Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

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Gerade die globalisierte Wirtschaft mit immer komplexer werdenden Lieferketten und zunehmendem Wettbewerbsdruck birgt die Gefahr der Menschenrechtsverletzungen. Daher stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, diese Rechte in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu schützen. Menschenrechtsverletzungen werden durch die globale Informationsgesellschaft schneller öffentlich und fließen in Risikobewertungen von Unternehmen ein; sie beeinflussen Verbraucherverhalten und Geschäftsbeziehungen. Die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht im Unternehmen kann somit nicht nur die Kunden- sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken sowie Lieferbeziehungen verbessern und somit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Was ist zu beachten?
Die Einhaltung der Menschenrechte ist nicht nur ein Thema für international operierende Unternehmen. Auch innerhalb Deutschlands sind Menschenrechtsthemen wie die Vereinigungsfreiheit (z.B. bezogen auf die Bildung von Gewerkschaften), das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder der Schutz vor (Berufs-)Krankheiten relevant.  Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle explizit, wie Sie im Unternehmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und in Zukunft nachkommen wollen und zeigen Sie auf, wie Sie über die Einhaltung von geltenden Gesetzen hinausgehen. Als Orientierung kann Ihnen an dieser Stelle der Leitfaden zur Achtung von Menschenrechten für Unternehmen  dienen (erarbeitet vom Deutschen Global Compact Netzwerk, twentyfifty und dem Deutschen Institut für Menschenrechte).

Es gibt Schnittstellen mit dem Kriterium 14, Arbeitnehmerrechte. Beschreiben Sie daher neben der Einhaltung der Menschenrechte in Bezug auf Ihre Mitarbeitenden hier insbesondere auch Ihren Umgang mit den Menschenrechten anderer Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, wie etwa Kunden (z.B. Produktsicherheit i.S.v. Recht auf körperliche Unversehrtheit), Anwohner (Umsiedelung i.S.v. Landrecht), besonders Schutzbedürftiger usw.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Einhaltung von Menschenrechten bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften sowie zuliefernde Betriebe und Dienstleister.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen für die Einhaltung von Menschenrechten, bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften und zuliefernde Betriebe.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus Ihren Geschäftsbeziehungen und aus Ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben.
Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen. Sie sind universell gültig, unteilbar und können niemandem abgesprochen werden. Staaten und Unternehmen stehen in der Schutzpflicht. Das heißt, sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte direkt verantwortlich. Es gibt verschiedene international anerkannte Texte, die die unterschiedlichen Menschenrechte festhalten, wie bspw. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Sozial- und Zivilpakt, Frauen- und Kinderrechtskonvention oder die ILO-Kernarbeitsnormen.
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden
b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden
b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden
c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden
d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden
e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung


 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind
Berichterstattung zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Sorgfaltspflicht der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte


Falls Sie mit Ihrer DNK-Erklärung auch die Berichterstattung (Element 4 der Sorgfaltspflicht) gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte leisten wollen, berichten Sie bitte zusätzlich gemäß der folgenden Checkliste. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  •  Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.
  • Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?
  • Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.
  • Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)
  • Welche Reichweite hat die Richtlinie (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)?

2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen). (Kriterium 17, Aspekt 4)
  • Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung miteinbezogen?
  • Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten, diesen zu begegnen, eingeschätzt?
  • Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?

3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus
  • Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?
  • Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.
  • Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.
  • Gelten Whistleblowing-Mechanismen auch für Zulieferer?

4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette
  • Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Grundprinzipien umfasst?
  • Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.
  • Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?
  • Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?
  • Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welche Maßnahmen/welche Akteure?
  • Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Achtung der Menschenrechte


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Achtung der Menschenrechte“ können Sie in diesem DNK-Kriterium berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept:
a.    Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 17, Aspekt 1).
b.    Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.    Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 17, Aspekt 2).
d.    Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a.    Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 17, Aspekt 3).
b.    Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a.    Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative   Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
c.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
d.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft steht für angewandte Forschung – dies stellt unsere wesentliche Dienstleistung dar. Wie im Leitbild unserer Organisation verankert, setzen wir gemeinsam mit Unternehmen originäre Ideen in Innovationen um – zum Wohl der Gesellschaft und zur Stärkung der deutschen und europäischen Wirtschaft. Grundsätzlich dulden wie weder Zwangsarbeit, Kinderarbeit noch Schwarzarbeit und erkennen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) an. Wir gewährleisten die angemessene Entlohnung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir beachten die Vorgaben des Mindestlohngesetzes, erkennen die für uns geltenden nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften des Arbeitsrechts an und berücksichtigen die Grundsätze des Netzwerks UN Global Compact sowie die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Diese Grundsätze gelten auch für die Zusammenarbeit der Fraunhofer-Gesellschaft mit dritten. Vor einem eventuellen Missbrauch unserer Forschungsergebnisse durch unbefugte Dritte außerhalb Deutschlands schützt uns die strikte Einhaltung des Außenwirtschaftsgesetzes. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich auf dieser Grundlage keine Risiken mit wahrscheinlich negativer Auswirkung auf Menschenrechte aus unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen, Produkten bzw. Dienstleistungen ergeben. Wir haben auch in der Vergangenheit keinen entsprechenden Vorgang feststellen können.

Um die Einhaltung der Menschenrechte auch in der Lieferkette sicherzustellen, plant Fraunhofer, in neu auszuschreibende Rahmenverträge neben ökologischen auch arbeits- und sozialrechtliche Kriterien zu integrieren. Bei einer Reihe von Produkten und Dienstleistungen, die wir beziehen, können soziale Gütesiegel und Standards herangezogen werden. Im Bereich der Ausschreibung von Hochleistungs-geräten für Forschungsinfrastrukturen - wie bspw. bei Lasersystemen, Thermozellen oder Spektroskopen - müssen diese Kriterien jedoch erst maßgeschneidert definiert werden, da hierfür keine Gütesiegel existieren. Es ist geplant, in 2019 zu prüfen und darüber zu entscheiden ob bzw. welche Menschenrechtsaspekte wie in neu auszuschreibende Rahmenverträge integriert werden können.

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Hermann Biederlack GmbH & Co. KG

Im eigenen Betrieb:
Als deutsches Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind wir an die nationalen Gesetze betreffend Arbeitsschutz gebunden.
Auszubildende, die noch nicht volljährig sind, dürfen nicht überanstrengt werden, wobei keine Minderjährigen unter 16 Jahren beschäftigt werden(Jugendarbeitsschutzgesetz).  Gleiches gilt für Mitarbeiter mit körperlichen Beeinträchtigungen. Hier gelten die Bestimmungen des Arbeitsplatzschutzgesetz.
Alle Arbeitsverträge liegen in schriftlicher Form dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor und richten sich nach den nationalen Standards. (BGB, TVG,Arbeitszeitgesetz, etc)
Zur Beratung und als Einflussmaßnahme auf die Geschäftsführung können sich Mitarbeiter an den Betriebsrat wenden (Persönlich oder durch anonymen Briefkasten) oder an die Gewerkschaft (IG Metall).
Verstöße des Gesetzes wegen unsachgemäßen Verhaltens werden durch die betreffenden staatlichen Behörden behandelt.




Im Bereich Lieferkette 
Die asiatischen Lieferanten der Hermann Biederlack müssen nach den Richtlinien der Business Social Compliance Initiative zertifiziert sein. Zudem finden Fabrikbesuche bei den Lieferanten statt. Nichtdestotrotz werden europäische Lieferanten bevorzugt, um eine Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben der EU zum Thema Menschen- und Arbeitsrecht in der Produktionskette zu gewährleisten.

Im Bereich der Baumwollbeschaffung sehen wir noch das Potenzial zu verbindlichen Beschaffungskriterien, welche soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen.
Unser Ziel ist es den Schutz der Menschenrechte sowie die Arbeitsbedigungen im Beschaffungsprozess der Baumwolle zu stärken. Dieses Ziel unterstützen wir durch den Einkauf von CMIA-Baumwolle sowie dem Made-in-Green-Label, wodurch eine Nachverfolgbarkeit der Lieferkette möglich ist.

Cotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation. Mithilfe dieses Konzeptes wird den Kleinbauern ermöglicht, ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familien aus eigener Kraft durch Schulungen zu verbessern.
https://cottonmadeinafrica.org/ueber-cmia/

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Waldenburger Versicherung AG

Mit nachhaltigen Kapitalanlagen zu mehr Menschenrechten
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen haben wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie die nachhaltige Kapitalanlage integriert, da hier für Versicherungsgesellschaften ein großer Einfluss zur nachhaltigen Transformation erzielt werden kann. Als Maßnahme wurde ein zweistufiges System zu Überprüfung der Kapitalanlage durch die DZ Bank installiert. Das Nachhaltigkeitsrating der DZ Bank schließt dabei folgende harte Ausschlusskriterien ein, welche hinsichtlich der Menschenrechte relevant sind:
///      Verletzung von fundamentalen Menschenrechten
///      Schwerwiegende Verstöße gegen fundamentale Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (bspw. Kinderarbeit, Anwendung von Zwangsarbeit, Diskriminierung)  


Zu den weichen Ausschlusskriterien, welche in diesem Zusammenhang relevant sind, zählen:
///      Kontroverses Finanzierungsvolumen (z.B. Vergabe von Krediten zur Finanzierung von umstrittenen Geschäftsfeldern). Sektoren: Banken und Diversified Financials.
///      Produktion und Entwicklung von Waffen (insb. von international als verwerflich eingeordneten Waffen, wie Tretminen) und anderen Rüstungsgütern. Sektoren: Luft und Raumfahrttechnik, bei Anlagenbauern und industriellen Mischkonzernen  

Mehr Informationen zu den N-Kapitalanlagen wie auch de DZ Bank Nachhaltigkeits-Rating finden Sie auch auf den Seiten 13-19 des Nachhaltigkeitsberichts.  

Mit nachhaltiger Beschaffung zu umweltfairen Produkten
Darüber hinaus hat die Waldenburger Versicherung das Beschaffungswesen umgestellt und setzt auf Nachhaltigkeit. Dazu zählen bspw. die Bereiche Büromaterial und Messeartikel. Ziel ist es, eine Leitlinie zur nachhaltigen Beschaffung in 2018 zu erstellen. Dabei achten wir auf nachhaltige Partner für Büromaterial und auf Umweltsiegel und Nachhaltigkeitskriterien bei den Messe-Artikeln.

Ziele und Maßnahmen zur nachhaltigen Beschaffung finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 35 und 36.

Mit nachhaltigen Produkten für Mensch und Umwelt
Seit 2017 fördern wir über unsere Versicherungsprodukte durch die green‘sFAIR® ESG-Zusatzbedingungen die nachhaltige Beschaffung bei unseren nachhaltigen Kunden wie auch bei Dritten, also Geschädigten. Für Umweltsiegel und Energieberatung als Beispiele stehen im Schadensfall Mehrleistungen für nachhaltigen Schadenersatz bereit.  

Weitere Informationen zu den greensFAIR® ESG-Zusatzbedingungen finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 20 und 21 wie auch in der Pressemappe 2017 »Rot ist das neue Grün«.

Waldenburger Moor – Fair und Öko
Das Waldenburger Moor, welches durch die Waldenburger Versicherung finanziert wird, soll zukünftig allen Menschen durch den generierten Nutzen daraus zur Verfügung (Allmendegut). Intakte Moore bieten wichtige Ökosystemdienstleistungen (Vorteile für Mensch und Umwelt) an, wie den Hochwasserschutz, Artenschutz und Klimaschutz. Insbesondere der Klimaschutz dient allen Menschen weltweit.  

Mehr Informationen zum Waldenburger Moor finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 22.  

Die Sustainable Develoment Goals (SDGs) Wie wir zu den SDGs beitragen zeigen wir im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 23 auf.

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cosnova GmbH

Im Unternehmen: Die Achtung und Einhaltung der Menschenrechte in unserer Geschäftstätigkeit werden durch Standards und Maßnahmen an unterschiedlichen Punkten der Lieferkette adressiert. Als Basis allen Handelns verstehen wir unsere Unternehmenswerte. Als inhabergeführtes Familienunternehmen, das seit mehr als 15 Jahren erfolgreich Kosmetikprodukte entwickelt, stehen wir mit unseren Unternehmenswerten für: Leidenschaft, Mut, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Offenheit und Verantwortung. Außerdem für Loyalität – zu unseren Mitarbeitern, zu unseren Geschäftspartnern sowie zu unseren Standorten. Wir übernehmen Verantwortung und haben uns einem hohen Standard hinsichtlich Ethik, Fairness und Transparenz verschrieben. Darüber hinaus wird der Einhaltung der Menschenrechte Sorge getragen durch die Einhaltung der gesetzlichen Standards wie Grundgesetz und Arbeitsrecht.

Beim Zulieferer: Die Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern basiert auf langjährigen, engen und vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen. Wir erwarten von unseren Partnern, dass sie ebenfalls verantwortungsvoll handeln und nach unseren Standards arbeiten. Um dies als Basis unserer Geschäftsbeziehungen auf ein gemeinsames, definiertes Fundament zu stellen, wurde im Jahr 2017 ein Verhaltenskodex für Geschäftspartner eingeführt. Der Verhaltenskodex muss von allen Zulieferern und Partnern anerkannt und unterschrieben werden und orientiert sich inhaltlich an den ILO-Kernarbeitsnormen sowie selbstverständlich an der Einhaltung vorgeschriebener und lokaler Gesetze. Die Einhaltung des Verhaltenskodex sowie unserer Qualitätsstandards bei unseren Zulieferern wird durch externe Audits überprüft. Zusätzlich wird dazu aktuell ein neuer Prozess entwickelt, der gezielt nach Sozialstandards prüft. Ein weiteres Kontrollmittel zur Einhaltung der Menschenrechte in unserer Lieferkette ist die Nachhaltigkeitsbewertung durch EcoVadis, welche ebenfalls auf faire Arbeitspraktiken und faire Geschäftspraktiken hin überprüft.    

In unserer Lieferkette Eine große Herausforderung, die unser Geschäftsmodell mit sich bringt, ist die weitverzweigte Lieferkette bis zu TIER 4/5. Um dem nationalen Aktionsplan für Menschenrechte zu folgen, haben wir eine Analyse unseres Rohstoffportfolios durchgeführt. Dabei wurden strategisch wichtige Rohstoffe identifiziert, einer Lieferkettenbetrachtung unterzogen sowie eine Risikoanalyse durchgeführt.

Der Rohstoff Mica wurde als ein Hochrisikostoff für potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen identifiziert. Als erste Maßnahme wurde ein kontinuierliches Mica Supply Chain Mapping eingeführt mit dem Ziel, langfristig eine möglichst 100-prozentige Transparenz der Mica-Lieferkette in unserer Wertschöpfungskette zu erreichen. Die Bereitschaft unserer Zulieferer, an diesem Supply Chain Mapping teilzunehmen, wurde als Grundvoraussetzung für unsere Geschäftsbeziehungen definiert, mit der Konsequenz, dass wir freiwillig auf Lieferanten verzichten, die sich nicht zu einer Offenlegung ihrer Mica-Lieferkette verpflichten möchten. Aktuell bezieht sich das Supply Chain Mapping nur auf natürliches Mica mit dem Ursprungsland Indien, da dort weltweit das größte Risiko für negative menschenrechtliche Auswirkungen besteht. Langfristig müssen aber auch alle anderen Ursprungsländer von natürlichem Mica mit in das Supply Chain Mapping einbezogen werden. Um gemeinsame Lösungen für die Problematiken in der Mica-Lieferkette zu finden und unsere Ziele durchzusetzen, haben wir uns 2017 der RMI (Responsible Mica Initiative) angeschlossen. Die Transparenz unserer Mica-Lieferkette wird kontinuierlich gemessen und als eine unserer Erfolgskennzahlen erfasst. Unser Ziel ist es, bis 2023 eine vollständige Transparenz der Mica-Lieferkette zu erreichen.  

Stand 2017: 61 Prozent Transparenz 
Stand 2018: 62 Prozent Transparenz  bzw. 88 Prozent Transparenz, wenn RMI Mitglieder als komplett transparent eingestuft werden.   

Als weiterer menschenrechtlicher Risikofaktor in unserer Lieferkette wurden Rohstoffe auf Basis von Palmöl und Palmkernöl identifiziert. Um die negativen Auswirkungen des Palmöl-Anbaus auf Mensch und Natur zu reduzieren und langfristig zu stoppen, ist der nachhaltige Anbau eine der wichtigsten Stellschrauben. Aus diesem Grund sind wir im Jahr 2018 dem RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) als Mitglied beigetreten. Je höher die Nachfrage an nachhaltigem Palmöl ist, desto stärker sind die Anreize für die Produzenten, nachhaltig zu arbeiten. Jeder Teilnehmer der Lieferkette hat so die Möglichkeit, nachhaltiges Palmöl zu fördern und zu unterstützen. Einige unserer Produkte enthalten Palmöl und/oder Palmölderivate, wobei der Anteil an Palmöl aufgrund unseres Produktportfolios im Vergleich zu Hautpflegeprodukten verhältnismäßig gering ausfällt. Unseren Berechnungen nach enthalten weniger als 15 Prozent unserer Rohstoffe Palmöl, wobei der Anteil an reinem Palmöl/Palmkernöl bei weniger als 0,1 Prozent liegt. Dennoch möchten wir uns unserer Verantwortung als Akteur in der Palmöl-Lieferkette stellen. Aus diesem Grund haben wir uns im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie dazu entschieden, unsere eingesetzten Mengen an Palmölderivaten ab Januar 2018 mit dem Kauf von RSPO Credits vollständig zu kompensieren und so den nachhaltigen Anbau von Palmöl zu fördern. Darüber hinaus kompensieren wir unsere Mengen an reinem Palmöl und reinem Palmkernöl durch den Kauf von speziellen RSPO Credits, die direkt den Palmöl-Kleinbauern zugutekommen. Mengen an Credits gekauft im Jahr 2018:

Einkauf Credits insgesamt     440

Kauf Details 2018:      
CSPO (Certified Sustainable Palm Oil)     364 Credits
CSPKO (Certified Sustainable Palm Kernel Oil)   73 Credits
IS-CSPO (Smallholder – Certified Sustainable Palm Oil)   1 Credit
IS-CSPKO (Smallholder – Certified Sustainable Palm Kernel Oil)   2 Credits


Zukünftige Themen: Um weitere und zukünftige Themen in Bezug auf negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Rohstofflieferkette angehen zu können, haben wir uns im Jahr 2018 der RBI (Responsible Beauty Initiative) angeschlossen. Auch hier möchten wir gemeinsam mit anderen Industrievertretern an Lösungen und Zielen hinsichtlich einer transparenten und nachhaltigen Lieferkette arbeiten.

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Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz bekennt sich zu ihrer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn. Dies bedingt auch, dass die Lieferanten der Sparkasse Vorderpfalz ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Wertschöpfung in moralisch einwandfreier und fairer Weise nachkommen. Wir erwarten, dass diese - auch bei ihren Vorlieferanten - eine entsprechende Haltung anwenden und einfordern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der deutschen und europäischen Gesetze, sondern auch darauf, dass bei Zulieferern außerhalb der EU die internationalen Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation gewahrt werden.

 

Dadurch schätzen wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette als überschaubar ein. Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln. Um unserer Verantwortung in diesem Bereich aber noch besser gerecht zu werden, prüfen wir für 2018 die Einführung einer Lieferantenrichtlinie, so dass unsere Lieferanten und Dienstleister uns die Einhaltung der wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards inklusive der Menschenrechte dann schriftlich bestätigen.

 

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