Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

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Gerade die globalisierte Wirtschaft mit immer komplexer werdenden Lieferketten und zunehmendem Wettbewerbsdruck birgt die Gefahr der Menschenrechtsverletzungen. Daher stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, diese Rechte in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu schützen. Menschenrechtsverletzungen werden durch die globale Informationsgesellschaft schneller öffentlich und fließen in Risikobewertungen von Unternehmen ein; sie beeinflussen Verbraucherverhalten und Geschäftsbeziehungen. Die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht im Unternehmen kann somit nicht nur die Kunden- sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken sowie Lieferbeziehungen verbessern und somit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Was ist zu beachten?
Die Einhaltung der Menschenrechte ist nicht nur ein Thema für international operierende Unternehmen. Auch innerhalb Deutschlands sind Menschenrechtsthemen wie die Vereinigungsfreiheit (z.B. bezogen auf die Bildung von Gewerkschaften), das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder der Schutz vor (Berufs-)Krankheiten relevant.  Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle explizit, wie Sie im Unternehmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und in Zukunft nachkommen wollen und zeigen Sie auf, wie Sie über die Einhaltung von geltenden Gesetzen hinausgehen. Als Orientierung kann Ihnen an dieser Stelle der Leitfaden zur Achtung von Menschenrechten für Unternehmen  dienen (erarbeitet vom Deutschen Global Compact Netzwerk, twentyfifty und dem Deutschen Institut für Menschenrechte).

Es gibt Schnittstellen mit dem Kriterium 14, Arbeitnehmerrechte. Beschreiben Sie daher neben der Einhaltung der Menschenrechte in Bezug auf Ihre Mitarbeitenden hier insbesondere auch Ihren Umgang mit den Menschenrechten anderer Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, wie etwa Kunden (z.B. Produktsicherheit i.S.v. Recht auf körperliche Unversehrtheit), Anwohner (Umsiedelung i.S.v. Landrecht), besonders Schutzbedürftiger usw.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Einhaltung von Menschenrechten bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften sowie zuliefernde Betriebe und Dienstleister.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen für die Einhaltung von Menschenrechten, bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften und zuliefernde Betriebe.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben.
Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen. Sie sind universell gültig, unteilbar und können niemandem abgesprochen werden. Staaten und Unternehmen stehen in der Schutzpflicht. Das heißt, sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte direkt verantwortlich. Es gibt verschiedene international anerkannte Texte, die die unterschiedlichen Menschenrechte festhalten, wie bspw. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Sozial- und Zivilpakt, Frauen- und Kinderrechtskonvention oder die ILO-Kernarbeitsnormen.
 
Berichterstattung zum NAP Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Falls Sie mit Ihrer DNK-Erklärung auch die Berichterstattung (Element 4 der Sorgfaltspflicht) gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) leisten wollen, berichten Sie bitte zusätzlich gemäß der folgenden Checkliste. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch jeweiligen DNK-Aspekt beantwortet.

1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  •  Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.
  • Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?
  • Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.
  • Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)
  • Welche Reichweite hat die Richtlinie? (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)


2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen) (Kriterium 17, Checkliste Aspekt 4)
  • Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung mit einbezogen
  • Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten diesen zu begegnen eingeschätzt?
  • Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?


3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus
  • Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?
  • Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.
  • Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.
  • Gelten Whistle-Blowing-Mechanismen auch für Zulieferer?


4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette
  • Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Kernarbeitsnormen umfasst?
  • Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.
  • Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?
  • Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?
  • Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welchen?
  • Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Achtung der Menschenrechte: Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) nutzen wollen, können Sie mit der folgenden Checkliste zur erkennen, anhand welcher Punkte das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Achtung der Menschenrechte“ können Sie in diesem DNK-Kriterium berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch jeweiligen DNK-Aspekte beantwortet.

1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept:
a.    Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 17, Aspekt 1).
b.    Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.    Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 17, Aspekt 2).
d.    Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.


2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a.    Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 17, Aspekt 3).
b.    Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.


3. Berichten Sie über Risiken:
a.    Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative   Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
c.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
d.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).

Commerzbank AG

Die Commerzbank bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte und bezieht sich dabei auf international akzeptierte Normen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sowie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Commerzbank an die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gebunden und orientiert sich darüber hinaus an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Zudem bekennt sich die Commerzbank bereits seit 2006 zum UN Global Compact und verpflichtet sich damit unter anderem, den Schutz der internationalen Menschenrechte zu achten. 

Die Commerzbank berücksichtigt Menschenrechtsaspekte im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit ihren Kunden, zum Beispiel beim Rohstoffabbau in Entwicklungs- und Schwellenländern oder im Baumwollsektor. Hierfür hat sie Positionen und Richtlinien verabschiedet, die bei allen Votierungen des Reputationsrisiko-Managements angewandt werden. Die Bewertung kann bis zur Ablehnung des entsprechenden Geschäfts beziehungsweise Ablehnung oder Beendigung einer Geschäftsbeziehung führen.

Unsere unternehmerische Verantwortung erstreckt sich auch entlang der Lieferkette. Wir fordern von unseren Lieferanten, die Menschenrechte zu achten, und dokumentieren dies im Standard für eine nachhaltige Beschaffung. Die Beschaffungsprozesse werden über den zentralen Bereich Corporate Procurement abgewickelt. So stellen wir einheitliche Nachhaltigkeitsstandards in der Bank sicher. Die Angabe nachhaltigkeitsrelevanter Informationen ist fester Bestandteil des standardisierten Ausschreibungsverfahrens, das alle neuen Lieferanten durchlaufen. Die obligatorische Unterzeichnung der Vertragsklausel "Integrität, Umwelt und soziale Verantwortung" verpflichtet zu integrem Verhalten im Geschäftsverkehr. Das Einhalten dieser Standards ist auch Gegenstand jährlich stattfindender Gespräche mit den Hauptlieferanten der Bank. Zudem erfolgen bei der Lieferantenauswahl anlassbezogene Analysen durch das Reputationsrisiko-Management. Die Prozesse für Einkauf und Lieferantenauswahl werden im Rahmen des zertifizierten Umwelt- und Energiemanagementsystems jährlich auditiert.

Darüber hinaus prüft unser Compliance-Management die Einhaltung nationaler und internationaler Gesetze und Richtlinien durch die Bank und ihre Geschäftspartner. Darunter fallen unter anderem die Einhaltung von Embargos und Sanktionen – insbesondere das Umsetzen von UN-Sanktionsbestimmungen, die dem Schutz oder der Erhaltung von Menschenrechten dienen.

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Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz bekennt sich zu ihrer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn. Dies bedingt auch, dass die Lieferanten der Sparkasse Vorderpfalz ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Wertschöpfung in moralisch einwandfreier und fairer Weise nachkommen. Wir erwarten, dass diese - auch bei ihren Vorlieferanten - eine entsprechende Haltung anwenden und einfordern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der deutschen und europäischen Gesetze, sondern auch darauf, dass bei Zulieferern außerhalb der EU die internationalen Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation gewahrt werden.

 

Dadurch schätzen wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette als überschaubar ein. Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln. Um unserer Verantwortung in diesem Bereich aber noch besser gerecht zu werden, prüfen wir für 2018 die Einführung einer Lieferantenrichtlinie, so dass unsere Lieferanten und Dienstleister uns die Einhaltung der wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards inklusive der Menschenrechte dann schriftlich bestätigen.

 

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Waldenburger Versicherung AG

Mit nachhaltigen Kapitalanlagen zu mehr Menschenrechten
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen haben wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie die nachhaltige Kapitalanlage integriert, da hier für Versicherungsgesellschaften ein großer Einfluss zur nachhaltigen Transformation erzielt werden kann. Als Maßnahme wurde ein zweistufiges System zu Überprüfung der Kapitalanlage durch die DZ Bank installiert. Das Nachhaltigkeitsrating der DZ Bank schließt dabei folgende harte Ausschlusskriterien ein, welche hinsichtlich der Menschenrechte relevant sind:
///      Verletzung von fundamentalen Menschenrechten
///      Schwerwiegende Verstöße gegen fundamentale Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (bspw. Kinderarbeit, Anwendung von Zwangsarbeit, Diskriminierung)  


Zu den weichen Ausschlusskriterien, welche in diesem Zusammenhang relevant sind, zählen:
///      Kontroverses Finanzierungsvolumen (z.B. Vergabe von Krediten zur Finanzierung von umstrittenen Geschäftsfeldern). Sektoren: Banken und Diversified Financials.
///      Produktion und Entwicklung von Waffen (insb. von international als verwerflich eingeordneten Waffen, wie Tretminen) und anderen Rüstungsgütern. Sektoren: Luft und Raumfahrttechnik, bei Anlagenbauern und industriellen Mischkonzernen  

Mehr Informationen zu den N-Kapitalanlagen wie auch de DZ Bank Nachhaltigkeits-Rating finden Sie auch auf den Seiten 13-19 des Nachhaltigkeitsberichts.  

Mit nachhaltiger Beschaffung zu umweltfairen Produkten
Darüber hinaus hat die Waldenburger Versicherung das Beschaffungswesen umgestellt und setzt auf Nachhaltigkeit. Dazu zählen bspw. die Bereiche Büromaterial und Messeartikel. Ziel ist es, eine Leitlinie zur nachhaltigen Beschaffung in 2018 zu erstellen. Dabei achten wir auf nachhaltige Partner für Büromaterial und auf Umweltsiegel und Nachhaltigkeitskriterien bei den Messe-Artikeln.

Ziele und Maßnahmen zur nachhaltigen Beschaffung finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 35 und 36.

Mit nachhaltigen Produkten für Mensch und Umwelt
Seit 2017 fördern wir über unsere Versicherungsprodukte durch die green‘sFAIR® ESG-Zusatzbedingungen die nachhaltige Beschaffung bei unseren nachhaltigen Kunden wie auch bei Dritten, also Geschädigten. Für Umweltsiegel und Energieberatung als Beispiele stehen im Schadensfall Mehrleistungen für nachhaltigen Schadenersatz bereit.  

Weitere Informationen zu den greensFAIR® ESG-Zusatzbedingungen finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 20 und 21 wie auch in der Pressemappe 2017 »Rot ist das neue Grün«.

Waldenburger Moor – Fair und Öko
Das Waldenburger Moor, welches durch die Waldenburger Versicherung finanziert wird, soll zukünftig allen Menschen durch den generierten Nutzen daraus zur Verfügung (Allmendegut). Intakte Moore bieten wichtige Ökosystemdienstleistungen (Vorteile für Mensch und Umwelt) an, wie den Hochwasserschutz, Artenschutz und Klimaschutz. Insbesondere der Klimaschutz dient allen Menschen weltweit.  

Mehr Informationen zum Waldenburger Moor finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 22.  

Die Sustainable Develoment Goals (SDGs) Wie wir zu den SDGs beitragen zeigen wir im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 23 auf.

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Ista International GmbH

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Im direkten Einkauf auf internationaler Ebene arbeiten wir derzeit mit circa 250 Lieferanten und im indirekten Einkauf deutschlandweit mit circa 3.000 Lieferanten zusammen. Unsere Mindestanforderungen an Umwelt- und Sozialstandards sind in unserem Lieferantenkodex geregelt, der sich an den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für verantwortliche Unternehmensführung und an den Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientiert. Themen wie Kinder- und Zwangs- oder Pflichtarbeit sind in unserem Kodex ausdrücklich verboten. Damit setzen wir auch die diesbezüglichen Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen um. 

 

Zusätzlich dazu verpflichtet ista seine Lieferanten, eine ähnliche Vereinbarung mit seinen Vorlieferanten zu beschließen. In 2017 wurde eine erneute Überprüfung der inhaltlichen Anforderungen unseres Lieferantenkodex durchgeführt. Seit 2018 haben wir daher die Verpflichtung zum UK Modern Slavery Act mit in unseren Lieferantenkodex aufgenommen. Darüber hinaus müssen sich Lieferanten mit einem Mindestumsatz von 50.000 Euro verpflichten, die Anforderungen des ista Lieferantenkodex zu erfüllen. Grundsätzlich obliegt die Verantwortung den Lieferanten, eine Einhaltung sicherzustellen. Darüber hinaus wird die Einhaltung der Richtlinie in turnusmäßig stattfindenden Lieferantenaudits überprüft.

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DekaBank Deutsche Girozentrale

Einbindung der Unternehmensführung
Durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetze prüft die Unternehmensführung die Aussagen im Nachhaltigkeitsbericht auf Nachvollziehbarkeit sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit nach den Anforderungen des Gesetzes. Der Nachhaltigkeitsbericht dient als nicht finanzielle Erklärung. Im Fokus steht dabei die Verpflichtung, im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattungauf die Themen Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung einzugehen.


Beschaffungsmanagement
siehe Leistungsindikator G4-HR1 (Leistungsindikator 17)

Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.32,33

Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten auf die Gesellschaft
Die Achtung der Menschenrechte ist im Bankensektor vor allem im Zusammenhang mit Finanzierungen von Infrastrukturprojekten von Bedeutung. Dabei geht es häufig auch um den Umgang mit lokalen Gemeinschaften bzw. indigenen Völkern, sodass die Achtung der Menschenrechte hier eng mit dem Aspekt „Sozialbelange“ verknüpft ist. Durch die Berücksichtigung der Equator Principles bei entsprechenden Finanzierungen stellt die Deka sicher, dass Menschenrechtsaspekte bei den Finanzierungen berücksichtigt werden. So sollen zum einen Risiken sowohl für die Realisierung der Projekte als auch für die Reputation der Bank vermieden werden. Zum anderen sollen negative Beeinträchtigungen der durch die finanzierten Projekte betroffenen Menschen so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Weitere Informationen zu diesem Thema enthalten die Kapitel 2.5 „Regelwerke und Standards“ sowie 3.3 „Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft“.

Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.8

Als Vorreiter unter den systemrelevanten Banken in Europa hat die DekaBank einen Nachhaltigkeitsfilter für die Neuinvestitionen ihrer Eigenanlagen implementiert, der in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug entwickelt wurde. Der Filter wird seit dem 1. Juli 2014 für neue Investments im Treasury-Anlagebuch eingesetzt. Kernstück des Filters ist in Anlehnung an den UN Global Compact ein Katalog von Ausschlusskriterien für die Themenfelder Umwelt, Menschen- und Arbeitsrechte sowie Korruption. Zusätzlich wird ein mögliches Engagement von Unternehmen im Rüstungsbereich berücksichtigt. Wertpapieremittenten, die gegen eines oder mehrere dieser Ausschlusskriterien verstoßen, werden vom Investment ausgeschlossen. Zum 31.12.2017 wurden rund 17,1 Mrd. Euro an Eigenanlagen in Wertpapieren unter Nutzung der Kriterien des Eigenanlagefilters verwaltet.

Nachhaltigkeitsfilter 2017, S.13

Siehe auch die Stellungnahme der Deka zur modernen Sklaverei und Menschenhandel

Wesentliche Risiken
Risiken bestehen u. a. darin, wenn ein Geschäftspartner oder ein Unternehmen, von dem die Deka Anteile in ihren Fonds hält, gegen Menschenrechte verstößt. Es können Reputationsschäden mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit entstehen.
Das gleiche gilt auch für die Eigenanlagen der DekaBank.

Anforderungen an Lieferanten und Dienstleister
Für die Auswahl der Lieferanten hat die Deka nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen sowohl an die Qualität der bezogenen Produkte und Leistungen als auch an die Unternehmensführung der Lieferanten und Dienstleister definiert. Zentrale Eckpunkte der unternehmensbezogenen  Anforderungen sind in der Nachhaltigkeitserklärung fixiert, die die Lieferanten vor der Aufnahme der Geschäftsbeziehung unterzeichnen müssen. Darin verpflichten sie sich unter anderem dazu, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten.
Sofern die DekaBank im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Lieferantenaudits Verstöße gegen in der Nachhaltigkeitserklärung festgelegte Anforderungen identifiziert oder auf anderen Wegen davon erfährt, erhält der Lieferant die Möglichkeit, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Geschieht dies nicht oder in aus Sicht der DekaBank unzureichender Weise, wird ein mehrstufiger Prozess in Gang gesetzt, an dessen Ende die Kündigung des Vertragsverhältnisses stehen kann.

Die in der Nachhaltigkeitserklärung für Lieferanten beschriebenen ethischen Verhaltens-richtlinien leiten sich ab aus:
•     der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN),
•     den Grundprinzipien der internationalen Arbeitsorganisation der UN (ILO), 
•     den UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung von Frauen 
•     den Äquatorprinzipien (Equator Principles),
•     den Grundsätzen des UN Global Compact,
•     den UN-Prinzipien für verantwortungsvolle Investments (UN-PRI),
•     den OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen,
•     dem Carbon Disclosure Project (CDP),
•     dem Water Disclosure Project (WDP),
•     dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex,
•     den Richtlinien des Bundesverbandes für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. und
•     dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG).

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