Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

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Wie Ihr Unternehmen von Anspruchsgruppen gesehen und eingeschätzt wird, kann einen großen Einfluss auf den Geschäftserfolg Ihres Unternehmens haben. Stakeholder können mit ihrer jeweiligen Expertise Ihrem Unternehmen dabei helfen, Ziele und Problemlösungen zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln. Zum Beispiel können zuliefernde Betriebe die Entwicklung von nachhaltigeren Produkten unterstützen (siehe Kriterium 10). Zudem helfen Ihnen die Stakeholder, Ihre Außenwirkung zu verstehen und rechtzeitig auf Markt- und Gesellschaftsentwicklungen zu reagieren. Damit einher geht aber auch ein entsprechend wertschätzender Umgang mit diesen Gruppen, um solche lösungsorientierten Beziehungen zu pflegen. Wird dem Stakeholdermanagement hingegen wenig Aufmerksamkeit geschenkt, können Stakeholder das Unternehmen auch in seiner Tätigkeit und Weiterentwicklung behindern, z.B. indem Mitarbeitende nur Dienst nach Vorschrift leisten, in verschiedenen Anspruchsgruppen schlecht über Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen geredet wird, oder indem statt eines lösungsorientierten Dialogs direkt der Rechtsweg genutzt wird.

Was ist zu beachten?
Der Fokus liegt hier auf dem Dialog und der Zusammenarbeit. Natürlich ist es wichtig, dass Sie den Stakeholdern Ihres Unternehmens Informationen über Ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus erfragt dieses Kriterium aber auch, wie sie regelmäßige Dialoge gestalten und nutzen, um die Sichtweisen und konstruktive Kritik Ihrer Anspruchsgruppen in ihre Unternehmensprozesse einfließen zu lassen. Beispiele für die Beteiligung von Anspruchsgruppen sind interne Newsletter, Gesprächsrunden mit Mitarbeitenden (siehe Kriterium 14), Kundenstammtische, regelmäßige Zusammenarbeit mit Medienvertretern, oder auch jährliche Stakeholdertage. Berichten Sie auch, wer intern an Dialogformaten teilnimmt und wie Sie die Erkenntnisse in das Nachhaltigkeitsmanagement einfließen lassen.
 
Aspekt 1:
Berichten Sie, ob und wenn ja, mit welcher Methode die für das Unternehmen wichtigsten Anspruchsgruppen identifiziert wurden.

Aspekt 2: 
Beschreiben Sie, wer diese Anspruchsgruppen sind.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, wie Sie den Dialog mit Stakeholdern gestalten und wie die Ergebnisse daraus in die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements einfließen.
Anspruchsgruppen oder Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, aber auch Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 2). Dabei unterscheidet man in interne, also im Inneren des Unternehmens agierende Personengruppen (bspw. Mitarbeitende, Führungskräfte, Gewerkschaftsvertreter/-innen) und externe, also außerhalb des Unternehmens agierende Interessensgruppen (z.B. Anrainer, Verbände, Medien, Wettbewerber).


Der Nachhaltigkeitsprozess ist die Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie Ihres Unternehmens.
 

Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG

Die Anspruchsgruppen der EHA wurden in einem Workshop durch Gespräche mit den Schlüsselpersonen im Unternehmen  identifiziert und diese mit dem entsprechenden Kommunikationsweg festgeschrieben (siehe in dem Schaubild unten). Bei EHA wird ein großer Wert auf den Austausch mit diesen Anspruchsgruppen gelegt. Dabei liegt der Fokus auf den sechs Hauptanspruchsgruppen: Kunden, Lieferanten, der REWE Mutterkonzern, Vermieter, Mitarbeiter und Politik. Jede Anspruchsgruppe wird auf einem passenden Kommunikationsweg erreicht, sodass ein stetiger Austausch, auch zur Integration dieser in unsere Nachhaltigkeitsprozesse, gewährleistet ist.  

Der Austausch mit unseren Kunden hat bei uns einen hohen Stellenwert. Dieser Austausch und besonders die Ansprechbarkeit unserer Mitarbeiter/innen wird durch den Kundenservice gewährleistet. Die Kunden erhalten über das Energie-Informationssystem (EIS) der EHA oder direkt über die Kundenbetreuer/innen sogenannte Alarmberichte über unerwartet hohe Energieverbräuche, Soll-Ist-Berichte und weitere Auswertungen ihrer Energiedaten. Hierüber wird dem Kunden ein Gefühl für seine Energieverbräuche gegeben und gemeinsam ein Schritt zur Erhöhung der Energieeffizienz gegangen. Um das EIS der EHA richtig nutzen zu können und die Auswertungen zu verstehen, erhalten die Kunden auf Wunsch eine entsprechende Schulung. Ebenso gibt es im Messstellenbetrieb der EHA Informationssysteme, die z.B. bei Störungen eine Meldung an unsere Mitarbeiter/innen senden, sodass größere Ausfälle bspw. in der Produktion unserer Kunden und damit auch wirtschaftliche Einbußen verhindert werden können. Zudem sind unsere Kundenberater/innen stetig dabei, die Bedürfnisse der Kunden zu bedienen und das auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Kommen Themen in diesem Bereich zur Sprache, wird auf das Team Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Abteilung Energie Consulting verwiesen, sodass unsere Kunden auch in diesem Bereich die bestmögliche Beratung erhalten. Weiter gibt es in unregelmäßigen Abständen Kundenbefragungen, die zur Verbesserung unseres Miteinanders beitragen sollen.  

Die Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit in der Trading-Abteilung ist über das Risikomanagement abgesichert. Teil des Risikomanagements ist es, die Rahmenbedingungen für den Handel mit Energielieferanten festzulegen. Über sogenannte Rahmenverträge sind die Voraussetzungen für den Handel sowie die Vorgaben für den gesamten Prozess des Geschäftsabschlusses im Vorhinein abgestimmt. Ein Ratingsystem dient zudem der permanenten Bewertung der Handelspartner. Über eine sogenannte Credit-List wird die Auswahl der geeigneten Handelspartner auf dem neuesten Stand gehalten.  

Besonders durch die Einführung des zentralen Energiemanagementsystems in unserem Mutterkonzern REWE nach DIN EN ISO 50001 besteht ein regelmäßiger Austausch mit dieser Anspruchsgruppe. Bei den Treffen der Energieteams, der Information von allen Mitarbeiter/innen und den internen und externen Audits in dem REWE Konzern erfolgt ein regelmäßiger Austausch zu Themen wie Energieeffizienz, Erreichung der Energieziele, Kommunikation über Energiespartipps und weiteren Maßnahmen und Pflichten im Zusammenhang mit Energieeffizienz, Energiecontrolling etc.   Der Austausch mit dem Vermieter ist vor allem hinsichtlich der Verbrauchsdaten des Gebäudes, u.a. für die jährliche Klimabilanz von besonderer Bedeutung. Hier gibt es einen stetigen telefonischen Austausch sowie regelmäßige Treffen. In diesem Zusammenhang wurden auch Maßnahmen der Klimabilanz thematisiert. So wurden etwa die Möglichkeiten diskutiert, die permanente Beleuchtung der Fluchtwege durch eine Alarm-gekoppelte Beleuchtung zu ersetzen oder eine Ladesäule für das firmeneigene E-Auto zu errichten. Aber auch zu anderen Themen, die das Gebäude oder das Mietverhältnis betreffen, steht EHA im Kontakt mit dem Vermieter. So wurden u.a. im letzten Jahr E-Bikes als Firmenräder angeschafft und der Stellplatz mit dem Vermieter besprochen.  

Den EHA-Mitarbeiter/innen, als eine wichtige innerbetriebliche Anspruchsgruppe, stehen Ombudsleute sowie ein anonymer Briefkasten für Anliegen jeglicher Art zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein CR-Kernteam, das Themen der Belegschaft mit aufnimmt und ggf. auch mit der Geschäftsführung bespricht. Hier werden auch viele Themen mit Nachhaltigkeitsbezug besprochen: Unter anderem unsere Kooperation mit der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V., die Ergebnisse der Klimabilanz sowie die damit verbundenen Maßnahmen. Des Weiteren werden auch interne Vorträge zu verschiedenen Themen wie u.a. zum Jahresabschluss, PV-Anlagen, Stromhandel, dem zentralen Energiemanagementsystem etc. organisiert. Weiter bietet die Küche der EHA einen Ort des Austausches und der Gesprächsfindung. Hier hängen z.B. Ernährungstipps für die Mitarbeiter/innen aus und freitags finden gemeinsame Mittagessen statt.  

Auch der Austausch mit der Politik ist ausgeprägt. So ist der eine Geschäftsführer der EHA, Jan-Oliver Heidrich, im Industrieverband Hamburg vertreten, Vorsitzender im Energieausschuss beim Handelsverband Deutschland und hat einen Sitz in der Handelskammer. Ein Bezug zur Nachhaltigkeit ist laufend gegeben, bestimmt u.a. durch laufende politische Debatten. Aktuell ist bspw. im Energieausschuss des Handelverbands Deutschlands (HDE) die Klimaschutzoffensive eines der Schwerpunktthemen. Diese ist eine breit angelegte Branchenkampagne des Handelsverbands Deutschland und des Verbundpartners adelphi rund um das Thema Klimaschutz. Sie setzt sich zum Ziel, die Treibhausgasemissionen im Einzelhandel zu senken sowie die Endkonsumenten für die klimafreundliche Beschaffung zu motivieren. Verantwortlich für diese Branchenkampagne ist mit seinem Vorsitz Herr Jan-Oliver Heidrich, Geschäftsführer der EHA. In diesem Zuge werden aktuell Broschüren mit Best Practice Klimaschutz-Aktivitäten aus dem Einzelhandel erarbeitet. Hier stellt die REWE und damit auch EHA bspw. das Thema Greenbuilding vor. Dieses politische Engagement von Herrn Heidrich prägt auch maßgeblich die Arbeit der EHA. So werden aktuelle Themen aus Energie, Energieeffizienz und Klimaschutz in der Weiterentwicklung der EHA berücksichtigt und Tendenzen der Kundenbedürfnisse frühzeitig erkannt und bedient. 

Die Kommunikation der Ergebnisse aus den Dialogen mit den Stakeholdern wird durch die einzelnen Mitglieder des CR-Kernteams, das alle Abteilungen abdeckt, gewährleistet. 



Neben den im Workshop identifizierten Anspruchsgruppen, gibt es weitere Anspruchsgruppen der EHA, mit denen ein weniger geregelter Austausch stattfindet. Diese Anspruchsgruppen sind die Folgenden:  

  • Verbände
  • Erfa-Gruppen
  • Investoren
  • Gesellschafter
  • Wettbewerber von EHA, durch deren Angebote
  • Politiker, durch neue/geänderte Gesetze und Verordnungen
  • Meinungsführer/Wettbewerber der Kunden, durch deren Best Practice Beispiele
  • Berater, die ihre Leistungen anbieten
  • Andere Kundenabteilungen, die Schnittstellen zu unseren Ansprechpartnern unterhalten und Informationen benötigen.
  • Bestandsdienstleister, die ihr Leistungsportfolio erweitern
  • Netzwerke, Kollegen, Politik, Anteilseigner

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Ista International GmbH

ista steht in vielfältiger Weise im Austausch mit seinen Stakeholdern. Denn wir sind uns bewusst, dass sich ein erfolgreiches Geschäftsmodell langfristig nur im Einklang mit den Interessen von Umwelt und Gesellschaft entwickeln lässt.

 

Beteiligung an Wesentlichkeitsanalyse 

Die erste systematische Wesentlichkeitsanalyse nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (G4) haben wir bereits 2014 durchgeführt. Im letzten Berichtsjahr haben wir in Vorbereitung auf unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016 erneut einen dreistufigen Wesentlichkeitsprozess durchlaufen, in den wir auch unsere ausländischen Standorte und deren externen Stakeholder eingebunden haben.

 

Unsere internen Stakeholder setzen sich aus Mitarbeitern aller Hierarchieebenen und Ländergesellschaften zusammen. Zu unseren externen Stakeholdern zählen Kunden, Lieferanten, Nachhaltigkeitsexperten sowie Personen aus Politik, NGOs, Verbänden und Presse, entweder weil sie das Unternehmen gut kennen und/oder von den Geschäftstätigkeiten von ista betroffen sind. 

 

Die Erkenntnisse, die wir bereits 2016 in einem umfangreichen Wesentlichkeitsprozess erlangt haben, haben wir im Berichtszeitraum erneut überprüft und im Dialog mit unseren Kunden vertieft. Dabei konnten wir unsere Ergebnisse bestätigen – für uns ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 

 

Kunden- und Mitarbeiterbefragung

Um die Zufriedenheit unserer Kunden mit unserer Arbeit messen zu können, führen wir jedes Jahr Kundenumfragen durch - teils über Online-Fragebögen, teils über Telefoninterviews. Die Ergebnisse fassen wir in einer Kennzahl, dem sogenannten Customer Retention Index (CRI) zusammen. Das Konzept unserer Kundenbefragung besteht seit sechs Jahren. Vor dem Hintergrund sich stetig verändernder Markt- und Kundenanforderungen arbeiten wir aktuell an neuen Wege zur Feedbackgewinnung. 2017 haben wir 44 qualitative Kundeninterviews geführt. 

 

Auch unsere Mitarbeiter können uns Feedback geben. Alle zwei Jahre geben wir ihnen die Möglichkeit, unsere Führungskultur, Zusammenarbeit und Arbeitsgestaltung anonym zu beurteilen. Die Ergebnisse fließen in Managementüberlegungen ein. 2017 beteiligten sich 78 % der Mitarbeiter der gesamten ista Gruppe an unserer Mitarbeiterbefragung.

Für den internen Austausch stehen den ista Mitarbeitern verschiedene digitale und analoge Dialogformate zur Auswahl. Eine Fragebox im Intranet ermöglicht beispielsweise den direkten Kontakt zu unserem CEO, Herrn Zinnöcker. Das neuere Dialogformat des Live-Chats bietet sekundenschnelle 
Antworten der Geschäftsführung zu vorher ausgeschriebenen Terminen. 

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Neumarkter Lammsbräu

Um die Stakeholder, deren Wünsche und Interessen sowie das jeweilige Einflusspotential genau zu kennen, wurde in 2017 eine umfassende Stakeholderanalyse durchgeführt. Dafür wurden potentielle Stakeholder hinsichtlich ihres Einflusses und ihrer Relevanz gewichtet.
Am Ende kristallisierten sich folgende 17 Stakeholdergruppen heraus:

Intern: Geschäftsleitung, Betriebsrat, Mitarbeiter/Führungskräfte
Extern: Forschungsinstitute & Schulen, Unternehmen in d. Region, Mitbewerber, Endverbraucher, Kapitalgeber & Versicherungen, Nachbarn & Anwohner, NGOs/Verbände & weitere Organisationen, Gesetzgeber & Behörden, Gesellschaft/Presse & Medien, Nachwuchskräfte & (Gen Y), Rohstofflieferanten (insb. EZÖB), weitere Lieferanten (Roh- und Betriebsstoffe) & Dienstleister, Direktkunden und Flora & Fauna (s. Nachhaltigkeitsbericht 2017, S. 20-21). 
 
Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness, Vertrauen und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – diese Werte prägen das Miteinander der Neumarkter Lammsbräu mit ihren Stakeholdern. Ein intensiver Austausch mit den Stakeholdern hat beim Familienunternehmen Tradition. Hierfür nutzt es unterschiedliche Instrumente und Kanäle. Mitarbeiter werden beispielsweise regelmäßig im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen, bei Betriebsversammlungen oder via Intranet informiert und zum aktiven Dialog und Feedback aufgerufen. Gemeinsame Ausflüge stärken das  Miteinander. Für den Austausch mit den externen Stakeholdern sind vor allem Verbände und Netzwerke eine wichtige Plattform. Die Neumarkter Lammsbräu befindet sich in der glücklichen Lage, „sympathische“ Produkte herzustellen, die viele Menschen ansprechen. Diesen Sympathiefaktor nutzt die Neumarkter Lammsbräu, um in ihrer Kommunikation bspw. mit Lieferanten, Kunden und Endverbrauchern Themen anzusprechen, die weit über die reine Produktinformation hinausgehen – etwa Natur- und Artenschutz, Gentechnik auf dem Acker, die nicht eingepreisten Kosten, die bei einer nicht ökologischen Wirtschaftsweise der Allgemeinheit aufgebürdet werden, oder die Notwendigkeit zum Schutz des Klimas beizutragen. Kunden und Bürger in und um Neumarkt sind herzlich eingeladen, im Rahmen von Brauereibesichtigungen oder beim alljährlichen Erntedankfest das Unternehmen zu besuchen oder an den regelmäßigen naturkundlichen Führungen teilzunehmen. Besonders der jährliche Nachhaltigkeitsbericht dient dazu, über alle Aktivitäten rund um das Thema Nachhaltigkeit des letzten Jahres zu berichten und alle Stakeholder-Gruppen zu informieren.  
Die Überprüfung unseres Tuns erfolgt durch verschiedene Instrumente: Sei es durch die Befragung der Teilnehmenden nach von uns initiierten Veranstaltungen oder durch die externe Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch IöW GmbH/future e.V. oder die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme. Die Ergebnisse der Evaluation werden herangezogen, um intern Maßnahmen abzuleiten, die zu einer optimierten Zielerreichung beitragen sollen. Sie fließen sowohl in die Jahresziele, als auch in die mittelfristige Unternehmensplanung mit ein (siehe oben). Der Stakeholder-Dialog im Rahmen des Stakeholdermanagements soll zukünftig fest im Unternehmen implementiert werden. Diesbezüglich wird es eine wissenschaftliche Ausarbeitung geben.

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HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Das Credo von HiPP ist es, ein direktes Gespräch zu suchen, auch und gerade bei kritischen Themen. Auf Impulse aus der Öffentlichkeit und aus dem unternehmensinternen Vorschlagswesen reagiert das Unternehmen schnellstmöglich und zielgruppengerecht. HiPP erhält aus dem Dialog mit seinen Anspruchsgruppen wertvolle Anregungen, um sich auch zukünftig nachhaltig zu entwickeln.

In einem Workshop mit Teilnehmern aus allen Fachbereichen führte HiPP eine Stakeholderrelevanzanalyse durch. Die dabei ermittelten Stakeholder priorisierten die beteiligten Personen und ordneten diese anschließend in eine Relevanzmatrix ein.
Als Schlüsselstakeholder identifizierte HiPP dabei folgende Gruppen:

Aktuelle Mitarbeiter
Unternehmerfamilie
Verbraucher
Handel
Landwirte
Biozertifizierer
NGOs
Testmagazine
Verpackungshersteller

Dialog mit Mitarbeitern
Jeder Mitarbeiter bei HiPP hat die Möglichkeit, die Gesellschafter persönlich zu sprechen. In der Betriebsversammlung besteht ebenso die Gelegenheit, den Gesellschaftern und der Geschäftsleitung Fragen zu stellen. Für den unternehmensweiten Austausch der Mitarbeiter untereinander nutzt HiPP eine digitale Informations- und Kommunikationsplattform. Aktuelle Informationen erhalten die Beschäftigten über das Intranet. Standort- und fachbereichsübergreifend dient die Mitarbeiterzeitung "HiPP intern" als wichtiges Kommunikationsmedium. Gruppenweite Netzwerkstrukturen werden sowohl über die Nachhaltigkeitsbeauftragten als auch Führungskräfte und Mitarbeiter gepflegt. Der jährlich stattfindende internationale Werksworkshop und die internationale Marketing- und Vertriebstagung fördern den standortübergreifenden Austausch. 2019 ist ein Treffen der Verantwortlichen aus den Bereichen Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit aller Standorte geplant.

Kommunikation mit den Verbrauchern
Mit dem Eltern- und Verbraucherservice hat HiPP hohe Standards in der Branche gesetzt. Diese Institution ist für alle Fragen zur Ernährung und Entwicklung des Babys zuständig und steht rund um die Uhr − per E-Mail, Internet, via Facebook oder auch ganz direkt per Telefon − zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen des Eltern- und Verbraucherservice beraten ernährungswissenschaftlich fundiert und weit über die reine Produktinformation hinaus. Der Eltern- und Verbraucherservice ist in alle Fachbereiche eng vernetzt und dadurch in der Lage, zu allen Themen schnell und umfassend Rückmeldung geben zu können.
Eltern, die mehr Informationen zu HiPP Produkten oder zur Entwicklung ihres Babys oder Kleinkinds suchen, finden darüber hinaus auf der Unternehmenswebsite ein umfassendes Informationsportal. Im HiPP Onlineshop ist das komplette Sortiment in ganz Deutschland verfügbar und der „HiPP Mein BabyClub“ bietet den Mitgliedern viele Vorteile: Sie finden ein Forum, in dem die Experten von HiPP zu allen Anliegen rund um Ernährung und Pflege beraten. Auftritte bei Facebook und YouTube, wechselnde Aktionen, wie Produkttests, Gewinnspiele und Blogger-Kooperationen runden das Angebot ab.

Handel
Die HiPP Handelszeitung informiert die Handelspartner regelmäßig über aktuelle Entwicklungen bei HiPP. Die Außendienstmitarbeiter stehen den Partnern im Handel persönlich Rede und Antwort.

Landwirte
Eine eigene Abteilung Agrarmanagement ist direkter Ansprechpartner für die Bio-Landwirte, die für HiPP Rohwaren produzieren. Ob persönlich vor Ort, per Telefon oder E-mail unterstützt das Team die Landwirte in allen Fragen rund um den biologischen Anbau und die Tierhaltung.

Transparente Informationspolitik

HiPP informiert regelmäßig über alle durchgeführten Maßnahmen auf der Unternehmens-Website. Im Nachhaltigkeitsbericht legt HiPP alle relevanten Unternehmenskennzahlen und Ziele dar, die dazu dienen, das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement kontinuierlich zu verbessern. Der Nachhaltigkeitsbericht wendet sich nicht nur an Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, sondern auch an Interessengruppen wie Verbände, Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen, Presse und Politik.

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Robert Bosch GmbH

In gesellschaftsrechtlicher Hinsicht weist Bosch gegenüber der Mehrzahl anderer Unternehmen vergleichbarer Größe eine Besonderheit auf: 92 Prozent des Stammkapitals der Robert Bosch GmbH gehören der Robert Bosch Stiftung, der damit als Stakeholder eine entscheidende Rolle zukommt. Sie verwendet die ihr zufließende Dividende ausschließlich für gemeinnützige Vorhaben. Mit anderen Worten: Durch eine langfristig ertragsorientierte Geschäftsstrategie schafft Bosch die Grundlagen für die sozialen Aktivitäten der Stiftung. Repräsentanten von Stiftung und Familie Bosch sind im Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH vertreten. 
Weitere wichtige Stakeholder für Bosch sind:

Mitarbeiter – der Austausch erfolgt einerseits über den kontinuierlichen Dialog und regelmäßige Feedbackgespräche mit der Führungskraft. Darüber hinaus führt Bosch alle zwei Jahre eine unternehmensweite Mitarbeiter-Befragung durch. Hier werden unter anderem die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die Identifikation mit den Werten des Unternehmens und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben abgefragt. 
Kunden – Bosch pflegt einen regelmäßigen und sehr intensiven Austausch mit Unternehmen der Automobilindustrie, die ein sehr großes Interesse an Nachhaltigkeitsthemen zeigt. Es gibt diverse Kooperationsprojekte, insbesondere in den Bereichen Elektrifizierung und automatisiertes Fahren etwa mit der Daimler AG.
Lieferanten – mit vielen unserer Lieferanten führen wir über die Vertragsgespräche sowie Umwelt- und Sozialaudits (siehe Kriterium 4) hinaus einen intensiven Austausch zu Umwelt- und Sozialthemen.
Hochschulen und Forschungsinstitute – hier erfolgt der Austausch einerseits über die Förderung von Forschungsvorhaben in den für Bosch relevanten Bereichen wie Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Elektrifizierung. Andererseits bietet Bosch Studierenden und Absolventen die Möglichkeit, Bachelor- und Masterarbeiten oder Dissertationen zu praxisrelevanten Themen der Nachhaltigkeit zu verfassen. 

Weitere Stakeholder sind Menschen, die im Umfeld der weltweiten Bosch-Standorte leben, Politiker, Nicht-Regierungsorganisationen im Umwelt- und Sozialbereich, Banken, Versicherungen, Medien, Kirchen sowie Vertreter öffentlicher Verwaltungen. Mit ihnen finden bei Bedarf Gespräche beispielsweise in Austauschforen statt. 

Bosch ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit als auch durch die Aktivitäten der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit in stetigem Kontakt mit seinen Stakeholdern. Ein eigens zur Ableitung der Anspruchsgruppen eingerichteter Identifikationsprozess / Stakeholderdialog existiert nicht.

So engagiert sich die Geschäftsstelle Nachhaltigkeit in verschiedenen Gremien dafür, nachhaltigkeitsrelevante Themen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Das Unternehmen wirkte 2017 zum Beispiel an der Entwicklung der Norm ISO 14002 mit und war mit Key Notes, Workshop-Moderationen oder als Panelist auf diversen internationalen Nachhaltigkeitskonferenzen vertreten. Aktives Mitglied ist Bosch zudem bei den Wirtschaftsvereinigungen econsense und B.A.U.M., bei Transparency International und dem Forum Compliance & Integrity sowie dem UN Global Compact. Die Global Reporting Initiative (GRI) unterstützt das Unternehmen als Gold Member. 


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