Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

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Gerade die globalisierte Wirtschaft mit immer komplexer werdenden Lieferketten und zunehmendem Wettbewerbsdruck birgt die Gefahr der Menschenrechtsverletzungen. Daher stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, diese Rechte in ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu schützen. Menschenrechtsverletzungen werden durch die globale Informationsgesellschaft schneller öffentlich und fließen in Risikobewertungen von Unternehmen ein; sie beeinflussen Verbraucherverhalten und Geschäftsbeziehungen. Die Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht im Unternehmen kann somit nicht nur die Kunden- sondern auch die Mitarbeiterbindung stärken sowie Lieferbeziehungen verbessern und somit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Was ist zu beachten?
Die Einhaltung der Menschenrechte ist nicht nur ein Thema für international operierende Unternehmen. Auch innerhalb Deutschlands sind Menschenrechtsthemen wie die Vereinigungsfreiheit (z.B. bezogen auf die Bildung von Gewerkschaften), das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder der Schutz vor (Berufs-)Krankheiten relevant.  Bitte beschreiben Sie an dieser Stelle explizit, wie Sie im Unternehmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachkommen und in Zukunft nachkommen wollen und zeigen Sie auf, wie Sie über die Einhaltung von geltenden Gesetzen hinausgehen. Als Orientierung kann Ihnen an dieser Stelle der Leitfaden zur Achtung von Menschenrechten für Unternehmen  dienen (erarbeitet vom Deutschen Global Compact Netzwerk, twentyfifty und dem Deutschen Institut für Menschenrechte).

Es gibt Schnittstellen mit dem Kriterium 14, Arbeitnehmerrechte. Beschreiben Sie daher neben der Einhaltung der Menschenrechte in Bezug auf Ihre Mitarbeitenden hier insbesondere auch Ihren Umgang mit den Menschenrechten anderer Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, wie etwa Kunden (z.B. Produktsicherheit i.S.v. Recht auf körperliche Unversehrtheit), Anwohner (Umsiedelung i.S.v. Landrecht), besonders Schutzbedürftiger usw.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Einhaltung von Menschenrechten bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften sowie zuliefernde Betriebe und Dienstleister.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen für die Einhaltung von Menschenrechten, bezogen auf das eigene Unternehmen, etwaige Tochtergesellschaften und zuliefernde Betriebe.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben.
Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen. Sie sind universell gültig, unteilbar und können niemandem abgesprochen werden. Staaten und Unternehmen stehen in der Schutzpflicht. Das heißt, sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte direkt verantwortlich. Es gibt verschiedene international anerkannte Texte, die die unterschiedlichen Menschenrechte festhalten, wie bspw. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Sozial- und Zivilpakt, Frauen- und Kinderrechtskonvention oder die ILO-Kernarbeitsnormen.
 
Berichterstattung zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Sorgfaltspflicht der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte


Falls Sie mit Ihrer DNK-Erklärung auch die Berichterstattung (Element 4 der Sorgfaltspflicht) gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte leisten wollen, berichten Sie bitte zusätzlich gemäß der folgenden Checkliste. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
  •  Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.
  • Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?
  • Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.
  • Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)
  • Welche Reichweite hat die Richtlinie? (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)

2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte
  • Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen). (Kriterium 17, Aspekt 4)
  • Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung miteinbezogen?
  • Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten, diesen zu begegnen eingeschätzt?
  • Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?

3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus
  • Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?
  • Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.
  • Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.
  • Gelten Whistleblowing-Mechanismen auch für Zulieferer?

4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette
  • Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Grundprinzipien umfasst?
  • Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.
  • Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?
  • Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?
  • Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welchen?
  • Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Achtung der Menschenrechte


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Achtung der Menschenrechte“ können Sie in diesem DNK-Kriterium berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept:
a.    Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 17, Aspekt 1).
b.    Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.    Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 17, Aspekt 2).
d.    Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a.    Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 17, Aspekt 3).
b.    Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a.    Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative   Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
c.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).
d.    Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben (Kriterium 17, Aspekt 4).

REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

Die REWE Group bezieht eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen über Lieferketten, die sich über mehrere Länder erstrecken können. Das Ziel ist es, zusammen mit Geschäftspartnern und Lieferanten verbindliche Standards für die gemeinsamen Lieferketten zu implementieren sowie den Dialog zwischen allen Partnern zu fördern um Menschenrechte zu stärken und die Arbeits- und Sozialstandards in der Produktion weiter zu verbessern. Die Wertschöpfungsstufen des Rohstoffanbaus und der Verarbeitung stehen dabei besonders im Fokus.

Für alle Geschäftsbeziehungen greift die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group. Die Leitlinie orientiert sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Sie umfasst unter anderem das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Im Rahmen des Prozesses zur Einhaltung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht werden Maßnahmen auf Basis einer Analyse sozialer Risiken entwickelt und durch ein Monitoringsystem überwacht und evaluiert. So hat die REWE Group ihren Ansatz zur Erfassung von Risiken 2016 deutlich ausgeweitet und systematisiert (für weitere Informationen zur Risikoanalyse siehe Link). Die Erkenntnisse der Analyse fließen in die Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Stärkung der Menschenrechte und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Lieferketten ein. Je nachdem, welche Risiken ermittelt werden, können Maßnahmen unterschiedlich definiert sein, z. B. eine Einforderung von Standards und Zertifizierungen, die Zusammenarbeit mit Standardorganisationen, der Beitritt zu Brancheninitiativen sowie Projekte mit Lieferanten und Erzeugern vor Ort. Mit den Anforderungen des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte beschäftigt sich die REWE Group bereits seit Erscheinen intensiv und hat in diesem Zusammenhang auch eine Strategie zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Beschwerdemechanismen in ihren Lieferketten entwickelt.

In der von PENNY und REWE Deutschland im Jahr 2017 entwickelten „Strategie Grüne Produkte 2030“ ist das Thema Soziale Standards in der Lieferkette unter dem Handlungsfeld „Fairness“ verankert. Fokusthemen des Handlungsfeldes sind „Existenzsichernde Einkommen“ sowie „Eliminierung von Zwangs- und Kinderarbeit“. Die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten, auch auf Ebene der Produktionsstätten, erhöht die Transparenz sowie die Vermeidung von Risiken entlang der Lieferketten. Zudem unterstützt die individuelle Lieferantenentwicklung eine kontinuierliche Verbesserung in den Produktionsstätten mit dem Ziel, Menschenrechte zu stärken und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Um das Thema Nachhaltigkeit u. Arbeitnehmerrechte im Bereich der Lieferketten gezielt umzusetzen, arbeitet die REWE Group in Deutschland mit einem Due-Diligence-Ansatz, der sich an den OECD-Richtlinien für verantwortungsvolle landwirtschaftliche Lieferketten orientiert. Der Prozess umfasst fünf Stufen: Managementsystem, Risikoanalyse, Strategie, Überprüfung und Berichterstattung. Der Due-Diligence-Ansatz ist von der Unternehmensfürhung initiert und eine Ergebnisskontrolle findet in den Stufen "Überprüfung" und extern und interne "Berichterstattung" statt.

Die im Due-Diligence-Ansatz enthaltene Risikoanalyse dient dazu, die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Mensch und Natur zu ermitteln sowie zu bewerten. In den Jahren 2016 und 2017 hat die REWE Group Deutschland diesen Ansatz deutlich ausgeweitet, um einen umfassenden Überblick entlang der Wertschöpfungsketten zu erlangen. So sollte identifiziert werden, welche wesentlichen negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen die Eigenmarkenprodukte haben und an welchen Stellen diese auftreten. Die Analyse stellt damit die Basis für die strategische Ausrichtung im Bereich nachhaltigere Sortimente dar und dient der Entscheidung, welche Maßnahmen mit welcher Priorität ergriffen werden – mit dem Ziel, ermittelte Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen.

Sogenannte Scorecards fassen die Ergebnisse der Analyse für jedes einzelne Warencluster zusammen und geben einen Überblick über die Sozial- und Umweltkosten der jeweiligen Produkte entlang der Wertschöpfungskette. Die Zuordnung in die fünf Stufen der Wertschöpfungskette ermöglicht dabei eine genauere Betrachtung der Schwerpunktthemen.Beim Warencluster „Obst und Gemüse“ wurden Luftemissionen & Energie, Biodiversität, Boden, Wasser, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte als wichtigste Nachhaltigkeitsthemen entlang der Lieferkette ermittelt:


Um die Fortschritte im Handlungsfeld Fairness messbar zu machen, wurden folgende Key Performance Indikatoren für die Eigenmarken definiert (für weitere Informationen siehe Soziale Standards in der Lieferketteden und im übergeordneten Managementansatz Grüne Produkte):

  • KPI 1: Bis Ende 2030 100 Prozent aller relevanten strategischen Produktionsstätten in Trainingsprogrammen (Capacity-Building) integriert
  • KPI 2: Bis Ende 2025 Einführung eines Beschwerdemechanismus-Systems in relevanten Lieferketten
Um negativen sozialen Auswirkungen innerhalb der Lieferkette entgegenzuwirken hat die REWE Group im Wesentlichen drei unterschiedliche Ansätze entwickelt, innerhalb derer Maßnahmen umgesetzt werden:

1. Internes Management: Sensibilisierung, Aufklärung und Reporting

Regelmäßig werden Mitarbeiter der REWE Group zu relevanten Arbeits- und Sozialstandardthemen geschult, damit beispielsweise Sozialaudits bei der Auswahl der Lieferanten sowie im Einkaufsprozess entsprechend Berücksichtigung finden. Insbesondere die Einkäufer nehmen regelmäßig an weiteren Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex teil, wie beispielsweise den jährlich stattfindenden Bereichsworkshops, in denen über die Themen Menschenrechte sowie Arbeits- und Sozialstandards und den aktuellen Stand des Social-Improvement-Programms informiert wird.

2. Lieferkettenmanagement: Lieferantenbewertung, Sensibilisierung und Verpflichtung, Audits und Standards, Maßnahmen zur Lieferantenentwicklung

Auf Lieferantenveranstaltungen und in individuellen Gesprächen mit Lieferanten sensibilisiert die REWE Group immer wieder für die Themen Menschenrechte und Arbeitsbedingungen.Außerdem sind die Anforderungen zu den Themen sowohl in den Verträgen mit den Lieferanten als auch in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften integriert, sodass die Einhaltung mit jeder Ausschreibung bzw. jedem Vertrag durch die Lieferanten bestätigt wird. Für Fokusrohstoffe, wie bspw. Kakao oder Palmöl, hat die REWE Group Leitlinien mit detaillierten Anforderungen und Zielen definiert (siehe hier).

Social-Improvement-Programm: Von Audits zur Weiterentwicklung

Die REWE Group hat ihre Aktivitäten der Lieferantenentwicklung im Sozialbereich 2017 konzeptionell neu strukturiert und ein Social-Improvement-Programm aufgesetzt. Dieses beinhaltet die Stufen: 1) Onboarding 2) Auditierung/Zertifizierung 3) Remediation/Verbesserungen und 4) Trainings.Das Social-Improvement-Programm gilt für alle Produktionsstätten der ersten Lieferkettenstufe in den nach den amfori BSCI definierten Risikoländern.
Neue Lieferanten bzw. Produktionsstätten werden im Rahmen des Onboardings über die Anforderungen der REWE Group informiert und, falls noch kein Sozialaudit vorhanden ist, bei der Vorbereitung des ersten Audits von Experten vor Ort unterstützt. Im zweiten Schritt sind alle Lieferanten und Produktionsstätten in Risikoländern verpflichtet, ein gültiges Sozialaudit vorzuweisen. Anerkannte Sozialaudits sind unter anderem Audits nach dem Standard der amfori BSCI oder dem SA8000-Standard sowie seit 2017 auch SMETA-Audits der Supplier Ethical Data Exchange. Textilproduktionsstätten in Bangladesch müssen darüber hinaus eine Überprüfung auf Gebäudesicherheit und Brandschutz im Rahmen des „Bangladesh Accord on Fire and Building Safety“ vornehmen.
  20171
Anteil der Produktionsstätten in den Stufen des Social-Improvement- Programms  
Stufe Onboarding 2,96 %
Stufe Audit 97,04 %
Auditergebnisse  
SA 8000 3,26 %
amfori BSCI A 5,03 %
amfori BSCI B 5,53 %
amfori BSCI C 68,11 %
amfori BSCI D 4,74 %
amfori BSCI E 0,10 %
SMETA 1,78 %
Invalid SMETA 0,30 %
Kein Audit / abgelaufenes Audit 8,19 %
1 Die Berechnung erfolgte auf Basis der Anzahl der Produktionsstätten und erfasst alle Produktionsstätten der REWE Group für Food- und Non-Food-Produkte der ersten Lieferkettenstufe in Risikoländern.
Durch die Einforderung von Audits konnten bereits erste Verbesserungen bei Menschenrechtsthemen und Arbeitsbedingungen beobachtet werden. Besuche vor Ort bei Produktionsstätten zeigen jedoch auch, dass zwar Auditanforderungen umgesetzt werden, jedoch Sinn und Zweck vieler Anforderungen nicht immer verstanden und daher Probleme nicht selbstständig erkannt und behoben werden.

Aus diesem Grund hat die REWE Group das Thema Lieferantenentwicklung im Rahmen der Strategie Grüne Produkte 2030 noch stärker in den Fokus gerückt, um damit gezielt Verbesserungen in den Produktionsstätten voranzutreiben.Im Jahr 2017 wurde verstärkt an der konzeptionellen Weiterentwicklung von Trainingsprogrammen gearbeitet und unter anderem analysiert, wo Verbesserungsbedarf bei Produktionsstätten besteht. Auf Basis dieser Analyse fordert die REWE Group ihre Lieferanten und Produktionsstätten auf, an amfori BSCI Trainings teilzunehmen, und hat zudem ein eigenes Trainingsprogramm für strategische Produktionsstätten entwickelt.

Mehr Informationen finden Sie im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2017 unter Soziale Standards in der Lieferkette.

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Sparkasse Vorderpfalz

Die Sparkasse Vorderpfalz bekennt sich zu ihrer nachhaltigen Geschäftsausrichtung im ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn. Dies bedingt auch, dass die Lieferanten der Sparkasse Vorderpfalz ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Wertschöpfung in moralisch einwandfreier und fairer Weise nachkommen. Wir erwarten, dass diese - auch bei ihren Vorlieferanten - eine entsprechende Haltung anwenden und einfordern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der deutschen und europäischen Gesetze, sondern auch darauf, dass bei Zulieferern außerhalb der EU die internationalen Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation gewahrt werden.

 

Dadurch schätzen wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette als überschaubar ein. Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln. Um unserer Verantwortung in diesem Bereich aber noch besser gerecht zu werden, prüfen wir für 2018 die Einführung einer Lieferantenrichtlinie, so dass unsere Lieferanten und Dienstleister uns die Einhaltung der wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards inklusive der Menschenrechte dann schriftlich bestätigen.

 

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Sparkasse Heidelberg

Die Sparkasse Heidelberg hat das Thema Menschenrechte in ihren Leitsätzen der Nachhaltigkeit verankert. Dieses Konzept basiert auf folgenden Säulen:

  • Wir achten und erfüllen Grundsätze und Anforderungen, die auf internationalen, anerkannten Standards, wie dem Global Compact, den ILO-Kernarbeitsnormen sowie auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, basieren.
  • Wir erwarten von unseren Lieferanten und Dienstleistern, dass auch sie ernsthafte Anstrengungen unternehmen, um unsere Umwelt zu schützen und gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern internationale, anerkannte Arbeits- und Menschenrechte achten und einhalten.

Unser Ziel ist es, unsere Geschäftstätigkeit - unter Einhaltung der internationalen, anerkannten Standards - weiterhin ohne Menschenrechtsverletzungen ausüben zu können. Maßnahmen hierfür sind die Einhaltung der einschlägigen deutschen und EU-Gesetzgebung zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten (z.B. der geltenden Grundrechte im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 1 - 19). Dies ist auch implizit in unserem Wertekodex verankert: „Wir respektieren in unserem Gegenüber den Menschen. Verschiedenartigkeit sehen wir als Stärke. Unser Umgang miteinander ist geprägt von Respekt für die Leistungen und Meinungen anderer sowie Verständnis und Anerkennung unterschiedlicher Kulturen.“

Des Weiteren ist im Sparkassengesetz für Baden-Württemberg geregelt, dass ein Drittel aller Verwaltungsratsmitglieder mit geheim gewählten Vertretern der Beschäftigten zu besetzen ist. Sie vertreten die Belange der Arbeitnehmer im Aufsichtsorgan sorgfältig und verantwortungsbewusst.

Unsere internen Bereiche Innenrevision, Compliance und Personalrat prüfen bzw. berichten die Einhaltung der Gesetze und Normen in mindestens jährlichen Berichten. Sie werden dem Vorstand vorgelegt und mit ihm erörtert. Die Aussprache mit dem Personalrat findet in Quartalsgesprächen statt. Der Vorstand ist auf diese Weise angemessen eingebunden.

Aufgrund der Wirksamkeit dieses Konzepts haben wir bislang keine Verstöße gegen Menschenrechte feststellen können. Grundsätzlich halten wir das Risiko für unmittelbare Menschenrechtsverletzungen in unserem direkten Umfeld für gering, da wir ausschließlich Standorte in unserem Geschäftsgebiet unterhalten, dem TVÖD unterliegen, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld bieten.

Ein gewisses Risiko sehen wir beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, wobei wir grundsätzlich Dienstleister und Handwerker aus unserer Region bevorzugen. Insbesondere bei großen Ausschreibungen wie etwa im Baugewerbe achten wir auf die Vergabe an ortsansässige, renommierte Dienstleister. Falls Subunternehmer beauftragt werden, gelten für diese dieselben Maßstäbe der Ortsansässigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Darüber hinaus haben wir zum 01.01.2018 eine Lieferantenrichtlinie verabschiedet, die unsere Lieferanten und Dienstleister verpflichtet, die Kernarbeitsnormen der ILO zu beachten und damit u. a. auf Kinder- und Zwangsarbeit zu verzichten. Diese Vereinbarung werden wir in den Jahren 2018 und 2019 sukzessive von unseren Lieferanten und Dienstleistern unterzeichnen lassen.

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Fährmann Unternehmensberatung GmbH

Die Dienstleistungen der Fährmann Unternehmensberatung GmbH mit den Schwerpunkten Beratung, Coaching und Training für Nachhaltigkeit finden vornehmlich im deutschsprachigen und europäischen Raum statt. Hier handelt das Unternehmen nach geltendem nationalem bzw. EU-Recht. Eine Lieferketten-Problematik besteht für die Fährmann Unternehmensberatung GmbH, anders als bei produzierenden Unternehmen, nicht.

Wir sprechen uns gegen jede Art von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung aus und erwarten von unseren Kunden und Kooperationspartnern, dass sie ein vergleichbares Geschäftsgebaren aufweisen. Dazu gehört, dass sie die Rechte ihrer Mitarbeiter ebenfalls respektieren und geltende Gesetze, Vorschriften und Richtlinien einhalten (wie z. B. Vergütung und Arbeitsbedingungen).

Menschenrechtsverletzungen sind für das Fährmann-Team sowie den erweiterten Kreis der Kooperationspartner kein wesentlicher Aspekt. Wir erwarten von uns und anderen jedoch ein jederzeit integres, faires Verhalten. Für den Bereich der Unternehmensberatung bedeutet dies vor allem einen guten Umgang mit Work-Life-Balance und Vergütung und entsprechender Fairness im Umgang mit uns zuarbeitenden Dienstleistern. Die Verbreitung von ethisch orientierten Standards, wie Global Compact, DNK u. a., gehören zum Angebotsportfolio der Fährmann Unternehmensberatung GmbH. Darüber hinaus unterstützen wir mit jährlichen Weihnachts-Aktionen für ausgewählte Kunden und Kooperationspartner Oxfam Deutschland.

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Hamburger Sparkasse AG

Achtung der Menschenrechte
Für die Haspa gehören die Achtung der Menschenrechte, die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit sowie jeglicher Form von Ausbeutung zu ihrem Selbstverständnis als Sparkasse.

Das 2017 vom Vorstand verabschiedete „Nachhaltigkeitsverständnis“ hebt die „Achtung von Menschenrechten und des Nichtdiskrimierungsgebots“ als besondere Aspekte der Nachhaltigkeit hervor. Dieses „Nachhaltigkeitsverständnis“ wurde 2018 in die Rahmenanweisung des Vorstands integriert sowie auch in die Geschäftsstrategie 2019 der Haspa aufgenommen, die von Vorstand und Aufsichtsrat Ende 2018 verabschiedet wurde. Die Achtung der Menschenrechte ist damit fester Bestandteil des verbindlichen Orientierungs- und Handlungsrahmens für alle Beschäftigten und Führungskräfte (vgl. hierzu Kriterium 1).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa werden die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten. Für die Haspa ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei ihrer Zusammenarbeit zur allgemeinen Gleichbehandlung und zu gegenseitigem Respekt ohne Unterscheidung oder Benachteiligung z. B. aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Alter, Weltanschauung, Religion, Behinderung, Familienstand, sexueller Orientierung oder jeglicher anderer Eigenschaften verpflichtet.

Diese Erwartung ist im Ethikkodex der Haspa festgehalten, der ebenfalls Bestandteil der Rahmenanweisung des Vorstands und damit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bindend ist. Entsprechend der Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Durch leistungsgerechte Vergütung, Personalentwicklung und flexible Arbeitszeit unterstützt die Haspa Motivation sowie unternehmerisches Denken und Handeln ihrer Beschäftigten. Über die bankentariflichen Gehaltszahlungen hinaus gewähren wir Sozialleistungen, die die Attraktivität der Haspa als Arbeitgeber stärken (vgl. Kriterium 14). Aufgrund geltender tariflicher und interner kollektivrechtlicher Bestimmungen werden in der Haspa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet (vgl. Kriterium 15). 

Die Haspa hat mit dem Betriebsrat, dem auch Vertreter der Gewerkschaften angehören, Vereinbarungen z. B. zu den gesundheitsrelevanten Themen Arbeitszeit, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, betriebliches Eingliederungsmanagement, Mittagessenversorgung, Nichtraucherschutz und Umgang mit Suchtmittelabhängigkeit getroffen. Darüber hinaus können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Beschwerderechten, Personalentwicklungsprozessen und Feedbackmechanismen regelmäßig in der Haspa einbringen (vgl. hierzu Kriterium 15).

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit, Jobsharing in Führungspositionen sowie finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung in den Ferien und in Notfällen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung betrieblicher Belange ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem ein Sabbatical (vgl. hierzu Kriterium 15).

Kundinnen und Kunden
Die Haspa bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Menschen in der Region. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jede Kundin und jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen. 

Wir haben daher den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu unserem Internetauftritt, zu den Selbstbedienungsgeräten und zu unserem gesamten Beratungsangebot ausgebaut. Barrierefreiheit bietet mehr Komfort für jeden Menschen und erleichtert ein selbstbestimmtes Leben. Die Nähe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unseren Kundinnen und Kunden hilft dabei, Barrieren zu überwinden. Deshalb schulen wir unsere Beschäftigten im Umgang mit Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen.

Insgesamt verfügen inzwischen rund 95 Prozent unserer Filialen über einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlnutzer. Alle Geldautomaten sind mit tastbaren Hilfen ausgestattet. Seit 1995 haben wir ein aktives Beschwerdemanagement etabliert, in dessen Rahmen wir alle Kundenäußerungen analysieren, um kontinuierlich potenzielle Fehlerquellen zu entdecken und unser Angebot im Sinne der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr haben wir auch Aspekte der Nachhaltigkeit stärker in den Beschwerdeprozess aufgenommen: Anfragen und Beschwerden zu Themen mit Nachhaltigkeitsbezug werden seit 2018 gesondert gekennzeichnet und im Rahmen des Jahresreportings an den Vorstand berichtet. So erreichten uns 2018 insgesamt sieben Beschwerden zu Nachhaltigkeitsthemen, die sich überwiegend auf eine Protestaktion einer Nichtregierungsorganisation gegen Investitionen in Rüstung und Kohle bezogen (fünf Beschwerden). 

Eine Kundenbeschwerde zu barrierefreien Zugängen werden wir bei den künftigen Planungen unserer Filialräume berücksichtigen. Den Hinweis auf unserer Website zu barrierefreien Zugängen haben wir ebenfalls präzisiert. Eine weitere Beschwerde bezog sich auf die blindengerechte Ausstattung unserer Geldautomaten. Diese werden wir optimieren und ab 2019 sukzessive mit Kopfhörerausgängen ausstatten (vgl. hierzu Kriterium 8).

Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen

Kundenkreditgeschäft
Im Kundenkreditgeschäft ist es unser Ziel, keine Verträge abzuschließen, die direkte oder indirekte (d. h. über Drittländer) Geschäfte in Kriegs- und Krisenländern (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern) zur Folge haben. Hierzu wird bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig aktualisiert wird. Dem Wirtschaftszweig „Herstellung von Waffen und Munition“ sind im Kundenkreditgeschäft keine Kunden zugeordnet, d. h. Kreditgeschäfte in diesen Branchen werden von der Haspa nicht betrieben (vgl. Kriterium 4).

Eigenanlage
Zur Begrenzung der Länderrisiken verfolgen wir das Ziel, weder direkt (z. B. über Staatsanleihen, Credit Default Swaps) noch indirekt (z. B. über Unternehmensanleihen, Aktien, Asset Backed Securities) in Kriegs- und Krisenländern zu investieren (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern). Dazu nutzen wir eine Ländernegativliste, die auf Basis der Embargoliste des Zolls geführt und regelmäßig aktualisiert wird. Zudem erwerben wir gemäß unseren Anlagerichtlinien keine Wertpapiere, bei denen der Verdacht auf Streubombenherstellung besteht. Investitionen in Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais, Soja, Fisch und Vieh sind in den Anlagerichtlinien ebenfalls ausgeschlossen (vgl. Kriterium 4).

Lieferanten/Dienstleister
Das Geschäftsgebiet der Haspa ist die Metropolregion Hamburg. Unsere Geschäftspartner befinden sich weit überwiegend in Deutschland. Aufträge vergeben wir weit überwiegend in der Metropolregion Hamburg sowie in Deutschland und Europa – 171 Mio. Euro haben wir 2018 an regionale Anbieter vergeben (Vorjahr: 159 Mio. Euro). Da die Einhaltung von Menschenrechten hier unternehmerischer Standard ist und von staatlicher Seite überwacht wird, führen wir keine gesonderten Prüfungen zum Thema Menschenrechte durch.

Menschenrechtsklauseln sind in Verträgen mit unseren Geschäftspartnern nicht erforderlich. Grundlage für den Beschaffungsprozess ist die Haspa-Einkaufsrichtlinie. Darin ist das Regionalprinzip verankert, nach dem wir auf die Einbindung ortsansässiger oder regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen bzw. Anbieter und auf Nachhaltigkeit Wert legen. Darüber hinaus ist für Niedriglohnbranchen die Bezahlung nach dem Mindestlohngesetz in Verträgen und in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen der Haspa festgelegt (vgl. hierzu Kriterium 4).


Bewertung von Risiken im Bereich Achtung der Menschenrechte
Die Haspa ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Ihr Sitz ist in der Freien und Hansestadt Hamburg und ihre Geschäftstätigkeit fokussiert sich auf die Metropolregion Hamburg. Unsere Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner stammen weit überwiegend aus der Metropolregion, aus Deutschland und Europa, sodass die Einhaltung der Menschenrechte gesetzlich geregelt ist und damit zum unternehmerischen Standard gehört, der von staatlicher Seite überwacht wird. 

Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung von gesonderten Konzepten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in der Haspa nicht erforderlich. Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsscreenings im Kerngeschäft haben wir 2018 unser Kundenkreditgeschäft sowie unsere Eigenanlage u. a. auch auf mögliche Risiken im Bereich von Menschenrechten überprüft. Dabei haben sich keine Risiken ergeben, nähere Informationen dazu finden sich bei den Ausführungen zu Kriterium 4.

Wir werden die neuen Verpflichtungen aus dem von der Bundesregierung verabschiedeten „Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ im Jahr 2019 prüfen.

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Vergleichen

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