Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen durch Ihre Geschäftstätigkeit beeinflusst werden. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Inside­-out­-Perspektive).

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf Ihre Geschäftstätigkeit einwirken. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Outside-­in­-Perspektive).

Aspekt 4:
Erläutern Sie, welche Chancen und Risiken sich für Ihr Unternehmen aus dem Umgang mit den beschriebenen Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Nennen Sie Schlussfolgerungen, die Sie daraus für Ihr Nachhaltigkeitsmanagement ableiten.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Hannoversche Volksbank eG

Die Hannoversche Volksbank betreibt die Geschäfte einer Universalbank und hat den gewerblichen und privaten Mittelstand als Kernzielgruppe. Soweit Produkte und Dienstleistungen nicht selbst erstellt werden, werden diese weitestgehend in der genossenschaftlichen Finanzgruppe nachgefragt.

Die wichtigsten Tätigkeitsfelder der Bank sind das Finanzierungsgeschäft, Anlagegeschäft und die Kundenberatung. Relevante Nachhaltigkeitsaspekte wurden aus der Analyse des BVR "Steuerungs-Cockpits" abgeleitet und aus den vorhanden Informationen analysiert. Die Bewertung erfolgte anhand eines gewichteten Punktesystems. Die Gewichtung verdeutlicht die Relevanz in Bezug auf die Nachhaltigkeitsaspekte einer Genossenschaftsbank. 

Da die Hannoversche Volksbank eine regionale Genossenschaftsbank ist, sind regionale Besonderheiten von großer Bedeutung. Die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten werden in der Unternehmensstrategie der Bank regelmäßig überprüft, im jährlichen Planungsprozess berücksichtig und laufend überwacht. Aus den Besonderheiten des Umfeldes werden so Strategien abgeleitet, Ziele formuliert und Maßnahmen festgelegt.

Outside-In: Einfluss von Nachhaltigkeit auf das Geschäftsmodell der Hannoverschen Volksbank.  

Nachhaltigkeitsaspekte haben einen starken Einfluß auf das Kreditgeschäft der Hannoverschen Volksbank. Sowohl auf die Nachfrage nach nachhaltigen Finanzierungsmodellen, als auch auf die Entwicklung der Banksicherheiten und dahingehend auf die Eigenkapitalsituation der Bank.
Risiken auf das Kreditgeschäft ergeben aus den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen. Die aktuellen noch unklaren Vorgaben z.B. zu Messbarkeit des nachhaltigen Wirtschaftens sind mit Planungsunsicherheiten für die Risikosteuerung im Kreditgeschäft der Bank verbunden. Dies erschwert die Umsetzung der Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft massiv. 
Positiven Einfluß der Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft wird aus die Nachfrage seitens der Kunden nach nachhaltigen Finanzierungsmöglichkeiten z.B im Bau- und Immobilienbereich deutlich. Damit ergeben sich für die Hannoversche Volksbank Marktchancen und die Sicherung des zukünftigen Kreditgeschäftes. Das Thema gewinnt bei zahlreichen Kunden an Bedeutung.    

Nachhaltigkeit wirkt sich ebenfalls auf das Anlagegeschäft der Bank aus. Sowohl auf der Anbieterseite ergeben sich neue Möglichkeiten Anlagealternativen in das Beratungs- und Dienstleistungsportfolio der Bank aufzunehmen. Damit kann Nachhaltigkeit positiv auf die Diversifikation des Vermögens der Privat- und geweblichen Kunden im Geschäftsgebiet der Bank einen Beitrag leisten. Kunden fragen deutlich häufiger nach Nachhaltigkeitsinvestments nach und erkennen die positiven Entwicklungen, welche sich aus der Anlageform ergeben. 
Die fehlenden Standards erschweren jedoch die Vergleichbarkeit und die analytische Einschätzung über die Nachhaltigkeitsaspekte der jeweiligen Produkte und Produktanbieter. Beratung in nachhaltigen Anlageprodukten bedarf einer erweiterten Beratungsinformation und -kommunikation. 

Der Einfluß der Nachhaltigkeit auf die Beratung der Hannoverschen Volksbank ist eher geringer einzuschätzen. Da die Bank eine langfristige Beratungsphilisophie verfolgt werden langfristige Ziele der Kunden analysiert und ganzheitliche Lösungsansätze angeboten. Dazu gehören alle Aspekte der Kundenziele. Sowohl die ökologischen, als ökonomische und soziales Aspekte werden im Rahmen der Genossenschaftlichen Beratung je nach Zielgruppe und Beratungsfeld aufgegriffen.  

