Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird

10
Unternehmen müssen innovativ sein und bleiben, um sich am Markt zu behaupten. Das gilt umso mehr, wenn sie im starken Wettbewerb stehen. Nachhaltigkeitsaspekte können da zunehmend wichtige Impulse setzen. Insbesondere der Klimawandel, zunehmend knappere und damit teurere natürliche Ressourcen, eine älter werdende Gesellschaft sowie die global wachsende Bevölkerung weltweit erfordern neue ökologische und soziale Lösungen sowie langfristig tragfähige wirtschaftliche Konzepte. Das kann ein neuartiges Produkt (z.B. emissionsarmes Auto) sein, aber auch eine neue Kombination von Produkten und Dienstleistungen (z.B. Car-Sharing-Modelle).

Was ist zu beachten?
In diesem Kriterium werden insbesondere diejenigen Prozesse und Maßnahmen behandelt, die die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen stärken. Diese reichen von einfachen Verfahren des betrieblichen Vorschlagswesens bis hin zur Beteiligung an Forschungsvorhaben. Zusätzlich unterstützend wirkt eine geeignete Atmosphäre für Innovationen, in der Risiken eingegangen werden dürfen und eine konstruktive Fehlerkultur im Unternehmen herrscht. Berichten Sie weiterhin über die Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in bestehende Innovationsprozesse, z.B. klare Nachhaltigkeitskriterien für die Projekte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Aspekt 1:
Berichten Sie, welche Auswirkungen die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben. Erläutern Sie auch, wie diese Auswirkungen ermittelt werden.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Nachhaltigkeitsleistung durch Innovationsprozesse gefördert wird.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Wirkung, die Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produktlebenszyklus im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben können und zeigen Sie auf, wie Sie Geschäftspartner/-innen und andere Akteure entlang der Wertschöpfungskette in Innovationsprozesse einbinden.
Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen können darauf abzielen, einerseits die negativen Auswirkungen Ihres Unternehmens zu verringern, z.B. durch die Verwendung eines umweltfreundlicheren Materials in der Herstellung, und andererseits den Nutzern helfen, deren eigene negative Auswirkungen zu verringern, z.B. durch einen geringeren Strom- oder Wasserverbrauch eines Produkts im Gebrauch. Beides gilt auch für Dienstleistungen: einerseits kann die Dienstleistung auf eine Art und Weise erstellt werden, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung steht. Beispielsweise könnte eine Umstellung der internen Arbeitsorganisation mehr Flexibilität für Mitarbeitende schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Zusätzlich kann eine Dienstleistung die Kund/-innen auf ihrem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, z.B. durch eine nachhaltigkeitsorientierte Beratungsleistung (z.B. Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen).

Die Wertschöpfungskette beinhaltet sowohl zuliefernde Betriebe und andere Geschäftspartner/-innen mit deren Vertragspartnern als auch die Nutzer/-innen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und eventuelles Recycling (siehe Kriterium 4).  

Der Begriff Produktlebenszyklus bezieht sich auf den gesamten Prozess des Produktes vor Markteintritt, auf dem Markt und bis zur Herausnahme aus dem Markt. Es sind daher Wirkungen der Bereiche Design, Rohstoffe, Herstellung, Transport, Nutzung und Verwertung mit eingeschlossen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre hier am Ende statt der Entsorgung die Wiederverwertung erstrebenswert. Auf allen Stufen können Unternehmen durch innovative Prozesse einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator G4-FS11 
Prozentsatz der Finanzanlagen, die eine positive oder negative Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen

Hinweis: der Indikator ist auch bei einer Berichterstattung nach GRI SRS zu berichten
 
***************************
 
Leistungsindikatorset der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS):
Leistungsindikator EFFAS E13-01
Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr

Leistungsindikator EFFAS V04-12
Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes

Sparkasse Schweinfurt-Haßberge

10 Innovations- und Produktmanagement  
Für die Angebote der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge sind keine allgemeinen Nachhaltigkeitsanforderungen definiert. 
 
Ein etabliertes Ideenmanagementsystem bietet einen Rahmen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen Belangen der Sparkasse. Für nachhaltige Angebote ist darüber hinaus kein gesonderter systematisierter Innovationsprozess implementiert.

Für die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ist dies der erste Nachhaltigkeitsbericht. Wirkungen der Innovationsprozesse entlang der Wertschöpfungskette der eigenen Produkte und Leistungen sind nicht beschrieben.  Es wurden keine Überlegungen hinsichtlich der Wirkung unserer wesentlichen Produkte und Dienstleistungen entlang unserer Wertschöpfungskette beschrieben. Dies gilt auch für die Beschreibung der Wirkung von Innovationsprozessen entlang der Wertschöpfungskette und innerhalb des Produkt-Lebenszyklusses im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.
 

Geschäftspartner der Sparkasse werden aktuell nicht in die Innovationsprozesse einbezogen.  

Richtlinien zur Entwicklung von Dienstleistungen und nachhaltigen Finanzprodukten oder zur Finanzierung nachhaltiger Projekte sind nicht verabschiedet.

Unabhängig davon bietet die Sparkasse eigene Passiv-Produkte und Produkte der Partner der Sparkassen-Finanzgruppe zur nachhaltigen Geldanlage an. Einige Beispiele:

-  Im Passivbereich hält die Sparkasse seit 2015 Möglichkeiten für „Nachhaltige Geldanlage“ bereit, die das regionalen Projekt „Nachhaltigkeit im Steigerwald“ der Marktgemeinde Oberschwarzach, des Steigerwald-Zentrums mit der Sparkasse verbindet: In Abhängigkeit vom Volumen, das der Kunde in einem so geförderten Anlageprodukt zeichnet, spendet die Sparkasse eine bestimmte Menge an „klimastabilen“ Baumsetzlingen, die zur Aufforstung einer Fläche von 8 ha verwendet werden. Ziel ist, die Fläche eines bisher instabilen Nadelwaldes, der vom Sturm „gerodet“ worden war, in einen „regionalen Zukunftswald“ zu verwandeln.


Immer mehr Kunden haben Interesse, einen Teil Ihres Vermögens zur Anlage in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen/Projekte zu lenken.

Im Jahr 2018 haben unsere Kunden nachhaltige Fonds der S-Finanzgruppe und Ihrer Kooperationspartner in Höhe von rund 3,9 Mio. Euro erworben. Zum 31.12.2018 hatten unsere Kunden insgesamt rund 5,4 Mio. Euro in nachhaltigen Fonds angelegt. 

Auch die Sparkasse legt ihre eigenen Mittel nachhaltig an, sofern sich passende Möglichkeiten ergeben: Im Depot A der Sparkasse befanden sich zum 31.12.2018 17,5 Mio. EUR „Green Bonds“.    

Wenn es um die Finanzierung nachhaltiger Projekte geht, ist die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ein verlässlicher Partner für die Bürger, für den Mittelstand und für die Kommunen der Region. Die Finanzierungs- bzw. Förderberatung gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Dadurch werden insbesondere regionale Betriebe gefördert und unterstützt. Unsere Finanzierungs-Spezialisten beraten private und gewerbliche Kunden aktiv zu den Förderprogrammen der öffentlichen Hand in den Bereichen Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Umweltschutz.

Bei Privatkunden dreht sich die Beratung vor allem um energetische Sanierung von Wohnimmobilien und energieeffiziente Neubauten. Die Sparkasse unterstützt die energetische Modernisierung von Gebäuden bzw. Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz auch durch spezielle Beratungstage. Bei Bedarf stellen wir Kontakt zu Energieberatern her, die die technische Komponente abdecken.
Wenn sich der Kunde entschließt, ein Energie-Spar-Projekt mit der Sparkasse zu finanzieren, erhält er von der Sparkasse einen Zuschuss zur Energieberatung bei einem zertifizierten Energieberater von bis zu 400,00 Euro.        

Im Jahr 2018 wurden gewerbliche Programme (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Verminderung von Emissionen, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Verbraucherschutz)  mit einem Volumen von insgesamt 16,9 Mio. €  und wohnwirtschaftliche Programme (energieeffizient sanieren, energieeffizient bauen, erneuerbare Energien) mit einem Volumen insgesamt 7,6 Mio. € ausgegeben.
  
Welche Auswirkungen unsere wesentlichen Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung bzw. der Nutzung/Verwertung auf soziale und ökologische Aspekte der Nachhaltigkeit haben, wird derzeit nicht ermittelt bzw. ausgewertet.  
  


Zum DNK-Profil

INTER Versicherungsgruppe

10.1. Soziale und ökologische Auswirkungen unserer Produkte
Die direkte soziale Wirkung unserer (Versicherungs-)Produkte ist die finanzielle Sicherheit und Absicherung unserer Kunden bei unvorhergesehenen Ereignissen. Dass unsere Produkte den Marktanforderungen entsprechen und unsere Kunden sich durch uns gut betreut und abgesichert fühlen, belegen Ratings und Auszeichnungen. So bewertete z. B. Assekurata die INTER Kranken, die INTER Leben und die INTER Allgemeine 2021 jeweils mit „A“ für starke Bonität. Im Unternehmensrating der WirtschaftsWoche erreichte die INTER Leben mit fünf Sternen die Höchstbewertung. Auch die hohe Weiterempfehlungsquote durch unsere Kunden spricht für die Qualität unserer Produkte.

Immer mehr Versicherungskunden legen Wert darauf, ihr Geld in nachhaltig agierende Unternehmen zu investieren. Diesem Wunsch unserer Kunden tragen wir beispielsweise mit unserem bessergrün-Angebot Rechnung: Im Oktober 2021 starteten wir mit drei Produkten der Krankenzusatzversicherung und der Jagdhaftpflichtversicherung bei bessergrün – einem Marktplatz für nachhaltige Finanzdienstleistungen, Versicherungen und komplementäre Dienstleistungen in Deutschland. Für jeden neu abgeschlossenen bessergrün-Vertrag wird ein Baum gepflanzt und die INTER Versicherungsunternehmen investieren den Versicherungsprämienanteil zur Erfüllung der künftigen versicherungstechnischen Verpflichtungen aller bessergrün-Produkte ausschließlich in nachhaltige Kapitalanlagen.  

Die Kapitalanlage der Versicherungsprämien spielt eine wichtige Rolle bei der Absicherung unserer Kunden und bietet zudem einen wichtigen Hebel für Nachhaltigkeit. Die Entwicklung unserer Kapitalanlagen überprüfen wir tagtäglich und begleiten die Umsetzung unserer Kapitalanlagestrategie durch unser Risikomanagement. Im Sinne der Nachhaltigkeit streben wir danach, in Institutionen zu investieren, die selbst nachhaltig agieren. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Screening unserer Fondsmanager nach ESG-Kriterien vorgenommen. Demnach kann der überwiegende Teil unserer Kapitalanlagen als nachhaltig angesehen werden. Nahezu alle verwalteten Kapitalanlagebestände externer Asset Manager folgen den PRI-Standards.  

Die INTER Versicherungsunternehmen berücksichtigen in ihrer Kapitalanlage neben den Anlagekriterien Sicherheit, Liquidität und Rentabilität auch die Dimension der Nachhaltigkeit, wodurch zunehmend ESG-Aspekte in den Investitionsentscheidungsprozess integriert werden. Entsprechend der Kapitalanlagestruktur der INTER Versicherungsunternehmen erfolgt die Umsetzung in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Assetklasse.

Für den überwiegenden, in langlaufende Zinsanlagen investierten Anteil der Kapitalanlage greifen wir zu diesem Zweck auf nachhaltigkeitsbezogene Daten eines externen Anbieters zurück. Auf dieser Datenbasis wird ein sektor- und normenbasiertes Screening zur Identifizierung potenziell kritischer Anlagen sowie zur Erkennung von Emittenten mit kontroversen Aktivitäten vorgenommen. Die daraus gebildete Nachhaltigkeitsmeinung wird bei zukünftigen strategischen Entscheidungen einbezogen. Wesentliche Nachhaltigkeitsrisiken können so begrenzt werden. Maßstab dieses Screenings bilden die Prinzipien des UN Global Compact, die sich v.a. auf Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Klima sowie Korruptionsprävention fokussieren. Bei der Auswahl der Länder, in die in Zinsanlagen investiert werden darf, werden darüber hinaus externe Nachhaltigkeitsratings zur Bewertung von Nachhaltigkeitsleistung und -risiken der Staaten anhand ökologischer und sozialer Kriterien berücksichtigt. Ratingkriterien sind unter anderem die Übereinstimmung mit internationalen Normen und Standards sowie den SDGs der UN.

