Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

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Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist ein zentrales Thema, bei dem sich die betrieblichen Interessen oft deutlich mit Umweltschutzinteressen überschneiden. Aus Sicht des Umweltschutzes ist es essenziell, dass insbesondere die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen (wie fossile Brennstoffe) auf ein Minimum reduziert wird und der Umgang mit Naturgütern (wie Boden und Wasser) besonders verantwortungsvoll geschieht. Gleichzeitig können durch eine geringere Ressourcennutzung häufig Kosteneinsparungen im Unternehmen erzielt werden. Diese Ersparnisse können dann z.B. für weitere Maßnahmen im Nachhaltigkeitsbereich eingesetzt werden.
Für eine ganzheitliche, proaktive Herangehensweise können klare Zielsetzungen und ein durchgängiger Managementansatz helfen, um Trends frühzeitig zu identifizieren, Veränderungsprozesse innerhalb des Unternehmens zu kommunizieren und Kooperationen zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen zu erleichtern.

Was ist zu beachten?
Während in den Leistungsindikatoren dieses Kriteriums die jeweiligen Mengen der eingesetzten Ressourcen abgefragt werden, soll in den Aspekten Ihr Konzept für das Management dargestellt werden.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Ressourceneffizienz und die ökologischen Aspekte Ihrer Unternehmenstätigkeit.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme haben.
Der Begriff Ressource umfasst sowohl Materialien, die in Unternehmensprozesse einfließen (z.B. Kraftstoffe) oder für solche genutzt werden (z.B. Boden), als auch sogenannte Ökosystemdienstleistungen. Diese Dienstleistungen werden von natürlichen Systemen erbracht und von Unternehmen genutzt, z.B. Grundwasser als Teil eines Kühlsystems oder Insekten zur Bestäubung auf Obstplantagen. Damit die Nutzung langfristig möglich bleibt, muss sie im Einklang mit dem jeweiligen natürlichen System stattfinden.

Ressourceneffizienz im engeren Sinne bedeutet, die Rohstoffproduktivität zu erhöhen, also das Verhältnis von Ressourceneinsatz und Output des Unternehmens zu verbessern. Das Kriterium umfasst aber auch im weiteren Sinne die Möglichkeit, kritische Ressourcen durch z.B. rezyklierte, erneuerbare oder nicht toxische Alternativen zu ersetzen.

 
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Umweltbelange


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Umwelt“ können Sie in den Kriterien 11 bis 13 an geeigneter Stelle berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept
a. Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 12, Aspekt 1 sowie Kriterium 13, Aspekt 1).
b.
Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 12, Aspekt 2 sowie Kriterium 13, Aspekt 3).
d. Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a. Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 12, Aspekt 2 sowie Kriterium 13, Aspekt 4).
b. Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a. Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).
c. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).
d. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).

E.ON SE

Im Rahmen unseres HSE-Managements haben wir eigene Umweltstandards definiert, die für den gesamten Konzern gelten und auf deren Einhaltung wir auch unsere Partner verpflichten. Ziel ist es, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten und Umweltschäden gar nicht erst entstehen zu lassen. Konkrete quantitative Ziele bestehen bei E.ON nur bezüglich der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks (siehe hierzu Kriterium 13 „Klimarelevante Emissionen“).

Mit unserer Grundsatzerklärung zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety & Environment – HSE) bekennen wir uns unter anderem dazu, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und betriebliche Effizienz zu gewährleisten. Mögliche Umweltrisiken bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb unserer Energieerzeugungsanlagen und Verteilnetze erfassen wir kontinuierlich. Beim Neubau oder signifikanten Umbauten von Anlagen fuhren wir Umweltverträglichkeitsprüfungen (Environmental Impact Assessments – EIAs) durch. Dabei erfüllen wir konsequent die Auflagen der Behörden und ziehen externe Umweltexperten hinzu. Die Ergebnisse der EIAs müssen bei Bau und Betrieb der Anlagen angemessen berücksichtigt werden. In der Folgezeit überprüfen wir die Ergebnisse der EIAs jährlich auf deren Aktualität und ergreifen gegebenenfalls weitere Maßnahmen, um Umweltrisiken zu verringern.

Umweltmanagement (Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.81 ff.)

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Sparkasse Rhein Neckar Nord

Über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Auflagen zum Umweltschutz hinaus sind wir bemüht, den Umweltschutz aktiv und langfristig weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, Umweltbelastungen zu verringern oder bestenfalls gänzlich zu vermeiden. Quantitative und qualitative Einsparziele haben wir nicht gesetzt. Die Einsparung erfolgt durch aktiv gelebte Praxis. Daher sehen wir in diesem Bereich derzeit keine Risiken.


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Stadtsparkasse München

Zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Umweltleistung haben wir uns standortbezogene als auch übergreifende Ziele und Maßnahmen gesetzt. Die wesentlichen qualitativen Ziele sind vor allem die Verbesserung unserer CO2-Bilanz durch  weitere Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs, Nutzung der Digitalisierung zur Reduktion unseres Papierverbrauchs sowie Reduzierung des Abfallaufkommens. (zum Thema Risiken und Managementsystem siehe Kriterium 11).

 

Durch eine systematische Herangehensweise haben wir in den letzten Jahren unsere CO2-Bilanz deutlich verbessert. Zunächst wurden die Umweltauswirkungen der beiden größten Standorte bewertet um davon ausgehend die Handlungsfelder zu definieren. Daraus leiteten wir entsprechende Maßnahmen ab. Zur Erreichung unserer Ziele setzten wir in den letzten Jahren insbesondere folgende Maßnahmen um:

Zur  Reduzierung des Energieverbrauchs:
Verwaltungszentrum und Hauptstelle (beiden größten Standorte):

  • Konsequenter Rückbau und Sanierung der technischen Anlagen vor allem der acht Technikzentralen im Verwaltungszentrum;

  • Einbau einer freien Kühlung an unserem größten Standort, dem Verwaltungszentrum

  • Verwaltungszentrum und Hauptstelle: Optimierung der Betriebszeiten unserer Klima- und Lüftungsgeräte an den tatsächlichen Bedarf sowie kontinuierliche Prüfung des optimalen Betriebs der Anlagen über eine moderne Gebäudeleittechnik, die auch mehr Transparenz und eine verursachergerechtere Zuordnung von Verbrauchsdaten ermöglicht;

  • Einführung eines Lastenmanagements;

  • Reduzierung unserer Server durch konsequente Nutzung der Virtualisierungstechnologie

  • Austausch der Beleuchtung in unserer Hauptstelle durch LED-Technik mit Tageslichtsensoren und Bewegungsmeldern

    Gebäudebestand allgemein:

  • Regelmäßige energetische Sanierungen


Einsparung Papier:
  • Standardmäßige Einstellung aller Drucker auf doppelseitigen Ausdruck
  • Ausstattung der Stockwerksdrucker mit Recyclingpapier
  • Digitalisierung von Prozessen (z.B. Persis, Vorstandsitzungen, Einführung der Elektronischen Kreditakte)
  • Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Information im S-Info-Portal sowie Mail-Zusatz

Reduzierung CO2-Emissionen: (siehe auch Maßnahmen unter Reduzierung Energieverbrauch)

  • Bezug von Ökostrom für rd. 98% unseres Gebäudebestands
    Konsequenter Rückbau und Sanierung der technischen Anlagen an den beiden großen Standorten
  • Berücksichtigung ökologischer Kriterien in der Dienstreiseverordnung
  • Angebot des Job-Tickets der Deutschen Bahn sowie der IsarCardJob des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes

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Bundesdruckerei-Gruppe

Ein besonderes Anliegen der Bundesdruckerei-Gruppe ist es, die Energieeffizienz und den Umweltschutz im Betrieb stetig zu verbessern.

Managementsysteme
Zur kontinuierlichen Kontrolle, Steuerung und Verbesserung der Betriebsabläufe hinsichtlich ökologischer Gesichtspunkte hat die Bundesdruckerei bereits 1998 ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem aufgebaut. Die D-TRUST ist ebenfalls seit 2017 zertifiziert.

Um den Energieverbrauch systematisch zu reduzieren, hat die Bundesdruckerei darüber hinaus in 2014 ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem ergänzt (s. u.). Die D-TRUST ist ebenfalls seit 2017 zertifiziert. Seit 2017 ist im Energiemanagementsystem der Bundesdruckerei und der D-TRUST ein umfassendes Energieverbrauchsmonitoring implementiert. Die Umwelt-, Arbeitsschutz und Energiemanagementsysteme der Bundesdruckerei sind seit 2014 in einem integrierten Managementsystem gebündelt. Bis 2020 soll auch die Maurer Electronics (exkl. Maurer Electronics Split d.o.o) und bis 2022 die genua und iNCO Sp. z o.o. in das integrierte Managementsystem für Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Energiemanagement eingebunden werden.

Die Bundesdruckerei ermittelt, bewertet und überwacht systematisch die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr hat die Bundesdruckerei keine wesentlichen Risiken ihrer Geschäftstätigkeit identifiziert, die zu schwerwiegenden Umweltauswirkungen führen können (siehe Kriterium 11). 
 


Energiemanagement
Hauptziel des Energiemanagements ist die Minimierung des Energieverbrauchs. Die größten Einsparpotenziale ergeben sich aus dem Gebäude- und Produktionsbetrieb. Im Berichtsjahr wurde daher der Energieverbrauch bei der Bundesdruckerei und der D-TRUST systematisch analysiert und die raumlufttechnischen Anlagen aber auch die Produktion bzw. der Betrieb von Maschinen als Hauptenergiequellen identifiziert. Auf Basis dieses Ergebnisses wird ein umfassendes Konzept entwickelt, um den Energieverbrauch der raumlufttechnischen Anlagen zu reduzieren.

Um die Energieeffizienz zu steigern, optimiert die Bundesdruckerei gezielt ihre Gebäude und Anlagen und beschafft ausschließlich energieeffiziente und möglichst umweltverträgliche Geräte, Maschinen und Materialien. Auch das 2013 in Betrieb gegangene energiesparende Rechenzentrum trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu senken. Durch das neue Rechenzentrum kann die Bundesdruckerei-Gruppe insbesondere dem erhöhten Energieverbrauch durch den zunehmenden Bedarf an Servern in den Unternehmen erfolgreich entgegensteuern. Für ihre ID-Fertigung hat die Bundesdruckerei 2013 ein hochmodernes Produktions- und Logistikzentrum nach neuesten Umweltstandards geschaffen. Während sich die Produktion und die Logistikprozesse zuvor über mehrere Gebäude verteilt haben, sind im neuen Gebäude alle Prozesse durch kurze Wege, optimierte technische Systeme und komplett neu konzipierte Abläufe effizient verzahnt, was Ressourcen, Emissionen und vor allem Energie einspart.

Wenn neue Maschinen und Anlagen geplant werden, prüft die Bundesdruckerei nicht nur Arbeitssicherheit und  Gesundheitsschutz, sondern auch Energieeffizienz und Umweltschutz. Die genutzten Maschinen und Anlagen inspizieren Fachleute regelmäßig, um eventuelle Schwachstellen zu identifizieren und Belastungen der Umwelt und des Energieeinsatzes zu mindern. Im Rahmen von Potenzialanalysen werden vorwiegend Einsparmöglichkeiten bei den Klima- und Fertigungsanlagen, aber auch an anderen Stellen ermittelt und umgesetzt. So tauscht die Unternehmensgruppe beispielsweise sukzessive die Umwälzpumpen der Heizungsanlage gegen hocheffiziente Pumpen aus und spart so neben Energie auch Kosten im täglichen Betrieb. Weiterhin wurde 2016 ein technisches Anlagenkataster entwickelt, mit dem der definierte Maschinenbetrieb unter Energieverbrauchsgesichtspunkten verbessert werden konnte. Mithilfe zusätzlicher Messgeräte und Energiereportings können die Energieflüsse der eingesetzten Energieträger dauerhaft erfasst und analysiert werden.

In den letzten Jahren wurden sukzessive die Leuchtmittel gegen LED-Beleuchtung ausgetauscht. Zudem setzt das Unternehmen schon seit Jahren auf Virtualisierung von Serversystemen, wodurch es eine erhebliche Material-und Energieeinsparung erreicht. Der Energieverbrauch ist zudem ein wesentliches Kriterium bei der Anschaffung von Servern und Storage.  


Nachhaltiger Stromeinkauf
Einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten die Bundesdruckerei und D-TRUST durch den Bezug von nachhaltigem Strom. Ziel der beiden Gesellschaften ist es, dass der Stromeinkauf nach den folgenden sechs Kriterien erfolgt:

  • Sichere Lieferung von 100 Prozent Ökostrom*
  • Bezug von mindestens 6 GWh/a aus Deutschland*
  • Alter der Anlagen unter 6 Jahre für 30 Prozent der bezogenen Strommenge*
  • Alter der Anlagen unter 12 Jahre für 50 Prozent der bezogenen Strommenge
  • Vorlage geeigneter Nachweise (unter Ausschluss des Renewable Energy Certificate Systems)*
  • Förderbetrag für Neuanlagen liegt vor

Entsprechend waren diese Kriterien Bestandteil der Ausschreibung für den Stromeinkauf 2016 und wurden mit dem Stromlieferanten vertraglich festgehalten.

*Derzeit kann der Stromlieferant der Bundesdruckerei und D-TRUST diese Kriterien nachweisen.  


Ressourcenverbrauch und Abfallreduzierung
Die Bundesdruckerei-Gruppe hat den Anspruch, den Materialverbrauch so gering wie möglich zu halten und die Wiederverwertung von Materialien durch Abfalltrennung und Recycling zu ermöglichen. Sie will die Ausschussquoten auf unter 3 Prozent senken.

Ein besonderes Augenmerk der Bundesdruckerei-Gruppe ist es, Papier einzusparen, indem sie bislang papierintensiver Prozesse vollständig digitalisiert. Beispielsweise werden Bestellungen, Bedarfsanforderungen, der Rechnungs- und Rechnungsprüfungsprozess elektronisch ausgeführt. Da Maschinenprotokolle an einer Anlage nicht mehr ausgedruckt werden, spart das Unternehmen jährlich ca. 5.200 Blatt Papier. In den kommenden Jahren wird die Bundesdruckerei-Gruppe weitere Prozesse digitalisieren.

Das im Produktionsprozess genutzte Silber aus Silberpasten wird seit 2014 zurückgewonnen. Für die Wiederverwertung von gebrauchten betrieblichen Gegenständen steht eine Plattform zur Verfügung, sie heißt „Zweite Hand – die Nachhaltigkeitslösung im Intranet“. Um die Abfalltrennung weiter zu optimieren, sind weitere Abfallcontainer, die sortenreine Trennung in den Büros und eine bessere Kennzeichnung des Trennsystems geplant. Aushänge an Stellen, wo Abfälle anfallen wie bspw. Teeküchen, dienen dazu, die Mitarbeiter zum Trennsystem zu informieren. Die Umweltschutzverantwortlichen werden hinsichtlich Abfallmanagement geschult und tragen als Multiplikatoren ihr Wissen in die verschiedenen Unternehmensbereiche. Zudem werden die Mitarbeiter in den jährlich stattfindenden Unterweisungen zum Abfallmanagement der Bundesdruckerei informiert.

Die Bundesdruckerei prüft laufend die Substitution durch weniger gefährliche Ersatzstoffe sowie Möglichkeiten, die eingesetzte Menge zu reduzieren. Die Gefährdungen von Gefahrstoffen wurden damit 2018 entsprechend der Zielsetzung deutlich gesenkt: Im Vergleich zu 2017 konnte die Anzahl der Einträge im Gefahrstoffverzeichnis um 37 auf 104 Einträge reduziert werden und damit der Zielwert von 134 Einträgen unterschritten werden. Der gemischte Siedlungsabfall konnte 2018 zwar von 466 Tonnen auf 434 Tonnen reduziert werden, der Zielwert von 391 Tonnen wurde aber nicht erreicht. Das Ziel bis 2024, den gemischten Siedlungsabfall um zehn Prozent zu reduzieren, bleibt bestehen. Informationen zur Verringerung des Energieverbrauchs sind Indikator GRI SRS-302-4 zu entnehmen. Informationen zur Stabilisierung der CO2-Emissionen befinden sich in Kriterium 13. Das Zielprogramm im Handlungsfeld „Klimaschutz und Ressourceneffizienz“ ist in Kriterium 3 dargestellt.

Im Folgenden sind Maßnahmen im Handlungsfeld „Klimaschutz und Ressourceneffizienz“ beispielhaft aufgeführt.

Beispielhafte Maßnahmen im Handlungsfeld Klimaschutz und Ressourceneffizienz:

Maßnahme Zeitraum Status 2018
Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 und der Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 alle 3 Jahre fortlaufend
CO2-Bilanzierung jährlich fortlaufend
Einführung der Managementsysteme bei den Mehrheitsbeteiligungen Maurer Electronics, genua und iNCO Sp. z o.o. 2020 / 2022 geplant
Bewertung der Risiken von Umweltauswirkungen jährlich fortlaufend
Analyse der Hauptenergiequellen und darauf aufbauend Erstellung eines Konzepts für Energieeinsparungen 2019 fortlaufend
Erstellung eines Konzepts hinsichtlich Mobilitätsangeboten für Mitarbeiter 2019 fortlaufend
Ideenmanagement, bspw. zum Sparen von Ressourcen jährlich fortlaufend
Abfalltrennung optimieren 2019 geplant
Abfallströme neu analysieren 2019 geplant
Entwicklung zusätzlicher Energiekennzahlen 2020 geplant
 
Zum Stand der Zielerreichung für die Verringerung des Energieverbrauchs siehe Indikator GRI SRS-302-4 und Kriterium 13 für die Senkung der CO2-Emissionen.








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Debeka-Gruppe

Als Versicherer, der aufgrund seiner genossenschaftlichen Prägung in erster Linie die Interessen seiner Mitglieder im Blick hat, achtet die Debeka seit jeher streng auf die entstehenden Kosten und damit auch auf Sparsamkeit bei der Ressourcenverwendung. Hierfür wird sie zukünftig schrittweise qualitative und quantitative Ziele definieren.

 

Die Debeka ist Mitgründer und eines von 14 Partnerunternehmen des ersten Koblenzer Energieeffizienz-Netzwerks, das auf Initiative der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) entstanden ist. Die beteiligten Unternehmen haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Im gemeinsamen Erfahrungsaustausch geben sie sich gegenseitig Tipps für eine bessere Energieeffizienz. Jedes Unternehmen findet gemeinsam mit Energieberatern der evm sein individuelles Einsparpotenzial heraus. Anschließend setzt sich das gesamte Netzwerk ein gemeinsames Energieeinsparziel. Der Zusammenschluss ist Teil der Initiative "Energieeffizienz-Netzwerke" von Bundesregierung und Wirtschaft und leistet somit einen Beitrag zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesrepublik Deutschland.

Bisher durchgeführte Maßnahmen und genutzte Einsparpotenziale:

  • ca. 80 Prozent der Koblenzer Standorte beziehen von 2015 bis 2017 zu 100 Prozent Ökostrom aus besonders nachhaltigen Wasserkraftanlagen mit modernsten Umweltstandards
  • Betrieb einer ca. 1.000 m² großen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Debeka-Dienstleistungszentrums in Koblenz-Bubenheim
  • Energetische Sanierung der Koblenzer Hauptverwaltung (2014 bis 2019): U. a. Einsatz neuer Klimatechnik, neue Fassadenverglasung, Optimierung der Heizungs- und Lüftungsanlagen
  • Optimierung der technischen Anlagen im Rechenzentrum (moderne und energieeffiziente Umluftkühlung, geringe Flächenkühlung durch Bildung von Kalt-/Warmgängen, Einsatz einer Wärmepumpe)
  • verstärkter Einsatz von LED-Leuchten mit tageslichtabhängiger Steuerung
  • Ausstattung aller Außendienstmitarbeiter mit Notebooks für eine weitgehend papierlose Abwicklung von der Beratung bis zum Vertragsabschluss
  • Ausstattung aller Außendienstmitarbeiter mit neuen mobilen Thermodruckern, die nur ein spezielles Thermopapier zum Druck benötigen (zertifiziert nach FSC-Standard und zu 100 Prozent bisphenolfrei): Einsparung von ca. 80.000 Tintenpatronen pro Jahr Weiterverwendung ausgedienter Hardware (z. B. durch Spenden von Notebooks)
  • Verwendung von Elektroautos für Transportdienste innerhalb der Standorte in Koblenz
  • bevorzugte Durchführung von Dienstreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln; Bahnreisen (IC/EC und ICE) erfolgen über die Teilnahme am bahn.business-Programm der Deutschen Bahn AG mit 100 Prozent Ökostrom.
  • verstärkte Nutzung von Telefon- und Videokonferenzen
  • Information und Sensibilisierung der Mitarbeiter für die verschiedenen Entsorgungsmethoden je Abfallart

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Vergleichen

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