Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

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Die Wertschöpfungskette reicht von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung bzw. Ende des Services. Während Teile dieser Wertschöpfung innerhalb Ihres Unternehmens stattfinden, liegen andere Teile außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Ihres Unternehmens. Hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf die Wertschöpfungskette im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einzuwirken, kann einerseits neue Chancen eröffnen (z.B. in der Produktentwicklung) und andererseits Risiken vorbeugen. Öffentliche Reaktionen auf Skandale in der Lieferkette haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette auch dem Ruf von Unternehmen schaden.

Was ist zu beachten?
Auch wenn es nur wenige Stufen zur Erstellung Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen bedarf, die Sie womöglich hauptsächlich selbst und ausschließlich in Deutschland erbringen, bitten wir Sie, die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens möglichst konkret darzustellen. Denken Sie dabei auch an zugekaufte Grundstoffe, Produkte und Dienstleistungen wie z.B. IT, Büromaterialien oder einen ausgelagerten Kundenservice.
Mit der Beschreibung Ihrer Wertschöpfungskette legen Sie die Grundlage für den Inhalt nachfolgender Kriterien. Beschreiben Sie den Prozess Ihrer Leistungserstellung im Zweifelsfall also lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Insbesondere Kriterium 10 zu Innovations- und Produktmanagement bezieht sich auf Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette, um die negativen Auswirkungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verringern und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Stellen Sie in Ihrer Beschreibung möglichst den Bezug zum Kerngeschäft her, also zu den Geschäftsfeldern, welche die wesentlichen Werttreiber Ihres Unternehmens sind.

Bitte beachten Sie bei der Beschreibung der Kommunikation Ihres Unternehmens über Probleme entlang der Wertschöpfungskette mit zuliefernden Betrieben, Dienstleistungsunternehmen oder anderen Geschäftspartner/-innen, dass die Beantwortung dieser Frage je nach Branche und Größe Ihres Unternehmens unterschiedlich ausfallen kann. Ein regelmäßiges offenes Gespräch kann ebenso als Antwort dienen wie der eher formalisierte Austausch mittels Verpflichtungserklärungen („Code of Conduct“) und Auditierungsverfahren.
 
Aspekt 1:
Beschreiben Sie, welche Stufen Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette durchlaufen (z. B. vom Rohstoffeinkauf bis zum Leistungszeitpunkt bzw. Recycling).

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die dargestellten Wertschöpfungsstufen von Bedeutung sind. Erläutern Sie auch, bis zu welcher Tiefe der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob die jeweiligen sozialen und ökologischen Probleme bekannt sind, die auf den einzelnen Stufen auftreten, und wie diese Probleme angegangen werden.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartner/-innen über die genannten Probleme kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Welche dieser Aspekte besonders wichtig für Unternehmen in Ihrer Wertschöpfungskette sind, kann sich von den Aspekten unterscheiden, die Sie für Ihr eigenes Unternehmen als wesentlich identifiziert haben.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe, eingekaufte Dienstleistungen und deren Vorstufen, als auch die Nutzer Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling oder Effekte der Serviceleistung. Eine Wertschöpfungskette kann z.B. folgende Stufen enthalten: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte.
Nachhaltigkeitskriterien sind von Ihrem Unternehmen (möglicherweise anhand von Nachhaltigkeitsstandards) festgelegte Vorgaben, die Geschäftspartner/-innen und deren Subunternehmen erfüllen müssen, um mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Stichpunktartig dient das Beikost-Gläschen „Reine Früh-Karotten“ als Beispiel für die Wertschöpfungskette eines HiPP-Produkts in Bio-Qualität:
Boden- und Saatgutkontrollen - Anbau von Bio-Früh-Karotten auf einwandfreiem Acker - Lieferung des Bio-Gemüse ins Werk nach Pfaffenhofen -  Analyse von Musterproben - Analyse ohne Beanstandung: Lieferung darf in der Produktion verarbeitet werden - Nach dem Garen wird der Bio-Gemüsebrei abgefüllt und haltbar gemacht - Jedes Gläschen erhält am Deckelrand eine fortlaufende Nummer, mit Hilfe derer alle Inhaltsstoffe bis aufs Feld zurückverfolgt werden können - Verpackung der Gläschen und Transport zum Logistikzentrum - Zum Endverbraucher gelangt das Bio-Früh-Karotten-Gläschen hauptsächlich über den Lebensmitteleinzelhandel. 

Das Nachhaltigkeitsmanagement bei HiPP hat die gesamte Lieferkette im Blick. Alle Geschäftsbereiche definieren im Hinblick darauf jährlich ihre Nachhaltigkeitsziele. Für die HiPP Einkaufsabteilung ist der nachhaltige Beschaffungsprozess ein essentieller Bestandteil der Geschäftsstrategie. Zur Steuerung der Lieferkette wird derzeit eine Audit-Management-Software integriert. Das System verknüpft chargenbezogen alle relevanten Kriterien im Hinblick auf Unternehmen, Rohstoffe, Qualität sowie nachhaltige und biodiversitätsfreundliche Erzeugung. Außerdem sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Nachhaltigkeits-Standards verbindlich für alle Lieferanten hinterlegt. Jede Rohstoffgruppe und die entsprechenden Lieferanten werden von einem oder mehreren HiPP-Experten betreut und umfassend beraten.

Wie nachhaltig sich HiPP beim Bezug seiner Rohstoffe verhält, belegt das Beispiel aus Costa Rica.

Für die herausragenden Leistungen in diesem Bereich erhielt HiPP bereits den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Nachhaltigster Einkauf“.

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Sinnack Backspezialitäten GmbH & Co.KG

Unser Produktangebot besteht im Wesentlichen aus Backwaren, die von uns in Bocholt und Droßdorf produziert werden. Die dazu notwendigen Zutaten sind Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Backmittel, Saaten, Butter und Gewürze. Die Wertschöpfungskette beginnt mit dem Rohstoffanbau, mit anschließender Weiterverarbeitung der Rohstoffe, z.B. zu Mehl. Anschließend werden die Zutaten zu Backwaren verarbeitet. Diese werden an unsere Handelskunden vertrieben. Schließlich erfolgt der Verzehr der Backwaren (Nutzungsphase) durch den Endkonsumenten.  

Unsere eigene Wertschöpfung besteht im Wesentlichen aus der Produktion von Backwaren mit unseren Mitarbeitern in unseren beiden Produktionsstätten in Deutschland. Die wesentlichen ökologischen Aspekte resultieren aus der energieintensiven Produktion, mit einem hohen Gas- und Stromeinsatz und den damit einhergehenden Treibhausgasemissionen.

Die bei uns in den Produktionsstätten anfallenden Teigabfälle und Brotreste werden an Dritte gegeben, die diese zu Futtermittel weiterverarbeiten. Die nicht verkauften Backwaren entsorgt der Lebensmittelhandel.  


Überprüfung der Produktion in eigenen Betrieben in Deutschland: Die Überprüfung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien in den Handlungsfeldern „Umwelt“ und „Mitarbeiter“ können wir selbst direkt vornehmen, da wir in unseren eigenen Betrieben mit unseren Mitarbeitern die Produkte herstellen. Die Produktion der Backwaren erfolgt nach strengen Umwelt- und Sozialstandards. Aushilfskräfte werden über Personaldienstleistungsunternehmen in geringem Maße (rund 6 % der Belegschaft) eingesetzt. Die Personaldienstleister werden von uns hinsichtlich der Einhaltung von sozialen Kriterien geprüft.  

Überprüfung der Lieferkette: Wir arbeiten mit einer überschaubaren Anzahl deutscher Lieferanten zusammen. Unser Qualitätsmanagement beinhaltet unter anderem die regelmäßige Bewertung unserer Lieferanten. Zu Beginn einer Geschäftsbeziehung und danach in Abständen von drei Jahren müssen unsere Lieferanten eine Selbstauskunft ausfüllen. Alle Lieferanten sind über die Unterzeichnung einer Qualitätssicherungsvereinbarung auf die Einhaltung der BSCI Kriterien verpflichtet.  

Der wesentlichste Rohstoff ist mit ca. 80 % Anteil am Wareneinsatz das Mehl. Durch den Bezug ausschließlich von deutschen Getreidemühlen, wobei das Mehl wiederum aus größtenteils deutschem Getreideanbau stammt, können wir die Umwelt- und Sozialverträglichkeit dieses Rohstoffes sehr gut beurteilen. Die übrigen Zutaten wie Butter oder Gewürze stammen zum Großteil aus Deutschland oder EU-Staaten wie Holland oder Skandinavien.  Die strengen deutschen und europäischen Sozial- und Umweltstandards gewährleisten die Umwelt- und Sozialverträglichkeit auf hohem Niveau. Nur für einen kleinen Teil von Backzutaten aus der globalen Lieferkette können wir noch nicht die sozialen und ökologischen Bedingungen beim Anbau und der Weiterverarbeitung überprüfen.  

Nutzungsphase: Wir sorgen für das Wohl der Endkonsumenten durch schmackhafte Backwaren und schützen ihre Gesundheit, indem wir nur beste Rohstoffe einsetzen und nach strengen nationalen und internationalen Standards sowie Lebensmittelverordnungen produzieren.

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Sparkasse Vorpommern

Die wesentliche Wertschöpfungskette der Sparkasse Vorpommern liegt in der Annahme und Verwaltung von Geldeinlagen, der Ausreichung von Krediten sowie der Versorgung der Bevölkerung mit Zahlungsverkehrsdienstleistungen. Unsere Produkte richten sich an Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Kommunen. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Privatpersonen die Teilnahme am Wirtschaftsleben und stellen Basis-Bankdienstleistungen für jedermann bereit. Jeder Kunde wird bei Bedarf von qualifizierten Mitarbeitern ganzheitlich beraten. In Beratungsgesprächen wird die Komplexität von Finanzprodukten erklärt, um den Kunden die Chance zu geben, Finanzprodukte nach ihren Bedürfnissen zu erhalten. Hierfür bilden wir unsere Mitarbeiter konsequent weiter.

Die Sparkasse wirkt an der Lösung ökologischer und sozialer Probleme in der Region mit. Im Kerngeschäft werden mittels des ganzheitlichen Beratungsansatzes Empfehlungen ausgesprochen, die allgemeine wirtschaftliche Risiken unserer Kunden verringern sollen (Sicherung der Altersvorsorge, Absicherung von Risiken, Vermeidung von Überschuldung). Dies gilt analog für unsere Angebote zur Information und Bildung in finanziellen Fragen. Übergreifend können wir auch durch unsere Förderansätze die Lösung ökologischer und sozialer Probleme unterstützen, beispielsweise durch finanzielle Förderungen der Tafeln im Geschäftsgebiet oder die Auslobung eines Preises im Bereich Klimaschutz. Indirekt können durch die Vergabe von Krediten Investitionen ermöglicht werden, die zur Problemlösung beitragen, z. B. für energetische Sanierungen von Gebäuden oder klimaeffizientere Fahrzeuge.

D
urch unseren regionalen Ansatz unterstützen wir die Wertschöpfung in der Region und verursachen keine ökologischen oder sozialen Probleme in anderen Teilen der Welt. Natürlich hat auch der von uns geförderte Bau von Eigenheimen sowohl positive Aspekte (Altersvorsorge, Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region, Generierung von Steuern) als auch negative (Flächenversiegelung, betriebsökologisch vergleichsweise weniger effiziente Wohnform). Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, z. B. im Bereich Energie, überwiegen jedoch die positiven Effekte.

Die wesentlichen, für unsere Wertschöpfung relevanten Lieferanten sind Unternehmen aus der Sparkassen-Finanzgruppe (DekaBank, Nord/LB, Deutscher Sparkassenverlag) und verfügen über eigene Nachweise im Bereich Nachhaltigkeit (Ethikrichtlinie, UN Global Compact). Weitere für unseren Betrieb notwendige Leistungen kaufen wir möglichst bei regionalen Unternehmen ein. In individuellen Verträgen, beispielsweise für Bauleistungen, vereinbaren wir dabei die Einhaltung der Mindestlohnstandards. Im Übrigen werden im regionalen Kontext höchste Standards bei Abfallentsorgung und Recycling eingehalten.

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe umfasst sowohl die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken (AFG) als auch die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen. Einzelne Schritte der Wertschöpfung der Produkte in den Segmenten Spirituose und AFG finden in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen bei Lieferanten statt. Hier werden die notwendigen Komponenten und Vorprodukte sowie Hilfsstoffe und Verpackungsmaterialien erzeugt. Ebenfalls außerhalb des Konzerns findet ein großer Teil der Energiegewinnung statt. Während der Herstellung der Fertigprodukte innerhalb der Systemgrenze der Berentzen-Gruppe, aber auch in den vorgelagerten Stufen, fallen verschiedene Abfälle sowie Emissionen an.
Sowohl innerhalb der eigenen Wertschöpfungsschritte als auch innerhalb vorgelagerter Wertschöpfungsstufen können verschiedene ökologische und soziale Probleme auftreten. Zu den größten potenziellen Problemen zählen Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen die ILO-Kernarbeitsnormen, Umweltverschmutzung und ein hohes Emissionsaufkommen. Hieraus können neben finanziellen Einbußen Sanktionen oder rechtliche Konsequenzen, Lieferengpässe und die Gefährdung von Handelsbeziehungen sowie ein Reputationsverlust drohen.
Die Berentzen-Gruppe analysiert und erfasst soziale und ökologische Probleme in der eigenen Wertschöpfungskette und leitet entsprechende Maßnahmen ein, um diese zu beseitigen. Durch Vertragsvereinbarungen und den Berentzen-Lieferantenkodex, der Mindeststandards für soziale und ökologische Themen enthält, werden die Lieferanten ebenfalls zur Einhaltung von Standards und der Beseitigung sozialer und ökologischer Probleme angehalten.  

Weitere Informationen ab S. 21 ff. im Nachhaltigkeitsbericht 2017 im Kapitel „Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette und im Unternehmensumfeld“, auf Seite 39 im Kapitel „Wertschöpfungskette Spirituose und AFG“ und Seite 37 ff. im Kapitel „Unsere ökologische Verantwortung“

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Sparkasse Coburg - Lichtenfels

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist fest verankert im regionalen Wirtschaftskreislauf. Die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Stufen der Wertschöpfungskette sind ihr bekannt, da sie als Finanzdienstleister den größten Teil ihrer Wertschöpfung selbst erbringt. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels setzt sich gemäß ihrem öffentlichen Auftrag für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft ein. Dafür arbeitet sie mit Kunden, Kommunen, Institutionen, Vereinen und Verbänden in der Region zusammen.

Mit ihrem Angebot an nachhaltigen Geldanlagen und Krediten trägt die Sparkasse indirekt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei.

Nachfolgend werden die Nachhaltigkeitsaspekte der Wertschöpfung der Sparkasse Coburg - Lichtenfels dargestellt:

Bankgeschäft  

Aktivgeschäft:
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels verwendet die Einlagen ihrer Kunden überwiegend für die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen, insbesondere im Wohnungsbau und Kommunen in der Region. Durch diese regionale Ausrichtung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit werden die Wirtschaftskreisläufe vor Ort gestärkt, wovon die Bürgerinnen und Bürger im Geschäftsgebiet langfristig profitieren. Durch den regionalen Bezug sind die Nachhaltigkeitsrisiken bei der Kreditvergabe geringer als im Branchendurchschnitt.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels vertreibt zusammen mit ihren Verbundpartnern auch nachhaltige Finanzprodukte, die den ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen einer wachsenden Gruppe von Kunden entsprechen und auch attraktive Perspektiven bieten. Die Kreditvergabe für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sowie für erneuerbare Energien wächst seit Jahren kontinuierlich (siehe Kriterium 10).

Passivgeschäft:
Der aktuelle Warenkorb der Berater der Sparkasse Coburg - Lichtenfels bietet Ansatzpunkte für eine kontinuierliche Erweiterung um zusätzliche nachhaltige Anlageprodukte. Das wurde im Rahmen des 2018 durchgeführten NachhaltigkeitsChecks festgestellt. Daher setzt die Sparkasse bei langfristigen Sparangeboten seit Anfang 2018 verstärkt auf die Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern. Das Angebot nachhaltiger Investmentfonds wird hauptsächlich von der DEKA bezogen und anhand folgender Tabelle (hier: Kundengeschäft) dokumentiert: 


Produktname Käufe 2018 Gesamtbestand per 31.12.2018
Anzahl* in € in €
Deka-Nachhaltigkeit Aktien 115 176.828 254.862
Deka-Nachhaltigkeit Renten 335 2.608 2.929.590
Deka-Nachhaltigkeit Balance 4 2.587.998 65.475
DekaSelect: Nachhaltigkeit 0  0 4.425
Deka-Stiftungen Balance 11 137.013 8.622.662
Deka-Stiftungen Balance - institut. Tranche  1 20.000 48.223
Deka-Kirchen Balance 0 0 0
LBBW Nachhaltigkeit Renten 2 1.657 7.608
LBBW Nachhaltigkeit Aktien 1 8.400 9.280
FOS Rendite und Nachhaltigkeit 0 0 101.820
Candriam Sustainable Medium 2 2.100 1.900
PB VP Nachhaltig 70  0 0 140.535
Swisscanto (CH) Equity Fund Sustainable AA 0 0 23.988
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable Emerging Markets 2 1.300 3.142
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced  2 2.256 9.577
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced (EUR) 2 10.440 47.014
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable AA  2 1.500 11.945
UBS (Lux) Equity Fund Global Sustainable Innovat.(EUR) 2 400 19.995
    2.952.500 12.302.041

* Einmalanlagen und Sparpläne ( Sparplan = Anzahl 1) ohne Ausschüttungswiederanlagen und Einlieferungen


Eigenanlage:
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels hat gemäß ihrer Risikostrategie die Zielsetzung hinsichtlich der Steuerung der Risiken, diese zu erkennen, zu messen und zu managen. Diese drei Stufen bauen aufeinander auf und es bedarf der jeweils vorgelagerten Stufe, um entsprechende Aktivitäten durchführen zu können. Das gilt auch für die Eigenanlagen der Sparkasse. Die Überprüfung der Strategie erfolgt einmal jährlich.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels versteht sich generell als Investor, der das Vermögen der Sparkasse unter Risiko-/Renditegesichtspunkten investiert, um daraus Erträge zu erzielen. Generell positioniert sich die Sparkasse insgesamt als risikoneutraler Investor. Sie strebt über die Verteilung der Risiken auf verschiedene Asset-Klassen einen möglichst hohen Grad an Diversifikation an.


Die Sparkasse hegt nicht den Anspruch, sämtliche Asset-Klassen selbst zu managen. In Abhängigkeit von:
  • Know-how,
  • Notwendiger technischer Ausstattung und
  • Notwendigen personellen Ressourcen
wird daher auch ein externes Management verschiedener Assets genutzt. Der externe Manager, die Bayern Invest, hat sich als Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortliches Investieren zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage verpflichtet.

Alle gehaltenen Assets, somit auch die im Direktbestand, werden jährlich im Rahmen des „imug Quick Check Treasury-Kompass Nachhaltigkeit“ geprüft und bewertet. Deren Nachhaltigkeitsfilter für Sparkassen-Eigenanlagen umfasst die Ausschlusskriterien Umwelt, Rüstung, ILO-Kernarbeitsnormen und Korruption (siehe Kriterium 10).

Im Rahmen des 2018 durchgeführten NachhaltigkeitsChecks wurde festgestellt, dass im Bereich Eigenanlagen bereits nachhaltige Überlegungen berücksichtigt werden (siehe oben).
2019 sollen die vielfältigen bestehenden nachhaltigen Ansätze und Maßnahmen in ein Gesamtkonzept mit Anlage- und Ausschlusskriterien überführt werden, welches vom Vorstand beschlossen wird.


Zudem hat die Sparkasse in den letzten Jahren Investitionen in einzelnen Schuldscheindarlehen und Anleihen („Green Investments“) getätigt, deren Darlehensbetrag bzw. Emissionsvolumen ausschließlich nach bestimmten Nachhaltigkeitskriterien verwendet werden darf.

Bankbetrieb

Im Bankbetrieb achtet die Sparkasse Coburg - Lichtenfels auf eine möglichst geringe Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen. Durch das 2015 durchgeführte Energieaudit liegen für die jeweiligen Verbräuche Zahlenreihen vor, die eine kontinuierliche Reduzierung belegen (siehe Kriterium 12).

Um Nachhaltigkeit dauerhaft in die Entscheidungsprozesse der Sparkasse zu integrieren, hat der Vorstand beschlossen, dass grundsätzlich in allen allgemeinen Beschlüssen ab 2019 Ausführungen zum Thema Nachhaltigkeit gemacht werden müssen. Hierbei geht es um die Frage, wie und in welchem Umfang der zu beschließende Sachverhalt zur Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele beiträgt.

Einkauf und Beschaffung:
Ethisches Verhalten und Nachhaltigkeit im Sinne von rechtlicher, ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung sind wesentliche Bestandteile des Geschäftsmodells der Sparkassen. Dazu gehören auch langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften und das gesetzeskonforme Verhalten der Lieferanten und Dienstleister.

Der Vorstand der Sparkasse Coburg - Lichtenfels hat 2018 beschlossen, eine „Vereinbarung zur Nachhaltigkeit zwischen der Sparkasse Coburg - Lichtenfels und ihren Lieferanten und Dienstleistern“ einzuführen. Bei dieser Vereinbarung handelt es sich um einen ersten Schritt, direkte „Zulieferer“ für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und einen Dialog hierüber anzustoßen. Gemeinsame Werte werden als Grundlage für eine Zusammenarbeit definiert. Diese Werte orientieren sich an gängigen Normen, wie dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO, International Labour Organization) und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Normen sind ein Minimalkonsens von Werten, die im Rahmen einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit gelten. Sämtliche Lieferanten und Dienstleister sind verpflichtet, diese zu unterzeichnen.

Der Einkauf von Produkten bzw. Verbrauchsmaterialien und die Vergabe von Dienstleistungen erfolgt vorrangig innerhalb des Geschäftsgebietes.

Folgende Maßnahmen wurden bisher umgesetzt:

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels achtet beim Einkauf von Büromaterialien vorrangig auf wirtschaftliche Aspekte. Ökologische Gesichtspunkte werden aber in den letzten Jahren zunehmend berücksichtigt. Deshalb arbeitet die Sparkasse mit einem Dienstleister zusammen, der auf diese Vorgaben achtet. Ökologische Zertifikate wie FSC, Green Range und EU Ecolabel finden beim Einkauf von Papier bereits Anwendung.

Gemäß IT-Strategie der Sparkasse werden ökologische Gesichtspunkte beim Einkauf von IT-Produkten bereits umgesetzt und Produkte mit dem „Green IT“-Label angeschafft. Das hat bereits zu positiven Auswirkungen wie der Senkung des Stromverbrauchs und der Reduzierung von Recyclingkosten geführt.

Mit ihren wichtigsten Lieferanten steht die Sparkasse regelmäßig im Austausch, um Ansätze für Verbessserungen zu ermitteln.

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