Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

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Die Wertschöpfungskette reicht von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung bzw. Ende des Services. Während Teile dieser Wertschöpfung innerhalb Ihres Unternehmens stattfinden, liegen andere Teile außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Ihres Unternehmens. Hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf die Wertschöpfungskette im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einzuwirken, kann einerseits neue Chancen eröffnen (z.B. in der Produktentwicklung) und andererseits Risiken vorbeugen. Öffentliche Reaktionen auf Skandale in der Lieferkette haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette auch dem Ruf von Unternehmen schaden.

Was ist zu beachten?
Auch wenn es nur wenige Stufen zur Erstellung Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen bedarf, die Sie womöglich hauptsächlich selbst und ausschließlich in Deutschland erbringen, bitten wir Sie, die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens möglichst konkret darzustellen. Denken Sie dabei auch an zugekaufte Grundstoffe, Produkte und Dienstleistungen wie z.B. IT, Büromaterialien oder einen ausgelagerten Kundenservice.
Mit der Beschreibung Ihrer Wertschöpfungskette legen Sie die Grundlage für den Inhalt nachfolgender Kriterien. Beschreiben Sie den Prozess Ihrer Leistungserstellung im Zweifelsfall also lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Insbesondere Kriterium 10 zu Innovations- und Produktmanagement bezieht sich auf Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette, um die negativen Auswirkungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verringern und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Stellen Sie in Ihrer Beschreibung möglichst den Bezug zum Kerngeschäft her, also zu den Geschäftsfeldern, welche die wesentlichen Werttreiber Ihres Unternehmens sind.

Bitte beachten Sie bei der Beschreibung der Kommunikation Ihres Unternehmens über Probleme entlang der Wertschöpfungskette mit zuliefernden Betrieben, Dienstleistungsunternehmen oder anderen Geschäftspartner/-innen, dass die Beantwortung dieser Frage je nach Branche und Größe Ihres Unternehmens unterschiedlich ausfallen kann. Ein regelmäßiges offenes Gespräch kann ebenso als Antwort dienen wie der eher formalisierte Austausch mittels Verpflichtungserklärungen („Code of Conduct“) und Auditierungsverfahren.
 
Aspekt 1:
Beschreiben Sie, welche Stufen Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette durchlaufen (z. B. vom Rohstoffeinkauf bis zum Leistungszeitpunkt bzw. Recycling).

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die dargestellten Wertschöpfungsstufen von Bedeutung sind. Erläutern Sie auch, bis zu welcher Tiefe der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob die jeweiligen sozialen und ökologischen Probleme bekannt sind, die auf den einzelnen Stufen auftreten, und wie diese Probleme angegangen werden.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartner/-innen über die genannten Probleme kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Welche dieser Aspekte besonders wichtig für Unternehmen in Ihrer Wertschöpfungskette sind, kann sich von den Aspekten unterscheiden, die Sie für Ihr eigenes Unternehmen als wesentlich identifiziert haben.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe, eingekaufte Dienstleistungen und deren Vorstufen, als auch die Nutzer Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling oder Effekte der Serviceleistung. Eine Wertschöpfungskette kann z.B. folgende Stufen enthalten: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte.
Nachhaltigkeitskriterien sind von Ihrem Unternehmen (möglicherweise anhand von Nachhaltigkeitsstandards) festgelegte Vorgaben, die Geschäftspartner/-innen und deren Subunternehmen erfüllen müssen, um mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

Commerzbank AG

Die Lieferkette der Commerzbank betrifft im wesentlichen die Beschaffung von Infrastruktur zur Datenverarbeitung (unter anderem Netzwerktechnik, Rechenzentrum, Telekommunikation), Marktdaten, Service-Dienstleistungen (etwa Beratung, externe Personalleistung, Mobilitätsdienstleistungen) sowie Gebäude, Logistik und Versicherung (z.B. Bauleistungen, Gebäudebetrieb, Banktechnik). Die Einkaufsrichtlinie beinhaltet Ethikrichtlinien, die unter anderem die Einhaltung von Menschenrechten für alle Beschaffungsvorgänge verbindlich vorschreiben. Der dazugehörige Standard für eine nachhaltige Beschaffung gibt Anforderungen an die Umwelt-, Klima- und Gesundheitsverträglichkeit vor. Zusätzlich verlangt der Standard, dass sich unsere Lieferanten und Dienstleister zur Einhaltung von Prinzipien guter Unternehmensführung (Governance) verpflichten. Diese sind Gegenstand jährlich stattfindender Lieferantengespräche.

