Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

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Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt

Vor allem im Kerngeschäft der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt – bei dem Neubau und der Modernisierung von Wohnungen – gehen soziale und ökologische Wirkungen Hand in Hand. Nicht zuletzt wird auch die Bezahlbarkeit der Wohnungen durch die Energiekosten beeinflusst. Die mehr als 58.000 Wohneinheiten der Unternehmensgruppe hinterlassen einen deutlichen CO2-Fußabdruck in Höhe von 153.633 t CO2 jährlich – dies ist vergleichbar mit den Emissionen einer Kleinstadt. Ein wichtiger Hebel ist hierbei ein energetisch optimierter Gebäudebestand – über 90 % der durch die Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren getätigten Neubauten sind besser als der gesetzlich vorgegebene energetische Neubaustandard. Bei dem Gebäudebestand der Unternehmensgruppe Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt sorgen Modernisierungen kontinuierlich für eine bessere Energieeffizienz. Die im Jahr 2017 modernisierten Wohneinheiten sparen jährlich 6.400 MWh Primärenergie ein und emittieren dabei jährlich 1.500 Tonnen weniger CO2-Äquivalent. Um auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wird die Unternehmensgruppe bis zum Jahr 2021 rund 4.900 Wohneinheiten bauen und jährlich über 106 Millionen Euro für die bauliche Bestandsentwicklung bereitstellen. Auch die Versorgung der Gebäude durch regenerativen Strom und CO2-neutralisiertes Erdgas ist ein wichtiges Element, mit der die Unternehmensgruppe zu einer klimaschonenden Stadtentwicklung beiträgt.

Weiterhin zahlt bei der Quartiersentwicklung die Erprobung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte auf den Überbegriff Innovation ein. Innovative Mobilitätskonzepte sollen gleichermaßen für die Mieter als auch für die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe angeboten werden. Das zugrunde liegende integrierte Mobilitätskonzept wurde in den Jahren 2015 und 2016 erarbeitet. Die Umsetzungsvorbereitungen, wie Ausschreibungen, Vertragsverhandlungen und Abstimmungen der technischen Rahmenbedingungen, standen 2017 im Fokus. Die Umsetzung erfolgt ab 2018. Zu den Angeboten gehören das Aufstellen von Ladepunkten für E-Autos, Carsharing-Angebote, der Verleih von Pedelecs und auch E-Lastenrädern. Nach einer mehrjährigen Erprobungsphase wird entschieden, ob und wie die Mobilitätsangebote sukzessive sowohl für den Neubau als auch für den Bestand genutzt werden können.

Zuletzt zeigte die Unternehmensgruppe ihr Innovationsstreben durch Beteiligung an zwei Forschungsprojekten des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), die prognostizierte und tatsächlich realisierte Modernisierungserfolge bewerten. Die Teilnahme an Forschungsprojekten hilft bei der Selbsteinschätzung und ist wichtig, um glaubhaft darstellen zu können, dass bei unseren Modernisierungen auch tatsächlich die Energieeinsparungen vollzogen werden, die wir prognostiziert haben. Zugleich können wir aus den Ergebnissen lernen und diese bei künftigen Modernisierungsmaßnahmen anwenden. Außerdem ergeben sich Möglichkeiten in der zielgerichteten Ausrichtung unserer Mieterberatungsangebote zum Energiesparen.

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Vivawest GmbH

Innovationen sind für VIVAWEST ein wesentlicher Bestandteil, um Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben und die Organisation sukzessive und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der im Juni 2018 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ist die Implementierung eines strukturierten Innovationsmanagements verbunden, um die Innovationsfähigkeit in der eigenen Organisation zu erhöhen. Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST aber keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Vielmehr bestehen vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwicklung von Quartieren und in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind.

Im Rahmen von Feldversuchen und Pilotprojekten zu unterschiedlichen Themen erfolgt ein systematisches Monitoring, um aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz von neuen Produkten in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2018 standen vor allem Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene, der Einsatz von E-Ladesäulen sowie von lieferdienstunabhängigen Paketkastenanlagen und die Vorbereitung umfänglicher Smart Home-Projekte im Fokus der Betrachtungen.

Seit drei Jahren legt die Arbeitsgruppe Technische Produktentwicklung/Standards Bauteile fest, die als Standard von VIVAWEST und ihren technischen Dienstleistern im Rahmen von Neubauten, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verpflichtend zu verwenden sind. Hierbei wurden alle wesentlichen und in der Regel sichtbaren Bauteile berücksichtigt. Unterschieden werden dabei drei Varianten: So wird die Ausstattungslinien „Komfort" vorwiegend im Rahmen von Instandsetzungen und Modernisierungen angewendet, während die Ausstattungslinie „Premium“ und „Hochwertiger Neubau" ausschließlich im Neubau eingesetzt werden. Somit ist gewährleistet, dass die bei VIVAWEST eingesetzten Produkte nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog ausgewählt werden. Dieser berücksichtigt insbesondere die Qualität, die Langlebigkeit, die Verfügbarkeit am Markt und eine ökologische Bewertung. Zukünftig soll der Bauteilkatalog auf ausgewählte Produkte der Gebäudetechnik ausgeweitet werden.

Seit 2016 engagiert sich VIVAWEST zusammen mit der RAG Montan Immobilien, Essen, in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“. Zum Start des Projektes hatten Experten unterschiedlicher Disziplinen in einer „Denkfabrik“ Thesen dafür entwickelt, wie Integration im Quartier gelingen kann. Als Beispiele wurden aus dem Bestand von VIVAWEST das Quartier Duisburg-Vierlinden mit seinen Bergarbeiterwohnungen sowie aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien die noch zu entwickelnde Fläche des 2012 stillgelegten Bergwerks West (ehemals Friedrich-Heinrich) in Kamp-Lintfort herangezogen. Entwickelt wurde eine Toolbox mit vielen Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Die Ergebnisse, welche auf andere Quartiere übertragbar sind, wurden in 2018 im Rahmen eines Symposiums der interessierten Öffentlichkeit auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ebenfalls in 2016 startete im Segment Immobiliendienstleistungen das strategisch wichtige Projekt „DGM Feldtest 400“, dessen Fokus auf der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems liegt (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang rund 400 Gebäude mit einer Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes wurden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für die Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energieversorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns möglich.

Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Besitzerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers.

Die geplanten Pilotprojekte für 2019 können dem Nachhaltigkeits- bzw. Umweltprogramm entnommen werden.

Vergleiche Finanzbericht 2018 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 10) und Bericht 2018 (Seite 76f.).

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Hamburger Sparkasse AG

Nachhaltige Anlageprodukte
Die Haspa bietet allen Menschen und Unternehmen Zugang zu modernen Finanzdienstleistungen. Dazu gehören auch Anlageprodukte mit einem besonderen ökologischen und sozialen Nutzen. Im Jahr 2018 legten unsere Kunden ein Volumen von 523,4 Mio. Euro (564,0 Mio. Euro in 2017) in nachhaltigen Fonds an.

ProduktnameAnzahlVolumen in €
Hamburger Stiftungsfonds12.504460.947.209
Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“48812.456.925
Pictet Water Fund1.59826.340.476
MEAG Fair Return6315.404
Swisscanto Equity Fund Sustainable (Vorjahr: Swisscanto Green Invest Equity)1.07110.398.936
Swisscanto Portfolio Fund Sustainable Balanced1.07112.977.787
Gesamt16.738523.436.737


Vorjahr
ProduktnameAnzahlVolumen in €
Hamburger Stiftungsfonds 12.044502.863.000
Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“30820.040.000
Pictet Water Fund1.51127.184.000
MEAG Fair Return123.575.000
Swisscanto Green Invest Equity1.03510.302.000
Gesamt14.910563.964.000


Nachhaltige Fonds
Mit nachhaltigen Fonds bietet die Haspa ein Produktspektrum für Kunden, die ihr Geld in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen investieren möchten. Es wurde in folgende nachhaltige Fonds investiert: Swisscanto Equity Fund Sustainable, Swisscanto Portfolio Fund Sustainable Balanced, Pictet Water Fund, MEAG Fair Return, Hamburger Stiftungsfonds und Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“.

Hier ein Überblick über die Anlageschwerpunkte der Fonds, wobei die Auswahl der einzelnen Wertpapiere dem jeweiligen Fondsmanagement obliegt:

  • Pictet Water Fund: Beim Pictet Water Fund werden zur Kapitalsteigerung mindestens zwei Drittel des Vermögens in Aktien von Gesellschaften weltweit investiert, die im Bereich Wasser tätig sind. Der Teilfonds legt den Schwerpunkt auf Unternehmen, die in der Wasserversorgung oder der Wassertechnologie aktiv sind oder Umweltdienstleistungen oder Dienstleistungen in der Wasseraufbereitung erbringen.
  • MEAG Fair Return: Ziel des Fonds ist ein attraktiver Wertzuwachs unter Berücksichtigung nachhaltiger Grundsätze. Der MEAG Fair Return investiert überwiegend in Wertpapiere, deren Aussteller nachhaltig wirtschaften, d. h. die ihren finanziellen Erfolg mit Rücksicht auf Umwelt und Gesellschaft erzielen.
  • Swisscanto Equity Fund Sustainable (Vorjahr: Swisscanto Green Invest Equity): Der Fonds investiert weltweit in Aktien. Es werden dabei ausschließlich Unternehmen berücksichtigt, welche den Grundsätzen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit Folge leisten.
  • Swisscanto Portfolio Fund Sustainable Balanced: Der Fonds investiert weltweit in Aktien und verzinsliche Wertpapiere. Es werden dabei ausschließlich Unternehmen berücksichtigt, welche den Grundsätzen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit Folge leisten.


Nachhaltige Eigenemissionen
Die Haspa hat 2017 in Zusammenarbeit mit der Deka einen neuen Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt – den Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“.

Der „Best in Progress“-Ansatz beschreibt ein Auswahlkonzept, das nicht den Status quo eines Nachhaltigkeitsprofils, etwa eines Unternehmens, betrachtet, sondern auf die Fortschritte im Nachhaltigkeitsmanagement in der jüngeren Vergangenheit abstellt. Eine Grundannahme für diesen Ansatz ist die These, dass eine zunehmende Qualität im Nachhaltigkeitsmanagement im positiven Zusammenhang mit der finanziellen Performance bzw. dem wirtschaftlichen Erfolg steht. Somit soll das Auswahlverfahren auch bessere Rückschlüsse auf das Rendite-Risiko-Profil der Kapitalanlage ermöglichen können.

Im April 2017 startete der Fond mit zwei Tranchen. Im Januar 2018 kam eine dritte und im April 2018 eine vierte Tranche hinzu. Der Fonds wählt die Titel aus dem Stoxx 600 aus. Das Auswahlverfahren gliedert sich in mehrere Schritte und filtert sowohl nach einem deutlichen Nachhaltigkeitsfortschritt als auch nach bestimmten qualitativen und quantitativen Ausschlusskriterien.

Der mehrstufige Auswahlprozess beginnt zunächst damit, alle Aktientitel herauszufiltern, die nach ethisch-nachhaltigen Standards nicht in das Portfolio passen. Hierzu zählen Unternehmen aus dem Sektor der Atomenergie wie Händler, Produzenten und auch Betreiber und Eigentümer von Uranminen. Ausgeschlossen werden auch Produzenten von fossilen Energieträgern. Nicht berücksichtigt werden zudem Hersteller und Händler von konventionellen und kontroversen Rüstungsgütern. Darüber hinaus schließen wir Unternehmen mit Verstößen gegen die ILO-Kernarbeitsnormen und  Menschenrechte, schwerwiegenden Umweltvergehen und systematischen Korruptions- und Bestechungsvorfällen aus. Insgesamt lassen wir uns hier folglich von den Kriterien des UN Global Compact leiten.

Im nächsten Schritt werden die Unternehmen ausgewählt, die einen Mindeststandard an Nachhaltigkeit gewährleisten.

Der letzte Schritt überprüft abschließend die Einzeltitel nach den größten Fortschritten, die in den letzten drei bis vier Nachhaltigkeitsbewertungen erreicht werden konnten.

Die Haspa arbeitet eng mit externen Fachexperten zusammen. Der „Best-in-Progress“-Ansatz wurde vom Institut für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI) unter Federführung des Institutsleiters Rolf D. Häßler entwickelt. Die imug-Beratungsgesellschaft setzt als deutscher Kooperationspartner der europäischen ESG-Ratingagentur Vigeo Eiris das Konzept des „Best-in-Progress“-Ansatzes auf der Basis regelmäßiger Nachhaltigkeitsanalysen und Nachhaltigkeitsbewertungen um und gewährleistet so die Auswahl der relevanten Aktiengesellschaften.

Zudem haben wir uns in 2018 am Bewerbungsprozess um das FNG-Siegel beteiligt. Im Ergebnis ist der Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“ mit dem FNG-Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen für 2019 ausgezeichnet worden. Diese Vergabe war das Ergebnis eines umfangreichen Auditprozesses, in dem die Universität Hamburg im Auftrag des Forums Nachhaltige Geldanlagen als Auditor fungiert hat. Weitere Informationen hierzu sind unter https://fng-siegel.org/de/zertifizierte-fonds/fng-siegel-2019.html zu finden. 

Des Weiteren haben wir den europäischen Transparenzkodex des „European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif)“ unterzeichnet und dies auf www.hamburger-nachhaltigkeitsfonds.de veröffentlicht.

Zu den Eigenemissionen aus unserem Hause zählt auch der Hamburger Stiftungsfonds, den wir in Zusammenarbeit mit der Deka aufgelegt haben. Der Hamburger Stiftungsfonds ist ein Mischfonds, dessen Anlagepolitik sich an den typischen Stiftungsbedürfnissen orientiert. Dazu zählt in erster Linie Substanzerhalt in Kombination mit verlässlicher Ausschüttung. Das Thema Nachhaltigkeit wird beim Hamburger Stiftungsfonds im Wesentlichen durch Ausschlusskriterien berücksichtigt. Im Hamburger Stiftungsfonds haben wir als Ausschlusskriterien die Geschäftsfelder Atomenergie, fossile Brennstoffe sowie Rüstung definiert. Deren Einhaltung lässt das Fondsmanagement vierteljährlich von der Ratingagentur oekom research beurteilen. Daneben wird zweimal pro Jahr ein Transparenzbericht durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner für den Fonds veröffentlicht, der im Internet abrufbar ist und u. a. das Nachhaltigkeitsprofil des Fonds darstellt.

Kredite für ökologische und soziale Zwecke
Die Haspa fördert Nachhaltigkeit durch die Vergabe von Krediten. In unserem Kreditbestand sind Finanzierungen für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, erneuerbare Energien und soziale Zwecke enthalten. Da wir unsere Kreditvergabe jedoch nicht gesondert nach diesen Verwendungszwecken erfassen, kann der Umfang der Kreditfinanzierungen der Haspa, die die nachhaltige Entwicklung der Metropolregion Hamburg vorantreiben, derzeit nicht quantifiziert werden.

Die Bereitstellung von Förderkrediten für nachhaltige Zwecke ist ein wichtiges Element der von uns für die Kunden entwickelten Finanzierungslösungen. Dabei spielen insbesondere die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) eine zentrale Rolle. Insgesamt hat die Haspa 2018 Förderkredite der KfW für ökologische und soziale Zwecke in Höhe von rund 276,8 Mio. Euro (218,2 Mio. Euro in 2017) vergeben.

Kredite für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz

Die Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten und Unternehmen ist für das Erreichen der Klimaschutzziele von hoher Bedeutung. Die energetische Modernisierung von Gebäuden ebenso wie Investitionen in die Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz sind deshalb wichtige Themen in der Beratung und Gegenstand zahlreicher Finanzierungen. So stellten wir 2018 neben eigenen Kreditmitteln Förderkredite der KfW in Höhe von 274,4 Mio. Euro (191,6 Mio. Euro 2017) für die Finanzierung von Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz in der Region bereit.

FörderkrediteAnzahlNeuzusagen Volumen in €
KfW Energieeffizient Bauen Programme380136.417.000
KfW Energieeffizient Sanieren Programme19250.083.000
KfW-Energieeffizienzprogramm3484.720.000
KfW-Umweltprogramm33.184.000
Gesamt609274.404.000


Vorjahr:
FörderkrediteAnzahlNeuzusagen Volumen in €
KfW Energieeffizientes Bauen Programme379117.127.000
KfW Energieeffizient Sanieren Programme25643.975.000
KfW Energieeffizienzprogramme1928.737.000
KfW Umweltprogramm21.710.000
Gesamt656191.549.000


Kredite für erneuerbare Energien
Die Haspa engagiert sich für das Gelingen der Energiewende in der Region. Für den Ausbau erneuerbarer Energien stellten wir 2018 neben eigenen Kreditmitteln Förderkredite der KfW mit einem Volumen in Höhe von 279.000 Euro (25,1 Mio. Euro 2017) bereit.

FörderkrediteAnzahlNeuzusagen Volumen in €
KfW Erneuerbare Energien Speicher367.000
KfW Erneuerbare Energien Standard2132.000
KfW Erneuerbare Energien Premium280.000
Gesamt7279.000


Vorjahr:
FörderkrediteAnzahlNeuzusagen Volumen in €
KfW Erneuerbare Energien Speicher20487.000
KfW Erneuerbare Energien Standard924.451.000
KfW Erneuerbare Energien Premium3146.000
Gesamt3225.084.000


Kredite für soziale Zwecke
Der demografische Wandel macht Investitionen im Wohnungsbau notwendig. Ziel ist es, die Barrierefreiheit in Gebäuden zu verbessern und generationengerechtes Wohnen zu erleichtern. Die Haspa finanziert Projekte in diesem Bereich und ist ein verlässlicher Partner für Kunden, die ihr Haus oder ihre Wohnung altersgerecht umbauen möchten. Wir finanzieren auch große Projekte wie z. B. den Bau von Altenheimen, Kitas oder Mehrgenerationenhäuser. 

Neben Krediten aus eigenen Mitteln für soziale Zwecke wurden 2018 Förderkredite des KfW-Programms Altersgerecht Umbauen mit einem Volumen von rund 2,1 Mio. Euro (mehr als 1,5 Mio. Euro 2017) bereitgestellt. Außerdem wurden 2018 661 KfW-Studentenkredite vergeben.

Förderungen von Unternehmensgründungen

Durch die Begleitung von Existenzgründern als Hausbank leisten wir einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung, zur Umsetzung von Innovationen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Metropolregion Hamburg. Keine andere Bank in der Hansestadt vergibt so viele Gründerkredite wie die Haspa.

Das seit 1985 bestehende „Haspa StartUp-Center“ ist ein zentraler Akteur und Triebfeder für eine vitale Gründerszene in Hamburg. Im Jahr 2018 wurden dort 855 Konzepte von Gründern analysiert und 365 Vorhaben mit insgesamt rund 57 Mio. Euro unter Einbindung öffentlicher Fördermittel finanziert. Damit bewegt sich die Nachfrage auf dem hohen Vorjahresniveau. Unter den Förderbanken haben die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Investitions- und Förderbank Hamburg (IFB) einen besonders hohen Stellenwert.
 
Existenzgründer werden im „Haspa StartUp-Center“ von einem 20-köpfigen Spezialistenteam betreut. Die Beraterinnen und Berater haben sich mit einem Zertifikat für die Arbeit mit Gründungsvorhaben qualifiziert. Sie arbeiten eng vernetzt mit allen Förder- und Beratungseinrichtungen der Stadt zusammen.

Das „Haspa StartUp-Center“ ist fest in die Gründungsnetzwerke der Metropolregion Hamburg eingebunden. Die Zusammenarbeit mit norddeutschen Bürgschaftsbanken sowie der IFB gehört zum Tagesgeschäft. Als einziges Hamburger Kreditinstitut ist die Haspa im Vergabeausschuss für „InnoRampUp“ vertreten – einem Programm der Stadt Hamburg zur Vergabe von Zuschüssen an innovative Start-ups. Wir wirken im Ausschuss Unternehmensgründung der Handelskammer Hamburg, in Gremien der Bürgschaftsbanken und in zahlreichen Juries mit – u. a. in der Jury Deutscher Gründerpreis und Deutscher Gründerpreis für Schüler. Wir führen regelmäßig Netzwerkveranstaltungen durch und unterstützen neue Veranstaltungsformate wie „12min.me“ und sind in mehreren Coworking Spaces im Einsatz. Ferner sponsern wir die Hamburger „Fintech Week“ und nehmen mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Innovationsstammtisch großer Hamburger Konzerne teil. Darüber hinaus sind wir mit den Hamburger Hochschulen ebenso wie mit Forschungseinrichtungen (z. B. DESY) vernetzt.

In 2019 werden wir einen „Pitch für private Hochschulen“ organisieren, um auch hier den Studierenden das Thema Gründung näherzubringen.

Die Haspa ist an drei Accelerators beteiligt: Next Commerce Accelerator, Next Media Accelerator und Next Logistics Accelerator, um Hamburger Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen. Sie ermöglichen jungen Technologieunternehmen und ansässigen Firmen eine intensive Zusammenarbeit zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Damit tragen wir dazu bei, dass Hamburg auch in Zukunft ein prosperierender Wirtschaftsstandort bleibt, der attraktive Arbeitsplätze, Wohlstand und eine hohe Lebensqualität bietet.
 
Mit dem Hamburger Gründerpreis würdigt die Haspa seit 2001 gemeinsam mit Partnern (Hamburger Abendblatt, Hamburg 1 Fernsehen, Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Hamburg, Studio Hamburg, Altonaer Fischauktionshalle) den Mut und Erfolg von Persönlichkeiten, die durch ihre unternehmerische Initiative den Wirtschaftsstandort Hamburg stärken.

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Sparkasse Bremen

In der Sparkasse Bremen gibt es seit 2012 ein strukturiertes Innovationsmanagement. Zielsetzung ist es, die Innovationsfähigkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Das Innovationsmanagement fördert mit unterschiedlichen Bausteinen und Methoden z.B. Ideenmanagement, Ideenwettbewerbe und Kreativitätsworkshops die Einführung von Ideen und Innovationen zur Steigerung des Kundennutzens und der Produktivität. Ergebnisse aus Marktforschungsaktivitäten werden ausgewertet und auf Innovationspotenzial überprüft. Mit dem Ideenmanagement werden die Mitarbeiter ermutigt eigene Ideen einzubringen: zur Vereinfachung von Prozessen, umweltschonenden Maßnahmen oder innovativen Produkten. 

Um die Qualität der Ideen sowie deren Umsetzung zu steigern, wurde ab Januar 2018 die neue innovative und moderne Plattform (S-Innovation) eingeführt. Die Mitarbeiter können Ideen diskutieren, bewerten und kommentieren. Ideen werden dadurch veredelt, weiterentwickelt und reifen zu Innovationen. Die Mitarbeiter haben zusätzlich den Nutzen sich am Innovationsprozess zu beteiligen, da sie durch ihre Kommentare und Bewertungen aktiv Einfluss auf die Entscheidung nehmen und damit auch die Umsetzungsquote erhöht wird.  

In S-Innovation wurden in 2018 324 Ideen eingereicht. Die Umsetzungsquote konnte auf 32% gesteigert werden. Die Beteiligung der Mitarbeiter ist durch die Bewertungs- und Kommentarfunktion ebenfalls noch einmal deutlich gestiegen.   

Da der Kundennutzen für die Sparkasse Bremen im Mittelpunkt steht, werden die Finanzdienstleistungen und Produkte an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet. Die Kunden werden individuell und ganzheitlich in all ihren Phasen des Lebens betreut. Ihren Bedürfnissen entsprechend können die Kunden wählen, wann, von wo und auf welchem Weg sie mit der Sparkasse in Kontakt treten. Mit einer ganzheitlichen Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungskonzepten können somit sowohl die Wünsche der Kunden erfüllt als auch ein Beitrag zur Zukunftssicherung der Region geleistet werden. 

Die Sparkasse Bremen hat ihr Portfolio in den letzten Jahren weiterentwickelt und bietet ihren Kunden proaktiv Geldanalagen an, die einen ökologischen und sozialen Nutzen stiften. Somit haben die Kunden die Möglichkeit, ihr Geld verantwortungsvoll anzulegen, sodass es Erträge bringt und gleichzeitig Gutes bewirkt. Bei der Sparkasse Bremen können Kunden ihr Geld nachhaltig in den Bereichen Umweltschutz, Mikrokreditvergabe, Wasser und smarte Energie anlegen. 

Zum Start ins Jahr 2018 hat die Sparkasse Bremen ein besonderes Investment getätigt: Sie hat in ihrem Rentenfonds die Anleihe eines Klimaschutzfonds erworben, der von der Bundesregierung und der KfW-Bank unterstützt wird. Die Anleihe wurde extra für die Sparkasse Bremen aufgelegt. Sie deckt mit diesem Investment das steigende Bedürfnis der Kunden im Hinblick auf nachhaltige Geldanlagen.     

Als regionales Kreditinstitut trägt sie maßgeblich zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Lösung demografischer Herausforderungen und sozialer Aufgaben bei. Als Sparkasse engagieren wir uns umfassend für das Gelingen der Energiewende. Dabei ist es uns ein Anliegen, private Kunden und Sparer, Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung unserer Region einzubeziehen.

Die Sparkasse Bremen engagiert sich auf mehreren Ebenen für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Dazu gehört, dass wir Firmenkunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg begleiten. Von der Existenzgründung über Expansion und Auslandsgeschäfte bis hin zur Unternehmensnachfolge. Dabei binden wir auch öffentliche Fördermittel ein und arbeiten mit Partnern wie der Bremer Aufbau-Bank GmbH zusammen. Die Sparkasse Bremen ist Premium Partner der KfW und Mitglied sowohl im Finanzierer- als auch im juristischen Beirat des Bundesverbands Windenergie (BWE). Wir werden vorab über wichtige Veränderungen informiert, so dass wir diese Informationen schneller an unsere Berater und diese wiederum an unsere Kunden geben können. 

Auch in 2018 konnten u.a. folgende Projekte von der Sparkasse Bremen unterstützt werden:
Werder Strom (100% Ökostrom wovon 1% aus der Photovoltaikanlage des Weserstadions stammt); Weser Stadion (Hochmoderne neue Heizzentrale sowie Photovoltaikanlage, bestehend aus 200.000 Solarzellen. Zusammengrechnet bedeckt die Anlage eine Fläche von 2 Fussballfeldern und erzeugt bis zu 1.000.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit wird die Umwelt um den Ausstoß von 500 Tonnen CO2 jährlich entlastet); sowie Green Living (Nachhaltiges Wohnen, d.h. außergewöhnlich hohe Energieeffizienz und somit niedrige Nebenkosten für Mieter).         

Seit 25 Jahren wurden mehr als 950 Windenergieanlagen finanziert. Mit deren Gesamtleistung können rund 920.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. Die Sparkasse engagiert sich in den Bereichen Energie, Klima und Umweltschutz, in kleinen ebenso wie in großen Projekten. Hausbesitzer, die ihr Gebäude energetisch sanieren oder optimieren wollen, unterstützen wir bei der Wahl der Finanzierung und beraten sie bei der Einbindung unterschiedlichster Förderprogramme.

Finanzdienstleistungsprodukte haben keine wesentlichen ökologischen Auswirkungen. Dort, wo doch welche entstehen sollten, sind wir uns den Auswirkungen bewusst und handeln entsprechend. Soziale Auswirkungen der wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sind vorhanden. Wir handeln hier in dem Sinne, dass wir allen Bevölkerungsschichten in jeden Lebenslagen Produkte und Dienstleistungen anbieten und empfehlen können.    

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REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

Der Ausbau nachhaltigerer Sortimente ist eines der strategischen Hauptziele der REWE Group. Das Unternehmen setzt sich daher dafür ein, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen in sozialer und ökologischer Hinsicht zu verbessern und Wertschöpfungsketten insgesamt positiv zu beeinflussen. So trägt die REWE Group zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen bei. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die REWE Group eng mit ihren Lieferanten zusammen und entwickelt die ökologischen und sozialen Anforderungen für ihre Sortimente beständig weiter. Schritt für Schritt wird Nachhaltigkeit so neben Frische, Qualität und dem Preis ein zunehmend wichtiges Entscheidungskriterium im Einkaufsprozess. Dabei muss der Ausbau nachhaltigerer Sortimente im Einklang mit der Nachfrage der Kunden stehen.

Den Schwerpunkt der Aktivitäten legt die REWE Group auf ihre Eigenmarken, wo sie einen besonders großen Hebel in der Produktgestaltung hat. Für die systematische Umsetzung ihrer Ziele hat die REWE Group in Deutschland eine strategische Vorgehensweise etabliert, die die unterschiedlichen Ansätze der Säule Grüne Produkte bündelt (siehe dazu den Managementansatz Grüne Produkte).

Für die Säule Grüne Produkte wurde bei REWE und PENNY mit der Abteilung Nachhaltigkeit Ware eine neue Einheit geschaffen, die direkt dem Einkauf zugeordnet ist und dort bei der Gestaltung nachhaltiger Sortimente unterstützt.

Im Folgenden werden die relevanten Ansätze zur Gestaltung nachhaltigerer Sortimente vorgestellt:

Die relevanten Ansätze zur Gestaltung nachhaltiger Sortimente finden Sie im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht:
Der Ausbau von Bio- und Regionalsortimenten
Die Definition von Leitlinien und nachhaltigere Beschaffung von Rohstoffen
Die Stärkung von nachhaltigeren Markenartikeln
Das Engagement in Brancheninitiativen 

Weitere Informationen zur Zusammenarbeit mit Lieferanten sind in den Aspekten


Die REWE Group Deuschland hat für die Produkte ihrer Eigenmarken eine formalisierte Risikoanalyse für Food- und Non-Food-Produkte durchgeführt. Der Ansatz betrachtet das gesamte Sortiment des Unternehmens. Dafür wurde das Sortiment der Food- und Non-Food- Produkte in insgesamt 37 Warencluster aufgeteilt.

Das Vorgehen gliedert sich in die zwei Stränge: einer qualitativen und einer quantitativen Analyse. Im Rahmen der qualitativen Untersuchung wurden Studien und Reports ausgewertet und Interviews mit Einkäufern und NGOs geführt, um wesentliche Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungsketten zu ermitteln. Hierbei wurden neben den ökologischen Auswirkungen vor allem auch die Risiken im Bereich Arbeitsbedingungen und Menschenrechte identifiziert.

Der quantitativen Analyse auf Basis einer Input-Output-Analyse liegt ein volkswirtschaftliches Modell zugrunde. Hierzu wurden die ökologischen Auswirkungen in der Lieferkette wie beispielsweise Treibhausgasemissionen ermittelt und in monetäre Beträge umgerechnet. Die sozialen Auswirkungen wurden beurteilt, indem identifiziert wurde, wie viele Personen pro Warencluster in der gesamten Lieferkette tätig sind. Diese Daten wurden mit dem Einkaufsvolumen des Unternehmens sowie mit Informationen über Produktions- und Ursprungsländer verknüpft, um ökologische und soziale Risiken spezifisch monetär zu bewerten. So konnten für die einzelnen Warencluster die externen Kosten des eigenen Wirtschaftens quantifiziert werden.

Sogenannte Scorecards fassen die Ergebnisse der Analyse für jedes einzelne Warencluster zusammen und geben einen Überblick über die Sozial- und Umweltkosten der jeweiligen Produkte entlang der Wertschöpfungskette. Die Zuordnung in die fünf Stufen der Wertschöpfungskette ermöglicht dabei eine genauere Betrachtung der Schwerpunktthemen. Beim Warenclusters „Obst und Gemüse“ wurden z.B. Luftemissionen & Energie, Biodiversität, Boden, Wasser, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte als wichtigste Nachhaltigkeitsthemen entlangwährend der LieferketteRohstoffgewinnung ermittelt.

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