Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

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Der Klimawandel ist eine der größten derzeitigen Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Es gibt ambitionierte internationale und nationale Ziele für die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Das vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) empfohlene Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Revolution zu begrenzen, wurde jüngst auf die 1,5-Grad-Marke korrigiert. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 % gegenüber 1990 senken und strebt an, bis zur Mitte des Jahrhunderts weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Diese Ziele sind nur dann erreichbar, wenn Unternehmen Verantwortung für ihre eigenen Emissionen übernehmen und diese drastisch reduzieren. Die Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung und die damit verbundenen Emissionsreduktionen dienen unserem Schutz, denn die Auswirkungen des Klimawandels führen auch in Deutschland zu höheren Risiken (z.B. durch Dürreperioden oder Überschwemmungen).

Was ist zu beachten?
Treibhausgasemissionen (insbesondere CO2) können reduziert werden, indem weniger Energie verbraucht wird. Es ist aber auch möglich, die Emissionen zu reduzieren, indem erneuerbare Energiequellen genutzt werden (siehe Kriterium 12). Berichten Sie also Ziele und Ergebnisse Ihres Unternehmens sowohl zur Verringerung des Energieverbrauchs als auch zur Umstellung auf erneuerbare Energie.
Beachten Sie bitte auch, dass „Bezugsgröße“ darauf abzielt, Ihre Berechnungen in ein nachvollziehbares Verhältnis zu setzen, also das Basisjahr, den Geltungsbereich (z.B. Ihr Unternehmen inkl. etwaiger Töchter oder nur bestimmte Standorte), Emissionsfaktoren oder das verwendete Regime (z.B. Carbon Disclosure Project, GHG Protocol, VfU Umweltkennzahlen für Finanzinstitute etc.). 
Aspekt 1:
Identifizieren Sie die wichtigsten Emissionsquellen und erläutern Sie die größten Herausforderungen bezüglich klimarelevanter Emissionen für Ihr Unternehmen.

Aspekt 2:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für klimarelevante Emissionen und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Aspekt 3:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen zur Reduktion klimarelevanter Emissionen und für die Nutzung erneuerbarer Energien.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 5:
Berichten Sie, welche Bezugsgrößen Sie für die Berechnungen heranziehen, insbesondere das Basisjahr bei Reduktionsberechnungen, für welche Teile des Unternehmens die Berechnungen gelten, Emissionsfaktoren und das verwendete Regime (z.B. Carbon Disclosure Project, GHG Protocol, VfU Umweltkennzahlen für Finanzinstitute etc.).
Das Greenhouse Gas Protocol wurde vom World Resources Institute (WRI) und der Unternehmensinitiative World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) ausgearbeitet. Viele Unternehmen richten sich bereits danach und auch fast alle branchenspezifischen Standards werden davon abgeleitet. Im Sinne des Greenhouse Gas Protocol sollen möglichst neben direkten Emissionen, die etwa im Produktionsprozess durch Maschinen oder aufgrund von Dienstreisen entstehen (Scope 1), auch solche aufgezeigt werden, die etwa als Folge der Stromnutzung oder bei Zulieferern anfallen (Scope 2 und 3).
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent
b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent
d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
    i. der Begründung für diese Wahl
    ii. der Emissionen im Basisjahr
    iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben
e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle
f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle
g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent
b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent
c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
    i. der Begründung für diese Wahl
    ii. der Emissionen im Basisjahr
    iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben
e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle
f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle
g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten
b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent
d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden
e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
    i. der Begründung für diese Wahl
    ii. der Emissionen im Basisjahr
    iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben
f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle
g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten
b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl
d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen
e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramm


 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E02-01
Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3)

Deutsche Energie-Agentur GmbH

Das Kerngeschäft der dena besteht darin, die Energiewende zum Erfolg zu führen und den menschengemachten Klimawandel zu stoppen. Das Ziel der Energiewende ist es, die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen versorgungssicher, kosten- und ressourceneffizient sowie dauerhaft durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen, die erzeugte Energie möglichst effizient zu nutzen und somit die Emissionen klimaschädlicher Stoffe aus der Energieherstellung und -nutzung auf ein Minimum zu reduzieren. Durch ihre Projekte und die Einbringung ihrer Expertise in politische Diskussionen hat die dena bereits seit 20 Jahren großen Anteil am Erfolg der Energiewende in Deutschland und sorgt dafür, dass Schritt für Schritt weniger Emissionen durch die Energiesysteme in Deutschland und den Partnerländern entstehen. Die dena hat sich vor diesem Hintergrund das Ziel gesetzt, sämtliche Unternehmenstätigkeiten ohne zusätzliche klimaschädliche Emissionen zu führen.

Hierzu wurde eine Ermittlung der Emissionen gemäß dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) durchgeführt. Dieses teilt die Emissionen in Kategorien (sogenannte Scopes) ein: Emissionen aus eigenen stationären und mobilen Anlagen in Scope 1, Emissionen aus bezogenen Energien (Wärme, Strom …) in Scope 2 und Emissionen aus der gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (vom Einkauf bis zur Entsorgung) in Scope 3. Dementsprechend entstehen durch die Tätigkeiten der dena und ihrer Mitarbeitenden ausschließlich indirekte Emissionen in Scope 2 und Scope 3. Die dena betreibt als Dienstleistungsunternehmen keine Verbrennungs- oder Prozessanlagen, die Scope-1-Emissionen erzeugen.          

Die wesentlichen Emissionen aus der Geschäftstätigkeit der dena im Berichtszeitraum sind die in der nachfolgenden Tabelle gezeigten:

  Art Referenz 2018   Referenz 2019  
  durchschnittliche Mitarbeitendenzahl im Geschäftsjahr 188,2[6]   202,3[7]  
  Bürofläche im Geschäftsjahr 3.526 m2   3.843 m2  
Scope Art Menge 2018 CO2-Emissionen 2018 Menge 2019 CO2-Emissionen 2019
2.1 Indirekte Emissionen aus gekauftem Strom
  Gesamt 115.000 kWh 15
Tonnen[8]
117.170 kWh 0
Tonnen[9]
nach Mitarbeitenden 611 kWh 0,082 Tonnen 576 kWh 0
Tonnen
nach Fläche 33 kWh/m2 0,004 Tonnen/m2 33 kWh/m2 0 Tonnen/m2
2.2 Indirekte Emissionen aus Nutzung von Wärme/Kälte
  Gesamt 275.093kWh[10] 55 Tonnen[11] 178.585 kWh[12] 36
Tonnen
nach Mitarbeitenden 1.462 kWh 0,295 Tonnen 883 kWh 0,18 Tonnen
nach Fläche 78 kWh/m2 0,016 Tonnen/m2 46 kWh/m2 0,009 Tonnen/m2
3.6 Geschäftsreisen (Flugzeug)
  Gesamt 1.972 tkm 512 Tonnen[13] 2.354 tkm 634 Tonnen[14]
  nach Mitarbeitenden 10,45 tkm 2,72
Tonnen
11,64 tkm 3,13
Tonnen
  Gesamtaufkommen CO2
  Gesamt in Tonnen   583   670
  nach Mitarbeitenden in Tonnen/MA   3,097   3,312
  nach Fläche in Tonnen/m2   0,165   0,174

Die Ursachen für die deutliche Reduktion der benötigten Wärmeenergie können sehr vielfältig sein und sowohl in Veränderungen von Heizwert, Brennwert, Nutzenergie, Endenergie des Energieträgers aber auch in einem veränderten Nutzungsverhalten oder an Witterungsbedingungen liegen. Da bis jetzt nur wenige Vergleichsdaten vorliegen, wollen wir bewusst noch nicht von einer Einsparung sprechen, sondern werden den Wärmeverbrauch weiter beobachten und trotzdem gleichzeitig versuchen, Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverbrauchs durchführen (z. B. angepasstes Heizen und Lüften).

Kompensation:
 
Ungeachtet der Tatsache, dass die dena bisher keine systematische Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt hat, nahm die Kompensation von entstandenem CO2 durch unsere Geschäftstätigkeit über entsprechende zertifizierte Anbieter schon lange einen sehr hohen Stellenwert ein:
  • Nicht vermeidbare Flugreisen kompensiert die dena seit 2010, z. B. durch Atmosfair (Zertifikate: CDM Gold Standard).
  • Brief- und Paketversand der dena erfolgt über GoGreen der DHL: die Transportemissionen werden durch geeignete Projekte durch DHL kompensiert.
  • Für die intensiven Recherchen und die Bewegung der Mitarbeitenden im virtuellen Bereich findet Ecosia als Suchmaschine im Browser standardmäßig Anwendung. Die aus den Suchen generierten Einnahmen werden dafür verwendet, in weltweiten Projekten Bäume zu pflanzen und somit die CO2-Emissionen der Suchanfragen bestmöglich zu neutralisieren.
Bisher nicht kompensiert wurden die in den letzten Jahren entstandenen Emissionen aus dem Bezug von Energie und Wärme:
  • Durch den Wechsel des Stromversorgers, der 100 Prozent CO2-neutralen Strom anbietet (inklusive eines Ausgleichs der Netzübertragungsverluste durch ebenfalls 100 Prozent CO2-neutralen Ökostrom), entstehen der dena keine neuen Emissionen aus dem bezogenen Strom.
  • Die Emissionen aus der Versorgung von Wärme zu minimieren bzw. ganz zu vermeiden liegt durch das Mietverhältnis für unsere Geschäftsräume nur bedingt in unseren Händen, da wir keinen direkten Einfluss auf die Wahl des Wärmeversorgers haben. Deshalb hat die dena beschlossen, auch diese Emissionen zukünftig über Kompensationsmaßnahmen auszugleichen. Daneben werden Gespräche mit dem Vermieter zu einem Wechsel hin zu einem Anbieter mit CO2-neutraler Wärmeerzeugung angestrebt.
Trotzdem soll weiterhin Vermeidung und Reduktion von Emissionen vor Kompensation als zentrales Leitbild unseres unternehmerischen Handelns dienen.


[6] Mitarbeitende einschließlich Aushilfen. Teilzeitarbeitskräfte entsprechend ihrer geringeren Arbeitszeit (VZÄ:Vollzeit-Äquivalent) berücksichtigt. Nicht einbezogen wurden neben zwei Personen der Geschäftsführung Mitarbeitende in Elternzeit.
[7] Ebd.
[8] Basierend auf den Abrechnungen des Energieversorgers.
[9] Ökostrom ausschließlich aus erneuerbarer Energie (Wasserkraft) gewonnen, inklusive Ausgleich der Netzübertragungsverluste durch Ökostrom durch den Energieversorger.
[10] Ermittelt anhand des Energieausweises des Gebäudes
[11] Ermittelt aus dem Wärme-Energieverbrauch und dem Emissionsfaktor für Erdgas (0,202 kg CO2/kWh).
[12] Ermittelt aus der Betriebskostenabrechnung des Vermieters
[13] Basierend auf den Daten des Reiseanbieters und den Angaben des Kompensationsanbieters Atmosfair.
[14] Ebd.

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Bundesdruckerei-Gruppe

Die Bundesdruckerei-Gruppe bilanziert die Treibhausgasemissionen (THG) nach den Grundsätzen des GHG Protocols (Scope 1, 2 und 3). Die CO2-Emissionen der Bundesdruckerei und ihrer Tochterunternehmen D-TRUST, Maurer Electronics, BIS, genua und iNCO SpóÅ‚ka z o.o. belaufen sich 2018 auf 5.112,50 Tonnen CO2e. Davon entfielen 814,99 Tonnen CO2e auf Scope 1 (16 Prozent), 2.955,11 Tonnen CO2e auf Scope 2 (58 Prozent) und 1.342,41 Tonnen CO2e auf Scope 3 (26 Prozent). Für die Berechnung von Scope 3 wurden ausschließlich Geschäftsreisen mit dem Flugzeug betrachtet.

Folgende Grafiken zeigen die Anteile der jeweiligen Unternehmen an den Gesamtemissionen der Bundesdruckerei-Gruppe auf sowie die Gesamtemissionen aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3:





Die Bundesdruckerei hat sich bis 2020 das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen auf einem Niveau von rund 6.000 Tonnen CO2e zu stabilisieren. Mit 4.182,02 Tonnen CO2e im Jahr 2018 wurde der Zielwert von rund 6.000 Tonnen CO2e deutlich unterschritten.  

Im Berichtsjahr konnte für die Bundesdruckerei, D-TRUST und BIS zu 100 Prozent Ökostrom bezogen und damit Treibhausgasemissionen in Höhe von 13.576,55 Tonnen CO2e eingespart werden. Zur Unterstützung der deutschen Energiewende wird ein Anteil der Energiemenge aus deutschen erneuerbaren Energien bezogen. Weitere Informationen zum nachhaltigen Stromeinkauf werden in Kriterium 12 berichtet. Entsprechend der größten Emissionsquellen (siehe folgende Grafik) wollen die Bundesdruckerei, D-TRUST und BIS insbesondere die Emissionen aus Wärmebezug verringern. Um den Fernwärme- und Gasverbrauchs zu senken, wollen die Gesellschaften künftig den Betrieb von Heizungsanlagen optimieren. Einsparungen sind weiterhin darauf zurückzuführen, dass Mitarbeiter mehr Videokonferenzen zwischen den Standorten geschaltet haben und weniger Geschäftsreisen mit dem Flugzeug unternommen haben (Scope 3 – Flugreisen der Bundesdruckerei-Gruppe 2018: 1.342,41 t CO2e; 2016: 1.965,35 t CO2e).








Die Bundesdruckerei-Gruppe beschafft ihre Fahrzeuge gemäß einer internen Richtlinie für einen CO2-armen Fuhrpark. Hybridfahrzeugen und Elektromobilen sind ausdrücklich gewünscht, soweit diese wirtschaftlich sinnvoll sind und dem Nutzungsverhalten gerecht werden. Ihren Mitarbeitern bietet die Bundesdruckerei-Gruppe dabei einen Anreiz,  besonders CO2-arme Dienstwagen zu wählen. Regelmäßig überprüft das Unternehmen, inwieweit es zweckmäßig ist, auf alternative Antriebe zu setzen.

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Stadtreinigung Hamburg AöR

Bereits in 2010 erstellte die SRH eine Klimaschutzstrategie, in welcher in der Bestandsaufnahme die aktuellen CO2-Emissionen und in der Zielbeschreibung die kurz-, mittel- und langfristigen CO2- Einsparungen dargestellt wurden. In der Strategie wurden alle Emissionen nach den Handlungsfeldern „Abfallwirtschaft“ (Sammlung der Abfälle, Betrieb der MVAen, Bereitstellung von Sekundärrohstoffen und Energie, Emissionen durch Reststoffentsorgung bzw. Aufbereitung) und „SRH ohne Abfallwirtschaft“ (Gebäudebeheizung, Strom, Kraftstoff für PKW-Flotte) unterschieden. Für die Abfallwirtschaft konnten diese Daten mit dem Basisjahr 1990 verglichen werden, für die Bereiche außerhalb der Abfallwirtschaft war dies nicht mehr möglich. Für den Bereich der Abfallwirtschaft konnten enorme CO2-Einsparungen nachgewiesen werden, da es seit 1990 durch den Wegfall der Deponierung und den massiven Ausbau der Getrenntsammlung von Wertstoffen einen vollständigen Umbruch in der Abfallwirtschaft gab. Zudem erzeugen wir regenerative Energie, die wir teils selbst nutzen, teils ins öffentliche Netz einspeisen. 2017 haben wir 189.000MWh regenerative Energie erzeugt. Bei den SRH-internen Energieverbräuchen waren die Einsparungen deutlich geringer, wobei der Umstellung auf Ökostrom der wesentliche Anteil der CO2-Einsparungen zuzuschreiben war. Neben dieser langfristigen Strategie berichtet die SRH seit 2010 in ihren Nachhaltigkeitsberichten jährlich über die Entwicklung der CO2-Einsparung durch Ressourcenwirtschaft und die Entwicklung der CO2-Emissionen aufgrund direkter oder indirekter Emissionen durch Energieverbrauch. Auch diese jährliche Berichterstattung nach GRI zeigt auf, dass die Ressourcenwirtschaft, also die getrennte Erfassung von Wertstoffen und deren überwiegend stoffliche Verwertung ein erheblich wirksamerer Ansatz zu CO2-Einsparung ist als die Senkung der Energieverbräuche. Trotz allem werden beide Wege mit Nachdruck verfolgt. Um dies zu zeigen, unterzeichnete die SRH 2013 gemeinsam mit vierzehn weiteren großen Hamburger Unternehmen die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung des Industrieverbands Hamburg zur Reduzierung des Ausstoßes jährlich insgesamt um mindestens 150.000 Tonnen CO2. Diese Vereinbarung gilt bis 2018.

In unserem Zielprogramm (s. KNB 2017, S. 76 ff.) definieren wir weitere quantitative Reduktionsziele. So möchten wir die Erzeugung regerativer Enerige bis 2022 auf über 237.000 MWh steigern. Weitere Beispiele sind der Test von 25 E-Kleintransportern in der Reinigung, die Ausweitung des Langzeittests von Elektro-Lastenrädern bis 2018 und die Beschaffung von Fahrzeugen mit hoher Abgasnorm, sodass 100% des Fuhrparks bis 2018 Euro-4, Euro-5 bzw. Euro-6 erfüllen (Status 2017: Aufgrund laufender Schadensersatzverhandlungen mit Herstellern bezüglich des Lkw-Kartells wurden keine neuen Lkw beschafft und die weitere Umstellung auf Euro-6-Fahrzeuge auf 2018 verschoben. Zurzeit erfüllen 96 % des Fuhrparks Euro-4, Euro-5 oder Euro-6).



 



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Coca-Cola GmbH und Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH

Den CO2-Fußabdruck reduzieren 
Wir möchten den Energieverbrauch bei der Herstellung unserer Getränke kontinuierlich senken. Hierbei stellen wir uns der Herausforderung, in verschiedenen Bereichen nach Möglichkeiten zu suchen, die Treibhausgase zu reduzieren. Bei den Maßnahmen konzentrieren wir uns auf die CO2-Hauptverursacher, auf die wir den größten Einfluss haben: Wir sorgen für eine energiesparende Verkaufstechnik, umweltschonende Verpackung und bevorzugt regionale Inhaltsstoffe. Unsere Klimaschutzziele finden Sie unter Kriterium 3 „Ziele“. 
Wir berechnen unsere CO2-Emissionen auf Grundlage des Greenhouse Gas Protocol, das Treibhausgasemissionen in drei Geltungsbereiche (Scopes) unterteilt. Wir berechnen Scope 1–3 für die gesamte Lieferkette: Scope 1 für alle direkten Emissionen aus eigenen Anlagen, Scope 2 für alle indirekten Emissionen, die durch Energieerzeugung für das Unternehmen entstehen, sowie Scope 3 für alle übrigen Emissionen des Produkt- und Herstellungszyklus. Unsere Umstellung auf 100 Prozent Grünstrom wirkt sich dabei ab 2015 positiv auf den CO2-Fußabdruck aus.

Im Jahr 2019 fielen 235,4 Gramm CO2 pro Liter Getränk an, dies bedeutet eine Reduktion des CO2-Fußabdrucks pro Liter Getränk um 39,7 Prozent gegenüber 2010, dem Basisjahr unserer Zielsetzung. Insgesamt sind im Kerngeschäft (Produktion, eigene Logistik, Verkaufsgeräte wie Kühler, Automaten und Zapfanlagen) 406.129 Tonnen CO2 emittiert, das sind 56,7 Prozent weniger als im Jahr 2010. Informationen zur Berechnungsgrundlage der CO2-Emissionen finden Sie unter Leistungsindikator „Direkte THG-Emissionen – Scope 1“. 

Energieeffiziente Kühlung 
Effizientere Kühlgeräte helfen uns und unseren Kundinnen und Kunden, den Energieverbrauch zu senken. Aktuell haben wir 265.908 Kühler im Markt. Davon sind rund 79 Prozent FKW-frei (2015: rund 47 Prozent) und rund 67 Prozent energiesparend (2015: rund 52 Prozent). 
Die Idee, FKW-freie Kühlgeräte in der Gastronomie und im Einzelhandel durchzusetzen, verfolgen wir auch im Rahmen unseres Engagements für „Refrigerants, Naturally!“. Diese Initiative gründeten wir bereits vor zwölf Jahren gemeinsam mit Unilever und McDonalds. Sie wird unter anderem von der UNEP, dem Umweltprogramm der UN, unterstützt. In Deutschland lösten wir bereits 2014 das Versprechen von The Coca-Cola Company gegenüber der Naturschutzorganisation Greenpeace ein, nur noch FKW-freie Kühler zu kaufen. 

Unser Energiehaushalt 
Seit 2015 ist das gesamte Unternehmen (Produktion, Vertrieb, Verwaltung) nach dem Energiemanagementstandard DIN ISO 500001 zertifiziert. Wir arbeiten kontinuierlich an der Senkung unseres Energiebedarfs. 

Zur Herstellung von 1.000 Litern unserer Getränke benötigten wir 2019 rund 92,3 kWh Energie. In Deutschland beziehen wir bereits seit Jahren 100 Prozent unseres Stroms aus Wasserkraft. 

Bei Geschäftsreisen setzen wir primär auf den Bahnverkehr. 2019 waren 303 mit Ökostrom betriebene E-Gabelstapler für uns im Einsatz, das sind 64 Prozent aller unserer Gabelstapler. In Berlin bieten wir unseren Mitarbeitern seit 2015 zwei Elektroautos inklusive Ladesäulen (für den Stadtverkehr) an. 

Effizienter Transport 
CO2-Emissionen – und zugleich Kosten – sparen wir auch beim Transport, vor allem durch die Verjüngung des Fuhrparks. Derzeit beliefern 509 LKWs täglich unsere Kundinnen und Kunden aus Gastronomie und Handel. Davon fahren 100 Prozent der LKWs bereits mit einer grünen Plakette. Das Durchschnittsalter unserer LKWs betrug zum 31. Dezember 2019 4,8 Jahre. Zum 31.Dezember 2018 waren es 5,6 Jahre. 

Mitte März 2019 fiel das Startsignal für unseren ViO-Zug: Seitdem rollt jede Woche ein ganzer Zug mit 34 Waggons mit unseren ViO-Getränken vom Umschlagbahnhof in Maschen (Niedersachsen) zur Umladestation in Köln und dann mit leeren Flaschen zum Wiederbefüllen zurück in den Norden. Mit dem ViO-Zug verdoppeln wir den Schienenverkehr unserer Getränke aus Lüneburg gegenüber dem Vorjahr und sparen rund eine Million LKW-Kilometer und 879 Tonnen CO2-Emissionen ein. Bereits 2016 haben wir begonnen, ViO-Getränke auf der Schiene in einzelnen Waggons zu transportieren. Rund 18 Prozent des gesamten Lagerausgangs wurden 2019 von Lüneburg aus per Zug in Richtung Süden transportiert – doppelt so viel wie im Jahr davor.

Durch verbesserte Tourenführung, effizientere Auslastung sowie Vermeidung von Leerfahrten optimieren wir unsere Logistik. Dies ist uns gelungen, indem wir die Gesamtflotte reduziert, Fahrzeuge mit hohem Spritverbrauch gegen sparsame Modelle ausgetauscht sowie die Belieferungsmatrix optimiert haben. Darüber hinaus achten wir auf das umsichtige Planen von Geschäftsreisen, insbesondere mit der Bahn, und bilden wenn möglich Fahrgemeinschaften. 

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Bundesdruckerei-Gruppe

Die Bundesdruckerei-Gruppe bilanziert die Treibhausgasemissionen (THG) nach den Grundsätzen des GHG Protocols (Scope 1,2 und 3). Die CO2-Emissionen der Bundesdruckerei GmbH und ihrer Tochterunternehmen D-TRUST GmbH, Maurer Electronics GmbH, BIS GmbH, genua GmbH und iNCO SpóÅ‚ka z o.o. belaufen sich auf 6.231,37 Tonnen CO2e. Davon entfielen 702,75 Tonnen CO2e  auf Scope 1 (11,28 Prozent), 3.563,28 Tonnen CO2e auf Scope 2 (57,18 Prozent) und 1.965,35 Tonnen CO2e  auf Scope 3 (31,54 Prozent). Für die Berechnung von Scope 3 wurden ausschließlich Geschäftsreisen mit dem Flugzeug betrachtet. Folgende Grafik zeigt die Anteile der jeweiligen Unternehmen an den Gesamtemissionen der Bundesdruckerei-Gruppe auf sowie die Gesamtemissionen aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3:







Im Berichtsjahr 2016 ist der Großteil der THG-Emissionen der Unternehmensgruppe auf den Energieverbrauch aus Wärmebezug (51,1 Prozent) und Geschäftsreisen durch Flüge (31,5 Prozent) zurückzuführen. Die Bundesdruckerei GmbH, D-TRUST GmbH und BIS GmbH bezogen im Jahr 2016 zu 100 Prozent Ökostrom und verursachten dadurch keine strombedingten Emissionen im Sinne des GHG-Protocols. Der Bezug von Strom (9,6 Prozent) betrifft daher ausschließlich die Maurer Electronics GmbH, iNCO SpóÅ‚ka z o.o. und genua GmbH.




Schon 2015 haben die Bundesdruckerei-GmbH, D-TRUST GmbH und BIS GmbH durch den Bezug von Ökostrom ihr CO2-Ziel, bis 2020 12 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu 2011 einzusparen, erreicht.  Bis 2020 hat sich die Bundesdruckerei das Ziel gesetzt, die CO2 -Emissionen auf dem Niveau von 6.000 Tonnen CO2e zu stabilisieren. Durch den Bezug von 100 Prozent Ökostrom konnte die Bundesdruckerei GmbH, D-TRUST GmbH und BIS GmbH mit 5.136,65 Tonnen CO2e im Jahr 2016 diesen Zielwert unterschreiten.  

Folgende Grafik zeigt die Ist- und Zielwerte der THG-Emissionen auf:




Im Berichtsjahr wurde für die Bundesdruckerei GmbH, D-Trust GmbH und BIS GmbH zu 100 Prozent Ökostrom bezogen. Zur Unterstützung der deutschen Energiewende wird ein Anteil der Energiemenge aus deutschen erneuerbaren Energien bezogen. Durch den Bezug von Ökostrom ergibt sich eine wesentliche Verringerung der CO2-Emissionen im Vergleich zu 2011 (siehe Indikator SRS-305-5). Entsprechend der größten Emissionsquellen verfolgt die Bundesdruckerei-Gruppe insbesondere die Verringerung der Emissionen aus Wärmebezug. Umgesetzt hat sie dies bereits in den letzten Jahren durch den Umzug in ein neues Produktionsgebäude, das die neuesten Umweltstandards berücksichtigt und effektive Wärmerückgewinnung bietet (siehe Kriterium 12).  Die Bundesdruckerei-Gruppe beschafft ihre Fahrzeuge gemäß einer internen Richtlinie für einen CO2-armen Fuhrpark. Die Unternehmensgruppe bietet dabei einen Anreiz für besonders CO2-arme Dienstwagen: Der Einsatz von Hybridfahrzeugen und Elektromobilen wird von der Bundesdruckerei-Gruppe ausdrücklich gewünscht soweit dieser wirtschaftlich sinnvoll ist und dem Nutzungsverhalten gerecht wird. Regelmäßig finden Überprüfungen statt, inwieweit alternative Antriebe bei der Beschaffung der Dienstwagen zweckmäßig sind.

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