Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen durch Ihre Geschäftstätigkeit beeinflusst werden. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Inside­-out­-Perspektive).

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf Ihre Geschäftstätigkeit einwirken. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Outside-­in­-Perspektive).

Aspekt 4:
Erläutern Sie, welche Chancen und Risiken sich für Ihr Unternehmen aus dem Umgang mit den beschriebenen Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Nennen Sie Schlussfolgerungen, die Sie daraus für Ihr Nachhaltigkeitsmanagement ableiten.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Kreissparkasse Heinsberg

Chancen und Risiken nachhaltigen Wirtschaftens
Für uns als Kreissparkasse Heinsberg bilden die konkreten Nachhaltigkeitsprojekte des Kreises Heinsberg einen Referenzrahmen bei der Definition unseres geschäftspolitischen Handlungsbedarfs, von neuen Produktangeboten und gesellschaftlichen Initiativen.

Die relevanten Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung in unserem Geschäftsgebiet haben wir mit Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Demografie, Umwelt und Energie, Bildung und Integration sowie Lebensqualität analysiert und im „Bericht an die Gesellschaft 2018“ genauer dargestellt. Die aus unserer Sicht wesentlichen Handlungsfelder haben wir nachfolgend zusammengefasst:

Stärkung des Wirtschaftsstandorts
Die Stärkung vorhandener Kompetenzen, die Bindung ansässiger Unternehmen und der Ausbau kreisübergreifender Netzwerke waren auch 2018 die wichtigsten Aspekte der regionalwirtschaftlichen Entwicklungsstrategie für den Kreis Heinsberg. So initiierte der Wirtschaftsbeirat des Kreises im vergangenen Jahr ein beispielhaftes Projekt, um den Dialog zwischen kommunalen Verwaltungen und Unternehmen zu verbessern. Eine Woche lang hospitierten Azubis aus Unternehmen bei Ämtern und Behörden, im Gegenzug nahmen regionale Firmen in diesem Zeitraum Auszubildende aus der Verwaltung bei sich auf. Praktische Erfahrung und Workshops schafften Transparenz für Prozesse und Bedürfnisse und ermöglichten Dialog und Erfahrungsaustausch. Die Kreissparkasse Heinsberg beteiligt sich aktiv an diesem Projekt.

Die Förderung unternehmerischer Tätigkeit und von Innovationsfähigkeit ist der Kreissparkasse Heinsberg ebenso wie ihren Anspruchsgruppen ein wichtiges Anliegen. Nachdem wir 2017 in unserer Heinsberger Filiale mit dem Coworking Space „Werkbank“ eine räumliche Infrastruktur für innovative und kreative Unternehmen geschaffen haben und diese Plattform sich sehr erfolgreich etabliert hat, konnten wir dieses Engagement 2018 weiter vertiefen und das „Jungunternehmernetzwerk der Kreissparkasse Heinsberg“ gründen. Ziel dieser Initiative ist es, den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen jungen Unternehmerinnen und Unternehmern systematisch durch Veranstaltungen und andere Angebote zu fördern. 

Der Erfolg unserer auf die eigene Region konzentrierten Geschäftstätigkeit ermöglicht die umfangreiche Finanzierung regionaler sozialer Einrichtungen. Wir unterstützen die Wohlfahrtsverbände im Kreisgebiet, die mit den von uns zur Verfügung gestellten Mitteln wichtige Vorhaben finanzieren können. 2018 wurden insgesamt 680.940 Euro für soziale Projekte im Kreis von der Sparkasse bereitgestellt. Eine innovative Vernetzungsidee in diesem Bereich fördern wir seit 2018: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat im Kreis Heinsberg die Initiative „Gute Geschäfte“ ins Leben gerufen, die Wohlfahrtorganisationen und soziale Einrichtungen mit Unternehmen aus der Region zusammenbringt, um gesellschaftliche und soziale Weiterentwicklung durch den Austausch von Kompetenzen (Wissen), Personal (Zeit) und Sachleistungen (Mitteln) zielgerichtet zu fördern. Im Mai 2019 fand die erste Markplatz-Veranstaltung statt – 100 Unternehmen und gemeinnützige Organisationen, Initiativen und Vereine kamen in den Räumen der Sparkasse zusammen, um gemeinsame Anknüpfungspunkte auszuloten.

