Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

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Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator G4-FS11 
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen

Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten
 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes

Open Europe Consulting

Wie oben beschrieben ist der Creating Shared Value Ansatz grundlegend für unsere Beratungsleistungen und Positionierung im Beratermarkt – zunächst als Nischenanbieter in einem Umfeld des Shareholder Value, als sich ganzheitliche Ansätze und nachhaltiges Wirtschaften in der Beraterbranche noch nicht durchgesetzt hatten.  

Unsere gelebte Werteorientierung spiegelte sich von Beginn an in unserer strategischen Ausrichtung wider. Wir gehörten zu den ersten Beratungsunternehmen, die international sektorenübergreifend und co-kreativ tätig waren, als es Begriffe wie Quadruple Helix (Akteure aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bildung sowie öffentlicher Verwaltung) oder Ökoysteme noch gar nicht gab.  

Auf diese Weise entstehen innovative und individuelle Konzepte und Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden und deren Stakeholdern entwickeln. Unser Wissen, unsere Erfahrung und Ressourcen aus unseren internationalen Netzwerken der verschiedenen Sektoren fließen dabei ein. Hands-on übernehmen wir Co-Verantwortung für den Erfolg der Projektentwicklung und die Projektumsetzung. Projektbeispiele entnehmen Sie bitte unserer Jubiläumsbroschüre (2011):

Aktuelle Projekte können Sie auf unserer Webpage/News einsehen:  
http://www.open-europe-consulting.eu/de/news  

Durch den Entwicklungsansatz werden viele Projekte in eine zweite, dritte oder vierte Stufe usw. geführt. Wir haben Klienten, die seit vielen Jahren mit uns zusammenarbeiten und nach Abschluss einer Entwicklungsstufe wieder zu uns zurückkehren und aufbauend darauf mit uns den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Der klassische Produktlebenszyklus besteht daher nur bei abgegrenzten und/oder einmaligen Aufträgen, vornehmlich im Trainingsbereich. Dieser macht aber nur ca. 1/5 unseres Auftragsvolumens aus.  

Die sozialen bzw. ökologischen Wirkungen unserer Beratungsleistungen werden unmittelbar durch OEC (Fragebogen) oder mittelbar durch unsere Auftraggeber oder Fördermittelinstitutionen in Form von beauftragten Evaluierungen erhoben, die Bestandteil der Projekte sind. Je nach Projektinhalt können hierbei mal die sozialen Wirkungen, mal die ökologischen Wirkungen mehr im Vordergrund stehen.  

Als konzentrierte, unmittelbare Erhebung wird, wie schon beschrieben, ab 2019 ein jährlicher Stakeholderdialog eingeführt.

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Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Vor allem im Kerngeschäft der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt – bei dem Neubau und der Modernisierung von Wohnungen – gehen soziale und ökologische Wirkungen Hand in Hand. Nicht zuletzt wird auch die Bezahlbarkeit der Wohnungen durch die Energiekosten beeinflusst. Die mehr als 58.000 Wohneinheiten der Unternehmensgruppe hinterlassen einen deutlichen CO2-Fußabdruck in Höhe von 153.633 t CO2 jährlich – dies ist vergleichbar mit den Emissionen einer Kleinstadt. Ein wichtiger Hebel ist hierbei ein energetisch optimierter Gebäudebestand – über 90 % der durch die Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren getätigten Neubauten sind besser als der gesetzlich vorgegebene energetische Neubaustandard. Bei dem Gebäudebestand der Unternehmensgruppe Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt sorgen Modernisierungen kontinuierlich für eine bessere Energieeffizienz. Die im Jahr 2017 modernisierten Wohneinheiten sparen jährlich 6.400 MWh Primärenergie ein und emittieren dabei jährlich 1.500 Tonnen weniger CO2-Äquivalent. Um auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wird die Unternehmensgruppe bis zum Jahr 2021 rund 4.900 Wohneinheiten bauen und jährlich über 106 Millionen Euro für die bauliche Bestandsentwicklung bereitstellen. Auch die Versorgung der Gebäude durch regenerativen Strom und CO2-neutralisiertes Erdgas ist ein wichtiges Element, mit der die Unternehmensgruppe zu einer klimaschonenden Stadtentwicklung beiträgt.

Weiterhin zahlt bei der Quartiersentwicklung die Erprobung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte auf den Überbegriff Innovation ein. Innovative Mobilitätskonzepte sollen gleichermaßen für die Mieter als auch für die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe angeboten werden. Das zugrunde liegende integrierte Mobilitätskonzept wurde in den Jahren 2015 und 2016 erarbeitet. Die Umsetzungsvorbereitungen, wie Ausschreibungen, Vertragsverhandlungen und Abstimmungen der technischen Rahmenbedingungen, standen 2017 im Fokus. Die Umsetzung erfolgt ab 2018. Zu den Angeboten gehören das Aufstellen von Ladepunkten für E-Autos, Carsharing-Angebote, der Verleih von Pedelecs und auch E-Lastenrädern. Nach einer mehrjährigen Erprobungsphase wird entschieden, ob und wie die Mobilitätsangebote sukzessive sowohl für den Neubau als auch für den Bestand genutzt werden können.

Zuletzt zeigte die Unternehmensgruppe ihr Innovationsstreben durch Beteiligung an zwei Forschungsprojekten des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), die prognostizierte und tatsächlich realisierte Modernisierungserfolge bewerten. Die Teilnahme an Forschungsprojekten hilft bei der Selbsteinschätzung und ist wichtig, um glaubhaft darstellen zu können, dass bei unseren Modernisierungen auch tatsächlich die Energieeinsparungen vollzogen werden, die wir prognostiziert haben. Zugleich können wir aus den Ergebnissen lernen und diese bei künftigen Modernisierungsmaßnahmen anwenden. Außerdem ergeben sich Möglichkeiten in der zielgerichteten Ausrichtung unserer Mieterberatungsangebote zum Energiesparen.

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Sparkasse Bremen

In der Sparkasse Bremen gibt es seit 2012 ein strukturiertes Innovationsmanagement. Zielsetzung ist es, die Innovationsfähigkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Das Innovationsmanagement fördert mit unterschiedlichen Bausteinen und Methoden z.B. Ideenmanagement, Ideenwettbewerbe und Kreativitätsworkshops die Einführung von Ideen und Innovationen zur Steigerung des Kundennutzens und der Produktivität. Ergebnisse aus Marktforschungsaktivitäten werden ausgewertet und auf Innovationspotenzial überprüft. Mit dem Ideenmanagement werden die Mitarbeiter ermutigt eigene Ideen einzubringen: zur Vereinfachung von Prozessen, umweltschonenden Maßnahmen oder innovativen Produkten. 

Um die Qualität der Ideen sowie deren Umsetzung zu steigern, wurde ab Januar 2018 die neue innovative und moderne Plattform (S-Innovation) eingeführt. Die Mitarbeiter können Ideen diskutieren, bewerten und kommentieren. Ideen werden dadurch veredelt, weiterentwickelt und reifen zu Innovationen. Die Mitarbeiter haben zusätzlich den Nutzen sich am Innovationsprozess zu beteiligen, da sie durch ihre Kommentare und Bewertungen aktiv Einfluss auf die Entscheidung nehmen und damit auch die Umsetzungsquote erhöht wird.  

In S-Innovation wurden in 2018 324 Ideen eingereicht. Die Umsetzungsquote konnte auf 32% gesteigert werden. Die Beteiligung der Mitarbeiter ist durch die Bewertungs- und Kommentarfunktion ebenfalls noch einmal deutlich gestiegen.   

Da der Kundennutzen für die Sparkasse Bremen im Mittelpunkt steht, werden die Finanzdienstleistungen und Produkte an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet. Die Kunden werden individuell und ganzheitlich in all ihren Phasen des Lebens betreut. Ihren Bedürfnissen entsprechend können die Kunden wählen, wann, von wo und auf welchem Weg sie mit der Sparkasse in Kontakt treten. Mit einer ganzheitlichen Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungskonzepten können somit sowohl die Wünsche der Kunden erfüllt als auch ein Beitrag zur Zukunftssicherung der Region geleistet werden. 

Die Sparkasse Bremen hat ihr Portfolio in den letzten Jahren weiterentwickelt und bietet ihren Kunden proaktiv Geldanalagen an, die einen ökologischen und sozialen Nutzen stiften. Somit haben die Kunden die Möglichkeit, ihr Geld verantwortungsvoll anzulegen, sodass es Erträge bringt und gleichzeitig Gutes bewirkt. Bei der Sparkasse Bremen können Kunden ihr Geld nachhaltig in den Bereichen Umweltschutz, Mikrokreditvergabe, Wasser und smarte Energie anlegen. 

Zum Start ins Jahr 2018 hat die Sparkasse Bremen ein besonderes Investment getätigt: Sie hat in ihrem Rentenfonds die Anleihe eines Klimaschutzfonds erworben, der von der Bundesregierung und der KfW-Bank unterstützt wird. Die Anleihe wurde extra für die Sparkasse Bremen aufgelegt. Sie deckt mit diesem Investment das steigende Bedürfnis der Kunden im Hinblick auf nachhaltige Geldanlagen.     

Als regionales Kreditinstitut trägt sie maßgeblich zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Lösung demografischer Herausforderungen und sozialer Aufgaben bei. Als Sparkasse engagieren wir uns umfassend für das Gelingen der Energiewende. Dabei ist es uns ein Anliegen, private Kunden und Sparer, Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung unserer Region einzubeziehen.

Die Sparkasse Bremen engagiert sich auf mehreren Ebenen für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Dazu gehört, dass wir Firmenkunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg begleiten. Von der Existenzgründung über Expansion und Auslandsgeschäfte bis hin zur Unternehmensnachfolge. Dabei binden wir auch öffentliche Fördermittel ein und arbeiten mit Partnern wie der Bremer Aufbau-Bank GmbH zusammen. Die Sparkasse Bremen ist Premium Partner der KfW und Mitglied sowohl im Finanzierer- als auch im juristischen Beirat des Bundesverbands Windenergie (BWE). Wir werden vorab über wichtige Veränderungen informiert, so dass wir diese Informationen schneller an unsere Berater und diese wiederum an unsere Kunden geben können. 

Auch in 2018 konnten u.a. folgende Projekte von der Sparkasse Bremen unterstützt werden:
Werder Strom (100% Ökostrom wovon 1% aus der Photovoltaikanlage des Weserstadions stammt); Weser Stadion (Hochmoderne neue Heizzentrale sowie Photovoltaikanlage, bestehend aus 200.000 Solarzellen. Zusammengrechnet bedeckt die Anlage eine Fläche von 2 Fussballfeldern und erzeugt bis zu 1.000.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit wird die Umwelt um den Ausstoß von 500 Tonnen CO2 jährlich entlastet); sowie Green Living (Nachhaltiges Wohnen, d.h. außergewöhnlich hohe Energieeffizienz und somit niedrige Nebenkosten für Mieter).         

Seit 25 Jahren wurden mehr als 950 Windenergieanlagen finanziert. Mit deren Gesamtleistung können rund 920.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. Die Sparkasse engagiert sich in den Bereichen Energie, Klima und Umweltschutz, in kleinen ebenso wie in großen Projekten. Hausbesitzer, die ihr Gebäude energetisch sanieren oder optimieren wollen, unterstützen wir bei der Wahl der Finanzierung und beraten sie bei der Einbindung unterschiedlichster Förderprogramme.

Finanzdienstleistungsprodukte haben keine wesentlichen ökologischen Auswirkungen. Dort, wo doch welche entstehen sollten, sind wir uns den Auswirkungen bewusst und handeln entsprechend. Soziale Auswirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sind vorhanden. Wir handeln hier in dem Sinne, dass wir allen Bevölkerungsschichten in jeden Lebenslagen Produkte und Dienstleistungen anbieten und empfehlen können.    

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Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

In der IB.SH ist ein zentrales Produktmanagement etabliert. Es ist organisatorisch im Bereich Unternehmensentwicklung angesiedelt, in dem auch Themenstellungen zur Strategie,
Digitalisierung und Nachhaltigkeit bearbeitet werden. Ein enger Austausch zu diesen Themenstellungen ist damit sichergestellt. Das zentrale Produktmanagement lotet laufend gemeinsam mit den Fachbereichen die Entwicklung der Märkte und Förderbedarfe (potenzieller) Kundinnen und Kunden aus und erarbeitet auf dieser Basis passgenaue Produkte und Beratungsansätze. Auch Produktanpassungen sowie die Einstellung nicht erforderlicher Dienstleistungen und Produkte werden regelmäßig geprüft und erforderlichenfalls umgesetzt.
Aktuell führt der Bereich Produktmanagement ein Projekt durch, um die Förderprodukte der IB.SH zu Nachhaltigkeitskriterien zu kategorisieren, um diese im zweiten Schritt optimieren zu können.
 
Das in 2018 eingeführte Kundenfeedbacksystem der IB.SH wird schrittweise erweitert. Im Rahmen des Kundenfeedbacksystems werden Endkunden und Vertriebspartner der IB.SH kurz nach einem Kontakt oder anlassbezogen zu ihrer Zufriedenheit mit den Leistungen der Bank befragt. Dadurch und in ergänzend durchgeführten Leistungsdialogen mit den Stakeholdern der IB.SH wird kontinuierlich geprüft, ob die Förderung der IB.SH nachhaltig zum Nutzen der Kundinnen und Kunden umgesetzt wird. Verbesserungspotenziale werden identifiziert, Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, umgesetzt und deren Wirksamkeit geprüft. Das Kundenfeedbacksystem wird laufend entsprechend der geltenden Rahmenbedingungen und Bedarfe des Marktes angepasst und weiterentwickelt.
Deutlich spürbar sind veränderte Anforderungen der Finanzierungspartner der IB.SH an digitale Zugangskanäle zu den Leistungen der IB.SH sowie der Trend zu einer verstärkten digitalen Integration der Kundinnen und Kunden in Vertriebsinteraktionen und Kreditvergabeprozessen. Um die Zusammenarbeit mit den Bankenpartnern in diesem Sinne zu optimieren, hat sich die IB.SH strategisch darauf ausgerichtet, ihr digitales Förderangebot zu verbessern. Z.B. werden seit 2019 parallel zur vollständig automatisiert durchgeleiteten Bundesförderung (Mittel der KfW und Landwirtschaftlichen Rentenbank) auch einige Förderprodukte der IB.SH im Hausbankenverfahren über ein „Bankenportal“ angeboten und vergeben. Seit 2019 steht allen Sparkassen das Produkt „Gründung und Nachfolge in Schleswig-Holstein“ (GuN) für eine digitale Antragstellung zur Verfügung. Damit wurde die erste Stufe des IB.SH Hausbankenportals in Betrieb genommen. Zum gleichen Zeitpunkt wird das IB.SH Hausbankenportal um das Produkt „IB.SH Schleswig-Holstein Darlehen“ ergänzt. Um möglichst zeitnah alle weiteren digitale Produkte im IB.SH Hausbankenportal anbieten zu können, sind bereits Gespräche mit allen Vertriebsbereichen in Vorbereitung.
 
Im Jahr 2019 wurde über alle Förderbereiche hinweg ein Fördervolumen in Höhe von rund 2,3 Mrd. EUR neu herausgelegt.

 
Die Wirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen stellen sich in den einzelnen Fördersegmenten wie folgt dar:
 
Bereich Immobilienkunden
Im Immobilienbereich der IB.SH liegt der Fokus auf sozialen und energetischen Maßnahmen. Insbesondere die soziale Wohnraumförderung sichert die nachhaltige Kreditvergabe für die Versorgung besonders förderwürdiger Zielgruppen mit bezahlbarem Wohnraum. Sie ist in verschiedenen Richtlinien, Erlassen und Verordnungen geregelt, die das Land Schleswig-Holstein gemeinsam mit der IB.SH erarbeitet und umsetzt. Die Förderung erfolgt über Darlehen und Zuschüsse sowie durch besondere Beratungsleistungen der IB.SH.
 
Auch in der Eigentumsförderung verfolgt die IB.SH das Ziel, die Schaffung und Bereitstellung von bezahlbarem und energetisch hochwertigem Wohnraum mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen zu fördern. Sie bewilligt Mittel des Bundes (KfW) und des Landes sowie eigene Mittel. Für die IB.SH ist dabei entscheidend, dass der Kunde die Darlehensrate sowie die Bewirtschaftungskosten für die Immobilie dauerhaft tragen kann. Damit fördert die IB.SH den Aufbau von Vermögenswerten und die private Altersvorsorge.   Ende 2019 hat die IB.SH zwei Baukindergeldprodukte aus Mitteln der Sozialen Wohnraumförderung eingeführt. Diese richten sich an Familien und Alleinerziehende, deren Einkommen innerhalb der Grenzen der Sozialen Wohnraumförderung liegen und die daher oft keine oder nicht ausreichende finanzielle Mittel haben, um Wohneigentum zu erwerben. Die neuen Förderprogramme sollen diesem Personenkreis nun auch nachhaltig den Wohneigentumserwerb ermöglichen. Darüber hinaus vergibt die IB.SH kleinteilige Darlehen an Eigentümer in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), um die Finanzierung von geplanten Modernisierungsvorhaben zu ermöglichen. Erst durch dieses speziell für WEG entwickelte Produkt können notwendige energetische Sanierungsmaßnahmen auch in WEG umgesetzt werden. Es ist ein wichtiges Instrument zum Abbau des Sanierungsstaus in Schleswig-Holstein und zur Erreichung der angestrebten Klimaschutzziele.
 
Insgesamt verhalf die IB.SH im Jahr 2019 4.473 Familien zu Wohneigentum und finanzierte 441 Modernisierungsmaßnahmen. Darüber hinaus wurden 931 Wohneinheiten gegen Einbrüche geschützt.
 
2019 wurden im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 1.093 Mietwohnungen und 6 selbstgenutzte Wohneinheiten neu errichtet, modernisiert oder saniert. Desweiteren wurden für 90 Wohnungen Modernisierungszuschüsse für kleinere Maßnahmen aus dem Programm für private Vermieter und Selbsnutzer gewährt. Insgesamt konnte damit eine CO2-Einsparung in Höhe von 2.594 t erzielt werden.

 
Im Bereich der Förderung des Mietwohnungsbaus liegt der Fokus neben der Verbesserung der Energieeffizienz und der Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf der Stabilisierung von Wohnverhältnissen. Gefördert werden Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie Studentenwohnheimplätze. Auch Lösungen für Wohnungsnotfälle werden geschaffen. Besonders gefördert wird Wohnraum für kinderreiche Familien, Alleinerziehende, ältere oder schwerbehinderte Menschen. Diese geförderten Wohnungen darf der Investor als Gegenleistung für die vergünstigen Darlehen und Zuschüsse für die Dauer der Zweckbindung nur an Personen und Familien vermieten, die bestimmte Einkommensgrenzen einhalten. Die unterschiedlichen Einkommensgrenzen reichen hierbei bis in die Mitte der Bevölkerung. Die Miete für diese Wohnungen wird für die Dauer der Zweckbindung in ihrer Höhe und Steigerungsmöglichkeit auf ein soziales Maß begrenzt. Bezogen auf die Erfüllung der sozialen Komponente der Nachhaltigkeit führt die IB.SH zudem jährlich eine Stichprobe durch, um zu verhindern, dass unberechtigte Mieter geförderte Wohnungen belegen.
Lebendige und funktionierende Wohnumfelder stellen eine wesentliche Basis für eine nachhaltige Entwicklung des Landes-Schleswig-Holstein dar. Wichtig sind dafür integrative Lösungen mit optimierten Fördermitteleinsatz. Dazu nutzt die IB.SH ihre Kernkompetenzen in den Bereichen Wohnungsbau, Städtebau, Infrastruktur, Energie, Umwelt- und Klimaschutz, Projektmanagement und Prozessbegleitung. Sie berät Kommunen und Wohnungsunternehmen und bindet dabei weitere beteiligte Akteure ein, um gemeinsam Wohnumfelder nachhaltig zu verbessern. Sie sichert die Wirtschaftlichkeit geplanter Maßnahmen und unterstützt den Interessensausgleich zwischen den Beteiligten. Auf diese Weise werden nicht nur Handlungsoptionen für komplexe Problemlagen der Wohnraumentwicklung in Schleswig-Holstein erarbeitet, sondern auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass aus diesen Handlungsoptionen wirtschaftlich umsetzbare und nachhaltig erfolgreiche Investitionen erfolgen können.
Die Städtebauförderung der IB.SH fördert die Stabilisierung und Aufwertung von Wohnquartieren und verfolgt dazu einen integrierten Ansatz: Sie verknüpft bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil. Der Fokus liegt z.B. auf der Bewältigung der Folgen des wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandels. Auf der Grundlage städtebaulicher Entwicklungskonzepte sollen die Innenstädte gestärkt werden. In der Städtebauförderung wird insbesondere auch die überörtliche Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden gefördert, um durch übergreifende Entwicklungskonzepte Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten besser bündeln zu können. Dadurch kann die Daseinsvorsorge langfristig gesichert werden.
 
Bereich Kommunalkunden
In diesem Geschäftsbereich bietet die IB.SH Kommunen und deren Unternehmen Produkte zur Schaffung, Erhaltung und Modernisierung von Infrastruktur sowie die finanzwirtschaftliche Betreuung von derartigen Vorhaben an. Daneben zielt die Förderung auf eine solide Finanzausstattung der Kommunen sowie eine Beratung bei der Umsetzung und Finanzierung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen. 195 Gemeinden, Städte, Ämter und Kreise wurden 2019 durch die IB.SH mit zinsgünstigen Kommunaldarlehen gefördert. Mit ihrem Infrastruktur-Kompetenzzentrum trägt die IB.SH u.a. mit dazu bei, ÖPP-Vorhaben zu unterstützen. Entsprechend der Förderthemen finden Nachhaltigkeitsaspekte in diesem Segment vielfältige Anwendung. Öffentlich-rechtliche Errichter und Eigentümer von Gebäuden und Anlagen müssen aufgrund gesetzlicher Vorgaben einen besonders hohen Standard hinsichtlich der „Langfristigkeit/Langlebigkeit“ ihrer Maßnahmen erfüllen und unterliegen zudem bei der Einbindung von Dienstleistern einem besonders strengen Vergabekodex. Die qualifizierten Standards sind über die gesamte „Lebenszeit“ der geförderten Maßnahmen einzuhalten.
Sofern die IB.SH bei Finanzierungen von kommunalen Projekten hinzugezogen wird, können sich die Beteiligten auf ein vertieftes Know-how und auf einen besonders erprobten Prozess verlassen, der die Umsetzung von Maßnahmen in kontinuierlich hoher Qualität gewährleistet und damit eine nachhaltige Förderung sicherstellt. So konnte mit Hilfe der IB.SH der Breitbandausbau in Schleswig-Holstein stark vorangetrieben werden. In den vergangenen Jahren wurden in 638 Gemeinden Glasfasernetze in Betrieb genommen, in 139 Gemeinden werden derzeit Glasfasernetze errichtet, in 285 Gemeinden läuft die Ausbauplanung. Nahezu alle Gemeinden in Schleswig-Holstein profitieren somit vom geförderten Glasfaserausbau.
 
Der Bereich Kommunalkunden der IB.SH fördert häufig gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB), die besondere Vorgaben zur Beachtung der Nachhaltigkeit macht (z.B. auch Negativmerkmale, Sektorenausschlüsse), die ebenfalls über die gesamte Dauer der Maßnahme einzuhalten sind.
 
Bereich Firmenkunden
In diesem Fördersegment begleitet die IB.SH kleine und mittlere Unternehmen in allen Lebenszyklusphasen, von der Gründung bis zur Expansion. Die Produktpalette umfasst neben Darlehen und Eigenkapitalprodukten auch die Durchleitung von Förderprogrammkrediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) sowie das Förderrefinanzierungsgeschäft mit Banken und Sparkassen.
Da der Erhalt und/oder der Aufbau von Arbeitsplätzen eines der Kreditvergabekriterien darstellt, erzielt die IB.SH durch ihre Wirtschaftsförderung eine nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen in Schleswig-Holstein. So wurden 2019 im Rahmen der Wirtschaftsförderung 1.685 Arbeitsplätze geschaffen sowie 18.363 Arbeitsplätze gesichert. Zudem hat die IB.SH 70 Existenzgründungen finanziell unterstützt und 1.578 Unternehmen und Gründungsinteressierte zu ihren geplanten Vorhaben kompetent beraten. Die branchenübergreifende Beratung und Kreditvergabe leistet außerdem einen Beitrag zur Diversität der Unternehmerlandschaft (z.B. Tourismus, Gesundheit, Erneuerbare Energien, etc.).
 
 
Zunehmend begleitet die IB.SH auch digitale Vorhaben, die für die nachhaltige Weiterentwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft eine große Relevanz haben. Im Rahmen ihrer Gründungs- und Nachfolgeförderung gestaltet die IB.SH aktiv den demografischen Wandel. Zudem fördert sie z. B., ökologische landwirtschaftliche Betriebe, Projekte zur Nutzung Erneuerbaren Energien, Speichertechnologien und Wärmenetzinfrastruktur. Es gelingt der IB.SH zunehmend, Nachhaltigkeitsaspekte sinnvoll und verbindlich in die Ausgestaltung der Förderung der schleswig-holsteinischen Wirtschaft zu integrieren. Seit 2012 hat die IB.SH 565 Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.553 MW mitfinanziert. Mit der dadurch erzeugten Strommenge kann rechnerisch mehr als die Hälfte der Haushalte in Schleswig-Holstein mit grünem Strom versorgt werden. An ca. 40 % der in dem Zeitraum zugebauten Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein war die IB.SH beteiligt.
Mit dem Bereich „Bundesförderung / Kreditinstitute“ ist die IB.SH Durchleitinstitut für die Bundesförderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR). Zusätzlich refinanziert die IB.SH Banken und Sparkassen aus Mitteln der IB.SH. Ziel ist es, günstige Finanzierungsmittel für alle relevanten Beteiligten unkompliziert und gesichert zugänglich zu machen. Im Jahr 2019 wurden 2.619 Kunden mit Bundesfördermitteln für unternehmerische Maßnahmen unterstützt. Dadurch werden Risiken minimiert, und das konsequent partnerschaftliche Vorgehen schafft Synergien auf verschiedensten Ebenen. Aktuell hat sich die IB.SH in diesem Geschäftssegment besonders auf den Ausbau der Automatisierung von Geschäftsprozessen sowie die Entwicklung und den Einsatz anwendergesteuerter Banken- und Kundenportale ausgerichtet.
 
Die IB.SH ist Teil des weltweit größten Beratungsnetzwerks für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), dem „Enterprise Europe Network“. Darüber steht die IB.SH mit mehr als 600 Partnern in über 60 Ländern im Austausch und kann regionale Expertise mit internationalem Know-how kombinieren, um die Internationalisierung und Innovationsfähigkeit von KMU zu stärken und den Zugang zu Finanzierung zu erleichtern.  Im Jahr 2019 wurden 573 Unternehmen und Organisationen im Rahmen des Enterprise Europe Network zu Finanzierungsmöglichkeiten ihrer Vorhaben über EU-Förderprogramme fachkundig durch die IB.SH beraten.
Seit 2014 ist die IB.SH zudem Trägerin der Verwaltungsbehörde für die deutsch-dänische Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg 5A und verantwortet damit den rechtlichen und administrativen Rahmen des Programms sowie die Kommunikation mit der Europäischen Kommission. Im Rahmen des Programms wurden ca. 1.200 Partner in 55 Projekten gefördert.
 
Bereich Arbeitsmarkt- und Strukturförderung incl. Interreg Baltic Sea Region
Die IB.SH wickelt im Auftrag des Landes die Zuschussprogramme „Landesprogramm Wirtschaft“ und „Landesprogramm Arbeit“ ab. In diese Programme fließen unter anderem Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Im Rahmen der Arbeitsmarkt- und Strukturförderung bewilligte die IB.SH 2019 über 5.300 Zuschüsse an öffentliche Empfänger, Privatpersonen und Unternehmen. Außerdem hat der Bereich im Berichtsjahr 3.708 Personen mit dem Aufstiegs-BAföG begleitet. Hierfür wurden ca. 18.000 telefonische und ca. 1.200 persönliche Beratungsgespräche geführt.
Daneben ist die IB.SH Verwaltungs- und Bescheinigungsbehörde sowie Trägerin des Programmsekretariats für das EU-Ostseeprogramm „Interreg Baltic Sea Region“. Sie fördert so transnationale Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Entwicklung einer innovativen, räumlich integrierten und nachhaltigen Ostseeregion zu stärken. Die IB.SH hat über das Programm ca. 1.500 Projektpartner aus dem gesamten Ostseeraum in 123 Kooperationsprojekten gefördert.
 
Im Landesprogramm Wirtschaft, OP EFRE SH (2014-2020) werden bei der Beantragung der Förderung standardisierte Angaben zu dem „Querschnittsziel Nachhaltigkeit“ abgefragt. Die Fragebögen werden in Zusammenarbeit zwischen dem Land und der IB.SH entwickelt. Der Beitrag des geplanten Vorhabens zum Thema Nachhaltigkeit wird nach drei Querschnittszielen unterschieden: 
  • Gleichstellung von Männern und Frauen
  • Chancengleichheit und Anti-Diskriminierung
  • Nachhaltige Entwicklung
Bewertet werden jeweils mindestens die direkten Wirkungen der geplanten Maßnahme. In die Bewertung des Antrages fließt jedoch auch ein, inwieweit die Antragstellenden sich insgesamt für Nachhaltigkeitsthemen engagieren. Bewertet wird anhand einer durch das Land vorgegebenen, vierstufigen Punkteskala. Die zu den Querschnittszielen erhobenen Daten werden in einer Datenbank erfasst, die als Basis für ein jährliches Berichtswesen an das Land und die Evaluierung des Konzeptes zu den Querschnittszielen dient.
 
Für die Sicherung der positiven Entwicklung der „Querschnittsziele Nachhaltigkeit“ hat die IB.SH in Schleswig-Holstein eine Vorreiterrolle übernommen: Eine in der IB.SH eingesetzte Expertin sensibilisiert die Antragstellenden für mögliche Nachhaltigkeitsaspekte in ihren Vorhaben und ihrem Handeln. In diesem Sinne berät sie die Fördernehmerinnen und -nehmer, bewertet mit diesen gemeinsam die erhobenen Daten und empfiehlt Modifikationen/Optimierungen der im Antrag dargestellten Daten und/oder des Vorhabens. Sie kann auch Schulungen zu diesen Themen durchführen. Darüber hinaus entwickelt sie im Austausch mit dem Land das Konzept zu den „Querschnittszielen Nachhaltigkeit“ weiter. 

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Alpensped GmbH, Internationale Logistik

Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Entwicklung ohne Innovation nicht möglich ist. Innovationen sind die Treiber der Nachhaltigkeit.

Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit, die in den letzten Jahren bei Alpensped entwickelt und teilweise operationalisiert wurden sind u.a.:

  • Digitalisierung vieler Geschäftsprozesse und dadurch massive Reduzierung des Papierverbrauchs
  • Geschäftsfeldentwicklung : z.B. Hochschulprojekt 2018 "Transportsicherheit"
  • Andere Nachhaltige Geschäftsmodelle und-produkte
  • Marktanalysen und Beteiligung an F&E-Vorhaben
  • Teilnahme an Fachveranstaltungen
  • interne Innovationsprozesse (wie z.B. das erwähnte Vorschlagswesen)
So sind beispielsweise die regelmäßig stattfindenden Monatsinfos auf den Vorschlag eines Mitarbeiters zurückzuführen: Statt Mitteilungen schriftlich zu kommunizieren, finden nun regelmäßig persönliche Treffen statt. Bei diesen „Monatsinfos“ informiert die Geschäftsführung über Neuerungen, Vorhaben oder neue Anweisungen. Weitere Ausführungen zum Vorschlagswesen und Ideenmanagment finden Sie unter Kriterium 8 "Anreizsysteme".

Neben der Erstellung des CCF nach der Norm DIN EN ISO 14064-1:2012-5 werden auch die drei in der THG-Bilanz enthaltenen Abfertigungsarten (E=Einzelfahrt, M=Milk Run und T=Teilpartien) der Transporte nach der Norm DIN EN 16258:2013-03 zertifiziert. Damit ist Alpensped einer der wenigen Marktteilnehmer, der nach beiden Standards zertifiziert ist. Seit November 2012 weisen wir auch den sendungsspezifischen CO2 -Fußabdruck für jeden durchgeführten Transport auf unseren Rechnungen aus. Dieser Transport Carbon Footprint (TCF) bezeichnet die Bilanz der Treibhausgas-Emissionen einer Sendung entlang der gesamten Wegstrecke. Die Berechnung des CO2-Wertes beruht auf der Norm DIN EN 16258:2012, nach welcher ein Liter Diesel einem Wert von 3,24 kg CO2 entspricht. Darauf basierend, setzt sich die Berechnung der THG-Emissionen bei Alpensped zu 40% aus jährlich erhobenen Dieselverbräuchen bei den Frachtführern und zu 60% aus Durchschnittswerten des DSLV (Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.) zusammen. Die Zahlen des Verbands stammen aus dem Jahr 2013. Die Auslastung der Fahrzeuge und die zurückgelegten Entfernungen der Sendungen werden tagesaktuell durch die Dispositions- Software ermittelt.

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