Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

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Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator G4-FS11 
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen

Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten
 
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Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes

Fiducia & GAD IT AG

Die Fiducia & GAD stellt mit ihren IT-Dienstleistungen einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfungskette von Finanzdienstleistern dar. Somit ist ein Nachhaltigkeitsbestreben im eigenen Haus, wie z. B. das energieeffiziente Betreiben unserer Rechenzentren, gleichzeitig ein Dienst für mehr Nachhaltigkeit bei unseren Kunden, die das IT-gestützte Bankverfahren an uns auslagern. Im Hinblick auf diese Abhängigkeiten entwickeln wir aktuell unsere Nachhaltigkeitsstrategie (siehe auch Kriterium 1). Unser Ziel ist es, mit unseren Dienstleistungen Finanzdienstleistern aus IT-Sicht zu ermöglichen, nachhaltiger zu agieren. Dies umfasst den Regelbetrieb von Banken-IT wie auch neue Dienstleistungsprodukte zur Lösung von Nachhaltigkeitsherausforderungen. Eine positive Nachhaltigkeitswirkung lässt sich im ersten Schritt durch eine zunehmende Digitalisierung der Bankprozesse erreichen (Ressourcenschonung). Dies adressieren wir im Zuge unserer Betriebsökologie, durch Einbindung der Geschäftsbereiche (Druckprozesse für Kunden) und im Zuge des genossenschaftlichen Gemeinschaftsprojekts „Digitalisierungsoffensive“. 

 
Doch auch darüber hinaus hat IT das Potenzial, durch z.B. neue Vernetzungs- und Informationswege, Bankgeschäfte sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Um die nachhaltigkeitsbezogenen Geschäftschancen und Wirkungsmöglichkeiten besser zu verstehen und auszubauen, suchen wir aktuell aktiv den Dialog in der genossenschaftlichen FinanzGruppe zur Klärung nachhaltigkeitsbezogener Kundenbedürfnisse und organisieren intern Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten zum Themencluster Kerngeschäft/Innovation/Nachhaltigkeit.   

Die Fiducia & GAD betreibt aktive Innovationsarbeit mit eigenen Innovation Labs an den drei Standorten Karlsruhe, München und Münster. Auch unsere Innovationsarbeit ist den genossenschaftlichen Prinzipien von Solidarität, Partnerschaftlichkeit, Bodenständigkeit und Transparenz verpflichtet und weist somit Schnittmengen mit Nachhaltigkeitsthemen auf, z. B. Sharing Economy und Ausbau regionaler Vernetzungsmöglichkeiten.

Wir wissen, dass es ein völlig neues Innovationsklima braucht, um auch in Zukunft mit dem Wettbewerb mithalten zu können. Unser Innovationskonzept setzt auf die Ideenkraft und die Erfahrung unserer Mitarbeiter, gepaart mit einer engen Kooperation mit unseren Kunden. Innovation ist eine Unternehmensaufgabe und braucht Querdenker und Freiraum für gute Ideen.

Zu einem innovationsfreundlichen Klima gehört auch die entsprechende Arbeitsumgebung. Innovationsräume in Karlsruhe und München fördern schon heute Agilität, Kreativität und die Kollaboration der Mitarbeiter untereinander. In Münster dient das Innovationsforum schon seit langem als Impulsgeber für Trends.

Das Innovationsmanagement bietet neben den Räumlichkeiten ein Innovationsprogramm, das von der Förderung der Ideen über agile Projektphasen bis hin zu fertigen Produkten die Mitarbeiter der Fiducia & GAD sowie mit eingebundene Bankkunden intensiv und aktiv begleitet. Die Innovationskollegen unterstützen dabei mit unterschiedlichen Kreativmethoden (World Café, Design Thinking, Kanban, u. v. m.) oder Moderation von Workshops. Ziel sind die Förderung und das „Wachsenlassen“ von Ideen und kreativen Denkanstößen. Durch ein gut aufgestelltes Netzwerk mit anderen Innovationseinrichtungen wie dem ImpactHub in München und Ruhr oder dem CyberForum in Karlsruhe können Kontakte zu Start-ups, Fintechs oder Speakern hergestellt werden.

Verschiedene Formate wie MorgenMacher, Machertreffen, Internet of Things-Workshops und Hackathons sorgen für die regelmäßige Einbettung von Innovationsthemen und -impulsen in das Tagesgeschäft. Das „Macher-Spezial-Programm“ schließt an die genannten Regelformate an. Ziel ist es, Erfolg versprechende Ideen möglichst schnell und kostengünstig am Markt zu validieren und im besten Fall, nach erfolgreichem internem Pitch, als Start-up den Sprung ins anschließende Intrapreneurship-Programm zu schaffen.

Aktuell befinden sich mehrere Projekte mit direktem Nachhaltigkeitsbezug in einer solchen Testphase. Details können aus Wettbewerbsgründen erst zu einem späteren Zeitpunkt berichtet werden.

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Commerzbank AG

Positionen und Richtlinien zu sozialen und ökologischen Themen bilden die Grundlage für die Entscheidung darüber, welche Produkte und Dienstleistungen die Commerzbank anbietet. Produkte, Geschäfte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine wesentliche Rolle spielen, werden intensiv recherchiert, analysiert und mit einer differenzierten Bewertung versehen, die bis zur Ablehnung des entsprechenden Geschäfts oder Produkts führen kann. Die Beurteilung dieser Aspekte fließt im Rahmen des Reputationsrisiko-Managements in die Gesamtrisiko-Strategie und -Steuerung des Commerzbank-Konzerns ein. 

Im Sustainable Finance Committee vernetzt die Commerzbank interne Aktivitäten und Segmente mit Bezug zu nachhaltigem Finanzwesen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtert die Entwicklung und Verbesserung nachhaltiger Produkte. Damit möchte die Bank zum Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) und des Klimaschutzabkommens von Paris beitragen. Das Spektrum der rund 25 Mitglieder reicht von der Firmenkundenseite, die unter anderem für die Themen Green Bonds, Finanzierung erneuerbarer Energien oder Energieeffizienzmaßnahmen, Emissionsrechtehandel und nachhaltiges Asset Management steht, über das Privatkundengeschäft mit dem Angebot nachhaltiger Publikumsfonds oder der KfW-Beratung bis zum Reputationsrisiko-Management, das einen Beitrag zur Verringerung ökologischer und gesellschaftlicher Risiken der Finanzierungstätigkeit leistet. Vernetzt sind hier außerdem die Verbindungsbüros aus Berlin und Brüssel, um Sustainable-Finance-Initiativen auf politischer Ebene zu unterstützen.

Außerdem können alle Mitarbeiter der Commerzbank über das mehrfach ausgezeichnete Ideenmanagement WikIdee Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen einreichen und diskutieren. Im Berichtsjahr 2017 wurden über 1.700 Ideen eingereicht.

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Godelmann GmbH & Co. KG

Für den Erfolg von Produkten und dadurch wiederum des Unternehmens ist es wichtig, seine Kunden zu kennen, also deren Bedürfnisse und Anforderungen im Hinblick auf hochwertige Betonprodukte zu verstehen. Seit drei Jahrzehnten prägen wir die Entwicklung nachhaltiger Flächenbefestigungen. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung haben wir uns als Unternehmen frühzeitig dieser Thematik gewidmet und innovative, praxisgerechte Lösungen entwickelt. Gemäß unseres Claims „GODELMANN, die Stein-Erfinder“ entdecken wir unseren Werkstoff Beton immer wieder neu und nutzen seine Vielseitigkeit, um innovative Produkte zu entwickeln und zu kreieren. Unsere Pflaster- und Mauersteine, Terrassenplatten, Sonderbauteile und Wandelemente sollen den Kunden begeistern, einen langen und nachhaltigen Nutzen für ihn mit sich bringen und die Umwelt in der Herstellung möglichst wenig belasten.  

Diesem Anspruch verpflichtet sich die SAVE-Linie, mit der wir neue Maßstäbe setzen. Sowohl in der Herstellung, als auch im gesamten Lebenszyklus der Pflastersteine ist der SAVE-Gedanke oberste Maxime. Dieses Prinzip garantiert spezielle Produkteigenschaften, die einen nachhaltigen Beitrag für Mensch und Umwelt leisten.
  1. ECOSAVE®: Sauberes Grundwasser und mehr Verdunstung in den Städten
  2. AIRSAVE®: Saubere und gesunde Luft durch photokatalytische Oberflächen
  3. DUROSAVE®: Pflegeleichte und dauerhafte Betonsteinoberflächen
  4. LOCKSAVE®: Stabile Flächen bei hoher Verkehrsbelastung
Die Beläge sind für Verkehrsflächen zulässig, auf denen herkömmliche Ökopflaster heute keine Verwendung finden.  