Bei Alternativen Investments erfolgt die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten und damit auch Nachhaltigkeitsrisiken bei der Investitionsentscheidung, indem wir grundsätzlich den Nachweis einer geeigneten Nachhaltigkeitsstrategie sowie regelmäßige ESG-Reportings vom Fondsmanager fordern. Dabei achten wir auch darauf, ob diese Unterzeichner der PRI der UN sind. In gleicher Weise wird der Kapitalanlagebestand regelmäßig auf negative Auswirkungen und Nachhaltigkeitsrisiken überprüft. Ergeben sich dabei für eine Anlage nachhaltigkeitsbezogene Feststellungen, werden diese in einem internen Ausschuss diskutiert. Über die weitere Vorgehensweise bis hin zur Devestition entscheidet der Ausschuss unter Berücksichtigung aller für die Kapitalanlage relevanter Faktoren.  

Um mögliche negative ökologische und soziale Auswirkungen durch unsere Geschäftstätigkeiten so gering wie möglich zu halten, überprüfen wir auch unsere wichtigsten direkten Lieferanten und Dienstleister jährlich auf Nachhaltigkeitsaspekte.

10.2. Innovationsmanagement
Die Entwicklung neuer, an die Bedarfe unserer Kunden angepasster Produkte ist essenzieller Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit als Versicherer. Im Mittelpunkt steht auch dabei stets das Ziel, die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern und so langfristige Kundenbeziehungen zu realisieren.

Seit 2020 ist es Aufgabe unseres Innovationsmanagers, unsere Innovationsprozesse zielgerichtet und effizient zu gestalten und die ersten beiden Phasen des Produktentwicklungsprozesses zu strukturieren und zu moderieren. Wie geplant konnten wir im Oktober 2021 unsere Innovationswerkstatt „i!base“ eröffnen. Die „i!base“ ist ein Ort für die Mitarbeiter der INTER Versicherungsunternehmen, an dem kreative Gedankenprozesse gefördert werden. Hier geht es darum, nicht nur Ideen zu sammeln, sondern sie auch zeitnah zu realisieren. In unserer „i!base“ veranstalten wir Workshops zur Lösung von Problemstellungen und geben Impulse durch neue Methoden und den Blick über den Tellerrand. Bei Bedarf binden wir auch Externe und Kunden in unsere Workshops ein.

Gesteuert durch das Innovationsmanagement haben wir 2021 an den Hackdays Rhein-Neckar teilgenommen, um unsere Produktentwicklung mit externem Know-how zu unterstützen. Die Erkenntnisse dieser Hackdays nutzen wir, um Bedarf und Leistungen unserer neuen Unfallversicherung kundenfreundlicher und verständlicher zu gestalten.

Ausgerichtet am Bedarf unserer Kunden bieten wir seit 2021 unsere Krankenzusatzversicherungen (Ambulant, Stationär, Zahn) und unsere Jagdhaftpflichtversicherung in der Variante „bessergrün" an.

Darüber hinaus haben wir unsere Onlineabschlüsse in der Zahnzusatzversicherung, stationären und ambulanten Zusatzversicherung sowie in der Auslandsreisekranken- und Jagdhaftpflichtversicherung permanent überarbeitet. In vielen Fällen verzichten wir schon komplett auf den Papierversand. Eine gute Ergänzung hierzu ist die digitale Postbox, über die Versicherungsscheine, Nachträge und Beitragsrechnungen online abgerufen werden können.

Im Bereich Services dienen Neuentwicklungen vor allem dem Ziel, Prozesse effizienter und kundenfreundlicher zu machen und zugleich ressourcenschonender zu arbeiten. So wird unsere Kunden-App „Meine INTER“ mittlerweile von 43.748 Kunden genutzt (Stichtag: 31.12.2021). Über die Chat-Funktion der App erreichten uns im Berichtsjahr 38.030 Kunden-Nachrichten, unsere Berater antworteten in 38.359 Nachrichten auf Kundenanfragen. Die Nutzungszahlen der INTER-Postbox lagen 2021 bei 48.594 Usern – im Vergleich zu 33.226 Usern im Jahr 2020 und 17.515 Usern im Jahr 2019. In die Postbox wurden 2021 insgesamt 596.319 Dokumente hochgeladen, die somit nicht per Post und in Papierform verschickt werden mussten. Wir reduzieren durch diese Services, die wir kontinuierlich weiterentwickeln, die Umweltbelastung, indem der Papierverbrauch gesenkt wird.

Seit 2021 sind die INTER Versicherungsunternehmen Mitglied im GSN. Das GSN ist eine breit aufgestellte Initiative, die der deutschsprachigen Assekuranz und branchennahen Akteuren eine inhaltsorientierte Austausch- und Kooperationsplattform rund um das Thema Nachhaltigkeit bietet. Dies ermöglicht uns einen branchenweiten Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen, die unsere Branche betreffen.

Zum DNK-Profil

WESSLING GmbH

Die Förderung von Ideen und Innovationen ist Bestandteil der Unternehmensphilosophie und wird als Wettbewerbsvorteil verstanden. Für 2019/2020 ist die Zusammenarbeit mit einer Fachhochschule fixiert, die die Implementierung eines Innovationsmanagements zum Inhalt hat, das auch der fortlaufenden Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung dienen wird.
Die WESSLING Mitarbeiter stecken voller guter Ideen. Jedes Jahr honoriert das Unternehmen mit dem WESSLING Innovation Award die besten Ideen aus der Mitarbeiterschaft. Der Preis motiviert zur Kommunikation von Ideen und Verbesserungsvorschlägen. 

Kundenorientierung bedeutet für WESSLING, mit und für den Kunden kreative Ideen zu entwickeln, womit Innovationen und letztendlich besondere Produkte aus dem engen Kontakt zum Kunden und unter Berücksichtigung der Kundeninteressen entstehen. WESSLING sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Gremien, Ausschüssen und anderen Netzwerken tätig, die Quelle von Innovationen und Produkten sind.

Phasen eines Produkt- oder Dienstleistungssystems, von der Rohstoffgewinnung oder Rohstofferzeugung bis zur endgültigen Beseitigung werden mit Ausnahme des Einsatzes notwendiger Chemikalien nicht abgeleitet. Der Einsatz von Chemikalien ist nach Art und Maß von den Aufträgen und den weitgehend vorgeschriebenen Methoden bestimmt, womit die Einflussnahme von WESSLING begrenzt ist. Ebenfalls ist die Auswahl an möglichen Lieferanten vergleichsweise gering. Indirekt wird über das Qualitätsmanagement in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern auf eine möglichst fehlerfreie Dienstleistungserbringung hingewirkt, was Wiederholungsmessungen und andere Doppelarbeit sowie unnötigen Chemikalieneinsatz und den Verbrauch weiterer Ressourcen vermeidet. 
Unabhängig davon forscht WESSLING fortlaufend an neuen Methoden und Dienstleistungen, die ein höheres Maß an Genauigkeit, einen geringeren Ressourcenverbrauch, einen geringeren Einsatz von Chemikalien oder auch den Nachweis bisher nicht nachweisbarer Stoffe bedeuten können. Hierfür sind spezielle Funktionen im Unternehmen zuständig und Prozesse etabliert.
Wesentliches Einsatzmittel ist (neben den Chemikalien) Papier. Papierloses Erstellen von Gutachten, Berichten und anderen Aufzeichnungen wird derzeit weder vom Gesetzgeber noch von Kunden vollumfänglich akzeptiert. Soweit möglich und sinnvoll werden Aufzeichnungen nach Absprache mit der betroffenen Anspruchsgruppe papierlos erstellt (z. B. Angebote). Die Einflussnahme auf den Papierverbrauch ist auftragsabhängig und nicht vorhersehbar und rückwirkend nicht sinnvoll vergleichbar. Gleichwohl wird der Papierverbrauch erhoben und es werden Maßnahmen zur Reduzierung umgesetzt. Es wird nach Möglichkeit chlorfreies und ein den Maßstäben der nachhaltigen Forstwirtschaft entsprechendes Papier eingesetzt.
Neben dem Papierverbrauch werden als weitere relevante Umweltaspekte der Energieverbrauch und der Aspekt Mobilität gesehen.
Energieverbräuche werden erfasst und Maßnahmen zur Reduzierung abgeleitet und umgesetzt (z. B. Beleuchtung, Fuhrparkmanagement). Über das Fuhrparkmanagement wird der Aspekt Mobilität regelmäßig bewertet und Maßnahmen werden abgeleitet und umgesetzt.
Im Sinne der Lebenswegbetrachtung steht am Ende die Verwertung der Gutachten, Berichte etc. und somit des Papiers, das vom Kunden je nach Aufbewahrungszeit der Entsorgung zugeführt wird.
Nicht vermeidbare Laborabfälle werden ausschließlich über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe der Entsorgung zugeführt, soweit kein kommunaler Anschlusszwang gegeben ist.
 

Zum DNK-Profil

REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

Strategischer Ansatz
Als international führendes Handels- und Touristikunternehmen weiß die REWE Group um ihre besondere Rolle als Mittler zwischen Herstellern, Dienstleistern und den Konsumenten. Die Herstellung der REWE Group-Eigenmarkenprodukte hat Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt. Die Kunden der REWE Group setzen voraus und sollen darauf vertrauen können, dass sich die REWE Group als Handelsunternehmen der Verantwortung in den Lieferketten ihrer Eigenmarken bewusst ist und sich der Auswirkungen annimmt.

Die Unternehmensgruppe arbeitet daran, vermehrt nachhaltigere Sortimente anzubieten. Dazu zählen im Lebensmittelbereich Bio- und regionale Eigenmarkenprodukte sowie Produkte, bei denen die REWE Group Verbesserungen in den Lieferketten erreicht hat. Seit 2010 kennzeichnen REWE, PENNY und toom Baumarkt mit dem PRO PLANET-Label Produkte, die sozial und ökologisch nachhaltiger produziert sind oder erhöhte Tierwohlstandards erfüllen. Damit bietet das PRO PLANET-Label eine verlässliche und nachvollziehbare Orientierung beim Einkauf. So möchte die REWE Group den nachhaltigen Konsum bei einer breiten Verbrauchergruppe fördern. Das zehnjährige Jubiläum im Jahr 2020 wurde zum Anlass genommen, das PRO PLANET-Label und den Vergabeprozess neu zu gestalten (für mehr Informationen siehe Abschnitt PRO PLANET). Und auch im Tourismus werden immer mehr nachhaltigere Angebote geschaffen.

Die Strategie Grüne Produkte der REWE Group definiert den Rahmen, um die Auswirkungen der Eigenmarkenprodukte auf Mensch, Tier und Umwelt zu identifizieren, zu bewerten und effektive Maßnahmen zu ergreifen. Die Strategie bettet sich in die übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group ein und fasst die strategische Ausrichtung und die operative Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Säule Grüne Produkte zusammen. Die Mission der Nachhaltigkeitssäule Grüne Produkte – „Wir handeln verantwortungsbewusst für Mensch, Tier und Umwelt“ – bildet das Dach der Strategie, an dem konkrete Maßnahmen ausgerichtet werden.

Grundlage der Strategieentwicklung war eine umfassende Analyse der Nachhaltigkeitsrisiken und Auswirkungen der REWE Group in den Lieferketten der Eigenmarkenprodukte. Weitere wichtige Bausteine der Strategieentwicklung waren die Befragung von Stakeholdern und Kunden sowie politische und wissenschaftliche Analysen und Zielsetzungen (z. B. der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen). Mithilfe einer Chancen- und Risikoanalyse wurden zunächst Umwelt- und Sozial- sowie Unternehmensdaten ausgewertet, um die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Produkte zu bewerten und zu identifizieren, wo die größten Nachhaltigkeitsauswirkungen liegen (für mehr Informationen siehe Abschnitt Produktbezogene Risikoanalysen). Darauf aufbauend konnten die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt, die im Zusammenhang mit den Eigenmarkenprodukten entstehen, in monetären Werten quantifiziert dargestellt werden.

Die Risikoanalysen der REWE Group dienen dazu, die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Mensch, Tier und Umwelt zu ermitteln sowie zu bewerten. In den Jahren 2016 und 2017 wurde dieser Ansatz deutlich ausgeweitet, um einen umfassenden Überblick entlang der Wertschöpfungsketten zu erlangen. So soll identifiziert werden, welche wesentlichen negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen die Eigenmarkenprodukte haben und an welchen Stellen diese auftreten. Die Analyse stellt damit die Basis für die strategische Ausrichtung im Bereich nachhaltigerer Sortimente dar und dient der Entscheidung, welche Maßnahmen mit welcher Priorität ergriffen werden – mit dem Ziel, ermittelte Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen. So wurden die Informationen zur Ausarbeitung der Strategie Grüne Produkte 2030 verwendet, in der Themen, Key Performance Indikatoren (KPIs), Ziele und Maßnahmen definiert sind.

Dazu hat die REWE Group Deutschland für die Lieferketten der Eigenmarkenprodukte, die in Deutschland bei REWE und PENNY vertrieben werden, eine formalisierte Risikoanalyse für Food- und Non-Food-Produkte durchgeführt. Dafür wurde das Sortiment der Food- und Non-Food-Produkte in insgesamt 37 Warencluster aufgeteilt. Der Ansatz betrachtet damit das gesamte Sortiment.

Die Analyse hat unter anderem aufgezeigt, dass insbesondere die Rohstoffgewinnung und Verarbeitung der Produkte eine hohe Relevanz mit Blick auf Nachhaltigkeitskriterien haben. Die gesamtheitliche Betrachtung der Lieferkette ist ein wichtiges Element der Nachhaltigkeitsstrategie, die zunehmend integraler Bestandteil der Einkaufsprozesse wird und einen engen Austausch mit direkten und indirekten Lieferanten erfordert. Aus der Analyse haben sich 25 Aspekte ergeben, die die REWE Group für die Operationalisierung der Strategie in den folgenden Handlungsfeldern zusammengefasst hat:

 Die Strategie wird durch einen umfangreichen Managementansatz umgesetzt, welcher die Prinzipien und Instrumente zur Umsetzung der Maßnahmen definiert: 
  1. Risikoanalysen:
Die REWE Group bewertet kontinuierlich Chancen und Risiken im Bereich Nachhaltigkeit. Einerseits basieren diese Analysen auf externen Analysen zu Warenbereichen, spezifischen Produkten oder Rohstofflieferketten. Andererseits werden die Einschätzung und Erfahrung des externen NGO-Fachbeirats für Nachhaltigkeit sowie weitere Stakeholder wie Produzenten, Lieferanten und auch Mitarbeiter einbezogen. 
  1. Ableitung von Schwerpunkten und Zielen:
Auf Basis der durchgeführten Risikoanalysen wurden Fokusrohstoffe und Schwerpunktthemen sowie Ziele und Maßnahmen definiert, welche bei neuen Ergebnissen bzw. Erkenntnissen angepasst und hinterfragt werden. 
  1. Definition und Umsetzung von Maßnahmen:
Maßnahmen zur Erreichung der Ziele und Bearbeitung der Fokusrohstoffe und Schwerpunktthemen werden auf drei unterschiedlichen Ebenen der Zusammenarbeit umgesetzt:

3.1 Interne Zusammenarbeit
Durch interne Sensibilisierung und Schulungen, die kontinuierliche Analyse von Chancen und Risiken und die Formulierung von Strategien und Zielen integriert die REWE Group die nachhaltige Beschaffung weiter in die Einkaufsprozesse mit dem Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte bei jeder Lieferanten- und/oder Produktentscheidung zu berücksichtigen.

3.2 Zusammenarbeit in der Lieferkette
In der Zusammenarbeit mit Akteuren der Lieferkette folgt die REWE Group einem dreistufigen Ansatz, der die Formulierung von Anforderungen, die Kontrolle und die Entwicklung der Akteure umfasst. Geschäftspartner in den Eigenmarken-Lieferketten der REWE Group sind verpflichtet, die Produktionsstätten zu benennen, in denen Produkte für die REWE Group hergestellt werden. Durch die Sensibilisierung und Verpflichtung der Vertragspartner werden konkrete Regeln geschaffen, um Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette umzusetzen.

Trainings unterstützen Lieferanten und Produzenten bei der Umsetzung der Anforderungen der REWE Group und bei der weiteren kontinuierlichen Verbesserung. In verschiedenen Projekten arbeitet die REWE Group direkt mit Rohstoffproduzenten an den Herausforderungen. Zudem werden Transparenz und die Integration von Nachhaltigkeit als Teil der Lieferantenbewertung gefördert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil in der Lieferkettenarbeit ist der Aufbau von effektiven Beschwerdemechanismen.

3.3 Zusammenarbeit mit Stakeholdern
Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette kann langfristig nur durch Kooperationen mit allen relevanten Stakeholdern funktionieren. Die REWE Group steht mit einer großen Anzahl von Stakeholdern in kontinuierlichem Austausch und engagiert sich in verschiedenen nationalen und internationalen Initiativen, Allianzen und Foren. Wichtige Elemente sind die Teilnahme an externen Veranstaltungen, Brancheninitiativen, Partnerschaften, das Engagement für die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsstandards sowie die Verfolgung von relevanten Entwicklungen auf politischer und regulativer Ebene. 
  1. Monitoring und Reporting:
Die durchgeführten Aktivitäten werden überprüft und bewertet. Die Erkenntnisse aus dem Monitoring fließen in die Weiterentwicklung der Maßnahmen ein.

Darüber hinaus hat die REWE Group ein viertes Handlungsfeld in der Säule Grüne Produkte definiert:
Innerhalb des fest definierten Strategie- und Budgetprozesses werden die identifizierten Aspekte und Fokusthemen je Handlungsfeld für jeden Warenbereich gemeinsam mit dem Einkauf und dem Category-Management priorisiert und mit konkreten Maßnahmen hinterlegt. Hierbei werden auch klare Ziele und Verantwortlichkeiten abgestimmt. Durch den jährlichen Strategie- und Budgetprozess ist ein regelmäßiger Review der erarbeiteten Strategie und Maßnahmen fest verankert. So stellt die REWE Group sicher, dass aktuelle Themen, die sich aus sich ändernden Rahmenbedingungen ergeben, aufgegriffen werden.

Für weitere Informationen siehe den übergeordneten Managementansatz Grüne Produkte.

Zum DNK-Profil

BHS tabletop AG

Die ökologischen Wirkungen der wesentlichen Produkte sind bekannt. Dies sind im wesentlichen der Rohstoff- und Energieverbrauch. Sie werden im Rahmen der Managementsysteme ermittelt und bewertet.

Bei Neu- oder Ersatzbeschaffungen von Produktionsanlagen suchen wir gemeinsam mit den Herstellern nach innovativen, langlebigen, energieeffizienten und somit nachhaltigen Lösungen.
 
Durch diverse Maßnahmen, wie z.B. regelmäßige Audits, Kennzahlenanalyse und KVP trägt BHS dazu bei, dass Nachhaltigkeit entlang des gesamten Produktionsprozesses Beachtung findet.

Im Bereich Porzellan findet die Produktion nahezu ausschließlich in Deutschland statt. Durch die BHS-eigenen Masseentwicklungen Duracream und Noble China wurden auch Antworten auf große Markttrends wie Vitreous China und Bone China gefunden; dadurch können bei gleichzeitiger Standortsicherung Transportwege aus Fernost nach Europa vermieden werden.  

Auch beim Design der Porzellanprodukte wird auf Langlebigkeit geachtet. Ziel ist es hierbei nicht nur schnelllebige Trends zu bedienen, sondern durch geschickte Kombinationen und Ergänzungen über viele Jahre Aktualität zu behalten.  

Bei der Neuentwicklung von Geschirren, Formen und Dekoren wird grundsätzlich auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit geachtet. Durch den fest integrierten KVP-Prozess erfolgen auch an bestehenden Produkten Optimierungen.

Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen