Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

13
Der Klimawandel ist eine der größten derzeitigen Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Es gibt ambitionierte internationale und nationale Ziele für die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Das vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) empfohlene Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Revolution zu begrenzen, wurde jüngst auf die 1,5-Grad-Marke korrigiert. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 % gegenüber 1990 senken und strebt an, bis zur Mitte des Jahrhunderts weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Diese Ziele sind nur dann erreichbar, wenn Unternehmen Verantwortung für ihre eigenen Emissionen übernehmen und diese drastisch reduzieren. Die Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung und die damit verbundenen Emissionsreduktionen dienen unserem Schutz, denn die Auswirkungen des Klimawandels führen auch in Deutschland zu höheren Risiken (z.B. durch Dürreperioden oder Überschwemmungen).

Was ist zu beachten?
Treibhausgasemissionen (insbesondere CO2) können reduziert werden, indem weniger Energie verbraucht wird. Es ist aber auch möglich, die Emissionen zu reduzieren, indem erneuerbare Energiequellen genutzt werden (siehe Kriterium 12). Berichten Sie also Ziele und Ergebnisse Ihres Unternehmens sowohl zur Verringerung des Energieverbrauchs als auch zur Umstellung auf erneuerbare Energie.
Beachten Sie bitte auch, dass „Bezugsgröße“ darauf abzielt, Ihre Berechnungen in ein nachvollziehbares Verhältnis zu setzen, also das Basisjahr, den Geltungsbereich (z.B. Ihr Unternehmen inkl. etwaiger Töchter oder nur bestimmte Standorte), Emissionsfaktoren oder das verwendete Regime (z.B. Carbon Disclosure Project, GHG Protocol, VfU Umweltkennzahlen für Finanzinstitute etc.). 
Aspekt 1:
Identifizieren Sie die wichtigsten Emissionsquellen und erläutern Sie die größten Herausforderungen bezüglich klimarelevanter Emissionen für Ihr Unternehmen.

Aspekt 2:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für klimarelevante Emissionen und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Aspekt 3:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen zur Reduktion klimarelevanter Emissionen und für die Nutzung erneuerbarer Energien.

Aspekt 4:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden, bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 5:
Berichten Sie, welche Bezugsgrößen Sie für die Berechnungen heranziehen, insbesondere das Basisjahr bei Reduktionsberechnungen, für welche Teile des Unternehmens die Berechnungen gelten, Emissionsfaktoren und das verwendete Regime (z.B. Carbon Disclosure Project, GHG Protocol, VfU Umweltkennzahlen für Finanzinstitute etc.).
Das Greenhouse Gas Protocol wurde vom World Resources Institute (WRI) und der Unternehmensinitiative World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) ausgearbeitet. Viele Unternehmen richten sich bereits danach und auch fast alle branchenspezifischen Standards werden davon abgeleitet. Im Sinne des Greenhouse Gas Protocol sollen möglichst neben direkten Emissionen, die etwa im Produktionsprozess durch Maschinen oder aufgrund von Dienstreisen entstehen (Scope 1), auch solche aufgezeigt werden, die etwa als Folge der Stromnutzung oder bei Zulieferern anfallen (Scope 2 und 3).
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent
b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent
d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
    i. der Begründung für diese Wahl
    ii. der Emissionen im Basisjahr
    iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben
e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle
f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle
g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent
b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent
c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
    i. der Begründung für diese Wahl
    ii. der Emissionen im Basisjahr
    iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben
e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle
f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle
g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten
b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent
d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden
e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
    i. der Begründung für diese Wahl
    ii. der Emissionen im Basisjahr
    iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben
f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle
g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten
b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle
c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl
d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen
e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramm


 
***************************
 
Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E02-01
Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3)

Deutsche Energie-Agentur GmbH

Das Kerngeschäft der dena besteht darin, die Energiewende zum Erfolg zu führen und den menschengemachten Klimawandel zu stoppen. Das Ziel der Energiewende ist es, die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen versorgungssicher, kosten- und ressourceneffizient sowie dauerhaft durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen, die erzeugte Energie möglichst effizient zu nutzen und somit die Emissionen klimaschädlicher Stoffe aus der Energieherstellung und -nutzung auf ein Minimum zu reduzieren. Durch ihre Projekte und die Einbringung ihrer Expertise in politische Diskussionen hat die dena bereits seit 20 Jahren großen Anteil am Erfolg der Energiewende in Deutschland und sorgt dafür, dass Schritt für Schritt weniger Emissionen durch die Energiesysteme in Deutschland und den Partnerländern entstehen. Die dena hat sich vor diesem Hintergrund das Ziel gesetzt, sämtliche Unternehmenstätigkeiten ohne zusätzliche klimaschädliche Emissionen zu führen.

Hierzu wurde eine Ermittlung der Emissionen gemäß dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) durchgeführt. Dieses teilt die Emissionen in Kategorien (sogenannte Scopes) ein: Emissionen aus eigenen stationären und mobilen Anlagen in Scope 1, Emissionen aus bezogenen Energien (Wärme, Strom …) in Scope 2 und Emissionen aus der gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (vom Einkauf bis zur Entsorgung) in Scope 3. Dementsprechend entstehen durch die Tätigkeiten der dena und ihrer Mitarbeitenden ausschließlich indirekte Emissionen in Scope 2 und Scope 3. Die dena betreibt als Dienstleistungsunternehmen keine Verbrennungs- oder Prozessanlagen, die Scope-1-Emissionen erzeugen.          

Die wesentlichen Emissionen aus der Geschäftstätigkeit der dena im Berichtszeitraum sind die in der nachfolgenden Tabelle gezeigten:

  Art Referenz 2018   Referenz 2019  
  durchschnittliche Mitarbeitendenzahl im Geschäftsjahr 188,2[6]   202,3[7]  
  Bürofläche im Geschäftsjahr 3.526 m2   3.843 m2  
Scope Art Menge 2018 CO2-Emissionen 2018 Menge 2019 CO2-Emissionen 2019
2.1 Indirekte Emissionen aus gekauftem Strom
  Gesamt 115.000 kWh 15
Tonnen[8]
117.170 kWh 0
Tonnen[9]
nach Mitarbeitenden 611 kWh 0,082 Tonnen 576 kWh 0
Tonnen
nach Fläche 33 kWh/m2 0,004 Tonnen/m2 33 kWh/m2 0 Tonnen/m2
2.2 Indirekte Emissionen aus Nutzung von Wärme/Kälte
  Gesamt 275.093kWh[10] 55 Tonnen[11] 178.585 kWh[12] 36
Tonnen
nach Mitarbeitenden 1.462 kWh 0,295 Tonnen 883 kWh 0,18 Tonnen
nach Fläche 78 kWh/m2 0,016 Tonnen/m2 46 kWh/m2 0,009 Tonnen/m2
3.6 Geschäftsreisen (Flugzeug)
  Gesamt 1.972 tkm 512 Tonnen[13] 2.354 tkm 634 Tonnen[14]
  nach Mitarbeitenden 10,45 tkm 2,72
Tonnen
11,64 tkm 3,13
Tonnen
  Gesamtaufkommen CO2
  Gesamt in Tonnen   583   670
  nach Mitarbeitenden in Tonnen/MA   3,097   3,312
  nach Fläche in Tonnen/m2   0,165   0,174

Die Ursachen für die deutliche Reduktion der benötigten Wärmeenergie können sehr vielfältig sein und sowohl in Veränderungen von Heizwert, Brennwert, Nutzenergie, Endenergie des Energieträgers aber auch in einem veränderten Nutzungsverhalten oder an Witterungsbedingungen liegen. Da bis jetzt nur wenige Vergleichsdaten vorliegen, wollen wir bewusst noch nicht von einer Einsparung sprechen, sondern werden den Wärmeverbrauch weiter beobachten und trotzdem gleichzeitig versuchen, Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverbrauchs durchführen (z. B. angepasstes Heizen und Lüften).

Kompensation:
 
Ungeachtet der Tatsache, dass die dena bisher keine systematische Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt hat, nahm die Kompensation von entstandenem CO2 durch unsere Geschäftstätigkeit über entsprechende zertifizierte Anbieter schon lange einen sehr hohen Stellenwert ein:
  • Nicht vermeidbare Flugreisen kompensiert die dena seit 2010, z. B. durch Atmosfair (Zertifikate: CDM Gold Standard).
  • Brief- und Paketversand der dena erfolgt über GoGreen der DHL: die Transportemissionen werden durch geeignete Projekte durch DHL kompensiert.
  • Für die intensiven Recherchen und die Bewegung der Mitarbeitenden im virtuellen Bereich findet Ecosia als Suchmaschine im Browser standardmäßig Anwendung. Die aus den Suchen generierten Einnahmen werden dafür verwendet, in weltweiten Projekten Bäume zu pflanzen und somit die CO2-Emissionen der Suchanfragen bestmöglich zu neutralisieren.
Bisher nicht kompensiert wurden die in den letzten Jahren entstandenen Emissionen aus dem Bezug von Energie und Wärme:
  • Durch den Wechsel des Stromversorgers, der 100 Prozent CO2-neutralen Strom anbietet (inklusive eines Ausgleichs der Netzübertragungsverluste durch ebenfalls 100 Prozent CO2-neutralen Ökostrom), entstehen der dena keine neuen Emissionen aus dem bezogenen Strom.
  • Die Emissionen aus der Versorgung von Wärme zu minimieren bzw. ganz zu vermeiden liegt durch das Mietverhältnis für unsere Geschäftsräume nur bedingt in unseren Händen, da wir keinen direkten Einfluss auf die Wahl des Wärmeversorgers haben. Deshalb hat die dena beschlossen, auch diese Emissionen zukünftig über Kompensationsmaßnahmen auszugleichen. Daneben werden Gespräche mit dem Vermieter zu einem Wechsel hin zu einem Anbieter mit CO2-neutraler Wärmeerzeugung angestrebt.
Trotzdem soll weiterhin Vermeidung und Reduktion von Emissionen vor Kompensation als zentrales Leitbild unseres unternehmerischen Handelns dienen.


[6] Mitarbeitende einschließlich Aushilfen. Teilzeitarbeitskräfte entsprechend ihrer geringeren Arbeitszeit (VZÄ:Vollzeit-Äquivalent) berücksichtigt. Nicht einbezogen wurden neben zwei Personen der Geschäftsführung Mitarbeitende in Elternzeit.
[7] Ebd.
[8] Basierend auf den Abrechnungen des Energieversorgers.
[9] Ökostrom ausschließlich aus erneuerbarer Energie (Wasserkraft) gewonnen, inklusive Ausgleich der Netzübertragungsverluste durch Ökostrom durch den Energieversorger.
[10] Ermittelt anhand des Energieausweises des Gebäudes
[11] Ermittelt aus dem Wärme-Energieverbrauch und dem Emissionsfaktor für Erdgas (0,202 kg CO2/kWh).
[12] Ermittelt aus der Betriebskostenabrechnung des Vermieters
[13] Basierend auf den Daten des Reiseanbieters und den Angaben des Kompensationsanbieters Atmosfair.
[14] Ebd.

Zum DNK-Profil

Thomas Atze - K.A.N.T.punkt

Thomas Atze - K.A.N.T.punkt erbringt als Einpersonenunternehmen seine Leistungen / sein Dienstleistungsangebot vor Ort bei seinen Auftraggebern im gesamten Bundesgebiet.

Die Energieversorgung am Unternehmensstandort erfolgt mittels Ökostrom durch den lokalen städtischen Anbieter.
Weitere Emissionen fallen nur im Rahmen der erforderlichen Reisetätigkeit sowie der Beschaffung von Atbeitsmitteln an. Eine spezielle Erfassung diesbezüglicher Daten wird daher als nicht sinnvoll relevant  eingestuft.

Weitere Emissionsquellen und auch das Thema Abfallmanagement, über die Elemente Abfallvermeidung und -trennung hinaus, sind im Rahmen der Geschäftstätigkeit von Thomas Atze - K.A.N.T.punkt nicht relevant. 

Gleichwohl ist das Thema "Klimarelevante Emmissionen" ein Kernthema der Beratungs- und Schulungsdienstleistungen von Thomas Atze - K.A.N.T.punkt.

Zum DNK-Profil

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt

Es ist unser Ziel, unsere und die von uns beeinflussten Treibhausgasemissionen entsprechend den gesellschaftlichen Anforderungen weiter zu senken. Dabei berücksichtigen wir die absehbaren zukünftigen Anforderungen an den Klimaschutz und durch den Klimawandel in der Stadtentwicklung und in der Projektentwicklung. Die Klimaschutzziele und Anpassungserfordernisse werden im Rahmen der Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Sanierung und Modernisierung in der Immobilienbewirtschaftung berücksichtigt. Weiterhin ist es unser Ziel, unseren Anteil an der Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien unter der Berücksichtigung der Einspar- und Effizienzpotenziale kontinuierlich auszubauen.

Ausbau erneuerbarer Energien
Der Energieeinkauf für die Wohnungsbestände lag zum Jahresende 2017 bei knapp 99 % Ökostrom aus mehreren regenerativen Quellen von circa 40 lokalen Energieanbietern. Weiterhin wurde der Anteil der CO2-neutralisierten Gasversorgung unserer Bestände von 44 % (01.01.2017) auf ca. 90 % zum 01.01.2018 gesteigert. Der Bestand an Photovoltaikanlagen ist mit 19 Anlagen konstant geblieben.

Senkung unserer Treibhausgasemissionen
Mit dem Ziel, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, übernimmt die Unternehmensgruppe Verantwortung für ihre Emissionen. Aktivitäten dazu finden sich in allen wesentlichen Schritten der Wertschöpfung. Im Nachhaltigkeitsbericht 2017 wird die Bilanzgrenze aktualisiert und auf der Basis eine Klimastrategie erarbeitet, die im Jahr 2018 verabschiedet wird. Durch die fortlaufende Modernisierung unseres Wohnungsbestandes sowie Abverkauf und Abriss von Teilbeständen konnten wir unsere Treibhausgasemissionen um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr senken. Um die Senkung der Treibhausgasemissionen weiter voranzutreiben und einen besseren Überblick zu erhalten wählt die Unternehmensgruppe seit dem Berichtsjahr 2017 einen Konsolidierungsansatz der finanziellen Kontrolle, der einen Großteil der Emissionen in der direkten Verantwortung der Unternehmensgruppe verortet. Insbesondere bilanziert die Unternehmensgruppe als Eigentümerin auch die Treibhausgasemissionen aus der Wärmeerzeugung der Wohneinheiten als eigene Emissionen. Diese machen mit über 95 % den größten Anteil am Treibhausgas-Fußabdruck aus. 

Für die Berechnungen der Treibhausgasemissionen wurden folgende Emissionsfaktoren zugrunde gelegt: Strom (location-based) 565 g/kWh; Erdgas 250 g/kWh; Heizöl 319 g/kWh; Diesel 300 g/kWh; Benzin 305 g/kWh; Fernwärme 273 g/kWh. Diese Angaben enthalten die Treibhausgasemissionen aus Herstellung, Transport und Verteilung der Energieträger. Emissionsfaktoren von Brenn- und Kraftstoffen beziehen sich auf den Brennwert. Soweit nicht anders angegeben wurden die Treibhausgasemissionen mithilfe des Globalen Emissionsmodells Integrierter Systeme (GEMIS) des Darmstädter Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) berechnet. Die Emissionsfaktoren berücksichtigen neben dem Kohlendioxid als Hauptquelle auch die Treibhauswirkung von Methan und Lachgas. Da unsere Treibhausgasemissionen hauptsächlich aus der Verbrennung fossiler Energieträger resultieren, können weitere Treibhausgase vernachlässigt werden, ohne die Genauigkeit der Ergebnisse zu verringern.

Zum DNK-Profil

Volksbank Kraichgau eG

Nahezu jede unternehmerische Tätigkeit verursacht CO2-Emissionen. Auch die Volksbank Kraichgau emittiert während ihrer operativen Tätigkeit das Treibhausgas Kohlendioxid. Die größten Emissionsquellen der Volksbank Kraichgau sind Heizungen, Stromverbrauch, Fuhrpark und Papierverbrauch. In diesem Zusammenhang stellt sich die Bank den wesentlichen Herausforderungen und setzt sich das Ziel ihre CO2 Emissionen sukzessive zu senken. Zahlreiche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich realisiert (siehe Kriterium 12). Außerdem folgt sie als eine der ersten Volksbanken den Maßstäben der internationalen Umweltindikatorensystemen (Global Reporting Initiative) und Treibhausgas-Footprinting-Standards wie dem Greenhousegas Protocol und legt ihre Emissionen nach dem Standard der VfU- Kennzahlen offen. Dazu unterteilt sie ihre CO2-Emissionen in Scope 1 (direkte Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energien für Heizung und eigener Fuhrpark), Scope 2 (indirekte, durch eingekaufte Energien verursachte Emissionen wie Strom und Fernwärme) und Scope 3 (alle anderen indirekten CO2-Emissionen, beispielsweise in der Lieferkette).Ein quantifiziertes und zeitlich definiertes Klimaziel hat die Volksbank Kraichgau nicht formuliert. Dies möchte sie aufgrund der beschriebenen Datenerhebung prüfen.

Zum DNK-Profil

Stadtreinigung Hamburg AöR

Bereits in 2010 erstellte die SRH eine Klimaschutzstrategie, in welcher in der Bestandsaufnahme die aktuellen CO2-Emissionen und in der Zielbeschreibung die kurz-, mittel- und langfristigen CO2- Einsparungen dargestellt wurden. In der Strategie wurden alle Emissionen nach den Handlungsfeldern „Abfallwirtschaft“ (Sammlung der Abfälle, Betrieb der MVAen, Bereitstellung von Sekundärrohstoffen und Energie, Emissionen durch Reststoffentsorgung bzw. Aufbereitung) und „SRH ohne Abfallwirtschaft“ (Gebäudebeheizung, Strom, Kraftstoff für PKW-Flotte) unterschieden. Für die Abfallwirtschaft konnten diese Daten mit dem Basisjahr 1990 verglichen werden, für die Bereiche außerhalb der Abfallwirtschaft war dies nicht mehr möglich. Für den Bereich der Abfallwirtschaft konnten enorme CO2-Einsparungen nachgewiesen werden, da es seit 1990 durch den Wegfall der Deponierung und den massiven Ausbau der Getrenntsammlung von Wertstoffen einen vollständigen Umbruch in der Abfallwirtschaft gab. Zudem erzeugen wir regenerative Energie, die wir teils selbst nutzen, teils ins öffentliche Netz einspeisen. 2017 haben wir 189.000MWh regenerative Energie erzeugt. Bei den SRH-internen Energieverbräuchen waren die Einsparungen deutlich geringer, wobei der Umstellung auf Ökostrom der wesentliche Anteil der CO2-Einsparungen zuzuschreiben war. Neben dieser langfristigen Strategie berichtet die SRH seit 2010 in ihren Nachhaltigkeitsberichten jährlich über die Entwicklung der CO2-Einsparung durch Ressourcenwirtschaft und die Entwicklung der CO2-Emissionen aufgrund direkter oder indirekter Emissionen durch Energieverbrauch. Auch diese jährliche Berichterstattung nach GRI zeigt auf, dass die Ressourcenwirtschaft, also die getrennte Erfassung von Wertstoffen und deren überwiegend stoffliche Verwertung ein erheblich wirksamerer Ansatz zu CO2-Einsparung ist als die Senkung der Energieverbräuche. Trotz allem werden beide Wege mit Nachdruck verfolgt. Um dies zu zeigen, unterzeichnete die SRH 2013 gemeinsam mit vierzehn weiteren großen Hamburger Unternehmen die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung des Industrieverbands Hamburg zur Reduzierung des Ausstoßes jährlich insgesamt um mindestens 150.000 Tonnen CO2. Diese Vereinbarung gilt bis 2018.

In unserem Zielprogramm (s. KNB 2017, S. 76 ff.) definieren wir weitere quantitative Reduktionsziele. So möchten wir die Erzeugung regerativer Enerige bis 2022 auf über 237.000 MWh steigern. Weitere Beispiele sind der Test von 25 E-Kleintransportern in der Reinigung, die Ausweitung des Langzeittests von Elektro-Lastenrädern bis 2018 und die Beschaffung von Fahrzeugen mit hoher Abgasnorm, sodass 100% des Fuhrparks bis 2018 Euro-4, Euro-5 bzw. Euro-6 erfüllen (Status 2017: Aufgrund laufender Schadensersatzverhandlungen mit Herstellern bezüglich des Lkw-Kartells wurden keine neuen Lkw beschafft und die weitere Umstellung auf Euro-6-Fahrzeuge auf 2018 verschoben. Zurzeit erfüllen 96 % des Fuhrparks Euro-4, Euro-5 oder Euro-6).



 



Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen