Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

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Nachhaltigkeit ist in Unternehmen oft ein Querschnittsthema, das die Zusammenarbeit verschiedener Geschäftsbereiche erfordert. Klare Ziele, die ambitioniert aber auch erreichbar sind, unterstützen eine konstruktive und koordinierte Zusammenarbeit und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Schon der Prozess zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsziele kann genutzt werden, um intern Aufmerksamkeit für das Thema zu erregen und Möglichkeiten zur Teilhabe verschiedenster Mitarbeiter/-innen an der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie zu schaffen.

Was ist zu beachten?
Bitte bemühen Sie sich darum, sowohl quantitative, als auch qualitative Ziele zu nennen und beziehen Sie die Ziele sowohl auf Ihren Unternehmensbetrieb, als auch Ihr Kerngeschäft. Beachten Sie, dass es an dieser Stelle um die übergeordneten Ziele im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie geht. Detailliertere Ziele können Sie in den jeweiligen Kriterien in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft ausführlicher beschreiben.
Falls in Ihrem Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsziele gesetzt wurden, beschreiben Sie bitte den Prozess, den Sie zur Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen verfolgen wollen und nennen Sie den Zeitpunkt, zu dem Ziele definiert werden sollen.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche mittel- und langfristigen Ziele sich Ihr Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt hat.

Aspekt 2:
Erläutern Sie, welche Ziele mit besonders hoher Priorität behandelt werden und erläutern Sie, wie und warum Sie zu dieser Priorisierung kommen.

Aspekt 3:
Erläutern Sie, wie die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert wird und wer im Unternehmen dafür zuständig ist.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und wie Sie sich bei Ihren Nachhaltigkeitszielen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beziehen.
Ziele beschreiben einen wünschenswerten Zustand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft durch entsprechendes Verhalten erreicht werden soll. Quantitative Ziele sind mit einer Zahl hinterlegt, z.B. die Reduktion des Energieverbrauchs um 20%. Qualitative Ziele beschreiben einen Zustand, der erreicht werden soll. Auch sie sollten so formuliert sein, dass eindeutig festgestellt werden kann, ob das Ziel zum Zeitpunkt X erreicht wurde oder nicht, z.B. die Einrichtung eines Betriebskindergartens oder Klimaneutralität.  

Operationalisieren bedeutet hier, dass die Ziele messbar gemacht werden. Dabei sollen die Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit der Daten sichergestellt werden. Messbar heißt, dass die Ziele so konkret wie möglich und der Plan und Zeithorizont zur Zielerreichung klar definiert sind. Nur so wird nachprüfbar, ob und in welchem Ausmaß die Ziele tatsächlich erreicht wurden und wie gegebenenfalls nachjustiert werden muss (siehe auch Kriterium 6: Regeln und Prozesse).

RSAG AöR

Zu jedem der fünf Handlungsfelder aus der Wesentlichkeitsanalyse – Nachhaltige Unternehmensführung, Umwelt- und Klimaschutz, Mitarbeiterorientierung, Gesellschaftlicher Wertbeitrag sowie Transparenz – haben wir Ziele definiert, die im Folgenden aufgeführt sind. Ziele und Indikatoren wurden von der Vorständin, allen Bereichs- und Stabsstellenleitungen sowie weiteren Experten der RSAG – zum Beispiel aus den Bereichen Energie und Gesundheit – gemeinsam formuliert. Die Zielerreichung wird anhand von Kernindikatoren nachverfolgt, die in Kriterium 7 erläutert sind.  

Nachhaltige Unternehmensführung

  • Gebühren langfristig fair gestalten und transparent kommunizieren
  • hohe Kundenzufriedenheit der Vorjahre bei privaten Haushalten sowie Gewerbekunden halten
  • gesetzes- und richtlinienkonform verhalten und präventiv gegen Korruption vorgehen
  • Digitalisierung unter Berücksichtigung der Kunden- und Mitarbeiterprozesse vorantreiben

Umwelt- und Klimaschutz
  • Voraussetzungen für eine leistungsfähige Sekundärrohstoffwirtschaft schaffen
  • kommende Generationen für den Umgang mit Wertstoffen und die Entsorgung von Abfällen sensibilisieren
  • spezifische Treibhausgasemissionen optimieren
  • biologische Vielfalt erhalten und fördern
  • regenerative Energien erzeugen

Mitarbeiterorientierung
  • langfristig sichere und unbefristete Arbeitsplätze erhalten
  • stetigen Lernprozess aller Beschäftigten durch individuelle Aus- und Weiterbildung unterstützen und begleiten
  • Anzahl der Arbeitsunfälle und krankheitsbedingten Fehltage durch Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung reduzieren
  • Beschäftigungsfähigkeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zur Rente erhalten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern
  • attraktiver Arbeitgeber sein
  • Geschlechtergerechtigkeit fördern, insbesondere in Führungspositionen
  • Gleichbehandlung aller Beschäftigten, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität

Gesellschaftlicher Wertbeitrag
  • einen Beitrag zu den kommunalen Finanzen leisten
  • Lebensqualität der Menschen im Rhein-Sieg-Kreis durch Dienstleistungen rund um die Entsorgung verbessern (z. B. Stadtsauberkeit, Vermeidung und Beseitigung von wildem Müll)
  • regionale Wirtschaft und Kaufkraft im Rhein-Sieg-Kreis stärken (im Rahmen der vergaberechtlichen Möglichkeiten)
  • Entsorgungssicherheit gewährleisten
  • Angestellte ohne formalen Bildungsabschluss beschäftigen
  • unbürokratische schnelle Hilfe bei extremen Wetterereignissen leisten (z. B. Starkregen)

Transparenz
  • Entsorgungswege des gesammelten Abfalls transparent ausweisen
  • Partnerschaften mit kommunalen Partnern und gemeinnützigen Organisationen pflegen
  • regelmäßig zur Nachhaltigkeit berichten und mit den Stakeholdern austauschen
  • interne Kommunikation zum Nachhaltigkeitsbericht verbessern
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse (siehe Kriterium 2) haben unsere Führungskräfte Nachhaltigkeitsaspekte aus fünf Handlungsfeldern nach ihrer internen Bedeutung für die RSAG bewertet. Entsprechend dieser Bewertung sind unsere Ziele priorisiert. In Bezug auf das Handlungsfeld Nachhaltige Unternehmensführung behandelt die RSAG Ziele zur Kundenzufriedenheit mit erhöhter Priorität. Im Handlungsfeld Mitarbeiterorientierung haben Ziele zum Gesunden und alternsgerechten Arbeiten für uns eine besonders große Relevanz und im Feld Gesellschaftlicher Wertbeitrag Ziele zur Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Entsorgungssicherheit. Bezüglich Umwelt- und Klimaschutz priorisieren wir unser Ziel, die Voraussetzungen für eine effiziente Sekundärrohstoffwirtschaft zu schaffen und im Handlungsfeld Transparenz das Ziel, die Transparenz der Entsorgungswege zu erhöhen.  

Auch wenn wir uns in unserer Kommunikation nicht explizit darauf beziehen, tragen unsere Aktivitäten zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen bei. Insbesondere zu SDG 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur sowie SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden leisten wir durch unsere Kerntätigkeit als Abfallwirtschaftsgesellschaft einen Beitrag. Wir stellen allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Rhein-Sieg-Kreises eine moderne und nachhaltige Entsorgungsinfrastruktur zur Verfügung und investieren in Fahrzeuge und Anlagen mit geringen Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Lebensqualität im Kreis zu verbessern. SDG 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion fördern wir unter anderem durch Maßnahmen zur Abfallvermeidung sowie die Getrenntsammlung und umweltgerechte Verwertung von Bioabfall, Altpapier, einer Vielzahl von Wertstoffen und Restmüll. Durch die Produktion von Strom mit Biogas und Photovoltaik tragen wir zu SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz und SDG 7 Bezahlbare und saubere Energie bei.  

Im zweijährigen Turnus – für die Erstellung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts sowie der DNK-Erklärung – evaluieren unsere Vorständin, die Stabsstellen- und Bereichsleitungen sowie weitere Fachexperten die Zielerreichung und definieren soweit nötig neue Ziele und Indikatoren. Da Nachhaltigkeit für uns eine hohe Priorität hat, liegt die oberste Verantwortung für dieses Thema bei der Vorständin. Sie schafft die organisatorischen Voraussetzungen für die Zielerreichung im Unternehmen. Unsere Verantwortlichkeiten für das Thema Nachhaltigkeit sind in Kriterium 5 ausführlich beschrieben.

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WASGAU

Im Folgenden sind die Ziele der WASGAU – sortiert nach den jeweiligen Belangen – angegeben. Für diese Belange hat die WASGAU Kernindikatoren im Sinne des DNK implementiert. Deren Fortschritte und Ergebnisse werden durch den Nachhaltigkeitsreferenten und die entsprechenden Kernteams überwacht und sind in das strategische Controlling zur Erfolgsmessung integriert (siehe Kriterium 5 und 7). Sie sollen den Grad der Zielerreichung abbilden und damit Anhaltspunkte für Verbesserungen liefern. Eine Priorisierung der Ziele erfolgt nicht, da alle identifizierten Themen als wichtig für die Nachhaltigkeitsentwicklung unseres Unternehmens angesehen werden. Eine Zuordnung der Ziele zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen findet derzeit nicht statt.

In Bezug auf Umweltbelange werden die Ergebnisse des Konzepts in den Kriterien 11, 12 und 13 berichtet.

Ziele in Bezug auf Umweltbelange: Umsetzung
Wir stellen konzernweit sukzessive auf LED-Beleuchtung um. fortlaufendes Ziel
Wir streben eine konzernweite Reduzierung des Energie-Leistungsindikators Strom um 5 % an (Basisjahr 2015). 2019
Wir erhöhen konzernweit die Energietransparenz durch zusätzliche Messungen. fortlaufendes Ziel
Wir überprüfen konzernweit die Nutzung von Verglasung für die Kühltruhen und die Wirtschaftlichkeit des Einbaus. 2018
Wir überprüfen die größten Wärmeerzeuger und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. fortlaufendes Ziel
Wir überprüfen die größten Erdgasverbraucher und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. 2018
Wir arbeiten nach Möglichkeit mit lokalen Lieferanten zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten. fortlaufendes Ziel
Wir beabsichtigen, den Anteil an schadstoffarmen Fahrzeugen in unserem Fuhrpark weiter zu erhöhen. fortlaufendes Ziel
Wir versuchen verstärkt, Plastikabfälle in den Produktionsbetrieben und Märkten zu minimieren. fortlaufendes Ziel
Wir modernisieren fortwährend unsere Märkte, sodass sie dem neuesten technischen Stand entsprechen. fortlaufendes Ziel

In Bezug auf Arbeitnehmerbelange werden die Ergebnisse des Konzepts in den Kriterien 14, 15 und 16 berichtet.

Ziele in Bezug auf Arbeitnehmerbelange: Umsetzung
Wir ermöglichen durch gezielte Maßnahmen die Aus- und Weiterbildung sowie die Karriereentwicklung unserer Mitarbeiter, um dadurch einen qualifizierten Beschäftigtennachwuchs zu sichern und eine langfristige Bindung ans Unternehmen zu erreichen. fortlaufendes Ziel
Wir wollen attraktiver Arbeitgeber in der Region bleiben. fortlaufendes Ziel
Wir wollen Arbeitsunfälle durch Schulungen zum Arbeitsschutz reduzieren. fortlaufendes Ziel

In Bezug auf Sozialbelange werden die Ergebnisse des Konzepts im Kriterium 18 berichtet.


Ziele in Bezug auf Sozialbelange:
Umsetzung
Als starker Partner der Region fördern wir gemeinnützige soziale Projekte, um die Lebensqualität zu verbessern und die Menschen in unserer Heimat zu unterstützen. fortlaufendes Ziel
Wir informieren rund um das Thema „Gesundes Essen“, auch über unsere Social-Media-Aktivitäten. fortlaufendes Ziel
Wir wollen ein starker Partner in der Region für die Gesellschaft sein. fortlaufendes Ziel

In Bezug auf Achtung der Menschenrechte werden die Ergebnisse des Konzepts im Kriterium 17 berichtet.


Ziele in Bezug auf Achtung der Menschenrechte:
Umsetzung
Ziel der WASGAU ist es, Menschenrechtsverletzungen in ihrem direkten Einflussbereich zu vermeiden. fortlaufendes Ziel

In Bezug auf Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden die Ergebnisse des Konzepts in den Kriterien 19 und 20 berichtet.


Ziele in Bezug auf Bekämpfung von Korruption und Bestechung:
Umsetzung
Ziel der WASGAU ist es, Korruption und Bestechung in ihrem direkten Einflussbereich zu vermeiden. fortlaufendes Ziel

Im Folgenden berichtet die WASGAU über weitere relevante Themen. Die Ergebnisse hieraus werden in den Kriterien 4 und 10 berichtet:

Absichten zu Produkten und Lieferanten, insbesondere in Bezug auf die WASGAU Marken,
und weitere Themen:
Umsetzung
Wir machen die Wertschöpfungskette bei unseren WASGAU Marken so transparent wie möglich und legen dabei Wert auf Zertifizierungen. permanent
Wir streben die Rolle als führende Plattform für regionale Produkte im Vertriebsgebiet an. permanent
Wir sind ein fairer Partner und bevorzugen langfristige Geschäftsbeziehungen. permanent
In Bezug auf WASGAU Marken entwickeln wir einen Lieferantenkatalog. Dieser berücksichtigt auch soziale und ökologische Kriterien. 2018
Wir bieten eine Vielzahl von Produkten an, die gentechnikfrei produziert werden. 2018
Wir wollen unsere Angebote an WASGAU Marken ausbauen. permanent
Wir wollen umfassend zu Lebensmitteln auf diversen Kommunikationskanälen informieren und unsere Kunden individuell in unseren Märkten beraten. permanent
Wir bauen unsere digitalen Prozesse aus und erhöhen so zusätzlich unsere Serviceorientierung. permanent
Wir gewährleisten ein wettbewerbskonformes Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Sortimente und Zielgruppen. permanent

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ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit

Das übergeordnete Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, die Nachhaltigkeitsperformance des ALTE LEIPZIGER - HALLESCHE Konzerns im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen weiter zu verbessern. Nach unserer Analyse (s. Kriterium 1 – Strategische Analyse und Maßnahmen) bilden insbesondere die SDGs 1, 3, 8 und 13 den Rahmen für unser nachhaltiges Handeln. Da die Strategie für den gesamten ALTE LEIPZIGER - HALLESCHE Konzern gilt, sind hier Beiträge für alle Gesellschaften dargestellt.  

 
Ziel 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden.
Handlungsfelder: Produkte und Leistungen, nachhaltige Kapitalanlage, Personal und Soziales, Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Die Absicherung von finanziellen Risiken ist das Kerngeschäft unserer Lebens- und Krankenversicherung. Dabei kommt der Bezahlbarkeit der Beiträge und der langfristigen Gewährleistung des Versicherungsschutzes eine zentrale Rolle zu. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden nicht in finanziell prekäre Situationen geraten und dadurch bedingt in Armut abrutschen. Die Absicherung im Alter durch eine private oder betriebliche Altersvorsorge bzw. eine private Pflegeversicherung verhindert beispielsweise Altersarmut. Aufgrund der demographischen Entwicklung und der umlagefinanzierten gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung ist dies auch in Deutschland ein zunehmend wichtiges Thema.
Im Bereich der Sachversicherungen (z. B. Haftpflicht- und Gebäudeversicherungen) können unsere Kunden ebenfalls finanzielle Risiken minimieren, die beispielsweise durch Unfälle oder extreme Wetterereignisse entstehen können.

Auch durch unsere Kapitalanlage haben wir Handlungsmöglichkeiten, um weltweit Armut zu verringern, indem wir uns durch die aktive Stimmrechtsausübung und Engagement im Aktienbereich für Arbeitnehmer- und Menschenrechte einsetzen.

Durch unsere Spendentätigkeit und unser Nachhaltigkeitsengagement setzen wir uns darüber hinaus für Armutsvermeidung in der Region ein und binden dabei insbesondere unsere Mitarbeiter ein. Im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung achten wir außerdem auf mögliche Armutsrisiken entlang unserer Wertschöpfungskette und steuern diese in unserem Risikomanagement.  

 
Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
Handlungsfelder: Produkte und Leistungen, Personal und Soziales

Wir sehen es als unseren sozialpolitischen Auftrag, guten Krankenversicherungsschutz zu bezahlbaren Beiträgen zu erbringen. Die HALLESCHE investiert als privates Krankenversicherungsunternehmen aktiv in die Gesundheit und Prävention ihrer Versicherten und trägt somit zur Gesundheit und zum Wohlergehen in der deutschen Gesellschaft bei. Dabei legen wir Wert auf die persönliche Kommunikation mit unseren Kunden wie auch digital über hallesche4u. Zukünftig möchten wir unser Konzept als Gesundheitspartner weiterentwickeln und so unseren Beitrag zu SDG 3 weiter vertiefen.

Auch als Konzern tun wir viel zur Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter. Zum Beispiel gibt es für Mitarbeiter „Vorsorge-Schecks“ für Vorsorge-Leistungen, Angebote zur Rückenschule, Grippeschutzimpfungen und Zuschüsse für Sehhilfen sowie Zahnersatz.  


Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschafts­wachstum, produktive Vollbe­schäftigung und menschen­wür­dige Arbeit für alle fördern
Handlungsfelder: Verantwortungsvolle Unternehmensführung, Nachhaltige Kapitalanlage, Personal und Soziales

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Diversität unserer Mitarbeiter und begegnen durch interne Ausbildungsmöglichkeiten dem demographischen Wandel. Durch unseren Versicherungsschutz in der betrieblichen Krankenversicherung und Altersversorgung unterstützen wir diese Werte auch bei unseren Kunden.

Auch entlang der Wertschöpfungskette setzen wir uns für gerechte Löhne und eine menschenwürdige Arbeit ein. Dies verfolgen wir in der Kapitalanlage durch unser Engagement als „aktiver Investor“ (s. Kriterium 4 – Tiefe der Wertschöpfungskette). Für unsere Geschäftspartner haben wir dazu verbindliche Grundsätze in unserem Lieferanten-Verhaltenskodex verankert.  


Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
Handlungsfelder: Nachhaltige Kapitalanlage, betrieblicher Umweltschutz, Produkte und Leistungen

Der Klimawandel wird schwerwiegende Folgen für unsere Gesellschaft und Umwelt haben, wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden um den Temperaturanstieg zu begrenzen. Auch wir sehen uns in der Verantwortung einen Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens zu leisten, mit dem die Erwärmung des Klimas auf maximal 1,5 bis 2 Grad Celsius begrenzt werden soll.

Den größten Hebel haben wir hier in der Kapitalanlage, indem wir durch unsere eigenen Investments in erneuerbare Energien sowie die Einflussnahme auf investierte Unternehmen unseren Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Welt leisten. Aber auch durch die Ausgestaltung unserer Produkte können wir dieses Ziel verfolgen (s. Kriterium 4 – Tiefe der Wertschöpfungskette). Einen weiteren, wenn auch wesentlich geringeren Beitrag können wir durch die Emissionsreduktion in unserer Verwaltung leisten.  

Für unsere Handlungsfelder haben wir uns im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements folgende Ziele gesetzt:

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REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

Bis Mitte 2016 war ein hochrangig besetzter Nachhaltigkeitsstrategiekreis mit der Steuerung der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group betraut. Er diente als Entscheidungsgremium und Impulsgeber für die Umsetzung der Strategie in allen Vertriebslinien. In ihm wurden die Jahresziele für Nachhaltigkeit definiert und die Fortschritte der Projekte und Key Performance Indikatoren (KPIs) überwacht. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung 2016 hat die REWE Group die Nach­haltig­keits­organi­sation innerhalb der einzelnen Vertriebslinien gestärkt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftsprozesse integriert. Dazu wurden die Aufgaben des Strategiekreises auf die Vertriebslinien übertragen, die Nachhaltigkeitsabteilung und Nachhaltigkeitssäulen gestärkt und Nachhaltigkeit in die regulären Entscheidungsprozesse integriert. Damit verfolgt die REWE Group das Ziel, Nachhaltigkeitsmaßnahmen näher am Geschäft und an den Kunden zu entwickeln und die Umsetzung schneller voranzutreiben.

Den einzelnen Nachhaltigkeitssäulen stehen Bereichsvorstände oder Geschäftsführer vor, um der Bedeutung der Nachhaltigkeitssäulen und deren Arbeit Rechnung zu tragen. Aus den Nachhaltigkeitssäulen heraus werden Maßnahmen passend zu den Zielen und Positionierungen der Vertriebslinien erarbeitet. Die Verantwortung ist so bis hin zur operativen Ebene in die etablierten Entscheidungsprozesse integriert. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsreportings dokumentiert und analysiert der Bereich Corporate Responsibility Fortschritte bei Nachhaltigkeitsprojekten und KPIs und nimmt eine beratende Funktion für die Projektgruppen und Vertriebslinien wahr.

Grüne Produkte
- KPI 1 : Bis Ende 2030 sind 100 Prozent aller relevanten strategischen Produktionsstätten in Trainingsprogrammen (Capacity-Building) integriert
- KPI 2 : Bis Ende 2025 Einführung eines Beschwerdemechanismus-Systems in relevanten Lieferketten
- KPI 3 : Bis Ende 2030 sind 100 Prozent der relevanten Food- und Non-Food-Produzenten in einem Umweltprogramm integriert
- KPI 4 : Bis Ende 2030 100 Prozent umweltfreundlichere Eigenmarkenverpackungen

Zudem gibt es Ziele für einzelne Rohstoffe z.B. für Fisch, Palmöl, Kakao, Kaffee, Eier, Baumwolle. Mehr Informationen finden Sie hier.

Energie, Klima und Umwelt
Die REWE Group hat das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche bis 2022 gegenüber 2006 zu halbieren.

- KPI 1 : Senkung des Stromverbrauchs je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kWh/m²) zwischen 2012 und 2022 um 7,5 Prozent
- KPI 2 : Reduzierung der kältemittelbedingten Treibhausgasemissionen je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kg CO2-Äquivalente/m²) zwischen 2012 und 2022 um 35 Prozent

Mitarbeiter
- KPI 1: Ausbildungsquote (Anteil Auszubildender an Gesamtbelegschaft in Full Time Equivalent) bis 2022 auf 5,0 Prozent steigern oder mindestens auf dem Niveau halten
- KPI 2: Interne Besetzung von Führungspositionen bis 2022 auf dem Niveau von 75,0 Prozent halten
- KPI 3: Unfälle pro 1.000 Full Time Equivalent bis 2022 auf dem Niveau von 48,0 Prozent halten   
- KPI 4: Anteil der Führungspositionen, die mit Frauen besetzt sind bis 2022 auf dem Niveau von 47,9 halten
- KPI 5: Behindertenquote nach Köpfen bis 2022 mindestens auf dem Niveau von 3,0 Prozent halten*

* Die Behindertenquote wird nach Köpfen berechnet und hat damit eine andere Berechnungsgrundlage als die Ermittlung der Pflichtbeschäftigungsquote von schwerbehinderte Menschen nach § 71 SGB IX (Deutschland). Die Berechnung der Behindertenquote nach Köpfen wurde gewählt, um länderübergreifend (Deutschland und Österreich) eine einheitliche Kennzahl ermitteln zu können. Die Definition von Menschen mit Behinderung erfolgt gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) § 2 (Deutschland) und Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) (Österreich).

Gesellschaftliches Engagement
- KPI 1: Der Anteil langfristiger Projekte bei mindestens 70 Prozent
- KPI 2: Die wichtigsten Projekte und Maßnahmen sowie diejenigen mit einem Mitteleinsatz von über 30.000 Euro werden regelmäßig über ein Nachhaltigkeitscontrolling evaluiert.

Sustainable Development Goals (SDGs)
Im Jahr 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese 17 Nachhaltigkeitsziele adressieren die wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene. Die SDGs haben einen Zeithorizont bis 2050 und werden durch 169 Teilziele konkretisiert. Die REWE Group ist bestrebt, durch ihr Nachhaltigkeitsengagement einen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu leisten. Aus diesem Grund hat sie ihre Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Geschäftsprozesse mit den 17 UN- Entwicklungszielen und den zugehörigen 169 SDG-Teilzielen abgeglichen. Auf Grundlage dieser Analyse wurden die SDGs und ihre Teilziele von den Nachhaltigkeitsverantwortlichen der REWE Group priorisiert und so ein Ranking der relevantesten SDGs gebildet, das auf dem REWE Group-Dialogforum im Jahr 2016 mit Stakeholdern im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert wurde. Das Feedback der Stakeholder floss in ein Gesamtranking ein, in dem folgende SDGs mit hoher Relevanz für die REWE Group ausgewiesen werden:

  • Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
  • Leben an Land
  • Leben unter dem Wasser
  • Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
  • Kein Hunger
  • Erneuerbare Energien
Die Analyse zeigt, dass die Nachhaltigkeitsaktivitäten der REWE Group einen Beitrag zur Zielerreichung der als relevant eingestuften SDGs leisten, und identifiziert weitere Potenziale für zukünftiges Engagement.

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Elprog GmbH

Unsere Unternehmensstrategie verfolgt unter anderem folgende Inhalte und Ziele:

  • VERTRIEBSZIELE, KUNDENSTRATEGIE: Langfristige und verlässliche Partnerschaften mit unseren Kunden - Fortsetzung des gesunden Wachstumskurses, weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit
  • MITARBEITERSTRATEGIE: Zufriedenheit unserer Mitarbeiter - Verbesserung der Mitarbeiterkompetenz, weitere Förderung von Gesundheitsmaßnahmen (z.B. im Rahmen von TEAM Elprog), Ermittlung der Belastung für Mitarbeiter und Ableitung von Maßnahmen (z.B. Klimatisierung). Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist ein entscheidender Faktor zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Unternehmensprozesse.
  • UMWELTSTRATEGIE: Erhebung des Corporate Carbon Footprint nach Greenhouse Gas Protocol seit 2014 zur Ermittlung unserer klimarelevanten Auswirkungen und Förderung von Maßnahmen zur Reduktion der Belastung.
  • INNOVATIONSSTRATEGIE: Weitere Investitionen in neue Maschinen und Anlagen zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit           
  • QUALITÄTSZIELE FERTIGUNG: Weitere Verbesserung unserer Fertigungsqualität durch kontinuierliche Überwachung von Qualitätskennzahlen                                                   
In den genannten strategischen Bereichen (UMWELT, MITARBEITER, QUALITÄT, VERTRIEB/KUNDEN) haben wir uns konkrete Ziele gesetzt und Key Performance Indikatoren (KPI) definiert. Die Zielerreichung wird kontinuierlich kontrolliert.             Konkrete Ziele und KPI lauten zum Beispiel: Mitarbeiter:
  • Krankheitsquote auf maximal 5% halten
  • KPI: Schulungen, Unterweisungen für die Belegschaft auf 550h pro Jahr erhöhen

Umwelt:
  • KPI: CO2-Ausstoß pro Vollzeit-MA (in t) auf 1,45 t senken (2018)
  • KPI: Radkilometer pro Vollzeit-MA auf 140 km/Jahr erhöhen (2018)
  • KPI: Stromverbrauch pro Baugruppe (in kWh) auf 0,60 kWh senken (2018)

Qualitätsziele und KPI Fertigung:
  • Interne Nacharbeitszeiten (in h pro Jahr) auf 1000 halten
  • Reparaturaufwand (in h) Kundenreklamationen auf 500 senken

Ein weiteres Ziel ist, dass perspektivisch alle Lieferanten ISO:9001 zertifiziert sind.
Wir besitzen keine explizite Nachhaltigkeitsstrategie, wollen jedoch diesen ersten Bericht nutzen, die relevanten Aspekte zum Thema Nachhaltigkeit weiter zu systematisieren. 

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