Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

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Die Wertschöpfungskette reicht von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung bzw. Ende des Services. Während Teile dieser Wertschöpfung innerhalb Ihres Unternehmens stattfinden, liegen andere Teile außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Ihres Unternehmens. Hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf die Wertschöpfungskette im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einzuwirken, kann einerseits neue Chancen eröffnen (z.B. in der Produktentwicklung) und andererseits Risiken vorbeugen. Öffentliche Reaktionen auf Skandale in der Lieferkette haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette auch dem Ruf von Unternehmen schaden.

Was ist zu beachten?
Auch wenn es nur wenige Stufen zur Erstellung Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen bedarf, die Sie womöglich hauptsächlich selbst und ausschließlich in Deutschland erbringen, bitten wir Sie, die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens möglichst konkret darzustellen. Denken Sie dabei auch an zugekaufte Grundstoffe, Produkte und Dienstleistungen wie z.B. IT, Büromaterialien oder einen ausgelagerten Kundenservice.
Mit der Beschreibung Ihrer Wertschöpfungskette legen Sie die Grundlage für den Inhalt nachfolgender Kriterien. Beschreiben Sie den Prozess Ihrer Leistungserstellung im Zweifelsfall also lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Insbesondere Kriterium 10 zu Innovations- und Produktmanagement bezieht sich auf Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette, um die negativen Auswirkungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verringern und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Stellen Sie in Ihrer Beschreibung möglichst den Bezug zum Kerngeschäft her, also zu den Geschäftsfeldern, welche die wesentlichen Werttreiber Ihres Unternehmens sind.

Bitte beachten Sie bei der Beschreibung der Kommunikation Ihres Unternehmens über Probleme entlang der Wertschöpfungskette mit zuliefernden Betrieben, Dienstleistungsunternehmen oder anderen Geschäftspartner/-innen, dass die Beantwortung dieser Frage je nach Branche und Größe Ihres Unternehmens unterschiedlich ausfallen kann. Ein regelmäßiges offenes Gespräch kann ebenso als Antwort dienen wie der eher formalisierte Austausch mittels Verpflichtungserklärungen („Code of Conduct“) und Auditierungsverfahren.
 
Aspekt 1:
Beschreiben Sie, welche Stufen Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette durchlaufen (z. B. vom Rohstoffeinkauf bis zum Leistungszeitpunkt bzw. Recycling).

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die dargestellten Wertschöpfungsstufen von Bedeutung sind. Erläutern Sie auch, bis zu welcher Tiefe der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob die jeweiligen sozialen und ökologischen Probleme bekannt sind, die auf den einzelnen Stufen auftreten, und wie diese Probleme angegangen werden.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartnerinnen und -partnern über die genannten Probleme kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Welche dieser Aspekte besonders wichtig für Unternehmen in Ihrer Wertschöpfungskette sind, kann sich von den Aspekten unterscheiden, die Sie für Ihr eigenes Unternehmen als wesentlich identifiziert haben.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe, eingekaufte Dienstleistungen und deren Vorstufen, als auch die Nutzer Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling oder Effekte der Serviceleistung. Eine Wertschöpfungskette kann z.B. folgende Stufen enthalten: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte.
Nachhaltigkeitskriterien sind von Ihrem Unternehmen (möglicherweise anhand von Nachhaltigkeitsstandards) festgelegte Vorgaben, die Geschäftspartner/-innen und deren Subunternehmen erfüllen müssen, um mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

VOLKSWOHNUNG

1) Stufen unserer Produkte in der Wertschöpfungskette
Die VOLKSWOHNUNG stellt Wohn- und Gewerberaum zur Verfügung. Dieser wird angekauft oder neu entwickelt und verbleibt im Bestand, der vom Unternehmen bewirtschaftet wird. Unsere Wertschöpfungskette:

  • Einzelbestände/Quartiere planen und entwickeln (Planung)
  • Wohn- und Gewerbeflächen schaffen (Bau)
  • Vermietung und Abrechnung
  • Bewirtschaftung (Instandhaltung, Verkehrssicherung, Grünpflege, etc.)
  • Modernisierung, Sanierung und Erweiterung des Bestandes
  • (Bauträgermaßnahmen zur Finanzierung)

2) Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten in den Wertschöpfungsstufen
In der Bewirtschaftung arbeiten wir in der Regel mit regionalen Dienstleistern zusammen. Dort und in der Verwaltung gelten interne Einkaufsrichtlinien, die Aspekte der Nachhaltigkeit bereits berücksichtigen. Bei ausschreibungspflichtigen Bauvorhaben ist dies nicht gegeben, dort definieren wir in den Ausschreibungsunterlagen und Verträgen unsere Anforderungen an Baustoffe und Arbeitsbedingungen, die die strenge Einhaltung der geltenden Gesetze beinhalten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten der Tarifvertrag sowie unsere Betriebsvereinbarungen und Vorgaben (Kontrolle siehe Kriterium 17). In der Wertschöpfungsstufe „Planung“ werden Einzelbestände/Quartiere geplant, Nutzungsarten definiert und dadurch wesentliche Aspekte der Bestandsmehrung, Bezahlbarkeit, Flächennutzung, Ressourcenauswahl/-effizienz sowie Kundenzufriedenheit und -gesundheit festgelegt. In der Bauphase sind besonders Compliance- und Menschenrechtsthemen von Relevanz (Arbeitssicherheit, Mindestlohn, Schwarzarbeit, …), jedoch auch Ressourceneinsatz, Abfallaufkommen und -trennung. In der Vermietung geht es insbesondere um Chancengerechtigkeit, Transparenz und Bezahlbarkeit. Daneben sind in dieser Nutzungsphase die Mieterinnen und Mieter ein großer Hebel für Energie-/Ressourceneinsparung. Bei der Bewirtschaftung ist ebenfalls Bezahlbarkeit (Auswahl Dienstleister, Mieterhöhungen/ Modernisierungsumlage, …) ein wichtiger Nachhaltigkeitsaspekt. Daneben existiert hier großes Potential, um positiv auf Biodiversität und Gesundheit einzuwirken (z.B. Auswahl Tapeten/Farben, Baustoffe, Grünflächenmanagement, …).
Modernisierungen bieten großes Potential für Energieeinsparungen und dadurch für den Klimaschutz. Die Weiterentwicklung stellt eine Chance für Ergänzungsbebauung ohne zusätzliche Versiegelung dar.  

3) Soziale und ökologische Probleme und deren Handhabung
Soziale und gesellschaftliche Probleme ergeben sich an unterschiedlichen Stellen unserer Wertschöpfungskette.
Problem Aktuelle Handhabung/Maßnahme Verbesserungspotential
Eingriffe in den Lebensraum von Mieterinnen und Mietern durch Baumaßnahmen Frühe Information, Einbindung, Transparenz, Bereitstellung von alternativem Wohnraum  
Eingriffe in den Naturraum durch Baumaßnahmen Ausgleichsflächen, Dachbegrünung, aktives Grünflächenmanagement, Zusammenarbeit mit dem Umweltamt zu Artenschutz und Pflanzenauswahl Extensive/Intensive Dachbegrünung ausweiten, Begrünung der Müllhäuser, Qualität der Außenflächen verbessern, Tierschutz verstärken durch z.B. Nisthilfen
Ressourcenverbrauch durch Baumaßnahmen Vereinzelte Pilotprojekte Nutzung alternativer Konzepte (z.B. weniger Stahl/Beton, vermehrtes Recycling, Holzbau, …)
Einhaltung von Menschenrechten auf Baustellen Strenge vertragliche Regelungen Kontrolle der Vereinbarungen durch Stichproben
Segregation (Entmischung/Polarisierung bestimmter Personengruppen) Soziale Durchmischung als Belegungsstrategie Aufbau Quartiersmonitoring
Gesundheitliche Aspekte im Wohnraum Nachhaltige Baustoff- und Materialauswahl (Zertifizierte Produkte, z.B. FSC), Information der Mieterinnen und Mieter über Flyer, Pixiebücher und DAHEIMjournal Asbestsanierung bei Verdacht Raumluftmessungen
Ökologische Probleme durch Nutzung Energetische Sanierung, Forschungsprojekte, Information der Mieterinnen und Mieter (Energiesparen, Mülltrennung, ...) Erhöhung der Sanierungsquote, effiziente Konzepte zur schnellen und kostengünstigen Abwicklung von Sanierungen, Mieteransprache intensivieren und Angebote schärfen (Energiesparberatung)
Rückgang der Biodiversität Reduzierte Mahd und nachhaltige Bewirtschaftung der Grünflächen, enge Kooperation mit städtischen Akteuren (Ämter, NGOs, Zoo, ...) Qualität der Außenflächen im Hinblick auf Biodiversität und Klimarobustheit verbessern
Wertstoffmanagement Flyer, Aufkleber auf Tonnen, Pixiebücher, DAHEIMjournal, Zusammenarbeit mit der Stadt und mit dem Land Angebote im Quartier stärken (z.B. Recycling, Reparaturmöglichkeiten,…)
Wassermanagement Regenwasserversickerung, wassersparende Armaturen Nutzung von Regenwasser, aktive Rückhaltung, Bewässerungskonzepte, Konzepte zur Frischwassereinsparung

4) Kommunikation mit Dienstleistern
Mit unseren Dienstleistern und Vertragspartnern gehen wir einzelne Themen aktiv an. Insbesondere in der Projektentwicklung stehen Ressourcen- und Klimaschutz im Fokus. Mit der Stadt Karlsruhe befinden wir uns zu allen oben genannten Themenfeldern in regem und regelmäßigem Austausch. Mit unseren Mieterinnen und Mietern stehen wir permanent im Kontakt und versuchen aufgrund der unterschiedlichen Altersstruktur Informationen über verschiedene Kanäle zu kommunizieren. Wir setzen dabei als Hauptinstrument auf unsere Kundenzeitschrift DAHEIMjournal, themenbezogene Flyer und Aushänge, die Homepage und die persönliche Ansprache.

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Frankfurter Volksbank eG

Als regionaler Finanzdienstleister bezieht sich unser Einfluss im Bereich Nachhaltigkeit im Wesentlichen auf finanzierte Projekte, Anlagen und weitere Finanzprodukte sowie unsere Mitarbeiter, Dienstleister, Immobilien und das Engagement in der Region. Unsere Wertschöpfung erbringen wir überwiegend selbst und richten unser Produktangebot an den Bedürfnissen unserer Kunden und Mitglieder in der Region aus. Ausgehend von unserem Förderauftrag für die rund 255.000 Mitglieder der Bank messen wir dem Aspekt der ökonomischen Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg höchste Priorität bei - von der sicheren Verwahrung von Kundeneinlagen über die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und die nachhaltige Kreditvergabe bis hin zu einer qualitativ hochwertigen, risikobewussten Finanzberatung.

Auch soziale und ökologische Nachhaltigkeitsaspekte werden in verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette berücksichtigt – angefangen beim Angebot nachhaltiger Geldanlageprodukte über die Berücksichtigung von sozialen und ökonomischen Kriterien bei der Kreditvergabe bis hin zum Einkauf von Dienstleistungen und Produkten, bei dem neben der Wirtschaftlichkeit auch Umweltfaktoren ausschlaggebend sind (z.B. FSC-Siegel). So versuchen wir beispielsweise den Ressourcenverbrauch, der sich aus unserer Geschäftstätigkeit - und insbesondere dem Betrieb unserer rund 100 Geschäftsstellen ergibt - durch die fortlaufende Identifizierung und konsequente Umsetzung von Einsparpotentialen (z.B. Austausch von Leuchtmitteln, Dämmmaßnahmen) kontinuierlich zu senken.
Zur Sicherstellung von Nachhaltigkeitsstandards entlang der Lieferkette sollen mittelfristig Nachhaltigkeitsanforderungen für Lieferanten entwickelt werden, die die Erwartungen der Frankfurter Volksbank in diesem Bereich dokumentieren und eine verbindliche Grundlage der Zusammenarbeit bilden.
Eine detaillierte Analyse und Prüfung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsaspekte über alle Stufen unserer Wertschöpfungskette hinweg findet zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht statt.

Neben eigenen Produkten vertreibt die Frankfurter Volksbank Produkte und Dienstleistungen ihrer Partner in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, insbesondere der Unternehmen der DZ BANK Gruppe. Als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen (UN) hat sich die DZ BANK Gruppe zur Förderung seiner zehn Grundsätze bekannt. Zudem bekennt sie sich zu international anerkannten Menschenrechtsstandards wie den Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen, den Konventionen der International Labour Organization (ILO) oder der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

Die DZ BANK, Bausparkasse Schwäbisch Hall, DZ HYP, R+V Versicherung, TeamBank, Union Investment und VR Leasing Gruppe verpflichten seit 2012 ihre Lieferanten mithilfe einer Nachhaltigkeitsvereinbarung auf die Einhaltung der DZ BANK Gruppe-Mindeststandards sowie der Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und der Anforderungen der ILO.

Die DZ BANK Gruppe ist seit 2011 von oekom research regelmäßig mit dem Prime Status ausgezeichnet worden, der den Unternehmen ein überdurchschnittliches Engagement in Sachen Umwelt und Soziales attestiert. Seit 2015 ist die DZ BANK Gruppe Industry Leader in der Kategorie „Financials / Public & Regional Banks“.

Die Union Investment bekennt sich als Treuhänder zu den United Nations Principles for Responsible Investment (UN PRI) und hat sich damit u.a. verpflichtet, Nachhaltigkeitsthemen (ESG: Environmental Social Governance, d.h. Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich einzubeziehen. Zudem hat Union Investment sowohl das Global Investor Statement on Climate Change als auch den Montreal Carbon Pledge unterzeichnet. Zu einer weiteren Maßnahme im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms gehört unter anderem eine Zertifizierung des Geschäftsbetriebes gemäß DIN ISO 14001 Umweltmanagementsysteme.

Sämtliche Aktivitäten der Union Investment im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms werden im CSR-Bericht veröffentlicht. Eine ausführliche und transparente Berichterstattung über die verschiedenen Nachhaltigkeitsaktivitäten ist somit gewährleistet.

Wesentliche Teile der Eigenanlagen der Frankfurter Volksbank entfallen auf die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Dazu gehört auch der Spezialfonds der Union Investment, der den oben genannten Standards entspricht.

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FD Textil GmbH

Die im Kriterium 2 genannten Nachhaltigkeitsaspekte sind für unsere Wertschöpfung relevant.

 

Die Wertschöpfungskette:

Unser Produktangebot besteht im Wesentlichen aus Textilien, die von uns in Düsseldorf bedruckt werden. Die Wertschöpfungskette der bezogenen Textilien ist global verteilt, beginnend mit der Rohstofferzeugung, der Faserproduktion, der Weiterverarbeitung in Webereien und Nähereien, Textilveredelung, Bedrucken, Vertrieb/Handel, Nutzungsphase, bis hin zur Recycling-/Entsorgungsphase.


Veredelung im eigenen Betrieb in Düsseldorf:

Die Überprüfung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien in den Handlungsfeldern „Umwelt“ und „Mitarbeiter“ können wir in unserem Betrieb in Düsseldorf direkt vornehmen, da wir in unserem eigenen Betrieb mit unseren eigenen Mitarbeitern die Produkte bedrucken bzw. veredeln.

 

Die Überprüfung im Handlungsfeld „Lieferanten/Lieferkette“ stellt die größte Herausforderung dar:

Wir beziehen unsere Ware von einer kleinen Anzahl deutscher Lieferanten aus dem Bereich Textil-Großhandel.
Ca. 80 % der von uns über Großhändler bezogenen Materialien sind Textilien, deren Herstellung in Schwellen-/Entwicklungsländern mit Risiken für Mensch und Natur einhergehen könnten.

Einige unserer Lieferanten nutzen für einen kleinen Teil der angebotenen Produkte Textil-Gütesiegel.

 

Fallweise kommunizieren wir gegenüber unseren Lieferanten die sozialen und ökologischen Probleme in der Wertschöpfungskette von Textilien. So haben wir in der Vergangenheit Anfragen für Sonderproduktionen abgelehnt, die nicht bei uns, sondern bei Herstellern in Drittländern gefertigt worden wären und wir hohe Risiken hinsichtlich der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit vermuteten.

 

Während der Nutzungsphase:

Wir achten auf hohe Qualität und Langlebigkeit, für eine lange Nutzungsphase durch den Endkonsumenten: Für Drucke auf Arbeitsbekleidung bieten wir auch kochfeste Transfers an. Diese gehen auch bei härtester Waschgangart nicht kaputt.

 

Wir sorgen für das Wohl unserer Kunden und schützen ihre Gesundheit während der Nutzungsphase unserer Produkte: Wir verwenden nur unbedenkliche Stoffe, die ungefährlich für die Gesundheit unsere Kunden sind.

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cyclos future GmbH

Als Dienstleister kann unsere Wertschöpfungskette eng und weit definiert werden. In der engen Definition stehen wir am Anfang dieser Kette, da unser Rohstoff der Geist unserer Mitarbeitenden ist. Diese stellen die Produkte und Dienstleistungen aus ihren eigenen Ideen her und wenden sie direkt bei unseren Kunden und Partnern an, welche in der Regel die Endkunden sind. Aus dieser Perspektive haben wir keine Lieferanten.

Nach der weiten Definition basieren unsere Produkte und Dienstleistungen auf geistiger Arbeit. Um diese zu erledigen und zu unseren Kunden und Partnern zu "transportieren", benötigen wir eine gewisse Infrastruktur: Rämlichkeiten, Technik, Möbel, Verpflegung, Mobilität, etc. Unsere Lieferanten stellen diese Infrastruktur bereit, damit wir unsere Leistung überhaupt erbringen können.

Wir streben an, unsere Infrastruktur möglichst nachhaltig zu gestalten. So beziehen wir bereits grünen Strom, ziehen Nachhaltigkeitskriterien bei vielen Einkaufsentscheidungen heran und versuchen bei unserer Geschäftstätigkeit bei unseren Dienstreisen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder diese - so weit es sich vermeiden lässt -  gar nicht in Anspruch zu nehmen.

Die größten ökologischen und sozialen Probleme in unserer Wertschöpfungskette sind uns gut bekannt. Dazu zählen Dienstreisen sowie der Einkauf und die Nutzung von Büromaterialien (insbesondere IT-Geräten). Diese gehen wir auch konsequent an (s.u.).

Aufgrund unserer Unternehmensgröße sind die Probleme bei den vorgelagerten Wertschöpfungskettenstufen eher gering. Wir wollen an der Stelle jedoch aktiv bleiben. So sind wir mit bestimmten Lieferanten (z.B. Getränke, Ausstattung und Kaffeeautomaten) in einen Dialog getreten, um gemeinsam über nachhaltige Lösungen zu sprechen.

Zum einen fragen wir bei unseren Lieferanten nach alternativen Produkten und Dienstleistungen. Vor allem bei Büromaterialien und Elektrogeräten berücksichtigen wir bereits Nachhaltigkeitskriterien, darunter zählt auch die Nutzungsdauer von Elektrogeräten. Zum anderen thematisieren wir mit Geschäftspartnern Aspekte wie Uhrzeiten, Frequenz und Orten von Geschäftstreffen, Art der Ergebnisdarstellung sowie Erreichbarkeit und Abgabefristen. Im vergangenen Jahr haben wir auch aus diesem Grund Geschäftsreisen zu abgelegenen Gebieten per Zug unternommen. Die dabei entstandenen Verspätungen und andere Umstände wurden als Gelegenheit genutzt, über diverse Nachhaltigkeitsaspekte zu sprechen. Bei gemeinsamen Unternehmungen mit Partnern, z.B. bei Veranstaltungen, regen wir an, nachhaltige Aspekte bei Ortsfindung, Verpflegung und Kommunikation zu wählen.

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Ista International GmbH

Hohe Anforderungen an ethisches Verhalten stellen wir nicht nur an unsere Geschäftsstandorte weltweit, sondern auch an unsere Lieferanten. Ebenso wie von den Mitarbeitern und Führungskräften an unseren Standorten erwarten wir auch von unseren Zulieferern, dass sie Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Die Auswirkungen des Themas nachhaltige Lieferkette liegt außerhalb der ista Unternehmensgrenzen. Um unserer Verantwortung entlang der Lieferkette gerecht zu werden haben wir ein Lieferkettenmanagement etabliert. 

Wertschöpfung bei ista   Wir beziehen Materialien aus dem In- und Ausland und sind uns unserer Verantwortung entlang der Lieferkette bewusst. In unserem Lieferkettenmanagement unterscheiden wir zwischen den benötigten Materialien für Endprodukte, die wir für unsere Kunden herstellen (Direct Materials), und Materialien, die wir für den Betrieb unserer eigenen Organisation benötigen (Indirect Materials & Services). Letztere beschaffen die Landesgesellschaften zu großen Teilen selbst. Neue Endprodukte und -geräte hingegen werden zunächst zentral von cross-funktionalen Product Development Teams bei der ista International GmbH entwickelt und danach als Serienfertigung über den Bereich Procurement & Supply Chain in Asien und/ oder Europa produziert. Für die Produktion unserer Geräte arbeiten wir eng und partnerschaftlich mit Lieferanten in Asien und Europa zusammen, die die Geräte nach unseren Vorgaben produzieren. Die direkte Betreuung durch den Bereich Procurement & Supply Chain ist mittels direkten Supplier Account Managers und Supply Chain Quality Engineers gewährleistet. Dadurch kann die Einhaltung der Qualitätsstandards sowie der definierten Fertigungsprozesse sichergestellt werden. Zusätzlich setzen wir bei unseren wichtigsten asiatischen Hauptlieferanten „Resident Engineers“ zur Unterstützung und Qualitätssicherung ein. Nach der Produktion werden fertige Endprodukte direkt an unser Warehouse & Distribution Center in Gladbeck versendet und von dort aus weiter in die Landesgesellschaften transportiert. Einige Geräte werden aber auch als Halbfertigteile zur Endmontage an unser Manufacturing Competence Center in Au in der Hallertau geliefert. Vor Ort nehmen unsere Mitarbeiter die Endmontage sowie die eichtechnische Prüfung vor, bevor die Geräte ebenfalls nach Gladbeck gehen.    Im direkten Einkauf auf internationaler Ebene arbeiten wir derzeit mit circa 250 Lieferanten und im indirekten Einkauf deutschlandweit mit circa 3.000 Lieferanten zusammen. Unsere Mindestanforderungen an Umwelt- und Sozialstandards sind in unserem Lieferantenkodex geregelt, der sich an den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für verantwortliche Unternehmensführung und an den Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientiert. Themen wie Kinder- und Zwangs- oder Pflichtarbeit sind in unserem Kodex ausdrücklich verboten. Damit setzen wir auch die diesbezüglichen Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen um. Zusätzlich dazu verpflichtet ista seine Lieferanten, eine ähnliche Vereinbarung mit seinen Vorlieferanten zu beschließen. In 2017 wurde eine erneute Überprüfung der inhaltlichen Anforderungen unseres Lieferantenkodex durchgeführt. Seit 2018 haben wir daher die Verpflichtung zum UK Modern Slavery Act mit in unseren Lieferantenkodex aufgenommen. Darüber hinaus müssen sich Lieferanten mit einem Mindestumsatz von 50.000 Euro verpflichten, die Anforderungen des ista Lieferantenkodex zu erfüllen. Grundsätzlich obliegt die Verantwortung den Lieferanten, eine Einhaltung sicherzustellen. Darüber hinaus wird die Einhaltung der Richtlinie in turnusmäßig stattfindenden Lieferantenaudits überprüft. 

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