Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

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Die Wertschöpfungskette reicht von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung bzw. Ende des Services. Während Teile dieser Wertschöpfung innerhalb Ihres Unternehmens stattfinden, liegen andere Teile außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Ihres Unternehmens. Hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf die Wertschöpfungskette im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einzuwirken, kann einerseits neue Chancen eröffnen (z.B. in der Produktentwicklung) und andererseits Risiken vorbeugen. Öffentliche Reaktionen auf Skandale in der Lieferkette haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette auch dem Ruf von Unternehmen schaden.

Was ist zu beachten?
Auch wenn es nur wenige Stufen zur Erstellung Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen bedarf, die Sie womöglich hauptsächlich selbst und ausschließlich in Deutschland erbringen, bitten wir Sie, die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens möglichst konkret darzustellen. Denken Sie dabei auch an zugekaufte Grundstoffe, Produkte und Dienstleistungen wie z.B. IT, Büromaterialien oder einen ausgelagerten Kundenservice.
Mit der Beschreibung Ihrer Wertschöpfungskette legen Sie die Grundlage für den Inhalt nachfolgender Kriterien. Beschreiben Sie den Prozess Ihrer Leistungserstellung im Zweifelsfall also lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Insbesondere Kriterium 10 zu Innovations- und Produktmanagement bezieht sich auf Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette, um die negativen Auswirkungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verringern und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Stellen Sie in Ihrer Beschreibung möglichst den Bezug zum Kerngeschäft her, also zu den Geschäftsfeldern, welche die wesentlichen Werttreiber Ihres Unternehmens sind.

Bitte beachten Sie bei der Beschreibung der Kommunikation Ihres Unternehmens über Probleme entlang der Wertschöpfungskette mit zuliefernden Betrieben, Dienstleistungsunternehmen oder anderen Geschäftspartner/-innen, dass die Beantwortung dieser Frage je nach Branche und Größe Ihres Unternehmens unterschiedlich ausfallen kann. Ein regelmäßiges offenes Gespräch kann ebenso als Antwort dienen wie der eher formalisierte Austausch mittels Verpflichtungserklärungen („Code of Conduct“) und Auditierungsverfahren.
 
Aspekt 1:
Beschreiben Sie, welche Stufen Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette durchlaufen (z. B. vom Rohstoffeinkauf bis zum Leistungszeitpunkt bzw. Recycling).

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die dargestellten Wertschöpfungsstufen von Bedeutung sind. Erläutern Sie auch, bis zu welcher Tiefe der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob die jeweiligen sozialen und ökologischen Probleme bekannt sind, die auf den einzelnen Stufen auftreten, und wie diese Probleme angegangen werden.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartnerinnen und -partnern über die genannten Probleme kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Welche dieser Aspekte besonders wichtig für Unternehmen in Ihrer Wertschöpfungskette sind, kann sich von den Aspekten unterscheiden, die Sie für Ihr eigenes Unternehmen als wesentlich identifiziert haben.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe, eingekaufte Dienstleistungen und deren Vorstufen, als auch die Nutzer Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling oder Effekte der Serviceleistung. Eine Wertschöpfungskette kann z.B. folgende Stufen enthalten: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte.
Nachhaltigkeitskriterien sind von Ihrem Unternehmen (möglicherweise anhand von Nachhaltigkeitsstandards) festgelegte Vorgaben, die Geschäftspartner/-innen und deren Subunternehmen erfüllen müssen, um mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

NOZ MEDIEN / mh:n MEDIEN

Die Wertschöpfungskette am Beispiel der Druckereien    

Die Darstellung der Wertschöpfungskette erfolgt am Beispiel der Druckereien der Mediengruppe (NOZ Druckzentrum, A. Beig Druckerei Pinneberg, Prima Rotationsdruck Wittenburg und das Druckzen­trum Büdelsdorf).
Die entsprechenden Verbräuche sind in den Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 und 12 abge­bildet. Beleuchtet werden insbesondere ausgewählte Aspekte in den Bereichen Druck und Entsorgung (in ei­ni­gen Punkten finden spezifische Angaben der einzelnen Druckereien Berücksichtigung). 

Druck  

Papier  

In den Druckereien werden Papiere verdruckt, die zu etwa 80 Prozent aus Altpapier hergestellt sind. Es werden ausschließlich zertifizierte Papiere verwendet (FSC oder Blauer Engel). Das darüber hinaus für die Produktion des Zellstoffes erforderliche Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, die FSC- bzw. PEFC-zertifiziert sind.  

Des Weiteren führen die geringeren Auflagen durch veränderte Kundenpräferenzen zu einem redu­zierten Papierverbrauch (vgl. u. a. Kriterium 2).  

NOZ Druckzentrum: Die Makulatur-Quote konnte durch den Einsatz modernster Steuerungs- und Regeltechnik – wie beispielsweise vollautomatische Farb- und Wassersteuerung oder neuste Software­technologien für die Aufbereitung der Druckdaten und ständig wiederkehrende Optimierungsprozesse – erheblich gesenkt werden. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird diese Farbregelung ab 2020 auch im Druckzentrum Büdelsdorf eingesetzt.  

Farbe  

90 Prozent der Druckerfarben bestehen aus pflanzlichen Rohstoffen. Die Rohmaterialien müssen den Vorgaben der REACH-Verordnung entsprechen. Die Produktion der Druckfarben erfolgt in geschlosse­nen Systemen, um Emissionen zu vermeiden. Farbkanister wurden durch Farbtanks ersetzt, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft ausgetauscht werden können.  

NOZ Druckzentrum: Der logistisch optimierte Transport der Farbe zur Druckerei erfolgt per LKW in Groß­containern. In der Druckerei werden für die Schwarzfarbe Großtanks mit einem Volumen von zehn Tonnen eingesetzt, um die Transporthäufigkeit zu minimieren.  
Seit 2016 wird die Farbe vollautomatisch über ein elektronisches Farbregelsystem gesteuert, was einen geringeren Farbverbrauch und optimale Druckerzeugnisse zur Folge hat.  

Wasser

Das Wasser wird in Osmose-Anlagen aufbereitet. Die gleichbleibende Wasserqualität gewährleistet stabile Produktionsprozesse. Modernste Techniken beim Druckvorgang sorgen dafür, dass die Wasserverbräuche gering gehalten werden.

Waschmittel  

NOZ Druckzentrum: Eine Kombination aus mehreren Absetztanks und Filtrationseinheiten gewährleistet, dass etwa 90 Prozent des zum Reinigen der Druckplatten und Druckwalzen verwendeten Waschmittels recycelt werden kann.  

Strom  

Neue Techniken in der Rotation und im Versand sorgen für hohe Energieeinsparungen und eine Reduzierung der bezogenen Strommenge.  

NOZ Druckzentrum: Die im Jahr 2016 installierte Fotovoltaik-Anlage wurde mit dem Ziel errichtet, die Grundlast des Druck- und Logistikzentrums zu decken. Bei der Grundlast handelt es sich um den Energiebedarf, der zur Bewirtschaftung der Gebäude notwendig ist (Klima- und Lüftungstechnik, die Beleuchtung und den Stand-by-Betrieb von Geräten und Maschinen).  

Druckzentrum Büdelsdorf: Seit Anfang 2019 wird der Druckstandort sukzessive auf energiesparende LED-Beleuchtung umgebaut (beginnend mit den großen Hallen). In der Folge werden die Leuchtmittel kontinuierlich – in Abhängigkeit von der Lebensdauer – nachgerüstet.  

A. Beig Druckerei: Im Jahr 2018 konnten infolge von Investitionsmaßnahmen drei Versandanlagen durch eine Anlage ersetzt werden.

Entsorgung  

Druckplatten  

Die Druckplatten bestehen aus Aluminium und können zu 100 Prozent recycelt werden.  

Papier  

Bei dem Papier handelt es sich um bedrucktes und unbedrucktes Zeitungspapier, das beim Andruck und Wiederandruck der Zeitung sowie nach Ausgabenwechsel und Störungen etc. anfällt. Dieses Papier wird recycelt und kann vollständig zur Herstellung von Zeitungspapier wiederverwendet werden. 

Farbreste und Druckchemikalien  

Alle für die Zeitungsproduktion eingesetzten Stoffe werden nach der Produktion im Sinne der Kreislaufwirtschaft wiederverwertet oder fachgerecht entsorgt. Dies gilt im besonderen Maße für die kennzeichnungspflichtigen Stoffe, deren ordnungsmäßige Entsorgung nachgewiesen werden muss. Grundsätzlich wird darauf geachtet, möglichst umweltschonende Materialien einzusetzen. Darüber hinaus wird ständig nach technischen Möglichkeiten geforscht, den Materialeinsatz (z. B. Farbe, Waschmittel etc.) zu optimieren, was auch zu einer Verringerung der Entsorgungsmenge führt. So werden neue, von der Reinigungsleistung noch effektivere Waschmittel eingesetzt.  

NOZ Druckzentrum: Im Berichtsjahr 2019 wurde eine neue Gummituchwaschanlage in Betrieb genommen, die eine schonende Reinigung der Drucktücher bzw. Gegendruckzylinder gewährleistet. Zudem können die Reinigungsintervalle der restlichen Maschinenkomponenten erheblich verlängert werden, was zu einer produktiveren Auslastung der Druckmaschine führt.  

NOZ Druckzentrum - CtP-Anlage: Mit der neu optimierten Abstimmung im Entwicklungsprozess (z. B. Regenerat-Zufuhr in Abstimmung zur eingesetzten Platte) wurde der Chemieanteil deutlich reduziert. Der Einspar- und Entsorgungseffekt liegt bei ca. 40 Prozent.    

A. Beig Druckerei: Es werden in Bezug auf die Reinigungsleistung noch effektivere Waschmittel eingesetzt.  

Abwasser  

NOZ Druckzentrum: In die Neutralisationsanlage werden das Spülwasser aus der Plattenherstellung und das Feuchtwasser, das beim Reinigen der Feuchtmittelkühlgeräte anfällt, eingeleitet. Direkt nach dem Einleiten gelangt das Wasser in unterschiedliche Abscheider und wird in einem speziellen Verfahren einer Reinigung unterzogen und neutralisiert. Dadurch wird ein pH-Wert von 7,5 (neutral) erreicht. Das behandelte Wasser kann dann in den Abwasserkanal eingeleitet werden. Um die Qualität des Wassers und die korrekte Funktion der Neutralisationsanlage zu gewährleisten, werden durch mehrere Analysegeräte und Störmeldesysteme permanente Überwachungsläufe vorgenommen.  

Papier/Pappe

Verpackungsmaterial und Beilagenreste werden recycelt und z. B. wieder zu Packpapier bzw. Pappe verarbeitet. 

PE-Folie/Bänder  

Die PE-Folie/Bänder, die beim Auspacken von Beilagen als Transportverpackungen anfallen, werden sortenrein recycelt und z. B. zu neuer Folie verarbeitet.  

Einwegpaletten  

NOZ Druckzentrum: Die Einwegpaletten werden für das Auspacken von Beilagen verwendet. Diese können als Holzhäcksel oder Pellets wiederverwendet werden.  

A. Beig Druckerei: Die Einwegpaletten fallen beim Auspacken von Beilagen an, werden im Tausch zur Wiederverwendung in Umlauf gebracht und durch Europaletten ersetzt.  

Europaletten  

Unbeschädigte Europaletten werden dem Umfang der jeweiligen Anlieferung entsprechend zurückgegeben. Defekte Europaletten werden repariert und dem Kreislauf wieder zugeführt.

Führungen

Gruppen, Schulklassen, Familien oder auch Einzelpersonen erhalten die Möglichkeit, im Rahmen von kostenlosen Führungen einen Einblick in die vorgestellten nachhaltigen Entstehungs- und Herstellungsprozesse zu erhalten.



Austausch mit Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern

Der Austausch mit den Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern im Hinblick auf nachhaltigkeitsbezogene Innovationen wurde im Berichtsjahr 2019 noch nicht systematisch erfasst und ist daher nicht Gegenstand der Betrachtung.

UN-Nachhaltigkeitsziele 6, 7, 9, 12, 13

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Sparkasse Coburg - Lichtenfels

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist fest verankert im regionalen Wirtschaftskreislauf. Die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Stufen der Wertschöpfungskette sind ihr bekannt, da sie als Finanzdienstleister den größten Teil ihrer Wertschöpfung selbst erbringt. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels setzt sich gemäß ihrem öffentlichen Auftrag für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft ein. Dafür arbeitet sie mit Kunden, Kommunen, Institutionen, Vereinen und Verbänden in der Region zusammen.

Mit ihrem Angebot an nachhaltigen Geldanlagen und Krediten trägt die Sparkasse indirekt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei.

Nachfolgend werden die Nachhaltigkeitsaspekte der Wertschöpfung der Sparkasse Coburg - Lichtenfels dargestellt:

Bankgeschäft  

Aktivgeschäft:
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels verwendet die Einlagen ihrer Kunden überwiegend für die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen, insbesondere im Wohnungsbau und Kommunen in der Region. Durch diese regionale Ausrichtung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit werden die Wirtschaftskreisläufe vor Ort gestärkt, wovon die Bürgerinnen und Bürger im Geschäftsgebiet langfristig profitieren. Durch den regionalen Bezug sind die Nachhaltigkeitsrisiken bei der Kreditvergabe geringer als im Branchendurchschnitt.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels vertreibt zusammen mit ihren Verbundpartnern auch nachhaltige Finanzprodukte, die den ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen einer wachsenden Gruppe von Kunden entsprechen und auch attraktive Perspektiven bieten. Die Kreditvergabe für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sowie für erneuerbare Energien wächst seit Jahren kontinuierlich (siehe Kriterium 10).

Passivgeschäft:
Der aktuelle Warenkorb der Berater der Sparkasse Coburg - Lichtenfels bietet Ansatzpunkte für eine kontinuierliche Erweiterung um zusätzliche nachhaltige Anlageprodukte. Das wurde im Rahmen des 2018 durchgeführten NachhaltigkeitsChecks festgestellt. Daher setzt die Sparkasse bei langfristigen Sparangeboten seit Anfang 2018 verstärkt auf die Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern. Das Angebot nachhaltiger Investmentfonds wird hauptsächlich von der DEKA bezogen und anhand folgender Tabelle (hier: Kundengeschäft) dokumentiert: 


Produktname Käufe 2018 Gesamtbestand per 31.12.2018
Anzahl* in € in €
Deka-Nachhaltigkeit Aktien 115 176.828 254.862
Deka-Nachhaltigkeit Renten 335 2.608 2.929.590
Deka-Nachhaltigkeit Balance 4 2.587.998 65.475
DekaSelect: Nachhaltigkeit 0  0 4.425
Deka-Stiftungen Balance 11 137.013 8.622.662
Deka-Stiftungen Balance - institut. Tranche  1 20.000 48.223
Deka-Kirchen Balance 0 0 0
LBBW Nachhaltigkeit Renten 2 1.657 7.608
LBBW Nachhaltigkeit Aktien 1 8.400 9.280
FOS Rendite und Nachhaltigkeit 0 0 101.820
Candriam Sustainable Medium 2 2.100 1.900
PB VP Nachhaltig 70  0 0 140.535
Swisscanto (CH) Equity Fund Sustainable AA 0 0 23.988
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable Emerging Markets 2 1.300 3.142
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced  2 2.256 9.577
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced (EUR) 2 10.440 47.014
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable AA  2 1.500 11.945
UBS (Lux) Equity Fund Global Sustainable Innovat.(EUR) 2 400 19.995
    2.952.500 12.302.041

* Einmalanlagen und Sparpläne ( Sparplan = Anzahl 1) ohne Ausschüttungswiederanlagen und Einlieferungen


Eigenanlage:
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels hat gemäß ihrer Risikostrategie die Zielsetzung hinsichtlich der Steuerung der Risiken, diese zu erkennen, zu messen und zu managen. Diese drei Stufen bauen aufeinander auf und es bedarf der jeweils vorgelagerten Stufe, um entsprechende Aktivitäten durchführen zu können. Das gilt auch für die Eigenanlagen der Sparkasse. Die Überprüfung der Strategie erfolgt einmal jährlich.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels versteht sich generell als Investor, der das Vermögen der Sparkasse unter Risiko-/Renditegesichtspunkten investiert, um daraus Erträge zu erzielen. Generell positioniert sich die Sparkasse insgesamt als risikoneutraler Investor. Sie strebt über die Verteilung der Risiken auf verschiedene Asset-Klassen einen möglichst hohen Grad an Diversifikation an.


Die Sparkasse hegt nicht den Anspruch, sämtliche Asset-Klassen selbst zu managen. In Abhängigkeit von:
  • Know-how,
  • Notwendiger technischer Ausstattung und
  • Notwendigen personellen Ressourcen
wird daher auch ein externes Management verschiedener Assets genutzt. Der externe Manager, die Bayern Invest, hat sich als Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortliches Investieren zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage verpflichtet.

Alle gehaltenen Assets, somit auch die im Direktbestand, werden jährlich im Rahmen des „imug Quick Check Treasury-Kompass Nachhaltigkeit“ geprüft und bewertet. Deren Nachhaltigkeitsfilter für Sparkassen-Eigenanlagen umfasst die Ausschlusskriterien Umwelt, Rüstung, ILO-Kernarbeitsnormen und Korruption (siehe Kriterium 10).

Im Rahmen des 2018 durchgeführten NachhaltigkeitsChecks wurde festgestellt, dass im Bereich Eigenanlagen bereits nachhaltige Überlegungen berücksichtigt werden (siehe oben).
2019 sollen die vielfältigen bestehenden nachhaltigen Ansätze und Maßnahmen in ein Gesamtkonzept mit Anlage- und Ausschlusskriterien überführt werden, welches vom Vorstand beschlossen wird.


Zudem hat die Sparkasse in den letzten Jahren Investitionen in einzelnen Schuldscheindarlehen und Anleihen („Green Investments“) getätigt, deren Darlehensbetrag bzw. Emissionsvolumen ausschließlich nach bestimmten Nachhaltigkeitskriterien verwendet werden darf.

Bankbetrieb

Im Bankbetrieb achtet die Sparkasse Coburg - Lichtenfels auf eine möglichst geringe Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen. Durch das 2015 durchgeführte Energieaudit liegen für die jeweiligen Verbräuche Zahlenreihen vor, die eine kontinuierliche Reduzierung belegen (siehe Kriterium 12).

Um Nachhaltigkeit dauerhaft in die Entscheidungsprozesse der Sparkasse zu integrieren, hat der Vorstand beschlossen, dass grundsätzlich in allen allgemeinen Beschlüssen ab 2019 Ausführungen zum Thema Nachhaltigkeit gemacht werden müssen. Hierbei geht es um die Frage, wie und in welchem Umfang der zu beschließende Sachverhalt zur Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele beiträgt.

Einkauf und Beschaffung:
Ethisches Verhalten und Nachhaltigkeit im Sinne von rechtlicher, ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung sind wesentliche Bestandteile des Geschäftsmodells der Sparkassen. Dazu gehören auch langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften und das gesetzeskonforme Verhalten der Lieferanten und Dienstleister.

Der Vorstand der Sparkasse Coburg - Lichtenfels hat 2018 beschlossen, eine „Vereinbarung zur Nachhaltigkeit zwischen der Sparkasse Coburg - Lichtenfels und ihren Lieferanten und Dienstleistern“ einzuführen. Bei dieser Vereinbarung handelt es sich um einen ersten Schritt, direkte „Zulieferer“ für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und einen Dialog hierüber anzustoßen. Gemeinsame Werte werden als Grundlage für eine Zusammenarbeit definiert. Diese Werte orientieren sich an gängigen Normen, wie dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO, International Labour Organization) und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Normen sind ein Minimalkonsens von Werten, die im Rahmen einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit gelten. Sämtliche Lieferanten und Dienstleister sind verpflichtet, diese zu unterzeichnen.

Der Einkauf von Produkten bzw. Verbrauchsmaterialien und die Vergabe von Dienstleistungen erfolgt vorrangig innerhalb des Geschäftsgebietes.

Folgende Maßnahmen wurden bisher umgesetzt:

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels achtet beim Einkauf von Büromaterialien vorrangig auf wirtschaftliche Aspekte. Ökologische Gesichtspunkte werden aber in den letzten Jahren zunehmend berücksichtigt. Deshalb arbeitet die Sparkasse mit einem Dienstleister zusammen, der auf diese Vorgaben achtet. Ökologische Zertifikate wie FSC, Green Range und EU Ecolabel finden beim Einkauf von Papier bereits Anwendung.

Gemäß IT-Strategie der Sparkasse werden ökologische Gesichtspunkte beim Einkauf von IT-Produkten bereits umgesetzt und Produkte mit dem „Green IT“-Label angeschafft. Das hat bereits zu positiven Auswirkungen wie der Senkung des Stromverbrauchs und der Reduzierung von Recyclingkosten geführt.

Mit ihren wichtigsten Lieferanten steht die Sparkasse regelmäßig im Austausch, um Ansätze für Verbessserungen zu ermitteln.

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VOLKSWOHNUNG

1) Stufen unserer Produkte in der Wertschöpfungskette
Die VOLKSWOHNUNG stellt Wohn- und Gewerberaum zur Verfügung. Dieser wird angekauft oder neu entwickelt und verbleibt im Bestand, der vom Unternehmen bewirtschaftet wird. Unsere Wertschöpfungskette:

  • Einzelbestände/Quartiere planen und entwickeln (Planung)
  • Wohn- und Gewerbeflächen schaffen (Bau)
  • Vermietung und Abrechnung
  • Bewirtschaftung (Instandhaltung, Verkehrssicherung, Grünpflege, etc.)
  • Modernisierung, Sanierung und Erweiterung des Bestandes
  • (Bauträgermaßnahmen zur Finanzierung)

2) Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten in den Wertschöpfungsstufen
In der Bewirtschaftung arbeiten wir in der Regel mit regionalen Dienstleistern zusammen. Dort und in der Verwaltung gelten interne Einkaufsrichtlinien, die Aspekte der Nachhaltigkeit bereits berücksichtigen. Bei ausschreibungspflichtigen Bauvorhaben ist dies nicht gegeben, dort definieren wir in den Ausschreibungsunterlagen und Verträgen unsere Anforderungen an Baustoffe und Arbeitsbedingungen, die die strenge Einhaltung der geltenden Gesetze beinhalten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten der Tarifvertrag sowie unsere Betriebsvereinbarungen und Vorgaben (Kontrolle siehe Kriterium 17). In der Wertschöpfungsstufe „Planung“ werden Einzelbestände/Quartiere geplant, Nutzungsarten definiert und dadurch wesentliche Aspekte der Bestandsmehrung, Bezahlbarkeit, Flächennutzung, Ressourcenauswahl/-effizienz sowie Kundenzufriedenheit und -gesundheit festgelegt. In der Bauphase sind besonders Compliance- und Menschenrechtsthemen von Relevanz (Arbeitssicherheit, Mindestlohn, Schwarzarbeit, …), jedoch auch Ressourceneinsatz, Abfallaufkommen und -trennung. In der Vermietung geht es insbesondere um Chancengerechtigkeit, Transparenz und Bezahlbarkeit. Daneben sind in dieser Nutzungsphase die Mieterinnen und Mieter ein großer Hebel für Energie-/Ressourceneinsparung. Bei der Bewirtschaftung ist ebenfalls Bezahlbarkeit (Auswahl Dienstleister, Mieterhöhungen/ Modernisierungsumlage, …) ein wichtiger Nachhaltigkeitsaspekt. Daneben existiert hier großes Potential, um positiv auf Biodiversität und Gesundheit einzuwirken (z.B. Auswahl Tapeten/Farben, Baustoffe, Grünflächenmanagement, …).
Modernisierungen bieten großes Potential für Energieeinsparungen und dadurch für den Klimaschutz. Die Weiterentwicklung stellt eine Chance für Ergänzungsbebauung ohne zusätzliche Versiegelung dar.  

3) Soziale und ökologische Probleme und deren Handhabung
Soziale und gesellschaftliche Probleme ergeben sich an unterschiedlichen Stellen unserer Wertschöpfungskette.
Problem Aktuelle Handhabung/Maßnahme Verbesserungspotential
Eingriffe in den Lebensraum von Mieterinnen und Mietern durch Baumaßnahmen Frühe Information, Einbindung, Transparenz, Bereitstellung von alternativem Wohnraum  
Eingriffe in den Naturraum durch Baumaßnahmen Ausgleichsflächen, Dachbegrünung, aktives Grünflächenmanagement, Zusammenarbeit mit dem Umweltamt zu Artenschutz und Pflanzenauswahl Extensive/Intensive Dachbegrünung ausweiten, Begrünung der Müllhäuser, Qualität der Außenflächen verbessern, Tierschutz verstärken durch z.B. Nisthilfen
Ressourcenverbrauch durch Baumaßnahmen Vereinzelte Pilotprojekte Nutzung alternativer Konzepte (z.B. weniger Stahl/Beton, vermehrtes Recycling, Holzbau, …)
Einhaltung von Menschenrechten auf Baustellen Strenge vertragliche Regelungen Kontrolle der Vereinbarungen durch Stichproben
Segregation (Entmischung/Polarisierung bestimmter Personengruppen) Soziale Durchmischung als Belegungsstrategie Aufbau Quartiersmonitoring
Gesundheitliche Aspekte im Wohnraum Nachhaltige Baustoff- und Materialauswahl (Zertifizierte Produkte, z.B. FSC), Information der Mieterinnen und Mieter über Flyer, Pixiebücher und DAHEIMjournal Asbestsanierung bei Verdacht Raumluftmessungen
Ökologische Probleme durch Nutzung Energetische Sanierung, Forschungsprojekte, Information der Mieterinnen und Mieter (Energiesparen, Mülltrennung, ...) Erhöhung der Sanierungsquote, effiziente Konzepte zur schnellen und kostengünstigen Abwicklung von Sanierungen, Mieteransprache intensivieren und Angebote schärfen (Energiesparberatung)
Rückgang der Biodiversität Reduzierte Mahd und nachhaltige Bewirtschaftung der Grünflächen, enge Kooperation mit städtischen Akteuren (Ämter, NGOs, Zoo, ...) Qualität der Außenflächen im Hinblick auf Biodiversität und Klimarobustheit verbessern
Wertstoffmanagement Flyer, Aufkleber auf Tonnen, Pixiebücher, DAHEIMjournal, Zusammenarbeit mit der Stadt und mit dem Land Angebote im Quartier stärken (z.B. Recycling, Reparaturmöglichkeiten,…)
Wassermanagement Regenwasserversickerung, wassersparende Armaturen Nutzung von Regenwasser, aktive Rückhaltung, Bewässerungskonzepte, Konzepte zur Frischwassereinsparung

4) Kommunikation mit Dienstleistern
Mit unseren Dienstleistern und Vertragspartnern gehen wir einzelne Themen aktiv an. Insbesondere in der Projektentwicklung stehen Ressourcen- und Klimaschutz im Fokus. Mit der Stadt Karlsruhe befinden wir uns zu allen oben genannten Themenfeldern in regem und regelmäßigem Austausch. Mit unseren Mieterinnen und Mietern stehen wir permanent im Kontakt und versuchen aufgrund der unterschiedlichen Altersstruktur Informationen über verschiedene Kanäle zu kommunizieren. Wir setzen dabei als Hauptinstrument auf unsere Kundenzeitschrift DAHEIMjournal, themenbezogene Flyer und Aushänge, die Homepage und die persönliche Ansprache.

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INTER Versicherungsgruppe

4.1.Beschreibung der Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette der INTER ist primär von den Spezifika der Versicherungsbranche geprägt und hat sich im vergangenen Jahr nicht wesentlich verändert.

Unsere Wertschöpfungskette beginnt bei der Produktentwicklung und setzt sich fort über den Vertrieb sowie die Schadenregulierung bis hin zu etwaigen Rückversicherungen. Den Vertrieb der INTER Produkte übernehmen sowohl freie Makler als auch Vertriebspartner unserer Ausschließlichkeitsorganisation. Deutschlandweit unterhält die INTER ein Netz aus über 300 Vertriebspartnern, die vom Bereich Vertriebsmanagement betreut und gesteuert werden.

Beschwerden werden durch ein spezialisiertes Team zentral für unsere Kunden geprüft. Im Übrigen erfolgt die Beschwerdebearbeitung in unseren kundenorientierten Fachbereichen nach festgelegten Qualitätsstandards. Inhaltlich lautet unser Anspruch, die Sichtweise des Kunden zu verstehen. So können wir eine angemessene Lösung entwickeln, welche die Situation des einzelnen Kunden berücksichtigt und zugleich mit den Interessen der Versichertengemeinschaft in Einklang steht.

Das Beschwerdeaufkommen wird in einer speziellen IT-Anwendung erfasst und fortlaufend analysiert. Damit ist gewährleistet, dass wiederholt auftretende oder systematische Probleme sowie potentielle Risiken unverzüglich festgestellt und behoben werden können. Leitlinien zur Beschwerdeerkennung, -erfassung, -bearbeitung und -analyse definieren und sichern unternehmensweit einheitlich hohe Qualitätsstandards. Die Einhaltung der Leitlinien gewährleistet die Beschwerdemanagementfunktion.

Schadensregulierungen und Rückversicherungen folgen den zyklischen Wertschöpfungsprozessen und werden intern abgedeckt, ebenso die Steuerung der Anlage der Versicherungsbeiträge unserer Kunden. Es gibt unterschiedliche Wege, um Investitionen zu tätigen. Bei der INTER geschieht dies über einen Spezialfonds, welcher von einem Fondsmanager verwaltet wird, über direkte Investments am Kapitalmarkt oder durch Investitionen in Kapitalanlagegesellschaften. Dieser Wertschöpfungsprozess richtet sich an die Versicherungsnehmer und somit Endkunden der INTER.

Parallel zur klassischen Wertschöpfung fallen Aufgaben in anderen Bereichen des Unternehmens wie z. B. in den zentralen Diensten sowie in der Organisationsentwicklung an. Zu diesen zählen u. a. der zentrale Einkauf/Materialwirtschaft und damit verbunden die Führung des Betriebsrestaurants sowie die Unternehmens- und Personalorganisation. Einen Großteil der Aufgaben übernehmen die jeweiligen Bereiche selbst. so z.B. auch die Auswahl und die Entwicklung der Mitarbeiter. Beim Einkauf von Werbeartikeln oder Druckerzeugnissen wie z. B. Flyern und Broschüren arbeiten wir vorwiegend mit regionalen Anbietern zusammen.

Externe Dienstleister setzt die INTER unter anderem dann ein, wenn es gesetzlich verpflichtend ist, oder punktuell, wenn es um neue Perspektiven der Organisationsentwicklung geht. Wir organisieren uns außerdem z. B. im InsurLab Germany mit anderen Unternehmen der Branche. Ziel ist es, sich untereinander über die Zukunftsthemen in der Versicherungsbranche sowie im Rahmen einer User Group zum Thema „Nachhaltigkeitsmanagement“ auszutauschen.

4.2.Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung und Tiefe der Nachhaltigkeitsberücksichtigung
Dem Nachhaltigkeitsdreieck gemäß ist CSR für den Erfolg eines Unternehmens, die Gesellschaft und die Umwelt gleichermaßen bedeutsam. Als Versicherer ist unser Einfluss auf die Umwelt naturgemäß deutlich geringer als bei produzierenden Unternehmen. Für die INTER konzentriert sich die Bedeutung von Nachhaltigkeit daher besonders auf die Bereiche Erfolg und Soziales.

Mit unseren Produkten sichern wir Menschen gegen die Risiken des Alltags ab, schützen sie bei unvorhergesehenen Ereignissen vor finanziellen Einbußen und ermöglichen ihnen Sicherheit im Alter. Nachhaltigkeit spielt für uns in diesen Bereichen eine entscheidende Rolle, schließlich tragen wir Verantwortung für unsere Kunden – nicht nur temporär, sondern auch mal ein Leben lang. Die komfortablen SCR-Bedeckungsquoten der INTER Unternehmen versprechen Kunden die nötige Sicherheit und lassen sich auf eine risikobewusste Kapitalanlagestrategie sowie nachhaltiges Wirtschaften zurückführen.

Soziale Nachhaltigkeit schreiben wir insbesondere in der Gleichbehandlung unserer Mitarbeiter groß. Zudem setzen wir uns mit Sponsoring und Spendenaktionen für die Rhein-Neckar-Region ein.

Bei der Materialbeschaffung (z. B. Papier) durch die zentralen Dienste sowie durch unseren Ressourcenverbrauch (z. B. Wasser) rücken zunehmend auch ökologische Nachhaltigkeitsaspekte in den Vordergrund.

Da wir den Großteil unserer Wertschöpfungskette selbst bedienen, berücksichtigen wir Nachhaltigkeit vorerst in der ersten Ebene der Wertschöpfungskette, d. h. bei unseren direkten Lieferanten, Kapitalanlagegesellschaften und Geschäftspartnern.

4.3.Ökologische und soziale Probleme im Wertschöpfungsprozess
Unser Anspruch ist es, unseren Wertschöpfungsprozess nachhaltig zu gestalten. Damit uns dies gelingen kann, müssen wir die ökologischen und sozialen Probleme während der Wertschöpfung identifizieren und benennen.

Folgende Herausforderungen bzw. Risiken sind uns im Wertschöpfungsprozess bekannt:

Im sozialen Bereich betreffen diese vor allem unsere Kunden, die Mitarbeiter und Vertriebspartner.

Bei den Kunden liegen die Risiken in der nichtnachhaltigen Anlage der Versicherungsbeiträge sowie dem Verkauf von nicht auf seinen Bedarf ausgerichteter Produkte. Mit unserer risikobewussten Anlagestrategie, der stetigen Fort- und Weiterbildung unserer Vertriebspartner sowie dem Ausbau der Anlagemöglichkeiten bei INTER MeinLeben® um nachhaltige Fonds wie ÖKOWORLD ÖKOVISION CLASSIC vermeiden wir diese Risiken.

Bei unseren Mitarbeitern sehen wir die Gefahr, dass wir ihren persönlichen Bedürfnissen nicht gerecht werden. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zum flexiblen und mobilen Arbeiten setzen wir diesem Risiko entgegen.

Ökologische Risiken untergliedern sich in den Ressourcenverbrauch in der Verwaltung, den Zentralen Diensten sowie im Marketing. Für das Kundenmanagement ist dabei zu bedenken, dass wir tlw. gesetzlich dazu verpflichtet sind, unsere Kunden postalisch über Gesetzesänderungen und bestimmte Veränderungen im Unternehmen zu informieren. So mussten wir 2018 über die neue INTER Mitglieder Assistance informieren.

Des Weiteren ist die Anlage in Unternehmen mit geringem Umweltbewusstsein als Risiko zu identifizieren. Mit den CSR-Stellungnahmen unserer Partner im Kapitalanlagegeschäft für alternative Anlagen haben wir hier einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wie im Produktbereich folgen auch die Investitionen im Bereich Bausparen einer internen Kapitalanlagerichtlinie, die den Rahmen des möglichen Anlagespektrums aufgrund der Vorgabe von Mindestratings, internen Limits und externen Bonitätsprüfungen beschränkt. 

 4.4.Kommunikation mit Lieferanten und Geschäftspartnern/Konzept
Die INTER hat ihre Lieferanten 2018 auf CSR-Aktivitäten hin überprüft. Dies erfolgte anhand von Stellungnahmen in den Bereichen Kapitalanlage, Marketing und zentrale Dienste. Unseren Lieferanten ist bewusst, dass wir uns umweltbewusst ausrichten und dies auch von ihnen verlangen. Themen wie Umweltverschmutzung und fehlende Gleichberechtigung von Menschen werden in diesem Zuge mit den Lieferanten besprochen. In 2019 werden wir Nachhaltigkeitsaspekte zusätzlich in unseren Einkaufsrichtlinien verankern.

Wie bereits erwähnt, haben wir all unsere Kapitalanlagegesellschaften um CSR-Stellungnahmen gebeten. Diese Stellungnahmen haben wir analysiert, die Ergebnisse dieser Prüfung werden in Zukunft bei der Kapitalanlage berücksichtigt.

Im Rahmen des GDV-Verhaltenskodex verpflichtet sich die INTER zur fairen Beratung. Um diese zu gewährleisten, bilden wir unsere Vertriebspartner stetig fort und tauschen uns regelmäßig mit ihnen aus. Auch mit dem GDV selbst kommunizieren wir unterjährig. Darüber hinaus bleiben wir durch Fachveranstaltungen, Messen und gemeinsame Aktivitäten wie das InsurLab Germany mit der Versicherungsbranche im Austausch.

Der letzte Punkt in diesem Bereich betrifft die Organisation unseres Betriebsrestaurants. In diesem bieten wir regionale und frische Kost an und prüfen unsere Zulieferer entsprechend auf diese Kriterien.

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe umfasst sowohl die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken (AFG) als auch die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen. Einzelne Schritte der Wertschöpfung der Produkte in den Segmenten Spirituose und AFG finden in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen bei Lieferanten statt. Hier werden die notwendigen Komponenten und Vorprodukte sowie Hilfsstoffe und Verpackungsmaterialien erzeugt. Ebenfalls außerhalb des Konzerns findet ein großer Teil der Energiegewinnung statt. Während der Herstellung der Fertigprodukte innerhalb der Systemgrenze der Berentzen-Gruppe, aber auch in den vorgelagerten Stufen, fallen verschiedene Abfälle sowie Emissionen an.
Sowohl innerhalb der eigenen Wertschöpfungsschritte als auch innerhalb vorgelagerter Wertschöpfungsstufen können verschiedene ökologische und soziale Probleme auftreten. Zu den größten potenziellen Problemen zählen Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen die ILO-Kernarbeitsnormen, Umweltverschmutzung und ein hohes Emissionsaufkommen. Hieraus können neben finanziellen Einbußen Sanktionen oder rechtliche Konsequenzen, Lieferengpässe und die Gefährdung von Handelsbeziehungen sowie ein Reputationsverlust drohen.
Die Berentzen-Gruppe analysiert und erfasst soziale und ökologische Probleme in der eigenen Wertschöpfungskette und leitet entsprechende Maßnahmen ein, um diese zu beseitigen. Durch Vertragsvereinbarungen und den Berentzen-Lieferantenkodex, der Mindeststandards für soziale und ökologische Themen enthält, werden die Lieferanten ebenfalls zur Einhaltung von Standards und der Beseitigung sozialer und ökologischer Probleme angehalten.  

Weitere Informationen ab S. 21 ff. im Nachhaltigkeitsbericht 2017 im Kapitel „Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette und im Unternehmensumfeld“, auf Seite 39 im Kapitel „Wertschöpfungskette Spirituose und AFG“ und Seite 37 ff. im Kapitel „Unsere ökologische Verantwortung“

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