Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

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Wie Ihr Unternehmen von Anspruchsgruppen gesehen und eingeschätzt wird, kann einen großen Einfluss auf den Geschäftserfolg Ihres Unternehmens haben. Stakeholder können mit ihrer jeweiligen Expertise Ihrem Unternehmen dabei helfen, Ziele und Problemlösungen zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln. Zum Beispiel können zuliefernde Betriebe die Entwicklung von nachhaltigeren Produkten unterstützen (siehe Kriterium 10). Zudem helfen Ihnen die Stakeholder, Ihre Außenwirkung zu verstehen und rechtzeitig auf Markt- und Gesellschaftsentwicklungen zu reagieren. Damit einher geht aber auch ein entsprechend wertschätzender Umgang mit diesen Gruppen, um solche lösungsorientierten Beziehungen zu pflegen. Wird dem Stakeholdermanagement hingegen wenig Aufmerksamkeit geschenkt, können Stakeholder das Unternehmen auch in seiner Tätigkeit und Weiterentwicklung behindern, z.B. indem Mitarbeitende nur Dienst nach Vorschrift leisten, in verschiedenen Anspruchsgruppen schlecht über Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen geredet wird, oder indem statt eines lösungsorientierten Dialogs direkt der Rechtsweg genutzt wird.

Was ist zu beachten?
Der Fokus liegt hier auf dem Dialog und der Zusammenarbeit. Natürlich ist es wichtig, dass Sie den Stakeholdern Ihres Unternehmens Informationen über Ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus erfragt dieses Kriterium aber auch, wie sie regelmäßige Dialoge gestalten und nutzen, um die Sichtweisen und konstruktive Kritik Ihrer Anspruchsgruppen in ihre Unternehmensprozesse einfließen zu lassen. Beispiele für die Beteiligung von Anspruchsgruppen sind interne Newsletter, Gesprächsrunden mit Mitarbeitenden (siehe Kriterium 14), Kundenstammtische, regelmäßige Zusammenarbeit mit Medienvertretern, oder auch jährliche Stakeholdertage. Berichten Sie auch, wer intern an Dialogformaten teilnimmt und wie Sie die Erkenntnisse in das Nachhaltigkeitsmanagement einfließen lassen.
 
Aspekt 1:
Berichten Sie, ob und wenn ja, mit welcher Methode die für das Unternehmen wichtigsten Anspruchsgruppen identifiziert wurden.

Aspekt 2: 
Beschreiben Sie, wer diese Anspruchsgruppen sind.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, wie Sie den Dialog mit Stakeholdern gestalten und wie die Ergebnisse daraus in die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements einfließen.
Anspruchsgruppen oder Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, aber auch Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 2). Dabei unterscheidet man in interne, also im Inneren des Unternehmens agierende Personengruppen (bspw. Mitarbeitende, Führungskräfte, Gewerkschaftsvertreter/-innen) und externe, also außerhalb des Unternehmens agierende Interessensgruppen (z.B. Anrainer, Verbände, Medien, Wettbewerber).


Der Nachhaltigkeitsprozess ist die Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie Ihres Unternehmens.
 
Leistungsindikatorset der Global Reporting Initiative (GRI):
Leistungsindikator GRI SRS-102-44: Wichtige Themen und Anliegen
a. wichtige, im Rahmen der Einbindung der Stakeholder geäußerte Themen und Anliegen, unter anderem:
i. wie die Organisation auf diese wichtigen Themen und Anliegen − auch über ihre Berichterstattung − reagiert hat;
ii. die Stakeholder‑Gruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen im Einzelnen geäußert haben.
 

KB CONSULT

Um planvoll handeln zu können, wurde eine Stakeholder-Analyse erstellt, um die einzelnen Anspruchsgruppen verifizieren zu können. Intern besteht keine Anspruchsgruppe, extern gibt es diverse Kontakte zu beachten.

Als relevante Zielgruppen wurden dabei eruiert: 
Familie/Freunde, Kunden/Lieferanten/Kooperationen, Banken/Behörden, Öffentlichkeit/Verbände

Der Dialog mit den Stakeholdern erfolgt in einem direkten, sachlichen und kontinuierlichen Austausch vor Ort oder online. Dabei ist abzuwägen, wer ist Spielemacher, Joker, Gesetzter oder Randfigur.

Familie/Freunde (Spielemacher)
Diese Beziehung hat höchste Priorität. Sie erfordert eine intensive Kommunikation, um unerwünschte Einflussnahme abzuwehren bzw. erkannte Mehrwerte zu integrieren. Aktuell ist dieser Einfluss aber eher untergeordnet.

Banken/Behörden (Joker)
Diese Analysegruppen haben große Macht, sind jedoch kaum beeinflussbar. Ziel sollte es daher sein, sie durch eine offene und transparente Kommunikation enger ans Unternehmen zu binden, um ihre Beeinflussbarkeit zu erhöhen. Für KB CONSULT sind dies die Hausbank, das Finanz- und Gewerbeamt und die Krankenkasse.  

Kunden/Lieferanten/Kooperationen (Gesetzte)
Sie haben einen eher geringeren Einfluss und daher nur eine untergeordnete Priorität. Dennoch sind sie relevant. Ein regelmäßiger Austausch vor, während und nach einem Kundenauftrag durch Feedbackaktivitäten (Gespräche, Fragebögen) ist hilfreich, um das gegenseitige Verständnis für das Thema Nachhaltigkeit zu fördern und zu verbessern.  

Bei Lieferanten ist dies regelmäßig nur indirekt möglich, da zumeist online bestellt wird. Daher gilt es kritisch zu bewerten, ob die für KB CONSULT wichtigen Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden.  

Das Vorgehen bei Kooperationen ist nahezu mit der Kundenstrategie vergleichbar. Strategie-Workshops helfen, den beiderseitigen Status zum Thema Nachhaltigkeit abzugleichen und aufeinander anzugleichen. Ergebnisse und Vorgehensweisen werden dokumentiert und erziele Ergebnisse beim nächsten Workshop kontrolliert.

Öffentlichkeit/Verbände (Randfiguren)
Neben einem gewissen Maß an kontinuierlicher Beobachtung erfordern diese Gruppen keinerlei Handeln. Sie haben weder Einfluss auf das Unternehmen noch sind sie beeinflussbar. Jedoch können Randfiguren im Laufe der Zeit an Einfluss gewinnen. Daher sind sie zu beobachten, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

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cosnova GmbH

Um im Rahmen der Entwicklung der cosnova Nachhaltigkeitsstrategie die wichtigsten Anspruchsgruppen identifizieren und befragen zu können, wurde wie folgt vorgegangen: Für eine umfassende Perspektive unserer Stakeholder wurde mit sogenannten Stakeholder-Mapping-Kriterien gearbeitet. So konnten entsprechende Vertreter sämtlicher Bereiche berücksichtigt werden:

  •  Responsibility: Verpflichtungen von cosnova (legal, finanziell)  
  •  Influence: Einfluss auf cosnova, Entscheidungsgewalt    
  •  Proximity: häufige Interaktionen, lange Beziehungen  
  •  Dependency: kritische Abhängigkeit von cosnova  
  •  Representation: Vertreter von ganzen Anspruchsgruppen  
  •  Policy and Strategic Intent: Durch Vorgaben/Wertvorstellungen von cosnova beeinflusst / Frühwarner bezüglich aufkommender Themen
Daraus resultierten folgende mögliche Stakeholder-Kategorien für qualitative Interviews:
  • Eigentümer
  • lokale Behörden an wichtigen Standorten
  • Vertreter der Arbeitnehmer
  • Konsumentenorganisationen
  • Geschäftspartner
  • Distributionspartner
  • Direktlieferanten
  • Zivilgesellschaft
  • Wichtige NGOs, Kampagnenorganisationen (mit thematischem Fokus zum Beispiel auf Gesundheit, Menschenrechte, Wasser, Verpackung)
  • Wissenschaft
  • Blogger
  • Kosmetikbranche
  • Branchenorganisationen
  • Mitbewerber
Im nächsten Schritt der Stakeholder-Auswahl wurden zunächst die Kriterien zur Auswahl konkreter Interviewpartner (qualitativ) definiert. Diese Kriterien sollen die Auswahl von Ansprechpersonen leiten, müssen aber nicht alle zwingend vorhanden sein und können ebenfalls untereinander kombiniert werden.  
  • Kenntnis der Nachhaltigkeitsherausforderungen und -aktivitäten in der Kosmetikbranche
  • Kenntnis von cosnova und den Geschäftsaktivitäten
  • Expertise zu einem bestimmten relevanten Themenfeld
  • Verständnis und Erfahrung mit umfassendem Nachhaltigkeitsmanagement
Generell ist für derartige Interviews eine Kombination bestehender und neuer Kontakte erstrebenswert. Bestehende Kontakte haben ein tieferes Verständnis für die spezifische Situation von cosnova, neue Kontakte können durch ihre Außensicht eher „blinde Flecken“ aufdecken. Folgende qualitative Vorgehensweise wurde für die Stakeholder-Interviews bestimmt:
  • Interviews erfolgen leitfadengestützt, dauern circa ein bis eineinhalb Stunden, Protokollierung erfolgte gemäß einheitlicher Vorlage. 
  • Vorgehen:
    • Vor dem Gespräch:
Themenliste wurde im Vorfeld des Gesprächs zugesandt und vom Interviewpartner ausgefüllt und zurückgeschickt.
  • Im Gespräch: 
Block A:   Priorisierung Themen und Besprechung der Themenliste Besprechung der Priorisierung mit Fokus auf wichtigste und herausforderungsreichste Themen (problemzentriertes Vorgehen)   
Block B:   Diskussion der Empfehlungen/Erwartungen an Nachhaltigkeit bei cosnova Gezielte Diskussion der Frage, was der „nächste Schritt“ zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung von cosnova sein sollte
    • Am Ende eines jeden Interviews liegen vor
priorisierte Themenliste  Protokoll zu Hinweisen für Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsengagements von cosnova Für die quantitative Befragung wurden folgende mögliche Stakeholder-Kategorien definiert:  
  • Arbeitnehmende
    • Eigene Arbeitnehmende
    • (Arbeitnehmende bei Geschäftspartnern)
  • Konsumenten
Ein wichtiger Bestandteil des kontinuierlichen Dialogs und der Interaktion mit unseren Stakeholdern ist die aktive Teilnahme an unterschiedlichen Industrieinitiativen, die das nachhaltige Wirtschaften unterstützen, wie beispielsweise die Umwelt- und Verpackungsinitiative „Rezyklat-Forum“. Dort arbeiten 26 Industriepartner (Handel, Konsumgüterhersteller, Markeninhaber, Designagenturen, Entsorger, Regierung, Kommunikationsagenturen) an gemeinsam definierten Zielen rund um das Thema Verpackungsrecycling und Einsatz von Rezyklaten. Speziell beim Einsatz von Rezyklaten in Kosmetikverpackungen ist noch viel Pionierarbeit zu leisten, da Zulassung und REACH-Konformität noch unklar sind. Deshalb engagieren wir uns dafür, Lösungen für unser Marktsegment zu finden, um die Ökobilanz unserer Produkte nachhaltig zu verbessern, denn durch den Einsatz von Rezyklaten können bis zu 80 Prozent Energie bei der Rohstoffgewinnung und bis zu 60 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden.

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Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG

Die Anspruchsgruppen der EHA wurden in einem Workshop durch Gespräche mit den Schlüsselpersonen im Unternehmen  identifiziert und diese mit dem entsprechenden Kommunikationsweg festgeschrieben (siehe in dem Schaubild unten). Bei EHA wird ein großer Wert auf den Austausch mit diesen Anspruchsgruppen gelegt. Dabei liegt der Fokus auf den sechs Hauptanspruchsgruppen: Kunden, Lieferanten, der REWE Mutterkonzern, Vermieter, Mitarbeiter und Politik. Jede Anspruchsgruppe wird auf einem passenden Kommunikationsweg erreicht, sodass ein stetiger Austausch, auch zur Integration dieser in unsere Nachhaltigkeitsprozesse, gewährleistet ist.  

Der Austausch mit unseren Kunden hat bei uns einen hohen Stellenwert. Dieser Austausch und besonders die Ansprechbarkeit unserer Mitarbeiter/innen wird durch den Kundenservice gewährleistet. Die Kunden erhalten über das Energie-Informationssystem (EIS) der EHA oder direkt über die Kundenbetreuer/innen sogenannte Alarmberichte über unerwartet hohe Energieverbräuche, Soll-Ist-Berichte und weitere Auswertungen ihrer Energiedaten. Hierüber wird dem Kunden ein Gefühl für seine Energieverbräuche gegeben und gemeinsam ein Schritt zur Erhöhung der Energieeffizienz gegangen. Um das EIS der EHA richtig nutzen zu können und die Auswertungen zu verstehen, erhalten die Kunden auf Wunsch eine entsprechende Schulung. Ebenso gibt es im Messstellenbetrieb der EHA Informationssysteme, die z.B. bei Störungen eine Meldung an unsere Mitarbeiter/innen senden, sodass größere Ausfälle bspw. in der Produktion unserer Kunden und damit auch wirtschaftliche Einbußen verhindert werden können. Zudem sind unsere Kundenberater/innen stetig dabei, die Bedürfnisse der Kunden zu bedienen und das auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Kommen Themen in diesem Bereich zur Sprache, wird auf das Team Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Abteilung Energie Consulting verwiesen, sodass unsere Kunden auch in diesem Bereich die bestmögliche Beratung erhalten. Weiter gibt es in unregelmäßigen Abständen Kundenbefragungen, die zur Verbesserung unseres Miteinanders beitragen sollen.  

Die Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit in der Trading-Abteilung ist über das Risikomanagement abgesichert. Teil des Risikomanagements ist es, die Rahmenbedingungen für den Handel mit Energielieferanten festzulegen. Über sogenannte Rahmenverträge sind die Voraussetzungen für den Handel sowie die Vorgaben für den gesamten Prozess des Geschäftsabschlusses im Vorhinein abgestimmt. Ein Ratingsystem dient zudem der permanenten Bewertung der Handelspartner. Über eine sogenannte Credit-List wird die Auswahl der geeigneten Handelspartner auf dem neuesten Stand gehalten.  

Besonders durch die Einführung des zentralen Energiemanagementsystems in unserem Mutterkonzern REWE nach DIN EN ISO 50001 besteht ein regelmäßiger Austausch mit dieser Anspruchsgruppe. Bei den Treffen der Energieteams, der Information von allen Mitarbeiter/innen und den internen und externen Audits in dem REWE Konzern erfolgt ein regelmäßiger Austausch zu Themen wie Energieeffizienz, Erreichung der Energieziele, Kommunikation über Energiespartipps und weiteren Maßnahmen und Pflichten im Zusammenhang mit Energieeffizienz, Energiecontrolling etc.   Der Austausch mit dem Vermieter ist vor allem hinsichtlich der Verbrauchsdaten des Gebäudes, u.a. für die jährliche Klimabilanz von besonderer Bedeutung. Hier gibt es einen stetigen telefonischen Austausch sowie regelmäßige Treffen. In diesem Zusammenhang wurden auch Maßnahmen der Klimabilanz thematisiert. So wurden etwa die Möglichkeiten diskutiert, die permanente Beleuchtung der Fluchtwege durch eine Alarm-gekoppelte Beleuchtung zu ersetzen oder eine Ladesäule für das firmeneigene E-Auto zu errichten. Aber auch zu anderen Themen, die das Gebäude oder das Mietverhältnis betreffen, steht EHA im Kontakt mit dem Vermieter. So wurden u.a. im letzten Jahr E-Bikes als Firmenräder angeschafft und der Stellplatz mit dem Vermieter besprochen.  

Den EHA-Mitarbeiter/innen, als eine wichtige innerbetriebliche Anspruchsgruppe, stehen Ombudsleute sowie ein anonymer Briefkasten für Anliegen jeglicher Art zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein CR-Kernteam, das Themen der Belegschaft mit aufnimmt und ggf. auch mit der Geschäftsführung bespricht. Hier werden auch viele Themen mit Nachhaltigkeitsbezug besprochen: Unter anderem unsere Kooperation mit der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V., die Ergebnisse der Klimabilanz sowie die damit verbundenen Maßnahmen. Des Weiteren werden auch interne Vorträge zu verschiedenen Themen wie u.a. zum Jahresabschluss, PV-Anlagen, Stromhandel, dem zentralen Energiemanagementsystem etc. organisiert. Weiter bietet die Küche der EHA einen Ort des Austausches und der Gesprächsfindung. Hier hängen z.B. Ernährungstipps für die Mitarbeiter/innen aus und freitags finden gemeinsame Mittagessen statt.  

Auch der Austausch mit der Politik ist ausgeprägt. So ist der eine Geschäftsführer der EHA, Jan-Oliver Heidrich, im Industrieverband Hamburg vertreten, Vorsitzender im Energieausschuss beim Handelsverband Deutschland und hat einen Sitz in der Handelskammer. Ein Bezug zur Nachhaltigkeit ist laufend gegeben, bestimmt u.a. durch laufende politische Debatten. Aktuell ist bspw. im Energieausschuss des Handelverbands Deutschlands (HDE) die Klimaschutzoffensive eines der Schwerpunktthemen. Diese ist eine breit angelegte Branchenkampagne des Handelsverbands Deutschland und des Verbundpartners adelphi rund um das Thema Klimaschutz. Sie setzt sich zum Ziel, die Treibhausgasemissionen im Einzelhandel zu senken sowie die Endkonsumenten für die klimafreundliche Beschaffung zu motivieren. Verantwortlich für diese Branchenkampagne ist mit seinem Vorsitz Herr Jan-Oliver Heidrich, Geschäftsführer der EHA. In diesem Zuge werden aktuell Broschüren mit Best Practice Klimaschutz-Aktivitäten aus dem Einzelhandel erarbeitet. Hier stellt die REWE und damit auch EHA bspw. das Thema Greenbuilding vor. Dieses politische Engagement von Herrn Heidrich prägt auch maßgeblich die Arbeit der EHA. So werden aktuelle Themen aus Energie, Energieeffizienz und Klimaschutz in der Weiterentwicklung der EHA berücksichtigt und Tendenzen der Kundenbedürfnisse frühzeitig erkannt und bedient. 

Die Kommunikation der Ergebnisse aus den Dialogen mit den Stakeholdern wird durch die einzelnen Mitglieder des CR-Kernteams, das alle Abteilungen abdeckt, gewährleistet. 



Neben den im Workshop identifizierten Anspruchsgruppen, gibt es weitere Anspruchsgruppen der EHA, mit denen ein weniger geregelter Austausch stattfindet. Diese Anspruchsgruppen sind die Folgenden:  

  • Verbände
  • Erfa-Gruppen
  • Investoren
  • Gesellschafter
  • Wettbewerber von EHA, durch deren Angebote
  • Politiker, durch neue/geänderte Gesetze und Verordnungen
  • Meinungsführer/Wettbewerber der Kunden, durch deren Best Practice Beispiele
  • Berater, die ihre Leistungen anbieten
  • Andere Kundenabteilungen, die Schnittstellen zu unseren Ansprechpartnern unterhalten und Informationen benötigen.
  • Bestandsdienstleister, die ihr Leistungsportfolio erweitern
  • Netzwerke, Kollegen, Politik, Anteilseigner

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KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Für uns ist der Dialog mit unseren internen wie externen Stakeholdern unverzichtbar. Durch ihn erhalten wir wichtige und neue Impulse für unsere Geschäftsentwicklung, können zu Konfliktthemen Stellung nehmen und langfristige Trends identifizieren. Diese unterschiedlichen Perspektiven müssen wir abwägen, um tragfähige, verantwortungsvolle Lösungen zu entwickeln und langfristig bestehen zu können.

Nach einer Bestandsaufnahme der Stakeholder von KPMG in den Vorjahren und regelmäßig geführten Stakeholderdialogen werden die verschiedenen Anspruchsgruppen durch die Fachabteilungen in regelmäßigen Abständen involviert. Neue Anspruchsgruppen werden im Rahmen der jährlichen Berichterstattung aufgenommen und in den Dialog einbezogen, sofern sinnvoll.
Das sind unsere Stakeholder:

  • Potenzielle Mitarbeiter/Hochschulen
  • Mitarbeiter
  • Alumni
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Gesetzgeber/Politik
  • NGOs/Öffentlichkeit
  • Verbände und Kammern, Regulatoren
Für den Austausch mit unseren Stakeholdern greifen wir insbesondere auf die Ergebnisse unserer bestehenden Engagement-Mechanismen zurück. Hierbei analysieren wir, zu welchen Themen unsere Stakeholder eine transparente Berichterstattung erwarten. Zudem identifizieren wir die Themen, welche die Beziehung unserer Stakeholder zu KPMG besonders stark beeinflussen. Im Rahmen der internen Bewertung mit unseren Führungskräften verschiedener Fachabteilungen haben wir folgende Fragen diskutiert:
  • Was sind die Fokusthemen für den langfristigen Geschäftserfolg von KPMG?
  • Bei welchen Themen kann KPMG den größten Einfluss nehmen bzw. bestehen die größten Auswirkungen (positiv bzw. negativ) in einem breiten Nachhaltigkeitskontext?
  • Hinsichtlich welcher Themen ergeben sich am wahrscheinlichsten Chancen oder Risiken für KPMG?
  • Auf welcher Stufe der Wertschöpfungskette sind die einzelnen Themen relevant?
Aus der Abbildung unter folgendem Link geht deutlich hervor, wer unsere Stakeholder sind, welche Fokusthemenfelder sich für uns ergeben und mit welchen Formaten wir als KPMG darauf reagieren.

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Sparkasse Hegau-Bodensee

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und unseres gesellschaftlichen Engagements sind wir in einem kontinuierlichen Dialog mit unseren Anspruchsgruppen. Die Stakeholdergruppen wurden vom "Koordinationsteam Nachhaltigkeit" mittels der Brain-storming-Methode identifiziert. Die wesentlichen Anspruchsgruppen der Sparkasse Hegau-Bodensee sind
- Kunden, Geschäftspartner
- Mitarbeiter
- Verwaltungsrat, Beirat

Ergänzt werden diese Kernanspruchsgruppen durch den Informationsaustausch mit
- kommunalen Vertretern und Entscheidern
- regionalen Institutionen und Verbänden (Presse, Handwerkskammer, IHK, etc.)
- Schulen und Bildungseinrichtungen
- Vereinen und gemeinnützigen Organisationen

Für unsere Kunden sind wir multi-kanal erreichbar, persönlich in unseren Filialen, telefonisch, per Internet, E-Mail und Sparkassen-App. In unseren regelmäßigen Finanzkonzeptgesprächen stellen wir Wünsche und Ziele unserer Kunden in den Mittelpunkt. Über regelmäßige Kundenbefragungen sowie ein aktives Lob- und Beschwerdemanagement werden Wünsche, Erwartungen und Erfahrungen unserer Kunden zeitnah ermittelt. Die Anregungen unserer Kunden aus dem im April 2018 durchgeführten Workshop "Kundendialog Nachhaltigkeit" bildeten die Basis für unsere Maßnahmenplanung 2019 im Bereich Nachhaltigkeit: u. a. vgl. Kriterium 10 "Nachhaltigkeitsinvestments". Durch den engen Kontakt des Vorstandes und unserer Mitarbeiter zu den Anspruchsgruppen werden deren Interessen identifiziert und in angemessenem Umfang bei der nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Sparkasse berücksichtigt.
Mit unseren Mitarbeitern sind wir intensiv im Dialog. Dies dokumentieren vielseitige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die Mitarbeiterzeitschrift „Insider“, „Kamingespräche“ mit dem Vorstand, Führungskreisrunden und Teambesprechungen. Eine "außerordentliche" Mitarbeiter-Abendveranstaltung hatte neben Digitalisierung und Strategie das Kernthema "Nachhaltigkeit" auf der Agenda. Hier konnte sich das "Koordinationsteam Nachhaltigkeit" einbringen, an mehreren Messeständen über seine Arbeit informierern und zum Thema sensibilisieren. In den Diskussionen erhielt das Team positive Feedbacks und Anregungen.
Ein wertvoller Gedankenaustausch mit unserem Verwaltungsrat und Beirat erfolgt in den regelmäßigen Sitzungen sowie in der „Jahresauftaktveranstaltung“.

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