Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

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Nachhaltigkeit ist in Unternehmen oft ein Querschnittsthema, das die Zusammenarbeit verschiedener Geschäftsbereiche erfordert. Klare Ziele, die ambitioniert aber auch erreichbar sind, unterstützen eine konstruktive und koordinierte Zusammenarbeit und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Schon der Prozess zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsziele kann genutzt werden, um intern Aufmerksamkeit für das Thema zu erregen und Möglichkeiten zur Teilhabe verschiedenster Mitarbeiter/-innen an der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie zu schaffen.

Was ist zu beachten?
Bitte bemühen Sie sich darum, sowohl quantitative, als auch qualitative Ziele zu nennen und beziehen Sie die Ziele sowohl auf Ihren Unternehmensbetrieb, als auch Ihr Kerngeschäft. Beachten Sie, dass es an dieser Stelle um die übergeordneten Ziele im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie geht. Detailliertere Ziele können Sie in den jeweiligen Kriterien in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft ausführlicher beschreiben.
Falls in Ihrem Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsziele gesetzt wurden, beschreiben Sie bitte den Prozess, den Sie zur Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen verfolgen wollen und nennen Sie den Zeitpunkt, zu dem Ziele definiert werden sollen.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche mittel- und langfristigen Ziele sich Ihr Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt hat.

Aspekt 2:
Erläutern Sie, welche Ziele mit besonders hoher Priorität behandelt werden und erläutern Sie, wie und warum Sie zu dieser Priorisierung kommen.

Aspekt 3:
Erläutern Sie, wie die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert wird und wer im Unternehmen dafür zuständig ist.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und wie Sie sich bei Ihren Nachhaltigkeitszielen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beziehen.
Ziele beschreiben einen wünschenswerten Zustand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft durch entsprechendes Verhalten erreicht werden soll. Quantitative Ziele sind mit einer Zahl hinterlegt, z.B. die Reduktion des Energieverbrauchs um 20%. Qualitative Ziele beschreiben einen Zustand, der erreicht werden soll. Auch sie sollten so formuliert sein, dass eindeutig festgestellt werden kann, ob das Ziel zum Zeitpunkt X erreicht wurde oder nicht, z.B. die Einrichtung eines Betriebskindergartens oder Klimaneutralität.  

Operationalisieren bedeutet hier, dass die Ziele messbar gemacht werden. Dabei sollen die Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit der Daten sichergestellt werden. Messbar heißt, dass die Ziele so konkret wie möglich und der Plan und Zeithorizont zur Zielerreichung klar definiert sind. Nur so wird nachprüfbar, ob und in welchem Ausmaß die Ziele tatsächlich erreicht wurden und wie gegebenenfalls nachjustiert werden muss (siehe auch Kriterium 6: Regeln und Prozesse).

Leicher Engineering GmbH

Die Nachhaltigkeitsziele der Leicher Engineering definieren sich wie folgt:

Ökonomie:

  • Langfristiges und gesundes Wachstum mit vertretbarem Risiko. Die Kontrolle der Wirksamkeit und des Erfüllungsgrads erfolgen über die Enterprise Scorecard. 
  • Langfristige Sicherung von Aufträgen und Gewinnung neuer Kundenprojekte durch qualifizierte, mit digitalen Tools unterstützte Teamarbeit und wirksamen Maßnahmen innerhalb der Organisation bzw. Supply Chain
  • Sicherstellung der Begeisterung der Stakeholder durch aktive Kommunikation und Leistung
  • Nutzen der Digitalisierung in allen Fachbereichen zur Steigerung der Effizienz und Produktivität. 
Ökologie:
  • Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt und Vogelschutz. Ziel ist es auch, die Aktivitäten im Bund Naturschutz zu kommunizieren und projektübergreifende Aktionen zu starten (z.B. Transfer des angewandten Naturschutzes an lokale Schulen, Bereitstellen von erforderlichen Ressourcen)
  • Papierreduktion: Ziel ist es, den Papierverbrauch weiter auf einem niedrigen Niveau zu halten und trotz steigender Größen wie Umsatz und Projektstunden keinen weiteren Papierverbrauch zu erzeugen. Es findet ein Monitoring des Papierverbrauchs statt. Ein klares Regelwerk zum Umgang mit Papier und für Projekte erforderlicher Unterlagen wirkt positiv. 
  • Energieverbrauch: Green IT soll auch zukünftig ausgebaut werden und die vorhandene moderne Peripherie einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Nutzungsdauer unterstellt werden. Bei der Entscheidung über Neuinvestitionen wird stets eine Cloud Alternative mit einer on premises Lösung verglichen. Ziel ist es, den Energieverbrauch bis Ende des Geschäftsjahres 2020 um 10% zu reduzieren.
  • Transparente Kommunikation und Akzeptanz der Mitarbeiter für Nachhaltigkeit: Es wird das Ziel verfolgt, die Akzeptanz im Unternehmen für die Nachhaltigkeit zu fördern. Die Möglichkeit für freiwilliges Engagement und interne Nachhaltigkeitstage sollen positiv wirken. Insbesondere greifbare Maßnahmen für Mitarbeiter wirken positiv. (Bsp.: Naturnahe Gestaltung der Freiflächen, Bienen am Standort inkl. Schulungen durch den Imker, Präsentationen im Unternehmen durch Mitarbeiter, Nachhaltigkeitspool)
  • Reduktion des eigenen CO2-Ausstosses: Der Anteil der emissionsarmen bzw. -losen Antriebe im eigenen Fuhrpark soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020 min. 40% betragen. Am Unternehmensstandort stehen Ladepunkte zur kostenlosen Nutzung für die Stakeholder zur Verfügung.
  • Anzahl von Entwicklungsleistungen auf Kundenwunsch, die einen positiven Beitrag zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Kunden leisten inkl. umfangreicher Dokumentation und Auswertung: Leicher Engineering stellt auf Kundenwunsch den positiven Effekt in Bezug auf Nachhaltigkeit einer Entwicklung bzw. Optimierung eines mechanischen Bauteils in dokumentierter Form zur Verfügung.  Das Interesse für solche Entwicklungsleisten soll kontinuierlich steigen.(Im GJ 2020: + 5 Stück)
  • Internes Recycling: Die Anzahl an Abfallfraktionen soll ausgebaut werden. Insbesondere soll eine Lösung für den Umgang von Aluminium Kaffeekapseln gefunden werden, da diese dem Aluminium-Einschmelz-Prozess zugeführt werden und vollumfänglich und klimaneutral recyclet werden sollen.
Soziale Verantwortung:
  • Stetiger Ausbau des Gesundheitsmanagements
  • Fluktuation und Krankheitstage der Mitarbeiter auf geringem Niveau halten
  • Anzahl der Arbeitsunfälle weiterhin bei Null halten
  • Stetige Weiterentwicklung des Speiseplans des betriebseigenen Casinos: Gesundes und frisches Essen für alle Mitarbeiter, Bezuschussung für Azubis, Praktikanten und Werkstudenten weiterhin fördern und somit ein kostenfreies Essen ermöglichen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter fördern: Pilotprojekt zur Vertrauensarbeitszeit und Urlaub auf Vertrauensbasis weiter fortführen bzw. Anzahl der Teilnehmer auf >90% ausbauen. 
Die genannten Nachhaltigkeitsziele werden in der Regel mit einer gleichen Priorisierung behandelt. Allerdings können nicht nur saisonale Faktoren einen Einfluss auf die geplanten Aktionen haben (insb. Aktivitäten im Bereich Ökologie am Unternehmensstandort) sondern auch getätigte Investitionen. Bspw. wurde das Projekt Green IT im Berichtsjahr verstärkt behandelt, da nicht nur ein vollumfänglicher Austausch der Peripherie und der Serverlandschaft stattgefunden hat, sondern auch im Prüflabor in drei neue 360° Messmaschinen zur berührungslosen und sicheren Prüfung investiert wurde.

Die Kontrolle der strategischen Nachhaltigkeitsziele erfolgt anhand Projektcontrollings. In regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Nachhaltigkeitsverantwortlichen und der Geschäftsführung werden anhand von definierten Meilensteinen die Wirksamkeit der Aktivitäten geprüft. Das Überwachungsaudit zur ISO 14001 und die Re-Zertifizierung zu ISO 9001 und VDA 6.2 haben erfolgreich stattgefunden. Durch externe Auditoren wurde die Wirksamkeit der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ermittelt.

SDGs:

Im Berichtsjahr hat Leicher Engineering an einem Pilotprojekt der IHK München und einer Nachhaltigkeitsberatung zur Erstellung eines Wegweisers mit dem Umgang von SDGs für KMUs teilgenommen. Ziel war es, als best practice Unternehmen dazu beizutragen, dass ein Wegweiser für andere KMUs zur Identifikation der richtigen SDGs erstellt wird. In diesem Projekt wurden auch die relevanten SDGs für Leicher Engineering identifiziert. Mittels verschiedener Methoden wurden folgende als sinnvoll für Leicher Engineering qualifiziert:

SDG 4: Quality Education: Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter, Ausbildungsquote > 10%
SDG 9: Industry, Innovation and Infrastructure: Ressourceneffiziente Entwicklung, Sichere Produkte und Herstellung, Arbeitssicherheit und Lieferantenentwicklung, Moderne Messgeräte
SDG 12: Responsible Consuption and Production: Optimierung der Bauteile, Code of Conduct and auditing, Vermeiden von fehlerhafter Produktion inkl. Logistik, Mehrwegverpackungen
SDG 13: Climate Action: Klare Zielsetzung und Maßnahmen zur Reduktion von Schadstoffen, Umweltauflagen für Hersteller nach internationalen Standards, Abfallfraktionen

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facettenwerk | Gem. Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis e.V.

Aus unserem Anspruch, den Herausforderungen und unserem Streben leiten wir folgende Ziele ab:  

  Strategie (S) Prozessmanagement (P) Umwelt (U) Gesellschaft (G)
Kurz (1) Bessere Kommunikation:

Mitarbeiter-Beteiligung durch monatlichen, schriftlichen und zentral versendeten Infoletter


Führungskräfte-Einbindung durch neues regelhaftes Konferenzformat
Sicherung der Finanzierung des Grundauftrages

Aufbau von Kooperationsnetzwerken 

Problem: Geringer empfundener Freiheitsgrad im operativen Bereich

Implementierung der Nachhaltigkeit:
  • Geschäftsbereich
  • Verantwortlichkeit
  • Kontinuität
  • Schulungen & Projekte
  • Kommunikation
  • Dokumentation
Weiterführung ÖKOPROFIT-Teilnahme und Weiterentwicklung

Betrieb moderner, nachhaltiger Gebäude und zeitgemäßer Infrastruktur

Nachhaltigkeit als weiteres Kriterium bei Bauprojekten

Umstellung auf Nutzung erneuerbarer Energiequellen

Integration von Nachhaltigkeitskriterien bei der Produktion (z.B Keramik oder Kerzen)

Recycling 
Wertschätzende Außendarstellung in Presse und Medien zur verbesserten öffentlichen Wahrnehmung 

Problem: Branche und Werkstätten werden als Endstation wahrgenommen 

Individualisierung und Zentrierung auf Person statt starrer Strukturen  
Mittel (2) Klare Identität des facettenwerks verstärken

Transparenten Auftritt des Vereins verstetigen

Klare Struktur der Angebote sicherstellen
Vertriebsstruktur aufbauen und erweitern

Sicherstellung zukünftiger Investitionen Beteiligung von Anspruchsgruppen intern und extern

Ausbildungszeit im Berufsbildungsbereich (BBB) verlängern, intensivieren, individualisieren
  Öffnung für weitere Personengruppen

Inklusion in der Verwaltung
Lang (3) Attraktiver Arbeitgeber sein

Dauerhafte Positionierung des modernen Markenimages

Entstehung weiterer integrativer, eigenfinanzierter Betriebsstätten mit Eigenproduktion in unterschiedlichen Geschäftsfeldern
Aufbau von Kompetenz- und Schulungszentren

Aufbau weiterer inklusiver Außenstellen
  Arbeitsplätze erhalten und ausbauen

Gesellschaft gestalten
   
Die höchste Priorität sehen wir hier:  
Die Priorisierung und zeitliche Einteilung haben wir vorgenommen nach Dringlichkeit, verfügbaren Zeitkapazitäten und Kompetenzen bzw. Kompetenzaufbau unter Berücksichtigung der logischen Abhängigkeiten.

Prio Bereich: Strategie (S), Prozesse (P), Umwelt (U), Gesellschaft (G)
Frist: kurz-/mittel-/langfristig (1 bis 3)
Termin
S1 Kommunikation und Einbindung von Mitarbeiter und Führungskraft: Nachhaltigkeit ist ein Gemeinschaftswerk, zu dem alle ihren Beitrag leisten können. 2020
P1 Sicherung der Finanzierung durch ständige Optimierung der Angebote. 2020
P1 Kooperationen ausbauen und Aufbau von Kooperationsnetzwerke

Hier wurden z.B. weitere Maßnahmen realisiert:

05-06/2019 - Kuratierte Ausstellung (05-06/2019: Transformation Incognito) in der Wiesbadener City in Kooperation mit der Kunstgalerie Rubrecht Contemporary
06/2019 – Ateliergespräch im Rahmen der Aktionstage „Wiesbaden engagiert“
06/2019 – Sommerfest im Rahmen der Aktionstage „Wiesbaden engagiert“
ab 2019
P1 Verantwortung und Verortung: Für ein interdisziplinäres Nachhaltigkeitsmanagement, das kurz-, mittel- und langfristig alle Unternehmensbereiche berührt, ist sowohl die Verankerung in der Organisation als eigener Bereich als auch die Benennung der Verantwortungsträgerschaft erforderlich. An dieser Stelle wird die Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele kontrolliert, dokumentiert und kommuniziert

Hier wurden wichtige Schritte gemacht:

06/2019 - Workshop mit Führungskräften; Ziel: Akzeptanz des Themas Nachhaltigkeit09-12/2019 - Workshops mit Studierenden, Ziel: Außenwahrnehmung facettenwerk
Ab 2019
P2 Beteiligung von Anspruchsgruppen: Stakeholder-Dialog ausbauen. Dadurch erreichen wir eine bessere Wahrnehmung und eine Verbesserung der Finanzierung von Standards. ab 10/2020
P2 Neue Kunden gewinnen: Vertriebsstruktur aufbauen und erweitern. 2020
P2 Prozesse werden gemeinsam entwickelt bzw. optimiert. Lösungen für Probleme werden gemeinsam entwickelt. ab 10/2020
U1 Nachhaltige Gebäude und Infrastruktur: Beim Betrieb von Gebäuden und der Sicherstellung von Infrastruktur bieten sich skalierbare Effekte. 2020ff
G1 Wertschätzende Außendarstellung in Presse und Medien zur verbesserten öffentlichen Wahrnehmung

Hier wurde ein wichtiger Meilenstein durch die Entwicklung einer gemeinsamen Marke und der damit verbundenen Umbenennung erreicht (11/2019). Der frühere Name war wfb – Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Reichweite und Wahrnehmung als neues Ganzes müssen verstetigt werden – eine andauernde Aufgabe.
ab 2019

Den Status Quo zur Erreichung der Ziele dokumentieren wir regelmäßig und thematisieren sie in den Leitungskonferenzen. Regeln und Prozesse werden noch weiter definiert und operationalisiert. Der Start dafür, insbesondere im Kontext Nachhaltigkeitsmanagement, war 2018/2019 und muss weiter verstetigt werden. Zu diesem noch frühen Zeitpunkt haben wir die folgenden Bereiche angeschaut, bei denen wir schnell eine hohe Wirkung erreichen können: Konsum (Kaffee aus fairem Handel), Energieeffizienz (LED-Lampen), Mobilität (E-Autos), Energiequellen (Umstellung auf Photovoltaik).

Das facettenwerk und die Sustainable Development Goals (SDGs):  

SDG 1 – Keine Armut
Unser Ziel: Arbeitsplätze erhalten und ausbauen  

Durch die Bereitstellung angepasster Arbeitsplätze und Schaffung individueller Arbeitsbedingungen leisten wir einen wahrnehmbaren Beitrag zu Lebensführung unserer Beschäftigten. Wir bieten damit die Einbindung und Teilhabe an der Arbeitswelt und der Gesellschaft und die damit verbundenen Einkommensperspektiven sowie die Sicherung von Rentenansprüchen nach ihrer Erwerbstätigkeit. Grundlegende soziale Dienstleistungen zur Sicherung der Grundbedürfnisse werden zugänglich gemacht.  

SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen
Unser Ziel: Arbeitsplätze erhalten und ausbauen  

Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung, unserem Kernauftrag, sichern wir das soziale Umfeld und die Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen. Das wirkt sich positiv auf die psychische und damit einhergehend auch auf die körperliche Gesundheit aus. Zur Unterstützung und Förderung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter und Beschäftigten stehen ein breites Therapie- und Reha-Angebot zur Verfügung sowie regelmäßige Training. Spezielle Angebote wie ein Outdoorsportgeräte-Parcours am Standort Pfälzer Straße oder ausgewogene, gesunde und nahrhafte Lebensmittel in den Kantinen sind zusätzlich vorhanden, um einen gesunden Lebensstil zu fördern.  

SDG 4: Hochwertige Bildung
Unser Ziel: Ausbildungszeit im BBB verlängern, intensivieren und individualisieren

Die Ausbildung im Berufsbildungsbereich soll verlängert, intensiviert und individualisiert werden, um eine inklusive, gerechte und hochwertige Bildung für unsere Teilnehmer*innen zu gewährleisten. Adäquate Lernumgebung und Unterrichtsmaterialien sind hier selbstverständlich: Unsere Teilnehmer*innen müssen sich wohlfühlen, um sich besser konzentrieren zu können. Dies ist mit einem ersten Schritt gestartet: Das neue Konzept für die berufliche Bildung fokussiert seit August 2019 die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen und sichert die Ausrichtung auf die Anforderungen an der Teilhabe am Arbeitsleben und der Gesellschaft. In diesem Prozess werden gemeinsam und auf Augenhöhe Perspektiven und Bildungsziele vereinbart, die den Wünschen und realisierbaren Möglichkeiten der Teilnehmer*innen entsprechen. Angelehnt an die duale Ausbildung (d.h. die reguläre Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) sind die Ziele der Erwerb berufsbezogener Handlungskompetenzen und die Förderung der allgemeinen Bildung. Im Zuge dessen wird die persönliche Entwicklung der Teilnehmer*innen gefördert, um eine Beschäftigungsfähigkeit mit verschiedenen Perspektiven zu ermöglichen. Erste Ergebnisse erwarten wir bis 2022.  

SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie
Unser Ziel: Umstellung auf Nutzung erneuerbarer Energiequellen  

Auch das facettenwerk ist auf zuverlässige Energiequellen angewiesen. Obwohl sich die Arbeiten in den Werkstätten auf überwiegend manuelle Leistungen fokussieren, erfordern einzelne Produktionsschritte einen erhöhten Energieaufwand. Dazu zählt beispielsweise die Flaschenspülanlage in Oestrich-Winkel. Um diesen überdurchschnittlichen Energieverbrauch CO2-neutral zu decken, wurde im Jahr 2019 die Installation einer Photovoltaik-Anlage beschlossen. Sie versorgt tagsüber die Betriebsstätte direkt mit Strom und speist Überschüsse in das Energienetz ein. Die Inbetriebnahme wird im Februar 2020 erfolgen.  

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit
Unsere Ziele: Attraktiver Arbeitgeber sein, Arbeitsplätze erhalten und ausbauen

Die Menschen bedingungslos als Menschen zu sehen, ihnen Sinn und Freude an der Arbeit und ihren Beiträgen zu geben, Wertschätzung zu vermitteln, individuelle Entwicklungspotenziale zu entdecken und zu fördern sehen wir als Grundlage und Chance dafür, dass das facettenwerk ein attraktiver Arbeitsgeber ist und weitere Arbeitsplätze anbieten kann.  

SDG 10: Reduzierte Ungleichheiten
Unser Ziel: Öffnung für weitere Personengruppen, Inklusion in der Verwaltung, Arbeitsplätze erhalten und ausbauen, bessere Außendarstellung in Presse und Medien  

Im Kern unserer Arbeit stärken wir die soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung und fördern dadurch deren Bildungs- und Arbeitsrechte sowie den Anspruch auf einen gerechten Anteil am sozialen Wohlstand. Durch die Ziele, unsere Angebote für weitere Personengruppen zu erweitern, Inklusion innerhalb des Vereinsnetzwerks zu fördern und die vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten und auszubauen, setzen wir uns folglich dafür ein, Diskriminierung zu beenden und Ungleichheiten innerhalb unserer Gesellschaft abzubauen.   Durch eine bessere Außendarstellung in Presse und Medien und den generellen Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit sind wir bestrebt, das Bewusstsein für Diversität und Vielfalt zu erweitern und somit Barrieren und Ungleichheiten zu reduzieren und vorzubeugen. 

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Die Vermeidung, Reduzierung und Kompensation von COsind Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Im Jahr 2019 wurden in den Wiesbadener Betriebsstätten die veralteten Leuchtmittel durch neue LED-Lampen getauscht, sodass wir insgesamt in 2019 rund 460 LED-Leuchten eingebaut haben. Für das Jahr 2020 sind weitere rund 390 Lampen geplant.

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WERTGARANTIE Group

Der Geltungsbereich der Nachhaltigkeitsziele wird auf die strategischen Prioritäten ausgerichtet, die in der Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden. Auf dieser Basis formulierte die WERTGARANTIE Group Nachhaltigkeitsziele für 2019, die künftig regelmäßig im Rahmen einer Umsetzungskontrolle überprüft werden. Die Zielerreichung wird durch die jeweiligen Bereichsleitungen kontrolliert und in Form von Ressortberichten an den Vorstand kommuniziert. Der Grad der Zielerreichung wird in der nächsten DNK-Erklärung berichtet.
Die Zielsetzung erfolgt in den zuvor von Bereichsleitung und Vorstand als wesentlich identifizierten Bereichen. Die jeweilig betroffenen Bereichsleitungen definieren und priorisieren damit die Ziele.
Die SDGs werden hierbei als keine eigene Zielgröße benannt, fließen aber thematisch in die Nachhaltigkeitsziele ein. Insbesondere SDG 12 "Nachhaltige/r Konsum und Produktion" wird durch das Kerngeschäft der Reparatur von Geräten bedient.

Einige Nachhaltigkeitsziele sind qualitativ ausgerichtet. Auch wenn sie in manchen Fällen nicht quantitativ beschrieben werden können, haben sie eine wesentliche Bedeutung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der WERTGARANTIE Group.

1. Digitalisierung inkl. Datenschutz

  • Umfassender Datenschutz bei voranschreitender Digitalisierung durch die 100 %ige Nutzung aller technischen und organisatorischen Möglichkeiten
(siehe dazu https://www.wertgarantie.de/Home/Service/datenschutz.aspx).
  • Weitere Reduktion „physischer“ Postsendungen mit Einsparungen von Papier, Druck- und Portokosten.
  • Steigerung des Angebots qualifizierter Arbeitsplätze durch die Automatisierung von Routine-tätigkeiten.
  • Optimierung der Dunkelverarbeitung und der elektronischen Zuordnung in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Informationstechnologie und Betriebsorganisation.
  • Erstellung eines Kriterienkatalogs für IT-Beschaffung („Green IT“).

2. Mitarbeiter

  • Key Performance Indicator (im Folgenden KPI) Weiterbildungsquote:
          Unternehmensziel:   Mitarbeiterentwicklung
          Personalziel:            Mitarbeiter entwickeln – Fit für die Arbeit 4.0
          Definition:                Anzahl der Weiterbildungstage / Summe der Teilnehmer
          Ziel:                         2,5 Tage pro Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt  
  • KPI Quote Mitarbeiterjahresgespräche:
          Unternehmensziel:   Mitarbeiterentwicklung
          Personalziel:            Mitarbeiter inspirieren – Führung heißt entwickeln
          Definition:                 Anzahl geführte Mitarbeiterjahresgespräche / Summe zu
                                           führender Mitarbeiterjahresgespräche
          Ziel:                          95 % geführte Mitarbeiterjahresgespräche  
  • KPI Quote Entwicklungspläne:
          Unternehmensziel:    Mitarbeiterentwicklung
          Personalziel:             Engagierte Mitarbeiter – Entwickeln heißt Initiative ergreifen
          Definition:                 Anzahl dokumentierte Entwicklungspläne (in Bearbeitung) / Summe zu                                                          führender Mitarbeiterjahresgespräche (d.h. statusunabhängig)
           Ziel:                          50 % dokumentierte Entwicklungspläne


  • Geeignete Schulungskonzepte der Mitarbeiter zum Thema Nachhaltigkeit werden geprüft.
3. Risikobewertung und Verhaltenskodex
  • Anpassung und Anwendung der neuen Leitlinie zur Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern auf und in allen Unternehmensbereichen
  • Erstellung von „Verhaltensgrundsätzen“ zu energie- und ressourcenschonendem Verhalten und Müllvermeidung bzw. -trennung
4. Stakeholderdialog
  • Auswertung und Berücksichtigung der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung, die 2018 vorbereitet und 2019 durchgeführt wurde
  • Einbindung des Themas Nachhaltigkeit in die jährliche Kundenzufriedenheitsbefragung durch den TÜV
  • Stärkung der internen Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit
  • Austausch mit den Fachhandelspartnern zum Thema Nachhaltigkeit
5. Umwelt mit Schwerpunkt Mobilität und Abfall
  • Verbesserte Abfalltrennung und Restmüllreduktion
  • Umstieg auf Ökostrom wird bei neuerlichem Vertragsabschluss geprüft
  • Basis für Energiecontrolling inkl. erster CO2 Erfassung in 2018 gelegt. Zukünftig jährliche Erfassung und Ausbau der Energie-Kennzahlen
    • Bedarfsgerechte Schaltung von Bürobeleuchtung
    • Einsatz von LED bei Gebäuderenovierungen
  • Ausbau des Betrieblichen Mobilitätsmanagements
    • Prüfung von CO2- Neutralität („Klimakompensation“) bei Dienstwagen
    • Optimierung des Tourenplanungssystems für den Außendienst
  • Weitere Papierreduktion durch Digitalisierung
  • Nutzung von 100 % FSC-zertifiziertem Papier für Druckerzeugnisse im Marketing
6. Innovation und Produktentwicklung
  • Ausbau des Prinzips „Reparieren statt Wegwerfen“ als Kernelement einer nachhaltig ausgerichteten WERTGARANTIE Group
  • Steigerung der Reparaturquote zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten als klarer Beitrag zur Nachhaltigkeit
  • Ausbau und Verbesserung von Kunden-Services wie Online Plattformen, Reparaturmarktplätzen wie Pro Repair und clickrepair, Apps und Chatfunktionen

Grundsätzlich versteht die WERTGARANTIE Group die nachhaltige Entwicklung als Prozess, bei dem Ziele und damit verbundene Maßnahmen sukzessive eingeführt werden. Es werden verstärkt Lösungsansätze verfolgt, die einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielen schaffen. Daran arbeitet die WERTGARANTIE Group und findet eigene und zur Unternehmenskultur passende Lösungen auf dem Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen.

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Weiss Technik

Weiss Technik hat sich ehrgeizige ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Diese werden in unterschiedlichsten Bereichen und mit einer Fülle von Maßnahmen sukzessive umgesetzt. Abhängig von der Zielsetzung und den eingeleiteten Maßnahmen wird die Erreichung der Ziele kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Bei festgestellten Abweichungen von Etappenzielen werden die Maßnahmen kurzfristig angepasst.    

Ökonomische Ziele  
  • Effektive kundenorientierte Produkt- und Dienstleistungsentwicklung mit dem Ziel der absoluten Kundenzufriedenheit
  • Einführung eines integrierten Managementsystems
  • Bester Service der Branche
  • Nachhaltig profitables nationales und internationales Wachstum
  • Kostenbewusstes und leistungsorientiertes Handeln aller Mitarbeiter
  • Ständige kontinuierliche Verbesserung und permanente Prozessinnovation
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Verbänden und öffentlichen Institutionen
Ökologische Ziele  
  • Kontinuierliche Verbesserung der ökologischen Effizienz der Produkte
  • Effiziente Nutzung von Energie und Rohstoffen durch Erfassung und Kontrolle sämtlicher Ressourcen und Energieverbräuche
  • Optimierung des CO2 Abdrucks z.B. durch Ausweitung von Energiesparmaßnahmen, internen Warentransport mit Elektrofahrzeugen
  • Einführung DIN EN ISO 14001: Umweltmanagementsystem
  • Reduktion und Substitution der in Weiss Technik Produkten eingesetzten Kältemitteln
Soziale Ziele  
  • Kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen
  • Einführung DIN ISO 45001: Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
  • Maßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung
  • Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter durch die Übertragung von Eigenverantwortung
  • Konsequente Vermeidung von Arbeitsunfällen
  • Ausbildung zu qualifizierten Fachkräften
  • Weiterbildung der qualifizierten Mitarbeiter
  • Weiterentwicklung der internen Kommunikation
  • Ausbau des innerbetrieblichen Gesundheitsmanagements
Kontrolle, Priorisierung und Bewertung der Ziele: Alle eingesetzten Maßnahmen und Ziele werden durch die Festlegung von angemessenen Kennzahlen analysiert und bewertet. Die festgelegten Ziele werden anhand von jährlichen Risikoanalysen priorisiert. Oberste Priorität haben zur Zeit die Einführung des Umweltmanagements nach DIN EN ISO 14001 und der Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit nach DIN ISO 45001. Auf Ebene der Strategic Business Units finden dafür in regelmäßigen Abständen Review- und Planungssitzungen des Managements statt. Es werden jährlich interne Audits durchgeführt. Die Geschäftsführung und die Prozesseigner bewerten außerdem das QM-System in regelmäßigen Abständen im Hinblick auf Angemessenheit, Wirksamkeit, Übereinstimmung und strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die Kundenzufriedenheit bezüglich der Erfüllung der Bedürfnisse und Erwartungen wird beispielsweise durch Kundenbefragungen und Rückmeldungen von Messen und Symposien sichergestellt.

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Elprog GmbH

Unsere Unternehmensstrategie verfolgt unter anderem folgende Inhalte und Ziele:

  • VERTRIEBSZIELE, KUNDENSTRATEGIE: Langfristige und verlässliche Partnerschaften mit unseren Kunden - Fortsetzung des gesunden Wachstumskurses, weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit
  • MITARBEITERSTRATEGIE: Zufriedenheit unserer Mitarbeiter - Verbesserung der Mitarbeiterkompetenz, weitere Förderung von Gesundheitsmaßnahmen (z.B. im Rahmen von TEAM Elprog), Ermittlung der Belastung für Mitarbeiter und Ableitung von Maßnahmen (z.B. Klimatisierung). Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist ein entscheidender Faktor zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Unternehmensprozesse.
  • UMWELTSTRATEGIE: Erhebung des Corporate Carbon Footprint nach Greenhouse Gas Protocol seit 2014 zur Ermittlung unserer klimarelevanten Auswirkungen und Förderung von Maßnahmen zur Reduktion der Belastung.
  • INNOVATIONSSTRATEGIE: Weitere Investitionen in neue Maschinen und Anlagen zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit           
  • QUALITÄTSZIELE FERTIGUNG: Weitere Verbesserung unserer Fertigungsqualität durch kontinuierliche Überwachung von Qualitätskennzahlen                                                   
In den genannten strategischen Bereichen (UMWELT, MITARBEITER, QUALITÄT, VERTRIEB/KUNDEN) haben wir uns konkrete Ziele gesetzt und Key Performance Indikatoren (KPI) definiert. Die Zielerreichung wird kontinuierlich kontrolliert.             Konkrete Ziele und KPI lauten zum Beispiel: Mitarbeiter:
  • Krankheitsquote auf maximal 5% halten
  • KPI: Schulungen, Unterweisungen für die Belegschaft auf 550h pro Jahr erhöhen

Umwelt:
  • KPI: CO2-Ausstoß pro Vollzeit-MA (in t) auf 1,45 t senken (2018)
  • KPI: Radkilometer pro Vollzeit-MA auf 140 km/Jahr erhöhen (2018)
  • KPI: Stromverbrauch pro Baugruppe (in kWh) auf 0,60 kWh senken (2018)

Qualitätsziele und KPI Fertigung:
  • Interne Nacharbeitszeiten (in h pro Jahr) auf 1000 halten
  • Reparaturaufwand (in h) Kundenreklamationen auf 500 senken

Ein weiteres Ziel ist, dass perspektivisch alle Lieferanten ISO:9001 zertifiziert sind.
Wir besitzen keine explizite Nachhaltigkeitsstrategie, wollen jedoch diesen ersten Bericht nutzen, die relevanten Aspekte zum Thema Nachhaltigkeit weiter zu systematisieren. 

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Vergleichen

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