Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

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Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

Taifun-Tofu GmbH

Wir entwickeln kontinuierlich neue innovative Produkte und sind Vorreiter in der Herstellung kreativer Tofuprodukte. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, denn je mehr pflanzliche Produkte anstelle von tierischen konsumiert werden, desto geringer werden der Verbrauch von Land und die klimarelevanten Emissionen. Laut „Fleischatlas 2014“ des BUND werden heute drei Viertel aller Agrarflächen in irgendeiner Weise für die Tierfütterung beansprucht.

In Kooperation mit der TU München haben wir am Beispiel unseres Produktes Tofu-Wiener die CO2-Bilanz des Produktes ermittelt. Mit 0,79 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Tofu-Wiener (ab Werk) können wir eine selten günstige CO2-Bilanz für ein derart hochwertiges Eiweißprodukt ausweisen.

Für das Engagement im europäischen Vertragsanbau wurde der Taifun-Tofu GmbH 2005 der Innovationspreis „Bio-Lebensmittel-Verarbeitung“ verliehen. Dieses Engagement wird kontinuierlich vorangetrieben: Zusammen mit der Universität Hohenheim wurde 2016 das innovative Forschungsprojekt „1000 Gärten - Das Soja-Experiment“ ins Leben gerufen, das 2018 wiederholt wird. Ziel ist es, mithilfe von Hobbygärtner*innen Sojasorten zu finden, die auch in kälteren Regionen gut gedeihen. Als aktives Mitglied im Deutschen Sojaförderring und dem Sojanetzwerk macht die Taifun-Tofu GmbH seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Anbau von Soja öffentlich zugänglich. 2017 haben wir mit der Integration eines Wildbienen-Projekts in den heimischen Sojaanbau gestartet.

Auch auf der Ebene der Produktverpackungen verfolgen wir die neuesten Entwicklungen von umweltfreundlichen Alternativen. 2017 haben wir die Neuentwicklung von mineralölfreien Schäldärmen für die Wurstproduktion initiiert. Zusammen mit einem Hersteller von Faser- und Zellulosehüllen ist es unserem Lieferanten von Hilfsstoffen gelungen, Schäldärme pflanzlichen Ursprungs zu entwickeln, die zu deutlich reduzierten Einträgen von Paraffin führen. Diese werden seitdem in unserer Produktion eingesetzt.

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Fiducia & GAD IT AG

Die Fiducia & GAD stellt mit ihren IT-Dienstleistungen einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfungskette von Finanzdienstleistern dar. Somit ist ein Nachhaltigkeitsbestreben im eigenen Haus, wie z. B. das energieeffiziente Betreiben unserer Rechenzentren, gleichzeitig ein Dienst für mehr Nachhaltigkeit bei unseren Kunden, die das IT-gestützte Bankverfahren an uns auslagern. Im Hinblick auf diese Abhängigkeiten entwickeln wir aktuell unsere Nachhaltigkeitsstrategie (siehe auch Kriterium 1). Unser Ziel ist es, mit unseren Dienstleistungen Finanzdienstleistern aus IT-Sicht zu ermöglichen, nachhaltiger zu agieren. Dies umfasst den Regelbetrieb von Banken-IT wie auch neue Dienstleistungsprodukte zur Lösung von Nachhaltigkeitsherausforderungen. Eine positive Nachhaltigkeitswirkung lässt sich im ersten Schritt durch eine zunehmende Digitalisierung der Bankprozesse erreichen (Ressourcenschonung). Dies adressieren wir im Zuge unserer Betriebsökologie, durch Einbindung der Geschäftsbereiche (Druckprozesse für Kunden) und im Zuge des genossenschaftlichen Gemeinschaftsprojekts „Digitalisierungsoffensive“. 

 
Doch auch darüber hinaus hat IT das Potenzial, durch z.B. neue Vernetzungs- und Informationswege, Bankgeschäfte sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Um die nachhaltigkeitsbezogenen Geschäftschancen und Wirkungsmöglichkeiten besser zu verstehen und auszubauen, suchen wir aktuell aktiv den Dialog in der genossenschaftlichen FinanzGruppe zur Klärung nachhaltigkeitsbezogener Kundenbedürfnisse und organisieren intern Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten zum Themencluster Kerngeschäft/Innovation/Nachhaltigkeit.   

Die Fiducia & GAD betreibt aktive Innovationsarbeit mit eigenen Innovation Labs an den drei Standorten Karlsruhe, München und Münster. Auch unsere Innovationsarbeit ist den genossenschaftlichen Prinzipien von Solidarität, Partnerschaftlichkeit, Bodenständigkeit und Transparenz verpflichtet und weist somit Schnittmengen mit Nachhaltigkeitsthemen auf, z. B. Sharing Economy und Ausbau regionaler Vernetzungsmöglichkeiten.

Wir wissen, dass es ein völlig neues Innovationsklima braucht, um auch in Zukunft mit dem Wettbewerb mithalten zu können. Unser Innovationskonzept setzt auf die Ideenkraft und die Erfahrung unserer Mitarbeiter, gepaart mit einer engen Kooperation mit unseren Kunden. Innovation ist eine Unternehmensaufgabe und braucht Querdenker und Freiraum für gute Ideen.

Zu einem innovationsfreundlichen Klima gehört auch die entsprechende Arbeitsumgebung. Innovationsräume in Karlsruhe und München fördern schon heute Agilität, Kreativität und die Kollaboration der Mitarbeiter untereinander. In Münster dient das Innovationsforum schon seit langem als Impulsgeber für Trends.

Das Innovationsmanagement bietet neben den Räumlichkeiten ein Innovationsprogramm, das von der Förderung der Ideen über agile Projektphasen bis hin zu fertigen Produkten die Mitarbeiter der Fiducia & GAD sowie mit eingebundene Bankkunden intensiv und aktiv begleitet. Die Innovationskollegen unterstützen dabei mit unterschiedlichen Kreativmethoden (World Café, Design Thinking, Kanban, u. v. m.) oder Moderation von Workshops. Ziel sind die Förderung und das „Wachsenlassen“ von Ideen und kreativen Denkanstößen. Durch ein gut aufgestelltes Netzwerk mit anderen Innovationseinrichtungen wie dem ImpactHub in München und Ruhr oder dem CyberForum in Karlsruhe können Kontakte zu Start-ups, Fintechs oder Speakern hergestellt werden.

Verschiedene Formate wie MorgenMacher, Machertreffen, Internet of Things-Workshops und Hackathons sorgen für die regelmäßige Einbettung von Innovationsthemen und -impulsen in das Tagesgeschäft. Das „Macher-Spezial-Programm“ schließt an die genannten Regelformate an. Ziel ist es, Erfolg versprechende Ideen möglichst schnell und kostengünstig am Markt zu validieren und im besten Fall, nach erfolgreichem internem Pitch, als Start-up den Sprung ins anschließende Intrapreneurship-Programm zu schaffen.

Aktuell befinden sich mehrere Projekte mit direktem Nachhaltigkeitsbezug in einer solchen Testphase. Details können aus Wettbewerbsgründen erst zu einem späteren Zeitpunkt berichtet werden.

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Vivawest GmbH

Innovationen sind für VIVAWEST ein wesentlicher Bestandteil, um Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben und die Organisation sukzessive und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der im Juni 2018 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ist die Implementierung eines strukturierten Innovationsmanagements verbunden, um die Innovationsfähigkeit in der eigenen Organisation zu erhöhen. Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST aber keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Vielmehr bestehen vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwicklung von Quartieren und in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind.

Im Rahmen von Feldversuchen und Pilotprojekten zu unterschiedlichen Themen erfolgt ein systematisches Monitoring, um aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz von neuen Produkten in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2018 standen vor allem Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene, der Einsatz von E-Ladesäulen sowie von lieferdienstunabhängigen Paketkastenanlagen und die Vorbereitung umfänglicher Smart Home-Projekte im Fokus der Betrachtungen.

Seit drei Jahren legt die Arbeitsgruppe Technische Produktentwicklung/Standards Bauteile fest, die als Standard von VIVAWEST und ihren technischen Dienstleistern im Rahmen von Neubauten, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verpflichtend zu verwenden sind. Hierbei wurden alle wesentlichen und in der Regel sichtbaren Bauteile berücksichtigt. Unterschieden werden dabei drei Varianten: So wird die Ausstattungslinien „Komfort" vorwiegend im Rahmen von Instandsetzungen und Modernisierungen angewendet, während die Ausstattungslinie „Premium“ und „Hochwertiger Neubau" ausschließlich im Neubau eingesetzt werden. Somit ist gewährleistet, dass die bei VIVAWEST eingesetzten Produkte nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog ausgewählt werden. Dieser berücksichtigt insbesondere die Qualität, die Langlebigkeit, die Verfügbarkeit am Markt und eine ökologische Bewertung. Zukünftig soll der Bauteilkatalog auf ausgewählte Produkte der Gebäudetechnik ausgeweitet werden.

Seit 2016 engagiert sich VIVAWEST zusammen mit der RAG Montan Immobilien, Essen, in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“. Zum Start des Projektes hatten Experten unterschiedlicher Disziplinen in einer „Denkfabrik“ Thesen dafür entwickelt, wie Integration im Quartier gelingen kann. Als Beispiele wurden aus dem Bestand von VIVAWEST das Quartier Duisburg-Vierlinden mit seinen Bergarbeiterwohnungen sowie aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien die noch zu entwickelnde Fläche des 2012 stillgelegten Bergwerks West (ehemals Friedrich-Heinrich) in Kamp-Lintfort herangezogen. Entwickelt wurde eine Toolbox mit vielen Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Die Ergebnisse, welche auf andere Quartiere übertragbar sind, wurden in 2018 im Rahmen eines Symposiums der interessierten Öffentlichkeit auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ebenfalls in 2016 startete im Segment Immobiliendienstleistungen das strategisch wichtige Projekt „DGM Feldtest 400“, dessen Fokus auf der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems liegt (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang rund 400 Gebäude mit einer Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes wurden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für die Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energieversorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns möglich.

Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Besitzerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers.

Die geplanten Pilotprojekte für 2019 können dem Nachhaltigkeits- bzw. Umweltprogramm entnommen werden.

Vergleiche Finanzbericht 2018 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 10) und Bericht 2018 (Seite 76f.).

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Open Europe Consulting

Wie oben beschrieben ist der Creating Shared Value Ansatz grundlegend für unsere Beratungsleistungen und Positionierung im Beratermarkt – zunächst als Nischenanbieter in einem Umfeld des Shareholder Value, als sich ganzheitliche Ansätze und nachhaltiges Wirtschaften in der Beraterbranche noch nicht durchgesetzt hatten.  

Unsere gelebte Werteorientierung spiegelte sich von Beginn an in unserer strategischen Ausrichtung wider. Wir gehörten zu den ersten Beratungsunternehmen, die international sektorenübergreifend und co-kreativ tätig waren, als es Begriffe wie Quadruple Helix (Akteure aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bildung sowie öffentlicher Verwaltung) oder Ökoysteme noch gar nicht gab.  

Auf diese Weise entstehen innovative und individuelle Konzepte und Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden und deren Stakeholdern entwickeln. Unser Wissen, unsere Erfahrung und Ressourcen aus unseren internationalen Netzwerken der verschiedenen Sektoren fließen dabei ein. Hands-on übernehmen wir Co-Verantwortung für den Erfolg der Projektentwicklung und die Projektumsetzung. Projektbeispiele entnehmen Sie bitte unserer Jubiläumsbroschüre (2011):

Aktuelle Projekte können Sie auf unserer Webpage/News einsehen:  
http://www.open-europe-consulting.eu/de/news  

Durch den Entwicklungsansatz werden viele Projekte in eine zweite, dritte oder vierte Stufe usw. geführt. Wir haben Klienten, die seit vielen Jahren mit uns zusammenarbeiten und nach Abschluss einer Entwicklungsstufe wieder zu uns zurückkehren und aufbauend darauf mit uns den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Der klassische Produktlebenszyklus besteht daher nur bei abgegrenzten und/oder einmaligen Aufträgen, vornehmlich im Trainingsbereich. Dieser macht aber nur ca. 1/5 unseres Auftragsvolumens aus.  

Die sozialen bzw. ökologischen Wirkungen unserer Beratungsleistungen werden unmittelbar durch OEC (Fragebogen) oder mittelbar durch unsere Auftraggeber oder Fördermittelinstitutionen in Form von beauftragten Evaluierungen erhoben, die Bestandteil der Projekte sind. Je nach Projektinhalt können hierbei mal die sozialen Wirkungen, mal die ökologischen Wirkungen mehr im Vordergrund stehen.  

Als konzentrierte, unmittelbare Erhebung wird, wie schon beschrieben, ab 2019 ein jährlicher Stakeholderdialog eingeführt.

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Sparkasse Schweinfurt-Haßberge

10 Innovations- und Produktmanagement  
Für die Angebote der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge sind keine allgemeinen Nachhaltigkeitsanforderungen definiert. 
 
Ein etabliertes Ideenmanagementsystem bietet einen Rahmen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen Belangen der Sparkasse. Für nachhaltige Angebote ist darüber hinaus kein gesonderter systematisierter Innovationsprozess implementiert.

Für die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ist dies der erste Nachhaltigkeitsbericht. Wirkungen der Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette der eigenen Produkte und Leistungen sind nicht beschrieben.  Es wurden keine Überlegungen hinsichtlich der Wirkung unserer wesentlichen Produkte und Dienstleistungen entlang unserer Wertschöpfungskette beschrieben. Dies gilt auch für die Beschreibung der Wirkung von Innovationsprozessen entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produkt-Lebenszyklusses im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.
 

Geschäftspartner der Sparkasse werden aktuell nicht in die Innovationsprozesse einbezogen.  

Richtlinien zur Entwicklung von Dienstleistungen und nachhaltigen Finanzprodukten oder zur Finanzierung nachhaltiger Projekte sind nicht verabschiedet.

Unabhängig davon bietet die Sparkasse eigene Passiv-Produkte und Produkte der Partner der Sparkassen-Finanzgruppe zur nachhaltigen Geldanlage an. Einige Beispiele:

-  Im Passivbereich hält die Sparkasse seit 2015 Möglichkeiten für „Nachhaltige Geldanlage“ bereit, die das regionalen Projekt „Nachhaltigkeit im Steigerwald“ der Marktgemeinde Oberschwarzach, des Steigerwald-Zentrums mit der Sparkasse verbindet: In Abhängigkeit vom Volumen, das der Kunde in einem so geförderten Anlageprodukt zeichnet, spendet die Sparkasse eine bestimmte Menge an „klimastabilen“ Baumsetzlingen, die zur Aufforstung einer Fläche von 8 ha verwendet werden. Ziel ist, die Fläche eines bisher instabilen Nadelwaldes, der vom Sturm „gerodet“ worden war, in einen „regionalen Zukunftswald“ zu verwandeln.


Immer mehr Kunden haben Interesse, einen Teil Ihres Vermögens zur Anlage in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen/Projekte zu lenken.

Im Jahr 2018 haben unsere Kunden nachhaltige Fonds der S-Finanzgruppe und Ihrer Kooperationspartner in Höhe von rund 3,9 Mio. Euro erworben. Zum 31.12.2018 hatten unsere Kunden insgesamt rund 5,4 Mio. Euro in nachhaltigen Fonds angelegt. 

Auch die Sparkasse legt ihre eigenen Mittel nachhaltig an, sofern sich passende Möglichkeiten ergeben: Im Depot A der Sparkasse befanden sich zum 31.12.2018 17,5 Mio. EUR „Green Bonds“.    

Wenn es um die Finanzierung nachhaltiger Projekte geht, ist die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ein verlässlicher Partner für die Bürger, für den Mittelstand und für die Kommunen der Region. Die Finanzierungs- bzw. Förderberatung gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Dadurch werden insbesondere regionale Betriebe gefördert und unterstützt. Unsere Finanzierungs-Spezialisten beraten private und gewerbliche Kunden aktiv zu den Förderprogrammen der öffentlichen Hand in den Bereichen Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Umweltschutz.

Bei Privatkunden dreht sich die Beratung vor allem um energetische Sanierung von Wohnimmobilien und energieeffiziente Neubauten. Die Sparkasse unterstützt die energetische Modernisierung von Gebäuden bzw. Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz auch durch spezielle Beratungstage. Bei Bedarf stellen wir Kontakt zu Energieberatern her, die die technische Komponente abdecken.
Wenn sich der Kunde entschließt, ein Energie-Spar-Projekt mit der Sparkasse zu finanzieren, erhält er von der Sparkasse einen Zuschuss zur Energieberatung bei einem zertifizierten Energieberater von bis zu 400,00 Euro.        

Im Jahr 2018 wurden gewerbliche Programme (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Verminderung von Emissionen, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Verbraucherschutz)  mit einem Volumen von insgesamt 16,9 Mio. €  und wohnwirtschaftliche Programme (energieeffizient sanieren, energieeffizient bauen, erneuerbare Energien) mit einem Volumen insgesamt 7,6 Mio. € ausgegeben.
  
Welche Auswirkungen unsere wesentlichen Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung bzw. der Nutzung/Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben, wird derzeit nicht ermittelt bzw. ausgewertet.  
  


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