Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen

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Jedes Unternehmen – ob es Produkte oder Dienstleistungen erstellt – nimmt natürliche Ressourcen in Anspruch. Welche und in welchem Umfang, ist je nach Branche sehr unterschiedlich. Sich bewusst zu machen, welche Ressourcen das sind, kann eine ganz neue Perspektive auf die eigene Geschäftstätigkeit und auf Chancen für einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung eröffnen. Beispielsweise haben Supermärkte einen nicht unerheblichen Flächenverbrauch, weshalb einige nun ihre Dächer zu begrünen und so die lokale Artenvielfalt zu unterstützen.

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium liegt der Fokus auf der Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen im gesamten Geschäftsbetrieb und darüber hinaus auch im Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen. Wie sie genau mit diesen Erkenntnissen umgehen, ist dann Teil von Kriterium 12. Bedenken Sie hier Ihre Nutzung von Materialien, Fläche und Energie sowie die Nutzung von Wasser, Boden und Luft und ihre Verschmutzung durch Emissionen oder Abfall. Auch Dienstleister sollten prüfen, welche Elemente ihres Geschäftsbetriebs besonders ressourcenintensiv sind. Denn der Energieverbrauch in Büros ist aufgrund umfangreicher Technik und Klimaanlagen keineswegs unerheblich. Das Thema Ressourcen geht aber auch bis hin zur Erhaltung der Artenvielfalt und den Einfluss, den Unternehmen auf Biodiversität haben. Dies kann zum Beispiel den Ab- oder Anbau der benötigten Rohstoffe betreffen oder aber auch die Inanspruchnahme von Flächen – ein Thema, das beispielsweise die Immobilien- oder Mineralölbranchen besonders betrifft.
Aspekt 1:
Berichten Sie qualitativ, welche natürlichen Ressourcen wesentlich im Rahmen der Tätigkeit Ihres Unternehmens genutzt werden oder durch ihre Tätigkeiten beeinflusst werden.

Aspekt 2:
Geben Sie in den jeweils geeigneten Maßeinheiten an, in welchem Umfang die für die Geschäftstätigkeit wesentlichen natürlichen Ressourcen genutzt werden. Hier können Sie eine Rangliste der wichtigsten Ressourcen angeben.
Der Begriff Ressourcen umfasst sowohl Materialien, die in Unternehmensprozesse einfließen (z.B. Kraftstoffe) oder für solche genutzt werden (z.B. Boden), als auch sogenannte Ökosystemdienstleistungen. Diese Dienstleistungen werden von natürlichen Systemen erbracht und von Unternehmen genutzt, z.B. Grundwasser als Teil eines Kühlsystems oder Insekten zur Bestäubung auf Obstplantagen.

wertsicht GmbH

Unsere Tätigkeiten mit wesentlichen Auswirkungen auf die Umwelt stellen sich wie folgt dar:

  • An- und Abreise unserer MitarbeiterInnen (CO2-Ausstoß bei privater Nutzung der Firmen-PKW)
  • Betrieb unserer Büros (Strom-, Wasserverbrauch, Wärmeenergiebedarf, Abfallanfall, Kopierpapier, Flächeninanspruchnahme)
  • Unsere Beratungsleistungen des Kunden (zum Teil nachweisbar durch direkte Umweltentlastung)
  • Anfahrt zum Kunden (CO2-Ausstoß der Firmen-PKW)
  • Beschaffung von Arbeits-/Büromaterialien und Dienstleistungen
  • (festgelegte Vorgaben, wie bspw., 100% Recycling-Papier, fair-gehandelter Kaffee/Tee)

Die Nachhaltigkeitskriterien, die wir diesbezüglich beeinflussen, bzw. erfassen sind im Klammern oben ergänzt. Ab 11/2018 werden wir diese auf unserer Homepage veröffentlichen.

Unsere Büros nutzen wir gemeinsam mit anderen Unternehmen. So können Besprechungsräume und Sozialräume gemeinsam genutzt werden und der Flächenbedarf je MitarbeiterIn ist geringer.

Durch den Einsatz effizienter Technik und bedarfsgerechter Regelung – wo sinnvoll mit automatisierter Technik, versuchen wir den Strom- und Wärmebedarf möglichst gering zu halten.

Als Beratungsunternehmen agieren wir vorrangig regional, aber auch national und international. Bei überregionaler und internationaler Tätigkeit versuchen wir mit lokalen Partnern zusammenzuarbeiten und unsere Vor-Ort-Präsenz möglichst gering zu halten.

Für die Beschaffung von Lieferanten und Produkten haben wir Beschaffungsrichtlinien festgelegt. Wir legen einen großen Wert auf die sozial-ökologische Ausrichtung unserer Lieferanten und nehmen dafür höhere Preise in Kauf. Wir beziehen bspw. ausschließlich fair-gehandelten Kaffee, Honig und Tee, Fairphones, Ökostrom, PKW mit einem CO2-Ausstoß < 110 g CO2/ km. Unsere Büro-Materialien beziehen wir vorrangig beim Versandhandel memo und achten auch hier auf die ökologischsten Alternativen.

Weiterhin bieten wir unseren MitarbeitenInnen ausschließlich eine „Grüne“ Betriebsrente an.

Da wir an allen Standorten in Bürogemeinschaften sitzen, lässt sich der Umfang unseres Ressourcenverbrauchs nicht ermitteln. Eine Möglichkeit zur Erfassung wird derzeit geprüft (siehe auch Leistungsindikatoren (11-12).

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Alpha IC GmbH

Für die Bürostandorte der Alpha IC in Bamberg, München und Nürnberg werden Strom, Heiz- und Kühlenergie sowie Wasser in Anspruch genommen. Weitere Ressourcen, die genutzt werden sind u.a. Büroartikel wie Papier oder technische Geräte wie Laptops, mobile Endgeräte oder Beamer. Nicht zuletzt besteht ein Bedarf an Kraftstoff für Reisetätigkeiten mit dem PKW zum Kunden. Auch hier liegt der Fokus in der Reduktion der Außeneinsätze durch (Video-)Konferenzen und der verstärkten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Für alle Verbräuche wendet Alpha IC das Vermeidungsprinzip an, d.h. sie versucht kontinuierlich ihre Ressourceninanspruchnahme zu verringern. Der CO2-Ausstoß wird jährlich bilanziert und die verbleibenden Emissionen kompensiert.

An Output produziert Alpha IC Abwasser (ausschließlich Siedlungsabwasser in der Größenordnung Wasser) und Abfall. Während das als ungefährlich einzustufende Siedlungsabwasser der kommunalen Kläranlage zur Aufbereitung zugeführt wird, verfolgt Alpha IC intern die Abfalltrennung von Papier, Biomüll, Restmüll und Kunststoffen. Alle Abfälle werden einem Recycling nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zugeführt, sind als nicht gefährlich einzustufen und fallen in geringer Menge an. Auf eine Darstellung des Outputs wird aufgrund der fehlenden Relevanz verzichtet.

Im Folgenden sind die wichtigsten Verbräuche für das Jahr 2018 dargestellt:

  • Strom inkl. Kühlenergie – alle Standorte: 32.154 kWh
  • Heizenergie – Bamberg: 37.915 kWh
  • Wasserverbrauch – alle Standorte: 181 m³
  • Kraftstoff – alle Standorte: 10.191 Liter
  • Papier – alle Standorte: 14,2 kg

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WASGAU

Wesentliche Angaben hinsichtlich Umweltbelangen (Kriterien 11 bis 13)