Das patentierte Nut- und Versiegelungssystem PaveAndGo ermöglicht nicht nur wetterunabhängige Verlegearbeiten und eine Minimierung der Arbeitszeit um das Fünffache gegenüber bisherigen Verfahren, sondern bietet zudem ein nahezu perfektes Fugenbild. Darüber hinaus kann man den Boden schon während der Verlegung belasten. Die Großformatplatten sind Frost- und Tausalzbeständig und nach UNI/DIN EN 14411 genormt.  

Sowohl in der Vergangenheit als auch in Zukunft ist die ressourcenschonende Nutzung von Rohstoffen ein fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Gemäß der Handlungsmaxime „Reduzieren, Regenerieren und Recyceln“ investiert GODELMANN kontinuierlich in umweltschonende Herstellungs- und Fertigungsverfahren. Bereits seit 1981 setzt unser Unternehmen auf die Wiederverwertung von eigenen und fremden Produktionsreststoffen, sodass der Anteil an Sekundärrohstoffen bereits heute im Durchschnitt bei 15 Prozent liegt und in Zukunft noch höher liegen soll. Der Pflasterstein TETRAGO GRC 50 ist unsere Antwort auf einen Flächenbelag, der Umwelt- und Klimaschutz vereint. Durch seine breite Fuge lässt er wertvolles Regenwasser ins Grundwasser versickern. Zusätzlich zum Klimaschutz sorgt der Pflasterstein durch seinen 50 prozentigen Anteil aus hochwertigem Recyclingmaterial im Kernbeton für einen schonenden Umgang mit Rohstoffen.  

Die oben genannten Produkte sind nur einige Wenige mit nachhaltigem Nutzen für die Kunden. Wir arbeiten in unserem Stein-Labor ständig an neuen Ideen, innovativen Betonmischungen und zeitgemäßen Lösungen.  

Der Austausch alter Produktionsanlagen durch hochmoderne Fertigungsanlagen verbessert nicht nur die Energieeffizienz des Unternehmens sondern sorgt unter anderem dafür, dass die GODELMANN-Qualität konstant bleibt und sich ständig verbessert. Der überwiegende Teil der Anlagen- und Prozessinnovationen wird dabei direkt im Haus entwickelt und erfährt eine kontinuierliche Verbesserung durch die enge Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnerbetrieben.  

Das DRAINSTON® protect System wurde 2013 für den bundesweiten Ecodesign Preis nominiert. Die Produktlinie ECOSAVE® protect erhielt 2014 eine Nominierung zu den TOP 3 Produkten in der Kategorie Galileo Wissenspreis bei den europäischen GreenTec Awards.

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Vivawest GmbH

Innovationen sind für VIVAWEST ein wesentlicher Bestandteil, um Nachhaltigkeitsthemen voranzutreiben und die Organisation sukzessive und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der im Juni 2018 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie ist die Implementierung eines strukturierten Innovationsmanagements verbunden, um die Innovationsfähigkeit in der eigenen Organisation zu erhöhen. Wie in der Wohnungswirtschaft üblich, werden bei VIVAWEST aber keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit eigenem Personal durchgeführt. Vielmehr bestehen vielfältige Netzwerkaktivitäten und Kooperationen mit Hochschulen, Branchenverbänden und Kommunen, aus denen heraus Produkt- und Prozessinnovationen auf ihre Einsetzbarkeit im betrieblichen Alltag und auf ihre Eignung zur strategiekonformen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Leistungen überprüft werden. Schwerpunkte liegen hierbei in der Entwicklung von Quartieren und in der Nutzung von Neuerungen und Technologien, welche auf die Steigerung der Energieeffizienz und damit auf die Senkung von CO2-Emissionen gerichtet sind.

Im Rahmen von Feldversuchen und Pilotprojekten zu unterschiedlichen Themen erfolgt ein systematisches Monitoring, um aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für den generellen Einsatz von neuen Produkten in den Wohnungsbeständen ableiten zu können. In 2018 standen vor allem Produkte zur Verbesserung des Raumklimas und der Raumhygiene, der Einsatz von E-Ladesäulen sowie von lieferdienstunabhängigen Paketkastenanlagen und die Vorbereitung umfänglicher Smart Home-Projekte im Fokus der Betrachtungen.