Inside-Out: Einfluß des Geschäftsmodells der Hannoverschen Volksbank auf Nachhaltigkeit 

Das Kreditgeschäft der Hannoverschen Volksbank wirkt sich am deutlichsten auf die Nachhaltigkeit in den Bereichen des Baus und Renovierungen von Immobilien aus. Damit leistet die Bank einen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizenz im Geschäftsgebiet. 
Im Rahmen der ganzheitlichen Baufinanzierungsberatung werden Aspekte der Fördermittelvermittlung (KfW-Finanzierung) aktiv aufgegriffen und in die Finanzierung von den Spezialisten sinnvoll eingebaut. Somit können energieeffizente Aspekte stärker gefördert werden und okönomische Vorteile (Zinsgünstige Darlehen) für Kunden erzielt werden.    
Im Bereich Finanzierung des Mittelstandes werden im Rahmen des Kreditentscheidungen die dauerhafte Kreditfähigkeit geprüft, sodass Unternehmen finanziert werden, die voraussichtlich einen langfristigen Fortbestand und die Rückzahlung der Kredite anstreben. So kann positiver Einfluss auf die Geschäftstätigkeit in der Region Hannover und Umgebung seitens der Bank genommen werden. 

Dabei stehen die ökonomischen Kriterien bei Kreditentscheidungen im Vordergrund, ökologische und soziale Aspekte fließen nur untergeordnet in diese ein, werden jedoch von den Beratern in persönlichen Gesprächen aufgegriffen.  
Chancen aus Nachhaltigkeitsaspekten sehen wir im fairen Umgang mit regionalen Kunden im Bezug auf Baufinanzierungen und Unternehmensfinanzierungen. Durch das geltende Regionalprinzip unterstützen wir Kunden im Geschäftsgebiet und fördern so bewusst die regionale Wirtschaft. Mit schnellen Kreditentscheidungen aufgrund des regionalen Know-hows können so Unternehmen und Kunden ihre Vorhaben zielgerichtet realsieren und die regionalen Besonderheiten besser berücksichten.  
     
Das Anlagegeschäft wirkt sich positiv auf die Kapitalflüsse zugunsten von nachhaltigen Anlageformen aus. Die ökologische Neuausrichtung der Werte der Gesellschaft und der Politik verändert das Konsumverhalten der Bevölkerung und wirkt sich zunehmend auf das Anlageverhalten der Kunden und auf die Geschäftsmodelle aus. Aus diesem Bewusstsein heraus, wurde 2020 das Produkt- und Leistungsportfolio im Wertpapierbereich um nachhaltige Anlagealternativen erneut erweitert. Die Vertriebsmitarbeiter werden regelmäßig zu nachhaltigen Anlageinvestments geschult und informiert. 

Chancen ergeben sich aus der Orientierung am Kundenbedarf in der Anlageberatung. Dabei findet zuerst die umfassende Analyse des Kundenbedarfes und erst danach das konkrete Produktangebot statt. Dabei steht die langfristige Kundenbeziehung und bewusst nicht die kurzfristige Provisionszahlung im Fokus.
Da die Hannoversche Volksbank aktuell keine eignene Nachhaltigkeitsanlageprodukte herausbringt und auf die Vermittlung von Anlageprodukten im Verbund oder anderen Unternehmen im nachhaltigen Bereich ausgerichtet ist, wird das Risiko einer geringeren Einflußnahme auf die Investmentstrategie gesehen. 

Die Beratungsphilosophie der Hannoverschen Volksbank verfolgt den ganzheitlichen Ansatz. So ist es das erklärte Ziel, den Kunden langfristig, in allen relevanten Bedarfsfeldern und in allen Lebensphasen und -lagen zu beraten und zu begleiten. Damit stehen sowohl für die Bank als auch für unsere Kunden der langfristige Erfolg vor dem kurzfristigen, schnellen Erfolg. Zusätzlich werden seitens der Bank Spezialberatungsangebote zur Verfügung gestellt. Beispielsweise Beratung zu landwirtschaftlicher Finanzierung, Nachfolgeregelung, Auslandsgeschäft, etc. Dieses vollumfängliche Beratungsangebot soll Kunden und Mitgliedern der Bank eine ganzheitliche regionale Betreuung aus einer Hand ermöglichen, ohne auf Spezialanforderungen verzichten zu müssen.

Chance: Über die Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsaspekte stellen wir eine Verknüpfung zu dem genossenschaftlichen Förderauftrag der Mitglieder. Jedoch sind hier die ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte noch nicht systematisch in allen Beratungsprozessen integriert. Diese Themenfelder werden in persönlichen Beratungsgesprächen im Vertriebsbereich aufgenommen. 
 
Die Hannoversche Volksbank hat sich im Rahmen der Strategieentwicklung ebenfalls mit Chancen und Risiken im Bezug auf den Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen intensiv auseinander gesetzt.

Chancen: 
• Nachhaltigkeit wird komplementär zum Geschäftsmodell der Hannoverschen Volksbank entlang der Wertschöpfungskette verfolgt.
• Chancenorientierte Betrachtung - aktive Zukunftsgestaltung der Bank
• Umsetzung im angemessenen Tempo – sukzessiver Entwicklungs- und Lernprozess - Glaubwürdigkeit in der Region 
• Nachhaltigkeitsaktivitäten entfalten die größte Wirksamkeit in der eigenen Region 
• Ehrlicher Dialog und eine kulturelle Auseinandersetzung auf allen Ebenen (vom Vorstand bis zum Azubi)
• Breite Stakeholder-Beteiligung
• Regelmäßige Kommunikation

Risiken
• Unklare gesetzliche und regulatorische Formulierungen, die aktuell noch eine Umsetzung erschweren 
• Abhängigkeiten von Verbund, Genossenschaftsunternehmen, Region, Vermietern  
• Ressourceninvestments mit langfristigen Auswirkungsmechanismen  
• Komplexität und Vielfalt des Themas, was die Kommunikation und Information erschwert 
• Erwartungsmanagement seitens der Stakeholder  
• Imageschäden 
 

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Vivawest GmbH

Das Markt- und Wettbewerbsumfeld von VIVAWEST gestaltet sich zunehmend dynamischer und differenzierter, wodurch der Konzern immer wieder vor neuen Herausforderungen steht. Diese gilt es zu bewältigen und als Chancen für die Differenzierung gegenüber den Wettbewerbern zu begreifen. Die hohe Heterogenität des Wettbewerberumfeldes und die zahlreichen regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland sind nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind die Megatrends, die zu tiefgreifenden Veränderungen führen. Bedingt durch die Urbanisierung, Seniorisierung und Singularisierung geht die demografische Entwicklung einher mit entsprechenden Anpassungsbedarfen im Wohnungsbestand. Aufgrund der Internationalisierung  steigen die Anforderungen an die Integration von Migranten in den Quartieren. Mit der Energiewende wachsen die Ansprüche an die Energieeffizienz und die Reduzierung der CO2-Emissionen, vor allem in Bezug auf den Wohnungsbestand. Die Digitalisierung erfordert Veränderungen im Denken und Handeln aufgrund des sich ändernden Informations- und Kommunikationsverhaltens.

Vergleiche Bericht 2017 (Seite 58f.).
Weitere Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen können Sie dem Finanzbericht 2017 (2.2 Gesamtwirtschaftliche und wohnungswirtschaftliche Rahmenbedingungen, Seite 11ff.) entnehmen.


Unter Berücksichtigung dieser und unter Anwendung des internen Risiko- und Chancenmanagementsystems beschreibt VIVAWEST im Finanzbericht 2017 die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung (siehe Seite 27ff.). Im Folgenden werden deshalb lediglich die nennenswerten sozialen und ökologischen Chancen und Risiken, die sich aus den Unternehmensaktivitäten ergeben, aufgeführt.

Als soziales Risiko kann angeführt werden, dass der Vivawest-Konzern als Vermieter einem Mietausfallrisiko unterliegt. Hauptursachen für rückständige und ausbleibende Mietzahlungen sind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme unserer Kunden.  Durch ein intensives Forderungsmanagement – unterstützt durch eigene Sozialarbeiter in den Kundencentern vor Ort – wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schnell erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Darüber hinaus trägt die Mieterstruktur dazu bei, dass keine Abhängigkeit von Einzelmietern gegeben ist. Das Mietausfallrisiko ist gegenüber dem Vorjahr konstant gering geblieben.

Soziale Chancen ergeben sich wiederum aus der demografischen Entwicklung, der damit wachsenden Anzahl der Haushalte und damit aus der erhöhten Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Diese beobachtbare Entwicklung wird durch die zunehmende Zuwanderung verstärkt, sodass die Chance besteht, die Nettomieterlöse zusätzlich zu steigern. Der Vivawest-Konzern betreibt ein aktives Portfoliomanagement, um den mit einer unzureichenden Portfoliosteuerung verbundenen Risiken entgegenzuwirken, Veränderungen bei der Wohnungsnachfrage erfolgreich zu begegnen, Marktakzeptanz zu sichern bzw. zu erhöhen sowie nachfragegerechten Wohnraum zu schaffen.


