Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

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Gerade die globalisierte Wirtschaft mit immer komplexer werdenden Lieferketten und zunehmendem Wettbewerbsdruck birgt die Gefahr der Menschenrechtsverletzungen. Daher stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, diese Rechte in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu schützen. Menschenrechtsverletzungen werden durch die globale Informationsgesellschaft schneller öffentlich und fließen in Risikobewertungen von Unternehmen ein; sie beeinflussen Verbraucherverhalten und Geschäftsbeziehungen. Die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht im Unternehmen kann somit nicht nur die Kunden- sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken sowie Lieferbeziehungen verbessern und somit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Was ist zu beachten?
Die Einhaltung der Menschenrechte ist nicht nur ein Thema für international operierende Unternehmen. Auch innerhalb Deutschlands sind Menschenrechtsthemen wie die Vereinigungsfreiheit (z.B. bezogen auf die Bildung von Gewerkschaften), das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder der Schutz vor (Berufs-)Krankheiten relevant.  Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle explizit, wie Sie im Unternehmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und in Zukunft nachkommen wollen und zeigen Sie auf, wie Sie über die Einhaltung von geltenden Gesetzen hinausgehen. Als Orientierung kann Ihnen an dieser Stelle der Leitfaden zur Achtung von Menschenrechten für Unternehmen  dienen (erarbeitet vom Deutschen Global Compact Netzwerk, twentyfifty und dem Deutschen Institut für Menschenrechte).

Es gibt Schnittstellen mit dem Kriterium 14, Arbeitnehmerrechte. Beschreiben Sie daher neben der Einhaltung der Menschenrechte in Bezug auf Ihre Mitarbeitenden hier insbesondere auch Ihren Umgang mit den Menschenrechten anderer Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, wie etwa Kunden (z.B. Produktsicherheit i.S.v. Recht auf körperliche Unversehrtheit), Anwohner (Umsiedelung i.S.v. Landrecht), besonders Schutzbedürftiger usw.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Einhaltung von Menschenrechten bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften sowie zuliefernde Betriebe und Dienstleister.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen für die Einhaltung von Menschenrechten, bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften und zuliefernde Betriebe.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus Ihren Geschäftsbeziehungen und aus Ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben.
Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen. Sie sind universell gültig, unteilbar und können niemandem abgesprochen werden. Staaten und Unternehmen stehen in der Schutzpflicht. Das heißt, sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte direkt verantwortlich. Es gibt verschiedene international anerkannte Texte, die die unterschiedlichen Menschenrechte festhalten, wie bspw. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Sozial- und Zivilpakt, Frauen- und Kinderrechtskonvention oder die ILO-Kernarbeitsnormen.
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden
b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden
b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden
c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden
d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden
e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung


 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind
Berichterstattung zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Sorgfaltspflicht der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte


Falls Sie mit Ihrer DNK-Erklärung auch die Berichterstattung (Element 4 der Sorgfaltspflicht) gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte leisten wollen, berichten Sie bitte zusätzlich gemäß der folgenden Checkliste. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  •  Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.
  • Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?
  • Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.
  • Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)
  • Welche Reichweite hat die Richtlinie (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)?

2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen). (Kriterium 17, Aspekt 4)
  • Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung miteinbezogen?
  • Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten, diesen zu begegnen, eingeschätzt?
  • Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?

3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus
  • Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?
  • Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.
  • Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.
  • Gelten Whistleblowing-Mechanismen auch für Zulieferer?

4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette
  • Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Grundprinzipien umfasst?
  • Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.
  • Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?
  • Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?
  • Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welche Maßnahmen/welche Akteure?
  • Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Achtung der Menschenrechte


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Achtung der Menschenrechte“ können Sie in diesem DNK-Kriterium berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept:
a.    Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 17, Aspekt 1).
b.    Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.    Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 17, Aspekt 2).
d.    Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a.    Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 17, Aspekt 3).
b.    Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a.    Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative   Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
c.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
d.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).

Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz bekennt sich zu ihrer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn. Dies bedingt auch, dass die Lieferanten der Sparkasse Vorderpfalz ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Wertschöpfung in moralisch einwandfreier und fairer Weise nachkommen. Wir erwarten, dass diese - auch bei ihren Vorlieferanten - eine entsprechende Haltung anwenden und einfordern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der deutschen und europäischen Gesetze, sondern auch darauf, dass bei Zulieferern außerhalb der EU die internationalen Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation gewahrt werden.

 

Dadurch schätzen wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette als überschaubar ein. Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln. Um unserer Verantwortung in diesem Bereich aber noch besser gerecht zu werden, prüfen wir für 2018 die Einführung einer Lieferantenrichtlinie, so dass unsere Lieferanten und Dienstleister uns die Einhaltung der wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards inklusive der Menschenrechte dann schriftlich bestätigen.

 

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Ista International GmbH

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Im direkten Einkauf auf internationaler Ebene arbeiten wir derzeit mit circa 250 Lieferanten und im indirekten Einkauf deutschlandweit mit circa 3.000 Lieferanten zusammen. Unsere Mindestanforderungen an Umwelt- und Sozialstandards sind in unserem Lieferantenkodex geregelt, der sich an den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für verantwortliche Unternehmensführung und an den Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientiert. Themen wie Kinder- und Zwangs- oder Pflichtarbeit sind in unserem Kodex ausdrücklich verboten. Damit setzen wir auch die diesbezüglichen Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen um. 

 

Zusätzlich dazu verpflichtet ista seine Lieferanten, eine ähnliche Vereinbarung mit seinen Vorlieferanten zu beschließen. In 2017 wurde eine erneute Überprüfung der inhaltlichen Anforderungen unseres Lieferantenkodex durchgeführt. Seit 2018 haben wir daher die Verpflichtung zum UK Modern Slavery Act mit in unseren Lieferantenkodex aufgenommen. Darüber hinaus müssen sich Lieferanten mit einem Mindestumsatz von 50.000 Euro verpflichten, die Anforderungen des ista Lieferantenkodex zu erfüllen. Grundsätzlich obliegt die Verantwortung den Lieferanten, eine Einhaltung sicherzustellen. Darüber hinaus wird die Einhaltung der Richtlinie in turnusmäßig stattfindenden Lieferantenaudits überprüft.

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Fährmann Unternehmensberatung GmbH

Die Dienstleistungen der Fährmann Unternehmensberatung GmbH mit den Schwerpunkten Beratung, Coaching und Training für Nachhaltigkeit finden vornehmlich im deutschsprachigen und europäischen Raum statt. Hier handelt das Unternehmen nach geltendem nationalem bzw. EU-Recht. Eine Lieferketten-Problematik besteht für die Fährmann Unternehmensberatung GmbH, anders als bei produzierenden Unternehmen, nicht.

Wir sprechen uns gegen jede Art von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung aus und erwarten von unseren Kunden und Kooperationspartnern, dass sie ein vergleichbares Geschäftsgebaren aufweisen. Dazu gehört, dass sie die Rechte ihrer Mitarbeiter ebenfalls respektieren und geltende Gesetze, Vorschriften und Richtlinien einhalten (wie z. B. Vergütung und Arbeitsbedingungen).

Menschenrechtsverletzungen sind für das Fährmann-Team sowie den erweiterten Kreis der Kooperationspartner kein wesentlicher Aspekt. Wir erwarten von uns und anderen jedoch ein jederzeit integres, faires Verhalten. Für den Bereich der Unternehmensberatung bedeutet dies vor allem einen guten Umgang mit Work-Life-Balance und Vergütung und entsprechender Fairness im Umgang mit uns zuarbeitenden Dienstleistern. Die Verbreitung von ethisch orientierten Standards, wie Global Compact, DNK u. a., gehören zum Angebotsportfolio der Fährmann Unternehmensberatung GmbH. Darüber hinaus unterstützen wir mit jährlichen Weihnachts-Aktionen für ausgewählte Kunden und Kooperationspartner Oxfam Deutschland.

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Mit dem Inkrafttreten der Berentzen Kodizes und dem Versand des Lieferantenkodex an die erste Lieferantengruppe, die größten Rohstoff- und Verpackungslieferanten, wurde mit der ersten Stufe des 3-Stufen-Plans zur Sicherstellung der Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette begonnen.
Im ersten Schritt wurden die Lieferanten der Berentzen-Gruppe in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Neben den Rohstoff- und Verpackungslieferanten gibt es eine zweite Gruppe, in der die Lieferanten anderer Kategorien, z. B. Dienstleistungsunternehmen oder Lieferanten für Hilfs- und Betriebsstoffe, zusammengefasst sind. Zum Geltungsbereich des Lieferantenkodex gehören per Definition alle Dritten, die regelmäßig und in wesentlichem Ausmaß entweder für die Berentzen-Gruppe, in ihrem Namen oder mit ihr tätig sind oder an der Wertschöpfungskette von Produkten oder der Erbringung von Dienstleistungen für die Berentzen-Gruppe beteiligt sind. Die Wesentlichkeit wird anhand des fakturierten Umsatzes, der Häufigkeit und der Produktkategorie bestimmt. Die Umsetzung ist noch nicht abgeschlossen.  

In Stufe zwei wird der Beitritt der Berentzen-Gruppe zur Lieferantenplattform SEDEX realisiert. Die SEDEX Datenbank ist eine weltweit anerkannte Plattform, die dem transparenten Austausch von Informationen zur sozialen und ethischen Nachhaltigkeit von Unternehmen dient. Das Sedex Members Ethical Trade Audit bildet den Grundstein für den SEDEX Beitritt der Berentzen-Gruppe. Um von den Lieferanten Nachweise über die Einhaltung von Menschenrechten fordern zu können, sollte die Berentzen-Gruppe selbst einen entsprechenden Nachweis vorhalten können, um mit gutem Beispiel voranzugehen und die Glaubwürdigkeit in diesem Punkt zu unterstreichen.
Ziel ist die Darstellung eigener Zertifikate und Auditergebnisse, wie z. B. SMETA und ISO 50001 auf der Plattform und die vertikale Vernetzung mit den Kunden (z. B. Handelsketten) und Lieferanten. Durch die Schaffung von Transparenz in der Wertschöpfungskette kommt die Berentzen-Gruppe damit nicht nur einer der Forderungen aus dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte sowie dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nach, sie setzt auch ein sichtbares Signal für Kunden und Lieferanten, dass die Berentzen-Gruppe Prinzipien der ethischen und sozialen Nachhaltigkeit achtet. Neben der Vernetzung bietet die Plattform unter anderem standardisierte Fragebögen und ein Tool zur Risikobewertung. Unter Zuhilfenahme dieser unterstützenden Hilfsmittel und der Rückmeldungen vom Versand des Lieferantenkodex in Stufe eins wird in den Folgejahren ein Risikoprofil für alle wesentlichen Lieferanten im Hinblick auf das Risiko der Verletzung von Menschenrechten definiert. In dieses Risikoprofil können beispielsweise Angaben über das Land, in dem der Lieferant ansässig ist, die Gesetzeslage, durchgeführte Audits und viele weitere Faktoren einfließen. Mithilfe des Risikoprofils werden die Lieferanten priorisiert und es wird ein Prüfkonzept erarbeitet, anhand dessen die Lieferanten mit der höchsten Risikobewertung einer vertieften Prüfung unterzogen werden. Diese vertiefte Prüfung findet im dritten Schritt statt. Sie soll der Ermittlung von erheblichen tatsächlichen und potenziell negativen menschenrechtlichen Auswirkungen und ihrer Beseitigung dienen. So sollen soziale und ökologische Probleme auf allen Stufen der Wertschöpfungskette identifiziert werden, die heute noch nicht bekannt sind. Für so identifizierte Probleme sollten gemeinsam mit dem Lieferanten Lösungen erarbeitet werden. Grundsätzlich sollte die Festlegung dieser Maßnahmen im gegenseitigen Interesse liegen. Bei Kenntnis von konkreten Verstößen gegen den Lieferantenkodex behält sich die Berentzen-Gruppe das Recht vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden oder gezielt ein Sozialaudit durch Dritte bei dem Lieferanten durchführen zu lassen.
Die Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen erfolgt durch die Fachabteilungen, dem Vorstand und der Geschäftsführung wird regelmäßig über den aktuellen Entwicklungsstand Bericht erstattet.

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DekaBank Deutsche Girozentrale

Einbindung der Unternehmensführung
Durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetze prüft die Unternehmensführung die Aussagen im Nachhaltigkeitsbericht auf Nachvollziehbarkeit sowie die Vollständigkeit und Richtigkeit nach den Anforderungen des Gesetzes. Der Nachhaltigkeitsbericht dient als nicht finanzielle Erklärung. Im Fokus steht dabei die Verpflichtung, im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattungauf die Themen Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung einzugehen.


Beschaffungsmanagement
siehe Leistungsindikator G4-HR1 (Leistungsindikator 17)

Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.32,33

Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten auf die Gesellschaft
Die Achtung der Menschenrechte ist im Bankensektor vor allem im Zusammenhang mit Finanzierungen von Infrastrukturprojekten von Bedeutung. Dabei geht es häufig auch um den Umgang mit lokalen Gemeinschaften bzw. indigenen Völkern, sodass die Achtung der Menschenrechte hier eng mit dem Aspekt „Sozialbelange“ verknüpft ist. Durch die Berücksichtigung der Equator Principles bei entsprechenden Finanzierungen stellt die Deka sicher, dass Menschenrechtsaspekte bei den Finanzierungen berücksichtigt werden. So sollen zum einen Risiken sowohl für die Realisierung der Projekte als auch für die Reputation der Bank vermieden werden. Zum anderen sollen negative Beeinträchtigungen der durch die finanzierten Projekte betroffenen Menschen so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Weitere Informationen zu diesem Thema enthalten die Kapitel 2.5 „Regelwerke und Standards“ sowie 3.3 „Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft“.

Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.8

Als Vorreiter unter den systemrelevanten Banken in Europa hat die DekaBank einen Nachhaltigkeitsfilter für die Neuinvestitionen ihrer Eigenanlagen implementiert, der in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug entwickelt wurde. Der Filter wird seit dem 1. Juli 2014 für neue Investments im Treasury-Anlagebuch eingesetzt. Kernstück des Filters ist in Anlehnung an den UN Global Compact ein Katalog von Ausschlusskriterien für die Themenfelder Umwelt, Menschen- und Arbeitsrechte sowie Korruption. Zusätzlich wird ein mögliches Engagement von Unternehmen im Rüstungsbereich berücksichtigt. Wertpapieremittenten, die gegen eines oder mehrere dieser Ausschlusskriterien verstoßen, werden vom Investment ausgeschlossen. Zum 31.12.2017 wurden rund 17,1 Mrd. Euro an Eigenanlagen in Wertpapieren unter Nutzung der Kriterien des Eigenanlagefilters verwaltet.

Nachhaltigkeitsfilter 2017, S.13

Siehe auch die Stellungnahme der Deka zur modernen Sklaverei und Menschenhandel

Wesentliche Risiken
Risiken bestehen u. a. darin, wenn ein Geschäftspartner oder ein Unternehmen, von dem die Deka Anteile in ihren Fonds hält, gegen Menschenrechte verstößt. Es können Reputationsschäden mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit entstehen.
Das gleiche gilt auch für die Eigenanlagen der DekaBank.

Anforderungen an Lieferanten und Dienstleister
Für die Auswahl der Lieferanten hat die Deka nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen sowohl an die Qualität der bezogenen Produkte und Leistungen als auch an die Unternehmensführung der Lieferanten und Dienstleister definiert. Zentrale Eckpunkte der unternehmensbezogenen  Anforderungen sind in der Nachhaltigkeitserklärung fixiert, die die Lieferanten vor der Aufnahme der Geschäftsbeziehung unterzeichnen müssen. Darin verpflichten sie sich unter anderem dazu, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten.
Sofern die DekaBank im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Lieferantenaudits Verstöße gegen in der Nachhaltigkeitserklärung festgelegte Anforderungen identifiziert oder auf anderen Wegen davon erfährt, erhält der Lieferant die Möglichkeit, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Geschieht dies nicht oder in aus Sicht der DekaBank unzureichender Weise, wird ein mehrstufiger Prozess in Gang gesetzt, an dessen Ende die Kündigung des Vertragsverhältnisses stehen kann.

Die in der Nachhaltigkeitserklärung für Lieferanten beschriebenen ethischen Verhaltens-richtlinien leiten sich ab aus:
•     der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN),
•     den Grundprinzipien der internationalen Arbeitsorganisation der UN (ILO), 
•     den UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung von Frauen 
•     den Äquatorprinzipien (Equator Principles),
•     den Grundsätzen des UN Global Compact,
•     den UN-Prinzipien für verantwortungsvolle Investments (UN-PRI),
•     den OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen,
•     dem Carbon Disclosure Project (CDP),
•     dem Water Disclosure Project (WDP),
•     dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex,
•     den Richtlinien des Bundesverbandes für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. und
•     dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG).

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