Nachhaltige wirtschaftliche Transformation
Für die Menschen im Osten des Kreises begann das Jahr 2018 mit dem Abschied von einem Wahrzeichen. Der „Immerather Dom“, die Kirche St. Jacobi, jahrzehntelang weithin sichtbares Erkennungszeichen des Dorfes Immerath, musste wie auch die umliegenden Häuser dem Tagebau Garzweiler II weichen. Im Sommer folgte die Verlegung der A61 nach Osten und der Abriss der alten Trasse. Beides sind deutliche Symbole dafür, dass der Strukturwandel, der durch das absehbare Ende der Braunkohleförderung eingeleitet wurde, noch lange nicht abgeschlossen, sondern in vollem Gange ist. 

An vielen Orten in Deutschland, auch im Kreis Heinsberg, haben insbesondere auch junge Menschen in den vergangenen Monaten für Umwelt- und Klimaschutz demonstriert. In unserer Region werden diese Entwicklungen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Energie- und Versorgungswirtschaft haben das Profil des Kreises Heinsberg stark geprägt: Sie haben Arbeitsplätze und Wohlstand geschaffen, aber auch in erheblichem Maße in die Natur und die Umwelt eingegriffen. Die anstehende Transformation bringt Herausforderungen und auch neue Perspektiven für den Kreis. Sie umfasst die Verpflichtung, aber auch Chance zum Aufbau trag- und entwicklungsfähiger Strukturen und Konzepte für die Zukunft des Kreises. 

Der Kreis Heinsberg gehört zu den Regionen Nordrhein-Westfalens (NRW) mit einem hohen Potenzial für Windenergie. Hier sind dreimal mehr Windkraftanlagen installiert als im Landesdurchschnitt. Als Sparkasse engagieren wir uns seit zehn Jahren für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region. Dabei war und ist es uns wichtig, die Menschen in der Region durch regionale Anlageprodukte, wie z. B. Umweltsparbriefe oder Genossenschaftsanteile, aktiv in die Erschließung erneuerbarer Energiequellen in der Region einzubeziehen. Auch wenn sich die Dynamik seit 2017 in diesem Bereich aufgrund der veränderten Förder- und Rahmenbedingungen abgeschwächt hat, hatten wir im vergangenen Jahr weiterhin 132 Mio. Euro Kredite für erneuerbare Energie im Bestand. Unsere Kompetenz und Netzwerke in diesem Bereich werden wir auch weiterhin für eine zukunftsfähige Entwicklung in der Region einbringen. 

Der Klimaschutz ist eine zentrale, aber nicht die einzige Zukunftsausgabe, der sich Umwelt- und Naturschutz stellen müssen. Wichtig ist auch die Erhaltung von Biodiversität und Artenvielfalt. Im Kreisgebiet gibt es zahlreiche erfolgreiche Umweltschutzmaßnahmen, die Mut machen und beispielhaft sind. So etwa die Renaturierung des Myhler Bachs, die neue Lebensräume für bedrohte Amphibien und Pflanzen schuf und einen naturnahen Hochwasser- und Erosionsschutz ermöglicht. Im Rahmen unserer gesellschaftlichen Initiativen haben wir als Sparkasse 2018 das im Selfkant entstandene und überregional erfolgreiche Bildungsprojekt für Grundschüler „Bienen EinMalEins“ gefördert, das mehr als 1.000 Familien im Kreis animiert hat, kleine Blumenwiesen für Insekten anzulegen. In unserem „Bericht an die Gesellschaft“ stellen wir diese einfache und wirksame Idee genauer vor. 

Schaffung von nachhaltigem Wohnraum
Die Bevölkerung des Kreises ist auch im Jahr 2018 gewachsen – und dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach weiter fortsetzen: Nach Prognosen der Kreisverwaltung werden im Jahr 2040 rund 255.500 Menschen im Kreisgebiet leben. Parallel wird sich jedoch auch die Altersstruktur der Bevölkerung spürbar verändern – während die Zahl der 20- bis 63jährigen in diesem Zeitraum um 20.000 auf 130.000 sinkt, erwartet der Kreis bei den über 65jährigen einen Anstieg um 52.000 auf 78.000 Personen. Ein wichtiges Handlungsfeld ist dementsprechend die Wohnraumplanung. Studien zufolge müssen bis 2030 rund 11.000 Wohneinheiten im Kreis gebaut werden, um den Bedarf zu decken. So flossen 2018 bereits rund neun Mio. Euro in den sozialen Wohnungsbau, wovon rund acht Mio. Euro für den Mietwohnungsbau und rund eine Mio. Euro für die Förderung von Eigentum bzw. Modernisierungsmaßnahmen aufgebracht wurden. Die Kreissparkasse Heinsberg engagiert sich sowohl für bezahlbares als auch für umweltfreundliches Bauen. Sie ist der führende Partner sowohl für den Neubau als auch für die Instandsetzung privat genutzter Immobilien. In Heinsberg und Erkelenz engagieren wir uns seit 2017 beispielsweise für den Bau von zwei Klimaschutzsiedlungen, die nachhaltiges, innovatives und kostengünstiges Wohnen ermöglichen sollen. Insgesamt sollen dort jeweils rund 100 energieoptimierte Wohneinheiten erbaut werden.

Die Siedlungen sind als Mehrgenerationenquartiere konzipiert, in denen generationenübergreifendes Zusammenleben durch vielfältige Serviceangebote ermöglicht wird. 2018 wurden in Heinsberg 4 und in Erkelenz 13 Häuser fertiggestellt. Diese konnten von 6 Famililen und 16 älteren Menschen bezogen werden. Die Kreissparkasse Heinsberg ist an diesem Projekt beteiligt, weitere Projektpartner sind u. a. die Arbeiterwohlfahrt in Heinsberg sowie die Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz.

Herausforderung Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft
Als Sparkasse leisten wir einen Beitrag zur Zukunftsentwicklung – die Klimaschutzsiedlungen sind dafür ein anschauliches Beispiel. Für die nachhaltige Weiterentwicklung des Kreises Heinsberg braucht es ausreichende finanzielle Mittel. Auch zukünftig werden wir solche Angebote platzieren und so unsere Palette an nachhaltigen Finanzprodukten kontinuierlich ausbauen. Unser Anspruch ist es dabei, diese Produkte auch mit entsprechenden Nachhaltigkeitsstandards zu unterlegen. Dies gelingt uns für projektbezogene Anlageprodukte relativ einfach.

Das Management von Nachhaltigkeits- und Klimarisiken wird für die Finanzmarktstabilität jedoch insgesamt eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kündigte bereits 2017 an, im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktion Klimarisiken im Kreditgeschäft künftig stärker zu berücksichtigen (physische Risiken durch Wetterextreme, Risiken aus Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft). Die Aufforderung, Klimarisiken zu bewerten und zu steuern hat sie 2019 nochmals eindrücklich wiederholt. Den daraus für unsere Sparkasse entstehenden Handlungsbedarf werden wir nach Konkretisierung durch die Aufsicht bewerten. 

Im Kreditgeschäft ist die Umsetzung expliziter Nachhaltigkeitsstandards insgesamt eine Herausforderung. Denn sie ist mit der grundlegenden Fragestellung verbunden, welche Vorsorgekriterien sich mit unserem öffentlichen Versorgungsauftrag als Sparkasse verbinden lassen. Hier muss die Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt tragfähige Antworten erarbeiten – an der Entwicklung entsprechender Nachhaltigkeitskonzepte für das Kreditgeschäft haben wir als Kreissparkasse Heinsberg 2017 auf der Ebene des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands aktiv mitgewirkt.

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GASAG AG

Aufgrund der Fülle an möglichen Nachhaltigkeitsthemen war eine thematische Eingrenzung und Gewichtung der strategisch relevanten Themen notwendig. Dies geschah im Rahmen einer kritischen Themenauswahl und der Anwendung einer systematischen Wesentlichkeitsanalyse, mit der die GASAG ihre Nachhaltigkeitsthemen priorisieren konnte und die Handlungsfelder entsprechend ausrichten wird.  

Zwei Bewertungskriterien bzw. methodische Ansätze waren im Rahmen der Analyse maßgebend: 

  1. Impact-Bewertung: Die Bewertung der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen erfolgte durch die Zuständigen der verschiedenen Fachbereiche im Rahmen eines Workshops.
  • Relevanz-Bewertung: Über einen Bewertungsbogen wurde die Bedeutung der Themen aus externer Perspektive eingeschätzt. Um diese Einschätzung leisten zu können, haben sich die Zuständigen in die unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen hineinversetzt.


Die Einordnung nach wesentlichen Themen und Handlungsfeldern entnehmen Sie bitte  der Ergebnistabelle auf S.11 des Nachhaltigkeitsberichts 2017 (www.gasag.de/nachhaltigkeitsbericht).


Gesellschaftliches Umfeld in dem die GASAG agiert und Auswirkungen der Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte.

Als etablierter Energieversorger und Infrastrukturdienstleister ist die GASAG Teil der Berliner Stadtgesellschaft mit verschiedenen Anspruchsgruppen (aus Politik, Wirtschaft, Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger).

Soziale und ökologische Chancen und Risiken, die sich aus den Unternehmensaktivitäten ergeben, sowie entsprechende Schlussfolgerungen.
Wir wollen mit unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten in erster Linie helfen, das Klima zu schützen, Energieverbräuche der Kundinnen und Kunden zu reduzieren und damit einen Beitrag zu einer sozialverträglichen Energiewende leisten. Risiken ergeben sich beispielweise daraus, dass die gesteckten Ziele, wie das CO2-Ziel im Rahmen der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin, nicht erreicht werden. Hier ist es daher erforderlich, den Erfüllungszeitraum im Auge zu behalten und rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Verzug droht.

 


 

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Volkswohnung

1) Ökologische, sozioökonomische und politische Besonderheiten unseres Umfelds
Die kommunale Wohnungswirtschaft hat mannigfaltige Auswirkungen auf und vielfältige Einflüsse durch Themenfelder der Nachhaltigkeit. Sie stellt einen wichtigen sozialen Baustein dar, indem Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Dies insbesondere, da die angesprochene Bevölkerungsschicht meist breiter ist als bei Unternehmen der freien Wirtschaft, was eine genaue Abwägung von Wohnungsangebot, Mietpreisen und Belegungsmanagement erfordert. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Karlsruhe sind wir sowohl an der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum als auch an der Stadtentwicklung wesentlich beteiligt. Als größtem Vermieter der Stadt Karlsruhe stehen der Erhalt und die Weiterentwicklung unseres Bestands im Fokus. Bei der Finanzierung unserer Tätigkeiten können wir in der Wohnungswirtschaft auf zahlreiche Fördermittel von Bund, Ländern und Stadt zurückgreifen. Die Wohnungswirtschaft ist aber auch ein großer Ressourcennutzer. Immobilien binden über einen langen Zeitraum große Mengen an Rohstoffen/Flächen und setzen diese bei Abrissaktivitäten wieder frei. Eine sorgsame Betrachtung der Stoffströme ist daher wichtig. Während der Lebenszeit ist das Thema Energieverbrauch/-erzeugung von großer Bedeutung, da dadurch hohe klimarelevante Emissionen freigesetzt werden, aber auch Themen wie Abfall- oder Wassermanagement.

2) Wesentliche positive und negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit
Im Rahmen der Wertschöpfung haben die Unternehmenstätigkeiten negative, aber auch positive Auswirkungen auf verschiedene Nachhaltigkeitsthemen. Der Verbrauch von Ressourcen, Flächenversiegelung, CO2-Emissionen (Strom, Wärme, Dienstfahrten, …), sowie Abfall sind negative Auswirkungen auf ökologische Aspekte. Ergänzungsbebauung und die damit einhergehenden diffusen Ängste bezüglich steigender Mieten und Wohnungsverlust stellen negative Auswirkungen auf die Gesellschaft dar, die von uns aber durch entsprechendes Management, umsichtige Planung und Mietpreisstrategie sowie gute Kommunikation aufgefangen werden. Dazu gehören Beratungsangebote zu Wohngeld, Förderungen und angepasste Miethöhen. Eine nicht optimale Bewirtschaftung könnte sich ökonomisch negativ äußern.  
Positive ökologische Auswirkungen ergeben sich durch doppelte Innenentwicklung1/ausgewogenes Flächenmanagement, die Auswahl an Baumaterialien, Mobilitätskonzepte, gezieltes Energiemanagement sowie das große Potential an CO2-Einsparungen. Gesellschaftlich positive Auswirkungen haben das Quartiersmanagement (Entgegenwirken von Segregation, aktive Durchmischung, Bereitstellung von Infrastruktur, …), die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, Chancengerechtigkeit/Gleichberechtigung, Antidiskriminierung, soziale Projekte und Kooperationen sowie die Bereitstellung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen (als Arbeit- und Auftraggeber). Positive ökonomische Auswirkungen ergeben sich durch eine gute Auslastung/Bewirtschaftung unseres Bestands, ebenfalls durch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen sowie bezahlbare Mieten.  

3)Chancen und Risiken
Aufbauend darauf lassen sich Chancen und Risiken für die VOLKSWOHNUNG ableiten. Die Zerstörung von Natur-/Lebensräumen stellt ein ökologisches Risiko dar. Gesellschaftlich lassen sich steigende Mieten, Klimafolgen (Hitzesommer), soziale Brennpunkte, schlechtes Image und politische Einflussnahme als Risiken identifizieren. Ökonomische Risiken stellen Fachkräftemangel, Preisentwicklungen am Markt und die große Produktlebenszeit von Wohnraum dar, wodurch eine große Planungsunsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Bedarfs resultiert.  
Es ergeben sich jedoch auch zahlreiche Chancen. Durch innovative Ansätze in der Produktgestaltung - beispielsweise der Reduzierung der individuellen Wohnfläche (kompaktere Grundrisse) in Kombination mit größeren Gemeinschaftsflächen, ökologische Baumaterialien und Recycling sowie gezieltes Flächenmanagement - lassen sich ökologische Vorteile erzielen. Wir versuchen, diese Chancen bereits in einzelnen Projekten wie Senioren-WGs und Holzbauten zu nutzen. Diese Themen werden zukünftig verstärkt evaluiert. Unsere Sanierungsprojekte führen für unsere Mieterinnen und Mieter zu einer Erhöhung des Wohnstandards; wir beraten hier umfassend, um eine wirtschaftliche Schlechterstellung zu vermeiden.
Durch die Produktgestaltung (flexible/bedarfsneutrale/anpassbare Strukturen, Barrierefreiheit, …) lassen sich auch gesellschaftliche Chancen erzielen. Als verlässlicher Partner in der TechnologieRegion Karlsruhe (Stadtentwicklung, Sponsor, Kooperationspartner, s. Kriterium 18), eine gezielte und verlässliche Information unserer Mieterinnen und Mieter bei Bau- und Sanierungsprojekten und die Sicherstellung von Chancengerechtigkeit bei der Wohnungsvergabe können weitere Chancen ergriffen werden. Die größte Chance mit der größten Hebelwirkung wird im Wertschöpfungsschritt „Planung“ realisiert, indem wir komplexe Aufgaben durch eine integrierte Planung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Gesellschaft, Natur und Ökonomie lösen. Durch serielles Bauen und eine Senkung der Baukosten, aber auch durch die Senkung der Mietnebenkosten, können ökonomische Chancen verwirklicht werden. Spannungsfelder existieren hier allerdings durch steigende Bauanforderungen und Kosten für energetische Sanierungen. Für diese Themenbereiche erarbeiten wir aktuell gezielt Konzepte, die dann in die Strategie implementiert werden.     

Analyse der wesentlichen Themen der VOLKSWOHNUNG



Insgesamt hat die VOLKSWOHNUNG im Rahmen ihrer Wesentlichkeitsanalyse folgende Themen ermittelt, die es im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements zu bearbeiten gilt. Die Wesentlichkeitsanalyse wurde auf Basis von Studienergebnissen, Stakeholderanalysen, Arbeitsgruppen und Branchen-Benchmarks durchgeführt. Wesentliche ökologische Themen:

  1. CO2 Einsparung/ Klimaschutz (hoch)
  2. Flächenversiegelung (hoch)
  3. Ressourceneffizienz (mittel)
  4. Biodiversität (mittel)
  5. Abfallmanagement (mittel)
  6. Wassermanagement (mittel)
  Wesentliche soziale Themen:
  1. Bezahlbarer Wohnraum (hoch)
  2. Gesundheit/ Sicherheit (hoch)
  3. Quartiers- und Sozialmanagement (hoch)
  4. Arbeitgeberattraktivität (hoch)
  5. Kundenzufriedenheit (hoch)
  6. Mitarbeiterzufriedenheit (hoch)
  7. Menschenrechte (mittel)
  Wesentliche ökonomische Themen:
  1. Bestandserhalt (hoch)
  2. Bestandswachstum/ Nachverdichtung (hoch)
  3. Compliance (hoch)
  4. Ertrag (hoch)
  5. Transparenz (hoch)
  6. Image (mittel)
  7. Digitalisierung (mittel)
  8. Sustainable Finance (mittel)




1 Bei der doppelten Innenentwicklung wird sowohl die bauliche Dichte als auch die Erhaltung, Weiterentwicklung und Qualifizierung des urbanen Grüns betrachtet

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CSR-Ce | Agentur für Nachhaltigkeit und CSR

Das Geschäftsumfeld von CSR-Ce hat sich seit der Gründung im Jahr 2013 stark verändert. So waren es anfangs vor allem Einzelberater, die CSR und Nachhaltigkeitsthemen als Unternehmensberater bearbeiteten. Verhältnismäßig schnell haben sich dann große Unternehmensberatungen des Themas Nachhaltigkeit angenommen. Wobei diese sich vor allem auf ihre Kompetenz der Managementsysteme und juristische Beratung stützen. Mittlerweile haben auch Branchenverbände die Beratungstätigkeit übernommen und unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsstrategien sowie in der Kommunikation mit Stakeholdern.  

Für Einzelberater hat sich der Markt daher einerseits positiv verändert, weil sich die deutsche Wirtschaft zunehmend ernsthaft ökologischer und sozialer Themen angenommen hat. Ebenfalls positive Auswirkungen hatte die Einführung der CSR-Berichtspflicht 2017 für bestimmte Unternehmen. Welche Auswirkungen das im Februar 2021 beschlossene Lieferkettengesetz auf die Arbeit von CSR-Ce haben wird, bleibt abzuwarten.

Andererseits wird es schwerer, sich gegen den Wettbewerb im Beratermarkt zu behaupten, da vor allem die Verbände ihren Mitgliedern ein finanziell sehr attraktives Angebot machen können.  

2020 hat CSR-Ce eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Basis war der gesellschaftliche und mediale Diskurs zu Nachhaltigkeitsthemen. Anschließend hat die Agentur Gespräche mit Kunden und Teilnehmern der CSR-Seminare geführt, um ein klares Bild der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen dieser Stakeholder zu erhalten. Dabei wurden folgende wesentlichen Aspekte identifiziert:  

Klimawandel: Das wichtigste Nachhaltigkeitsthema ist der Klimawandel. Dieses ist längst in den Köpfen der breiten Öffentlichkeit und der Kunden von CSR-Ce angekommen und beschäftigt diese tiefgreifend. Wichtiger Treiber des Themas sind die Friday for Future-Proteste sowie die drei sehr warmen und trockenen Jahre 2018, 2019 und 2020, die deutlich gezeigt haben, dass der Klimawandel existiert und kein theoretisches wissenschaftliches Konstrukt ist. Es besteht der große Wunsch bei den Kunden und Seminarteilnehmern von CSR-Ce, sich selbst aktiv in den Kampf gegen den Klimawandel einzubringen.  

Bei allen Gesprächen wurde stets auch die Frage gestellt, welchen Beitrag CSR-Ce beim Kampf gegen den Klimawandel ergreift. Eine klare Erwartungshaltung von Seiten der Stakeholder ist also offensichtlich und von CSR-Ce explizit erwünscht. Dies ist eine große Chance für CSR-Ce, seine Expertise als kompetenter Partner anzubieten und als Vorbild voranzugehen.  

Digitalisierung: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Digitalisierung. Diese hat einen sehr großen Einfluss auf die Art und Weise wie wir heute arbeiten und wie wir zukünftig arbeiten werden. Die Corona-Pandemie hat der Entwicklung dieses Themas eine unerwartete Beschleunigung beschert. Dabei stehen wir vor der Herausforderung, wie wir den Veränderungen im Arbeitsalltag und in der Zukunft begegnen können, ohne dabei die ökologische und soziale Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren.    

Hier sieht sich CSR-Ce als Coach und Sparringspartner seiner Kunden, die die Aufgabe haben, neue Ideen zu entwickeln, welche sinnvoll in den Arbeitsalltag eingebunden werden können.  

Auch CSR-Ce selbst ist direkt von der Digitalisierung betroffen. Die Kommunikation mit den Kunden, die ohnehin schon immer stark auf digitalen Werkzeugen basierte (E-Mail, online-Schulungen, etc.) findet jetzt ausschließlich online und somit digital statt.  

Auch für CSR-Ce sind die beiden genannte Themen wesentlich. Doch im Arbeitsalltag kommen weitere hinzu:  

  1. CSR-Ce ist ein Dienstleistungsunternehmen, daher werden keine Rohstoffe im klassischen Sinne zur Herstellung von Produkten verwendet. Wesentliche Aspekte im Bereich der Ökologie sind beim Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Emissionen für Dienstreisen sowie Papierverbrauch im Büroalltag zu suchen.
  2. Wesentliche Aspekte im sozialen Bereich finden sich in den Materialien und Dienstleistungen, die CSR-Ce in Anspruch nimmt. Hierzu gehören u.a. IT-Geräte, Software, außerdem meist online-Dienstleistungen wie z.B. virtuelle Seminarräume. Oft werden diese Dienstleistungen von ausländischen bzw. nicht-EU-Unternehmen angeboten, bei denen die strengen deutschen Arbeits- und Datenschutzgesetzte nicht gelten. Es ist häufig schwer bis unmöglich, gerade im digitalen Bereich, einen adäquaten deutschen oder EU-Ersatz zu finden.

    Seit der letzten DNK-Erklärung 2018 hat sich hier nur wenig geändert. Eventuell wird durch die Corona-Pandemie ein Anschub der Entwicklungen auf dem deutschen Digitalmarkt zu sehen sein. Dies wird sich jedoch frühestens 2021 zeigen.

    Auch bei der Herstellung der IT-Geräte gibt es bisher relativ wenig Alternativen auf dem Markt, die im Hinblick auf soziale und ökologische Aspekte zufriedenstellend hergestellt wurden - auch wenn es mittlerweile die sogenannte Green-IT gibt. Aber hier ist aus Sicht von CSR-Ce immer noch Nachholbedarf, was die Qualität der Produkte sowie Softwarekompatibilität angeht.
Negative Entwicklung: Ein sehr interessanter und aus Sicht von CSR-Ce besorgniserregender Aspekt ist, dass die Frage nach Sinn und Nutzen von CSR und Nachhaltigkeit aufgrund der Corona-Pandemie wieder in den Vordergrund gerückt ist. Wer noch nicht ganz davon überzeugt war, dass nachhaltiges Handeln dringend notwendig ist, hat aufgrund der ökonomischen Situation, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, nun vermeintlich starke Argumente, nachhaltiges Handeln wieder in den Hintergrund zu stellen.  

CSR-Ce sieht es hier als seine wesentliche Aufgabe, den bis Anfang 2020 gewonnen Boden in der Nachhaltigkeitsdiskussion wieder zurückzugewinnen.

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Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG

2011 wurde bei EHA eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und die vier Felder Kunden, Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft auf die als wesentlich definierten Schwerpunkte der Tätigkeit (z.B. Kunden: Grünstrom, Energiecontrolling, Mitarbeiter: Familie und Beruf, Gesundheit) hin betrachtet: 

Kunden: EHA geht mit gutem Beispiel voran und bietet ihren Kunden höchste Verlässlichkeit in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz. Die Basis dafür ist, dass wir unseren Kunden zertifizierten Grünstrom liefern und ihnen innovative Produkte bieten. Es gehört zum Selbstverständnis unserer Mitarbeiter, immer wieder neue Möglichkeiten für den verantwortungsvollen Umgang mit Energien auszuloten. Die neuen Erfahrungen und Innovationen, die sich daraus ergeben, kommen anschließend unseren Kunden zugute. Wir begleiten unsere Kunden bei der Einführung und dem Betrieb eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2011. EHA selbst ist Teil des Energiemanagementsystems und nimmt damit eine Vorbildfunktion ein. Ein Risiko sehen wir darin, dass die Entwicklung hin zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz ggf. die Erträge aus unserer Energielieferung schmälern wird. Da der reine Verkauf von Energie aufgrund sinkender Energiepreise alleinstehend ggf. kein langfristiges Geschäftsmodell ist, bauen wir zur Risikominimierung sukzessive Dienstleistungen zu den Themen Energieeffizienzerhöhung, Netzservices sowie Beratung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus. Damit sichern wir Arbeitsplätze und binden gleichzeitig unsere Kunden, mit denen wir teilweise bereits jahrelange feste Geschäftsbeziehungen pflegen. Chancen sehen wir dementsprechend in unserer Zukunftsausrichtung, die wir durch diesen Ausbau unserer Dienstleistungen erreichen. Wir möchten Unternehmen darin unterstützen, ihren Grad der Nachhaltigkeit auszubauen und damit einen Beitrag zu ihrem grünen Weg beizutragen.

Mitarbeiter: Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter/innen ein positives, motivierendes Arbeitsklima vorfinden. Dazu gehört, dass wir Ihnen langfristige Perspektiven bieten – aber auch, dass für sie Beruf und Familie miteinander vereinbar sind. Dafür haben wir in den letzten Jahren eine Menge getan. Beispielsweise erleichtern wir den Wiedereinstieg nach der Elternzeit durch zunächst stundenweises Arbeiten oder auch durch die aktive Einbindung bei internen Veranstaltungen. Außerdem haben wir ein Eltern-Kind-Büro eingerichtet, das es unseren Mitarbeitern erlaubt, ihre Kinder bei sich zu haben, wenn die normale Betreuung (z.B. Kita) kurzfristig ausfällt. Für diese und viele andere familienfreundliche Engagements, wurde EHA 2012 mit dem Familiensiegel der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. In diesem Jahr  bauen wir zusätzlich das Thema „Gesundheit“ weiter aus. Konkret heißt dies, dass wir unsere Mitarbeiter/innen durch Kochkurse, regelmäßige Gesundheitstipps zum Thema Ernährung, Massagen, einen ergonomischen Arbeitsplatz etc. dabei unterstützen ihre Gesundheit zu stärken. Als Risiko sehen wir den demografischen Wandel. Diesem versuchen wir mit den oben genannten Tätigkeiten positiv entgegen zu treten und unsere langjährigen Mitarbeiter/innen so zu fördern, dass es zu wenig Krankheitsfällen kommt. Als Chance sehen wir die große Flexibilität unserer Mitarbeiter/innen durch die oben genannten Aspekte wie das Eltern-Kind-Zimmer, aber auch die hohe Flexibilität der Arbeitszeit. Dies unterstützt die älteren Mitarbeiter/innen, bindet aber auch die jungen Mitarbeiter/innen sowie jene mit Familie.

Umwelt: Gerade in unserer Eigenschaft als Energiedienstleister sind wir uns unserer großen Verantwortung für die Umwelt bewusst. EHA hat sich deshalb selbst auferlegt, ihren Kunden ausschließlich klimafreundliche und hochwertige Produkte anzubieten. Danach handeln alle unsere Mitarbeiter, so dass sich klimafreundliches Handeln als ein Bestandteil unserer Unternehmenskultur verfestigt hat. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch unter dem eigenen Dach auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energien setzen und klimaneutral sind. Dafür wurden wir schon 2008 als erster Energiedienstleister vom TÜV SÜD zertifiziert. Außerdem ist EHA Teil des ÖKOPROFIT-Programms der Freien und Hansestadt Hamburg und hat ein effektives Energiemanagementsystem installiert.  Dass wir Umweltschutz im eigenen Haus sehr ernst nehmen, zeigt sich nicht zuletzt auch darin, dass wir das Pendeln mit dem öffentlichen Personennahverkehr bezuschussen und eine CO2-Emissionsgrenze für unsere Dienstwagen festgelegt haben. Ein Risiko sehen wir vor allem hinsichtlich der Erhöhung der Scope 3-Emissionen durch den steigenden Umsatz bei Strom und Gas. Daraus ergibt sich jedoch auch eine Chance für unser Unternehmen: Wir bauen die Energiedienstleistungen sukzessiv aus. Ein weiteres Risiko ist in dem vermehrten Vertrieb und damit einhergehend den vermehrten Dienstreisen zu sehen, die ebenso die THG-Emissionen unseres Unternehmens in die Höhe treiben. Jedoch sehen wir hier die Chance Alternativen für Dienstreisen auszubauen, z.B. Videokonferenzen, E-Mobilität und der vermehrte Umstieg vom Flugzeug auf die Bahn.  

Gesellschaft: Als verantwortungsbewusster Energiedienstleister haben wir uns dazu entschlossen, soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Hamburg zu unterstützen. Dabei war es uns wichtig, sowohl eine inhaltliche Verbindung zu unserem Kerngeschäft zu haben, als auch die Möglichkeit für EHA-Mitarbeiter/innen, sich sozial zu engagieren. Eine Patenschaft für die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe (HaKiJu) – einer Wohlfahrtsorganisation, die sich für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen einsetzt – lag für uns auf der Hand und ist für viele unserer Mitarbeiter/innen inzwischen zu einer echten Herzensangelegenheit geworden. Die Energiepatenschaft von EHA besteht aus Energiekostenoptimierung, Energieverbrauchsoptimierung, gemeinsamen Aktionen und Betriebspraktika. Im Klimawandel sehen wir ein hohes Risiko für unsere Gesellschaft und möchten daher einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem wir der nächsten Generation einen bewussten und energieeffizienten Umgang mit Energie nahelegen. Somit sehen wir in unserer Kooperation mit der HaKiJu auch die Chance Kindern und Jugendlichen durch gemeinsame Energiesparaktionen einen bewussten Umgang mit Energie beizubringen. Aber auch unseren Mitarbeiter/innen bringt die Kooperation mit der HaKiJu einen großen Mehrwert, so sind gemeinsame Aktionen für viele Mitarbeiter/innen sowohl emotional als auch inhaltlich sehr wertvoll.

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