In einer über den Prognosezeitraum hinausgehenden Betrachtung könnte sich das Risiko ansteigender Instandhaltungskosten als bedeutend erweisen, die sich zum einen aus einer generell steigenden Erwartungshaltung der Kunden an die Qualität des Wohnungsangebots ergeben können und zum anderen aus in der Vergangenheit verarbeiteten Baustoffen, die aktuell oder zukünftig als schädlich eingestuft werden. Diesem (ökologischen) Risiko begegnet VIVAWEST einerseits durch die strenge Orientierung an festgelegten Qualitätsstandards, objektbezogenen Kosten-Nutzen-Abwägungen und einer Priorisierung der geplanten Instandhaltung sowie andererseits durch die gezielte Untersuchung der hinsichtlich etwaiger Schadstoffe kritischen Baujahre und den Abschluss von entsprechenden Rahmenverträgen für möglicherweise erforderliche Sanierungen.

Die Geschäftsführung  sieht in der Gesamtbewertung keine gravierenden oder gar bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern. Die bekannten Risiken sind weitestgehend als niedrig einzustufen und weisen, wie auch die bekannten Chancen, keine nennenswerten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf, sodass weiterhin von einer stabilen Entwicklung für das Jahr 2018 ausgegangen wird.

Zur Bestimmung der Relevanz von Nachhaltigkeitskriterien aus Sicht von VIVAWEST und den jeweiligen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) führt der Konzern alle zwei Jahre eine Wesentlichkeitsanalyse durch. Dabei setzt VIVAWEST auf ein vereinfachtes Verfahren in Form einer internen Befragung von Beschäftigten, die im regelmäßigen Dialog mit den relevanten Stakeholdern stehen. Im Zuge dessen finden die unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten der Segmente Immobilien und Immobiliendienstleistungen Beachtung. Folglich fließen nicht nur die Themen des wohnungswirtschaftlich geprägten Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) in das Bewertungsverfahren ein, sondern auch ausgewählte Aspekte aus der Global Reporting Initiative (GRI) nach dem Standard G4 sowie darüber hinaus als wesentlich identifizierte unternehmensspezifische Nachhaltigkeitsthemen.


A Ökonomie
A1
Wirtschaftliche Entwicklung

A2 Bestandsentwicklung
A3 Mietenentwicklung
A4 Beschaffung

B Ökologie
B1 Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen
B2 Abfallaufkommen
B3 Biodiversität
B4 Energieverbrauch (außerhalb der Organisation)
B5 Energieverbrauch (innerhalb der Organisation)
B6 CO2-Emissionen (Gebäude)
B7 CO2-Emissionen (Fuhrpark)
B8 Sonstige klimarelevante Emissionen
B9 Prozesse/Verfahren zur Schonung natürlicher Ressourcen
B10 Neue Techniken zur Reduktion des Energieverbrauchs

C Soziales: Arbeitgeberattraktivität
C1 Mitarbeitervielfalt
C2 Beruf und Familie
C3 Gleichbehandlung
C4 Aus-, Fort- und Weiterbildung
C5 Führungskräfteentwicklung
C6 Gesundheitsförderung
C7 Arbeitssicherheit
C8 Anreizsysteme
C9 Arbeitnehmerrechte
C10 Mitarbeiterfluktuation

D Soziales: Kunden und Gesellschaft
D1 Nebenkosten
D2 Kundengesundheit und -sicherheit
D3 Kundenzufriedenheit und -bindung
D4 Schutz der Privatssphäre des Kunden
D5 Mieterstruktur
D6 Entwicklung von Quartieren 
D7 Gesellschaftliches Engagement

E Soziales: Compliance und Politik
E1 Korruptionsbekämpfung
E2 Korruptionsfälle und Bußgelder
E3 Meschenrechte in der Lieferkette
E4 Menschenrechtsverstöße
E5 Mitgliedschaften
E6 Spenden


Im Geschäftsjahr 2016 wurden unter Berücksichtigung der wohnungswirtschaftlichen und konzernspezifischen Besonderheiten insgesamt 37 Kriterien systematisch abgeleitet. Die Darstellung der Entwicklung von VIVAWEST in Bezug auf diese Kriterien ist Teil der jährlichen Berichterstattung. Im Sinne des Zwei-Jahres-Rhythmus zur Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse gelten die Ergebnisse aus 2016 auch für das Geschäftsjahr 2017.


Vergleiche
Bericht 2017 (Seite 61f.).

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ASSMANN BÜROMÖBEL GmbH & Co. KG

Die regelmäßige Analyse wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte obliegt bei ASSMANN dem Team Nachhaltigkeit. Ihm gehört neben dem Leiter Industrial Engineering / Umweltmanagement, dem Nachhaltigkeitsbeauftragten, dem Leiter Export und Vertriebsmanagement, dem Leiter der Personalabteilung, dem Leiter Marketing sowie dem kaufmännischen Leiter auch der Geschäftsführer Dirk Aßmann an. Es untersucht die für ASSMANN identifizierten internen und externen Herausforderungen systematisch auf ihre Wesentlichkeit. Die Einordnung beruht auf dem identifizierten Handlungsbedarf. Zudem werden die Herausforderungen den internen und externen Stakeholdern zugeordnet und mit ihrer Sichtweise abgeglichen. Die Ergebnisse dieser Analysen stellen wir in unserer Umwelterklärung 2019 auf den Seiten 24-30 ausführlich vor. Die Wesentlichkeitsanalyse ist bei ASSMANN ein strategisches Instrument zur mittel- bis langfristigen Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten. Um Kontinuität in der Ausrichtung zu gewährleisten, wird sie nicht jährlich sondern im Rhythmus von 3 Jahren durchgeführt. Die nächste Aktualisierung wird im Jahr 2019 vorgenommen und findet Eingang in den nächsten GRI-Bericht im Jahr 2020.
Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse bestätigen grundsätzlich den bisherigen Weg von ASSMANN. Zu den Themen, die einen besonderen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung haben, zählt unter anderem die Veränderung der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen – Stichwort „Arbeit 4.0“. Für unsere Stakeholder wie auch für uns ist dies ein wesentlicher Aspekt, der in die ökonomische und auch in die gesellschaftliche Dimension der Nachhaltigkeit ausstrahlt. Unternehmen der Büromöbelbranche können in Zukunft nur erfolgreich wirtschaften, wenn sie Veränderungen der Nutzeranforderungen, die durch die Digitalisierung der Arbeitswelt angestoßen werden, nicht nur antizipieren, sondern gemeinsam mit den Kunden in Angriff nehmen. Diesen Weg verfolgen wir bei ASSMANN konsequent, indem wir unser Selbstverständnis als Hersteller von Büromöbelsystemen hin zu einem Lösungsanbieter für moderne Arbeitswelten entwickeln. Durch die Beteiligung am AOK-Innovationsprojekt „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“ stärken wir unsere Kompetenz als starker Partner bei der Gestaltung von Arbeitswelten nach modernen Anforderungen.
Ein wichtiger Faktor bei der Abschätzung wesentlicher Aspekte aus Kundensicht sind Selbstauskünfte, die wir regelmäßig bei unseren Kunden abgeben. Anhand dieser Fragebögen sind die thematischen Schwerpunkte im Nachhaltigkeitsbereich detailliert nachvollziehbar. Folgende Herausforderungen haben wir in den ermittelten Themenbereichen erkannt:

DIGITALISIERUNG FORDERT UMDENKEN
Mit der Digitalisierung von Arbeit und Geschäftsprozessen gewinnen auch die Themen Datenschutz und IT-Sicherheit an Bedeutung. So könnten Stakeholder künftig eine Zertifizierung nach ISO 27001 fordern. Da diesbezügliche Anfragen bislang keinen verpflichtenden Charakter haben, gehen wir zurzeit allerdings nicht davon aus, dass eine Zertifizierung einen relevanten Erfolgs- bzw. Misserfolgsfaktor bei der Generierung von Aufträgen darstellt. Mit steigender gesellschaftlicher Sensibilisierung für das Thema kann sich diese Bewertung jedoch ändern. Daher soll eine Aufwands-/Nutzen-Abschätzung einer Zertifizierung vorgenommen werden. Aus Kapazitäts- und Priorisierungsgründen ist dies in 2018 noch nicht erfolgt. Um die Anforderungen der seit Mai 2018 anzuwendende Datenschutzgrundverordnung wie beispielsweise erweiterte Dokumentations- und Informationspflichten erfolgreich zu bewältigen, wurden neue Abläufe implementiert und alle Mitarbeiter entsprechend ihres Aufgabenfeldes geschult. Dazu wurde ein externer Experte als Datenschutzbeauftragter eingesetzt. Die Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden Verstößen schätzen wir daher als gering ein.

LIEFERANTENMANAGEMENT AUF DEM PRÜFSTAND
Wir erteilen unseren Kunden mittels Fragebögen regelmäßig Selbstauskünfte, anhand derer sie die thematischen Schwerpunkte im Nachhaltigkeitsbereich detailliert nachvollziehen können. So wird beispielsweise neben dem Gebrauchswert und der Ergonomie unserer Möbel inzwischen auch der Einsatz von Holzwerkstoffen auf Basis von Holz aus zertifizierter, verantwortungsvoller Holzwirtschaft dokumentiert. Seit 2017 können wir auf eine PEFC-Zertifizierung für unsere melaminharzbeschichteten Standardmöbel verweisen. Unserer Einschätzung nach ist die Marktversorgung mit zertifizierten Holzprodukten kurz- bis mittelfristig ausreichend. Wir können aber nicht ausschließen, dass eine gesteigerte Nachfrage im Zusammenhang mit negativen Klimafolgen, wie aktuell der erhöhte Befall durch Borkenkäfer, möglicherweise zu einer Verknappung dieser Rohstoffe in den nächsten Jahren führt. Da wir aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen an Büromöbelsystemen und Einrichtungslösungen nicht mit einem höheren Recyclinganteil arbeiten können und auch die Spielräume bei der Erhöhung der Materialeffizienz begrenzt sind, prüfen wir, ob wir mit längerfristigen Lieferantenverträgen einer möglichen Verknappung begegnen könnten.
Grundsätzlich erwarten wir außerdem mittelfristig steigende Materialeinstandskosten für Holz-, Stahl- und Kunststoffprodukte. Um die Auswirkungen abzufedern, streben wir in der Produktion den besten Stand der Technik an. Die neue Korpuslinie trägt durch eine gesteigerte Produktivität dazu bei, diese Kosten auszugleichen. Weiterer Produktivitätsverbesserungen insbesondere im Bereich der Tischmontage befinden sich aktuell in der Planung und sollen bis Ende 2020 realisiert werden. Auch im Hinblick auf das Lieferantenmanagement prüft ASSMANN den Einsatz einer Mehrlieferanten-Strategie, um für preissensible Produkte und Kunden mehr Möglichkeiten der Individualisierung anbieten zu können. Für diese Bereiche ist eine Internationalisierung der Beschaffungsstrategien möglich. Hier zeichnet sich ein Zielkonflikt zwischen den ökonomischen und ökologischen Zielsetzungen ab, da diese Strategie zu höherem Energieeinsatz und steigenden Emissionen durch längere Anlieferwege führen kann. Aktuell liegt nur etwa ein Viertel der Lieferanten außerhalb eines Umkreises von 250 Kilometern. Es muss jeweils eine Einzelfallbetrachtung vorgenommen und die entsprechenden Aspekte gegeneinander aufgewogen werden, falls es hier Verschiebungen geben soll.
Der Austausch mit unseren Lieferanten und deren enge Einbindung in unsere Prozesse u. a. durch Just-in-time/Just-in-sequence-Lieferungen ist eine wichtige Säule in unserem Produktionsprozess. Um eine dauerhafte Gewährleistung der Lieferqualität zu gewährleisten, sind wir stets um Lieferantenentwicklung bemüht. In Lieferantenaudits und Lieferantenbeurteilungen decken wir Potenziale auf und erarbeiten gemeinsam mit unseren Partnern Lösungen bei auftretenden Problemen.

TRANSPORT/LOGISTIK
Der Bereich Logistik ist aufgrund der Produktdimensionen und der geografischen Kundenstruktur bei ASSMANN schon seit mehreren Jahren ein zentrales Thema unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit steigender Absatzmenge und in Anbetracht der gesellschaftlichen Diskussion um Emissionen im Verkehr nimmt dessen Bedeutung weiter zu. Um diesen Herausforderungen zu bewältigen, haben wir im Jahr 2018 eine detaillierte Analyse der Logistik vorgenommen, um auf dieser Basis passende Konzepte hinsichtlich der Toureffizienz entwickeln zu können. Die Schwerpunkte dieser Arbeiten liegen zum einen in der Kapazitätsnutzung der Tour, zum anderen in der Produktivität der Fuhrpark-Mitarbeiter.

DEMOGRAFISCHER WANDEL
Der demografischen Wandel mit seinen strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen stellt uns insbesondere im Personalbereich vor neue Herausforderungen, die wir proaktiv und mit Erfolg in Angriff genommen haben. Dabei ist der Faktor Familienunternehmen für uns sowohl in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse als auch bezogen auf die Themen Mitarbeiterzufriedenheit und -entwicklung von großer Bedeutung. Mit einem gut strukturierten Aus- und Fortbildungskonzept, vielen betrieblichen Maßnahmen zur flexiblen und familienfreundlichen Arbeitszeitgestaltung sowie Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheitsfürsorge mit dem unternehmenseigenen Gesundheitsmanagement "ASSPlus" halten wir die Motivation unserer Mitarbeiter hoch und positionieren uns als gefragter Arbeitgeber auf einem umkämpften Fachkräftemarkt. Die Auszeichnung mit dem Top-Job-Qualitätssiegel im Jahr 2017 sowie die Verleihung des Hermann-Schmidt-Preises durch den Verein Innovative Berufsbildung e. V. bestätigen die Wirksamkeit unserer Anstrengungen und spornen uns an, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Daher haben wir in 2018 auch erneut an dem Top Job Projekt teilgenommen, um weitere Verbesserungen ableiten zu können.

