Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

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Gerade die globalisierte Wirtschaft mit immer komplexer werdenden Lieferketten und zunehmendem Wettbewerbsdruck birgt die Gefahr der Menschenrechtsverletzungen. Daher stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, diese Rechte in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu schützen. Menschenrechtsverletzungen werden durch die globale Informationsgesellschaft schneller öffentlich und fließen in Risikobewertungen von Unternehmen ein; sie beeinflussen Verbraucherverhalten und Geschäftsbeziehungen. Die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht im Unternehmen kann somit nicht nur die Kunden- sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken sowie Lieferbeziehungen verbessern und somit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Was ist zu beachten?
Die Einhaltung der Menschenrechte ist nicht nur ein Thema für international operierende Unternehmen. Auch innerhalb Deutschlands sind Menschenrechtsthemen wie die Vereinigungsfreiheit (z.B. bezogen auf die Bildung von Gewerkschaften), das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder der Schutz vor (Berufs-)Krankheiten relevant.  Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle explizit, wie Sie im Unternehmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und in Zukunft nachkommen wollen und zeigen Sie auf, wie Sie über die Einhaltung von geltenden Gesetzen hinausgehen. Als Orientierung kann Ihnen an dieser Stelle der Leitfaden zur Achtung von Menschenrechten für Unternehmen  dienen (erarbeitet vom Deutschen Global Compact Netzwerk, twentyfifty und dem Deutschen Institut für Menschenrechte).

Es gibt Schnittstellen mit dem Kriterium 14, Arbeitnehmerrechte. Beschreiben Sie daher neben der Einhaltung der Menschenrechte in Bezug auf Ihre Mitarbeitenden hier insbesondere auch Ihren Umgang mit den Menschenrechten anderer Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, wie etwa Kunden (z.B. Produktsicherheit i.S.v. Recht auf körperliche Unversehrtheit), Anwohner (Umsiedelung i.S.v. Landrecht), besonders Schutzbedürftiger usw.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Einhaltung von Menschenrechten bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften sowie zuliefernde Betriebe und Dienstleister.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen für die Einhaltung von Menschenrechten, bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften und zuliefernde Betriebe.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben.
Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen. Sie sind universell gültig, unteilbar und können niemandem abgesprochen werden. Staaten und Unternehmen stehen in der Schutzpflicht. Das heißt, sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte direkt verantwortlich. Es gibt verschiedene international anerkannte Texte, die die unterschiedlichen Menschenrechte festhalten, wie bspw. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Sozial- und Zivilpakt, Frauen- und Kinderrechtskonvention oder die ILO-Kernarbeitsnormen.
 
Berichterstattung zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Sorgfaltspflicht der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte


Falls Sie mit Ihrer DNK-Erklärung auch die Berichterstattung (Element 4 der Sorgfaltspflicht) gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte leisten wollen, berichten Sie bitte zusätzlich gemäß der folgenden Checkliste. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  •  Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.
  • Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?
  • Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.
  • Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)
  • Welche Reichweite hat die Richtlinie? (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)

2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen). (Kriterium 17, Aspekt 4)
  • Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung miteinbezogen?
  • Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten, diesen zu begegnen eingeschätzt?
  • Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?

3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus
  • Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?
  • Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.
  • Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.
  • Gelten Whistleblowing-Mechanismen auch für Zulieferer?

4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette
  • Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Grundprinzipien umfasst?
  • Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.
  • Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?
  • Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?
  • Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welchen?
  • Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Achtung der Menschenrechte


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Achtung der Menschenrechte“ können Sie in diesem DNK-Kriterium berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept:
a.    Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 17, Aspekt 1).
b.    Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.    Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 17, Aspekt 2).
d.    Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a.    Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 17, Aspekt 3).
b.    Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a.    Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative   Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
c.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
d.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).

Fährmann Unternehmensberatung GmbH

Die Dienstleistungen der Fährmann Unternehmensberatung GmbH mit den Schwerpunkten Beratung, Coaching und Training für Nachhaltigkeit finden vornehmlich im deutschsprachigen und europäischen Raum statt. Hier handelt das Unternehmen nach geltendem nationalem bzw. EU-Recht. Eine Lieferketten-Problematik besteht für die Fährmann Unternehmensberatung GmbH, anders als bei produzierenden Unternehmen, nicht.

Wir sprechen uns gegen jede Art von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung aus und erwarten von unseren Kunden und Kooperationspartnern, dass sie ein vergleichbares Geschäftsgebaren aufweisen. Dazu gehört, dass sie die Rechte ihrer Mitarbeiter ebenfalls respektieren und geltende Gesetze, Vorschriften und Richtlinien einhalten (wie z. B. Vergütung und Arbeitsbedingungen).

Menschenrechtsverletzungen sind für das Fährmann-Team sowie den erweiterten Kreis der Kooperationspartner kein wesentlicher Aspekt. Wir erwarten von uns und anderen jedoch ein jederzeit integres, faires Verhalten. Für den Bereich der Unternehmensberatung bedeutet dies vor allem einen guten Umgang mit Work-Life-Balance und Vergütung und entsprechender Fairness im Umgang mit uns zuarbeitenden Dienstleistern. Die Verbreitung von ethisch orientierten Standards, wie Global Compact, DNK u. a., gehören zum Angebotsportfolio der Fährmann Unternehmensberatung GmbH. Darüber hinaus unterstützen wir mit jährlichen Weihnachts-Aktionen für ausgewählte Kunden und Kooperationspartner Oxfam Deutschland.

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Waldenburger Versicherung AG

Mit nachhaltigen Kapitalanlagen zu mehr Menschenrechten
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen haben wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie die nachhaltige Kapitalanlage integriert, da hier für Versicherungsgesellschaften ein großer Einfluss zur nachhaltigen Transformation erzielt werden kann. Als Maßnahme wurde ein zweistufiges System zu Überprüfung der Kapitalanlage durch die DZ Bank installiert. Das Nachhaltigkeitsrating der DZ Bank schließt dabei folgende harte Ausschlusskriterien ein, welche hinsichtlich der Menschenrechte relevant sind:
///      Verletzung von fundamentalen Menschenrechten
///      Schwerwiegende Verstöße gegen fundamentale Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (bspw. Kinderarbeit, Anwendung von Zwangsarbeit, Diskriminierung)  


Zu den weichen Ausschlusskriterien, welche in diesem Zusammenhang relevant sind, zählen:
///      Kontroverses Finanzierungsvolumen (z.B. Vergabe von Krediten zur Finanzierung von umstrittenen Geschäftsfeldern). Sektoren: Banken und Diversified Financials.
///      Produktion und Entwicklung von Waffen (insb. von international als verwerflich eingeordneten Waffen, wie Tretminen) und anderen Rüstungsgütern. Sektoren: Luft und Raumfahrttechnik, bei Anlagenbauern und industriellen Mischkonzernen  

Mehr Informationen zu den N-Kapitalanlagen wie auch de DZ Bank Nachhaltigkeits-Rating finden Sie auch auf den Seiten 13-19 des Nachhaltigkeitsberichts.  

Mit nachhaltiger Beschaffung zu umweltfairen Produkten
Darüber hinaus hat die Waldenburger Versicherung das Beschaffungswesen umgestellt und setzt auf Nachhaltigkeit. Dazu zählen bspw. die Bereiche Büromaterial und Messeartikel. Ziel ist es, eine Leitlinie zur nachhaltigen Beschaffung in 2018 zu erstellen. Dabei achten wir auf nachhaltige Partner für Büromaterial und auf Umweltsiegel und Nachhaltigkeitskriterien bei den Messe-Artikeln.

Ziele und Maßnahmen zur nachhaltigen Beschaffung finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 35 und 36.

Mit nachhaltigen Produkten für Mensch und Umwelt
Seit 2017 fördern wir über unsere Versicherungsprodukte durch die green‘sFAIR® ESG-Zusatzbedingungen die nachhaltige Beschaffung bei unseren nachhaltigen Kunden wie auch bei Dritten, also Geschädigten. Für Umweltsiegel und Energieberatung als Beispiele stehen im Schadensfall Mehrleistungen für nachhaltigen Schadenersatz bereit.  

Weitere Informationen zu den greensFAIR® ESG-Zusatzbedingungen finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 20 und 21 wie auch in der Pressemappe 2017 »Rot ist das neue Grün«.

Waldenburger Moor – Fair und Öko
Das Waldenburger Moor, welches durch die Waldenburger Versicherung finanziert wird, soll zukünftig allen Menschen durch den generierten Nutzen daraus zur Verfügung (Allmendegut). Intakte Moore bieten wichtige Ökosystemdienstleistungen (Vorteile für Mensch und Umwelt) an, wie den Hochwasserschutz, Artenschutz und Klimaschutz. Insbesondere der Klimaschutz dient allen Menschen weltweit.  

Mehr Informationen zum Waldenburger Moor finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 22.  

Die Sustainable Develoment Goals (SDGs) Wie wir zu den SDGs beitragen zeigen wir im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 23 auf.

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Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz bekennt sich zu ihrer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn. Dies bedingt auch, dass die Lieferanten der Sparkasse Vorderpfalz ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Wertschöpfung in moralisch einwandfreier und fairer Weise nachkommen. Wir erwarten, dass diese - auch bei ihren Vorlieferanten - eine entsprechende Haltung anwenden und einfordern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der deutschen und europäischen Gesetze, sondern auch darauf, dass bei Zulieferern außerhalb der EU die internationalen Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation gewahrt werden.

 

Dadurch schätzen wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette als überschaubar ein. Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln. Um unserer Verantwortung in diesem Bereich aber noch besser gerecht zu werden, prüfen wir für 2018 die Einführung einer Lieferantenrichtlinie, so dass unsere Lieferanten und Dienstleister uns die Einhaltung der wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards inklusive der Menschenrechte dann schriftlich bestätigen.

 

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Sparkasse Heidelberg

Die Sparkasse Heidelberg hat das Thema Menschenrechte in ihren Leitsätzen der Nachhaltigkeit verankert. Dieses Konzept basiert auf folgenden Säulen:

  • Wir achten und erfüllen Grundsätze und Anforderungen, die auf internationalen, anerkannten Standards, wie dem Global Compact, den ILO-Kernarbeitsnormen sowie auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, basieren.
  • Wir erwarten von unseren Lieferanten und Dienstleistern, dass auch sie ernsthafte Anstrengungen unternehmen, um unsere Umwelt zu schützen und gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern internationale, anerkannte Arbeits- und Menschenrechte achten und einhalten.

Unser Ziel ist es, unsere Geschäftstätigkeit - unter Einhaltung der internationalen, anerkannten Standards - weiterhin ohne Menschenrechtsverletzungen ausüben zu können. Maßnahmen hierfür sind die Einhaltung der einschlägigen deutschen und EU-Gesetzgebung zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten (z.B. der geltenden Grundrechte im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 1 - 19). Dies ist auch implizit in unserem Wertekodex verankert: „Wir respektieren in unserem Gegenüber den Menschen. Verschiedenartigkeit sehen wir als Stärke. Unser Umgang miteinander ist geprägt von Respekt für die Leistungen und Meinungen anderer sowie Verständnis und Anerkennung unterschiedlicher Kulturen.“

Des Weiteren ist im Sparkassengesetz für Baden-Württemberg geregelt, dass ein Drittel aller Verwaltungsratsmitglieder mit geheim gewählten Vertretern der Beschäftigten zu besetzen ist. Sie vertreten die Belange der Arbeitnehmer im Aufsichtsorgan sorgfältig und verantwortungsbewusst.

Unsere internen Bereiche Innenrevision, Compliance und Personalrat prüfen bzw. berichten die Einhaltung der Gesetze und Normen in mindestens jährlichen Berichten. Sie werden dem Vorstand vorgelegt und mit ihm erörtert. Die Aussprache mit dem Personalrat findet in Quartalsgesprächen statt. Der Vorstand ist auf diese Weise angemessen eingebunden.

Aufgrund der Wirksamkeit dieses Konzepts haben wir bislang keine Verstöße gegen Menschenrechte feststellen können. Grundsätzlich halten wir das Risiko für unmittelbare Menschenrechtsverletzungen in unserem direkten Umfeld für gering, da wir ausschließlich Standorte in unserem Geschäftsgebiet unterhalten, dem TVÖD unterliegen, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld bieten.

Ein gewisses Risiko sehen wir beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, wobei wir grundsätzlich Dienstleister und Handwerker aus unserer Region bevorzugen. Insbesondere bei großen Ausschreibungen wie etwa im Baugewerbe achten wir auf die Vergabe an ortsansässige, renommierte Dienstleister. Falls Subunternehmer beauftragt werden, gelten für diese dieselben Maßstäbe der Ortsansässigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Darüber hinaus haben wir zum 01.01.2018 eine Lieferantenrichtlinie verabschiedet, die unsere Lieferanten und Dienstleister verpflichtet, die Kernarbeitsnormen der ILO zu beachten und damit u. a. auf Kinder- und Zwangsarbeit zu verzichten. Diese Vereinbarung werden wir in den Jahren 2018 und 2019 sukzessive von unseren Lieferanten und Dienstleistern unterzeichnen lassen.

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WASGAU

Die WASGAU ist mit ihren Geschäftseinheiten ausschließlich in Deutschland tätig, sodass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der WASGAU durch europäische Vorschriften und deutsche Gesetze geschützt sind. Insofern verfolgen wir einen hohen Standard im Hinblick auf die Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen.

Als Handelsunternehmen der Lebensmittelindustrie arbeitet die WASGAU mit einer Vielzahl von Unternehmen zusammen. Unsere Geschäftsbeziehungen sind von Vertrauen geprägt, da wir mit unseren Geschäftspartnern langfristig, teilweise seit Jahrzehnten, zusammenarbeiten. Unsere Vertragspartner sind größtenteils in den Ländern der Europäischen Union (EU) ansässig. Bei handwerklichen Dienstleistungen und dem Warenbezug für unsere WASGAU Marken greifen wir, wo immer möglich und wirtschaftlich sinnvoll, auf regionale Lieferanten und Partnerunternehmen zurück.

Grundlage für eine Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern, die unsere unmittelbare Geschäftstätigkeit betrifft, sind größtenteils die in Deutschland und der EU geltenden Gesetze und Verordnungen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind als EU-Bürger durch die Grundrechte der EU und durch die Rechtsetzungen zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Mitgliedsstaaten der EU geschützt. Im Falle einer Prüfung und Auditierung unserer Lieferanten umfassen diese daher keine expliziten Kriterien, um Menschenrechtsverstöße auszuschließen.

Die WASGAU führt in ihrem Sortiment unter anderem eine Reihe von Bioland-, Naturland-, Fairtrade- sowie UTZ-zertifizierten Produkten. Für diese Siegel müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, die unter anderem auch den Ausschluss von Kinderarbeit oder die Wahrung der Menschenrechte gewährleisten sollen.

Wesentliche Angaben hinsichtlich Menschenrechten (Kriterium 17) zu

  • dem verfolgten Konzept: Die WASGAU bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte. Die WASGAU ist mit ihren Geschäftseinheiten ausschließlich in Deutschland tätig, sodass Arbeitnehmerrechte durch europäisches und deutsches Recht geschützt sind. Das gilt auch für den Großteil unserer Vertragspartner, die in Ländern der EU ansässig sind. Die WASGAU führt in ihrem Sortiment eine Reihe von Bioland-, Naturland-, Fairtrade- sowie UTZ-zertifizierten Produkten, die unter anderem auch Menschenrechtsaspekte im Rahmen der Zertifizierung berücksichtigen. Ziel der WASGAU ist es, Menschenrechtsverletzungen in ihrem direkten Einflussbereich zu vermeiden. Daher nehmen wir, im Rahmen unserer Möglichkeiten, über unsere Einkaufspolitik auf die Einhaltung von Menschenrechten und Sozialstandards bei den Zulieferern für die WASGAU Marken Einfluss. Wo immer möglich und wirtschaftlich sinnvoll, greifen wir beim Warenbezug für unsere WASGAU Marken auf regionale Lieferanten zurück. Unser Ziel ist es, die Angebote an WASGAU Marken auszubauen. Es erfolgt eine jährliche Berichterstattung an den Vorstand.
  • Ergebnissen des Konzepts: Die WASGAU entwickelt zurzeit einen Lieferantenkatalog in Bezug auf WASGAU Marken. Dieser soll auch soziale Kriterien berücksichtigen.
  • wesentlichen Risiken und dem Umgang mit diesen: Im Berichtsjahr haben wir keine wesentlichen Risiken identifiziert, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich zu schwerwiegend negativen Auswirkungen auf die Achtung der Menschenrechte führen könnten. Zur Steuerung von Risiken hat die WASGAU ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Es werden quartalsweise Risikoinventuren durchgeführt. Der Betrachtungszeitraum für die Risikoeinschätzung und -bewertung ist auf zwölf Monate festgelegt.
  • wesentlichen Leistungsindikatoren: Als KPIs zum Aspekt Menschenrechte nutzen wir die vom DNK vorgegebenen Leistungsindikatoren zu Kriterium 17. Zusätzlich nutzen wir unternehmensinterne KPIs, mit denen die Erreichung der in Kriterium 3 aufgeführten Ziele zu Produkte & Dienstleistungen überprüft wird.

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Vergleichen

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