Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

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Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator G4-FS11 
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen

Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten
 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes

Sparkasse Schweinfurt-Haßberge

10 Innovations- und Produktmanagement  
Für die Angebote der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge sind keine allgemeinen Nachhaltigkeitsanforderungen definiert. 
 
Ein etabliertes Ideenmanagementsystem bietet einen Rahmen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen Belangen der Sparkasse. Für nachhaltige Angebote ist darüber hinaus kein gesonderter systematisierter Innovationsprozess implementiert.

Für die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ist dies der erste Nachhaltigkeitsbericht. Wirkungen der Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette der eigenen Produkte und Leistungen sind nicht beschrieben.  Es wurden keine Überlegungen hinsichtlich der Wirkung unserer wesentlichen Produkte und Dienstleistungen entlang unserer Wertschöpfungskette beschrieben. Dies gilt auch für die Beschreibung der Wirkung von Innovationsprozessen entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produkt-Lebenszyklusses im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.
 

Geschäftspartner der Sparkasse werden aktuell nicht in die Innovationsprozesse einbezogen.  

Richtlinien zur Entwicklung von Dienstleistungen und nachhaltigen Finanzprodukten oder zur Finanzierung nachhaltiger Projekte sind nicht verabschiedet.

Unabhängig davon bietet die Sparkasse eigene Passiv-Produkte und Produkte der Partner der Sparkassen-Finanzgruppe zur nachhaltigen Geldanlage an. Einige Beispiele:

-  Im Passivbereich hält die Sparkasse seit 2015 Möglichkeiten für „Nachhaltige Geldanlage“ bereit, die das regionalen Projekt „Nachhaltigkeit im Steigerwald“ der Marktgemeinde Oberschwarzach, des Steigerwald-Zentrums mit der Sparkasse verbindet: In Abhängigkeit vom Volumen, das der Kunde in einem so geförderten Anlageprodukt zeichnet, spendet die Sparkasse eine bestimmte Menge an „klimastabilen“ Baumsetzlingen, die zur Aufforstung einer Fläche von 8 ha verwendet werden. Ziel ist, die Fläche eines bisher instabilen Nadelwaldes, der vom Sturm „gerodet“ worden war, in einen „regionalen Zukunftswald“ zu verwandeln.


Immer mehr Kunden haben Interesse, einen Teil Ihres Vermögens zur Anlage in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen/Projekte zu lenken.

Im Jahr 2018 haben unsere Kunden nachhaltige Fonds der S-Finanzgruppe und Ihrer Kooperationspartner in Höhe von rund 3,9 Mio. Euro erworben. Zum 31.12.2018 hatten unsere Kunden insgesamt rund 5,4 Mio. Euro in nachhaltigen Fonds angelegt. 

Auch die Sparkasse legt ihre eigenen Mittel nachhaltig an, sofern sich passende Möglichkeiten ergeben: Im Depot A der Sparkasse befanden sich zum 31.12.2018 17,5 Mio. EUR „Green Bonds“.    

Wenn es um die Finanzierung nachhaltiger Projekte geht, ist die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ein verlässlicher Partner für die Bürger, für den Mittelstand und für die Kommunen der Region. Die Finanzierungs- bzw. Förderberatung gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Dadurch werden insbesondere regionale Betriebe gefördert und unterstützt. Unsere Finanzierungs-Spezialisten beraten private und gewerbliche Kunden aktiv zu den Förderprogrammen der öffentlichen Hand in den Bereichen Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Umweltschutz.

Bei Privatkunden dreht sich die Beratung vor allem um energetische Sanierung von Wohnimmobilien und energieeffiziente Neubauten. Die Sparkasse unterstützt die energetische Modernisierung von Gebäuden bzw. Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz auch durch spezielle Beratungstage. Bei Bedarf stellen wir Kontakt zu Energieberatern her, die die technische Komponente abdecken.
Wenn sich der Kunde entschließt, ein Energie-Spar-Projekt mit der Sparkasse zu finanzieren, erhält er von der Sparkasse einen Zuschuss zur Energieberatung bei einem zertifizierten Energieberater von bis zu 400,00 Euro.        

Im Jahr 2018 wurden gewerbliche Programme (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Verminderung von Emissionen, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Verbraucherschutz)  mit einem Volumen von insgesamt 16,9 Mio. €  und wohnwirtschaftliche Programme (energieeffizient sanieren, energieeffizient bauen, erneuerbare Energien) mit einem Volumen insgesamt 7,6 Mio. € ausgegeben.
  
Welche Auswirkungen unsere wesentlichen Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung bzw. der Nutzung/Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben, wird derzeit nicht ermittelt bzw. ausgewertet.  
  


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Alpensped GmbH, Internationale Logistik

Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Entwicklung ohne Innovation nicht möglich ist. Innovationen sind die Treiber der Nachhaltigkeit.

Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit, die in den letzten Jahren bei Alpensped entwickelt und teilweise operationalisiert wurden sind u.a.:

  • Digitalisierung vieler Geschäftsprozesse und dadurch massive Reduzierung des Papierverbrauchs
  • Geschäftsfeldentwicklung : z.B. Hochschulprojekt 2018 "Transportsicherheit"
  • Andere Nachhaltige Geschäftsmodelle und-produkte
  • Marktanalysen und Beteiligung an F&E-Vorhaben
  • Teilnahme an Fachveranstaltungen
  • interne Innovationsprozesse (wie z.B. das erwähnte Vorschlagswesen)
So sind beispielsweise die regelmäßig stattfindenden Monatsinfos auf den Vorschlag eines Mitarbeiters zurückzuführen: Statt Mitteilungen schriftlich zu kommunizieren, finden nun regelmäßig persönliche Treffen statt. Bei diesen „Monatsinfos“ informiert die Geschäftsführung über Neuerungen, Vorhaben oder neue Anweisungen. Weitere Ausführungen zum Vorschlagswesen und Ideenmanagment finden Sie unter Kriterium 8 "Anreizsysteme".

Neben der Erstellung des CCF nach der Norm DIN EN ISO 14064-1:2012-5 werden auch die drei in der THG-Bilanz enthaltenen Abfertigungsarten (E=Einzelfahrt, M=Milk Run und T=Teilpartien) der Transporte nach der Norm DIN EN 16258:2013-03 zertifiziert. Damit ist Alpensped einer der wenigen Marktteilnehmer, der nach beiden Standards zertifiziert ist. Seit November 2012 weisen wir auch den sendungsspezifischen CO2 -Fußabdruck für jeden durchgeführten Transport auf unseren Rechnungen aus. Dieser Transport Carbon Footprint (TCF) bezeichnet die Bilanz der Treibhausgas-Emissionen einer Sendung entlang der gesamten Wegstrecke. Die Berechnung des CO2-Wertes beruht auf der Norm DIN EN 16258:2012, nach welcher ein Liter Diesel einem Wert von 3,24 kg CO2 entspricht. Darauf basierend, setzt sich die Berechnung der THG-Emissionen bei Alpensped zu 40% aus jährlich erhobenen Dieselverbräuchen bei den Frachtführern und zu 60% aus Durchschnittswerten des DSLV (Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.) zusammen. Die Zahlen des Verbands stammen aus dem Jahr 2013. Die Auslastung der Fahrzeuge und die zurückgelegten Entfernungen der Sendungen werden tagesaktuell durch die Dispositions- Software ermittelt.

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Sparkasse Bremen

In der Sparkasse Bremen gibt es seit 2012 ein strukturiertes Innovationsmanagement. Zielsetzung ist es, die Innovationsfähigkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Das Innovationsmanagement fördert mit unterschiedlichen Bausteinen und Methoden z.B. Ideenmanagement, Ideenwettbewerbe und Kreativitätsworkshops die Einführung von Ideen und Innovationen zur Steigerung des Kundennutzens und der Produktivität. Ergebnisse aus Marktforschungsaktivitäten werden ausgewertet und auf Innovationspotenzial überprüft. Mit dem Ideenmanagement werden die Mitarbeiter ermutigt eigene Ideen einzubringen: zur Vereinfachung von Prozessen, umweltschonenden Maßnahmen oder innovativen Produkten. 

Um die Qualität der Ideen sowie deren Umsetzung zu steigern, wurde ab Januar 2018 die neue innovative und moderne Plattform (S-Innovation) eingeführt. Die Mitarbeiter können Ideen diskutieren, bewerten und kommentieren. Ideen werden dadurch veredelt, weiterentwickelt und reifen zu Innovationen. Die Mitarbeiter haben zusätzlich den Nutzen sich am Innovationsprozess zu beteiligen, da sie durch ihre Kommentare und Bewertungen aktiv Einfluss auf die Entscheidung nehmen und damit auch die Umsetzungsquote erhöht wird.  

In S-Innovation wurden in 2018 324 Ideen eingereicht. Die Umsetzungsquote konnte auf 32% gesteigert werden. Die Beteiligung der Mitarbeiter ist durch die Bewertungs- und Kommentarfunktion ebenfalls noch einmal deutlich gestiegen.   

Da der Kundennutzen für die Sparkasse Bremen im Mittelpunkt steht, werden die Finanzdienstleistungen und Produkte an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet. Die Kunden werden individuell und ganzheitlich in all ihren Phasen des Lebens betreut. Ihren Bedürfnissen entsprechend können die Kunden wählen, wann, von wo und auf welchem Weg sie mit der Sparkasse in Kontakt treten. Mit einer ganzheitlichen Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungskonzepten können somit sowohl die Wünsche der Kunden erfüllt als auch ein Beitrag zur Zukunftssicherung der Region geleistet werden. 

Die Sparkasse Bremen hat ihr Portfolio in den letzten Jahren weiterentwickelt und bietet ihren Kunden proaktiv Geldanalagen an, die einen ökologischen und sozialen Nutzen stiften. Somit haben die Kunden die Möglichkeit, ihr Geld verantwortungsvoll anzulegen, sodass es Erträge bringt und gleichzeitig Gutes bewirkt. Bei der Sparkasse Bremen können Kunden ihr Geld nachhaltig in den Bereichen Umweltschutz, Mikrokreditvergabe, Wasser und smarte Energie anlegen. 

Zum Start ins Jahr 2018 hat die Sparkasse Bremen ein besonderes Investment getätigt: Sie hat in ihrem Rentenfonds die Anleihe eines Klimaschutzfonds erworben, der von der Bundesregierung und der KfW-Bank unterstützt wird. Die Anleihe wurde extra für die Sparkasse Bremen aufgelegt. Sie deckt mit diesem Investment das steigende Bedürfnis der Kunden im Hinblick auf nachhaltige Geldanlagen.     

Als regionales Kreditinstitut trägt sie maßgeblich zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Lösung demografischer Herausforderungen und sozialer Aufgaben bei. Als Sparkasse engagieren wir uns umfassend für das Gelingen der Energiewende. Dabei ist es uns ein Anliegen, private Kunden und Sparer, Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung unserer Region einzubeziehen.

Die Sparkasse Bremen engagiert sich auf mehreren Ebenen für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Dazu gehört, dass wir Firmenkunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg begleiten. Von der Existenzgründung über Expansion und Auslandsgeschäfte bis hin zur Unternehmensnachfolge. Dabei binden wir auch öffentliche Fördermittel ein und arbeiten mit Partnern wie der Bremer Aufbau-Bank GmbH zusammen. Die Sparkasse Bremen ist Premium Partner der KfW und Mitglied sowohl im Finanzierer- als auch im juristischen Beirat des Bundesverbands Windenergie (BWE). Wir werden vorab über wichtige Veränderungen informiert, so dass wir diese Informationen schneller an unsere Berater und diese wiederum an unsere Kunden geben können. 

Auch in 2018 konnten u.a. folgende Projekte von der Sparkasse Bremen unterstützt werden:
Werder Strom (100% Ökostrom wovon 1% aus der Photovoltaikanlage des Weserstadions stammt); Weser Stadion (Hochmoderne neue Heizzentrale sowie Photovoltaikanlage, bestehend aus 200.000 Solarzellen. Zusammengrechnet bedeckt die Anlage eine Fläche von 2 Fussballfeldern und erzeugt bis zu 1.000.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit wird die Umwelt um den Ausstoß von 500 Tonnen CO2 jährlich entlastet); sowie Green Living (Nachhaltiges Wohnen, d.h. außergewöhnlich hohe Energieeffizienz und somit niedrige Nebenkosten für Mieter).         

Seit 25 Jahren wurden mehr als 950 Windenergieanlagen finanziert. Mit deren Gesamtleistung können rund 920.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. Die Sparkasse engagiert sich in den Bereichen Energie, Klima und Umweltschutz, in kleinen ebenso wie in großen Projekten. Hausbesitzer, die ihr Gebäude energetisch sanieren oder optimieren wollen, unterstützen wir bei der Wahl der Finanzierung und beraten sie bei der Einbindung unterschiedlichster Förderprogramme.

Finanzdienstleistungsprodukte haben keine wesentlichen ökologischen Auswirkungen. Dort, wo doch welche entstehen sollten, sind wir uns den Auswirkungen bewusst und handeln entsprechend. Soziale Auswirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sind vorhanden. Wir handeln hier in dem Sinne, dass wir allen Bevölkerungsschichten in jeden Lebenslagen Produkte und Dienstleistungen anbieten und empfehlen können.    

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Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt

Vor allem im Kerngeschäft der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt – bei dem Neubau und der Modernisierung von Wohnungen – gehen soziale und ökologische Wirkungen Hand in Hand. Nicht zuletzt wird auch die Bezahlbarkeit der Wohnungen durch die Energiekosten beeinflusst. Die mehr als 58.000 Wohneinheiten der Unternehmensgruppe hinterlassen einen deutlichen CO2-Fußabdruck in Höhe von 153.633 t CO2 jährlich – dies ist vergleichbar mit den Emissionen einer Kleinstadt. Ein wichtiger Hebel ist hierbei ein energetisch optimierter Gebäudebestand – über 90 % der durch die Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren getätigten Neubauten sind besser als der gesetzlich vorgegebene energetische Neubaustandard. Bei dem Gebäudebestand der Unternehmensgruppe Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt sorgen Modernisierungen kontinuierlich für eine bessere Energieeffizienz. Die im Jahr 2017 modernisierten Wohneinheiten sparen jährlich 6.400 MWh Primärenergie ein und emittieren dabei jährlich 1.500 Tonnen weniger CO2-Äquivalent. Um auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wird die Unternehmensgruppe bis zum Jahr 2021 rund 4.900 Wohneinheiten bauen und jährlich über 106 Millionen Euro für die bauliche Bestandsentwicklung bereitstellen. Auch die Versorgung der Gebäude durch regenerativen Strom und CO2-neutralisiertes Erdgas ist ein wichtiges Element, mit der die Unternehmensgruppe zu einer klimaschonenden Stadtentwicklung beiträgt.

Weiterhin zahlt bei der Quartiersentwicklung die Erprobung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte auf den Überbegriff Innovation ein. Innovative Mobilitätskonzepte sollen gleichermaßen für die Mieter als auch für die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe angeboten werden. Das zugrunde liegende integrierte Mobilitätskonzept wurde in den Jahren 2015 und 2016 erarbeitet. Die Umsetzungsvorbereitungen, wie Ausschreibungen, Vertragsverhandlungen und Abstimmungen der technischen Rahmenbedingungen, standen 2017 im Fokus. Die Umsetzung erfolgt ab 2018. Zu den Angeboten gehören das Aufstellen von Ladepunkten für E-Autos, Carsharing-Angebote, der Verleih von Pedelecs und auch E-Lastenrädern. Nach einer mehrjährigen Erprobungsphase wird entschieden, ob und wie die Mobilitätsangebote sukzessive sowohl für den Neubau als auch für den Bestand genutzt werden können.

Zuletzt zeigte die Unternehmensgruppe ihr Innovationsstreben durch Beteiligung an zwei Forschungsprojekten des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), die prognostizierte und tatsächlich realisierte Modernisierungserfolge bewerten. Die Teilnahme an Forschungsprojekten hilft bei der Selbsteinschätzung und ist wichtig, um glaubhaft darstellen zu können, dass bei unseren Modernisierungen auch tatsächlich die Energieeinsparungen vollzogen werden, die wir prognostiziert haben. Zugleich können wir aus den Ergebnissen lernen und diese bei künftigen Modernisierungsmaßnahmen anwenden. Außerdem ergeben sich Möglichkeiten in der zielgerichteten Ausrichtung unserer Mieterberatungsangebote zum Energiesparen.

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Vivawest GmbH

Innovationen sind für VIVAWEST ein wesentlicher Bestandteil, um Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben und die Organisation sukzessive und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der im Juni 2018 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ist die Implementierung eines strukturierten Innovationsmanagements verbunden, um die Innovationsfähigkeit in der eigenen Organisation zu erhöhen. Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST aber keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Vielmehr bestehen vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwicklung von Quartieren und in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind.

Im Rahmen von Feldversuchen und Pilotprojekten zu unterschiedlichen Themen erfolgt ein systematisches Monitoring, um aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz von neuen Produkten in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2018 standen vor allem Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene, der Einsatz von E-Ladesäulen sowie von lieferdienstunabhängigen Paketkastenanlagen und die Vorbereitung umfänglicher Smart Home-Projekte im Fokus der Betrachtungen.

Seit drei Jahren legt die Arbeitsgruppe Technische Produktentwicklung/Standards Bauteile fest, die als Standard von VIVAWEST und ihren technischen Dienstleistern im Rahmen von Neubauten, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verpflichtend zu verwenden sind. Hierbei wurden alle wesentlichen und in der Regel sichtbaren Bauteile berücksichtigt. Unterschieden werden dabei drei Varianten: So wird die Ausstattungslinien „Komfort" vorwiegend im Rahmen von Instandsetzungen und Modernisierungen angewendet, während die Ausstattungslinie „Premium“ und „Hochwertiger Neubau" ausschließlich im Neubau eingesetzt werden. Somit ist gewährleistet, dass die bei VIVAWEST eingesetzten Produkte nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog ausgewählt werden. Dieser berücksichtigt insbesondere die Qualität, die Langlebigkeit, die Verfügbarkeit am Markt und eine ökologische Bewertung. Zukünftig soll der Bauteilkatalog auf ausgewählte Produkte der Gebäudetechnik ausgeweitet werden.

Seit 2016 engagiert sich VIVAWEST zusammen mit der RAG Montan Immobilien, Essen, in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“. Zum Start des Projektes hatten Experten unterschiedlicher Disziplinen in einer „Denkfabrik“ Thesen dafür entwickelt, wie Integration im Quartier gelingen kann. Als Beispiele wurden aus dem Bestand von VIVAWEST das Quartier Duisburg-Vierlinden mit seinen Bergarbeiterwohnungen sowie aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien die noch zu entwickelnde Fläche des 2012 stillgelegten Bergwerks West (ehemals Friedrich-Heinrich) in Kamp-Lintfort herangezogen. Entwickelt wurde eine Toolbox mit vielen Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Die Ergebnisse, welche auf andere Quartiere übertragbar sind, wurden in 2018 im Rahmen eines Symposiums der interessierten Öffentlichkeit auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ebenfalls in 2016 startete im Segment Immobiliendienstleistungen das strategisch wichtige Projekt „DGM Feldtest 400“, dessen Fokus auf der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems liegt (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang rund 400 Gebäude mit einer Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes wurden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für die Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energieversorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns möglich.

Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Besitzerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers.

Die geplanten Pilotprojekte für 2019 können dem Nachhaltigkeits- bzw. Umweltprogramm entnommen werden.

Vergleiche Finanzbericht 2018 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 10) und Bericht 2018 (Seite 76f.).

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