Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

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Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator G4-FS11 
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen

Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten
 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes

Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH

Mit der professionellen Vermögensbetreuung haben wir den größten Hebel für eine nachhaltige Entwicklung. Daher ist das Thema „Nachhaltige Anlage- und Investmentprodukte“ für uns das wichtigste Thema unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden ein branchenweit überdurchschnittliches ESG-Produktangebot anzubieten und Ansprechpartner für das Thema Nachhaltigkeit bei institutionellen Anlegern zu sein.

Bei den Vermögensverwaltungsmandaten und Spezialfonds orientieren wir uns an den Anlagerichtlinien unserer Kunden und berücksichtigen schon seit je her ESG-Kriterien auf Kundenwunsch. Mit der Unterzeichnung der UN PRI im Mai 2018 begann die Umstellung unserer selbst gemanagten Portfolios in Hinblick auf ESG-Kriterien. Bei den vorhandenen Aktien-Publikumsfonds führten wir ein ESG-Screening durch und prüften, inwieweit die Anlagetitel im Einklang mit rund 120 internationalen Nachhaltigkeitsnormen und -konventionen, wie z.B. den Prinzipien des UN Global Compact, zu u. a. Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsprävention stehen. Für uns ist die Betrachtung von ESG auch ein Qualitätscheck für die bestehenden Investmentprozesse. Wir investieren in Unternehmen, die langfristig erfolgreich am Markt agieren und genau solche Unternehmen gehen auch verantwortungsvoll mit Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitenden um. Die Integration von ESG-Kriterien erforderte daher nur geringe Anpassungen in unseren Portfolien. Mittlerweile sind sämtliche Aktienkonzepte institutioneller Publikumsfonds (HI-Dividendenkonzepte, HI-Aktien Low Risk Konzept) nach ESG-Kriterien ausgerichtet.

Als aktiver Asset Manager erweitern wir darüber hinaus kontinuierlich unser Produktspektrum für nachhaltige Anlagelösungen: Im Berichtsjahr legten wir gleich drei neue Fonds mit Nachhaltigkeitsfokus auf, die ESG-Kriterien einbeziehen (z. B. CO2-Intensitäten, schwere Kontroversen). Unsere Aktienkonzepte zeichnen sich durch eine im Vergleich zu ihren Referenzuniversen überdurchschnittlich hohe Güte in puncto „Nachhaltigkeit“ aus. Die CO2-Intensität der Unternehmen im HI-Sustainable High Yield Defensive-Fonds ist rund 30 Prozent niedriger als im Vergleichsuniversum (siehe Kriterium 13). Bei unseren Sustainable-Fonds haben wir im Berichtsjahr Investments im Bereich der kontroversen Waffen (Streubomben, Landmienen, chemische & biologische Waffen sowie Nuklearwaffe) ausgeschlossen.

Als kundenorientierte Kapitalverwaltungsgesellschaft entwickelten wir für unsere Anleger ein ESG-Reporting mit aktuell fünf Berichten. Die Berichte „ESG-Score“ und „ESG-Rating“ bieten den Anlegern die Möglichkeit, ihre Kapitalanlagen hinsichtlich ESG-Kriterien zu analysieren. Der Bericht „ESG-Kontroversen“ befasst sich inhaltlich mit Verstößen gegen nationale und internationale Gesetze, Regulierungen und oder allgemein akzeptierte Normen, Prinzipien und Konventionen. Beim „Business Involvement Screening Research (BISR)“ geht es schwerpunktmäßig um die Analyse von Geschäftsfeldern, in denen Unternehmen operieren, und bietet einen Überblick über die Beteiligung an ausgewählten kontroversen Geschäftsfeldern. Der Bericht „ESG-Carbon“ liefert Informationen zur CO2-Intensität der Fondseinheiten.

Bei Immobilieninvestments und alternativen Assetklassen wie Infrastrukturinvestments verfolgen wir einen Multi-Manager-Ansatz, bei dem es sich um eine Kombination aus Dachfondsmanagement und Beratung handelt. Durch aktives Portfoliomanagement und insbesondere bei Immobilien durch den Einsatz mehrerer, auf ihr jeweiliges Marktsegment spezialisierter Manager, schaffen wir einen Mehrwert für Investoren. Da Fonds in beiden Assetklassen für weit über 10 Jahre aufgelegt werden, kommt der Managerauswahl für den Erfolg der Portfolios eine hohe Bedeutung zu. Allerdings stellt die Berücksichtigung von ESG in beiden Assetklassen aufgrund der Komplexität der Portfolios und der geringen branchenweiten Standardisierung von Informationen eine Herausforderung dar. In der Assetklasse Immobilien hat jeder Dachfonds mehrere hundert Objekte im Portfolio und noch wesentlich mehr Mieter. Bei circa 200 Zielfonds im Immobilien- und Infrastrukturbereich ist eine gesamtheitliche Erfassung und die Aggregation der Informationen keine leichte Aufgabe.

Seit 2019 ist die ESG-Performance der jeweiligen Manager, die wir anhand des Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) bestimmen, ein Auswahlkriterium für unsere Immobilieninvestments. GRESB bewertet neben den Verbrauchsdaten der Immobilien- und In­frastrukturinvestments auch die Monitoringsysteme der Zielfondsmanager, deren ESG-Prozesse sowie vorhandene ESG-Policies und deren Umsetzung. Für jeden Zielfonds wird ein Gesamtscore berechnet, der auf Dachfondsebene aggregiert werden kann.

Im Bereich des ESG-Consulting leistet die Helaba Invest Hilfestellung bei der Definition von ESG-Kriterien, dem Screening und den Auswirkungen auf das Anlageportfolio. Regelmäßig führt die Helaba Invest auch Workshops zu ESG-Themen für Kunden durch.

Für liquide Assets erstellen wir Reportings mit ESG-Ratings, ESG-Momentum sowie aggregierte Auswertungen hinsichtlich Kontroversen und individuell kritisch beurteilter Geschäftsfelder (z. B. Alkohol, Gentechnik oder Erwachsenenunterhaltung) auf Portfolio-Ebene. Für illiquide Assets decken wir mit der Datenbank GRESB einen Teil der Zielfonds zu Immobilien und Infrastruktur ab.

Gute Ideen kommen aus den eigenen Reihen, denn nur so fördern wir die Innovationskraft unserer Mitarbeiter. Im Berichtsjahr initiierten wir einen Wettbewerb für Mitarbeiter zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsideen.

 

Maßnahmen im Handlungsfeld „Nachhaltige Produkte und Innovationen“:


Operative Ziele / Maßnahme Termin Status 2019
Fortschrittsbericht nach PRI  Jährlich In Plan
Erstellen einer Leitlinie für verantwortliches Investieren in liquide Assets 2020 In Plan
Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Investmentprozess aller Produkte Fortlaufend In Plan
Detaillierte Kennzeichnung nachhaltiger Produkte in Marketingunterlagen 2021 In Plan
Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitssiegeln und Prüfung einer möglichen Implementierung Fortlaufend In Plan
Aktive Teilnahme an ESG-Arbeitskreisen des BVI, Veröffentlichungen und Panel-Teilnahmen Fortlaufend In Plan
Berücksichtigung von ESG in den Anlagerichtlinien sowie der Ex-ante- und Ex-post-Grenzprüfung Fortlaufend In Plan
Ausbau der Datenbank für ESG-Kriterien Fortlaufend In Plan Weitere Datenanbieter werden geprüft
Bereitstellung ESG-Reporting, Datenbank GRESB deckt Teile der HI-Zielfonds zu Immobilien und Infrastruktur ab 2020 In Plan Entwicklung eines Standard-Reporting-Angebotes für Kunden
Bedarfsgerechte Weiterentwicklung von ESG-Reports für liquide Wertpapierportfolios Fortlaufend In Plan
ESG-Consulting für Kunden (u. a. Definition von ESG-Kriterien, Screening, Auswirkungen auf das Anlageportfolio) Fortlaufend In Plan
Angebot von ESG-Workshops für Kunden Fortlaufend Mindestens ein Workshop pro Monat
Aufbau von ESG-Expertise in allen Geschäftsbereichen 2020 / 21 In Plan
Fortlaufende Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, um ein hohes Maß an Beratungskompetenz sicherzustellen Fortlaufend In Plan
Publikation einer Studie zu nachhaltigen Investments 2021 In Planung

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Vivawest GmbH

Innovationen sind für VIVAWEST ein wesentlicher Bestandteil, um Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben und die Organisation sukzessive und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der im Juni 2018 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ist die Implementierung eines strukturierten Innovationsmanagements verbunden, um die Innovationsfähigkeit in der eigenen Organisation zu erhöhen. Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST aber keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Vielmehr bestehen vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwicklung von Quartieren und in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind.

Im Rahmen von Feldversuchen und Pilotprojekten zu unterschiedlichen Themen erfolgt ein systematisches Monitoring, um aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz von neuen Produkten in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2018 standen vor allem Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene, der Einsatz von E-Ladesäulen sowie von lieferdienstunabhängigen Paketkastenanlagen und die Vorbereitung umfänglicher Smart Home-Projekte im Fokus der Betrachtungen.

Seit drei Jahren legt die Arbeitsgruppe Technische Produktentwicklung/Standards Bauteile fest, die als Standard von VIVAWEST und ihren technischen Dienstleistern im Rahmen von Neubauten, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verpflichtend zu verwenden sind. Hierbei wurden alle wesentlichen und in der Regel sichtbaren Bauteile berücksichtigt. Unterschieden werden dabei drei Varianten: So wird die Ausstattungslinien „Komfort" vorwiegend im Rahmen von Instandsetzungen und Modernisierungen angewendet, während die Ausstattungslinie „Premium“ und „Hochwertiger Neubau" ausschließlich im Neubau eingesetzt werden. Somit ist gewährleistet, dass die bei VIVAWEST eingesetzten Produkte nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog ausgewählt werden. Dieser berücksichtigt insbesondere die Qualität, die Langlebigkeit, die Verfügbarkeit am Markt und eine ökologische Bewertung. Zukünftig soll der Bauteilkatalog auf ausgewählte Produkte der Gebäudetechnik ausgeweitet werden.

Seit 2016 engagiert sich VIVAWEST zusammen mit der RAG Montan Immobilien, Essen, in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“. Zum Start des Projektes hatten Experten unterschiedlicher Disziplinen in einer „Denkfabrik“ Thesen dafür entwickelt, wie Integration im Quartier gelingen kann. Als Beispiele wurden aus dem Bestand von VIVAWEST das Quartier Duisburg-Vierlinden mit seinen Bergarbeiterwohnungen sowie aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien die noch zu entwickelnde Fläche des 2012 stillgelegten Bergwerks West (ehemals Friedrich-Heinrich) in Kamp-Lintfort herangezogen. Entwickelt wurde eine Toolbox mit vielen Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Die Ergebnisse, welche auf andere Quartiere übertragbar sind, wurden in 2018 im Rahmen eines Symposiums der interessierten Öffentlichkeit auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ebenfalls in 2016 startete im Segment Immobiliendienstleistungen das strategisch wichtige Projekt „DGM Feldtest 400“, dessen Fokus auf der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems liegt (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang rund 400 Gebäude mit einer Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes wurden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für die Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energieversorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns möglich.

Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Besitzerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers.

Die geplanten Pilotprojekte für 2019 können dem Nachhaltigkeits- bzw. Umweltprogramm entnommen werden.

Vergleiche Finanzbericht 2018 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 10) und Bericht 2018 (Seite 76f.).

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Taifun-Tofu GmbH

Wir entwickeln kontinuierlich neue innovative Produkte und sind Vorreiter in der Herstellung kreativer Tofuprodukte. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, denn je mehr pflanzliche Produkte anstelle von tierischen konsumiert werden, desto geringer werden der Verbrauch von Land und die klimarelevanten Emissionen. Laut „Fleischatlas 2014“ des BUND werden heute drei Viertel aller Agrarflächen in irgendeiner Weise für die Tierfütterung beansprucht.

In Kooperation mit der TU München haben wir am Beispiel unseres Produktes Tofu-Wiener die CO2-Bilanz des Produktes ermittelt. Mit 0,79 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Tofu-Wiener (ab Werk) können wir eine selten günstige CO2-Bilanz für ein derart hochwertiges Eiweißprodukt ausweisen.

Für das Engagement im europäischen Vertragsanbau wurde der Taifun-Tofu GmbH 2005 der Innovationspreis „Bio-Lebensmittel-Verarbeitung“ verliehen. Dieses Engagement wird kontinuierlich vorangetrieben: Zusammen mit der Universität Hohenheim wurde 2016 das innovative Forschungsprojekt „1000 Gärten - Das Soja-Experiment“ ins Leben gerufen, das 2018 wiederholt wird. Ziel ist es, mithilfe von Hobbygärtner*innen Sojasorten zu finden, die auch in kälteren Regionen gut gedeihen. Als aktives Mitglied im Deutschen Sojaförderring und dem Sojanetzwerk macht die Taifun-Tofu GmbH seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Anbau von Soja öffentlich zugänglich. 2017 haben wir mit der Integration eines Wildbienen-Projekts in den heimischen Sojaanbau gestartet.

Auch auf der Ebene der Produktverpackungen verfolgen wir die neuesten Entwicklungen von umweltfreundlichen Alternativen. 2017 haben wir die Neuentwicklung von mineralölfreien Schäldärmen für die Wurstproduktion initiiert. Zusammen mit einem Hersteller von Faser- und Zellulosehüllen ist es unserem Lieferanten von Hilfsstoffen gelungen, Schäldärme pflanzlichen Ursprungs zu entwickeln, die zu deutlich reduzierten Einträgen von Paraffin führen. Diese werden seitdem in unserer Produktion eingesetzt.

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Sparkasse Schweinfurt-Haßberge

10 Innovations- und Produktmanagement  
Für die Angebote der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge sind keine allgemeinen Nachhaltigkeitsanforderungen definiert. 
 
Ein etabliertes Ideenmanagementsystem bietet einen Rahmen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen Belangen der Sparkasse. Für nachhaltige Angebote ist darüber hinaus kein gesonderter systematisierter Innovationsprozess implementiert.

Für die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ist dies der erste Nachhaltigkeitsbericht. Wirkungen der Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette der eigenen Produkte und Leistungen sind nicht beschrieben.  Es wurden keine Überlegungen hinsichtlich der Wirkung unserer wesentlichen Produkte und Dienstleistungen entlang unserer Wertschöpfungskette beschrieben. Dies gilt auch für die Beschreibung der Wirkung von Innovationsprozessen entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produkt-Lebenszyklusses im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.
 

Geschäftspartner der Sparkasse werden aktuell nicht in die Innovationsprozesse einbezogen.  

Richtlinien zur Entwicklung von Dienstleistungen und nachhaltigen Finanzprodukten oder zur Finanzierung nachhaltiger Projekte sind nicht verabschiedet.

Unabhängig davon bietet die Sparkasse eigene Passiv-Produkte und Produkte der Partner der Sparkassen-Finanzgruppe zur nachhaltigen Geldanlage an. Einige Beispiele:

-  Im Passivbereich hält die Sparkasse seit 2015 Möglichkeiten für „Nachhaltige Geldanlage“ bereit, die das regionalen Projekt „Nachhaltigkeit im Steigerwald“ der Marktgemeinde Oberschwarzach, des Steigerwald-Zentrums mit der Sparkasse verbindet: In Abhängigkeit vom Volumen, das der Kunde in einem so geförderten Anlageprodukt zeichnet, spendet die Sparkasse eine bestimmte Menge an „klimastabilen“ Baumsetzlingen, die zur Aufforstung einer Fläche von 8 ha verwendet werden. Ziel ist, die Fläche eines bisher instabilen Nadelwaldes, der vom Sturm „gerodet“ worden war, in einen „regionalen Zukunftswald“ zu verwandeln.


Immer mehr Kunden haben Interesse, einen Teil Ihres Vermögens zur Anlage in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen/Projekte zu lenken.

Im Jahr 2018 haben unsere Kunden nachhaltige Fonds der S-Finanzgruppe und Ihrer Kooperationspartner in Höhe von rund 3,9 Mio. Euro erworben. Zum 31.12.2018 hatten unsere Kunden insgesamt rund 5,4 Mio. Euro in nachhaltigen Fonds angelegt. 

Auch die Sparkasse legt ihre eigenen Mittel nachhaltig an, sofern sich passende Möglichkeiten ergeben: Im Depot A der Sparkasse befanden sich zum 31.12.2018 17,5 Mio. EUR „Green Bonds“.    

Wenn es um die Finanzierung nachhaltiger Projekte geht, ist die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ein verlässlicher Partner für die Bürger, für den Mittelstand und für die Kommunen der Region. Die Finanzierungs- bzw. Förderberatung gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Dadurch werden insbesondere regionale Betriebe gefördert und unterstützt. Unsere Finanzierungs-Spezialisten beraten private und gewerbliche Kunden aktiv zu den Förderprogrammen der öffentlichen Hand in den Bereichen Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Umweltschutz.

Bei Privatkunden dreht sich die Beratung vor allem um energetische Sanierung von Wohnimmobilien und energieeffiziente Neubauten. Die Sparkasse unterstützt die energetische Modernisierung von Gebäuden bzw. Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz auch durch spezielle Beratungstage. Bei Bedarf stellen wir Kontakt zu Energieberatern her, die die technische Komponente abdecken.
Wenn sich der Kunde entschließt, ein Energie-Spar-Projekt mit der Sparkasse zu finanzieren, erhält er von der Sparkasse einen Zuschuss zur Energieberatung bei einem zertifizierten Energieberater von bis zu 400,00 Euro.        

Im Jahr 2018 wurden gewerbliche Programme (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Verminderung von Emissionen, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Verbraucherschutz)  mit einem Volumen von insgesamt 16,9 Mio. €  und wohnwirtschaftliche Programme (energieeffizient sanieren, energieeffizient bauen, erneuerbare Energien) mit einem Volumen insgesamt 7,6 Mio. € ausgegeben.
  
Welche Auswirkungen unsere wesentlichen Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung bzw. der Nutzung/Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben, wird derzeit nicht ermittelt bzw. ausgewertet.  
  


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Angerstein Elektro | Sanitär | Heiztechnik

Auswirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen auf die

  • ökologische Nachhaltigkeit: neu installierte Geräte und Infrastruktur sind technologiebedingt mit erheblich besseren Kennzahlen in Bezug auf Umweltverträglichkeit und Emmissionen ausgestattet (Ermittlung: Herstellerangaben). Durch die von uns grundsätzlich gemachten Empfehlungen und Angebote zur Nutzung von erneuerbaren Energien erfolgen z.B. bei Heiztechnik i.d.R. erhebliche Reduzierungen der Treibhausgasemmissionen im Vergleich zum Status (technischer Stand im Durchschnitt 20 Jahre alt) vor der Modernisierung oder Erneuerung.
  • soziale Nachhaltigkeit: Modernisierungen oder Erneuerungen folgen in der Regel sowohl einer Suffizienz- als auch einer Effizienzsteigerung und gehen mit einem erheblichen Sparpotenzial einher. Dies erhöht die Summe des verfügbaren Einkommens bei allen Kundengruppen, womit auf individueller Ebene eine Steigerung des Wohlbefindens verbunden ist. Gesamtgesellschaftlich werden vor allem die nationalen Klimaschutzziele unterstützt.

Innovationsprozesse werden im Unternehmen im wesentlichen durch Verbesserungsvorschläge der Mitarbeitenden und die Spiegelung der Kundenanforderungen in die tägliche Arbeit angestoßen. Insbesondere fachliche Schulungen der Mitarbeitenden durch Hersteller leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Für Azubis sind durch das EU-Programm Erasmus+ finanzierte Auslandspraktika ein wesentlicher Treiber neuer, anderer Perspektiven.

Die relevanten Innovationsprozesse werden durch alle Stakeholder gleichermaßen angestoßen: auf Hersteller-/Händlerseite durch die Herstellung und Empfehlung von technologischen Innovationen, auf der Mitarbeitendenseite durch Verbesserungsvorschläge und fachlichen Weiterbildungen und auf der Kundenseite einerseits durchgestiegene Ansprüche, andererseits durch die Annahme und Nutzung unserer entsprechenden Angebote. Wir sehen hier jedoch einen klaren Schwerpunkt auf der Herstellerseite und nutzen die einschlägigen Kommunikationskanäle für unser Feedback zu insbesondere technologischen Verbesserungspotenzialen.

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