Seit drei Jahren legt die Arbeitsgruppe Technische Produktentwicklung/Standards Bauteile fest, die als Standard von VIVAWEST und ihren technischen Dienstleistern im Rahmen von Neubauten, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen verpflichtend zu verwenden sind. Hierbei wurden alle wesentlichen und in der Regel sichtbaren Bauteile berücksichtigt. Unterschieden werden dabei drei Varianten: So wird die Ausstattungslinien „Komfort" vorwiegend im Rahmen von Instandsetzungen und Modernisierungen angewendet, während die Ausstattungslinie „Premium“ und „Hochwertiger Neubau" ausschließlich im Neubau eingesetzt werden. Somit ist gewährleistet, dass die bei VIVAWEST eingesetzten Produkte nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog ausgewählt werden. Dieser berücksichtigt insbesondere die Qualität, die Langlebigkeit, die Verfügbarkeit am Markt und eine ökologische Bewertung. Zukünftig soll der Bauteilkatalog auf ausgewählte Produkte der Gebäudetechnik ausgeweitet werden.

Seit 2016 engagiert sich VIVAWEST zusammen mit der RAG Montan Immobilien, Essen, in dem Zukunftsprojekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“. Zum Start des Projektes hatten Experten unterschiedlicher Disziplinen in einer „Denkfabrik“ Thesen dafür entwickelt, wie Integration im Quartier gelingen kann. Als Beispiele wurden aus dem Bestand von VIVAWEST das Quartier Duisburg-Vierlinden mit seinen Bergarbeiterwohnungen sowie aus dem Bestand der RAG Montan Immobilien die noch zu entwickelnde Fläche des 2012 stillgelegten Bergwerks West (ehemals Friedrich-Heinrich) in Kamp-Lintfort herangezogen. Entwickelt wurde eine Toolbox mit vielen Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken. Die Ergebnisse, welche auf andere Quartiere übertragbar sind, wurden in 2018 im Rahmen eines Symposiums der interessierten Öffentlichkeit auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ebenfalls in 2016 startete im Segment Immobiliendienstleistungen das strategisch wichtige Projekt „DGM Feldtest 400“, dessen Fokus auf der Erprobung eines digitalen Gebäudemanagementsystems liegt (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang rund 400 Gebäude mit einer Technik zur zentralen Heizanlagenüberwachung und -steuerung ausgestattet. Im Rahmen des Projektes wurden die Funktionalitäten des Systems geprüft sowie definierte Dienste und Anwendungen getestet. Der Vorteil für die Mieter liegt insbesondere in einer nutzerorientierten und effizienteren Energieversorgung. Zudem ist eine bessere technische Betreuung der Immobilien durch die Dienstleistungsunternehmen des Konzerns möglich.

Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Besitzerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers.

Die geplanten Pilotprojekte für 2019 können dem Nachhaltigkeits- bzw. Umweltprogramm entnommen werden.

Vergleiche Finanzbericht 2018 (1.2 Forschung und Entwicklung, Seite 10) und Bericht 2018 (Seite 76f.).

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BHS tabletop AG

Die ökologischen Wirkungen der wesentlichen Produkte sind bekannt. Dies sind im wesentlichen der Rohstoff- und Energieverbrauch. Sie werden im Rahmen der Managementsysteme ermittelt und bewertet.

Bei Neu- oder Ersatzbeschaffungen von Produktionsanlagen suchen wir gemeinsam mit den Herstellern nach innovativen, langlebigen, energieeffizienten und somit nachhaltigen Lösungen.
 
Durch diverse Maßnahmen, wie z.B. regelmäßige Audits, Kennzahlenanalyse und KVP trägt BHS dazu bei, dass Nachhaltigkeit entlang des gesamten Produktionsprozesses Beachtung findet.

Im Bereich Porzellan findet die Produktion nahezu ausschließlich in Deutschland statt. Durch die BHS-eigenen Masseentwicklungen Duracream und Noble China wurden auch Antworten auf große Markttrends wie Vitreous China und Bone China gefunden; dadurch können bei gleichzeitiger Standortsicherung Transportwege aus Fernost nach Europa vermieden werden.  

Auch beim Design der Porzellanprodukte wird auf Langlebigkeit geachtet. Ziel ist es hierbei nicht nur schnelllebige Trends zu bedienen, sondern durch geschickte Kombinationen und Ergänzungen über viele Jahre Aktualität zu behalten.  

Bei der Neuentwicklung von Geschirren, Formen und Dekoren wird grundsätzlich auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit geachtet. Durch den fest integrierten KVP-Prozess erfolgen auch an bestehenden Produkten Optimierungen.

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