Bei der Wertschöpfung im Kerngeschäft - beispielsweise bei der Kreditvergabe - finden Nachhaltigkeitskriterien insbesondere im Reputationsrisiko-Management Beachtung. Die Abteilung recherchiert intensiv zu Geschäften und Geschäftsbeziehungen, die sozial, ethisch und ökologisch sensible Themenfelder betreffen, und versieht sie mit einer differenzierten Bewertung. Diese kann bis zur Ablehnung des Geschäfts beziehungsweise bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung führen. Im Geschäftsjahr 2017 bewertete die Abteilung rund 6.000 Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen. Daneben entwickelt und vertreibt die Commerzbank Produkte mit ökologischen oder sozialen Nutzen (s. 2. Wesentlichkeit: Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung).

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FD Textil GmbH

Die im Kriterium 2 genannten Nachhaltigkeitsaspekte sind für unsere Wertschöpfung relevant.

 

Die Wertschöpfungskette:

Unser Produktangebot besteht im Wesentlichen aus Textilien, die von uns in Düsseldorf bedruckt werden. Die Wertschöpfungskette der bezogenen Textilien ist global verteilt, beginnend mit der Rohstofferzeugung, der Faserproduktion, der Weiterverarbeitung in Webereien und Nähereien, Textilveredelung, Bedrucken, Vertrieb/Handel, Nutzungsphase, bis hin zur Recycling-/Entsorgungsphase.


Veredelung im eigenen Betrieb in Düsseldorf:

Die Überprüfung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien in den Handlungsfeldern „Umwelt“ und „Mitarbeiter“ können wir in unserem Betrieb in Düsseldorf direkt vornehmen, da wir in unserem eigenen Betrieb mit unseren eigenen Mitarbeitern die Produkte bedrucken bzw. veredeln.

 

Die Überprüfung im Handlungsfeld „Lieferanten/Lieferkette“ stellt die größte Herausforderung dar:

Wir beziehen unsere Ware von einer kleinen Anzahl deutscher Lieferanten aus dem Bereich Textil-Großhandel.
Ca. 80 % der von uns über Großhändler bezogenen Materialien sind Textilien, deren Herstellung in Schwellen-/Entwicklungsländern mit Risiken für Mensch und Natur einhergehen könnten.

Einige unserer Lieferanten nutzen für einen kleinen Teil der angebotenen Produkte Textil-Gütesiegel.

 

Fallweise kommunizieren wir gegenüber unseren Lieferanten die sozialen und ökologischen Probleme in der Wertschöpfungskette von Textilien. So haben wir in der Vergangenheit Anfragen für Sonderproduktionen abgelehnt, die nicht bei uns, sondern bei Herstellern in Drittländern gefertigt worden wären und wir hohe Risiken hinsichtlich der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit vermuteten.

 

Während der Nutzungsphase:

Wir achten auf hohe Qualität und Langlebigkeit, für eine lange Nutzungsphase durch den Endkonsumenten: Für Drucke auf Arbeitsbekleidung bieten wir auch kochfeste Transfers an. Diese gehen auch bei härtester Waschgangart nicht kaputt.

 

Wir sorgen für das Wohl unserer Kunden und schützen ihre Gesundheit während der Nutzungsphase unserer Produkte: Wir verwenden nur unbedenkliche Stoffe, die ungefährlich für die Gesundheit unsere Kunden sind.

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INTER Versicherungsgruppe

4.1. Beschreibung der Wertschöpfungskette
Der größte Teil der Wertschöpfungskette wird von der INTER Versicherungsgruppe selbst erbracht, wodurch wir einen großen Überblick über Wertschöpfungskette und -tiefe haben. Nachhaltigkeitskriterien des Kerngeschäfts von der Beratung über die Produktentwicklung bis zur Kapitalanlage gehen in diese Prozesse ein. Zum Berichtszeitpunkt 2017 fand eine systematische Prüfung der Wertschöpfungskette jedoch noch nicht statt. 

Bei einer Versicherung beginnt die Wertschöpfungskette klassischerweise bei der Produktentwicklung und vollzieht sich über den Vertrieb, die Zeichnungspolitik (transparente Kundenkommunikation, -beratung und -information etc.), die Schadensregulierung bis hin zu etwaigen Rückversicherungen. Daneben laufen Prozesse im Einkauf (Werbeartikel, Papier etc.) sowie in der Unternehmens- und Personalorganisation (Mitarbeiterführung und Vergütung), die teilweise auf externe Partner zurückgreifen müssen. Hier bestehen die größten Risiken bei nicht-nachhaltigen Produkten bzw. Anbietern. Eine transparente und faire Beratung durch unabhängige Vermittler (wie Makler etc.) und unsere Vertriebspartner wird durch die Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) sichergestellt. Für den Kunden ist so gewährleistet, dass ihm nur passende Produkte angeboten werden. Deshalb lassen wir verstärkt auch Umwelt- oder soziale Aspekte in die Kundenberatung einfließen. 

Gerade der Unternehmenswert „Fairness“ in der Kundenbeziehung zahlt sich im positiven Sinne für die INTER Versicherungsgruppe aus. Die INTER Kranken wurde 2017 als „Fairer privater Krankenversicherer“ durch die ServiceValue GmbH im Auftrag von Focus Money prämiert. Die ausgezeichneten privaten Krankenversicherer schnitten in allen fünf Kategorien mindestens „gut“ ab: faires Produktangebot, faire Kundenberatung, faire Leistungsabwicklung, faires Preis-Leistungs-Verhältnis sowie faire Kundenkommunikation. Als Grundlage der Studie wurden 2.100 Kunden befragt. Das Deutsche Institut für Service Qualität (DISQ) und der Nachrichtensender n-tv zeichneten zudem die Bausparkasse Mainz als fairste Bausparkasse Deutschlands aus. Hierbei belegte die BKM in den Kategorien Zuverlässigkeit, Transparenz und Preis-Leistungsverhältnis jeweils den ersten Platz. Die BKM wurde bereits mehrfach für ihre Produkt- und Servicepolitik ausgezeichnet.

Die Langfristigkeit unserer geschäftlichen Beziehungen mit Kunden, Partnern, deren Reputation sowie die sorgfältige vorherige Überprüfung sicherten uns bisher ein solides und nachhaltiges Wirtschaften. Dies betrifft auch Bereiche fernab unseres Produktgeschäfts: Etwa beziehen wir unseren Fisch und unsere Meeresfrüchte für das Betriebsrestaurant nur aus zertifizierten Fanggebieten und verwenden in der Direktion FSC- und PEFC-zertifiziertes Papier.

4.2. Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung und Tiefe der Nachhaltigkeitsberücksichtigung
Auch im Jahr 2017 stand die Sicherheit der Anlagen im Vordergrund der Kapitalanlagestrategie. So gewährleisten wir auch weiterhin die Einhaltung unserer Verpflichtung gegenüber dem Gesetzgeber, im Interesse der Kunden unsere gesamten Vermögenswerte nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht anzulegen sowie die Ziele der Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität einzuhalten (§124 Versicherungsaufsichtsgesetz). Neu- bzw. Wiederanlagen wurden daher schwerpunktmäßig in lang laufende gedeckte Zinsanlagen mit zum Teil bester Bonität getätigt. Die durchschnittliche Ratingqualität des Zinsanlagenbestandes liegt auf Basis externer Ratings mit A+ und auf Basis interner Ratings mit A+ (gemäß Moody’s WARF) auf einem hohen Niveau. Aufgrund der Langfristigkeit unserer Anlagen, welche im Kerngeschäft von Versicherungen begründet ist, ist die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit wesentlicher Bestandteil unserer Kapitalanlagen. Da das Risiko, nicht-nachhaltige Kapitalanlagen zu unterstützen, besteht, überprüfen wir die Kapitalanlagegesellschaften und die Produkte, mit denen wir arbeiten, sorgfältig. Dies bezieht sich auf unsere Lieferanten in der Wertschöpfungstiefe, Ebene II. Wir garantieren, dass wir nur selbst oder mit direkten Lieferanten Geschäftsbeziehungen unterhalten, die wir im Rahmen der CSR-Berichterstattung auf ihre Nachhaltigkeitsaspekte überprüfen.

Nachhaltigkeit wird bei den von uns investierten Fonds berücksichtigt. Die Prüfung der Corporate Governance-Strukturen der jeweiligen Zielfondsmanager ist wichtiger Bestandteil ihrer Due Diligence. Die jeweilige ESG-Policy ist bei allen Investment Managern im Investmentprozess bzw. Risikomanagementprozess verankert. Dabei werden wesentliche ESG-Risikofaktoren berücksichtigt und der Bewertung unterzogen. ESG-Aspekte sind damit ein wesentlicher Bestandteil des Investmentanalyse- und Entscheidungsprozesses und unsere Partner weisen keine ESG-kritischen Investments auf. Uns ist nicht bekannt, dass es in der Vergangenheit im Hinblick auf die Einhaltung relevanter Industrie-Codes oder -Policies Verstöße gab. 

Eine hohe Zufriedenheit unserer Kunden mit den Produkten und Serviceleistungen der INTER Versicherungsgruppe ist unser Ziel. Wir sind überzeugt, dass wir aus den Beschwerden einzelner Kunden viel über die Bedürfnisse unserer gesamten Kundschaft erfahren können, um unser Handeln hieran auszurichten. Deshalb eröffnen wir unzufriedenen Kunden einfache Möglichkeiten, Lob oder Beschwerde loszuwerden, beispielsweise auf www.inter.de. Beschwerden werden zentral durch ein spezialisiertes Team für unsere Kunden geprüft. Im Übrigen erfolgt die Beschwerdebearbeitung in unseren kundenorientierten Fachbereichen nach festgelegten Qualitätsstandards. Inhaltlich lautet unser Anspruch, die Sichtweise des Kunden zu verstehen. So können wir eine angemessene Lösung entwickeln, welche die Situation des einzelnen Kunden berücksichtigt und zugleich mit den Interessen der Versichertengemeinschaft in Einklang steht. Das Beschwerdeaufkommen wird in einer speziellen IT-Anwendung erfasst und fortlaufend analysiert. Damit ist gewährleistet, dass wiederholt auftretende oder systematische Probleme sowie potentielle Risiken unverzüglich festgestellt und behoben werden können. Leitlinien zur Beschwerdeerkennung, -erfassung, -bearbeitung und -analyse definieren und sichern unternehmensweit einheitlich hohe Qualitätsstandards. Die Einhaltung der Leitlinien gewährleistet die Beschwerdemanagementfunktion. In Mitarbeiterbefragungen erzielte die Frage, ob Kundenbeschwerden im Unternehmen ernst genommen werden, wiederholt höchste Zustimmungswerte. Sehr gute Teilbewertungen erzielte das INTER-Beschwerdemanagement-System in den veröffentlichten Unternehmensratings der Ratingagentur ASSEKURATA. Die durch Kundenbefragungen belegte, wachsende Zufriedenheit unserer Kunden mit den Produkten und Serviceleistungen der INTER Versicherungsgruppe bestätigt die Wirksamkeit unseres INTER-Beschwerdemanagement-Systems. Falls es doch einmal zu Unstimmigkeiten mit Kunden kommt, greifen wir als Versicherer auf Streitschlichtungsverfahren zurück. So bietet z. B. die Institution des Ombudsmanns der PKV (Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.) die Möglichkeit, Meinungsverschiedenheiten einvernehmlich ohne ein Gerichtsverfahren zu schlichten. Der Ombudsmann soll in jedem Stadium des Verfahrens zwischen den Beteiligten vermitteln und eine Versöhnung erreichen. Die Unternehmen der INTER Versicherungsgruppe haben sich zur Teilnahme an folgenden Streitschlichtungsverfahren verpflichtet: INTER Kranken: Ombudsmann Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.; INTER Leben und INTER Allgemeine: Versicherungsombudsmann e.V. Für Verbraucher, die den Versicherungsvertrag auf elektronischem Weg abgeschlossen haben, steht die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung zur Verfügung.

4.3. Ökologische und soziale Probleme im Wertschöpfungsprozess
Die INTER Versicherungsgruppe kommt auch als Versicherungsunternehmen mit ökologischen und sozialen Fragen in Berührung. Beispielsweise optimieren wir derzeit unser Ressourcenmanagement, z. B. den Verbrauch von Papier, Verpackungs- und Werbematerial. In der betriebseigenen INTER Akademie bilden wir unsere Vermittler selbst aus bzw. weiter. Die INTER ist darüber hinaus dem GDV-Verhaltenskodex und dem GDV-Datenschutzkodex beigetreten. Damit geben wir unseren Vertriebspartnern nicht nur eine Anleitung zum integren Handeln, sondern stellen auch eine hohe Beratungsqualität sicher. Im Produktbereich verpflichtet sich die INTER zu verantwortungsvollen Investitionen, die neben der Sicherheit und Rendite also auch ethische Werte berücksichtigen. Die INTER hat sich daher zum Ziel gesetzt, bei der Produktentwicklung soziale Leistungsbestandteile einzubeziehen, die bedarfsorientiert und kalkulatorisch sinnvoll sein müssen. Mindestens eine nachhaltige Kapitalanlage soll dementsprechend für INTER MeinLeben® angeboten werden.

Die grundsätzliche Ausrichtung der Kapitalanlagen ist entsprechend der Unternehmensleitlinie auf Sicherheit und Langfristigkeit abgestellt. Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften wird durch ein qualifiziertes Kapitalanlagemanagement, eine perspektivische Kapitalanlagepolitik und organisatorische Maßnahmen, wie die klare Trennung von Portfoliomanagement, Abwicklung und Risikocontrolling, sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden strikt nach den dafür geltenden besonderen Bestimmungen behandelt und stehen unter ständiger Beobachtung. 

Die Wertpapiereigenanlagen des Bereichs Bausparen erfolgen ebenfalls auf Basis einer internen Kapitalanlagerichtlinie, die den Rahmen des möglichen Anlagespektrums aufgrund der Vorgabe von Mindestratings, internen Limits und externen Bonitätsprüfungen beschränkt. Die Bausparkasse Mainz hat daneben den freiwilligen Verhaltenskodex zwischen den europäischen kreditwirtschaftlichen Verbänden und den europäischen Verbraucherorganisationen für die Vergabe von wohnwirtschaftlichen Krediten unterzeichnet. Ziel dieses Kodex ist die umfassende Information der Verbraucher über alle angebotenen wohnwirtschaftlichen Kredite.

4.4. Kommunikation mit Lieferanten und Geschäftspartnern
Die Kommunikation mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern erfolgt transparent über den jeweiligen Fachbereich. Die INTER unterhält ein Netz aus über 300 Vertriebspartnern in der Ausschließlichkeit, die vom internen Vertriebsmanagement der INTER betreut werden. Zusätzlich gibt es den INTER-Maklervertrieb, der Kontakt z. B. zu den Makler-Pools und den ungebundenen Vermittlern unterhält. 

Wir pflegen den persönlichen Kontakt zu den unabhängigen Vermittlern vor Ort. Darüber hinaus stehen weitere Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise das INTER MaklerNet. Dort finden unabhängige Vermittler Vertriebsmaterialien, News-Service sowie personalisierte Zugangsmöglichkeiten. Um den Informationsaustausch schnell und nachhaltig zu gestalten, bietet die INTER Online-Abschlüsse sowie die INTER Makler App an. Die INTER veranstaltet zudem Webinare und Roadshows, wobei die Teilnehmer für den Schulungsteil Weiterbildungspunkte erhalten können. Die Teilnahme an der Roadshow ist selbstverständlich kostenfrei. Daher ist die INTER auch Teil der Initiative „gut beraten“ – Weiterbildung (WB) der Versicherungsvermittler in Deutschland. 

Alle Vertriebspartner in der Ausschließlichkeit haben zusätzlich die Möglichkeit, über die INTER-Werbebox auf sämtliche Werbemaßnahmen zuzugreifen. Diese können durch die Vertriebspartner online individualisiert, geschaltet und per Mausklick bestellt werden. Ziel der INTER-Werbebox ist zum einen ein durchweg einheitliches Erscheinungsbild in den Werbemaßnahmen. Zum anderen können Aktionen wie Mailings nun einfach, rechtssicher und schnell umgesetzt werden. 

 

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HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Stichpunktartig dient das Beikost-Gläschen „Reine Früh-Karotten“ als Beispiel für die Wertschöpfungskette eines HiPP-Produkts in Bio-Qualität:
Boden- und Saatgutkontrollen - Anbau von Bio-Früh-Karotten auf einwandfreiem Acker - Lieferung des Bio-Gemüse ins Werk nach Pfaffenhofen -  Analyse von Musterproben - Analyse ohne Beanstandung: Lieferung darf in der Produktion verarbeitet werden - Nach dem Garen wird der Bio-Gemüsebrei abgefüllt und haltbar gemacht - Jedes Gläschen erhält am Deckelrand eine fortlaufende Nummer, mit Hilfe derer alle Inhaltsstoffe bis aufs Feld zurückverfolgt werden können - Verpackung der Gläschen und Transport zum Logistikzentrum - Zum Endverbraucher gelangt das Bio-Früh-Karotten-Gläschen hauptsächlich über den Lebensmitteleinzelhandel. 

Das Nachhaltigkeitsmanagement bei HiPP hat die gesamte Lieferkette im Blick. Alle Geschäftsbereiche definieren im Hinblick darauf jährlich ihre Nachhaltigkeitsziele. Für die HiPP Einkaufsabteilung ist der nachhaltige Beschaffungsprozess ein essentieller Bestandteil der Geschäftsstrategie. Zur Steuerung der Lieferkette wird derzeit eine Audit-Management-Software integriert. Das System verknüpft chargenbezogen alle relevanten Kriterien im Hinblick auf Unternehmen, Rohstoffe, Qualität sowie nachhaltige und biodiversitätsfreundliche Erzeugung. Außerdem sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Nachhaltigkeits-Standards verbindlich für alle Lieferanten hinterlegt. Jede Rohstoffgruppe und die entsprechenden Lieferanten werden von einem oder mehreren HiPP-Experten betreut und umfassend beraten.

Wie nachhaltig sich HiPP beim Bezug seiner Rohstoffe verhält, belegt das Beispiel aus Costa Rica.

Für die herausragenden Leistungen in diesem Bereich erhielt HiPP bereits den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Nachhaltigster Einkauf“.

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe umfasst sowohl die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken (AFG) als auch die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen. Einzelne Schritte der Wertschöpfung der Produkte in den Segmenten Spirituose und AFG finden in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen bei Lieferanten statt. Hier werden die notwendigen Komponenten und Vorprodukte sowie Hilfsstoffe und Verpackungsmaterialien erzeugt. Ebenfalls außerhalb des Konzerns findet ein großer Teil der Energiegewinnung statt. Während der Herstellung der Fertigprodukte innerhalb der Systemgrenze der Berentzen-Gruppe, aber auch in den vorgelagerten Stufen, fallen verschiedene Abfälle sowie Emissionen an.
Sowohl innerhalb der eigenen Wertschöpfungsschritte als auch innerhalb vorgelagerter Wertschöpfungsstufen können verschiedene ökologische und soziale Probleme auftreten. Zu den größten potenziellen Problemen zählen Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen die ILO-Kernarbeitsnormen, Umweltverschmutzung und ein hohes Emissionsaufkommen. Hieraus können neben finanziellen Einbußen Sanktionen oder rechtliche Konsequenzen, Lieferengpässe und die Gefährdung von Handelsbeziehungen sowie ein Reputationsverlust drohen.
Die Berentzen-Gruppe analysiert und erfasst soziale und ökologische Probleme in der eigenen Wertschöpfungskette und leitet entsprechende Maßnahmen ein, um diese zu beseitigen. Durch Vertragsvereinbarungen und den Berentzen-Lieferantenkodex, der Mindeststandards für soziale und ökologische Themen enthält, werden die Lieferanten ebenfalls zur Einhaltung von Standards und der Beseitigung sozialer und ökologischer Probleme angehalten.  

Weitere Informationen ab S. 21 ff. im Nachhaltigkeitsbericht 2017 im Kapitel „Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette und im Unternehmensumfeld“, auf Seite 39 im Kapitel „Wertschöpfungskette Spirituose und AFG“ und Seite 37 ff. im Kapitel „Unsere ökologische Verantwortung“

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