Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

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Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist ein zentrales Thema, bei dem sich die betrieblichen Interessen oft deutlich mit Umweltschutzinteressen überschneiden. Aus Sicht des Umweltschutzes ist es essenziell, dass insbesondere die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen (wie fossile Brennstoffe) auf ein Minimum reduziert wird und der Umgang mit Naturgütern (wie Boden und Wasser) besonders verantwortungsvoll geschieht. Gleichzeitig können durch eine geringere Ressourcennutzung häufig Kosteneinsparungen im Unternehmen erzielt werden. Diese Ersparnisse können dann z.B. für weitere Maßnahmen im Nachhaltigkeitsbereich eingesetzt werden.
Für eine ganzheitliche, proaktive Herangehensweise können klare Zielsetzungen und ein durchgängiger Managementansatz helfen, um Trends frühzeitig zu identifizieren, Veränderungsprozesse innerhalb des Unternehmens zu kommunizieren und Kooperationen zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen zu erleichtern.

Was ist zu beachten?
Während in den Leistungsindikatoren dieses Kriteriums die jeweiligen Mengen der eingesetzten Ressourcen abgefragt werden, soll in den Aspekten Ihr Konzept für das Management dargestellt werden.
Aspekt 1:
Berichten Sie über die Zielsetzungen und den geplanten Zeitpunkt der Zielerreichung für die Ressourceneffizienz und die ökologischen Aspekte Ihrer Unternehmenstätigkeit.

Aspekt 2:
Berichten Sie über Strategien und konkrete Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Aspekt 3:
Berichten Sie, ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden bzw. legen Sie offen, wenn Sie Ziele nicht erreichen konnten und warum.

Aspekt 4:
Berichten Sie über wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und/oder Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme haben.
Der Begriff Ressource umfasst sowohl Materialien, die in Unternehmensprozesse einfließen (z.B. Kraftstoffe) oder für solche genutzt werden (z.B. Boden), als auch sogenannte Ökosystemdienstleistungen. Diese Dienstleistungen werden von natürlichen Systemen erbracht und von Unternehmen genutzt, z.B. Grundwasser als Teil eines Kühlsystems oder Insekten zur Bestäubung auf Obstplantagen. Damit die Nutzung langfristig möglich bleibt, muss sie im Einklang mit dem jeweiligen natürlichen System stattfinden.

Ressourceneffizienz im engeren Sinne bedeutet, die Rohstoffproduktivität zu erhöhen, also das Verhältnis von Ressourceneinsatz und Output des Unternehmens zu verbessern. Das Kriterium umfasst aber auch im weiteren Sinne die Möglichkeit, kritische Ressourcen durch z.B. rezyklierte, erneuerbare oder nicht toxische Alternativen zu ersetzen.

 
Berichterstattung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Umweltbelange


Falls Sie Ihre DNK-Erklärung auch zur Erfüllung der Berichtspflicht nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz nutzen wollen, dient Ihnen die folgende Checkliste zur Orientierung, wie das DNK-Büro auf formale Vollständigkeit prüft. Entsprechende Informationen zum gesetzlichen Belang „Umwelt“ können Sie in den Kriterien 11 bis 13 an geeigneter Stelle berichten. Kursiv gesetzte Anforderungen werden bereits durch die Beantwortung der jeweiligen DNK-Aspekte abgedeckt.


1. Berichten Sie über das verfolgte Managementkonzept
a. Zielsetzungen und geplanter Zeitpunkt der Zielerreichung (Kriterium 12, Aspekt 1 sowie Kriterium 13, Aspekt 1).
b.
Wie die Unternehmensführung in das Konzept eingebunden ist.
c.Strategien und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele (Kriterium 12, Aspekt 2 sowie Kriterium 13, Aspekt 3).
d. Interne Prozesse, um die Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen.

2. Berichten Sie über Ergebnisse des Konzepts:
a. Ob und in welchem Maße bisherige Ziele erreicht wurden (Kriterium 12, Aspekt 2 sowie Kriterium 13, Aspekt 4).
b. Ob und wie festgestellt wird, wenn das Konzept angepasst werden muss und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden.

3. Berichten Sie über Risiken:
a. Wie Risiken identifiziert und die wesentlichen Risiken herausgefiltert wurden (Due-Diligence-Prozesse).
b. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihrer Geschäftstätigkeit ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).
c. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Geschäftsbeziehungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).
d. Wesentliche Risiken, die sich aus Ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben (Kriterium 12, Aspekt 4).

E.ON SE

Im Rahmen unseres HSE-Managements haben wir eigene Umweltstandards definiert, die für den gesamten Konzern gelten und auf deren Einhaltung wir auch unsere Partner verpflichten. Ziel ist es, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten und Umweltschäden gar nicht erst entstehen zu lassen. Konkrete quantitative Ziele bestehen bei E.ON nur bezüglich der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks (siehe hierzu Kriterium 13 „Klimarelevante Emissionen“).

Mit unserer Grundsatzerklärung zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety & Environment – HSE) bekennen wir uns unter anderem dazu, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und betriebliche Effizienz zu gewährleisten. Mögliche Umweltrisiken bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb unserer Energieerzeugungsanlagen und Verteilnetze erfassen wir kontinuierlich. Beim Neubau oder signifikanten Umbauten von Anlagen fuhren wir Umweltverträglichkeitsprüfungen (Environmental Impact Assessments – EIAs) durch. Dabei erfüllen wir konsequent die Auflagen der Behörden und ziehen externe Umweltexperten hinzu. Die Ergebnisse der EIAs müssen bei Bau und Betrieb der Anlagen angemessen berücksichtigt werden. In der Folgezeit überprüfen wir die Ergebnisse der EIAs jährlich auf deren Aktualität und ergreifen gegebenenfalls weitere Maßnahmen, um Umweltrisiken zu verringern.

Umweltmanagement (Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.81 ff.)

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Sparkasse Rhein Neckar Nord

Über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Auflagen zum Umweltschutz hinaus sind wir bemüht, den Umweltschutz aktiv und langfristig weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, Umweltbelastungen zu verringern oder bestenfalls gänzlich zu vermeiden. Quantitative und qualitative Einsparziele haben wir nicht gesetzt. Die Einsparung erfolgt durch aktiv gelebte Praxis. Daher sehen wir in diesem Bereich derzeit keine Risiken.


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Kreissparkasse Heinsberg

Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung
Ein Schlüsselfaktor für besseren Klimaschutz ist die Stromeinsparung. Vor diesem Hintergrund haben wir in den vergangenen Jahren umfassende Investitionen in stromsparende Technik in verschiedenen Bereichen getätigt. Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen führen wir seit Jahren unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten durch. Beim Neubau unserer 2014 bezogenen Hauptstelle sowie bei Standortumbauten, -sanierungen und -renovierungen wurden und werden konsequent neueste technische Standards eingesetzt und damit auch ökologische Aspekte wie Wiederverwendbarkeit und Energieeffizienz bei der Filialausstattung berücksichtigt. Dies bringt auch umfassende Investitionen in stromsparende Technik, Beleuchtungs-, Heizungs- und Klimatechnik mit sich. Unser Hauptstellengebäude wurde als „Green Building“ mit Erdwärmegewinnung zertifiziert. Wir legen großen Wert auf eine nachhaltige Produkt- und Materialauswahl sowie auf die Auswahl von Unternehmern/Auftragnehmern aus unserer Region. Dies gilt im besonderen Umfang bei Umsetzung unseres neuen Filialkonzeptes.  

In den vergangenen vier Jahren wurden insgesamt sieben Filialen und eine Filialdirektion völlig neu geplant, nach neuem Konzept aufwändig kernsaniert und umgebaut. 15 Filialen wurden in ihrer Grundstruktur erhalten und modernisiert/renoviert. 2018 soll eine weitere Filiale kernsaniert sowie weitere Standorte auf das neue Konzept umgestellt werden. Die aus dem im Jahre 2015 durchgeführten Energieaudit gewonnenen Erkenntnisse über diverse Energieverbräuche und -faktoren im Unternehmen werden genutzt, um daraus zusätzliche, über die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz hinaus, wirksame Eingriffe abzuleiten. Daraus resultierend wurde und wird in allen Standorten die Beleuchtung weitestgehend auf LED-Technik umgestellt, bei kernsanierten Filialen erfolgt eine vollumfängliche Umstellung.

Ein weiterer Ansatz ist die Modernisierung bzw. Neuregulierung von technischen Anlagen. Diese wurden überprüft und erforderliche energetische Optimierungsmaßnahmen geplant und teilweise durchgeführt. In allen im Eigentum befindlichen Standorten wurden seit 2012 alte Lüftungsanlagen und Umwälzpumpen sukzessive überholt bzw. durch neue ersetzt, in 80 Prozent der Filialen wurde die Anlagenregelung optimiert. Des Weiteren wurden eigene Standorte auf Tauglichkeit für die Installation von Fotovoltaikanlagen geprüft. Die Standorte Tüddern, Ratheim und Palenberg wurden bereits mit entsprechenden Anlagen ausgestattet. Für das kommende Jahr ist die Installation einer weiteren Fotovoltaikanlage am Standort Oberbruch geplant.

Im IT-Bereich wurde frühzeitig mit dem flächendeckenden Einsatz von ressourcenschonenden Thin-Clients begonnen. In 2017 waren bereits ca. 96 Prozent aller IT-Arbeitsplätze mit Thin-Clients ausgestattet. Seit 2011 werden zentralisierte Server genutzt. Dezentrale Server wurden außer Betrieb genommen und rückgebaut, die Klimatisierungssysteme konnten reduziert werden. In 2017 wurde ein neues Druckerkonzept mit zahlreichen Standortoptimierungen umgesetzt. Zum Einsatz kamen stromsparende Drucker und Multifunktionsgeräte (Fax, Kopierer, Drucker, Scanner). Die Geräteanzahl konnte insgesamt um fast 50 Prozent reduziert werden. Die Anzahl der A3-Kopiersysteme wurde in 2017 auf vier Systeme weiter reduziert; die neuen Geräte sind energiesparender.

Im Rahmen von Ersatzbeschaffungen von Geldautomaten wurden in 2017 fünf energiesparendere Geräte installiert. Für alle SB-Terminals und Kontoauszugsdrucker verwenden wir bereits seit Ende 2014 FSC-zertifiziertes Papier. Der Ausbau unserer Onlinebanking-Leistungen und die immer stärkere Nutzung digitaler Angebote durch unsere Kunden gehen Hand in Hand und führen zu Ressourceneinsparungen, zum Beispiel beim Papierverbrauch. Zur Reduzierung von Ressourcen bestehen darüber hinaus weitere Maßnahmen: Unter anderem richten wir unseren Fuhrpark durch die Anschaffung bzw. Unterhaltung von Elektroautos klimafreundlicher aus. In den Gebäuden Erkelenz und Heinsberg sind Ladestationen für diese Elektroautos installiert. Die Stationen sind darüber hinaus auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Fahrradstellplätze an unseren drei großen Standorten fördern die alternative Nutzung des Zweirades und somit die Gesundheit unserer Beschäftigten und auch unserer Kundinnen und Kunden.

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Lebensbaum / Pure Taste Group GmbH & Co. KG

Ökologische Grundsätze

Als Unternehmen engagieren wir uns für Natur und Mensch und haben das Ziel, positiv zu Umwelt und Gesellschaft beizutragen. Wir denken in Kreisläufen. Wir reduzieren unseren Ressourceneinsatz sowie Umweltbelastungen auf ein Minimum.

In ökologischer Hinsicht ist die bedeutendste Grundlage unseres unternehmerischen Handelns die konsequente Förderung und Ausweitung eines sozial verantwortungsvollen ökologischen Landbaus. Über den ökologischen Landbau hinaus achten wir insbesondere auf Energieeffizienz, den Einsatz regenerativer Energien, ökologische Verpackungsauswahl und die Minimierung von Abfällen. Unsere Werte und Prinzipien setzen wir in der gesamten Wertschöpfungskette um. 

Unsere grundlegenden Ansprüche konkretisieren wir durch strategische und operative Umweltziele, durch die wir kontinuierliche Verbesserungen anstreben und die wir jährlich überprüfen, aktualisieren und ergänzen. Um den Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen noch mehr Gewicht zu geben, haben wir zum Jahreswechsel 2016/2017 die Stelle des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagers von einer 80 %- zu einer 100 %-Stelle aufgestockt, sodass sich eine Person voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit widmet.

Wesentliche Risiken

Die potenziell größten ökologischen Auswirkungen und Risiken lebensmittelverarbeitender Betriebe liegen in der Regel in der Lieferkette, insbesondere im Anbau. Lebensbaum Produkte stammen deshalb zu 100 % aus ökologischem Landbau. Ein großer Teil davon wird nach den besonders strengen Kriterien von Anbauverbänden wie Demeter oder Naturland angebaut. Damit setzen wir auf eine Form der Landwirtschaft, die den Boden und die Ökosysteme zu erhalten weiß und wesentliche ökologische Risiken konventioneller Landwirtschaft von vorneherein vermeidet. Auch Klimarisiken werden so tendenziell minimiert. Zudem arbeiten viele unserer Lieferanten durch bodenverbessernde Maßnahmen, Hecken und Schattenbäume, verbesserte Sortenauswahl und weitere Maßnahmen daran, die Resilienz ihrer Anbaukulturen gegen Klimarisiken und andere Umweltveränderungen zu verbessern.

Zunehmende Umweltrisiken die sich für uns bzw. unsere Anbaupartner in der Lieferkette ergeben bestehen neben dem Klimawandel in der vieler Orten bestehenden lokalen Umweltverschmutzung durch konventionelle Landwirtschaft, Industrie und schmutzige, ineffiziente oder fehlende lokale Energieerzeugung, Abwasserreinigung, Entsorgung usw. Diese Verschmutzungen beeinträchtigen die Rohwarenqualität und machen dadurch so manche Charge für uns sogar unbrauchbar.

An unseren eigenen Produktionsstätten in Diepholz und Gronau sind die Umweltrisiken vergleichsweise überschaubar. Wir setzen auf moderne Technik mit hoher Energieeffizienz, regenerative Energie, umweltfreundliche Materialien und auf hohe Umwelt- und Arbeitssicherheitsstandards in unseren Prozessen, um Risiken zu minimieren. Klimarisiken durch die dennoch verbleibenden CO2-Emissionen kompensieren wir.

Was bleibt sind die ökologischen Risiken, die mit unserem Verpackungsmaterial verbunden sind. Mangelnder Produktschutz, ökologisch schädliche Ausgangsmaterialien oder Herstellprozesse, schlechte Recyclingfähigkeit oder falsche Entsorgung stellen hier z.B. wesentliche Risiken dar. Einige Risiken können wir durch gezielte Materialauswahl, z.B. gentechnikfreie Ausgangsmaterialien, recycelte Materialien, Biobaumwollfäden an Teebeuteln oder durch Verzicht auf ökologisch besonders schädliche Verpackungsmaterialien wie z.B. Kaffeekapseln vermeiden oder minimieren. Dennoch besteht in diesem Bereich ein hohes Risiko für Zielkonflikte, weil z.B. viele Anforderungen hinsichtlich des Produktschutzes oder der technischen Verarbeitungsfähigkeit von Verpackungen häufig schlecht oder gar nicht zur ökologisch oder im Hinblick auf Recyclingfähigkeit wünschenswertesten Verpackungsart passen.


Energiemanagement

Das Lebensbaum Energiemanagement setzt auf „weniger, anders und selbstgemacht".

  • Weniger: An unserem Standort in Gronau ist der Röster für den Gesamt-Energieverbrauch die entscheidende Größe. Der neue Kaffeeröster verbraucht bis zu 40 % weniger Energie als sein Vorgänger. Dies gelingt zum Beispiel, weil wir die Abwärme des Röstprozesses nutzen, um die noch ungerösteten Kaffeebohnen vorzuwärmen.
  • Anders: Lebensbaum arbeitet zu 100 % mit Naturstrom, den wir von den lokalen Stadtwerken beziehen. Unsere Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge können an der hauseigenen öffentlichen E-Säule aufgeladen werden.
  • Selbstgemacht: Unsere CO2-neutrale Produktion wird temperiert mit einer Geothermie-Anlage. Der benötigte Naturstrom stammte in 2017 für die Ulrich Walter GmbH zu 7,6 % direkt aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage. Unser Versandlogistikgebäude arbeitet mit einer solarunterstützten Gasheizung (Solarthermie). Mit dieser lokalen, dezentralen Stromerzeugung leisten wir einen Beitrag zu einer robusten, nachhaltigen Energieversorgung.
Materialeffizienz: Der Faktor Verpackung

Insgesamt haben wir in 2017 in Diepholz 2.063 t Rohwaren eingekauft, 27,7% weniger als im Vorjahr. In Gronau wurden 2.316 t Rohkaffee eingekauft, was 15,3% unter dem Vorjahresniveau liegt. Über die Bioanforderung hinaus stellen wir an unsere Rohwarenlieferanten dabei weiterführende Sozial- und Umweltanforderungen, die wir in verbindlichen Handlungsgrundsätzen festgelegt haben und nach einem festen System prüfen. Aber nicht nur unsere Rohstoffe unterliegen strengen Auflagen. Auch an Verpackungen haben wir höchste Ansprüche. Sie sollen die Produkte bestmöglich schützen. Aber dafür wollen wir nicht mehr Material verwenden als unbedingt nötig. Und das, was wir nutzen, sollte so umweltverträglich wie möglich sein. An der Optimierung der Material-Effizienz, die sich aufgrund unserer Produktpalette hauptsächlich auf die Verpackungen bezieht, arbeiten wir kontinuierlich: In Diepholz ist unser durchschnittlicher Verpackungseinsatz pro Produkt, der in den Vorjahren kontinuierlich zurückgegangen ist, in 2017 erstmals wieder leicht angestiegen auf 31,5 g. Zuvor ist er von 34,6 g in 2014 auf 33,3 g in 2015 und 28,5 g in 2016 gesunken. Klingt nach einer schweren Verpackung, aber darin sind nicht nur alle direkten Produktverpackungen eingerechnet, sondern auch die Versandverpackungen, die auf dem Weg von uns ins Ladenregal notwendig sind. Insgesamt haben wir in Diepholz in 2017 999 t Verpackungsmaterial eingesetzt, 3,1% weniger als im vorherigen Jahr. Davon waren 83,7% aus Papier und Kartonage, 9,6% aus Verbundmaterialien, NatureFlex machte 2,6% und Glas 2,4% aus. Andere Materialien lagen in ihren Anteilen unter einem Prozent. Gleichzeitig arbeiten wir daran, den Anteil an Verpackungen aus nachwachsenden Materialien Jahr für Jahr zu steigern. 2017 lag er bei 86,6 %. Für Kaffee setzen wir Verpackungsmaterial in Form von Folien, Beuteln Kartonage und Etiketten ein. In 2017 waren das insgesamt 321,7 t, mit 4,7 t etwas mehr als ein Jahr zuvor und im Durchschnitt 88,2 g Verpackung pro Kilo Kaffee. 70,0 % davon macht die Umverpackungskartonage aus. Für unsere Standard-Kaffeeverpackungen (250 g, 500 g und 1.000 g) ist festzustellen, dass die 500 g Tüte im Verhältnis zum Inhalt am wenigsten Material benötigt: 250 g Kaffee = 8 g Folie, 500 g = 10 g, 1 kg = 22 g.

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Sparkasse Duisburg

In 2015 wurde ein Energie-Audit auf Grundlage des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt. Hierbei untersuchte ein externer Prüfer die Energieverbräuche und deren größte Treiber. Ein Ergebnis des Audits ist ein Katalog mit Maßnahmen, um den Energieverbrauch künftig weiter zu reduzieren. Das nächste Audit ist für 2019 bereits in Vorbereitung, der Vertrag mit einem Auditor wurde schon abgeschlossen. Ergänzend wurde ein Energieberater eingesetzt, der u. a. Vertragsverhandlungen mit Stromanbietern führt, ein Energiemanagement-System zur besseren Transparenz der Energieverbräuche aufgebaut hat, für die Kontrolle und Früherkennung von Spitzenlasten zur Vermeidung von Fehlverbräuchen zuständig ist oder zur Umstellung auf verbrauchsgünstige Leuchtmittel riet. Weitere Maßnahmen zu Optimierungsmöglichkeiten sind in Planung.

In 2010 haben wir an dem Projekt „Ökoprofit Duisburg“ teilgenommen. Das Projekt trägt dazu bei, auf lokaler Ebene die Luftbelastung zu senken und den Klimaschutz zu fördern. In diesem Zusammenhang konnten, z. B. durch die Installation von Bewegungsmeldern im Parkhaus für Mitarbeiter/innen, 10.000 KW / h Strom eingespart werden. Im Rahmen der Ökoprofit-Kampagne stehen zusätzlich Themen wie die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter zum Energiesparen und Lüftungsverhalten im Fokus.

Wir lassen Briefsendungen durch die Deutsche Post AG (DPAG) zustellen. Dabei nimmt die Sparkasse Duisburg an den CO2-neutralen Programmen GoGreen bzw. Service GoGreen Regional CO2 teil. Die durch den Brieftransport entstehenden CO2-Emisionen werden nach einem internationalen Standard ermittelt und bilanziert. Zum Ausgleich investiert die DPAG in internationale Klimaschutzprojekte bzw. in den regionalen Ausbau der Elektromobilität für die Zustellung von Sendungen.

Im Rahmen des Umbaus des Verwaltungsgebäudes Kuhlenwall-Karree wurden diverse energieeinsparende und -effizienzverbessernde Maßnahmen (Dachbegrünung, Dämmung, Energiesparfenster, Vermeidung aufwendiger Klimatechnik) umgesetzt. Dies führte zu annähernd 50 % Energieeinsparungen im Vergleich zum ursprünglichen Bauzustand. Der Gesamtverbrauch dieses Gebäudes ist im Jahr 2018 – unter anderem durch die Reduzierung von Leuchtmitteln und die Umrüstung der verbliebenen Leuchtmittel auf LED – im Vergleich zum Vorjahr um 70.000 KW / h  gesunken. Für 2019 wird eine weitere Reduzierung erwartet.

Ziel bei zukünftig anstehenden Baumaßnahmen ist, die Vorgaben aus  der Energieeinsparverordnung möglichst zu übertreffen.

Im Sommer 2017 wurde das erste Elektrofahrzeug als Dienstwagen angeschafft. Die erworbenen Erfahrungswerte mit diesem Elektrofahrzeug sind bisher positiv. Bei zukünftigen Neuanschaffungen von Dienstwagen werden diese Erfahrungen zugrunde gelegt.

Im Hinblick auf die zwei unter Kriterium 11. angeführten Säulen bei den Umweltbelangen werden folgende Ziele verfolgt:

  1. Zukünftig wird erwartet, dass der Papierverbrauch sich vor dem Hintergrund der Entwicklungen aus der Digitalisierung kontinuierlich reduziert. Ein weiteres Ziel in diesem Bereich ist die Reduzierung von Energieverbräuchen. Beispielsweise wird durch geeignete stromsparende Ersatzbeschaffungen das Ziel verfolgt, den Stromverbrauch nachhaltig zu senken. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Stromverbrauch um weitere etwa 0,5 Mio. KW/h reduziert werden. Parallel besteht die Absicht den Anteil erneuerbarer Energien aktiv zu erhöhen. Für die Auswertung der IST-Situation wird aktuell die Einführung eines Berechnungstools zur Ermittlung der Umweltkennzahlen für das betriebliche Umweltmanagement bei Finanzinstituten geprüft, welches durch den Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) zur Verfügung gestellt wird. Zukünftig sollen weitere geeignete Maßnahmen und ein praktikables Reporting erarbeitet werden, um das vom Vorstand gewünschte mittelfristige Ziel der CO2-Neutralität zu erreichen. 
  2. Im Kundengeschäft ist es unser Ziel, die Kundenzufriedenheit zu steigern. Hierzu ist ein ausreichendes Angebot in nachhaltigen Produkten erforderlich. Im Einlagenbereich werden wie bereits beschrieben aktuell diverse Nachhaltigkeitsfonds der Deka angeboten. Im Kreditgeschäft wird das Angebot der Förderprogramme der KfW bzw. NRW-Bank weiterhin aktiv vorgestellt.

In unserer eigenen Geschäftstätigkeit sehen wir aktuell keine Risiken, die schwerwiegende ökologische Auswirkungen haben könnten. Der Verbrauch natürlicher Ressourcen - im Vergleich zum produzierenden Gewerbe - spielt bei einem Finanzdienstleister eher eine untergeordnete Rolle (siehe Ausführungen unter Kriterium 11). Wir sind uns dessen bewusst, dass Kredit- und Anlageentscheidungen ökologische Auswirkungen haben können und damit Risiken beinhalten können. Weitere Ausführungen zu diesem Aspekt sind unter Kriterium 11, Unterpunkt 2 dokumentiert.

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