NEUE HERAUSFORDERUNGEN WARTEN
Der bevorstehende Brexit und die nach wie vor unklaren wirtschaftlichen Folgen für den Import von Ware aus dem Vereinigten Königreich (UK) und den Export nach UK bergen für uns weitere Risiken. Bei einem ungeregelten Austritt aus der EU wird es durch Zölle zu einer Verteuerung von Einkaufsartikeln aus dem Vereinigten Königreich sowie zu Aufschlägen im Export nach UK kommen. Hier wird geprüft, welche Artikel in welchem Umfang von Zöllen betroffen sind und sobald ein ungeregelter Brexit absehbar ist, muss ggf. eine Verkaufspreisanpassung erfolgen. Zudem ist zeitweilig mit einer Verlängerung der Lieferzeiten in beide Richtungen durch Zollkontrollen zu rechnen. Sobald ein ungeregelter Brexit klar absehbar ist, wird ASSMANN proaktiv mit einer Verlängerung der Lieferzeit reagieren und anschließend kontinuierlich an die tatsächlichen Verzögerungen anpassen.

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NWB Verlag

Ein Fachverlag im herzen des Ruhrgebiets
Der NWB Verlag ist seit Gründung ein regional stark verwurzeltes Unternehmen im Herzen des Ruhrgebiets. Die Region ist mit 4.435 Quadratkilometern das größte Ballungsgebiet Deutschlands und vereint in sich ein von der Industrialisierung und den Oberzentren wie Dortmund, Essen und Bochum kulturell und wirschaftlich geprägtes Bild. Für die Medienbranche ist die Region ein wichtiger Ankerpunkt, in der u. a. Medien der Funke Mediengruppe und der Ruhr Nachrichten ansässig sind.

Trotz der vielen Standortvorteile ist das Ruhrgebiet immer noch eine zum Teil strukturschwache Region, in der der Anteil der sozialschwachen Bevölkerungsgruppen steigt und die Ungleichheit der Lebenschancen wächst. Als Wirtschaftsakteur mit Sitz in Herne sind wir uns der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verantwortung, die mit dem Standort einhergeht, bewusst. Daher setzen wir uns in der Region und auch darüber hinaus für die Förderung sozial Benachteiligter ein und arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen daran mit, die Region zu einem kulturell, aber auch wirtschaftlich starken Standort weiterzuentwickeln. Die Tatsache, dass das Land Nordrhein Westfalen (NRW) in den letzten Jahren durch die Landesregierung sogenannte "CSR-Komptenzzentren" geschaffen hat, zeugt von einem politischen Willen eine verantwortungsvolle Wirtschaft zu födern. 

Wesentlichkeitsanalyse


Um die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen für unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu ermitteln und zu priorisieren, nutzen wir die N-Kompass Methode, die komplementär zu den nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) definierten Kriterien ist und die darüber hinausgehende Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Im Rahmen der detaillierten Analyse haben wir die Wesentlichkeit als auch unsere bisherige Leistung entlang der zehn N-Kompass Handlungsfelder bewertet. Als wesentliche Handlungsfelder für 2018 (unabhängig unserer bisherigen Leistung) wurden die folgenden fünf Handlungsfelder definiert: 

  • Kunden
  • Klima
  • Mitarbeiter 
  • Gesellschaft
  • Ressourcen (v.a. Papier)


Abbildung: Wesentliche Handlungsfelder für NWB, die wesentlich sind und der Leistungsstand niedrig.
 
Als Fachverlag mit einer physischen Buch- und Zeitschriftenproduktion ist Papier eine zentrale Ressource. Mit ihr ist uns bewusst, dass auch wir einen Einfluss auf die Rodung von Wäldern haben und adressieren dieses wesentliche Thema entsprechend prominent in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Das gleiche gilt für die CO2-Emissionen, die bei unserer Geschäftstätigkeit (z.B. Druck, Versand, zunehmende IT-Infrastruktur) und durch die Mitarbeitermobilität entstehen. Das Reputationsrisiko durch unzureichende Klimamaßnahmen in Verruf zu geraten, ist in den letzten Jahren immer größer geworden, weswegen wir entsprechende Maßnahmen konsequent vorantreiben. Zudem ergreifen wir die Chance mit der Entwicklung von innovativen und digitalen Produkten sowie Prozessen unseren Beitrag zu einer reduzierten Holzrodung zu leisten, und gestalten diese im Sinne der notwendigen Geschäftstransformation proaktiv. Gleichzeitig reagieren wir mit der Digitalisierung von Produkten auf das Kostenrisiko, das uns durch steigende Papierpreise – v.a. beim Recyclingpaper – begegnet. 

Neben der ressourcenschonenden und klimaneutralen Buch- und Zeitschriftenproduktion, haben wir als Mediendienstleister zudem ein Interesse daran, dass unsere Mitarbeiter und Kunden zufrieden sind. Das bedeutet, dass auf der einen Seite für die Kunden die Produkte einen klaren Nutzwert haben müssen und auf der anderen Seite, dass unsere Mitarbeiter gesund und zufrieden sind. Dazu bedarf es eines kundenorientierten und an relevanten Nachhaltigkeitskriterien orientierten Produktentwicklungsprozess sowie einer fairen Arbeitsplatzgestaltung für unsere Mitarbeiter, damit sie Beruf- und Privatleben miteinander vereinen können. Dies stärkt unsere Arbeitgeberattraktivität, mit der wir dem „war of talents” begegnen, der die Medien- und Verlagsbranche – vor allem im Ruhrgebiet – umtreibt. 

Da der NWB Verlag zudem seit Gründung stark regional im Ruhrgebiet verwurzelt ist, zählt ein reges gesellschaftliches Engagement zu einem integralen Verständnis unserer unternehmerischen Verantwortung.

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FutureCamp Climate GmbH

Ökologische, sozioökonomische und politische Besonderheiten unseres unternehmerischen Umfelds

Die durch den anthropogenen Klimawandel verursachte globale Erwärmung auf möglichst unter 2° zu begrenzen, ist eine der größten Aufgaben in der Menschheitsgeschichte. Die dafür notwendige Transformation in eine  treibhausgasneutrale Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 gehört zu den größten Herausforderungen, denen sich Unternehmen und Gesellschaft gegenüber sehen. Mit unseren Dienstleistungen in den Themenfeldern Klimaschutz, Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit agieren wir bei der Beratung unserer Kunden in genau diesem Spannungsdreieck von sozioökonomischen, ökologischen und politisch-rechtlichen Anforderungen.


Positive und negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte

Wir wirken als Impulsgeber und Treiber einer nachhaltigeren Entwicklung bei unseren Kunden. Wo immer möglich und sinnvoll, gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran. Unsere Dienstreisen, die unser Geschäft mit sich bringt, können sich negativ auf das Klima auswirken, längere Arbeitsspitzen  auf die Gesundheit. Es ist allerdings Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie, derlei Entwicklungen durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken.


Chancen und Risiken

Die dynamische Entwicklung in der Umwelt- und Klimapolitik, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene ist für uns Chance und Risiko zugleich.
Politische Trendwenden, Umweltereignisse von größerer Tragweite oder technologische Durchbrüche können und müssen in Wirtschaft und Gesellschaft die Bereitschaft zum Handeln verändern. Dies eröffnet für uns Chancen: So werden manche Klimaschutzmaßnahmen erst durch Änderungen in der Förderungspolitik wirtschaftlich - und wir erhalten einen Beratungsauftrag, wie ein Unternehmen sich hier am besten positioniert. Brüssel oder Berlin beschließen neue Richtlinien bzw. Gesetze - und wir können einer Landesverwaltung dabei helfen, die Vorgaben auf Landesebene herunter  zu brechen und umzusetzen. Manche unserer Kunden müssen auf eine wachsende Nachfrage nach ökologisch und fair erzeugten Produkten reagieren - und wir werden beispielsweise gebeten,  bei der Umstellung auf eine CO2-effizientere Produktion oder der grundlegenden Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen.

Ein Risiko ist, hier nicht rechtzeitig und umfassend genug Schritt zu halten - etwa, dass wir selbst nicht auf dem Laufenden bleiben bzw. uns nicht in geeigneter Weise an neue Herausforderungen anpassen, hinter unsere Wettbewerber zurückfallen oder den Handlungsbedarf bei unseren Kunden nicht schnell genug oder nicht richtig einschätzen. Auch ein gewisses Reputationsrisiko besteht aus der hohen Komplexität der Klimaschutzproblematik und ihrer Lösungsansätze sowie aus der inzwischen teilweise emotional geführten gesellschaftlichen Diskussion heraus: Hier gilt es, unsere Dienstleistungen klar und auch für Laien nachvollziehbar erklären zu können.

In Konsequenz halten wir unser Beraterteam immer auf dem aktuellsten Wissensstand, etwa durch Weiterbildungsmaßnahmen und den Bezug von Fachnewslettern und -zeitschriften. Durch Mitarbeit in bzw. Leitung von verschiedenen Gremien (z. B. der Arbeitsgruppe "Emissionshandel zur Bekämpfung des Treibhauseffektes") unter Federführung des Umweltbundesamts, durch die Mitgliedschaft in NGOs und thematisch nahestehenden Verbänden sowie den regelmäßigen Besuch einschlägiger Fachkonferenzen und Fachmessen bleiben wir auf dem neuesten Stand. Alle Aspekte der Nachhaltigkeit beziehen wir in unser Nachhaltigkeitsmanagement ein.

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Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen