Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

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Wie Ihr Unternehmen von Anspruchsgruppen gesehen und eingeschätzt wird, kann einen großen Einfluss auf den Geschäftserfolg Ihres Unternehmens haben. Stakeholder können mit ihrer jeweiligen Expertise Ihrem Unternehmen dabei helfen, Ziele und Problemlösungen zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln. Zum Beispiel können zuliefernde Betriebe die Entwicklung von nachhaltigeren Produkten unterstützen (siehe Kriterium 10). Zudem helfen Ihnen die Stakeholder, Ihre Außenwirkung zu verstehen und rechtzeitig auf Markt- und Gesellschaftsentwicklungen zu reagieren. Damit einher geht aber auch ein entsprechend wertschätzender Umgang mit diesen Gruppen, um solche lösungsorientierten Beziehungen zu pflegen. Wird dem Stakeholdermanagement hingegen wenig Aufmerksamkeit geschenkt, können Stakeholder das Unternehmen auch in seiner Tätigkeit und Weiterentwicklung behindern, z.B. indem Mitarbeitende nur Dienst nach Vorschrift leisten, in verschiedenen Anspruchsgruppen schlecht über Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen geredet wird, oder indem statt eines lösungsorientierten Dialogs direkt der Rechtsweg genutzt wird.

Was ist zu beachten?
Der Fokus liegt hier auf dem Dialog und der Zusammenarbeit. Natürlich ist es wichtig, dass Sie den Stakeholdern Ihres Unternehmens Informationen über Ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus erfragt dieses Kriterium aber auch, wie sie regelmäßige Dialoge gestalten und nutzen, um die Sichtweisen und konstruktive Kritik Ihrer Anspruchsgruppen in ihre Unternehmensprozesse einfließen zu lassen. Beispiele für die Beteiligung von Anspruchsgruppen sind interne Newsletter, Gesprächsrunden mit Mitarbeitenden (siehe Kriterium 14), Kundenstammtische, regelmäßige Zusammenarbeit mit Medienvertretern, oder auch jährliche Stakeholdertage. Berichten Sie auch, wer intern an Dialogformaten teilnimmt und wie Sie die Erkenntnisse in das Nachhaltigkeitsmanagement einfließen lassen.
 
Aspekt 1:
Berichten Sie, ob und wenn ja, mit welcher Methode die für das Unternehmen wichtigsten Anspruchsgruppen identifiziert wurden.

Aspekt 2: 
Beschreiben Sie, wer diese Anspruchsgruppen sind.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, wie Sie den Dialog mit Stakeholdern gestalten und wie die Ergebnisse daraus in die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements einfließen.
Anspruchsgruppen oder Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, aber auch Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 2). Dabei unterscheidet man in interne, also im Inneren des Unternehmens agierende Personengruppen (bspw. Mitarbeitende, Führungskräfte, Gewerkschaftsvertreter/-innen) und externe, also außerhalb des Unternehmens agierende Interessensgruppen (z.B. Anrainer, Verbände, Medien, Wettbewerber).


Der Nachhaltigkeitsprozess ist die Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie Ihres Unternehmens.
 

HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Das Credo von HiPP ist es, ein direktes Gespräch zu suchen, auch und gerade bei kritischen Themen. Auf Impulse aus der Öffentlichkeit und aus dem unternehmensinternen Vorschlagswesen reagiert das Unternehmen schnellstmöglich und zielgruppengerecht. HiPP erhält aus dem Dialog mit seinen Anspruchsgruppen wertvolle Anregungen, um sich auch zukünftig nachhaltig zu entwickeln.

In einem Workshop mit Teilnehmern aus allen Fachbereichen führte HiPP eine Stakeholderrelevanzanalyse durch. Die dabei ermittelten Stakeholder priorisierten die beteiligten Personen und ordneten diese anschließend in eine Relevanzmatrix ein.
Als Schlüsselstakeholder identifizierte HiPP dabei folgende Gruppen:

Aktuelle Mitarbeiter
Unternehmerfamilie
Verbraucher
Handel
Landwirte
Biozertifizierer
NGOs
Testmagazine
Verpackungshersteller

Dialog mit Mitarbeitern
Jeder Mitarbeiter bei HiPP hat die Möglichkeit, die Gesellschafter persönlich zu sprechen. In der Betriebsversammlung besteht ebenso die Gelegenheit, den Gesellschaftern und der Geschäftsleitung Fragen zu stellen. Für den unternehmensweiten Austausch der Mitarbeiter untereinander nutzt HiPP eine digitale Informations- und Kommunikationsplattform. Aktuelle Informationen erhalten die Beschäftigten über das Intranet. Standort- und fachbereichsübergreifend dient die Mitarbeiterzeitung "HiPP intern" als wichtiges Kommunikationsmedium. Gruppenweite Netzwerkstrukturen werden sowohl über die Nachhaltigkeitsbeauftragten als auch Führungskräfte und Mitarbeiter gepflegt. Der jährlich stattfindende internationale Werksworkshop und die internationale Marketing- und Vertriebstagung fördern den standortübergreifenden Austausch. 2019 ist ein Treffen der Verantwortlichen aus den Bereichen Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit aller Standorte geplant.

Kommunikation mit den Verbrauchern
Mit dem Eltern- und Verbraucherservice hat HiPP hohe Standards in der Branche gesetzt. Diese Institution ist für alle Fragen zur Ernährung und Entwicklung des Babys zuständig und steht rund um die Uhr − per E-Mail, Internet, via Facebook oder auch ganz direkt per Telefon − zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen des Eltern- und Verbraucherservice beraten ernährungswissenschaftlich fundiert und weit über die reine Produktinformation hinaus. Der Eltern- und Verbraucherservice ist in alle Fachbereiche eng vernetzt und dadurch in der Lage, zu allen Themen schnell und umfassend Rückmeldung geben zu können.
Eltern, die mehr Informationen zu HiPP Produkten oder zur Entwicklung ihres Babys oder Kleinkinds suchen, finden darüber hinaus auf der Unternehmenswebsite ein umfassendes Informationsportal. Im HiPP Onlineshop ist das komplette Sortiment in ganz Deutschland verfügbar und der „HiPP Mein BabyClub“ bietet den Mitgliedern viele Vorteile: Sie finden ein Forum, in dem die Experten von HiPP zu allen Anliegen rund um Ernährung und Pflege beraten. Auftritte bei Facebook und YouTube, wechselnde Aktionen, wie Produkttests, Gewinnspiele und Blogger-Kooperationen runden das Angebot ab.

Handel
Die HiPP Handelszeitung informiert die Handelspartner regelmäßig über aktuelle Entwicklungen bei HiPP. Die Außendienstmitarbeiter stehen den Partnern im Handel persönlich Rede und Antwort.

Landwirte
Eine eigene Abteilung Agrarmanagement ist direkter Ansprechpartner für die Bio-Landwirte, die für HiPP Rohwaren produzieren. Ob persönlich vor Ort, per Telefon oder E-mail unterstützt das Team die Landwirte in allen Fragen rund um den biologischen Anbau und die Tierhaltung.

Transparente Informationspolitik

HiPP informiert regelmäßig über alle durchgeführten Maßnahmen auf der Unternehmens-Website. Im Nachhaltigkeitsbericht legt HiPP alle relevanten Unternehmenskennzahlen und Ziele dar, die dazu dienen, das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement kontinuierlich zu verbessern. Der Nachhaltigkeitsbericht wendet sich nicht nur an Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, sondern auch an Interessengruppen wie Verbände, Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen, Presse und Politik.

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Hamburger Sparkasse AG

Kommunikation mit Anspruchsgruppen
Entsprechend unseres im Jahr 2017 vom Vorstand beschlossenen Nachhaltigkeitsverständnisses verstehen wir nachhaltiges Denken und Handeln als Chance, für unsere Anspruchsgruppen Mehrwerte zu schaffen. Zu unseren Anspruchsgruppen zählen wir unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter, die HASPA Finanzholding als unsere Eigentümerin sowie alle am nachhaltigen Handeln der Haspa Interessierten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Festlegung unserer Anspruchsgruppen orientiert sich an unserem satzungsmäßigen Auftrag und wurde unter Einbindung des Vorstands festgelegt. Eine wissenschaftliche Studie des Instituts für Kreditwesen der Universität Münster im Auftrag der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e. V. bestätigt diese Anspruchsgruppen der Haspa.

Die Haspa und die Mehrzahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Metropolregion Hamburg verwurzelt. Als Sparkasse führen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und unseres gesellschaftlichen Engagements einen kontinuierlichen Austausch mit unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern, der Wirtschaft, den gesellschaftlichen Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern in der Region. Eine Vielzahl von Dialogen ist fest in den Filialen und den zentralen Unternehmensbereichen etabliert. 

Beiräte in den Regionen und für die zentralen Unternehmensbereiche
Eine wichtige Plattform für die Einbindung unserer Anspruchsgruppen sind die Beiräte in den 28 Regionen, in die die Haspa ihr Geschäftsgebiet 2015 untergliedert hat. Jeder regionale Beirat hat acht bis zwölf Mitglieder. Hinzu kommt ein Zentraler Beirat für die Unternehmensbereiche Unternehmenskunden, Immobilienkunden und Private Banking.

Im Sinne der Haspa-Satzung bestehen die Mitglieder der Beiräte aus Meinungsbildnern und Gestaltern der jeweiligen Region. Es sind alle Kunden- und Bevölkerungsgruppen vertreten: Das Spektrum reicht von Handwerkern, Händlern und Vertretern von lokalen Institutionen, Vereinen und Verbänden bis hin zu bedeutenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Hamburg. Der Frauenanteil in den Beiräten soll mindestens 25 Prozent betragen. Ziel ist es, eine stärkere Vernetzung der Haspa mit den Menschen in der Region zu erreichen und spezifische Angebote für regionale Bedarfe zu entwickeln. Wir erhalten über die Beiräte wichtige Impulse aus Wirtschaft und Gesellschaft für die Weiterentwicklung unserer Leistungen und unseres nachbarschaftlichen Engagements.

Kontinuierlicher Dialog mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
In der Haspa ist der regelmäßige Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Gefördert wird der kontinuierliche Austausch durch Jahres- und Zwischengespräche. Außerdem sind die regelmäßig durchgeführten Mitarbeiterbefragungen und Führungsfeedbacks wirksame Instrumente, den Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu intensivieren.

Jahresgespräche mit Lieferanten und Geschäftspartnern
Ein weiteres Beispiel für die Einbindung von Anspruchsgruppen sind die Jahresgespräche mit wichtigen Lieferanten und Kooperationspartnern der Haspa. Mit den für die Haspa bedeutsamsten Lieferanten werden Jahresgespräche geführt. Dabei werden die interne Bewertung des Lieferanten mit ihm besprochen und mögliche bzw. notwendige Veränderungen diskutiert. Ziel ist es, eine positive Lieferantenentwicklung zu erreichen bzw. eine positive Bewertung dauerhaft zu erhalten. Mit unseren Kooperationspartnern aus dem Produktbereich werden mindestens jährliche Strategiegespräche über die Zusammenarbeit, mögliche Verbesserungen des Produktportfolios oder die Ausrichtung auf neue Kundenbedürfnisse geführt.

Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen
Im Privatkundengeschäft hat die Haspa 2018 im Rahmen einer Marktforschungsstudie zum Thema „Sparen und Anlegen – Consumer Insights“ die Bedeutung von Nachhaltigkeit bei privaten Kunden abgefragt. Nach dieser Studie gibt die große Mehrheit unserer privaten Kunden Nachhaltigkeit und nachhaltigen Geldanlagen nicht per se den Vorzug. Die eindeutige Mehrheit würde eine höher verzinste, konventionelle Geldanlage einer nachhaltigen Geldanlage vorziehen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden intensiv mit dem Vorstand sowie mit ausgewählten Vertriebsmitarbeitern diskutiert. Wir sind dabei zum Ergebnis gelangt, dass die Haspa mit ihrem Produktangebot gemessen an den gegenwärtigen Präferenzen der Kundinnen und Kunden gut aufgestellt ist und deren Wünsche gut abdecken kann. Dessen ungeachtet wird kontinuierlich an der Frage gearbeitet, wie das Dienstleistungsangebot der Haspa zukünftig noch stärker auf Kundenbedürfnisse im Bereich der nachhaltigen Anlage zugeschnitten werden kann.

Unsere Nachhaltigkeitsleistung sowie auch unseren Nachhaltigkeitsbericht einschließlich des DNK-Signets kommunizieren wir aktiv, u. a. im Internet, in unserer Präsentation für institutionelle Kunden, in den Informationen zu Haspa Pfandbriefen und auch im Rahmen des Newsletters „MarktSpecial – News und Trends für institutionelle Kunden“.

In 2018 haben wir zudem weitere Maßnahmen ergriffen, um die Transparenz zum Hamburger Nachhaltigkeitsfonds für die interessierte Öffentlichkeit weiter zu verbessern. Zum einen wird der Fonds auf dem Portal www.yoursri.com gelistet, wo diverse Nachhaltigkeitsratings, z. B. auch ein Carbon Footprint für den Hamburger Nachhaltigkeitsfonds, öffentlich verfügbar sind. Zum anderen haben wir den europäischen Transparenzkodex des „European Sustainable and Responsible Investment Forum (Eurosif)“ unterzeichnet und auf www.hamburger-nachhaltigkeitsfonds.de veröffentlicht.

Im Berichtsjahr haben wir auch Aspekte der Nachhaltigkeit stärker in den Beschwerdeprozess aufgenommen: Anfragen und Beschwerden zu Themen mit Nachhaltigkeitsbezug werden seit 2018 gesondert gekennzeichnet und im Rahmen des Jahresreportings an den Vorstand berichtet. So erreichten uns 2018 insgesamt sieben Beschwerden zu Nachhaltigkeitsthemen, die sich überwiegend auf eine Protestaktion einer Nichtregierungsorganisation gegen Investitionen in Rüstung und Kohle bezogen (fünf Beschwerden). Eine Kundenbeschwerde zu barrierefreien Zugängen werden wir bei den künftigen Planungen unserer Filialräume berücksichtigen. Den Hinweis auf unserer Website zu barrierefreien Zugängen haben wir ebenfalls präzisiert. Eine weitere Beschwerde bezog sich auf die blindengerechte Ausstattung unserer Geldautomaten. Diese werden wir optimieren und ab 2019 sukzessive mit Kopfhörerausgängen ausstatten.

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Haas & Co. Magnettechnik GmbH

In unseren täglichen Handlungen achten wir auf die konsequente Berücksichtigung der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Im Zuge der Beteiligung von Anspruchsgruppen wurden von uns die Gruppen mit relevanten Interessen und deren Integration in den Nachhaltigkeitsprozess mit Hilfe einer Risikomatrix im Mai 2017 ermittelt:  

  • Lieferanten
  • Kunden
  • Mitarbeiter
  • Umwelt
  • Behörden
  • Gesetzgeber
  • Dienstleister
  • Nachbarn/Anwohner
  • Medien
  • Gesellschaft
  • Kreditinstitute
  • Versicherungen
  • Eigentümer  
Seit den ersten persönlichen Gesprächen mit den Vorlieferanten aus Asien sind wir auch zum Thema Nachhaltigkeit mit unseren Partnern im Dialog.  

Wir sind regional und überregional in Netzwerken und Organisationen aktiv, z.B. Ökoprofit-Klub, FairMagnet, RKW Hessen, IHK Wiesbaden.  

Unser Außendienst ist nah am Kunden und ermittelt mittels Nachfrage besondere Kundenanliegen. Mit ihnen haben wir regelmäßig Kontakt auf Messen und Fachveranstaltungen.  

Mit unseren Mitarbeiter/-innen führen wir Personalentwicklungsgespräche, lassen Befragungen durchführen, gewährleisten Weiterbildungsmaßnahmen sowie Workshops. Wir sind weiterhin aktiv vernetzt, bspw. im Programm CSR Regio:net zwecks Erfahrungsaustausch und Wissenserweiterung. Wir haben intern kurze Wege und eine hohe Kommunikationsdichte.  

Wir sind aktiver Teil der Gesellschaft und bringen uns ein. Als Auszeichnung für unser Engagement für das Gemeinwohl erhielten wir die Goldene Lilie der Stadt Wiesbaden. Unsere Aktivitäten umfassen Zeiteinsätze in der Projektwoche Wiesbaden Engagiert!, das Angebot von Schülerpraktika, die Teilnahme am Girls Day, Sachspenden, Pro Bono-Leistungen. Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten sind unter Kriterium 18 gelistet.  

Wir werden nicht müde, über Medien wie Zeitung, Facebook und Vorträge zu informieren: Über unsere Arbeit, unseren Einsatz und unsere Forschungsbeteiligung zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen. Wir sprechen auch über unser Engagement für die Gesellschaft und suchen den Dialog zu Nachwuchskräften.  
Wir sind in Kontakt zu Behörden und Gesetzgeber, denn unser Geschäft folgt Liefervorgaben und Zollvorschriften sowie Arbeitssicherheits- und Schutzvorgaben.

Geschäftsführer Christopher Haas ist seit 2014 Mitglied der Vollversammlung der IHK Wiesbaden und seit 2017 Mitglied im Nationalen CSR Forum der Bundesregierung. Diese und weitere Funktionen unterstützen den regelmäßigen Austausch zu aktuellen Themen.

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Fiducia & GAD IT AG

Die Fiducia & GAD hat im Jahr 2018 in einem strukturierten Prozess unter Einbeziehung einer externen Nachhaltigkeitsberatung sowie des Arbeits- und Steuerkreises Nachhaltigkeit ihre Stakeholder-Landschaft aus Geschäfts- und Nachhaltigkeitssicht analysiert (Recherche, Analyse und interne Validierung). 

Direkt relevante Stakeholder:

  • Eigentümer
  • Kunden (innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe)
  • Marktkunden (außerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe)
  • Topmanagement
  • Führungskräfte
  • Mitarbeiter  
Indirekt relevante Stakeholder:
  • potenzielle Mitarbeiter
  • Kunden der Kunden
  • sonstige Geldgeber
  • Wettbewerber
  • Nachbarn
  • NGO
  • Verbände
  • Politik & Regulierer (EU, BaFin)
  • Gewerkschaften
  • Fach- und Publikumsmedien
  • Universitäten und andere Bildungsträger
  • Öffentlichkeit
  
Als IT-Dienstleister für vornehmlich die genossenschaftliche FinanzGruppe ist die Fiducia & GAD in ein aktives Netzwerk von Finanzdienstleistern eingebunden. Im Zuge des sukzessiven Ausbaus des Nachhaltigkeitsmanagements bildet das Genossenschaftsnetzwerk aktuell den Kern für den Austausch mit externen Stakeholdern. Seit Anfang 2018 finden Dialoge mit Nachhaltigkeitsvorreitern unter den Genossenschaftsbanken statt, sowie anlassbezogen – wie beim zweitägigen Zukunftsevent „Fintropolis“ im Herbst 2018 – Kundenworkshops zum Thema „IT und nachhaltige Bankgeschäfte“. Im Zentrum stand und steht die Frage, wie die Fiducia & GAD das Nachhaltigkeitsmanagement von Finanzdienstleistern IT-seitig bestmöglich unterstützen kann. Auf diese Frage können wir nur gemeinsam mit unseren Kunden Antworten finden, weshalb wir die Dialogserie fortführen und die Ergebnisse für die Produktentwicklung sowie für Innovationsprozesse nutzen.  

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Austausch mit den internen Stakeholdern. Top-Management und Führungskräfte sind mit dem Arbeitskreis sowie dem Steuerkreis Nachhaltigkeit bis auf Vorstandsebene in das Thema Nachhaltigkeit eingebunden (siehe Kriterien 5 und 6).

Anfang 2018 startete eine langfristig angelegte interne Kommunikationskampagne zur Information und Einbindung der Mitarbeiter der Fiducia & GAD zu Nachhaltigkeitsthemen. Die Bandbreite reicht dabei von klassischen Medien wie Intranet und Mitarbeiterzeitung über eine interne Nachhaltigkeitsroadshow durch alle Geschäftsbereiche bis hin zu Workshops zum Themenkomplex „Nachhaltigkeit, Kerngeschäft & Innovation“.

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cosnova GmbH

Um im Rahmen der Entwicklung der cosnova Nachhaltigkeitsstrategie die wichtigsten Anspruchsgruppen identifizieren und befragen zu können, wurde wie folgt vorgegangen: Für eine umfassende Perspektive unserer Stakeholder wurde mit sogenannten Stakeholder-Mapping-Kriterien gearbeitet. So konnten entsprechende Vertreter sämtlicher Bereiche berücksichtigt werden:

  •  Responsibility: Verpflichtungen von cosnova (legal, finanziell)  
  •  Influence: Einfluss auf cosnova, Entscheidungsgewalt    
  •  Proximity: häufige Interaktionen, lange Beziehungen  
  •  Dependency: kritische Abhängigkeit von cosnova  
  •  Representation: Vertreter von ganzen Anspruchsgruppen  
  •  Policy and Strategic Intent: Durch Vorgaben/Wertvorstellungen von cosnova beeinflusst / Frühwarner bezüglich aufkommender Themen
Daraus resultierten folgende mögliche Stakeholder-Kategorien für qualitative Interviews:
  • Eigentümer
  • lokale Behörden an wichtigen Standorten
  • Vertreter der Arbeitnehmer
  • Konsumentenorganisationen
  • Geschäftspartner
  • Distributionspartner
  • Direktlieferanten
  • Zivilgesellschaft
  • Wichtige NGOs, Kampagnenorganisationen (mit thematischem Fokus zum Beispiel auf Gesundheit, Menschenrechte, Wasser, Verpackung)
  • Wissenschaft
  • Blogger
  • Kosmetikbranche
  • Branchenorganisationen
  • Mitbewerber
Im nächsten Schritt der Stakeholder-Auswahl wurden zunächst die Kriterien zur Auswahl konkreter Interviewpartner (qualitativ) definiert. Diese Kriterien sollen die Auswahl von Ansprechpersonen leiten, müssen aber nicht alle zwingend vorhanden sein und können ebenfalls untereinander kombiniert werden.  
  • Kenntnis der Nachhaltigkeitsherausforderungen und -aktivitäten in der Kosmetikbranche
  • Kenntnis von cosnova und den Geschäftsaktivitäten
  • Expertise zu einem bestimmten relevanten Themenfeld
  • Verständnis und Erfahrung mit umfassendem Nachhaltigkeitsmanagement
Generell ist für derartige Interviews eine Kombination bestehender und neuer Kontakte erstrebenswert. Bestehende Kontakte haben ein tieferes Verständnis für die spezifische Situation von cosnova, neue Kontakte können durch ihre Außensicht eher „blinde Flecken“ aufdecken. Folgende qualitative Vorgehensweise wurde für die Stakeholder-Interviews bestimmt:
  • Interviews erfolgen leitfadengestützt, dauern circa ein bis eineinhalb Stunden, Protokollierung erfolgte gemäß einheitlicher Vorlage. 
  • Vorgehen:
    • Vor dem Gespräch:
Themenliste wurde im Vorfeld des Gesprächs zugesandt und vom Interviewpartner ausgefüllt und zurückgeschickt.
  • Im Gespräch: 
Block A:   Priorisierung Themen und Besprechung der Themenliste Besprechung der Priorisierung mit Fokus auf wichtigste und herausforderungsreichste Themen (problemzentriertes Vorgehen)   
Block B:   Diskussion der Empfehlungen/Erwartungen an Nachhaltigkeit bei cosnova Gezielte Diskussion der Frage, was der „nächste Schritt“ zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung von cosnova sein sollte
    • Am Ende eines jeden Interviews liegen vor
priorisierte Themenliste  Protokoll zu Hinweisen für Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsengagements von cosnova Für die quantitative Befragung wurden folgende mögliche Stakeholder-Kategorien definiert:  
  • Arbeitnehmende
    • Eigene Arbeitnehmende
    • (Arbeitnehmende bei Geschäftspartnern)
  • Konsumenten
Ein wichtiger Bestandteil des kontinuierlichen Dialogs und der Interaktion mit unseren Stakeholdern ist die aktive Teilnahme an unterschiedlichen Industrieinitiativen, die das nachhaltige Wirtschaften unterstützen, wie beispielsweise die Umwelt- und Verpackungsinitiative „Rezyklat-Forum“. Dort arbeiten 26 Industriepartner (Handel, Konsumgüterhersteller, Markeninhaber, Designagenturen, Entsorger, Regierung, Kommunikationsagenturen) an gemeinsam definierten Zielen rund um das Thema Verpackungsrecycling und Einsatz von Rezyklaten. Speziell beim Einsatz von Rezyklaten in Kosmetikverpackungen ist noch viel Pionierarbeit zu leisten, da Zulassung und REACH-Konformität noch unklar sind. Deshalb engagieren wir uns dafür, Lösungen für unser Marktsegment zu finden, um die Ökobilanz unserer Produkte nachhaltig zu verbessern, denn durch den Einsatz von Rezyklaten können bis zu 80 Prozent Energie bei der Rohstoffgewinnung und bis zu 60 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden.

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