  • zu dem verfolgten Konzept: Übergeordnetes Ziel ist eine konzernweite Reduzierung des Energie-Leistungsindikators Strom um 5 % bis Ende 2019 zum Basisjahr 2015. Konkrete Maßnahmen zur Erhöhung unserer Energieeffizienz berichten wir im Indikator SRS 302-4 (Verringerung des Energieverbrauchs). Eine Auflistung unserer Maßnahmen zur Vermeidung negativer ökologischer Auswirkungen aus der Geschäftstätigkeit berichten wir in den Kriterien 11, 12 und 13. Es besteht ein konzernweites Energiemanagement nach DIN ISO 50001. Im Rahmen des Energiemanagements sind fortwährend weitere ressourcenschonende Maßnahmen in Planung. Es erfolgt eine jährliche Berichterstattung an den Vorstand.
  • zu Ergebnissen des Konzepts:
Ziele in Bezug auf Umweltbelange Status Ergebnis und Fortschritt 2018
Wir stellen konzernweit sukzessive auf LED-Beleuchtung um. fortlaufendes Ziel Im Jahr 2018 haben wir drei neu eröffnete WASGAU Frischemärkte mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Zusätzlich wurden vier Bestandsmärkte und zwei C+C Märkte auf LED-Beleuchtung umgestellt.
Darüber hinaus wurde in Teilbereichen der Produktionsbetriebe und der Logistik LED-Technik installiert.
Wir streben eine konzernweite Reduzierung des Energie-Leistungsindikators bei Strom um 5 % an (Basisjahr 2015). 2019 Im Jahr 2018 konnten wir unseren Energiebedarf an Strom um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr senken. Auf bereinigter Fläche, in unseren Frischemärkten (ohne Neubauten und Schließungen), ergibt dies eine Reduzierung um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Wir erhöhen konzernweit die Energietransparenz durch zusätzliche Messungen. fortlaufendes Ziel Neben den geregelten Messungen haben wir in 2018 weitere Untermessungen installiert. Dadurch erhöhen wir unsere Energietransparenz.
Wir überprüfen konzernweit die Nutzung von Verglasung für die Kühltruhen und die Wirtschaftlichkeit des Einbaus. 2018 Die Überprüfung wurde durchgeführt. Im Ergebnis hat sich die WASGAU dazu entschieden, die Verglasung für die Kühltruhen bei allen Neu- und Umbauten ab 2018 durchzuführen.
Wir überprüfen die größten Wärmeerzeuger und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. fortlaufendes Ziel Nach Überprüfung erfolgte ein Austausch im WASGAU Metzgerei Produktionsbetrieb.
Die Dampferzeugung wird seit der Umstellung direkt in die Heizungsanlage eingespeist.
Das Einsparpotenzial wird sich nach Herstellerangaben auf jährlich ca. 64 Tonnen CO2 belaufen.
Wir überprüfen die größten Erdgasverbraucher und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. 2018 Momentan wird in einigen Bereichen Erdgas genutzt. Die Überprüfung ergab, dass dies ein sinnvoller Bestandteil des energetischen Gesamtkonzepts des WASGAU Konzerns darstellt.
Bei Neubauten von WASGAU Frischemärkten verzichten wir auf den Einsatz von Erdgas als Energieträger.
Wir arbeiten nach Möglichkeit mit lokalen Lieferanten zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten. fortlaufendes Ziel Wir wollen die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten weiter fördern. Insbesondere beim Bau neuer WASGAU Frischemärkte und auch bei der Wartung und Instandhaltung unserer Liegenschaften ist ein wichtiges Kriterium die räumliche Nähe der Geschäftspartner.
Wir beabsichtigen, den Anteil an schadstoffarmen Fahrzeugen in unserem Fuhrpark weiter zu erhöhen. fortlaufendes Ziel Unser Fuhrpark besteht momentan aus 139 Pkw sowie 75 Lkw, die der Euro-5- und Euro-6-Abgasnorm entsprechen. Für das Jahr 2019 planen wir die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zu Testzwecken.
Wir versuchen verstärkt, Plastikabfälle in den Produktionsbetrieben und Märkten zu minimieren. fortlaufendes Ziel Plastikabfälle werden bei uns gesondert betrachtet, aus der Sicht der Verpackung, in der Lebensmittel an den Endverbraucher abgegeben werden.
Seit Jahresmitte haben wir in unseren WASGAU Bäckerei-Filialen sukzessive auf recycelte Papiertüten umgestellt.
Durch den Einsatz von Mehrwegtransportbehältern in unserer Frischelogistik reduzieren wir unsere Emissionen jährlich um bis zu 241 Tonnen CO2.
Im Laufe des Jahres 2018 haben wir die Verpackung in den WASGAU Metzgerei-Filialen auf eine nachhaltigere Alternative umgestellt.
Wir modernisieren fortwährend unsere Märkte, sodass sie dem neuesten technischen Stand entsprechen. fortlaufendes Ziel Entsprechend unserer Expansionsplanung und wo immer bautechnisch möglich, werden ressourcenschonende Komponenten in unsere WASGAU Frischemärkte eingebaut.
Dazu zählen insbesondere: LED-Beleuchtung, neueste Kühltechnik, Klimatisierungsanlagen und Wärmetauscher.

  • zu wesentlichen Risiken und dem Umgang mit diesen, entsprechend dem Risiko- und Chancenbericht als Bestandteil des Konzernlageberichts: Im Berichtsjahr haben wir keine wesentlichen Risiken identifiziert, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben oder haben werden. Zur Steuerung von Risiken hat die WASGAU ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Es werden quartalsweise Risikoinventuren durchgeführt. Der Betrachtungszeitraum für die Risikoeinschätzung und -bewertung ist auf zwölf Monate festgelegt.
  • zu wesentlichen Leistungsindikatoren: Unseren Energieverbrauch bewerten wir derzeit anhand der Energieleistungskennzahl Stromverbrauch. Als KPIs zum Aspekt Umweltbelange nutzen wir zudem die vom DNK vorgegebenen Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11,12 und 13.

Weitere Angaben zu Kriterium 11: Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen:

Als Handelsunternehmen und Lebensmittelproduzent verzeichnet die WASGAU vor allem bei den Wertschöpfungsprozessen Verarbeitung, Lagerung, Transport, Zubereitung und Verkauf wesentliche Ressourcenverbräuche. In den Produktionsbetrieben nutzen wir Transportverpackungen, z. B. Holz, Kunststoffe (wie PVC) sowie Papier, Pappe und Karton. Zur Produktwerbung, wie beispielsweise bei unseren Broschüren und Handzetteln, nutzen wir Papier, welches mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet ist. Für Produktions- und Vertriebsprozesse nehmen wir Ressourcen wie Energie und Wasser in Anspruch.

Insbesondere in der Logistik, in unseren Märkten und in den Produktionsbetrieben fällt ein erheblicher Anteil unserer Energieverbräuche an: Die Beleuchtung, der Betrieb unserer Anlagen, die Klimatisierung und die Belüftung unserer Gebäude machen einen großen Anteil unseres Energieverbrauchs aus. Um die Einhaltung der Kühlketten zur Produktsicherheit zu gewährleisten, setzen wir in den Märkten, den Produktionsbetrieben und in der Logistik darüber hinaus Kühlanlagen und Kühlmittel ein. Ein weiterer Teil unserer Ressourcennutzung resultiert aus dem Kraftstoffverbrauch unseres Fuhrparks. Für die C+C Märkte sind derzeit 36 Lkw (VJ 35) auf den Straßen in der Region unterwegs. In der Metzgerei verfügen wir über eine Flotte von 15 Lkw (VJ 15) und in der Zentrallogistik beträgt die Anzahl 24 Lkw (VJ 24).

Abfälle entstehen bei WASGAU aus Verpackungsmaterialien in der Produktion, in der Logistik und in den Einzelhandels- und C+C Märkten. Im Produktionsprozess fallen zudem Reststoffe an. Hinzu kommen dem Abfall zuzuordnende Lebensmittel. Ein weiterer Posten sind diejenigen Wertstoffe, welche nach der Nutzung von Produkten bei unseren Kunden entstehen und für welche wir in unseren Märkten Annahmestellen eingerichtet haben. Darunter fallen beispielsweise PET-Flaschen, Pfandflaschen und alte Batterien. Gefährliche Abfälle fallen im Betrieb aus Sandfanganlagen oder Öl- bzw. Wasserabscheidern sowie durch den Einsatz von Motoren- und Getriebeöl an.

Einen Großteil der im Sortiment angebotenen Produkte kauft die WASGAU von Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie ein. Im Berichtszeitraum erfasste die WASGAU den Ressourcenverbrauch in dieser erweiterten Lieferkette nicht, weil sie die Waren im Wesentlichen nicht direkt, sondern über Zwischenhändler bezieht. Aus diesem Grunde liegen hierzu keine konsistenten Daten vor.



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Veolia Deutschland GmbH

Im 2019 veröffentlichten Unternehmenszweck von Veolia heißt es:

 “Mit unserer Geschäftstätigkeit, die heute die Bereiche Wasser, Entsorgung und Energie umfasst, stellen wir unseren kommunalen ebenso wie unseren privaten Kunden überall auf der Welt Lösungen zur Verfügung, die den Zugang zu natürlichen Ressourcen verbessern, Ressourcen schützen und ihre effektive Nutzung und Wiederverwertung ermöglichen. Die Verbesserung unserer Umweltbilanz sowie der unserer Kunden steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells.”

Das Erbringen unserer Dienstleistungen zum Management effizienter Kreisläufe von Wertstoffen, Energie sowie Trink- und Abwasser ist dabei zugleich auch mit dem Gebrauch von Ressourcen verbunden.

Die Anlagen, die Veolia für seine operative Tätigkeit nutzt, benötigen große Flächen, sei es beim Management von Wasserkreisläufen, der Optimierung von Energiesystemen oder der Gewinnung von Recyclingrohstoffen aus Abfall. Zugleich nutzt Veolia in einigen Bereichen natürliche Behandlungsmethoden, wie beispielsweise bei der biologischen Abwasserreinigung. 

Durch konsequenten betrieblichen Umweltschutz sorgt Veolia in Deutschland an seinen Standorten für eine Minderung von Risiken. Angepasst an die jeweiligen operativen Tätigkeiten und Bedingungen werden entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen wie z.B. Verfahrensanweisungen für die Qualitätssicherung des Inputs in Anlagen, die Berufung von Gefahrgutbeauftragten oder Trinkwasserschutzmaßnahmen. Zertifizierungen wie die als Entsorgungsfachbetrieb oder nach DIN 140001 gewährleisten zusätzlich eine hohe Umweltsicherheit der umgesetzten Prozesse. 

Vor diesem Hintergrund übernimmt das Unternehmen auch Verantwortung für den Erhalt und die Wiederherstellung von Biodiversität auf den genutzten Flächen. Weltweit verfolgt Veolia dafür einen einheitlichen, systematischen Ansatz, der im Rahmen des Strategieprogramms Impact 2023 weiter entwickelt wurde. 

Über das Umweltreporting konnten sensible Standorte identifiziert werden, die sich u.a. durch die Nähe zu Schutzgebieten, den Anteil unversiegelter Fläche und das Vorkommen geschützter Arten auszeichnen. Nach einer zertifizierten Methodik sind an den Standorten Maßnahmen umzusetzen, die sich nach den spezifischen Bedingungen richten. So sind in Deutschland bis 2023 umzusetzen: 
  • Biodiversitäts-Fußabdruck mit einem Ökologen am Standort des Klärwerks Steinhof in Braunschweig einschließlich Umsetzung von 75% eines zu vereinbarenden Aktionsplans mit Verbesserungsmaßnahmen
  • ökologisches Standortmanagement entsprechend einer definierten Charta an 75% der Standorte mit einer Größe von über 1 ha
  • Sensibilisierung der Beschäftigten zum Thema Biodiversität an 50% aller Standorte sowie
  • kompletter Verzicht auf die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln (Zero Phyto) an 75% aller Standorte. Der Fortschritt bei der Umsetzung dieser Maßnahmen ist in das Reporting integriert und wird sowohl auf Landesebene wie auf internationaler Ebene regelmäßig evaluiert und dokumentiert.
Veolia verfügt über besondere Kompetenz im Management von Wertstoffkreisläufen, sowie der effizienten Zusammenführung dezentraler Abfallströme und der damit verbundenen Aufbereitung in recycelte Rohstoffe. Das gilt insbesondere für große Wertstoffmengen wie beispielsweise Altpapier, in dem Veolia Marktführer ist. Dieses Know-how setzen wir aber auch für kleinere Abfallströme ein. So gewinnen wir Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser zurück, stellen lebensmitteltaugliche PET-Flakes aus Einwegflaschen her und gewinnen wertvollen Kompost und Biogas aus Bioabfall und Grünschnitt. Abfälle, die nicht mehr recycelt werden können, nutzt Veolia zur Produktion sogenannter Ersatzbrennstoffe, die als Ersatz für natürliche Primärenergieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle als Brennstoff eingesetzt werden, um Energie zu erzeugen. Ersatzbrennstoffe sind somit wahre Beschützer natürlicher Ressourcen.

Veolia hat sich weltweit das Ziel gesteckt, das Volumen verarbeiteter Kunststoffe, die die Verarbeitungsanlagen verlassen, zu erhöhen. 2021 konnte das gesteckte Ziel nicht erreicht werden, da kunststoffhaltige Wertströme am Markt besonders nachgefragt waren . aufgrund der aktuellen Situation nicht erreicht werden. Unseren Kunden bieten wir einfachen Zugang zu Entsorgungsdienstleistungen z.B durch Webshops, die Berechnung/Optimierung des Klimafußabdrucks von Dienstleistungen mithilfe des zertifizierten Tools GreenPath und die optimierte Sammel-Aktivitäten durch Digitalisierung (z.B. Füllstandsmesser).

So nutzt Veolia in Deutschland zur Gewinnung bzw. Aufbereitung von Trinkwasser in bundesweit 38 Wasserwerken in Abhängigkeit von den regionalen Gegebenheiten und unter Abwägung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte sowohl Grundwasser als auch Fernwasser. So wurden 2021 insgesamt 56,2 Mio. m3 zur Trinkwasserproduktion genutzt. Davon waren 22,6 Mio. m3 Grundwasser.Bei der Reinigung von Abwasser in bundesweit 128 Kläranlagen hält Veolia sämtliche Grenzwerte ein und kann diese vielfach übererfüllen. Anschließend wird das gereinigte Abwasser in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Veolia sorgt für die kontinuierliche Instandhaltung von Wasser-Infrastrukturen, um Wasserverluste auf dem Weg zum Kunden auf ein ökologisch und ökonomisch vertretbares Mindestmaß zu reduzieren. Den Schutz der wertvollen Ressource Wasser, auch durch die Bewahrung eines gesunden natürlichen Umfelds der Quellen, in denen es gewonnen wird, verstehen wir als Teil unseres Versorgungsauftrags. Weiterhin setzt sich Veolia dafür ein, Energie aus Abwasser zu gewinnen und dieses für den Betrieb der Kläranlagen zu nutzen. Darüber nutzt Veolia auf Kläranlagen, in Regenrückhaltebecken und der Kanalisation zunehmend digitale Sensoren, um Fehleinleitungen frühzeitig zu erkennen und schneller reagieren zu können. Die Abwasserentsorgung wird auf diesem Weg noch sicherer gemacht. Gewässerverunreinigungen können so vermieden und die Umwelt geschützt werden.

Mit unseren Produkten und Dienstleistungen zum Energiemanagement begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg in eine ressourceneffiziente und kohlenstoffarme Energieerzeugung. Herausragende Bedeutung hat das Projekt Kohleausstieg in Braunschweig, in dessen Rahmen die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt schon bald auf Kohle verzichtet und statt dessen auf der Basis von Biomasse in Form von Altholz sowie mit Erdgas zukunftsorientiert gestaltet wird. Mit den sogenannten Energieeffizienz-Quartieren versorgt Veolia darüber hinaus Stadtteile oder Industriegebiete an mehreren Standorten ressourcenschonend und kostensparend. Weitergeführt wurde im Berichtszeitraum das über das Programm Horizon 2020 finanzierte Projekt ReUseHeat. Naturstromprodukte und atomstromfreie Stromprodukte gehören zum Portfolio der Veolia-Stadtwerke.

Die Erbringung der Veolia-Dienstleistungen geht mit einem relevanten Energieverbrauch einher. Der gesamte Energieverbrauch von Veolia in Deutschland betrug 2021 rund 2.778.183 MWh.

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Kreissparkasse Heinsberg

Bewertung von Risiken im Bereich Umweltbelange
Negative Auswirkungen unserer eigenen Geschäftstätigkeit auf die Umwelt sind im Vergleich zu vielen anderen Geschäftszweigen eher gering. Natürliche Ressourcen verbrauchen wir primär im Bereich Papier und Energie und machen diese Verbräuche im Rahmen unserer Umweltbilanz nach dem Standard des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU) transparent (Datenbasis 2016: Strom: 2.712.180 Kilowattstunden, Fossile Brennstoffe: 2.734.191 Kilowattstunden; Wasser: 3.860 Kubikmeter; Papier: 39 Tonnen). Bei unseren Verbräuchen sehen wir keine Risiken, die schwerwiegende ökologische Auswirkungen nach sich ziehen könnten.

Aufgrund der geografischen Lage unseres Geschäftsgebiets betrachten wir jedoch mögliche Risiken, die Umwelteinflüsse auf unsere Geschäftstätigkeit haben könnten. Die Ereignisse im japanischen Fukushima haben dazu geführt, dass wir in Stresstests im Rahmen einer Szenarioanalyse die Gefahren bzw. Auswirkungen eines nuklearen Unglücks in Nähe zu unserem Geschäftsgebiet (in der Kernforschungsanlage Jülich bzw. im belgischen Atomkraftwerk Tihange) quartalsweise betrachten und bewerten. Darüber hinaus haben wir mögliche Risiken aufgrund von Naturgewalten (Hochwasser, Sturm, Feuer, Blitzschlag, Erdbeben etc.) im Bereich der „Operationellen Risiken“ als wesentlich identifiziert und mit Verlustparametern bewertet. Mindestens jährlich erfolgt eine Überprüfung derartiger Risiken sowie bezüglich des Managements derartiger Risiken eine Aktualisierung der erarbeiteten Notfallpläne. Zu möglichen Schäden aus derartigen Ereignissen unterhält die Kreissparkasse Heinsberg diverse Versicherungen.

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