Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

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Gerade die globalisierte Wirtschaft mit immer komplexer werdenden Lieferketten und zunehmendem Wettbewerbsdruck birgt die Gefahr der Menschenrechtsverletzungen. Daher stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, diese Rechte in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu schützen. Menschenrechtsverletzungen werden durch die globale Informationsgesellschaft schneller öffentlich und fließen in Risikobewertungen von Unternehmen ein; sie beeinflussen Verbraucherverhalten und Geschäftsbeziehungen. Die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht im Unternehmen kann somit nicht nur die Kunden- sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken sowie Lieferbeziehungen verbessern und somit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Was ist zu beachten?
Die Einhaltung der Menschenrechte ist nicht nur ein Thema für international operierende Unternehmen. Auch innerhalb Deutschlands sind Menschenrechtsthemen wie die Vereinigungsfreiheit (z.B. bezogen auf die Bildung von Gewerkschaften), das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder der Schutz vor (Berufs-)Krankheiten relevant.  Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle explizit, wie Sie im Unternehmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und in Zukunft nachkommen wollen und zeigen Sie auf, wie Sie über die Einhaltung von geltenden Gesetzen hinausgehen. Als Orientierung kann Ihnen an dieser Stelle der Leitfaden zur Achtung von Menschenrechten für Unternehmen  dienen (erarbeitet vom Deutschen Global Compact Netzwerk, twentyfifty und dem Deutschen Institut für Menschenrechte).

Es gibt Schnittstellen mit dem Kriterium 14, Arbeitnehmerrechte. Beschreiben Sie daher neben der Einhaltung der Menschenrechte in Bezug auf Ihre Mitarbeitenden hier insbesondere auch Ihren Umgang mit den Menschenrechten anderer Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, wie etwa Kunden (z.B. Produktsicherheit i.S.v. Recht auf körperliche Unversehrtheit), Anwohner (Umsiedelung i.S.v. Landrecht), besonders Schutzbedürftiger usw.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Einhaltung von Menschenrechten bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften sowie zuliefernde Betriebe und Dienstleister.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen für die Einhaltung von Menschenrechten, bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften und zuliefernde Betriebe.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus Ihren Geschäftsbeziehungen und aus Ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben.
Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen. Sie sind universell gültig, unteilbar und können niemandem abgesprochen werden. Staaten und Unternehmen stehen in der Schutzpflicht. Das heißt, sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte direkt verantwortlich. Es gibt verschiedene international anerkannte Texte, die die unterschiedlichen Menschenrechte festhalten, wie bspw. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Sozial- und Zivilpakt, Frauen- und Kinderrechtskonvention oder die ILO-Kernarbeitsnormen.
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden
b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden
b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden
c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden
d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden
e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung


 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind
Berichterstattung zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Sorgfaltspflicht der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte


Falls Sie mit Ihrer DNK-Erklärung auch die Berichterstattung (Element 4 der Sorgfaltspflicht) gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte leisten wollen, berichten Sie bitte zusätzlich gemäß der folgenden Checkliste. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  •  Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.
  • Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?
  • Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.
  • Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)
  • Welche Reichweite hat die Richtlinie (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)?

2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen). (Kriterium 17, Aspekt 4)
  • Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung miteinbezogen?
  • Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten, diesen zu begegnen, eingeschätzt?
  • Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?

3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus
  • Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?
  • Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.
  • Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.
  • Gelten Whistleblowing-Mechanismen auch für Zulieferer?

4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette
  • Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Grundprinzipien umfasst?
  • Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.
  • Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?
  • Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?
  • Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welche Maßnahmen/welche Akteure?
  • Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Achtung der Menschenrechte


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Achtung der Menschenrechte“ können Sie in diesem DNK-Kriterium berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept:
a.    Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 17, Aspekt 1).
b.    Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.    Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 17, Aspekt 2).
d.    Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a.    Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 17, Aspekt 3).
b.    Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a.    Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative   Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
c.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
d.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).

Stadtsparkasse Wuppertal

Die Achtung der Menschenrechte sowie die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit sind für uns sowohl im Betrieb als auch im Geschäft unserer Sparkasse Grundvoraussetzungen. Wir haben 2019 am Monitoring zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) der Bundesregierung teilgenommen und im Zuge dessen berichtet, wie wir unserer im NAP verankerten Sorgfaltspflicht nachkommen. Dies belegt auch das Ergebnis des imug Quick Check Nachhaltigkeit, der u. a. die ILO-Kernarbeitsnormen berücksichtigt. Details zum Ergebnis sind dem Leistungsindikator des Kriteriums 10 „Innovations- und Produktmanagement“ zu entnehmen.

Wir erwarten von unseren Zulieferern, dass sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sowie die Europäische Menschenrechtskonvention anerkennen und zudem die Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation beachten. Seit Einführung des Mindestlohngesetzes zum 01. Januar 2015 legen wir überdies ein besonderes Augenmerk auf die Beachtung der geltenden Vorschriften dieses Gesetzes.  

Wir fordern unsere Lieferanten und Dienstleister dazu auf, ernsthafte Anstrengungen zu unternehmen, um die aufgezeigten ethischen Grundsätze und Anforderungen zu achten und zu erfüllen. Deshalb erwarten wir seit 2018 von unseren Partnerinnen und Partnern die Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung, um diese Erwartungshaltung deutlich zu machen. Diese „Ethikrichtlinie“ beinhaltet folgende Themen: Menschen- und Arbeitsrechte, Einhaltung von Gesetzen, Vermeidung von Bestechung und Korruption, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Arbeitsschutz und faire Entlohnung. Die ILO-Kernarbeitsnormen werden darin bislang nicht explizit benannt. Um die Bedeutung dessen zu erhöhen, wurde 2019 per Vorstandsbeschluss festgelegt, dass unsere Ethikrichtlinie fester Bestandteil aller Aufträge ist. Seitdem bauen wir bei Neu-/‌Änderungsaufträgen sukzessive unser Lieferanten- und Dienstleister-Verzeichnis auf. Unser Ziel ist es, spätestens 2024 die dann für unser Haus gesetzlich vorgeschriebenen Normen (Lieferkettengesetz) zu erfüllen.  

Darüber hinaus ist in der Stadtsparkasse Wuppertal ein gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren zur Bearbeitung von Beschwerden implementiert. Es handelt sich um ein öffentliches Verfahren, zu dem alle potenziell betroffenen Stakeholder Zugang haben. Wenn das Anliegen abgelehnt oder nur teilweise gelöst werden konnte, hat der Betroffene die Möglichkeit, das Anliegen durch die übergeordnete Schlichtungsstelle des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands e. V. neutral bewerten zu lassen. Wir stellen sicher, dass der Mechanismus fair, transparent, ausgewogen und berechenbar ist, indem durch das dezentrale Beschwerdemanagement in allen Vertriebseinheiten sowie durch das zentrale Qualitätsmanagement der Mechanismus für alle potenziellen Anspruchsgruppen transparent ist. Die Effektivität des Beschwerdemechanismus wird durch ein monatliches Reporting der vorliegenden Beschwerden und Lobe überprüft. Für die Wiedergutmachung potenziell entstehender Schäden wird zwischen Schadensregulierung und kulanter Regelung unterschieden. Entstandene Schäden werden rechtlich geprüft und in Zusammenarbeit mit Juristen und Beratern bearbeitet und beantwortet. Der Umfang einer Wiedergutmachung aus Kulanz obliegt den jeweiligen Kompetenzträgern. Darüber hinaus geben wir unseren Kundinnen und Kunden Leistungsversprechen in Bezug auf Pünktlichkeit, Erreichbarkeit und Freundlichkeit. Halten wir unsere Versprechen nicht, erhält die Kundin oder der Kunde eine angemessene Entschädigung.

Es gibt keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Menschenrechtsbelange, die mit unserer Geschäftstätigkeit und unseren Geschäftsbeziehungen, Produkten oder Dienstleistungen verknüpft sind. Eine weitergehende Zielsetzung bzw. ein gesondertes Konzept zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen sowie eine dazugehörige Risikoanalyse existiert derzeit nicht. Eine Umsetzung ist nicht angedacht, da wir aufgrund der beschriebenen Maßnahmen keine Notwendigkeit dafür erkennen.

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Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz bekennt sich zu ihrer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn. Dies bedingt auch, dass die Lieferanten der Sparkasse Vorderpfalz ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Wertschöpfung in moralisch einwandfreier und fairer Weise nachkommen. Wir erwarten, dass diese - auch bei ihren Vorlieferanten - eine entsprechende Haltung anwenden und einfordern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der deutschen und europäischen Gesetze, sondern auch darauf, dass bei Zulieferern außerhalb der EU die internationalen Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation gewahrt werden.

 

Dadurch schätzen wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette als überschaubar ein. Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln. Um unserer Verantwortung in diesem Bereich aber noch besser gerecht zu werden, prüfen wir für 2018 die Einführung einer Lieferantenrichtlinie, so dass unsere Lieferanten und Dienstleister uns die Einhaltung der wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards inklusive der Menschenrechte dann schriftlich bestätigen.

 

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Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft steht für angewandte Forschung – dies stellt unsere wesentliche Dienstleistung dar. Wie im Leitbild unserer Organisation verankert, setzen wir gemeinsam mit Unternehmen originäre Ideen in Innovationen um – zum Wohl der Gesellschaft und zur Stärkung der deutschen und europäischen Wirtschaft. Grundsätzlich dulden wie weder Zwangsarbeit, Kinderarbeit noch Schwarzarbeit und erkennen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) an. Wir gewährleisten die angemessene Entlohnung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir beachten die Vorgaben des Mindestlohngesetzes, erkennen die für uns geltenden nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften des Arbeitsrechts an und berücksichtigen die Grundsätze des Netzwerks UN Global Compact sowie die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Diese Grundsätze gelten auch für die Zusammenarbeit der Fraunhofer-Gesellschaft mit dritten. Vor einem eventuellen Missbrauch unserer Forschungsergebnisse durch unbefugte Dritte außerhalb Deutschlands schützt uns die strikte Einhaltung des Außenwirtschaftsgesetzes. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich auf dieser Grundlage keine Risiken mit wahrscheinlich negativer Auswirkung auf Menschenrechte aus unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen, Produkten bzw. Dienstleistungen ergeben. Wir haben auch in der Vergangenheit keinen entsprechenden Vorgang feststellen können.

Um die Einhaltung der Menschenrechte auch in der Lieferkette sicherzustellen, plant Fraunhofer, in neu auszuschreibende Rahmenverträge neben ökologischen auch arbeits- und sozialrechtliche Kriterien zu integrieren. Bei einer Reihe von Produkten und Dienstleistungen, die wir beziehen, können soziale Gütesiegel und Standards herangezogen werden. Im Bereich der Ausschreibung von Hochleistungs-geräten für Forschungsinfrastrukturen - wie bspw. bei Lasersystemen, Thermozellen oder Spektroskopen - müssen diese Kriterien jedoch erst maßgeschneidert definiert werden, da hierfür keine Gütesiegel existieren. Es ist geplant, in 2019 zu prüfen und darüber zu entscheiden ob bzw. welche Menschenrechtsaspekte wie in neu auszuschreibende Rahmenverträge integriert werden können.

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Hamburger Sparkasse AG

Achtung der Menschenrechte
Für die Haspa gehören die Achtung der Menschenrechte, die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit sowie jeglicher Form von Ausbeutung zu ihrem Selbstverständnis als Sparkasse.

Das 2017 vom Vorstand verabschiedete „Nachhaltigkeitsverständnis“ hebt die „Achtung von Menschenrechten und des Nichtdiskrimierungsgebots“ als besondere Aspekte der Nachhaltigkeit hervor. Dieses „Nachhaltigkeitsverständnis“ wurde 2018 in die Rahmenanweisung des Vorstands integriert sowie auch in die Geschäftsstrategie 2019 der Haspa aufgenommen, die von Vorstand und Aufsichtsrat Ende 2018 verabschiedet wurde. Die Achtung der Menschenrechte ist damit fester Bestandteil des verbindlichen Orientierungs- und Handlungsrahmens für alle Beschäftigten und Führungskräfte (vgl. hierzu Kriterium 1).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa werden die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten. Für die Haspa ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei ihrer Zusammenarbeit zur allgemeinen Gleichbehandlung und zu gegenseitigem Respekt ohne Unterscheidung oder Benachteiligung z. B. aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Alter, Weltanschauung, Religion, Behinderung, Familienstand, sexueller Orientierung oder jeglicher anderer Eigenschaften verpflichtet.

Diese Erwartung ist im Ethikkodex der Haspa festgehalten, der ebenfalls Bestandteil der Rahmenanweisung des Vorstands und damit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bindend ist. Entsprechend der Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Durch leistungsgerechte Vergütung, Personalentwicklung und flexible Arbeitszeit unterstützt die Haspa Motivation sowie unternehmerisches Denken und Handeln ihrer Beschäftigten. Über die bankentariflichen Gehaltszahlungen hinaus gewähren wir Sozialleistungen, die die Attraktivität der Haspa als Arbeitgeber stärken (vgl. Kriterium 14). Aufgrund geltender tariflicher und interner kollektivrechtlicher Bestimmungen werden in der Haspa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet (vgl. Kriterium 15). 

Die Haspa hat mit dem Betriebsrat, dem auch Vertreter der Gewerkschaften angehören, Vereinbarungen z. B. zu den gesundheitsrelevanten Themen Arbeitszeit, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, betriebliches Eingliederungsmanagement, Mittagessenversorgung, Nichtraucherschutz und Umgang mit Suchtmittelabhängigkeit getroffen. Darüber hinaus können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Beschwerderechten, Personalentwicklungsprozessen und Feedbackmechanismen regelmäßig in der Haspa einbringen (vgl. hierzu Kriterium 15).

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit, Jobsharing in Führungspositionen sowie finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung in den Ferien und in Notfällen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung betrieblicher Belange ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem ein Sabbatical (vgl. hierzu Kriterium 15).

Kundinnen und Kunden
Die Haspa bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Menschen in der Region. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jede Kundin und jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen. 

Wir haben daher den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu unserem Internetauftritt, zu den Selbstbedienungsgeräten und zu unserem gesamten Beratungsangebot ausgebaut. Barrierefreiheit bietet mehr Komfort für jeden Menschen und erleichtert ein selbstbestimmtes Leben. Die Nähe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unseren Kundinnen und Kunden hilft dabei, Barrieren zu überwinden. Deshalb schulen wir unsere Beschäftigten im Umgang mit Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen.

Insgesamt verfügen inzwischen rund 95 Prozent unserer Filialen über einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlnutzer. Alle Geldautomaten sind mit tastbaren Hilfen ausgestattet. Seit 1995 haben wir ein aktives Beschwerdemanagement etabliert, in dessen Rahmen wir alle Kundenäußerungen analysieren, um kontinuierlich potenzielle Fehlerquellen zu entdecken und unser Angebot im Sinne der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr haben wir auch Aspekte der Nachhaltigkeit stärker in den Beschwerdeprozess aufgenommen: Anfragen und Beschwerden zu Themen mit Nachhaltigkeitsbezug werden seit 2018 gesondert gekennzeichnet und im Rahmen des Jahresreportings an den Vorstand berichtet. So erreichten uns 2018 insgesamt sieben Beschwerden zu Nachhaltigkeitsthemen, die sich überwiegend auf eine Protestaktion einer Nichtregierungsorganisation gegen Investitionen in Rüstung und Kohle bezogen (fünf Beschwerden). 

Eine Kundenbeschwerde zu barrierefreien Zugängen werden wir bei den künftigen Planungen unserer Filialräume berücksichtigen. Den Hinweis auf unserer Website zu barrierefreien Zugängen haben wir ebenfalls präzisiert. Eine weitere Beschwerde bezog sich auf die blindengerechte Ausstattung unserer Geldautomaten. Diese werden wir optimieren und ab 2019 sukzessive mit Kopfhörerausgängen ausstatten (vgl. hierzu Kriterium 8).

Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen

Kundenkreditgeschäft
Im Kundenkreditgeschäft ist es unser Ziel, keine Verträge abzuschließen, die direkte oder indirekte (d. h. über Drittländer) Geschäfte in Kriegs- und Krisenländern (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern) zur Folge haben. Hierzu wird bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig aktualisiert wird. Dem Wirtschaftszweig „Herstellung von Waffen und Munition“ sind im Kundenkreditgeschäft keine Kunden zugeordnet, d. h. Kreditgeschäfte in diesen Branchen werden von der Haspa nicht betrieben (vgl. Kriterium 4).

Eigenanlage
Zur Begrenzung der Länderrisiken verfolgen wir das Ziel, weder direkt (z. B. über Staatsanleihen, Credit Default Swaps) noch indirekt (z. B. über Unternehmensanleihen, Aktien, Asset Backed Securities) in Kriegs- und Krisenländern zu investieren (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern). Dazu nutzen wir eine Ländernegativliste, die auf Basis der Embargoliste des Zolls geführt und regelmäßig aktualisiert wird. Zudem erwerben wir gemäß unseren Anlagerichtlinien keine Wertpapiere, bei denen der Verdacht auf Streubombenherstellung besteht. Investitionen in Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais, Soja, Fisch und Vieh sind in den Anlagerichtlinien ebenfalls ausgeschlossen (vgl. Kriterium 4).

Lieferanten/Dienstleister
Das Geschäftsgebiet der Haspa ist die Metropolregion Hamburg. Unsere Geschäftspartner befinden sich weit überwiegend in Deutschland. Aufträge vergeben wir weit überwiegend in der Metropolregion Hamburg sowie in Deutschland und Europa – 171 Mio. Euro haben wir 2018 an regionale Anbieter vergeben (Vorjahr: 159 Mio. Euro). Da die Einhaltung von Menschenrechten hier unternehmerischer Standard ist und von staatlicher Seite überwacht wird, führen wir keine gesonderten Prüfungen zum Thema Menschenrechte durch.

Menschenrechtsklauseln sind in Verträgen mit unseren Geschäftspartnern nicht erforderlich. Grundlage für den Beschaffungsprozess ist die Haspa-Einkaufsrichtlinie. Darin ist das Regionalprinzip verankert, nach dem wir auf die Einbindung ortsansässiger oder regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen bzw. Anbieter und auf Nachhaltigkeit Wert legen. Darüber hinaus ist für Niedriglohnbranchen die Bezahlung nach dem Mindestlohngesetz in Verträgen und in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen der Haspa festgelegt (vgl. hierzu Kriterium 4).


Bewertung von Risiken im Bereich Achtung der Menschenrechte
Die Haspa ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Ihr Sitz ist in der Freien und Hansestadt Hamburg und ihre Geschäftstätigkeit fokussiert sich auf die Metropolregion Hamburg. Unsere Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner stammen weit überwiegend aus der Metropolregion, aus Deutschland und Europa, sodass die Einhaltung der Menschenrechte gesetzlich geregelt ist und damit zum unternehmerischen Standard gehört, der von staatlicher Seite überwacht wird. 

Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung von gesonderten Konzepten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in der Haspa nicht erforderlich. Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsscreenings im Kerngeschäft haben wir 2018 unser Kundenkreditgeschäft sowie unsere Eigenanlage u. a. auch auf mögliche Risiken im Bereich von Menschenrechten überprüft. Dabei haben sich keine Risiken ergeben, nähere Informationen dazu finden sich bei den Ausführungen zu Kriterium 4.

Wir werden die neuen Verpflichtungen aus dem von der Bundesregierung verabschiedeten „Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ im Jahr 2019 prüfen.

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Taifun-Tofu GmbH

Gemeinsam mit unseren Lieferant*innen pflegen wir eine Partnerschaft auf Augenhöhe, in deren Mittelpunkt Verlässlichkeit, faire Preise, Offenheit und Transparenz stehen. Taifun-Lieferant*innen halten sich an die getroffenen Vereinbarungen und informieren rechtzeitig, wenn sich Änderungen hinsichtlich der Lieferung und Leistung ergeben. Durch regelmäßige Lieferanten-Audits wird die Einhaltung rechtlicher Standards überprüft. Unangemessenes ökologisches und soziales Verhalten führt zu einer Beendigung der gemeinsamen Arbeit.

Durch den Sojaanbau in Mitteleuropa werden kritische Agrarimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern mit Dürren oder Urwaldrodung reduziert. Eine steigende vegane und vegetarische sowie biologische Ernährung verringert den Bedarf an Futtermittelimporten aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Regionale Kreisläufe werden gestärkt und Landkonflikte wie die Vertreibung von Kleinbauern in Lateinamerika eingedämmt.

Für alle unsere Rohwaren gilt: Wenn geeignete Rohwaren regional/europäisch bzw. aus Nicht-Risikoländern gemäß BSCI-Klassifizierung verfügbar sind, werden diese bevorzugt eingesetzt, idealerweise aus unseren eigenen Anbauprojekten. Bei Produkten aus Nicht-EU- oder aus Hoch-Risikoländern, setzen wir Zertifizierungen wie z. B. durch BSCI oder Smeta voraus. Damit stellen wir sicher, dass auch unsere internationalen Lieferant*innen Menschenrechte einhalten. Soziale Aspekte wurden in der Vergangenheit nicht systematisch erhoben. Hier wird derzeit ein Maßnahmenplan erarbeitet, um diesen Aspekt zukünftig gezielter in die Einkaufsentscheidung einfließen zu lassen.

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