Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

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Die Wertschöpfungskette reicht von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung bzw. Ende des Services. Während Teile dieser Wertschöpfung innerhalb Ihres Unternehmens stattfinden, liegen andere Teile außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Ihres Unternehmens. Hier Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf die Wertschöpfungskette im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einzuwirken, kann einerseits neue Chancen eröffnen (z.B. in der Produktentwicklung) und andererseits Risiken vorbeugen. Öffentliche Reaktionen auf Skandale in der Lieferkette haben in der Vergangenheit sehr deutlich gezeigt, dass negative Auswirkungen in der Wertschöpfungskette auch dem Ruf von Unternehmen schaden.

Was ist zu beachten?
Auch wenn es nur wenige Stufen zur Erstellung Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen bedarf, die Sie womöglich hauptsächlich selbst und ausschließlich in Deutschland erbringen, bitten wir Sie, die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens möglichst konkret darzustellen. Denken Sie dabei auch an zugekaufte Grundstoffe, Produkte und Dienstleistungen wie z.B. IT, Büromaterialien oder einen ausgelagerten Kundenservice.
Mit der Beschreibung Ihrer Wertschöpfungskette legen Sie die Grundlage für den Inhalt nachfolgender Kriterien. Beschreiben Sie den Prozess Ihrer Leistungserstellung im Zweifelsfall also lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Insbesondere Kriterium 10 zu Innovations- und Produktmanagement bezieht sich auf Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette, um die negativen Auswirkungen Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verringern und einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Stellen Sie in Ihrer Beschreibung möglichst den Bezug zum Kerngeschäft her, also zu den Geschäftsfeldern, welche die wesentlichen Werttreiber Ihres Unternehmens sind.

Bitte beachten Sie bei der Beschreibung der Kommunikation Ihres Unternehmens über Probleme entlang der Wertschöpfungskette mit zuliefernden Betrieben, Dienstleistungsunternehmen oder anderen Geschäftspartner/-innen, dass die Beantwortung dieser Frage je nach Branche und Größe Ihres Unternehmens unterschiedlich ausfallen kann. Ein regelmäßiges offenes Gespräch kann ebenso als Antwort dienen wie der eher formalisierte Austausch mittels Verpflichtungserklärungen („Code of Conduct“) und Auditierungsverfahren.
 
Aspekt 1:
Beschreiben Sie, welche Stufen Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette durchlaufen (z. B. vom Rohstoffeinkauf bis zum Leistungszeitpunkt bzw. Recycling).

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche Nachhaltigkeitsaspekte für die dargestellten Wertschöpfungsstufen von Bedeutung sind. Erläutern Sie auch, bis zu welcher Tiefe der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob die jeweiligen sozialen und ökologischen Probleme bekannt sind, die auf den einzelnen Stufen auftreten, und wie diese Probleme angegangen werden.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartnerinnen und -partnern über die genannten Probleme kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Welche dieser Aspekte besonders wichtig für Unternehmen in Ihrer Wertschöpfungskette sind, kann sich von den Aspekten unterscheiden, die Sie für Ihr eigenes Unternehmen als wesentlich identifiziert haben.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe, eingekaufte Dienstleistungen und deren Vorstufen, als auch die Nutzer Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling oder Effekte der Serviceleistung. Eine Wertschöpfungskette kann z.B. folgende Stufen enthalten: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte.
Nachhaltigkeitskriterien sind von Ihrem Unternehmen (möglicherweise anhand von Nachhaltigkeitsstandards) festgelegte Vorgaben, die Geschäftspartner/-innen und deren Subunternehmen erfüllen müssen, um mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

ZWH e. V.

Die Wertschöpfungskette als Dienstleistungseinrichtung ist sehr überschaubar, da sich die Materialflüsse überwiegend auf den Betrieb der Büroräume in Düsseldorf und Berlin sowie auf Dienstreisetätigkeiten innerhalb und außerhalb Deutschlands beziehen. Deshalb sind in der ZWH Entsorger (z. B. datenschutzgerechte Vernichtung), externe Dienstleister*innen (z. B. Steuerberatung), Fachhändler*innen für Büromaterial und elektronische Geräte, öffentliche Auftraggeber*innen (z. B. Bundesministerien), Kund*innen (z. B. Handwerksorganisationen), Privatkund*innen (z. B. Meisterschüler*innen), Logistikunternehmen, Mitarbeitende und Honorarkräfte an der Wertschöpfungskette der ZWH beteiligt.

Die ZWH achtet bei der Bereitstellung ihrer Dienstleistungen darauf, dass so viele Unterlagen wie möglich im ZWH-Intranet zur Verfügung gestellt und für Dienstreisen die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. Beim Großteil der Produkte, d. h. Büromaterial und elektronischen Geräten, die sich die ZWH liefern lässt, berücksichtigt sie deren Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit sowie, dass sie unter guten sozialen Bedingungen für die herstellenden Arbeitenden produziert wurden. Regionalität spielt bei annähernd der Hälfte der Produkte, die sich die ZWH liefern lässt, eine Rolle. Allerdings befindet sich die ZWH mit ihren Mitarbeitenden aktuell im Prozess der gegenseitigen Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit sowie in der Planung für die Einführung von Nachhaltigkeit. Aufgrund dessen werden bisher in einem geringen Umfang Nachhaltigkeitsaspekte bei der Auswahl von Lieferant*innen sowie Fachhändler*innen beachtet und Lieferant*innen erst in der Zukunft nach ihren Zuliefer*innen befragt. Um die Mitarbeitenden zum Thema nachhaltige Beschaffung zu sensibilisieren, werden im November 2020 zwei Mitarbeitende an einer Schulung zu dem Thema teilnehmen.

Die ZWH achtet außerdem darauf, ihre Menge an Abfall zu reduzieren und so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Sie verkauft Restposten an Weiterverwender*innen in ihrem Netzwerk und nutzt zertifizierte Entsorger. Im digitalen Bereich nutzt die ZWH eine umweltbewusste Serverfarm für das Lernmanagementsystem ILIAS und die ZWH-Website. Diese wird mit Ökostrom betrieben.

Für die Dokumentation von Aufträgen, die Kundenbetreuung, die Kommunikation innerhalb der ZWH und mit Geschäftspartner*innen nutzt die ZWH bereichsübergreifend überwiegend digitale Kommunikationsformen. Ausnahmen sind u. a. Rechnungen, Vergabevermerke, Urlaubsanträge, Dienstreiseabrechnungen, Verträge (inklusive Anschreiben), Gehaltsschreiben, Entwürfe im Bereich Grafik und Öffentlichkeitsarbeit sowie Geheimhaltungsvereinbarungen für die Entwicklung von Prüfungsaufgaben, die ausgedruckt werden.


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Hamburger Sparkasse AG

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
Die Haspa ist mit ihrem Finanzdienstleistungsangebot ein wichtiger Motor des regionalen Wirtschaftskreislaufs. Sie arbeitet zum Wohle der Menschen und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg. Unsere Wertschöpfung erbringen wir – unserem nachhaltigen Geschäftsmodell entsprechend – im Wesentlichen in unserem Geschäftsgebiet und richten unser Finanzdienstleistungsangebot an regionalen Bedürfnissen aus.

Mit Service und Beratung sowie bedarfsgerechten Produkten fördert die Haspa eine stabile Entwicklung der regionalen Wirtschaft, des Standorts sowie der Infrastruktur in ihrem Geschäftsgebiet.

Unser Anliegen ist es, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft der Haspa weiter zu verankern. Nachfolgend geben wir einen Überblick über unsere Aktivitäten und die Weiterentwicklungen, die wir im Berichtsjahr erreichen konnten.



Geldanlage
Die Haspa bietet allen Kunden moderne Finanzprodukte an, darunter auch Produkte mit einem besonderen ökologischen oder sozialen Nutzen. Hierzu zählen beispielsweise nachhaltige Publikumsfonds, der Hamburger Stiftungsfonds sowie der von der Haspa aufgelegte Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“. Für diesen Fonds haben wir uns in 2018 und 2019 um das FNG-Siegel beworben und diese Auszeichnung auch beide Male erhalten. Dabei konnten wir beim FNG-Siegel 2019 die Auszeichnung auf 2 Sterne verbessern. Parallel dazu haben wir den europäischen Transparenzkodex des „European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif)“ unterzeichnet und auf www.hamburger-nachhaltigkeitsfonds.de veröffentlicht. Der jeweils aktuelle Carbon Footprint für den Hamburger Nachhaltigkeitsfonds kann darüber hinaus auf dem Portal www.yoursri.com eingesehen werden. (Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Nachhaltigkeitskriterien dieser Fonds sind in Kriterium 10 dargestellt.)

Im Vermögensmanagement werden nach dem EU-Aktionsplan (Maßnahme 7) künftig verstärkte Pflichten in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte zu erfüllen sein. So sollen institutionelle Anleger und Vermögensverwalter ausdrücklich angehalten werden, Nachhaltigkeitsaspekte in den Entscheidungsprozess für Investitionen einzubeziehen und dies gegenüber den Endanlegern transparent zu machen. 

Die entsprechende Überprüfung durch das Haspa-Portfoliomanagement hat ergeben, dass in der Vermögensverwaltung unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden: So realisieren wir im Rahmen des Vermögensmanagements unterschiedliche kundenspezifische Nachhaltigkeitsansätze. Unsere Dienstleistungspalette erstreckt sich dabei von der reinen Umsetzung der vom Kunden vorgegebenen Ausschlusskriterien bis hin zur umfassenden Beratung unserer Kunden bei der Formulierung eines eigenen Nachhaltigkeitsansatzes. Die Haspa ist damit zukunftsfähig aufgestellt und verfügt über die notwendigen Instrumente und Kompetenzen, um die von institutionellen Anlegern geforderte Erfüllung ethisch-nachhaltiger Anlagekriterien im Vermögensmanagement erfolgreich umzusetzen.

Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Diskussion um eine nachhaltige Zukunftsentwicklung wollen immer mehr Menschen auch mit ihrer Geldanlage einen Beitrag zur Lösung anstehender Herausforderungen leisten. Die Haspa beschäftigt sich seit jeher intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden.

Die Wünsche unserer Privatkunden im Bereich nachhaltige Geldanlagen haben wir 2019 erneut auf Basis von Marktforschungsstudien analysiert. Im Rahmen von  Untersuchungen haben wir Privatkunden gefragt, welche Bedeutung Nachhaltigkeit bei der Geldanlage in Wertpapieren für sie hat und welche konkreten Aspekte ihnen mit Blick auf Umwelt, Unternehmensführung und Soziales wichtig sind.

Während im Vorjahr bei einer vergleichbaren Studie noch keine explizite Präferenz für nachhaltige Geldanlagen erkennbar war, interessieren sich unsere Kunden 2019 vor allem für nachhaltige Anlageprodukte, die Umwelt- und Sozialbelange berücksichtigen. Dieses Ergebnis lässt eine Veränderung des Kundenbedarfs im Bereich nachhaltiger Geldanlagen erkennen. Vor diesem Hintergrund ist es unser Anliegen, das Produkt- und Dienstleistungsangebot der Haspa zukünftig noch stärker auf die gestiegenen Kundenbedürfnisse im Bereich der nachhaltigen Anlage zuzuschneiden. 




Aktivgeschäft
Der Kern unseres Kreditgeschäfts ist die Kreditversorgung der Menschen und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg. Die regionale Kundenstruktur und unsere Kenntnis über den lokalen Markt unterstützen uns dabei, Risiken im Kreditgeschäft frühzeitig zu erkennen.

Die Kreditrisikostrategie der Haspa ist ein verbindliches Rahmenwerk für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das ihnen Orientierung gibt, wie sie das Kreditgeschäft unter angemessener Berücksichtigung von Risiken betreiben sollen. In der Kreditrisikostrategie sind verschiedene Aspekte enthalten, die auf Nachhaltigkeit im weiteren Sinne „einzahlen“. So machen wir keine Geschäfte, die wir nicht verstehen. Dies gilt gleichermaßen für Geschäfte, die für uns nicht transparent sind oder für die wir entweder prozessual bzw. DV-technisch oder durch die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht ausgestattet sind. Dazu zählt z. B. die Finanzierung von Seeschiffen, (Kohle-)Kraftwerken oder Flugzeugen. 

Unser Ziel ist es, Geschäfte zu vermeiden, die nicht unserem Selbstverständnis entsprechen und die den Ruf der Haspa belasten könnten. Dazu gehört auch, keine Verträge abzuschließen, die direkte oder indirekte (d. h. über Drittländer) Geschäfte in Kriegs- und Krisenländern (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern) zur Folge haben. Hierzu wird bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig aktualisiert wird.


Nachhaltigkeitsscreening des Kundenkreditgeschäfts
Im Jahr 2019 haben wir erneut ein Branchen-Screening des Kreditportfolios der Haspa (Kundenkreditgeschäft) anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes (WZ 2008) durchgeführt: Der Schwerpunkt des Kreditportfolios liegt weiterhin auf der Finanzierung von Privatpersonen (rund 34 Prozent per 31.12.2019) sowie auf dem Grundstücks- und Wohnungswesen, auf das zum 31.12.2019 rund 33 Prozent des Portfolios entfallen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Finanzierung von Bestandsimmobilien und deren Instandhaltung sowie auf Neubauten, die in Bezug auf Energieeffizienz die geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllen müssen. Unter unseren Kunden sind auch viele lokale Wohnungsbaugenossenschaften, die mit ihrem Geschäftsmodell zu stabilen Mietpreisen beitragen. 

Im Zuge dieser Analyse haben wir unser Kreditportfolio auch auf Nachhaltigkeitsrisiken hin untersucht, um ggf. Handlungsbedarfe abzuleiten. Dabei haben wir insbesondere den Anteil CO2-intensiver Branchen (u. a. „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“, „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“, „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“) sowie kontroverser Branchen überprüft: Das Kreditvolumen in diesen Wirtschaftszweigen/Branchen ist von untergeordneter Größe (jeweils < 1 % des Portfolios) und hat damit eine geringe Bedeutung für das Kreditgeschäft der Haspa. Den Bereichen „Kohlebergbau“ sowie „Herstellung von Waffen und Munition“ sind im Kundenkreditgeschäft keine Kunden zugeordnet, d. h. Kreditgeschäfte in diesen Branchen werden von der Haspa nicht betrieben.

Die Überprüfung unseres Kundenkreditportolios auf potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken werden wir regelmäßig durchführen und diese Analysen für die Weiterentwicklung unserer  Nachhaltigkeitskriterien nutzen.

Detaillierteren Aufschluss über die Branchenstruktur unseres Kundenkreditportfolios gibt die nachfolgende Übersicht:



Kundenkreditportfolio nach Branchen

 Aktivität/BrancheObligo in Prozent
ALand- und Forstwirtschaft, Fischerei0,19%
BBergbau und Gewinnung von Steinen und Erden0,09%
CVerarbeitendes Gewerbe2,25%
DEnergieversorgung0,57%
EWasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen0,21%
FBaugewerbe3,73%
GHandel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen5,39%
HVerkehr und Lagerei1,51%
IGastgewerbe1,08%
JInformation und Kommunikation0,97%
KErbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen4,62%
LGrundstücks- und Wohnungswesen32,74%
MErbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen6,23%
NErbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen2,52%
OÖffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung1,16%
PErziehung und Unterricht0,15%
QGesundheits- und Sozialwesen1,67%
RKunst, Unterhaltung und Erholung0,54%
SErbringung von sonstigen Dienstleistungen0,45%
TPrivate Haushalte33,93%


Eigenanlage/Depot A
Basis für die im Rahmen der Eigenanlage getätigten Investments, die auch Länderrisiken beinhalten können, bilden die in der Master-Kapitalverwaltungsgesellschaft (Master-KVG) der DekaBank vorgegebenen Anlagerichtlinien. Diese werden vom Anleger festgelegt und geben das Anlagespektrum vor, welches investiert werden darf.

Zur Begrenzung der Länderrisiken verfolgen wir das Ziel, weder direkt (z. B. über Staatsanleihen, Credit Default Swaps) noch indirekt (z. B. über Unternehmensanleihen, Aktien, Asset Backed Securities) in Kriegs- und Krisenländern zu investieren (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern). Dazu nutzen wir eine Ländernegativliste, die auf Basis der Embargoliste des Zolls geführt und regelmäßig aktualisiert wird. Zudem erwerben wir gemäß unseren Anlagerichtlinien keine Wertpapiere, bei denen der Verdacht auf Streubombenherstellung besteht. Investitionen in Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais, Soja, Fisch und Vieh sind in den Anlagerichtlinien ebenfalls ausgeschlossen.

In den Gesprächen mit externen Fondsmanagern thematisieren wir regelmäßig den Umgang mit den für uns wesentlichen ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) in unseren Investments. Darüber hinaus überwachen wir unsere Kapitalanlagen laufend unter Einbindung des Vorstands. Darüber hinaus finden jährliche Anlageausschusssitzungen statt, in denen u. a. die Entwicklung der Investments und ein Ausblick zur erwarteten Performance erfolgen. ESG-Kriterien werden bei künftigen Mandatierungen von Managementaufträgen auch weiterhin berücksichtigt.

Nachhaltigkeitsscreening des Depot A
Auch im Jahr 2019 haben wir uns mit ESG-Aspekten in der Eigenanlage befasst und das Depot A der Haspa einer Carbon-Portfolioanalyse durch MSCI unterzogen. Dabei wurde ein CO2-Wert des Depot A von 281,3 t CO2-Äquivalenten ermittelt. Als Ergebnis dieses Depot-A-Screenings haben wir die Anlagekriterien angepasst: Für neu zu erwerbende Aktienanlagen, die sich am Euro-Stoxx-50-Index orientieren, werden nunmehr anerkannte ESG-Kriterien von MSCI angewandt. Dieses Vorgehen führt zu einem Ausschluss von rund 10 % der im Index vertretenen Emittenten, die wir nicht erwerben werden. Ein Screening der Unternehmensanleihen im Februar 2019 hat uns ebenfalls für mögliche Handlungsfelder sensibilisiert. Anleihen mit einem größeren CO2-Wert wurden bei Nachkäufen möglichst nicht berücksichtigt und zugleich bevorzugt abgebaut. Wir erwarten durch dieses Vorgehen eine deutliche Reduktion des CO2-Wertes im Depot A der Haspa für das Jahr 2019. Ein erneutes MSCI-Screening ist für Februar 2020 geplant, in dessen Rahmen wir u. a. die erreichte CO2-Reduktion im Depot A ermitteln.

Handlungsprogramm zur Umsetzung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
HandlungsfeldZielMaßnahmeStatus
AktivgeschäftBewertung von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancenScreening des Kreditportfolios (Kundenkreditgeschäft)umgesetzt für Geschäftsjahre 2018 u. 2019; Einführung als Regelprozess ab 2020
Geldanlage: VermögensverwaltungSchaffung von Transparenz über die Berücksichtigung von NachhaltigkeitsaspektenBewerbung um FNG-Siegel für den Hamburger Nachhaltigkeitsfonds - „Best in Progress“FNG-Siegel 2019 (1 Stern), FNG-Siegel 2020 (2 Sterne) erhalten
Schaffung von Transparenz über die Berücksichtigung von NachhaltigkeitsaspektenUnterzeichnung des europäischen Transparenzkodex des „European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif)“ umgesetzt
Prüfung weiterer Nachhaltigkeitsstandards in der individuellen Vermögensverwaltunggeplant
Eigenanlage/Depot ABewertung von ESG-AspektenUmsetzung MSCI-Carbon-Portfolioanalyse des Depot Aumgesetzt 2019, Wiederholung Anfang 2020
Ableitung von Maßnahmen aus MSCI-ScreeningsAnlagekriterien in 2019 angepasst
Geldanlage: PrivatkundengeschäftVorbereitung auf Integration von Nachhaltigkeit in die AnlageberatungAbfrage unter Privatkunden zur Bedeutung von Nachhaltigkeit und zu wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen von nachhaltigen Geldanlagenumgesetzt in 2019


Nachhaltigkeit in Einkauf und Beschaffung
Grundlage für den Beschaffungsprozess ist die Haspa-Einkaufsrichtlinie. Darin ist das Regionalprinzip verankert, nach dem wir auf die Einbindung ortsansässiger oder regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen bzw. Anbieter und auf Nachhaltigkeit Wert legen. Auf Basis des Nachhaltigkeitsverständnisses berücksichtigt die Haspa bei der Beschaffung von Gütern und Leistungen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale, ethische und ökologische Aspekte.

Die „Leitlinie zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister der Hamburger Sparkasse AG“ formuliert und definiert die Anforderungen, die die Haspa an die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen an ihre Auftragnehmer hat. Dies sind die Einhaltung international anerkannter Menschen- und Arbeitnehmerrechte, die Ächtung von Kinderarbeit und Zwangsarbeit, die Einhaltung gesetzlicher Normen und Umweltrichtlinien sowie die Einhaltung und Förderung von ethischem Verhalten. Unsere Lieferanten und Dienstleister sind aufgefordert, eine Leitlinie an alle Beteiligten im Rahmen ihrer Lieferkette weiterzugeben, die diese Anforderungen widerspiegelt und die Einhaltung der Standards fördert und nachhält.

Wir erwarten daher von unseren Auftragnehmern, dass sie sich dem Ziel, sozialen, ethischen und ökologischen Ansprüchen der Gesellschaft zu genügen, ebenso verpflichtet fühlen wie die Haspa und dass sie bei der Herstellung und Fertigung ihrer Produkte sowie bei der Erbringung von Dienstleistungen diesen Zielen Rechnung tragen.

Auch Anregungen von Kunden nehmen wir auf. So achten wir darauf, Plastikmüll zu vermeiden. Im Zuge von Filialeröffnungen und bei Veranstaltungen verzichten wir z. B. auf Plastikgeschirr und nutzen Luftballons, die gemäß der 21. Empfehlung der Kunststoffkommission Bundesgesundheitsamt EN-71-3 zu 100 Prozent aus Naturlatex bestehen.  

Mit den für die Haspa bedeutsamsten Lieferanten werden Jahresgespräche geführt. Dabei werden die interne Bewertung des Lieferanten mit ihm besprochen und mögliche bzw. notwendige Veränderungen – ggf. auch im Bereich Nachhaltigkeit – diskutiert. Ziel ist es, eine positive Lieferantenentwicklung zu erreichen bzw. eine positive Bewertung dauerhaft zu erhalten. Mit unseren Kooperationspartnern aus dem Produktbereich werden mindestens jährliche Strategiegespräche über die Zusammenarbeit, mögliche Verbesserungen des Produktportfolios oder die Ausrichtung auf neue Kundenbedürfnisse geführt.

Weitere Beschaffungsmaßnahmen, die auf eine Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung zielen, sind in Kriterium 12 dargestellt.

Die Einhaltung der oben genannten Vorgaben wird im Rahmen der unter Einbindung des Vorstands etablierten Regelprozesse geprüft, gesonderte Verfahren wurden nicht etabliert.

Übersicht über wesentliche Vorgaben für Einkauf und Beschaffung

Die „Leitlinie zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister der Hamburger Sparkasse AG“ wurde 2019 erarbeitet und ist seit Mitte Dezember 2019 Bestandteil jedes neuen Rahmenvertrages.

In Einzelbestellungen wird ebenfalls darauf verwiesen und die Leitlinie wird Teil der Geschäftsbeziehung. Bestehende Verträge werden sukzessive angepasst (bei Vertragsänderung oder -verlängerung). Die Verträge der Top-Lieferanten werden kurzfristig entsprechend erweitert. Unser Ziel ist es, die Verträge mit Top-Lieferanten im ersten Halbjahr 2020 um die Nachhaltigkeitsleitlinie zu erweitern.

Im ersten Quartal 2020 soll Nachhaltigkeit in Ausschreibungen sowie in das Lieferantenmanagement integriert werden und damit in die Bewertung der Lieferanten einfließen. Nachfolgend ist zusammengefasst, welche Aspekte die Leitlinie regelt.


AnwendungsbereicheVorgaben zu Sozialverträglichkeit und EthikVorgaben zu Umweltverträglichkeit
Alle Lieferanten und DienstleisterEinhaltung der ILO-KernarbeitsnormenUmweltverantwortung (FA 8000, DIN EN ISO 9001/14001/50001 Energiemanagementsystem)
Alle Lieferanten und DienstleisterLöhne, Sozialleistungen, ArbeitszeitUmweltfreundliche Produktion
Alle Lieferanten und DienstleisterFreie Wahl der Beschäftigung/Verbot von ZwangsarbeitGefahrstoffe
Alle Lieferanten und DienstleisterGesundheit und SicherheitAbfall
Alle Lieferanten und DienstleisterVereinigungsfreiheitRecycling
Alle Lieferanten und DienstleisterDiskriminierungsverbot
Alle Lieferanten und DienstleisterKorruptionsbekämpfung
Alle Lieferanten und DienstleisterFairer Wettbewerb

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Hermann Biederlack GmbH & Co. KG

Das Unternehmen Hermann Biederlack GmbH & Co. KG verfügt über eine vollstufige Produktion vom Rohstoff bis zum Endprodukt Kuscheldecken und Kissen am Standort Greven. Ergänzend zur Eigenproduktion werden Handelswaren aus China und Italien eingekauft.
Mit Erhalt der Rohstoffe, kann im Betrieb gefärbt, das Garn gesponnen, verwebt, ausgerüstet, konfektioniert und verpackt werden.

Eigenproduktion:

Beim Kauf von Baumwolle wird auf die Reinheit und Länge der Faser geachtet. Dem Einkauf ist es untersagt, Baumwolle aus High-Risk-Länder einzukaufen wie Usbekistan und Tukmenistan.
Unsere Hauptlieferanten sind Spanien sowie einige afrikanischen Länder, die uns mit CMIA-Baumwolle beliefern.  
Die Initiative "Cotton Made in Africa" unterstützt kleine Baumwollbauern. Diese dürfen die Baumwolle auch nur nach bestimmten Bedingungen anbauen (Keine GVO, nur bestimmte Pestizide/Dünger, keine Kinder-Arbeit). Die Kontrolle der Bauern übernimmt die Aid by Trade Foundation. https://www.aidbytrade.org/
Vom Baumwollbauer gelangt die Baumwolle dann an bestimmte Baumwoll-Entkörnungsanlagen, die diese wiederum nur an zertifizierte Spinnereien liefern dürfen.
Hermann Biederlack GmbH & Co.KG gehört zu diesen Spinnereien und gibt die monatliche Menge an bearbeitender CMIA-Baumwolle im Betrieb zur Kontrolle der Lieferkette an die Aid by Trade Foundation weiter.
Für alle Artikel von Hermann Biederlack, die mit dem CMIA-Label ausgezeichnet werden, erhält die Foundation und damit die von ihr unterstützen Projekten, Lizenzkosten.

- Weitere Spinnstoffe wie beispielsweise Polyacryl werden in Deutschland beschafft. (Firma DRALON)
- Das Unternehmen hat eine hohe Transparenz sowie einen tiefen Einblick in die Wertschöpfung, da die Produktion vertikal am Standort in Greven stattfindet.
- Ein Großteil der Waren wird mit dem LKW ausgeliefert, da der Hauptanteil der Kunden in Deutschland ansässig ist (Discounter, Einrichtungshäuser). Die Überseekunden werden per Schiff oder Luftfracht beliefert.

Handelswaren aus China:

Alle unsere chinesischen Lieferanten sind nach den Richtlinien der Business Social Compliance Initiative und/oder Ökotex zertifiziert. Zudem finden jährliche Besuche bei den Lieferanten statt.
- keine vollständige Transparenz in der Wertschöpfungskette, da die Vorstufen der Handelswarenproduktion nicht bekannt sind.
- Der Transport der Handelswaren erfolgt per Schiff, wobei auf volle Container geachtet wird (vor allem aus ökonomischen Gründen).
- Die Auslieferung der Waren erfolgt auf diesselbe Art und Weise wie bei der Eigenproduktion.

Handelswaren aus Italien

Der Kauf von Handelswaren aus Italien ermöglicht dem Unternehmen einen tieferen Einblick in die Wertschöpfsungskette, als es bei chinesischen Lieferanten der Fall ist. Die Produktion findet innerhalb der EU statt und unterliegt somit der Einhaltung von EU-Richtlinien.
- Der Transport nach Greven erfolgt per LKW.
- Die Auslieferung der Waren erfolgt auf diesselbe Art und Weise wie bei der Eigenproduktion.

Kommunikation mit Lieferanten:

er erfolgt eine schriftliche Dokumentation im Rahmen von Verträgen und Zertifikaten z. B. Ökotex Standard 100 sowie ein Schreiben zum Verständnis der Kriterien der Registration , Evaluation , Authorisation and Restriction of CHemicals (REACH)
darüber hinaus gibt es generell einen täglichen E-Mail-Verkehr mit Lieferanten. Nachhaltigkeitsaspekte sind neben den genannten Kritieren (Ökotex Standard 100 und der Registration , Evaluation , Authorisation and Restriction of CHemicals allerdings nicht Bestandteil der alltäglichen Kommunikation). Im Vordergrund stehen das Produkt und der Handelsvertrag.

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HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Stichpunktartig dient das Beikost-Gläschen „Reine Früh-Karotten“ als Beispiel für die Wertschöpfungskette eines HiPP-Produkts in Bio-Qualität:
Boden- und Saatgutkontrollen - Anbau von Bio-Früh-Karotten auf einwandfreiem Acker - Lieferung des Bio-Gemüse ins Werk nach Pfaffenhofen -  Analyse von Musterproben - Analyse ohne Beanstandung: Lieferung darf in der Produktion verarbeitet werden - Nach dem Garen wird der Bio-Gemüsebrei abgefüllt und haltbar gemacht - Jedes Gläschen erhält am Deckelrand eine fortlaufende Nummer, mit Hilfe derer alle Inhaltsstoffe bis aufs Feld zurückverfolgt werden können - Verpackung der Gläschen und Transport zum Logistikzentrum - Zum Endverbraucher gelangt das Bio-Früh-Karotten-Gläschen hauptsächlich über den Lebensmitteleinzelhandel. 

Das Nachhaltigkeitsmanagement bei HiPP hat die gesamte Lieferkette im Blick. Alle Geschäftsbereiche definieren im Hinblick darauf jährlich ihre Nachhaltigkeitsziele. Für die HiPP Einkaufsabteilung ist der nachhaltige Beschaffungsprozess ein essentieller Bestandteil der Geschäftsstrategie. Zur Steuerung der Lieferkette wird derzeit eine Audit-Management-Software integriert. Das System verknüpft chargenbezogen alle relevanten Kriterien im Hinblick auf Unternehmen, Rohstoffe, Qualität sowie nachhaltige und biodiversitätsfreundliche Erzeugung. Außerdem sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Nachhaltigkeits-Standards verbindlich für alle Lieferanten hinterlegt. Jede Rohstoffgruppe und die entsprechenden Lieferanten werden von einem oder mehreren HiPP-Experten betreut und umfassend beraten.

Wie nachhaltig sich HiPP beim Bezug seiner Rohstoffe verhält, belegt das Beispiel aus Costa Rica.

Für die herausragenden Leistungen in diesem Bereich erhielt HiPP bereits den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Nachhaltigster Einkauf“.

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Steinbildhauerei Vincent Timothy C. Vincent

Natursteingewinnung und -verarbeitung in Abbauländern wie Indien, Afrika oder China und der Transport aus Übersee erfolgen häufig unter Verletzung der Menschenrechte und gehen mit Umweltzerstörung einher. Am bedeutsamsten für die nachhaltige Wertschöpfung ist für uns, wo und wie der Naturstein gewonnen und verarbeitet wird.   Die Überprüfung der gesamten Lieferkette für Natursteinmaterial aus Übersee hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeitskriterien ist nach wie vor sehr schwierig. Selbst Gütesiegel wie Fair Stone oder Xertifix können nicht garantieren, dass das Natursteinmaterial in den Abbauländern nicht von Kinderhand oder durch Lohnsklaverei gewonnen bzw. verarbeitet wurde.   Daher wird von uns ausschließlich deutscher oder europäischer Naturstein bezogen, und zwar zu 100 % von deutschen Zulieferern. Die Überprüfung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien erstreckt sich auf die direkten Zulieferer:

  • Wir arbeiten mit einer überschaubaren Anzahl von deutschen Lieferanten zusammen, i. w. Natursteinhändler und Steinbruchunternehmen. Diese sind uns persönlich langjährig bekannt, kennen unsere Nachhaltigkeitsanforderungen und haben sich als zuverlässig erwiesen. Die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit wie die Einhaltung der Menschenrechte und der ILO Kernarbeitsnormen sind bei den deutschen Lieferanten gewährleistet.
  • Um  Menschenrechtsverletzungen auszuschließen, wird von den deutschen Lieferanten ausschließlich europäisches bzw. deutsches Material bezogen. Nicht nachhaltige Ware wird nicht bezogen, auch keine Re-Importe. Ein Gütesiegel für europäischen oder deutschen Naturstein existiert bislang nicht.
  • Mit den Lieferanten werden die sozialen und ökologischen Probleme der Lieferkette diskutiert. Die Händler bieten in erster Linie europäischen Naturstein an, aber auch problematische Importware aus Fernost.
  • Die kurzen Transportwege, am idealsten bei Natursteinen aus deutschen Steinbrüchen, sorgen für einen besseren ökologischen Fußabdruck als Ware aus Übersee.
  • Wenn das Grabmal aus einem recycelten endberäumten Grabmal entworfen und hergestellt wurde, ist die Prüfung der Lieferkette naturgemäß nicht mehr möglich.
  • Für die im Betrieb genutzten Werkzeuge wurde der französische Hersteller Guillet (www.guillettools. org) gefunden, der sich für seine kontinuierlichen Verbesserungsprozesse in Bezug auf Umwelt- und Arbeitsschutz zertifizieren lässt (DIN 14001).
  • Pressluftwerkzeuge werden bei der in Wuppertal ansässigen und produzierenden Firma. F&K Fuhrer und Klupfel gekauft und Elektrowerkzeuge bei Bosch.
Ökologische Aspekte in der Nutzungsphase:
Grabmale aus Naturstein haben eine sehr lange Nutzungsphase, oft mehr als 20 Jahre, und bleiben bei guter Gestaltung zeitlos schön.

Ökologische Aspekte nach der Nutzungsphase:
In der Regel werden nicht mehr genutzte Grabmale von den Friedhofsverwaltungen wie Abfall behandelt und zu minderwertigem Schotter für den Baubereich verarbeitet. Grabmalrecycling hat in jedem Fall positive Umwelteffekte, durch die Erhaltung der individuellen und hochwertigen Ressource Naturstein und kurze Lieferwege.

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