Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

10
Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

Taifun-Tofu GmbH

Wir entwickeln kontinuierlich neue innovative Produkte und sind Vorreiter in der Herstellung kreativer Tofuprodukte. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, denn je mehr pflanzliche Produkte anstelle von tierischen konsumiert werden, desto geringer werden der Verbrauch von Land und die klimarelevanten Emissionen. Laut „Fleischatlas 2014“ des BUND werden heute drei Viertel aller Agrarflächen in irgendeiner Weise für die Tierfütterung beansprucht.

In Kooperation mit der TU München haben wir am Beispiel unseres Produktes Tofu-Wiener die CO2-Bilanz des Produktes ermittelt. Mit 0,79 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Tofu-Wiener (ab Werk) können wir eine selten günstige CO2-Bilanz für ein derart hochwertiges Eiweißprodukt ausweisen.

Für das Engagement im europäischen Vertragsanbau wurde der Taifun-Tofu GmbH 2005 der Innovationspreis „Bio-Lebensmittel-Verarbeitung“ verliehen. Dieses Engagement wird kontinuierlich vorangetrieben: Zusammen mit der Universität Hohenheim wurde 2016 das innovative Forschungsprojekt „1000 Gärten - Das Soja-Experiment“ ins Leben gerufen, das 2018 wiederholt wird. Ziel ist es, mithilfe von Hobbygärtner*innen Sojasorten zu finden, die auch in kälteren Regionen gut gedeihen. Als aktives Mitglied im Deutschen Sojaförderring und dem Sojanetzwerk macht die Taifun-Tofu GmbH seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Anbau von Soja öffentlich zugänglich. 2017 haben wir mit der Integration eines Wildbienen-Projekts in den heimischen Sojaanbau gestartet.

Auch auf der Ebene der Produktverpackungen verfolgen wir die neuesten Entwicklungen von umweltfreundlichen Alternativen. 2017 haben wir die Neuentwicklung von mineralölfreien Schäldärmen für die Wurstproduktion initiiert. Zusammen mit einem Hersteller von Faser- und Zellulosehüllen ist es unserem Lieferanten von Hilfsstoffen gelungen, Schäldärme pflanzlichen Ursprungs zu entwickeln, die zu deutlich reduzierten Einträgen von Paraffin führen. Diese werden seitdem in unserer Produktion eingesetzt.

Zum DNK-Profil

Vivawest GmbH

Innovationen sind für VIVAWEST ein wesentlicher Bestandteil, um Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben und die Organisation sukzessive und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der im Juni 2018 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ist die Implementierung eines strukturierten Innovationsmanagements verbunden, um die Innovationsfähigkeit in der eigenen Organisation zu erhöhen. Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST aber keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Vielmehr bestehen vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwicklung von Quartieren und in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind.

Im Rahmen von Feldversuchen und Pilotprojekten zu unterschiedlichen Themen erfolgt ein systematisches Monitoring, um aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz von neuen Produkten in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2018 standen vor allem Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene, der Einsatz von E-Ladesäulen sowie von lieferdienstunabhängigen Paketkastenanlagen und die Vorbereitung umfänglicher Smart Home-Projekte im Fokus der Betrachtungen.

Seit drei Jahren legt die Arbeitsgruppe Technische Produktentwicklung/Standards Bauteile fest, die als Standard von VIVAWEST und ihren technischen Dienstleistern im Rahmen von Neubauten, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verpflichtend zu verwenden sind. Hierbei wurden alle wesentlichen und in der Regel sichtbaren Bauteile berücksichtigt. Unterschieden werden dabei drei Varianten: So wird die Ausstattungslinien „Komfort" vorwiegend im Rahmen von Instandsetzungen und Modernisierungen angewendet, während die Ausstattungslinie „Premium“ und „Hochwertiger Neubau" ausschließlich im Neubau eingesetzt werden. Somit ist gewährleistet, dass die bei VIVAWEST eingesetzten Produkte nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog ausgewählt werden. Dieser berücksichtigt insbesondere die Qualität, die Langlebigkeit, die Verfügbarkeit am Markt und eine ökologische Bewertung. Zukünftig soll der Bauteilkatalog auf ausgewählte Produkte der Gebäudetechnik ausgeweitet werden.

Seit 2016 engagiert sich VIVAWEST zusammen mit der RAG Montan Immobilien, Essen, in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“. Zum Start des Projektes hatten Experten unterschiedlicher Disziplinen in einer „Denkfabrik“ Thesen dafür entwickelt, wie Integration im Quartier gelingen kann. Als Beispiele wurden aus dem Bestand von VIVAWEST das Quartier Duisburg-Vierlinden mit seinen Bergarbeiterwohnungen sowie aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien die noch zu entwickelnde Fläche des 2012 stillgelegten Bergwerks West (ehemals Friedrich-Heinrich) in Kamp-Lintfort herangezogen. Entwickelt wurde eine Toolbox mit vielen Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Die Ergebnisse, welche auf andere Quartiere übertragbar sind, wurden in 2018 im Rahmen eines Symposiums der interessierten Öffentlichkeit auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ebenfalls in 2016 startete im Segment Immobiliendienstleistungen das strategisch wichtige Projekt „DGM Feldtest 400“, dessen Fokus auf der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems liegt (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang rund 400 Gebäude mit einer Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes wurden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für die Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energieversorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns möglich.

Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Besitzerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers.

Die geplanten Pilotprojekte für 2019 können dem Nachhaltigkeits- bzw. Umweltprogramm entnommen werden.

Vergleiche Finanzbericht 2018 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 10) und Bericht 2018 (Seite 76f.).

Zum DNK-Profil

Open Europe Consulting

Wie oben beschrieben ist der Creating Shared Value Ansatz grundlegend für unsere Beratungsleistungen und Positionierung im Beratermarkt – zunächst als Nischenanbieter in einem Umfeld des Shareholder Value, als sich ganzheitliche Ansätze und nachhaltiges Wirtschaften in der Beraterbranche noch nicht durchgesetzt hatten.  

Unsere gelebte Werteorientierung spiegelte sich von Beginn an in unserer strategischen Ausrichtung wider. Wir gehörten zu den ersten Beratungsunternehmen, die international sektorenübergreifend und co-kreativ tätig waren, als es Begriffe wie Quadruple Helix (Akteure aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bildung sowie öffentlicher Verwaltung) oder Ökoysteme noch gar nicht gab.  

Auf diese Weise entstehen innovative und individuelle Konzepte und Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden und deren Stakeholdern entwickeln. Unser Wissen, unsere Erfahrung und Ressourcen aus unseren internationalen Netzwerken der verschiedenen Sektoren fließen dabei ein. Hands-on übernehmen wir Co-Verantwortung für den Erfolg der Projektentwicklung und die Projektumsetzung. Projektbeispiele entnehmen Sie bitte unserer Jubiläumsbroschüre (2011):

Aktuelle Projekte können Sie auf unserer Webpage/News einsehen:  
http://www.open-europe-consulting.eu/de/news  

Durch den Entwicklungsansatz werden viele Projekte in eine zweite, dritte oder vierte Stufe usw. geführt. Wir haben Klienten, die seit vielen Jahren mit uns zusammenarbeiten und nach Abschluss einer Entwicklungsstufe wieder zu uns zurückkehren und aufbauend darauf mit uns den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Der klassische Produktlebenszyklus besteht daher nur bei abgegrenzten und/oder einmaligen Aufträgen, vornehmlich im Trainingsbereich. Dieser macht aber nur ca. 1/5 unseres Auftragsvolumens aus.  

Die sozialen bzw. ökologischen Wirkungen unserer Beratungsleistungen werden unmittelbar durch OEC (Fragebogen) oder mittelbar durch unsere Auftraggeber oder Fördermittelinstitutionen in Form von beauftragten Evaluierungen erhoben, die Bestandteil der Projekte sind. Je nach Projektinhalt können hierbei mal die sozialen Wirkungen, mal die ökologischen Wirkungen mehr im Vordergrund stehen.  

Als konzentrierte, unmittelbare Erhebung wird, wie schon beschrieben, ab 2019 ein jährlicher Stakeholderdialog eingeführt.

Zum DNK-Profil

REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

Der Ausbau nachhaltigerer Sortimente ist eines der strategischen Hauptziele der REWE Group. Das Unternehmen setzt sich daher dafür ein, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen in sozialer und ökologischer Hinsicht zu verbessern und Wertschöpfungsketten insgesamt positiv zu beeinflussen. So trägt die REWE Group zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen bei. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die REWE Group eng mit ihren Lieferanten zusammen und entwickelt die ökologischen und sozialen Anforderungen für ihre Sortimente beständig weiter. Schritt für Schritt wird Nachhaltigkeit so neben Frische, Qualität und dem Preis ein zunehmend wichtiges Entscheidungskriterium im Einkaufsprozess. Dabei muss der Ausbau nachhaltigerer Sortimente im Einklang mit der Nachfrage der Kunden stehen.

Den Schwerpunkt der Aktivitäten legt die REWE Group auf ihre Eigenmarken, wo sie einen besonders großen Hebel in der Produktgestaltung hat. Für die systematische Umsetzung ihrer Ziele hat die REWE Group in Deutschland eine strategische Vorgehensweise etabliert, die die unterschiedlichen Ansätze der Säule Grüne Produkte bündelt (siehe dazu den Managementansatz Grüne Produkte).

Für die Säule Grüne Produkte wurde bei REWE und PENNY mit der Abteilung Nachhaltigkeit Ware eine neue Einheit geschaffen, die direkt dem Einkauf zugeordnet ist und dort bei der Gestaltung nachhaltiger Sortimente unterstützt.

Im Folgenden werden die relevanten Ansätze zur Gestaltung nachhaltigerer Sortimente vorgestellt:

Die relevanten Ansätze zur Gestaltung nachhaltiger Sortimente finden Sie im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht:
Der Ausbau von Bio- und Regionalsortimenten
Die Definition von Leitlinien und nachhaltigere Beschaffung von Rohstoffen
Die Stärkung von nachhaltigeren Markenartikeln
Das Engagement in Brancheninitiativen 

Weitere Informationen zur Zusammenarbeit mit Lieferanten sind in den Aspekten


Die REWE Group Deuschland hat für die Produkte ihrer Eigenmarken eine formalisierte Risikoanalyse für Food- und Non-Food-Produkte durchgeführt. Der Ansatz betrachtet das gesamte Sortiment des Unternehmens. Dafür wurde das Sortiment der Food- und Non-Food- Produkte in insgesamt 37 Warencluster aufgeteilt.

Das Vorgehen gliedert sich in die zwei Stränge: einer qualitativen und einer quantitativen Analyse. Im Rahmen der qualitativen Untersuchung wurden Studien und Reports ausgewertet und Interviews mit Einkäufern und NGOs geführt, um wesentliche Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungsketten zu ermitteln. Hierbei wurden neben den ökologischen Auswirkungen vor allem auch die Risiken im Bereich Arbeitsbedingungen und Menschenrechte identifiziert.

Der quantitativen Analyse auf Basis einer Input-Output-Analyse liegt ein volkswirtschaftliches Modell zugrunde. Hierzu wurden die ökologischen Auswirkungen in der Lieferkette wie beispielsweise Treibhausgasemissionen ermittelt und in monetäre Beträge umgerechnet. Die sozialen Auswirkungen wurden beurteilt, indem identifiziert wurde, wie viele Personen pro Warencluster in der gesamten Lieferkette tätig sind. Diese Daten wurden mit dem Einkaufsvolumen des Unternehmens sowie mit Informationen über Produktions- und Ursprungsländer verknüpft, um ökologische und soziale Risiken spezifisch monetär zu bewerten. So konnten für die einzelnen Warencluster die externen Kosten des eigenen Wirtschaftens quantifiziert werden.

Sogenannte Scorecards fassen die Ergebnisse der Analyse für jedes einzelne Warencluster zusammen und geben einen Überblick über die Sozial- und Umweltkosten der jeweiligen Produkte entlang der Wertschöpfungskette. Die Zuordnung in die fünf Stufen der Wertschöpfungskette ermöglicht dabei eine genauere Betrachtung der Schwerpunktthemen. Beim Warenclusters „Obst und Gemüse“ wurden z.B. Luftemissionen & Energie, Biodiversität, Boden, Wasser, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte als wichtigste Nachhaltigkeitsthemen entlangwährend der LieferketteRohstoffgewinnung ermittelt.

Zum DNK-Profil

Alpensped GmbH, Internationale Logistik

Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Entwicklung ohne Innovation nicht möglich ist. Innovationen sind die Treiber der Nachhaltigkeit.

Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit, die in den letzten Jahren bei Alpensped entwickelt und teilweise operationalisiert wurden sind u.a.:

  • Digitalisierung vieler Geschäftsprozesse und dadurch massive Reduzierung des Papierverbrauchs
  • Geschäftsfeldentwicklung : z.B. Hochschulprojekt 2018 "Transportsicherheit"
  • Andere Nachhaltige Geschäftsmodelle und-produkte
  • Marktanalysen und Beteiligung an F&E-Vorhaben
  • Teilnahme an Fachveranstaltungen
  • interne Innovationsprozesse (wie z.B. das erwähnte Vorschlagswesen)
So sind beispielsweise die regelmäßig stattfindenden Monatsinfos auf den Vorschlag eines Mitarbeiters zurückzuführen: Statt Mitteilungen schriftlich zu kommunizieren, finden nun regelmäßig persönliche Treffen statt. Bei diesen „Monatsinfos“ informiert die Geschäftsführung über Neuerungen, Vorhaben oder neue Anweisungen. Weitere Ausführungen zum Vorschlagswesen und Ideenmanagment finden Sie unter Kriterium 8 "Anreizsysteme".

Neben der Erstellung des CCF nach der Norm DIN EN ISO 14064-1:2012-5 werden auch die drei in der THG-Bilanz enthaltenen Abfertigungsarten (E=Einzelfahrt, M=Milk Run und T=Teilpartien) der Transporte nach der Norm DIN EN 16258:2013-03 zertifiziert. Damit ist Alpensped einer der wenigen Marktteilnehmer, der nach beiden Standards zertifiziert ist. Seit November 2012 weisen wir auch den sendungsspezifischen CO2 -Fußabdruck für jeden durchgeführten Transport auf unseren Rechnungen aus. Dieser Transport Carbon Footprint (TCF) bezeichnet die Bilanz der Treibhausgas-Emissionen einer Sendung entlang der gesamten Wegstrecke. Die Berechnung des CO2-Wertes beruht auf der Norm DIN EN 16258:2012, nach welcher ein Liter Diesel einem Wert von 3,24 kg CO2 entspricht. Darauf basierend, setzt sich die Berechnung der THG-Emissionen bei Alpensped zu 40% aus jährlich erhobenen Dieselverbräuchen bei den Frachtführern und zu 60% aus Durchschnittswerten des DSLV (Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.) zusammen. Die Zahlen des Verbands stammen aus dem Jahr 2013. Die Auslastung der Fahrzeuge und die zurückgelegten Entfernungen der Sendungen werden tagesaktuell durch die Dispositions- Software ermittelt.

Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen