Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

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Nachhaltigkeit ist in Unternehmen oft ein Querschnittsthema, das die Zusammenarbeit verschiedener Geschäftsbereiche erfordert. Klare Ziele, die ambitioniert aber auch erreichbar sind, unterstützen eine konstruktive und koordinierte Zusammenarbeit und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Schon der Prozess zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsziele kann genutzt werden, um intern Aufmerksamkeit für das Thema zu erregen und Möglichkeiten zur Teilhabe verschiedenster Mitarbeiter/-innen an der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie zu schaffen.

Was ist zu beachten?
Bitte bemühen Sie sich darum, sowohl quantitative, als auch qualitative Ziele zu nennen und beziehen Sie die Ziele sowohl auf Ihren Unternehmensbetrieb, als auch Ihr Kerngeschäft. Beachten Sie, dass es an dieser Stelle um die übergeordneten Ziele im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie geht. Detailliertere Ziele können Sie in den jeweiligen Kriterien in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft ausführlicher beschreiben.
Falls in Ihrem Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsziele gesetzt wurden, beschreiben Sie bitte den Prozess, den Sie zur Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen verfolgen wollen und nennen Sie den Zeitpunkt, zu dem Ziele definiert werden sollen.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche mittel- und langfristigen Ziele sich Ihr Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt hat.

Aspekt 2:
Erläutern Sie, welche Ziele mit besonders hoher Priorität behandelt werden und erläutern Sie, wie und warum Sie zu dieser Priorisierung kommen.

Aspekt 3:
Erläutern Sie, wie die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert wird und wer im Unternehmen dafür zuständig ist.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und wie Sie sich bei Ihren Nachhaltigkeitszielen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beziehen.
Ziele beschreiben einen wünschenswerten Zustand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft durch entsprechendes Verhalten erreicht werden soll. Quantitative Ziele sind mit einer Zahl hinterlegt, z.B. die Reduktion des Energieverbrauchs um 20%. Qualitative Ziele beschreiben einen Zustand, der erreicht werden soll. Auch sie sollten so formuliert sein, dass eindeutig festgestellt werden kann, ob das Ziel zum Zeitpunkt X erreicht wurde oder nicht, z.B. die Einrichtung eines Betriebskindergartens oder Klimaneutralität.  

Operationalisieren bedeutet hier, dass die Ziele messbar gemacht werden. Dabei sollen die Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit der Daten sichergestellt werden. Messbar heißt, dass die Ziele so konkret wie möglich und der Plan und Zeithorizont zur Zielerreichung klar definiert sind. Nur so wird nachprüfbar, ob und in welchem Ausmaß die Ziele tatsächlich erreicht wurden und wie gegebenenfalls nachjustiert werden muss (siehe auch Kriterium 6: Regeln und Prozesse).

Commerzbank AG

Gemeinsam mit Fachkollegen aus allen Bereichen der Commerzbank hat das Nachhaltigkeitsmanagement 2017 das Nachhaltigkeitsprogramm neu aufgelegt. Darin sind rund 100 Nachhaltigkeitsziele formuliert, an deren Umsetzung die Bank in den kommenden Jahren arbeitet. Die Ziele zahlen auf die Sustainable Development Goals (SDG) ein, zu denen sich die Commerzbank bekennt.

Dazu gehört das Klimaziel zur Reduzierung der eigenen CO2-Emissionen und das Energieziel zur Senkung unseres Energieverbrauchs (s. 12. Ressourcenmanagement) als Teil der separat verfolgten Klimastrategie. Um Reduktionspotenziale bewerten und wirksame Maßnahmen einleiten zu können, erfolgt eine systematische Analyse der Emissionsquellen und die umfassende Berechnung des eigenen CO2-Fußabdrucks. Auf dieser Basis werden CO2-Reduktions- oder Substitutionsmaßahmen wie die Umstellung auf Ökostrom eingeleitet. Das integrierte Umwelt- und Energiemanagementsystem wird durch die DNV GL Business Assurance Zertifizierung und Umweltgutachter GmbH nach den Standards ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert.

Weitere Nachhaltigkeitsziele finden sich in unserer Personalpolitik – beispielsweise bei der Förderung von Frauen in Führungspositionen. So konnten wir den Anteil von Frauen in Führungspositionen über alle Führungsebenen konzernweit auf 30,8 Prozent im Jahr 2018 steigern. Bis Ende 2021 gelten die neuen Zielquoten von 17,5 Prozent Frauen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes, 20 Prozent auf der zweiten Führungsebene und 35 Prozent über alle Führungsebenen.

Da die Ziele von den jeweiligen Fachhabteilungen verantwortet werden und diese parallel an der Umsetzung arbeiten, ist eine Priorisierung innerhalb der Ziele nicht vorgesehen. Die Zielerreichungen werden regelmäßig (1x im Jahr) durch die Fachabteilungen und das Nachhaltigkeitsmanagement geprüft und veröffentlicht.
 

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Bilfinger SE

Unsere mittel- und langfristigen Ziele
Für nahezu jedes zentrale Handlungsfeld (wesentliches Thema) unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns Ziele gesetzt. Hierzu zählen insbesondere:  

  • Bis Ende 2019: Durchführung einer Sicherheitskampagne zum Thema „Umgang mit Erlaubnisscheinen“.
  • Bis Ende 2019: Aufbau eines konzernweiten, einheitlichen Systems zur Messung der Kundenzufriedenheit.
  • Bis Ende 2019: Beurteilung von mindestens 115 Lieferanten auf ihre Integrität durch eine externe Agentur.
  • Bis Ende 2020: Ausweitung unseres divisionsübergreifenden Matrixzertifikats, das zur Gewährleitung einheitlicher Qualitätsstandards im Konzern beiträgt, auf alle relevanten operativen Gesellschaften in Europa und dem Nahen Osten, die bereits ein eigenes ISO-9001-Zertifikat halten.
  • Bis Ende 2020: Steigerung des konzernweiten Frauenanteils in Führungspositionen auf 15%.
  • Bis Ende 2020: Erfüllung der gesetzlichen Geschlechterquote von 30 % Frauen- bzw. Männeranteil im Aufsichtsrat.
  • Bis Ende 2020: Steigerung des Frauenanteils im Führungskreis 1 der Bilfinger SE auf mindestens 10 %.
  • Bis Ende 2020: Steigerung des Frauenanteils im Führungskreis 2 der Bilfinger SE auf mindestens 23 %.
  • Bis Ende 2020: Vollständiges Rollout unserer konzernweiten HR-Software (HRcules), um u.a. valide Kennzahlen zur internen Weiterbildung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte bereitzustellen.
  • Kontinuierlich: Einhaltung höchster Compliance-Standards (2018 wurde das Compliance-System von Bilfinger zertifiziert).
  • Kontinuierlich: Ausbau unseres Spektrums an nachhaltigen Industriedienstleistungen.
  • Kontinuierlich: Weitere Steigerung unserer Arbeitgeberattraktivität durch vielfältige Maßnahmen in den Bereichen Work-Life-Balance, Gesundheitsmanagement, Vergütung und Zusatzleistungen, Interessenvertretung und Mitarbeiterentwicklung.
  • Kontinuierlich: Jährliche Verbesserung unserer Arbeitssicherheit um mindestens 10 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten drei Jahre.

Bewertung, Priorisierung und Kontrolle der Ziele
Eine Bewertung und Kontrolle der definierten Ziele, die in ihrer Bedeutung entsprechend der Wesentlichkeitsanalyse priorisiert werden, erfolgt in regelmäßigen Abständen durch das Nachhaltigkeitsnetzwerk.
Zu den wichtigsten Zielen gehört die Steigerung der Arbeitssicherheit und eine möglichst hohe Attraktivität als Arbeitgeber. Unsere Mitarbeiter sind das Fundament unseres Erfolgs und daher wollen wir ihnen auch ein fairer und verlässlicher Arbeitgeber sein. Auch die damit verbundene Gleichberechtigung von männlichen und weiblichen Mitarbeitern gehört zu unseren wichtigsten Zielen. Eine hohe Priorität hat außerdem Thema "Compliance".  

Bezug auf SDGs Ein expliziter Bezug unserer Nachhaltigkeitsziele auf die SDGs erfolgt nicht.

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RSAG AöR

Zu jedem der fünf Handlungsfelder aus der Wesentlichkeitsanalyse – Nachhaltige Unternehmensführung, Umwelt- und Klimaschutz, Mitarbeiterorientierung, Gesellschaftlicher Wertbeitrag sowie Transparenz – haben wir Ziele definiert, die im Folgenden aufgeführt sind. Ziele und Indikatoren wurden von der Vorständin, allen Bereichs- und Stabsstellenleitungen sowie weiteren Experten der RSAG – zum Beispiel aus den Bereichen Energie und Gesundheit – gemeinsam formuliert. Die Zielerreichung wird anhand von Kernindikatoren nachverfolgt, die in Kriterium 7 erläutert sind.  

Nachhaltige Unternehmensführung

  • Gebühren langfristig fair gestalten und transparent kommunizieren
  • hohe Kundenzufriedenheit der Vorjahre bei privaten Haushalten sowie Gewerbekunden halten
  • gesetzes- und richtlinienkonform verhalten und präventiv gegen Korruption vorgehen
  • Digitalisierung unter Berücksichtigung der Kunden- und Mitarbeiterprozesse vorantreiben

Umwelt- und Klimaschutz
  • Voraussetzungen für eine leistungsfähige Sekundärrohstoffwirtschaft schaffen
  • kommende Generationen für den Umgang mit Wertstoffen und die Entsorgung von Abfällen sensibilisieren
  • spezifische Treibhausgasemissionen optimieren
  • biologische Vielfalt erhalten und fördern
  • regenerative Energien erzeugen

Mitarbeiterorientierung
  • langfristig sichere und unbefristete Arbeitsplätze erhalten
  • stetigen Lernprozess aller Beschäftigten durch individuelle Aus- und Weiterbildung unterstützen und begleiten
  • Anzahl der Arbeitsunfälle und krankheitsbedingten Fehltage durch Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung reduzieren
  • Beschäftigungsfähigkeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zur Rente erhalten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern
  • attraktiver Arbeitgeber sein
  • Geschlechtergerechtigkeit fördern, insbesondere in Führungspositionen
  • Gleichbehandlung aller Beschäftigten, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität

Gesellschaftlicher Wertbeitrag
  • einen Beitrag zu den kommunalen Finanzen leisten
  • Lebensqualität der Menschen im Rhein-Sieg-Kreis durch Dienstleistungen rund um die Entsorgung verbessern (z. B. Stadtsauberkeit, Vermeidung und Beseitigung von wildem Müll)
  • regionale Wirtschaft und Kaufkraft im Rhein-Sieg-Kreis stärken (im Rahmen der vergaberechtlichen Möglichkeiten)
  • Entsorgungssicherheit gewährleisten
  • Angestellte ohne formalen Bildungsabschluss beschäftigen
  • unbürokratische schnelle Hilfe bei extremen Wetterereignissen leisten (z. B. Starkregen)

Transparenz
  • Entsorgungswege des gesammelten Abfalls transparent ausweisen
  • Partnerschaften mit kommunalen Partnern und gemeinnützigen Organisationen pflegen
  • regelmäßig zur Nachhaltigkeit berichten und mit den Stakeholdern austauschen
  • interne Kommunikation zum Nachhaltigkeitsbericht verbessern
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse (siehe Kriterium 2) haben unsere Führungskräfte Nachhaltigkeitsaspekte aus fünf Handlungsfeldern nach ihrer internen Bedeutung für die RSAG bewertet. Entsprechend dieser Bewertung sind unsere Ziele priorisiert. In Bezug auf das Handlungsfeld Nachhaltige Unternehmensführung behandelt die RSAG Ziele zur Kundenzufriedenheit mit erhöhter Priorität. Im Handlungsfeld Mitarbeiterorientierung haben Ziele zum Gesunden und alternsgerechten Arbeiten für uns eine besonders große Relevanz und im Feld Gesellschaftlicher Wertbeitrag Ziele zur Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Entsorgungssicherheit. Bezüglich Umwelt- und Klimaschutz priorisieren wir unser Ziel, die Voraussetzungen für eine effiziente Sekundärrohstoffwirtschaft zu schaffen und im Handlungsfeld Transparenz das Ziel, die Transparenz der Entsorgungswege zu erhöhen.  

Auch wenn wir uns in unserer Kommunikation nicht explizit darauf beziehen, tragen unsere Aktivitäten zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen bei. Insbesondere zu SDG 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur sowie SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden leisten wir durch unsere Kerntätigkeit als Abfallwirtschaftsgesellschaft einen Beitrag. Wir stellen allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Rhein-Sieg-Kreises eine moderne und nachhaltige Entsorgungsinfrastruktur zur Verfügung und investieren in Fahrzeuge und Anlagen mit geringen Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Lebensqualität im Kreis zu verbessern. SDG 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion fördern wir unter anderem durch Maßnahmen zur Abfallvermeidung sowie die Getrenntsammlung und umweltgerechte Verwertung von Bioabfall, Altpapier, einer Vielzahl von Wertstoffen und Restmüll. Durch die Produktion von Strom mit Biogas und Photovoltaik tragen wir zu SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz und SDG 7 Bezahlbare und saubere Energie bei.  

Im zweijährigen Turnus – für die Erstellung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts sowie der DNK-Erklärung – evaluieren unsere Vorständin, die Stabsstellen- und Bereichsleitungen sowie weitere Fachexperten die Zielerreichung und definieren soweit nötig neue Ziele und Indikatoren. Da Nachhaltigkeit für uns eine hohe Priorität hat, liegt die oberste Verantwortung für dieses Thema bei der Vorständin. Sie schafft die organisatorischen Voraussetzungen für die Zielerreichung im Unternehmen. Unsere Verantwortlichkeiten für das Thema Nachhaltigkeit sind in Kriterium 5 ausführlich beschrieben.

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HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Als kommunales Wohnungsbauunternehmen verfolgt die HOWOGE in ihrer Geschäftstätigkeit langfristig ausgerichtete, nachhaltigkeitsbasierte Ziele. Diese gründen auf der Unternehmensstrategie und wurden im Berichtszeitraum über das „Prinzip 2026“ gesteuert (siehe Kriterium 1). Diese strategische Positionierung wird von allen Bereichen in der rollierenden, auf zehn Jahre angelegten Unternehmensplanung berücksichtigt, wodurch die Kontrolle (der quantifizierbaren Ziele) sichergestellt wird. Richtungsweisend für die Priorisierung und Bewertung der Zielerreichung durch die Geschäftsführung sind die Anforderungen u. a. aus dem Berliner Wohnraumversorgungsgesetz und der Kooperationsvereinbarung (siehe Kriterium 1).

Im Zuge der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie 2019 - 2020 werden die bestehenden Ziele systematisiert, und es werden neue, strategische Nachhaltigkeitsziele entwickelt. Dabei wird auch geprüft, welchen Beitrag die HOWOGE zu den Sustainable Development Goals (SDGs) leistet. Aktuelle Ziele haben noch keinen expliziten Bezug zu den SDGs. Über das neue Zielprogramm werden wir im nächsten Nachhaltigkeitsbericht ausführlich informieren.

Gegenwärtig prioritär behandelte Ziele mit Nachhaltigkeitsbezug der Unternehmensstrategie sind u. a.

  • Erhöhung des Wohnungsbestands auf ca. 80.000 Wohnungen bis 2030,
  • Begrenzung des CO2-Ausstoßes pro Wohneinheit auf max. 0,6 t bis 2035,
  • signifikante Senkung des Energieverbrauchs in den Wohn- und Gewerbeeinheiten,
  • Digitalisierung aller HOWOGE-internen Prozesse bis 2025,
  • Erhöhung der Weiterbildungsangebote für die Mitarbeiter*innen,
  • Erhalt der hohen Mitarbeiterzufriedenheit,
  • weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sind die einzelnen Fachbereiche verantwortlich. Die Koordination und die Überprüfung werden ab 2020 von der Nachhaltigkeitsbeauftragten und dem HOWOGE-NachhaltigkeitsTeam als Schnittstelle verantwortet (siehe Kriterium 5).
Im Anschluss an den aktuellen Strategieentwicklungsprozess planen wir ein einheitliches Zielmonitoring einzuführen.

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REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

Bis Mitte 2016 war ein hochrangig besetzter Nachhaltigkeitsstrategiekreis mit der Steuerung der Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group betraut. Er diente als Entscheidungsgremium und Impulsgeber für die Umsetzung der Strategie in allen Vertriebslinien. In ihm wurden die Jahresziele für Nachhaltigkeit definiert und die Fortschritte der Projekte und Key Performance Indikatoren (KPIs) überwacht. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung 2016 hat die REWE Group die Nach­haltig­keits­organi­sation innerhalb der einzelnen Vertriebslinien gestärkt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftsprozesse integriert. Dazu wurden die Aufgaben des Strategiekreises auf die Vertriebslinien übertragen, die Nachhaltigkeitsabteilung und Nachhaltigkeitssäulen gestärkt und Nachhaltigkeit in die regulären Entscheidungsprozesse integriert. Damit verfolgt die REWE Group das Ziel, Nachhaltigkeitsmaßnahmen näher am Geschäft und an den Kunden zu entwickeln und die Umsetzung schneller voranzutreiben.

Den einzelnen Nachhaltigkeitssäulen stehen Bereichsvorstände oder Geschäftsführer vor, um der Bedeutung der Nachhaltigkeitssäulen und deren Arbeit Rechnung zu tragen. Aus den Nachhaltigkeitssäulen heraus werden Maßnahmen passend zu den Zielen und Positionierungen der Vertriebslinien erarbeitet. Die Verantwortung ist so bis hin zur operativen Ebene in die etablierten Entscheidungsprozesse integriert. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsreportings dokumentiert und analysiert der Bereich Corporate Responsibility Fortschritte bei Nachhaltigkeitsprojekten und KPIs und nimmt eine beratende Funktion für die Projektgruppen und Vertriebslinien wahr.

Grüne Produkte
- KPI 1 : Bis Ende 2030 sind 100 Prozent aller relevanten strategischen Produktionsstätten in Trainingsprogrammen (Capacity-Building) integriert
- KPI 2 : Bis Ende 2025 Einführung eines Beschwerdemechanismus-Systems in relevanten Lieferketten
- KPI 3 : Bis Ende 2030 sind 100 Prozent der relevanten Food- und Non-Food-Produzenten in einem Umweltprogramm integriert
- KPI 4 : Bis Ende 2030 100 Prozent umweltfreundlichere Eigenmarkenverpackungen

Zudem gibt es Ziele für einzelne Rohstoffe z.B. für Fisch, Palmöl, Kakao, Kaffee, Eier, Baumwolle. Mehr Informationen finden Sie hier.

Energie, Klima und Umwelt
Die REWE Group hat das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche bis 2022 gegenüber 2006 zu halbieren.

- KPI 1 : Senkung des Stromverbrauchs je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kWh/m²) zwischen 2012 und 2022 um 7,5 Prozent
- KPI 2 : Reduzierung der kältemittelbedingten Treibhausgasemissionen je Quadratmeter Verkaufsfläche (in kg CO2-Äquivalente/m²) zwischen 2012 und 2022 um 35 Prozent

Mitarbeiter
- KPI 1: Ausbildungsquote (Anteil Auszubildender an Gesamtbelegschaft in Full Time Equivalent) bis 2022 auf 5,0 Prozent steigern oder mindestens auf dem Niveau halten
- KPI 2: Interne Besetzung von Führungspositionen bis 2022 auf dem Niveau von 75,0 Prozent halten
- KPI 3: Unfälle pro 1.000 Full Time Equivalent bis 2022 auf dem Niveau von 48,0 Prozent halten   
- KPI 4: Anteil der Führungspositionen, die mit Frauen besetzt sind bis 2022 auf dem Niveau von 47,9 halten
- KPI 5: Behindertenquote nach Köpfen bis 2022 mindestens auf dem Niveau von 3,0 Prozent halten*

* Die Behindertenquote wird nach Köpfen berechnet und hat damit eine andere Berechnungsgrundlage als die Ermittlung der Pflichtbeschäftigungsquote von schwerbehinderte Menschen nach § 71 SGB IX (Deutschland). Die Berechnung der Behindertenquote nach Köpfen wurde gewählt, um länderübergreifend (Deutschland und Österreich) eine einheitliche Kennzahl ermitteln zu können. Die Definition von Menschen mit Behinderung erfolgt gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) § 2 (Deutschland) und Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) (Österreich).

Gesellschaftliches Engagement
- KPI 1: Der Anteil langfristiger Projekte bei mindestens 70 Prozent
- KPI 2: Die wichtigsten Projekte und Maßnahmen sowie diejenigen mit einem Mitteleinsatz von über 30.000 Euro werden regelmäßig über ein Nachhaltigkeitscontrolling evaluiert.

Sustainable Development Goals (SDGs)
Im Jahr 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese 17 Nachhaltigkeitsziele adressieren die wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene. Die SDGs haben einen Zeithorizont bis 2050 und werden durch 169 Teilziele konkretisiert. Die REWE Group ist bestrebt, durch ihr Nachhaltigkeitsengagement einen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu leisten. Aus diesem Grund hat sie ihre Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Geschäftsprozesse mit den 17 UN- Entwicklungszielen und den zugehörigen 169 SDG-Teilzielen abgeglichen. Auf Grundlage dieser Analyse wurden die SDGs und ihre Teilziele von den Nachhaltigkeitsverantwortlichen der REWE Group priorisiert und so ein Ranking der relevantesten SDGs gebildet, das auf dem REWE Group-Dialogforum im Jahr 2016 mit Stakeholdern im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert wurde. Das Feedback der Stakeholder floss in ein Gesamtranking ein, in dem folgende SDGs mit hoher Relevanz für die REWE Group ausgewiesen werden:

  • Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
  • Leben an Land
  • Leben unter dem Wasser
  • Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
  • Kein Hunger
  • Erneuerbare Energien
Die Analyse zeigt, dass die Nachhaltigkeitsaktivitäten der REWE Group einen Beitrag zur Zielerreichung der als relevant eingestuften SDGs leisten, und identifiziert weitere Potenziale für zukünftiges Engagement.

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