Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

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Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist ein zentrales Thema, bei dem sich die betrieblichen Interessen oft deutlich mit Umweltschutzinteressen überschneiden. Aus Sicht des Umweltschutzes ist es essenziell, dass insbesondere die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen (wie fossile Brennstoffe) auf ein Minimum reduziert wird und der Umgang mit Naturgütern (wie Boden und Wasser) besonders verantwortungsvoll geschieht. Gleichzeitig können durch eine geringere Ressourcennutzung häufig Kosteneinsparungen im Unternehmen erzielt werden. Diese Ersparnisse können dann z.B. für weitere Maßnahmen im Nachhaltigkeitsbereich eingesetzt werden.
Für eine ganzheitliche, proaktive Herangehensweise können klare Zielsetzungen und ein durchgängiger Managementansatz helfen, um Trends frühzeitig zu identifizieren, Veränderungsprozesse innerhalb des Unternehmens zu kommunizieren und Kooperationen zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen zu erleichtern.

Was ist zu beachten?
Während in den Leistungsindikatoren dieses Kriteriums die jeweiligen Mengen der eingesetzten Ressourcen abgefragt werden, soll in den Aspekten Ihr Konzept für das Management dargestellt werden.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Ressourceneffizienz und die ökologischen Aspekte Ihrer Unternehmenstätigkeit.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme haben.
Der Begriff Ressource umfasst sowohl Materialien, die in Unternehmensprozesse einfließen (z.B. Kraftstoffe) oder für solche genutzt werden (z.B. Boden), als auch sogenannte Ökosystemdienstleistungen. Diese Dienstleistungen werden von natürlichen Systemen erbracht und von Unternehmen genutzt, z.B. Grundwasser als Teil eines Kühlsystems oder Insekten zur Bestäubung auf Obstplantagen. Damit die Nutzung langfristig möglich bleibt, muss sie im Einklang mit dem jeweiligen natürlichen System stattfinden.

Ressourceneffizienz im engeren Sinne bedeutet, die Rohstoffproduktivität zu erhöhen, also das Verhältnis von Ressourceneinsatz und Output des Unternehmens zu verbessern. Das Kriterium umfasst aber auch im weiteren Sinne die Möglichkeit, kritische Ressourcen durch z.B. rezyklierte, erneuerbare oder nicht toxische Alternativen zu ersetzen.

 

Leistungsindikatoren für die Kriterien 11 und 12

Die Leistungsindikatoren gelten für die Kriterien "Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen" und "Ressourcenmanagement" und werden in der DNK-Datenbank nach dem Kriterium 12 gesammelt abgefragt.
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
    i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien
    ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten
b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten
c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
    i. Stromverbrauch
    ii. Heizenergieverbrauch
    iii. Kühlenergieverbrauch
    iv. Dampfverbrauch
d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
    i. verkauften Strom
    ii. verkaufte Heizungsenergie
    iii. verkaufte Kühlenergie
    iv. verkauften Dampf
e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen
f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm
g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen
b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle
c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl
d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
    i. Oberflächenwasser
    ii. Grundwasser
    iii. Meerwasser
    iv. produziertes Wasser
    v. Wasser von Dritten
b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
    i. Oberflächenwasser
    ii. Grundwasser
    iii. Meerwasser
    iv. produziertes Wasser
    v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen
c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
    i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS))
    ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS))
d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
    i. Wiederverwendung
    ii. Recycling
    iii. Kompostierung
    iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
    v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
    vi. Salzabwasserversenkung
    vii. Mülldeponie
    viii. Lagerung am Standort
    ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)
b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
    i. Wiederverwendung
    ii. Recycling
    iii. Kompostierung
    iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
    v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
    vi. Salzabwasserversenkung
    vii. Mülldeponie
    iii. Lagerung am Standort
    ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)
c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
    i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
    ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
    iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters
 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E04-01
Gesamtgewicht des Abfalls.

Leistungsindikator EFFAS E05-01
Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird.

Leistungsindikator EFFAS E01-01
Gesamter Energieverbrauch.
 
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Umweltbelange


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Umwelt“ können Sie in den Kriterien 11 bis 13 an geeigneter Stelle berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept
a. Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 12, Aspekt 1 sowie Kriterium 13, Aspekt 2).
b.
Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 12, Aspekt 2 sowie Kriterium 13, Aspekt 3).
d. Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a. Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 12, Aspekt 2 sowie Kriterium 13, Aspekt 4).
b. Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a. Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).
c. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).
d. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).

Koberg & Tente GmbH & Co KG

Zielsetzungen, Strategien und Maßnahmen

Die folgenden Aspekte sind den in Kriterium 1 genannten Handlungsfeldern zugeordnet:

Energie und Klima

  • Aufforstung einer regionalen Fläche als CO2-Kompensation (die Prüfung im Hinblick auf ökologische und planerische Aspekte beginnt in 2019)
  • Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Firmengebäude (voraussichtlich bis 2022)
Die in diesem Kriterium beschriebenen Nachhaltigkeitsaspekte haben in ihrer Gesamtheit ebenfalls allesamt eine Klimawirksamkeit. Bei Koberg & Tente wird Klimaschutz als Querschnittsaufgabe betrachtet.

Mobilität (z.B. Dienstreisen und Transport)
  • Emissionsarme Anreise der Mitarbeiter (vgl. Kriterium 8); Prüfung beginnt im Jahr 2019
  • „Drahtesel-Stall“ – Vergrößerung der Radstation mit begrüntem Dach (2019/2020)
  • Transport mit der Transsibirischen Eisenbahn (vgl. Kriterium 4)
  • Klimaneutraler Transport durch den entsprechenden Dienstleister
Nachhaltiger Konsum/nachhaltige Produktion
  • Nachhaltiger Messebau – Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit als Prinzipien (beginnend in 2019)
  • Ersatz für Kunststoff-Demoscheibe in Brillenfassungen (zeitliche Umsetzung noch offen; abhängig von Präferenzen der Geschäftspartner und Endverbraucher)
  • Interne Tauschbörse für die Mitarbeiter „Tausch dich glücklich“ (2019)
Abfallvermeidung/Verpackungen
  • Wiederverwendung von gebrauchten Kartonagen (2019)
  • Mehrwegbrillenbeutel aus Leinen für die Fassungen (2019)
  • Papierklebebänder für die Versandpakete (2019)
  • Papierkörbe mit Sammelbehälter für Schmierpapier (2019)
  • Nutzung von Seifenstücken statt Flüssigseife, um Verpackung und Mikroplastik zu vermeiden (2019)
  • Abfallarme Gestaltung der Adventskalender-Aktion von Koberg & Tente (2020)
  • Nutzung von Zeitungspapier als Verpackungsmaterial anstelle von Packpapier oder Kunststoffpolstern im Versand (2020)
  • Nutzung von Handtüchern anstelle von Papiertüchern im Bereich der Sanitäranlagen (2019); jeder unserer Mitarbeiter bekommt ein eigenes Kontingent an Handtüchern. Nach Gebrauch werden die Tücher zu Hause gewaschen und erneut benutzt.
  • Komposthaufen
Nachhaltige Gestaltung des Betriebsgeländes
  • "Urban gardening" (Anlage von vier Hochbeet-Einheiten; Mitarbeiter können Gemüse, Kräuter und Schnittblumen anpflanzen)
  • Bienen- und Insektenglück (Anlage einer wilden Blumenwiese, Pflanzung von Obstbäumen und Einsatz professionell gestalteter „Insektenhotels“)
  • Regenwasser-Zisterne (Anbindung des Regenwasserkanals an eine unterirdische Zisterne zur Bewässerung der Pflanzen)
  • "Drahtesel-Stall" (vgl. Mobilität)
  • Komposthaufen (vgl. Abfallvermeidung/Verpackungen)

Erreichte Ziele
  • 100 Prozent recyceltes Papier als Drucker- und Toilettenpapier; nach Möglichkeit zweiseitiger Druck
  • Verzicht auf Formscheiben
  • Gründach auf dem Firmengebäude und tierfreundliche Mischhecke als Grundstückseinfassung
  • Umstellung auf LED-Beleuchtung
  • Produktion von Seed-Bombs durch die KT-Mitarbeiter
  • Kooperation mit der Behindertenwerkstatt Westfalenfleiß – Anfertigung individueller, stabiler und neutraler Holzaufsteller als Zugabe an die Kunden für den POS und für die eigenen Verkaufsräume und im Messebau
Risiken

Als Herausforderung wird beispielsweise die professionelle Gestaltung des Unternehmensgeländes unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten betrachtet. Daher wurde ein entsprechender Experte zur Begleitung dieser Vorhaben beratend hinzugezogen, der die Maßnahmen den Mitarbeitern zugleich verständlich vermitteln kann.
Bei der Vielzahl an Zielen ist es zudem wichtig, die Mitarbeiter nicht zu überfordern und entsprechend zu beteiligen.

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E.ON SE

Im Rahmen unseres HSE-Managements haben wir eigene Umweltstandards definiert, die für den gesamten Konzern gelten und auf deren Einhaltung wir auch unsere Partner verpflichten. Ziel ist es, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten und Umweltschäden gar nicht erst entstehen zu lassen. Konkrete quantitative Ziele bestehen bei E.ON nur bezüglich der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks (siehe hierzu Kriterium 13 „Klimarelevante Emissionen“).

Mit unserer Grundsatzerklärung zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety & Environment – HSE) bekennen wir uns unter anderem dazu, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und betriebliche Effizienz zu gewährleisten. Mögliche Umweltrisiken bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb unserer Energieerzeugungsanlagen und Verteilnetze erfassen wir kontinuierlich. Beim Neubau oder signifikanten Umbauten von Anlagen fuhren wir Umweltverträglichkeitsprüfungen (Environmental Impact Assessments – EIAs) durch. Dabei erfüllen wir konsequent die Auflagen der Behörden und ziehen externe Umweltexperten hinzu. Die Ergebnisse der EIAs müssen bei Bau und Betrieb der Anlagen angemessen berücksichtigt werden. In der Folgezeit überprüfen wir die Ergebnisse der EIAs jährlich auf deren Aktualität und ergreifen gegebenenfalls weitere Maßnahmen, um Umweltrisiken zu verringern.

Umweltmanagement (Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.81 ff.)

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CSR-Consulting-Steinbach

Der Strom im Büro wird von einem Anbieter bezogen, der für Strom aus 100% erneuerbaren Energien steht.

Bei der Nutzung des eigenen PKW's für Dienstfahrten liegt für CSR-Consulting-Steinbach der größte Hebel in Bezug auf klimabezogene Emissionen. Für das Jahr 2019 sind (falls möglich) weitere Einsparungen in den Bereich des Benzinverbrauchs für Geschäftsreisen geplant, indem bei der eigenen Mobilität auf möglichst CO2 arme Fortbewegung geachtet
wird, um so den Benzinressourcenverbrauch auch in 2019 möglichst gering zu halten. 

Im Jahr 2018 wurde vollständig auf Dienstreisen per Flugzeug verzichtet und dies ist auch zukünftig so vorgesehen.

Da CSR-Consulting-Steinbach keine eigenen Büroräume angemietet hat und weitestgehend von zu Hause arbeitet, kann auf den Energieträger für Wärme (Öl) kein Einfluss genommen werden. Da vom Geschäftsführer zu Hause stets sehr energiesparend geheizt wird, ist eine Verringerung des Ölverbrauchs kaum noch möglich.

Alles in allem sind die Risiken im Kriterium 12 relativ gering, da die Beratungsdienstleistung ein eher ressourcenunabhängiges Feld darstellt und die immaterielle Wertschöpfung wesentlich bedeutender ist.

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GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen

Im Fokus der Strategie für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz der GEWOBA stehen vier zentrale Handlungsfelder: Gebäude, Gebäudetechnik, Nutzer und Umwelt. Deshalb bestimmen die Baukonstruktion und die Versorgung des Gebäudes sowie das Nutzerverhalten den eingesetzten Maßnahmenmix. Die eingesetzte Energie ist die wesentliche Ressource im Wohnungsbestand. Die Klimaziele der GEWOBA sind kommuniziert und unterliegen dem grundsätzlichen -aber eher theoretischen- Risiko der Zielverfehlung. Neben dem bewussten Umgang mit Wärme durch die Kunden (Vermeidung von Rebound-Effekten) braucht es eine kontinuierliche energetische Modernisierung der Wohnungsbestände zur Zielerreichung. Neben der erforderlichen Liquidität sind hierfür Förderprogramme, die zeitrechte Bindung von Handwerksbetrieben und eine verlässliche Rahmengesetzgebung notwendig. Die GEWOBA stellt über ihre Ausschreibungen im Neubau und im Bestand sicher, dass nur bewährte und zugelassene Qualitäten verbaut werden und schließt Baustoffrisiken insoweit aus. In den Leistungsverzeichnissen erfolgt die Benennung von Referenzprodukten um die definierten Qualitätsstandards sicherzustellen. Abweichende Produkte können ausschließlich unter dem vorab dokumentierten Nachweis der Gleichwertigkeit angeboten werden. Die GEWOBA verfolgt auch im Abfallmanagement ambitionierte Ziele. Vermeidung und -trennung des Hausmülls durch die Kunden unterliegt dem Risiko der Akzeptanz und der Mitwirkung. Bestandsweit sind die Erfolge nicht einheitlich. Die GEWOBA agiert hier insbesondere über mündliche und schriftliche Kundeninformation. In der Gartenpflege und im Winterdienst werden weder Streusalze noch umweltgefährdende Substanzen eingesetzt.

Gebäude
Es wird von einer fortlaufend hohen energetischen Sanierungsquote der Gebäude bis 2050 ausgegangen. Im Jahr 2020 sollen circa 80 Prozent der Gesamtwohnfläche des GEWOBA-Bestands (rd. 33.000 Wohnungen) energetisch vollmodernisiert sein. Bis zum Jahr 2033 sollen alle Bäder des GEWOBA-Bestands modernisiert sein. Durch den Einbau wassersparender Armaturen und Objekte können die Haushalte durchschnittlich bis zu 120 Euro Wasserkosten jährlich sparen. Im Neubau sollen durch die Überschreitung der EnEv-Anforderungen besondere Impulse gesetzt werden. Aus diesem Grund wird die Zertifizierung von besonders nachhaltigen Konzepten im Bauen, insbesondere in Form der NaWoh-Zertifizierung (Nachhaltigkeit im Wohnungsbau) als Grundlage in der Gebäudeplanung genutzt.

Gebäudetechnik
In der Versorgungsstrategie der GEWOBA sind folgende Grundsätze verankert: Senkung des Energieverbrauchs, Senkung des CO2-Ausstoßes Erhöhung des Anteils an regenerativen Energieträgern. Zur Verfolgung der Grundsätze werden modernste Technologien bezüglich der Erzeugung, der Verteilung und des Betriebs eingesetzt. Durch diverse Maßnahmen im Bestand und mittels der Tochtergesellschaft GEWOBA Energie GmbH (GEG) wird das Ziel zur Reduzierung des Stromverbrauchs und zur Nutzung von Grünstrom weiter vorangetrieben. Mit der Installation von Bockheizkraftwerken (BHKW) in den Quartieren der GEWOBA wird das Mieterstrommodell umgesetzt. So kann das dezentral erzeugte Koppelprodukt Strom direkt vor Ort ohne Verteilverluste von den Kunden genutzt werden. Das Mieterstrommodell soll in den kommenden fünf Jahren in 67 Liegenschaften mit 6.000 angeschlossenen Wohnungen umgesetzt werden. Bei einer Abnahmequote von 60 Prozent des GEG-Stromes reduziert sich der CO2-Ausstoß, nach der Umrüstung aller 67 Liegenschaften, um 7.800 Tonnen jährlich.


Nutzer
Die Endlichkeit von natürlichen Rohstoffen macht ein Umdenken in der Kreislaufwirtschaft erforderlich – hin zur Abfallvermeidung, erhöhter Materialeffizienz und mehr Wiederverwertung. Aus diesem Grund führt die GEWOBA sukzessive ein Müllmanagement ein. In ausgewählten Liegenschaften ist das Ziel, das Restmüllaufkommen von rund 40 Liter pro Person und Woche auf bis zu 15 Liter pro Person und Woche zu reduzieren. Vom gesamten Wohnungsbestand der GEWOBA werden per 31.12.2018 rund 9.700 Wohnungen mit Müllmanagement und über Müllschleusen betrieben. Bei weiteren 17.400 Wohnungen werden die Bewohner bei der Mülltrennung und der Müllvermeidung durch das klassische Müllmanagement unterstützt. Außerdem setzt die GEWOBA auf eine umfassende, kostenlose Energieberatung für ihre Mieter. Bisher wurden 3.403 Mieterhaushalte beraten. Durch die Beratungen konnten in Bezug auf den Wärme-, Wasser- und Stromverbrauch bis zu 220 Euro pro Jahr und 366 Kilogramm CO2 je Haushalt eingespart werden. Alle vorgenannten Maßnahmen tragen dem Ziel zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in hohem Umfang Rechnung. Die Ergebnisse werden in Form eines Erfolgsmonitorings nachgehalten.

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Vivawest GmbH

Vor dem Hintergrund ihrer ökologischen Verantwortung hat sich VIVAWEST die Erhöhung der Energieeffizienz, die Senkung der CO2-Emissionen, die Reduktion des Ressourcenverbrauchs und die Erprobung innovativer Produkte, Verfahren und Technologien zur umweltfreundlicheren Bestandsentwicklung als Ziele gesetzt. Die zur Zielerreichung definierten Maßnahmen finden sich im Umweltprogramm wieder.

Zur Steuerung der Umweltaktivitäten greift VIVAWEST auf ein nach der europäischen Norm EMAS III zertifiziertes Umweltmanagementsystem zurück, das von einem Umweltmanagementbeauftragten im Bereich Strategie konzernweit verantwortet wird. Durch seine zentrale Rolle und die Unterstützung von zum Beispiel Umweltkoordinatoren und internen Auditoren wird sichergestellt, dass alle ökologischen Handlungsfelder und Maßnahmen ganzheitlich betrachtet und systematisch vorangetrieben werden. Das Umweltmanagementsystem, das alle wesentlichen ökologischen Themen abdeckt, ist damit wichtiger Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements.

Weitere Ausführungen zu Verantwortung, Regeln und Prozessen können Sie den DNK-Kriterien 5 und 6 entnehmen.


Zur Einhaltung der EMAS-Anforderungen hat die Geschäftsführung der Vivawest GmbH sieben Leitlinien festgelegt, die ein ressourcen- und umweltschonendes Verhalten im gesamten Konzern sicherstellen. Diese Leitlinien werden gemäß der EMAS-Systematik als "Umweltpolitik" bezeichnet. Über ein Management-Review lässt die Konzerngeschäftsführung jährlich die Funktionsweise des Umweltmanagementsystems intern prüfen. Ergänzend wird die Erreichung der ökologischen Ziele jährlich über einen externen Gutachter im Rahmen eines Umweltmanagement-Audits geprüft. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden in einer Umwelterklärung veröffentlicht. In diesem Rahmen werden Umweltaspekte standardmäßig in Bezug auf Risiken analysiert und bewertet. Die Ergebnisse fließen jährlich im Zuge der Risikoinventur in das interne Risikomanagement von VIVAWEST ein. Insgesamt sind keine ökologischen Risiken bekannt, die nennenswerte Auswirkungen auf die Umwelt oder bestandsgefährdende Auswirkungen auf den Konzern haben.

Die positive Wirkung der Umweltaktivitäten von VIVAWEST spiegelt sich in den Entwicklungen der ökologischen Kennzahlen wider. Zudem konnten zahlreiche Maßnahmen des Umweltprogramms 2018 erfolgreich abgeschlossen werden oder werden im Umweltprogramm 2019 konsequent fortgeführt.

Umweltprogramm
Auszug Nachhaltigkeitsprogramm - Stand 31.12.2018
Ziel Maßnahme Bis Stand Anmerkungen
Erhöhung der Energieeffizienz und Senkung der CO2-Emissionen in den Bestandsgebäuden 
um durchschnittlich 2 Prozent pro Jahr
Sukzessive energetische Modernisierung der Bestandsgebäude gemäß der aktuellen Mittelfristplanung – Investitionsvolumen: 99,4 Mio. Euro (2018); 109,0 Mio. Euro (2019) laufend Realisiertes Investionsvolumen  2018: 104,7 Mio. Euro
Errichtung bzw. Erwerb von energieeffizienten Neubauten gemäß der aktuellen Mittelfristplanung – Investitionsvolumen: 221,7 Mio. Euro (2018); 282,1 Mio. Euro (2019) laufend Realisiertes Investionsvolumen  2018:  272,1 Mio. Euro
Erneuerung von Heizanlagen im Bestand gemäß der aktuellen Mittelfristplanung – Investitionsvolumen: 4,5 Mio. Euro (2018); 4,6 Mio. Euro (2019) laufend Realisiertes Investionsvolumen  2018:  4,5 Mio. Euro
Durchführung des „Feldtest 400“ zur zentralen Betriebsführung von Heizanlagen und zur gebäudebezogenen Erfassung der Energieverbräuche 2018 2019 Der Feldtest wurde 2018 abgeschlossen, die Auswertungen verzögern sich jedoch bis 2019
Erprobung innovativer Produkte, Verfahren und Technologien zur umweltfreundlicheren Bestandsbewirtschaftung Einsatz von Climalife-Ziegeln bei Dachneueindeckungen zur Reduzierung von Luftschadstoffen laufend In 2018 wurde erfolgreich getestet, dass die Reduktionsrate nach langjährigem Einsatz bestehen bleibt.
Berücksichtigung ökologischer Kriterien bei der Standardfestlegung von Bauteilen und Baustoffen laufend --
Prüfung von Technologien und Produkten zur Reduzierung der Schimmelbelastung im Bestand  
Auswertung der Erkenntnisse aus den Pilotprojekten zur kontrollierten Wohnraumbelüftung 2018 Die Systeme sind in der laufenden Instandhaltung nicht wirtschaftlich einsetzbar, daher ist vorerst kein Rollout vorgesehen.
Auswertung der Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt mit einer feuchteregulierenden Oberflächenbeschichtung in Erd-/Obergeschosswohnungen 2018 Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt sind positiv, sodass die getestete Farbe in den EPA-Katalog aufgenommen wurde.
Realisierung eines Pilotprojektes mit einer feuchteregulierenden Oberflächenbeschichtung in Souterrain- und Kellerräumen 2019   NEU
Prüfung des Bedarfs von VIVAWEST-Mietern an E-Ladesäulen 2018 --
Definition eines Regelprozesses zur Errichtung von E-Ladesäulen im Wohnungsbestand von VIVAWEST 2019   NEU
Errichtung von E-Ladesäulen in einzelnen, ausgewählten Quartieren im Zuge von Modernisierungs- bzw. geplanten Instandhaltungsmaßnahmen 2019   NEU
Drosselung von Einsatzfahrzeugen des RHZ auf maximal 120 km/h 2018 Keine messbaren Einsparungen in Bezug auf den Kraftstoffverbrauch, Maßnahme soll nicht weiter verfolgt werden.
Realisierung von Artenschutzprojekten bei Bestandsmodernisierungen, insbesondere das Nistkastenprogramm laufend --
Prüfung des Einsatzes von akkubetriebenen Gerätschaften im Grünflächenmanagement 2018 Erfolgreiche Prüfung diverser akkubetriebener Kleingeräte, Entwicklung und Installation eines Ladeschrankes auf BMG 30. 
Sukzessiver Austausch von benzinbetriebenen Heckenscheren durch akkubetriebene Geräte sowie Ersatz weiterer handgeführter Motorgeräte nach Prüfung der Einsetzbarkeit. Weitere Maßnahmen zur Umsetzung eines Lademanagements 2019   NEU
Reduktion des Ressourcenverbrauchs und Senkung der CO2-Emissionen an den
VIVAWEST-Standorten
Aufbau eines strukturierten Monitoringsystems für die Nebenkosten der Verwaltungsstandorte des Konzerns 2018 Die Inbetriebnahme des Moduls "Energiemanagement" ist erfolgt.
Sukzessive energetische Optimierung der Verwaltungsstandorte  
Energetische Modernisierung der Standorte Bergmannsglückstraße (BMG) 30 und 35 2018 2020 In 2018 erfolgte die Dachflächen-isolierung am Standort BMG 35. Nach Erwerb des Standorts BMG 30 sollen noch zusätzliche energetische Maßnahmen in 2020 vorgenommen werden. Daher wird die Maßnahme bis Ende 2020 fortgeführt.
Energetische Modernisierung des Standortes Moers 2018 2019 Aus Kapazitätsgründen  Verschiebung auf 2019
Erhöhung der Wertstofftrennung an den Standorten BMG 30 und 35 zur Reduzierung des Restabfallaufkommens um 10 Prozent 2018 Entwicklung eines Abfallkonzepts und sukzessive Verfeinerung der Wertstofftrennung.
Einrichtung von drei E-Ladesäulen am Standort BMG 35 und Prüfung der Nutzbarkeit von E-Fahrzeugen als Einsatzfahrzeuge für die Dienstleistungsgesellschaften 2018 2019 Die Infrastruktur für die E-Ladesäulen ist vorbereitet die Inbetriebnahme wird in 2019 erfolgen. Bedingt durch die aktuellen Reichweiten von E-Fahrzeugen werden zum jetzigen Zeitpunkt keine Möglichkeiten gesehen, E-Fahrzeuge für Einsatzfahrzeuge der Dienstleistungsgesellschaften einzusetzen.
 
  Umsetzungsfortschritt und Ergebnis entsprechen der Planung abgeschlossen
  Umsetzungsplanung und/oder Ergebnis sind gefährdet in Bearbeitung
  Umsetzungsplanung und/oder Ergebnis können nicht gehalten werden in Vorbereitung

Vergleiche Bericht 2018 (Seite 70f. und Seite 90-91).

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