum DNK-Profil

CSR-Ce | Agentur für CSR und Nachhaltigkeit

CSR-Ce ist ein Dienstleistungsunternehmen, daher werden keine Rohstoffe im klassischen Sinne zur Herstellung seiner „Produkte“ verwendet.  

Wesentliche Aspekte im Bereich der Ökologie sind beim Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Emissionen für Dienstreisen sowie Papierverbrauch im Büroalltag zu suchen.

Wesentliche Aspekte im sozialen Bereich finden sich in den Materialien und Dienstleistungen, die CSR-Ce in Anspruch nimmt. Hierzu gehören u.a. IT-Geräte aller Art, Software, außerdem meist online-Dienstleistungen wie z.B. virtuelle Seminarräume für CSR-Ce-eigene Seminare, Fortbildungen, die Alka Celic selbst in Anspruch nimmt, Werbung (bspw. Suchmaschinenoptimierung), etc. Oft werden diese Dienstleistungen von ausländischen (nicht-EU-) Unternehmen angeboten, bei denen die strengen deutschen Arbeits- und Datenschutzgesetzte nicht gelten. Es ist häufig schwer, gerade im digitalen Bereich einen adäquaten deutschen oder EU-Ersatz zu finden (Bsp.: Google als Werbeplattform für die eigene Dienstleitung, die US-Plattform Udemy für Onlineseminare, etc.).  

Bei der Herstellung der IT-Geräte gibt es bisher relativ wenig Alternativen auf dem Markt, die im Hinblick auf soziale und ökologische Aspekte zufriedenstellend hergestellt wurden - auch wenn es mittlerweile die sogenannte Green-IT gibt. Aber hier ist aus Sicht von CSR-Ce noch Nachholbedarf, was die Qualität der Produkte sowie Softwarekompatibilität angeht. Daher setzt CSR-Ce darauf, IT-Geräte möglichst lange zu verwenden, diese für den Weitergebrauch (nicht für die Entsorgung) weiterzugeben und selbst ausschließlich gebrauchte Geräte zu kaufen.  

Ein wesentlicher Aspekt, der die Arbeit von CSR-Ce sowie seiner Kunden beeinflusst, ist die Digitalisierung. Wir stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, wie wir den Veränderungen im Arbeitsalltag und in der Zukunft begegnen können, ohne dabei die ökologische und soziale Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren.  

Für die Geschäftstätigkeit von CSR-Ce ist das o.g. Beispiel für Software von nicht-EU-Anbietern ein klares Beispiel, inwiefern hier eine Kluft zwischen der Realität und dem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit besteht.

Zum DNK-Profil

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V.

Durch unser Kerngeschäft „Gesundheitsfürsorge“ mit den Bereichen  

  • Medikamentenhilfe
  • Humanitäre Hilfe
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Pharmazeutische Fachberatung
erzielen wir die wesentlichsten positiven Wirkungen in der Dimension der sozialen Nachhaltigkeit, in dem wir seit über 50 Jahren die Gesundheit von Menschen weltweit fördern. Die Nachhaltigkeitsaspekte werden von uns auf Basis des Feedbacks zu unseren Gesundheitsprojekten und mit Hilfe unseres Systems an internen Regeln, Prozessen und Standards identifiziert, laufend analysiert und systematisch ausgewertet (siehe dazu Kriterien 6 und 7).

Ökologische Besonderheiten des Umfeldes
Entwicklungsländer sind vom Klimawandel (Dürren, Überschwemmungen, etc.) besonders betroffen, die Zahl der Klimaflüchtlinge steigt. Der Rolle des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf humanitäre Krisen sowie die Lebensbedingungen von Menschen in vielen Regionen dieser Welt wird immer noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.  Die schwere Dürre im Jahr 2018 betraf Millionen Menschen weltweit. Allein in Äthiopien, Burundi, Madagaskar und Somalia wird die Zahl der durch die Dürre Vertriebenen auf 1,3 Millionen geschätzt.  Doch ohne genauer bestimmen zu können, wie viele Menschen betroffen sind, ist die Planung schneller und angemessener Maßnahmen für Hilfsorganisationen wie action medeor herausfordernd.  

Sozioökonomische Besonderheiten des Umfeldes
Wenn es, wie in der Vergangenheit geschehen, bei namhaften Spendenorganisationen zu Skandalen kommt, werden auch die übrigen Hilfsorganisationen unter Generalverdacht gestellt. Um das Vertrauen der Spender zu erhalten, müssen Hilfsorganisationen mit ethischen Standards arbeiten und den verantwortungsvollen Umgang mit Spenden durch größtmögliche Transparenz und Kontrollen dokumentieren.  
Pandemien wie beispielsweise die Ebola Epedimie in 2014 gefährden die globale Gesundheit. Daher müssen weltweit Gesundheitssysteme gestärkt werden, um Herausforderungen dieser Art gemeinsam besser begegnen zu können. action medeor hat diese Verantwortung übernommen und Hilfe durch Medikamentensendungen und Aufklärungsarbeit geleistet.  

Politische Besonderheiten des Umfeldes
In Deutschland fördert die Politik die internationale Entwicklungsarbeit im Bereich der Gesundheitsfürsorge, und zwar parteiübergreifend. Partner für die Umsetzung bundespolitischer Ziele sind das BMZ und das Auswärtige Amt. Auch das Land NRW und die lokale Politik unterstützen action medeor.
Ein Planungsrisiko stellt seit jeher die Fördermittelpolitik dar, die sich je nach Haushaltsbudget und politischer Lage ändern kann und Kürzungen der Förderbudgets zur Folge haben können.  
International haben Kriege und Bürgerkriege zugenommen, wie im Jemen, Kongo, Syrien, Somalia. Die humanitäre Arbeit wird für die Helfer vor Ort gefährlicher.
Die Flüchtlingsströme nehmen zu. Mangelernährung und Infektionskrankheiten sind weit verbreitet. Große Teile der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zur Gesundheitsversorgung. Durch die fehlende öffentliche Versorgung herrscht ein Mangel an Medikamenten, medizinischem Material und ausgebildetem Gesundheitspersonal.  
In Entwicklungsländern ist die staatliche Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung häufig unzureichend. Immer mehr Länder werden autokratisch regiert. Dies hat zur Folge, dass die Arbeit von nationalen und internationalen Hilfsorganisationen zunehmend eingegrenzt wird.

Die größten positiven Auswirkungen haben unsere Tätigkeiten im Handlungsfeld „Gesundheitsfürsorge“:

Medikamentenhilfe:
Im Jahr 2018 verschickte action medeor Medikamente und medizinische Bedarfsartikel in 82 Länder in einem Wert von 5,96 Mio. Euro. Das rund 4.000 qm große Lager in Tönisvorst hält 158 unterschiedliche Medikamente bereit. Die Auswahl der Arzneimittel basiert auf der Liste für essenzielle Medikamente, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgestellt wurde. Darüber hinaus bevorratet action medeor etwa 560 verschiedene medizinische Bedarfsartikel und Geräte.  

2018 war der Jemen ein Schwerpunkt der Medikamentenhilfe. Dringend benötigte Medikamente und medizinisches Material im Wert von über einer Million Euro wurden an Gesundheitseinrichtungen im Jemen versendet. Weitere Wirkungen unserer Medikamentenhilfe in den Ländern Irak, Tansania und Malawi sind im Jahresbericht 2018 erläutert. (https://medeor.de/dateien/Ueber-action-medeor/Publikationen-und-Jahresberichte/GB_2018_DE_web.pdf)  

Im Geschäftsjahr 2018 half action medeor mit Humanitärer Hilfe 24 Projekte (Kongo, Burundi, Syrien, Somalia, Togo) umzusetzen, mit einem Gesamtvolumen von über 2,6 Mio. Euro.  

Zum einen durch kurzfristige Maßnahmen zur Bewältigung akuter Notlagen:
  • 60 Tonnen Medikamente und medizinisches Equipment wurden bereitgestellt.
  • 203.300 Menschen wurden medizinisch versorgt.
  • Mehr als 24.200 Menschen bekamen zusätzliche Hilfsgüter.
  • 3.800 mangelernährte Kindern wurden behandelt.
Zudem anderen wurden Basisinfrastrukturen gestärkt und die Lebensbedingungen verbessert:
  • Stärkung & Wiederaufbau von 19 Gesundheitseinrichtungen
  • Wasser, Sanitär- und Hygieneversorgung für 31.900 Menschen
  • Stärkung von 142.500 besonders verwundbaren Menschen
  • Ausbildung von 99 Gesundheitspromotoren und Ersthelfern
Über die Entwicklungszusammenarbeit unterstützte action medeor im Jahr 2018 26 Gesundheitsprojekte in Asien, Afrika und Lateinamerika im Wert von über 2,3 Mio. Euro. Neben Eigenmitteln wurden die Projektkosten mit knapp 1,5 Mio. Euro durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.  

Weitere positive Auswirkungen unserer Arbeit sehen wir im Handlungsfeld „Mitarbeiter“ (siehe Kriterien 14 – 16) und im Handlungsfeld „Gemeinwesen“ (siehe Kriterium 18).  

Negative Auswirkungen aus unserer internationalen Tätigkeit als Hilfsorganisation resultieren aus unseren Umweltwirkungen, insbesondere die Treibhausgasemissionen durch den weltweiten Versand der Medikamente und die Flugreisen der Mitarbeiter. Einzelheiten hierzu siehe Ausführungen in den Kriterien 11 – 13.

Chancen sehen wir in folgenden Nachhaltigkeitsaspekten:  
  • Das lokale Angebot an Arzneimitteln und Medizinprodukten wird immer größer und die Qualität nimmt kontinuierlich zu. Dadurch konnten unsere Niederlassungen in Tansania und Malawi ihre Hilfe ausweiten.
  • Das Bewusstsein der Menschen für soziale und ökologische Themen wächst.
  • Wie Studien belegen, ist die Anzahl der Spender in Deutschland leicht rückläufig – bei einem relativ gleichbleibenden Gesamtspendenergebnis. Dieser Trend ist auch bei den Spendenergebnissen von action medeor zu verzeichnen. Bei einem altersbedingten Rückgang der Stammspender spenden weniger Spender höhere Spendensummen und sichern damit ein stabiles Gesamtspendenergebnis. Damit nimmt die Bedeutung von Großspenden seitens privater Förderer aber auch seitens Unternehmen zu. Hinzu kommt das Anwachsen der Vermächtnisse und Erbschaften, um die Finanzierung von Projekten und spendenfinanzierten Hilfslieferungen auch langfristig zu sichern.
  • Der Trend steigender Projektvolumina setzte sich auch in 2018 weiter fort. action medeor hat daher Qualitäts- und Risikomanagementinstrumente entwickelt sowie eine neue Ebene der Finanzsachbearbeitung eingeführt, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.
  • Die Unterstützung durch Unternehmen nimmt zu, auch durch Kooperation mit der Unternehmerinitiative Niederrhein.
  • Die erstmals in 2018 durchgeführte CO2-Fußabdruckermittlung für action medeor sehen wir als Chance, um künftig ressourcenschonender zu arbeiten.
Risiken bestehen grundsätzlich in folgenden Bereichen:
  • Zeitweise treten in manchen Ländern Einfuhrschwierigkeiten für Medikamente und medizinisches Equipment auf.
  • Die Glaubwürdigkeit von Hilfsorganisation kann leiden, wenn bei anderen NGOs oder Unternehmen, mit denen man kooperiert, Skandale auftreten.
  • Klimawandel und Umweltzerstörung verstärken Gesundheitsprobleme der Menschen in Entwicklungsländern. Immer mehr Menschen brauchen Medikamente und medizinische Versorgung.
  • Krieg und autokrate Systeme beeinträchtigen Hilfsmöglichkeiten.
  • Krieg gefährdet das Leben der Helfer vor Ort.
  • Wenn bei der Produktion in Asien Qualitätsprobleme auftauchen sollten, könnten Medikamente nicht produziert und geliefert werden.
  • Medikamente könnten unerwünschte Wirkungen haben.
  • Es tauchen immer wieder gefälschte Medikamente am Markt auf, die nur mit Aufwand von den echten zu unterscheiden sind.
Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement:
Wir müssen als Hilfsorganisation kontinuierlich unsere Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen und für das Vertrauen der Spender und anderer Interessengruppen sorgen, durch
  • die Anwendung von strengen externen und internen ethischen Standards und Verhaltensrichtlinien
  • die transparente Information zur Mittelherkunft und Mittelverwendung, über Jahresberichte
  • jährliche Prüfungen durch neutrale Dritte
  • höchstes Qualitätsmanagement und Standard Operating Procedure (SOPs).
Dadurch können die vorgenannten Risiken minimiert werden.  

Auf die zunehmende Nachfrage nach Medikamenten und medizinischer Versorgung reagieren wir mit Wachstum:
  • Die Zentrale von action medeor in Tönisvorst wird baulich erneuert und erweitert.
  • Weitere Mitarbeiter werden eingestellt.
  • Die Lokalisierung der Hilfe wird verstärkt, u.a. durch den Ausbau der Standorte in Tansania und Malawi.
  • Eine weitere Niederlassung wurde 2018 in Tansania errichtet.
Wir wollen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln:
  • Umweltaspekte wollen wir stärker in Unternehmensstrategie einbauen.
  • Wir wollen ein nachhaltigeres Beschaffungswesen in der Zentrale aufbauen.
  • Die Nachhaltigkeitsberichterstattung soll regelmäßig erfolgen und unsere Fortschritte in allen Handlungsfeldern dokumentieren.

Zum DNK-Profil

Kreissparkasse Heinsberg

Chancen und Risiken nachhaltigen Wirtschaftens
Für uns als Kreissparkasse Heinsberg bilden die konkreten Nachhaltigkeitsprojekte des Kreises Heinsberg einen Referenzrahmen bei der Definition unseres geschäftspolitischen Handlungsbedarfs, von neuen Produktangeboten und gesellschaftlichen Initiativen.

Die relevanten Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung in unserem Geschäftsgebiet haben wir mit Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Demografie, Umwelt und Energie, Bildung und Integration sowie Lebensqualität analysiert und im „Bericht an die Gesellschaft 2018“ genauer dargestellt. Die aus unserer Sicht wesentlichen Handlungsfelder haben wir nachfolgend zusammengefasst:

Stärkung des Wirtschaftsstandorts
Die Stärkung vorhandener Kompetenzen, die Bindung ansässiger Unternehmen und der Ausbau kreisübergreifender Netzwerke waren auch 2018 die wichtigsten Aspekte der regionalwirtschaftlichen Entwicklungsstrategie für den Kreis Heinsberg. So initiierte der Wirtschaftsbeirat des Kreises im vergangenen Jahr ein beispielhaftes Projekt, um den Dialog zwischen kommunalen Verwaltungen und Unternehmen zu verbessern. Eine Woche lang hospitierten Azubis aus Unternehmen bei Ämtern und Behörden, im Gegenzug nahmen regionale Firmen in diesem Zeitraum Auszubildende aus der Verwaltung bei sich auf. Praktische Erfahrung und Workshops schafften Transparenz für Prozesse und Bedürfnisse und ermöglichten Dialog und Erfahrungsaustausch. Die Kreissparkasse Heinsberg beteiligt sich aktiv an diesem Projekt.

Die Förderung unternehmerischer Tätigkeit und von Innovationsfähigkeit ist der Kreissparkasse Heinsberg ebenso wie ihren Anspruchsgruppen ein wichtiges Anliegen. Nachdem wir 2017 in unserer Heinsberger Filiale mit dem Coworking Space „Werkbank“ eine räumliche Infrastruktur für innovative und kreative Unternehmen geschaffen haben und diese Plattform sich sehr erfolgreich etabliert hat, konnten wir dieses Engagement 2018 weiter vertiefen und das „Jungunternehmernetzwerk der Kreissparkasse Heinsberg“ gründen. Ziel dieser Initiative ist es, den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen jungen Unternehmerinnen und Unternehmern systematisch durch Veranstaltungen und andere Angebote zu fördern. 

Der Erfolg unserer auf die eigene Region konzentrierten Geschäftstätigkeit ermöglicht die umfangreiche Finanzierung regionaler sozialer Einrichtungen. Wir unterstützen die Wohlfahrtsverbände im Kreisgebiet, die mit den von uns zur Verfügung gestellten Mitteln wichtige Vorhaben finanzieren können. 2018 wurden insgesamt 680.940 Euro für soziale Projekte im Kreis von der Sparkasse bereitgestellt. Eine innovative Vernetzungsidee in diesem Bereich fördern wir seit 2018: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat im Kreis Heinsberg die Initiative „Gute Geschäfte“ ins Leben gerufen, die Wohlfahrtorganisationen und soziale Einrichtungen mit Unternehmen aus der Region zusammenbringt, um gesellschaftliche und soziale Weiterentwicklung durch den Austausch von Kompetenzen (Wissen), Personal (Zeit) und Sachleistungen (Mitteln) zielgerichtet zu fördern. Im Mai 2019 fand die erste Markplatz-Veranstaltung statt – 100 Unternehmen und gemeinnützige Organisationen, Initiativen und Vereine kamen in den Räumen der Sparkasse zusammen, um gemeinsame Anknüpfungspunkte auszuloten.

Nachhaltige wirtschaftliche Transformation
Für die Menschen im Osten des Kreises begann das Jahr 2018 mit dem Abschied von einem Wahrzeichen. Der „Immerather Dom“, die Kirche St. Jacobi, jahrzehntelang weithin sichtbares Erkennungszeichen des Dorfes Immerath, musste wie auch die umliegenden Häuser dem Tagebau Garzweiler II weichen. Im Sommer folgte die Verlegung der A61 nach Osten und der Abriss der alten Trasse. Beides sind deutliche Symbole dafür, dass der Strukturwandel, der durch das absehbare Ende der Braunkohleförderung eingeleitet wurde, noch lange nicht abgeschlossen, sondern in vollem Gange ist. 

An vielen Orten in Deutschland, auch im Kreis Heinsberg, haben insbesondere auch junge Menschen in den vergangenen Monaten für Umwelt- und Klimaschutz demonstriert. In unserer Region werden diese Entwicklungen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Energie- und Versorgungswirtschaft haben das Profil des Kreises Heinsberg stark geprägt: Sie haben Arbeitsplätze und Wohlstand geschaffen, aber auch in erheblichem Maße in die Natur und die Umwelt eingegriffen. Die anstehende Transformation bringt Herausforderungen und auch neue Perspektiven für den Kreis. Sie umfasst die Verpflichtung, aber auch Chance zum Aufbau trag- und entwicklungsfähiger Strukturen und Konzepte für die Zukunft des Kreises. 

Der Kreis Heinsberg gehört zu den Regionen Nordrhein-Westfalens (NRW) mit einem hohen Potenzial für Windenergie. Hier sind dreimal mehr Windkraftanlagen installiert als im Landesdurchschnitt. Als Sparkasse engagieren wir uns seit zehn Jahren für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region. Dabei war und ist es uns wichtig, die Menschen in der Region durch regionale Anlageprodukte, wie z. B. Umweltsparbriefe oder Genossenschaftsanteile, aktiv in die Erschließung erneuerbarer Energiequellen in der Region einzubeziehen. Auch wenn sich die Dynamik seit 2017 in diesem Bereich aufgrund der veränderten Förder- und Rahmenbedingungen abgeschwächt hat, hatten wir im vergangenen Jahr weiterhin 132 Mio. Euro Kredite für erneuerbare Energie im Bestand. Unsere Kompetenz und Netzwerke in diesem Bereich werden wir auch weiterhin für eine zukunftsfähige Entwicklung in der Region einbringen. 

Der Klimaschutz ist eine zentrale, aber nicht die einzige Zukunftsausgabe, der sich Umwelt- und Naturschutz stellen müssen. Wichtig ist auch die Erhaltung von Biodiversität und Artenvielfalt. Im Kreisgebiet gibt es zahlreiche erfolgreiche Umweltschutzmaßnahmen, die Mut machen und beispielhaft sind. So etwa die Renaturierung des Myhler Bachs, die neue Lebensräume für bedrohte Amphibien und Pflanzen schuf und einen naturnahen Hochwasser- und Erosionsschutz ermöglicht. Im Rahmen unserer gesellschaftlichen Initiativen haben wir als Sparkasse 2018 das im Selfkant entstandene und überregional erfolgreiche Bildungsprojekt für Grundschüler „Bienen EinMalEins“ gefördert, das mehr als 1.000 Familien im Kreis animiert hat, kleine Blumenwiesen für Insekten anzulegen. In unserem „Bericht an die Gesellschaft“ stellen wir diese einfache und wirksame Idee genauer vor. 

Schaffung von nachhaltigem Wohnraum
Die Bevölkerung des Kreises ist auch im Jahr 2018 gewachsen – und dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach weiter fortsetzen: Nach Prognosen der Kreisverwaltung werden im Jahr 2040 rund 255.500 Menschen im Kreisgebiet leben. Parallel wird sich jedoch auch die Altersstruktur der Bevölkerung spürbar verändern – während die Zahl der 20- bis 63jährigen in diesem Zeitraum um 20.000 auf 130.000 sinkt, erwartet der Kreis bei den über 65jährigen einen Anstieg um 52.000 auf 78.000 Personen. Ein wichtiges Handlungsfeld ist dementsprechend die Wohnraumplanung. Studien zufolge müssen bis 2030 rund 11.000 Wohneinheiten im Kreis gebaut werden, um den Bedarf zu decken. So flossen 2018 bereits rund neun Mio. Euro in den sozialen Wohnungsbau, wovon rund acht Mio. Euro für den Mietwohnungsbau und rund eine Mio. Euro für die Förderung von Eigentum bzw. Modernisierungsmaßnahmen aufgebracht wurden. Die Kreissparkasse Heinsberg engagiert sich sowohl für bezahlbares als auch für umweltfreundliches Bauen. Sie ist der führende Partner sowohl für den Neubau als auch für die Instandsetzung privat genutzter Immobilien. In Heinsberg und Erkelenz engagieren wir uns seit 2017 beispielsweise für den Bau von zwei Klimaschutzsiedlungen, die nachhaltiges, innovatives und kostengünstiges Wohnen ermöglichen sollen. Insgesamt sollen dort jeweils rund 100 energieoptimierte Wohneinheiten erbaut werden.

Die Siedlungen sind als Mehrgenerationenquartiere konzipiert, in denen generationenübergreifendes Zusammenleben durch vielfältige Serviceangebote ermöglicht wird. 2018 wurden in Heinsberg 4 und in Erkelenz 13 Häuser fertiggestellt. Diese konnten von 6 Famililen und 16 älteren Menschen bezogen werden. Die Kreissparkasse Heinsberg ist an diesem Projekt beteiligt, weitere Projektpartner sind u. a. die Arbeiterwohlfahrt in Heinsberg sowie die Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz.

Herausforderung Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft
Als Sparkasse leisten wir einen Beitrag zur Zukunftsentwicklung – die Klimaschutzsiedlungen sind dafür ein anschauliches Beispiel. Für die nachhaltige Weiterentwicklung des Kreises Heinsberg braucht es ausreichende finanzielle Mittel. Auch zukünftig werden wir solche Angebote platzieren und so unsere Palette an nachhaltigen Finanzprodukten kontinuierlich ausbauen. Unser Anspruch ist es dabei, diese Produkte auch mit entsprechenden Nachhaltigkeitsstandards zu unterlegen. Dies gelingt uns für projektbezogene Anlageprodukte relativ einfach.

Das Management von Nachhaltigkeits- und Klimarisiken wird für die Finanzmarktstabilität jedoch insgesamt eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kündigte bereits 2017 an, im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktion Klimarisiken im Kreditgeschäft künftig stärker zu berücksichtigen (physische Risiken durch Wetterextreme, Risiken aus Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft). Die Aufforderung, Klimarisiken zu bewerten und zu steuern hat sie 2019 nochmals eindrücklich wiederholt. Den daraus für unsere Sparkasse entstehenden Handlungsbedarf werden wir nach Konkretisierung durch die Aufsicht bewerten. 

Im Kreditgeschäft ist die Umsetzung expliziter Nachhaltigkeitsstandards insgesamt eine Herausforderung. Denn sie ist mit der grundlegenden Fragestellung verbunden, welche Vorsorgekriterien sich mit unserem öffentlichen Versorgungsauftrag als Sparkasse verbinden lassen. Hier muss die Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt tragfähige Antworten erarbeiten – an der Entwicklung entsprechender Nachhaltigkeitskonzepte für das Kreditgeschäft haben wir als Kreissparkasse Heinsberg 2017 auf der Ebene des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands aktiv mitgewirkt.

Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen