Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

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Die Wertschöpfungskette reicht von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung bzw. Ende des Services. Während Teile dieser Wertschöpfung innerhalb Ihres Unternehmens stattfinden, liegen andere Teile außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Ihres Unternehmens. Hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf die Wertschöpfungskette im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einzuwirken, kann einerseits neue Chancen eröffnen (z.B. in der Produktentwicklung) und andererseits Risiken vorbeugen. Öffentliche Reaktionen auf Skandale in der Lieferkette haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette auch dem Ruf von Unternehmen schaden.

Was ist zu beachten?
Auch wenn es nur wenige Stufen zur Erstellung Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen bedarf, die Sie womöglich hauptsächlich selbst und ausschließlich in Deutschland erbringen, bitten wir Sie, die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens möglichst konkret darzustellen. Denken Sie dabei auch an zugekaufte Grundstoffe, Produkte und Dienstleistungen wie z.B. IT, Büromaterialien oder einen ausgelagerten Kundenservice.
Mit der Beschreibung Ihrer Wertschöpfungskette legen Sie die Grundlage für den Inhalt nachfolgender Kriterien. Beschreiben Sie den Prozess Ihrer Leistungserstellung im Zweifelsfall also lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Insbesondere Kriterium 10 zu Innovations- und Produktmanagement bezieht sich auf Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette, um die negativen Auswirkungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verringern und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Stellen Sie in Ihrer Beschreibung möglichst den Bezug zum Kerngeschäft her, also zu den Geschäftsfeldern, welche die wesentlichen Werttreiber Ihres Unternehmens sind.

Bitte beachten Sie bei der Beschreibung der Kommunikation Ihres Unternehmens über Probleme entlang der Wertschöpfungskette mit zuliefernden Betrieben, Dienstleistungsunternehmen oder anderen Geschäftspartner/-innen, dass die Beantwortung dieser Frage je nach Branche und Größe Ihres Unternehmens unterschiedlich ausfallen kann. Ein regelmäßiges offenes Gespräch kann ebenso als Antwort dienen wie der eher formalisierte Austausch mittels Verpflichtungserklärungen („Code of Conduct“) und Auditierungsverfahren.
 
Aspekt 1:
Beschreiben Sie, welche Stufen Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette durchlaufen (z. B. vom Rohstoffeinkauf bis zum Leistungszeitpunkt bzw. Recycling).

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die dargestellten Wertschöpfungsstufen von Bedeutung sind. Erläutern Sie auch, bis zu welcher Tiefe der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob die jeweiligen sozialen und ökologischen Probleme bekannt sind, die auf den einzelnen Stufen auftreten, und wie diese Probleme angegangen werden.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartner/-innen über die genannten Probleme kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Welche dieser Aspekte besonders wichtig für Unternehmen in Ihrer Wertschöpfungskette sind, kann sich von den Aspekten unterscheiden, die Sie für Ihr eigenes Unternehmen als wesentlich identifiziert haben.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe, eingekaufte Dienstleistungen und deren Vorstufen, als auch die Nutzer Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling oder Effekte der Serviceleistung. Eine Wertschöpfungskette kann z.B. folgende Stufen enthalten: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte.
Nachhaltigkeitskriterien sind von Ihrem Unternehmen (möglicherweise anhand von Nachhaltigkeitsstandards) festgelegte Vorgaben, die Geschäftspartner/-innen und deren Subunternehmen erfüllen müssen, um mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

Hamburger Sparkasse AG

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
Die Haspa ist mit ihrem Finanzdienstleistungsangebot ein wichtiger Motor des regionalen Wirtschaftskreislaufs. Sie arbeitet zum Wohle der Menschen und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg. Unsere Wertschöpfung erbringen wir – unserem nachhaltigen Geschäftsmodell entsprechend – im Wesentlichen selbst und richten unser Finanzdienstleistungsangebot an regionalen Bedürfnissen aus.

Mit Service und Beratung sowie bedarfsgerechten Produkten fördert die Haspa eine stabile Entwicklung der regionalen Wirtschaft, des Standorts sowie der Infrastruktur in ihrem Geschäftsgebiet.

Unser Anliegen ist es, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft der Haspa weiter zu verankern. Im vergangenen Jahr haben wir unser Passivgeschäft – und hier speziell das Vermögensmanagement – systematisch auf Nachhaltigkeitsaspekte hin überprüft und unser Aktivgeschäft auf Nachhaltigkeitsrisiken hin analysiert. Nachfolgend stellen wir die bereits etablierten und auch die in der Implementierung befindlichen Nachhaltigkeitsstandards in unserer Wertschöpfungskette dar.

Passivgeschäft
Die Haspa bietet allen Kunden moderne Finanzprodukte an, darunter auch Produkte mit einem besonderen ökologischen oder sozialen Nutzen. Hierzu zählen beispielsweise nachhaltige Publikumsfonds, der Hamburger Stiftungsfonds sowie der im Jahr 2017 von der Haspa aufgelegte Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“. (Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Nachhaltigkeitskriterien dieser Fonds sind in Kriterium 10 dargestellt.)

Im Vermögensmanagement werden nach dem EU-Aktionsplan (Maßnahme 7) künftig verstärkte Pflichten in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte zu erfüllen sein. So sollen institutionelle Anleger und Vermögensverwalter ausdrücklich angehalten werden, Nachhaltigkeitsaspekte in den Entscheidungsprozess für Investitionen einzubeziehen und dies gegenüber den Endanlegern transparent zu machen. Die entsprechende Überprüfung durch das Haspa-Portfoliomanagement hat ergeben, dass in der Vermögensverwaltung unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden: So realisieren wir im Rahmen des Vermögensmanagements unterschiedliche kundenspezifische Nachhaltigkeitsansätze. Unsere Dienstleistungspalette erstreckt sich dabei von der reinen Umsetzung der vom Kunden vorgegebenen Ausschlusskriterien bis hin zur umfassenden Beratung unserer Kunden bei der Formulierung eines eigenen Nachhaltigkeitsansatzes. Die Haspa ist damit zukunftsfähig aufgestellt und verfügt über die notwendigen Instrumente und Kompetenzen, um die von institutionellen Anlegern geforderte Erfüllung ethisch-nachhaltiger Anlagekriterien im Vermögensmanagement erfolgreich umzusetzen.

Während im institutionellen Geschäft die Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten inzwischen zum Standard gehört, war bei privaten Kunden bislang kein Trend zur nachhaltigkeitsorientierten Anlage erkennbar. Im Rahmen einer Marktforschungsstudie zum Thema „Sparen und Anlegen – Consumer Insights“ haben wir daher 2018 die Bedeutung von Nachhaltigkeit bei privaten Kunden abgefragt. Nach dieser Studie gibt die große Mehrheit unserer privaten Kunden Nachhaltigkeit und nachhaltigen Geldanlagen nicht per se den Vorzug. Die eindeutige Mehrheit würde eine höher verzinste, konventionelle Geldanlage einer nachhaltigen Geldanlage vorziehen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden intensiv mit dem Vorstand sowie mit ausgewählten Vertriebsmitarbeitern diskutiert. Wir sind dabei zum Ergebnis gelangt, dass die Haspa mit ihrem Produktangebot gemessen an den gegenwärtigen Präferenzen der Kunden gut aufgestellt ist und deren Wünsche gut abdecken kann.

Aktivgeschäft
Der Kern unseres Kreditgeschäfts ist die Kreditversorgung der Menschen und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg. Die regionale Kundenstruktur und unsere Kenntnis über den lokalen Markt unterstützen uns dabei, Risiken im Kreditgeschäft frühzeitig zu erkennen.

Die Kreditrisikostrategie der Haspa ist ein verbindliches Rahmenwerk für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das ihnen Orientierung gibt, wie sie das Kreditgeschäft unter angemessener Berücksichtigung von Risiken betreiben sollen. In der Kreditrisikostrategie sind verschiedene Aspekte enthalten, die auf Nachhaltigkeit im weiteren Sinne „einzahlen“. So wollen wir keine Geschäfte machen, die wir nicht verstehen. Dies gilt gleichermaßen für Geschäfte, die für uns nicht transparent sind oder für die wir entweder prozessual bzw. DV-technisch oder durch die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht ausgestattet sind. Dazu zählt z. B. die Finanzierung von Seeschiffen, (Kohle-)Kraftwerken oder Flugzeugen. 

Unser Ziel ist es Geschäfte zu vermeiden, die nicht unserem Selbstverständnis entsprechen und die den Ruf der Haspa belasten könnten. Dazu gehört auch, keine Verträge abzuschließen, die direkte oder indirekte (d. h. über Drittländer) Geschäfte in Kriegs- und Krisenländern (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern) zur Folge haben. Hierzu wird bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig aktualisiert wird.

Wir haben 2018 ein Branchen-Screening des Kreditportfolios der Haspa (Kundenkreditgeschäft) anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes (WZ 2008) durchgeführt: Per 31.12.2018 liegt der Schwerpunkt des Kreditportfolios auf der Finanzierung von Privatpersonen sowie dem Grundstücks- und Wohnungswesen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Finanzierung von Bestandsimmobilien und deren Instandhaltung sowie auf Neubauten, die in Bezug auf Energieeffizienz die geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllen müssen. Unter unseren Kunden sind auch viele lokale Wohnungsbaugenossenschaften, die mit ihrem Geschäftsmodell nachhaltig die Mietpreise stabilisieren. 

Im Zuge dieser Analyse haben wir unser Kreditportfolio auch auf Nachhaltigkeitsrisiken hin untersucht, um ggf. Handlungsbedarfe abzuleiten. Dabei haben wir insbesondere den Anteil CO2-intensiver Branchen (u. a. „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“, „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“, „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“) sowie kontroverser Branchen überprüft: Das Kreditvolumen in diesen Wirtschaftszweigen/Branchen ist von untergeordneter Größe (jeweils < 1 % des Portfolios) und hat damit eine geringe Bedeutung für das Kreditgeschäft der Haspa. Den Bereichen „Kohlebergbau“ sowie „Herstellung von Waffen und Munition“ sind im Kundenkreditgeschäft keine Kunden zugeordnet, d. h. Kreditgeschäfte in diesen Branchen werden von der Haspa nicht betrieben.

Auf Basis dieser Ergebnisse sehen wir aktuell keinen weiteren Handlungsbedarf im Aktivgeschäft. Wir planen dieses Screening im Jahr 2019 erneut durchzuführen.

Eigenanlage
Basis für die im Rahmen der Eigenanlage getätigten Investments, die auch Länderrisiken beinhalten können, bilden die in der Master-Kapitalverwaltungsgesellschaft (Master-KVG) der DekaBank vorgegebenen Anlagerichtlinien. Diese werden vom Anleger festgelegt und geben das Anlagespektrum vor, welches investiert werden darf.

Zur Begrenzung der Länderrisiken verfolgen wir das Ziel, weder direkt (z. B. über Staatsanleihen, Credit Default Swaps) noch indirekt (z. B. über Unternehmensanleihen, Aktien, Asset Backed Securities) in Kriegs- und Krisenländern zu investieren (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern). Dazu nutzen wir eine Ländernegativliste, die auf Basis der Embargoliste des Zolls geführt und regelmäßig aktualisiert wird. Zudem erwerben wir gemäß unseren Anlagerichtlinien keine Wertpapiere, bei denen der Verdacht auf Streubombenherstellung besteht. Investitionen in Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais, Soja, Fisch und Vieh sind in den Anlagerichtlinien ebenfalls ausgeschlossen.

In den Gesprächen mit externen Fondsmanagern thematisieren wir regelmäßig den Umgang mit den für uns wesentlichen ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) in unseren Investments. Darüber hinaus überwachen wir unsere Kapitalanlagen laufend unter Einbindung des Vorstands. Darüber hinaus finden jährliche Anlageausschusssitzungen statt, in denen u. a. die Entwicklung der Investments und ein Ausblick zur erwarteten Performance erfolgen. Auch im Jahr 2019 werden wir uns weiterhin mit ESG-Aspekten in der Eigenanlage befassen und die Durchführung eines Screenings unserer Eigenanlagen (Depot-A) prüfen sowie bei Bedarf Entwicklungsschritte einleiten. ESG-Kriterien werden bei künftigen Mandatierungen von Managementaufträgen berücksichtigt.

Handlungsprogramm zur Umsetzung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
Unsere übergeordnete Zielsetzung ist es, die Implementierung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft weiter substanziell voranzubringen. Dazu wurden für die Jahre 2018 und 2019 qualitative Maßnahmen definiert, die in der nachfolgenden Übersicht zusammengefasst sind.

BereichUmsetzungsmaßnahmeZeitraumStatus
AktivgeschäftScreening des 2018er-Kreditportfolios (Kundenkreditgeschäft)12/2018umgesetzt
Screening des 2019er-Kreditportfolios (Kundenkreditgeschäft)12/2019geplant
Passivgeschäft: VermögensverwaltungBewerbungsprozess und Erhalt FNG-Siegel für 20192018umgesetzt
Unterzeichnung des europäischen Transparenzkodex des „European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif)“ 2018umgesetzt
Prüfung weiterer Nachhaltigkeitsstandards in der individuellen Vermögensverwaltung2019geplant
Passivgeschäft: PrivatkundengeschäftAbfrage der Bedeutung von Nachhaltigkeit bei privaten Kunden (i. R. einer Marktforschungsstudie „Sparen und Anlegen – Consumer Insights“)2018umgesetzt
EigenanlagePrüfung eines Depot-A-Screenings2019geplant


Nachhaltigkeit in Einkauf und Beschaffung
Grundlage für den Beschaffungsprozess ist die Haspa-Einkaufsrichtlinie. Darin ist das Regionalprinzip verankert, nach dem wir auf die Einbindung ortsansässiger oder regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen bzw. Anbieter und auf Nachhaltigkeit Wert legen. Darüber hinaus ist für Niedriglohnbranchen die Bezahlung nach dem Mindestlohngesetz in den Verträgen und den Allgemeinen Einkaufsbedingungen der Haspa festgelegt. Wir halten alle gesetzlichen Standards in den Bereichen Trinkwasser, Energie und Entsorgung, wie z. B. die Gewerbeabfallverordnung, ein. Bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen halten wir die Vorgaben gemäß EEWärmeG und EnEV ein.

Nachhaltigkeitsaspekte sind darüber hinaus für einzelne Beschaffungsbereiche implementiert worden. Beim neuen Filialkonzept „Filiale der Zukunft“ haben wir seit 2017 systematisch Nachhaltigkeitsaspekte in der Beschaffung berücksichtigt. So haben wir bei der Anbieterauswahl für die Handwerkerleistungen und für das Mobiliar auf regionale Anbieter Wert gelegt. Wichtig waren uns auch die Einhaltung sozialer Standards durch unsere Lieferanten, ökologische Aspekte wie Wiederverwertbarkeit und Recyclingquoten beim Mobiliar sowie die Energieeffizienz bei der Ausstattung und den technischen Anlagen. So sind z. B. alle Stühle in den neuen Filialen vollständig wiederverwertbar. Zudem nutzen wir energiesparende LED-Technik. Auch verschenken wir unser Altmobiliar an Menschen aus der Region.

Im Jahr 2017 wurden die ersten fünf Filialen zu „Filialen der Zukunft“ umgebaut. 2018 haben wir 32 Filialen auf das neue Filialkonzept umgestellt. Im Jahr 2019 werden weitere Filialen folgen. Kundenbefragungen zeigen, dass dieses neue Konzept grundsätzlich positiv von unseren Kunden aufgenommen wird. Abgefragt wurden dabei Aspekte wie „Wohlfühlen“, „Funktionalitäten des Raumes“ und „Mehrwerte durch regionalen Content“. Auch Anregungen von Kunden nehmen wir auf. So achten wir darauf Plastikmüll zu vermeiden. Im Zuge der Filialeröffnungen verzichten wir z. B. auf Plastikgeschirr und nutzen Luftballons, die gemäß der 21. Empfehlung der Kunststoffkommission Bundesgesundheitsamt EN-71-3 zu 100 Prozent aus Naturlatex bestehen. 

Die Merchandising-Produkte der „Hamburg-Edition“ haben wir im vergangenen Jahr neu gestaltet. Dabei haben wir auch Nachhaltigkeitskriterien einfließen lassen, z. B. in Bezug auf die Umverpackungen (100 Prozent abbaubar), die Materialien (z. B. Biobaumwolle), die Einsatzmöglichkeiten (keine Wegwerfprodukte, lange Lebensdauer, recycelbar) und auf den Lieferort (Beschaffung in Deutschland oder Europa wird dem Fernostimport vorgezogen).

Mit den für die Haspa bedeutsamsten Lieferanten werden Jahresgespräche geführt. Dabei werden die interne Bewertung des Lieferanten mit ihm besprochen und mögliche bzw. notwendige Veränderungen – ggf. auch im Bereich Nachhaltigkeit – diskutiert. Ziel ist es, eine positive Lieferantenentwicklung zu erreichen bzw. eine positive Bewertung dauerhaft zu erhalten. Mit unseren Kooperationspartnern aus dem Produktbereich werden mindestens jährliche Strategiegespräche über die Zusammenarbeit, mögliche Verbesserungen des Produktportfolios oder die Ausrichtung auf neue Kundenbedürfnisse geführt.

Weitere Beschaffungsmaßnahmen, die auf eine Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung zielen, sind in Kriterium 12 dargestellt.

Die Einhaltung der oben genannten Vorgaben wird im Rahmen der unter Einbindung des Vorstands etablierten Regelprozesse geprüft, gesonderte Verfahren wurden nicht etabliert. Darüber hinausgehende Nachhaltigkeitsstandards sind nicht definiert.

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Sparkasse Coburg - Lichtenfels

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist fest verankert im regionalen Wirtschaftskreislauf. Die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Stufen der Wertschöpfungskette sind ihr bekannt, da sie als Finanzdienstleister den größten Teil ihrer Wertschöpfung selbst erbringt. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels setzt sich gemäß ihrem öffentlichen Auftrag für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft ein. Dafür arbeitet sie mit Kunden, Kommunen, Institutionen, Vereinen und Verbänden in der Region zusammen.

Mit ihrem Angebot an nachhaltigen Geldanlagen und Krediten trägt die Sparkasse indirekt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei.

Nachfolgend werden die Nachhaltigkeitsaspekte der Wertschöpfung der Sparkasse Coburg - Lichtenfels dargestellt:

Bankgeschäft  

Aktivgeschäft:
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels verwendet die Einlagen ihrer Kunden überwiegend für die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen, insbesondere im Wohnungsbau und Kommunen in der Region. Durch diese regionale Ausrichtung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit werden die Wirtschaftskreisläufe vor Ort gestärkt, wovon die Bürgerinnen und Bürger im Geschäftsgebiet langfristig profitieren. Durch den regionalen Bezug sind die Nachhaltigkeitsrisiken bei der Kreditvergabe geringer als im Branchendurchschnitt.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels vertreibt zusammen mit ihren Verbundpartnern auch nachhaltige Finanzprodukte, die den ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen einer wachsenden Gruppe von Kunden entsprechen und auch attraktive Perspektiven bieten. Die Kreditvergabe für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz sowie für erneuerbare Energien wächst seit Jahren kontinuierlich (siehe Kriterium 10).

Passivgeschäft:
Der aktuelle Warenkorb der Berater der Sparkasse Coburg - Lichtenfels bietet Ansatzpunkte für eine kontinuierliche Erweiterung um zusätzliche nachhaltige Anlageprodukte. Das wurde im Rahmen des 2018 durchgeführten NachhaltigkeitsChecks festgestellt. Daher setzt die Sparkasse bei langfristigen Sparangeboten seit Anfang 2018 verstärkt auf die Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern. Das Angebot nachhaltiger Investmentfonds wird hauptsächlich von der DEKA bezogen und anhand folgender Tabelle (hier: Kundengeschäft) dokumentiert: 


Produktname Käufe 2018 Gesamtbestand per 31.12.2018
Anzahl* in € in €
Deka-Nachhaltigkeit Aktien 115 176.828 254.862
Deka-Nachhaltigkeit Renten 335 2.608 2.929.590
Deka-Nachhaltigkeit Balance 4 2.587.998 65.475
DekaSelect: Nachhaltigkeit 0  0 4.425
Deka-Stiftungen Balance 11 137.013 8.622.662
Deka-Stiftungen Balance - institut. Tranche  1 20.000 48.223
Deka-Kirchen Balance 0 0 0
LBBW Nachhaltigkeit Renten 2 1.657 7.608
LBBW Nachhaltigkeit Aktien 1 8.400 9.280
FOS Rendite und Nachhaltigkeit 0 0 101.820
Candriam Sustainable Medium 2 2.100 1.900
PB VP Nachhaltig 70  0 0 140.535
Swisscanto (CH) Equity Fund Sustainable AA 0 0 23.988
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable Emerging Markets 2 1.300 3.142
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced  2 2.256 9.577
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced (EUR) 2 10.440 47.014
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable AA  2 1.500 11.945
UBS (Lux) Equity Fund Global Sustainable Innovat.(EUR) 2 400 19.995
    2.952.500 12.302.041

* Einmalanlagen und Sparpläne ( Sparplan = Anzahl 1) ohne Ausschüttungswiederanlagen und Einlieferungen


Eigenanlage:
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels hat gemäß ihrer Risikostrategie die Zielsetzung hinsichtlich der Steuerung der Risiken, diese zu erkennen, zu messen und zu managen. Diese drei Stufen bauen aufeinander auf und es bedarf der jeweils vorgelagerten Stufe, um entsprechende Aktivitäten durchführen zu können. Das gilt auch für die Eigenanlagen der Sparkasse. Die Überprüfung der Strategie erfolgt einmal jährlich.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels versteht sich generell als Investor, der das Vermögen der Sparkasse unter Risiko-/Renditegesichtspunkten investiert, um daraus Erträge zu erzielen. Generell positioniert sich die Sparkasse insgesamt als risikoneutraler Investor. Sie strebt über die Verteilung der Risiken auf verschiedene Asset-Klassen einen möglichst hohen Grad an Diversifikation an.


Die Sparkasse hegt nicht den Anspruch, sämtliche Asset-Klassen selbst zu managen. In Abhängigkeit von:
  • Know-how,
  • Notwendiger technischer Ausstattung und
  • Notwendigen personellen Ressourcen
wird daher auch ein externes Management verschiedener Assets genutzt. Der externe Manager, die Bayern Invest, hat sich als Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortliches Investieren zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage verpflichtet.

Alle gehaltenen Assets, somit auch die im Direktbestand, werden jährlich im Rahmen des „imug Quick Check Treasury-Kompass Nachhaltigkeit“ geprüft und bewertet. Deren Nachhaltigkeitsfilter für Sparkassen-Eigenanlagen umfasst die Ausschlusskriterien Umwelt, Rüstung, ILO-Kernarbeitsnormen und Korruption (siehe Kriterium 10).

Im Rahmen des 2018 durchgeführten NachhaltigkeitsChecks wurde festgestellt, dass im Bereich Eigenanlagen bereits nachhaltige Überlegungen berücksichtigt werden (siehe oben).
2019 sollen die vielfältigen bestehenden nachhaltigen Ansätze und Maßnahmen in ein Gesamtkonzept mit Anlage- und Ausschlusskriterien überführt werden, welches vom Vorstand beschlossen wird.


Zudem hat die Sparkasse in den letzten Jahren Investitionen in einzelnen Schuldscheindarlehen und Anleihen („Green Investments“) getätigt, deren Darlehensbetrag bzw. Emissionsvolumen ausschließlich nach bestimmten Nachhaltigkeitskriterien verwendet werden darf.

Bankbetrieb

Im Bankbetrieb achtet die Sparkasse Coburg - Lichtenfels auf eine möglichst geringe Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen. Durch das 2015 durchgeführte Energieaudit liegen für die jeweiligen Verbräuche Zahlenreihen vor, die eine kontinuierliche Reduzierung belegen (siehe Kriterium 12).

Um Nachhaltigkeit dauerhaft in die Entscheidungsprozesse der Sparkasse zu integrieren, hat der Vorstand beschlossen, dass grundsätzlich in allen allgemeinen Beschlüssen ab 2019 Ausführungen zum Thema Nachhaltigkeit gemacht werden müssen. Hierbei geht es um die Frage, wie und in welchem Umfang der zu beschließende Sachverhalt zur Erreichung der strategischen Nachhaltigkeitsziele beiträgt.

Einkauf und Beschaffung:
Ethisches Verhalten und Nachhaltigkeit im Sinne von rechtlicher, ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung sind wesentliche Bestandteile des Geschäftsmodells der Sparkassen. Dazu gehören auch langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften und das gesetzeskonforme Verhalten der Lieferanten und Dienstleister.

Der Vorstand der Sparkasse Coburg - Lichtenfels hat 2018 beschlossen, eine „Vereinbarung zur Nachhaltigkeit zwischen der Sparkasse Coburg - Lichtenfels und ihren Lieferanten und Dienstleistern“ einzuführen. Bei dieser Vereinbarung handelt es sich um einen ersten Schritt, direkte „Zulieferer“ für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und einen Dialog hierüber anzustoßen. Gemeinsame Werte werden als Grundlage für eine Zusammenarbeit definiert. Diese Werte orientieren sich an gängigen Normen, wie dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO, International Labour Organization) und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Normen sind ein Minimalkonsens von Werten, die im Rahmen einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit gelten. Sämtliche Lieferanten und Dienstleister sind verpflichtet, diese zu unterzeichnen.

Der Einkauf von Produkten bzw. Verbrauchsmaterialien und die Vergabe von Dienstleistungen erfolgt vorrangig innerhalb des Geschäftsgebietes.

Folgende Maßnahmen wurden bisher umgesetzt:

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels achtet beim Einkauf von Büromaterialien vorrangig auf wirtschaftliche Aspekte. Ökologische Gesichtspunkte werden aber in den letzten Jahren zunehmend berücksichtigt. Deshalb arbeitet die Sparkasse mit einem Dienstleister zusammen, der auf diese Vorgaben achtet. Ökologische Zertifikate wie FSC, Green Range und EU Ecolabel finden beim Einkauf von Papier bereits Anwendung.

Gemäß IT-Strategie der Sparkasse werden ökologische Gesichtspunkte beim Einkauf von IT-Produkten bereits umgesetzt und Produkte mit dem „Green IT“-Label angeschafft. Das hat bereits zu positiven Auswirkungen wie der Senkung des Stromverbrauchs und der Reduzierung von Recyclingkosten geführt.

Mit ihren wichtigsten Lieferanten steht die Sparkasse regelmäßig im Austausch, um Ansätze für Verbessserungen zu ermitteln.

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INTER Versicherungsgruppe

4.1. Beschreibung der Wertschöpfungskette
Der größte Teil der Wertschöpfungskette wird von der INTER Versicherungsgruppe selbst erbracht, wodurch wir einen großen Überblick über Wertschöpfungskette und -tiefe haben. Nachhaltigkeitskriterien des Kerngeschäfts von der Beratung über die Produktentwicklung bis zur Kapitalanlage gehen in diese Prozesse ein. Zum Berichtszeitpunkt 2017 fand eine systematische Prüfung der Wertschöpfungskette jedoch noch nicht statt. 

Bei einer Versicherung beginnt die Wertschöpfungskette klassischerweise bei der Produktentwicklung und vollzieht sich über den Vertrieb, die Zeichnungspolitik (transparente Kundenkommunikation, -beratung und -information etc.), die Schadensregulierung bis hin zu etwaigen Rückversicherungen. Daneben laufen Prozesse im Einkauf (Werbeartikel, Papier etc.) sowie in der Unternehmens- und Personalorganisation (Mitarbeiterführung und Vergütung), die teilweise auf externe Partner zurückgreifen müssen. Hier bestehen die größten Risiken bei nicht-nachhaltigen Produkten bzw. Anbietern. Eine transparente und faire Beratung durch unabhängige Vermittler (wie Makler etc.) und unsere Vertriebspartner wird durch die Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) sichergestellt. Für den Kunden ist so gewährleistet, dass ihm nur passende Produkte angeboten werden. Deshalb lassen wir verstärkt auch Umwelt- oder soziale Aspekte in die Kundenberatung einfließen. 

Gerade der Unternehmenswert „Fairness“ in der Kundenbeziehung zahlt sich im positiven Sinne für die INTER Versicherungsgruppe aus. Die INTER Kranken wurde 2017 als „Fairer privater Krankenversicherer“ durch die ServiceValue GmbH im Auftrag von Focus Money prämiert. Die ausgezeichneten privaten Krankenversicherer schnitten in allen fünf Kategorien mindestens „gut“ ab: faires Produktangebot, faire Kundenberatung, faire Leistungsabwicklung, faires Preis-Leistungs-Verhältnis sowie faire Kundenkommunikation. Als Grundlage der Studie wurden 2.100 Kunden befragt. Das Deutsche Institut für Service Qualität (DISQ) und der Nachrichtensender n-tv zeichneten zudem die Bausparkasse Mainz als fairste Bausparkasse Deutschlands aus. Hierbei belegte die BKM in den Kategorien Zuverlässigkeit, Transparenz und Preis-Leistungsverhältnis jeweils den ersten Platz. Die BKM wurde bereits mehrfach für ihre Produkt- und Servicepolitik ausgezeichnet.

Die Langfristigkeit unserer geschäftlichen Beziehungen mit Kunden, Partnern, deren Reputation sowie die sorgfältige vorherige Überprüfung sicherten uns bisher ein solides und nachhaltiges Wirtschaften. Dies betrifft auch Bereiche fernab unseres Produktgeschäfts: Etwa beziehen wir unseren Fisch und unsere Meeresfrüchte für das Betriebsrestaurant nur aus zertifizierten Fanggebieten und verwenden in der Direktion FSC- und PEFC-zertifiziertes Papier.

4.2. Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung und Tiefe der Nachhaltigkeitsberücksichtigung
Auch im Jahr 2017 stand die Sicherheit der Anlagen im Vordergrund der Kapitalanlagestrategie. So gewährleisten wir auch weiterhin die Einhaltung unserer Verpflichtung gegenüber dem Gesetzgeber, im Interesse der Kunden unsere gesamten Vermögenswerte nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht anzulegen sowie die Ziele der Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität einzuhalten (§124 Versicherungsaufsichtsgesetz). Neu- bzw. Wiederanlagen wurden daher schwerpunktmäßig in lang laufende gedeckte Zinsanlagen mit zum Teil bester Bonität getätigt. Die durchschnittliche Ratingqualität des Zinsanlagenbestandes liegt auf Basis externer Ratings mit A+ und auf Basis interner Ratings mit A+ (gemäß Moody’s WARF) auf einem hohen Niveau. Aufgrund der Langfristigkeit unserer Anlagen, welche im Kerngeschäft von Versicherungen begründet ist, ist die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit wesentlicher Bestandteil unserer Kapitalanlagen. Da das Risiko, nicht-nachhaltige Kapitalanlagen zu unterstützen, besteht, überprüfen wir die Kapitalanlagegesellschaften und die Produkte, mit denen wir arbeiten, sorgfältig. Dies bezieht sich auf unsere Lieferanten in der Wertschöpfungstiefe, Ebene II. Wir garantieren, dass wir nur selbst oder mit direkten Lieferanten Geschäftsbeziehungen unterhalten, die wir im Rahmen der CSR-Berichterstattung auf ihre Nachhaltigkeitsaspekte überprüfen.

Nachhaltigkeit wird bei den von uns investierten Fonds berücksichtigt. Die Prüfung der Corporate Governance-Strukturen der jeweiligen Zielfondsmanager ist wichtiger Bestandteil ihrer Due Diligence. Die jeweilige ESG-Policy ist bei allen Investment Managern im Investmentprozess bzw. Risikomanagementprozess verankert. Dabei werden wesentliche ESG-Risikofaktoren berücksichtigt und der Bewertung unterzogen. ESG-Aspekte sind damit ein wesentlicher Bestandteil des Investmentanalyse- und Entscheidungsprozesses und unsere Partner weisen keine ESG-kritischen Investments auf. Uns ist nicht bekannt, dass es in der Vergangenheit im Hinblick auf die Einhaltung relevanter Industrie-Codes oder -Policies Verstöße gab. 

Eine hohe Zufriedenheit unserer Kunden mit den Produkten und Serviceleistungen der INTER Versicherungsgruppe ist unser Ziel. Wir sind überzeugt, dass wir aus den Beschwerden einzelner Kunden viel über die Bedürfnisse unserer gesamten Kundschaft erfahren können, um unser Handeln hieran auszurichten. Deshalb eröffnen wir unzufriedenen Kunden einfache Möglichkeiten, Lob oder Beschwerde loszuwerden, beispielsweise auf www.inter.de. Beschwerden werden zentral durch ein spezialisiertes Team für unsere Kunden geprüft. Im Übrigen erfolgt die Beschwerdebearbeitung in unseren kundenorientierten Fachbereichen nach festgelegten Qualitätsstandards. Inhaltlich lautet unser Anspruch, die Sichtweise des Kunden zu verstehen. So können wir eine angemessene Lösung entwickeln, welche die Situation des einzelnen Kunden berücksichtigt und zugleich mit den Interessen der Versichertengemeinschaft in Einklang steht. Das Beschwerdeaufkommen wird in einer speziellen IT-Anwendung erfasst und fortlaufend analysiert. Damit ist gewährleistet, dass wiederholt auftretende oder systematische Probleme sowie potentielle Risiken unverzüglich festgestellt und behoben werden können. Leitlinien zur Beschwerdeerkennung, -erfassung, -bearbeitung und -analyse definieren und sichern unternehmensweit einheitlich hohe Qualitätsstandards. Die Einhaltung der Leitlinien gewährleistet die Beschwerdemanagementfunktion. In Mitarbeiterbefragungen erzielte die Frage, ob Kundenbeschwerden im Unternehmen ernst genommen werden, wiederholt höchste Zustimmungswerte. Sehr gute Teilbewertungen erzielte das INTER-Beschwerdemanagement-System in den veröffentlichten Unternehmensratings der Ratingagentur ASSEKURATA. Die durch Kundenbefragungen belegte, wachsende Zufriedenheit unserer Kunden mit den Produkten und Serviceleistungen der INTER Versicherungsgruppe bestätigt die Wirksamkeit unseres INTER-Beschwerdemanagement-Systems. Falls es doch einmal zu Unstimmigkeiten mit Kunden kommt, greifen wir als Versicherer auf Streitschlichtungsverfahren zurück. So bietet z. B. die Institution des Ombudsmanns der PKV (Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.) die Möglichkeit, Meinungsverschiedenheiten einvernehmlich ohne ein Gerichtsverfahren zu schlichten. Der Ombudsmann soll in jedem Stadium des Verfahrens zwischen den Beteiligten vermitteln und eine Versöhnung erreichen. Die Unternehmen der INTER Versicherungsgruppe haben sich zur Teilnahme an folgenden Streitschlichtungsverfahren verpflichtet: INTER Kranken: Ombudsmann Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.; INTER Leben und INTER Allgemeine: Versicherungsombudsmann e.V. Für Verbraucher, die den Versicherungsvertrag auf elektronischem Weg abgeschlossen haben, steht die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung zur Verfügung.

4.3. Ökologische und soziale Probleme im Wertschöpfungsprozess
Die INTER Versicherungsgruppe kommt auch als Versicherungsunternehmen mit ökologischen und sozialen Fragen in Berührung. Beispielsweise optimieren wir derzeit unser Ressourcenmanagement, z. B. den Verbrauch von Papier, Verpackungs- und Werbematerial. In der betriebseigenen INTER Akademie bilden wir unsere Vermittler selbst aus bzw. weiter. Die INTER ist darüber hinaus dem GDV-Verhaltenskodex und dem GDV-Datenschutzkodex beigetreten. Damit geben wir unseren Vertriebspartnern nicht nur eine Anleitung zum integren Handeln, sondern stellen auch eine hohe Beratungsqualität sicher. Im Produktbereich verpflichtet sich die INTER zu verantwortungsvollen Investitionen, die neben der Sicherheit und Rendite also auch ethische Werte berücksichtigen. Die INTER hat sich daher zum Ziel gesetzt, bei der Produktentwicklung soziale Leistungsbestandteile einzubeziehen, die bedarfsorientiert und kalkulatorisch sinnvoll sein müssen. Mindestens eine nachhaltige Kapitalanlage soll dementsprechend für INTER MeinLeben® angeboten werden.

Die grundsätzliche Ausrichtung der Kapitalanlagen ist entsprechend der Unternehmensleitlinie auf Sicherheit und Langfristigkeit abgestellt. Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften wird durch ein qualifiziertes Kapitalanlagemanagement, eine perspektivische Kapitalanlagepolitik und organisatorische Maßnahmen, wie die klare Trennung von Portfoliomanagement, Abwicklung und Risikocontrolling, sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden strikt nach den dafür geltenden besonderen Bestimmungen behandelt und stehen unter ständiger Beobachtung. 

Die Wertpapiereigenanlagen des Bereichs Bausparen erfolgen ebenfalls auf Basis einer internen Kapitalanlagerichtlinie, die den Rahmen des möglichen Anlagespektrums aufgrund der Vorgabe von Mindestratings, internen Limits und externen Bonitätsprüfungen beschränkt. Die Bausparkasse Mainz hat daneben den freiwilligen Verhaltenskodex zwischen den europäischen kreditwirtschaftlichen Verbänden und den europäischen Verbraucherorganisationen für die Vergabe von wohnwirtschaftlichen Krediten unterzeichnet. Ziel dieses Kodex ist die umfassende Information der Verbraucher über alle angebotenen wohnwirtschaftlichen Kredite.

4.4. Kommunikation mit Lieferanten und Geschäftspartnern
Die Kommunikation mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern erfolgt transparent über den jeweiligen Fachbereich. Die INTER unterhält ein Netz aus über 300 Vertriebspartnern in der Ausschließlichkeit, die vom internen Vertriebsmanagement der INTER betreut werden. Zusätzlich gibt es den INTER-Maklervertrieb, der Kontakt z. B. zu den Makler-Pools und den ungebundenen Vermittlern unterhält. 

Wir pflegen den persönlichen Kontakt zu den unabhängigen Vermittlern vor Ort. Darüber hinaus stehen weitere Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise das INTER MaklerNet. Dort finden unabhängige Vermittler Vertriebsmaterialien, News-Service sowie personalisierte Zugangsmöglichkeiten. Um den Informationsaustausch schnell und nachhaltig zu gestalten, bietet die INTER Online-Abschlüsse sowie die INTER Makler App an. Die INTER veranstaltet zudem Webinare und Roadshows, wobei die Teilnehmer für den Schulungsteil Weiterbildungspunkte erhalten können. Die Teilnahme an der Roadshow ist selbstverständlich kostenfrei. Daher ist die INTER auch Teil der Initiative „gut beraten“ – Weiterbildung (WB) der Versicherungsvermittler in Deutschland. 

Alle Vertriebspartner in der Ausschließlichkeit haben zusätzlich die Möglichkeit, über die INTER-Werbebox auf sämtliche Werbemaßnahmen zuzugreifen. Diese können durch die Vertriebspartner online individualisiert, geschaltet und per Mausklick bestellt werden. Ziel der INTER-Werbebox ist zum einen ein durchweg einheitliches Erscheinungsbild in den Werbemaßnahmen. Zum anderen können Aktionen wie Mailings nun einfach, rechtssicher und schnell umgesetzt werden. 

 

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Steinbildhauerei Vincent Timothy C. Vincent

Natursteingewinnung und -verarbeitung in Abbauländern wie Indien, Afrika oder China und der Transport aus Übersee erfolgen häufig unter Verletzung der Menschenrechte und gehen mit Umweltzerstörung einher. Am bedeutsamsten für die nachhaltige Wertschöpfung ist für uns, wo und wie der Naturstein gewonnen und verarbeitet wird.   Die Überprüfung der gesamten Lieferkette für Natursteinmaterial aus Übersee hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeitskriterien ist nach wie vor sehr schwierig. Selbst Gütesiegel wie Fair Stone oder Xertifix können nicht garantieren, dass das Natursteinmaterial in den Abbauländern nicht von Kinderhand oder durch Lohnsklaverei gewonnen bzw. verarbeitet wurde.   Daher wird von uns ausschließlich deutscher oder europäischer Naturstein bezogen, und zwar zu 100 % von deutschen Zulieferern. Die Überprüfung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien erstreckt sich auf die direkten Zulieferer:

  • Wir arbeiten mit einer überschaubaren Anzahl von deutschen Lieferanten zusammen, i. w. Natursteinhändler und Steinbruchunternehmen. Diese sind uns persönlich langjährig bekannt, kennen unsere Nachhaltigkeitsanforderungen und haben sich als zuverlässig erwiesen. Die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit wie die Einhaltung der Menschenrechte und der ILO Kernarbeitsnormen sind bei den deutschen Lieferanten gewährleistet.
  • Um  Menschenrechtsverletzungen auszuschließen, wird von den deutschen Lieferanten ausschließlich europäisches bzw. deutsches Material bezogen. Nicht nachhaltige Ware wird nicht bezogen, auch keine Re-Importe. Ein Gütesiegel für europäischen oder deutschen Naturstein existiert bislang nicht.
  • Mit den Lieferanten werden die sozialen und ökologischen Probleme der Lieferkette diskutiert. Die Händler bieten in erster Linie europäischen Naturstein an, aber auch problematische Importware aus Fernost.
  • Die kurzen Transportwege, am idealsten bei Natursteinen aus deutschen Steinbrüchen, sorgen für einen besseren ökologischen Fußabdruck als Ware aus Übersee.
  • Wenn das Grabmal aus einem recycelten endberäumten Grabmal entworfen und hergestellt wurde, ist die Prüfung der Lieferkette naturgemäß nicht mehr möglich.
  • Für die im Betrieb genutzten Werkzeuge wurde der französische Hersteller Guillet (www.guillettools. org) gefunden, der sich für seine kontinuierlichen Verbesserungsprozesse in Bezug auf Umwelt- und Arbeitsschutz zertifizieren lässt (DIN 14001).
  • Pressluftwerkzeuge werden bei der in Wuppertal ansässigen und produzierenden Firma. F&K Fuhrer und Klupfel gekauft und Elektrowerkzeuge bei Bosch.
Ökologische Aspekte in der Nutzungsphase:
Grabmale aus Naturstein haben eine sehr lange Nutzungsphase, oft mehr als 20 Jahre, und bleiben bei guter Gestaltung zeitlos schön.

Ökologische Aspekte nach der Nutzungsphase:
In der Regel werden nicht mehr genutzte Grabmale von den Friedhofsverwaltungen wie Abfall behandelt und zu minderwertigem Schotter für den Baubereich verarbeitet. Grabmalrecycling hat in jedem Fall positive Umwelteffekte, durch die Erhaltung der individuellen und hochwertigen Ressource Naturstein und kurze Lieferwege.

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe umfasst sowohl die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken (AFG) als auch die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen. Einzelne Schritte der Wertschöpfung der Produkte in den Segmenten Spirituose und AFG finden in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen bei Lieferanten statt. Hier werden die notwendigen Komponenten und Vorprodukte sowie Hilfsstoffe und Verpackungsmaterialien erzeugt. Ebenfalls außerhalb des Konzerns findet ein großer Teil der Energiegewinnung statt. Während der Herstellung der Fertigprodukte innerhalb der Systemgrenze der Berentzen-Gruppe, aber auch in den vorgelagerten Stufen, fallen verschiedene Abfälle sowie Emissionen an.
Sowohl innerhalb der eigenen Wertschöpfungsschritte als auch innerhalb vorgelagerter Wertschöpfungsstufen können verschiedene ökologische und soziale Probleme auftreten. Zu den größten potenziellen Problemen zählen Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen die ILO-Kernarbeitsnormen, Umweltverschmutzung und ein hohes Emissionsaufkommen. Hieraus können neben finanziellen Einbußen Sanktionen oder rechtliche Konsequenzen, Lieferengpässe und die Gefährdung von Handelsbeziehungen sowie ein Reputationsverlust drohen.
Die Berentzen-Gruppe analysiert und erfasst soziale und ökologische Probleme in der eigenen Wertschöpfungskette und leitet entsprechende Maßnahmen ein, um diese zu beseitigen. Durch Vertragsvereinbarungen und den Berentzen-Lieferantenkodex, der Mindeststandards für soziale und ökologische Themen enthält, werden die Lieferanten ebenfalls zur Einhaltung von Standards und der Beseitigung sozialer und ökologischer Probleme angehalten.  

Weitere Informationen ab S. 21 ff. im Nachhaltigkeitsbericht 2017 im Kapitel „Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette und im Unternehmensumfeld“, auf Seite 39 im Kapitel „Wertschöpfungskette Spirituose und AFG“ und Seite 37 ff. im Kapitel „Unsere ökologische Verantwortung“

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