Gute Nachhaltigkeitsberichterstattung beginnt mit guter Nutzerführung – DNK-Plattform mit German Brand Award 2026 ausgezeichnet

Gute Nutzerführung macht komplexe Standards praxistauglich: Die DNK-Plattform wurde beim German Brand Award 2026 mit Gold ausgezeichnet – als kostenloses Tool, das KMU sicher durch die CSRD- und VSME-Berichterstattung führt und bereits über 5.000 Unternehmen unterstützt.

29. Juni 2026 | Ole Jacobs

Gold für die DNK-Plattform

Für viele Unternehmen ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung kein inhaltliches Problem, sondern ein praktisches. Welche Daten brauche ich? Wo fange ich an? Was gilt für meine Branche? Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit begrenzten Ressourcen stehen vor der Aufgabe, komplexe EU-Anforderungen aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und dem Voluntary Sustainability Reporting Standard for Small and Middel-sized Enterprises (VSME), künftig Voluntary Standard (VS), in einen strukturierten Berichtsprozess zu überführen. Dabei haben sie oft keine eigene Nachhaltigkeitsabteilung. Wer diesen Einstieg erleichtern will, muss mehr liefern als einen Standard. Gefragt ist ein Werkzeug, das Unternehmen sicher durch den Berichtsprozess führt.

Genau dafür erhielt die Digitalagentur com&on am 25. Juni 2026 beim German Brand Award in Berlin die Auszeichnung „Gold“ in der Kategorie „Excellence in Brand Strategy and Creation – Branded CSR Activities – Environmental“. Die Agentur wird damit für ihre Arbeit an der DNK-Plattform ausgezeichnet, also dem kostenlosen digitalen Tool des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) für Nachhaltigkeitsberichte nach der CSRD und dem VSME.

Nachhaltigkeitsreporting neu gedacht

Die Herausforderung bestand nicht nur darin, eine digitale Plattform zu entwickeln. Vielmehr sollte ein komplexer Berichtsstandard so aufbereitet werden, dass Unternehmen ihn sicher und nachvollziehbar anwenden können. Die Plattform führt Nutzer*innen Schritt für Schritt durch die Erstellung ihres Nachhaltigkeitsberichts: mit strukturierten Eingabefeldern, unternehmensspezifischen Aspekten, branchenspezifischen Hinweisen und einer Fortschrittsanzeige, die Orientierung gibt. Mehr als 5.000 Unternehmen nutzen die Plattform heute für ihr ESG-Reporting (Environmental, Social and Governance), vom Handwerksbetrieb bis zum Industrieunternehmen.

„Wir freuen uns sehr, zu den Preisträger*innen des German Brand Award 2026 zu gehören. Für uns als Digitalagentur ist diese Auszeichnung eine besondere Anerkennung, weil sie zeigt, worauf es bei guter Gestaltung ankommt: hochkomplexe digitale Anforderungen so zu übersetzen, dass sie für die Nutzerinnen und Nutzer einfach, verständlich und intuitiv werden. Mit der DNK-Plattform ist uns genau das gelungen.“

Katrin Riedel | Geschäftsleiterin com&on | Juni 2026

Was ist der German Brand Award?

Der Rat für Formgebung, gegründet 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestags, vergibt den German Brand Award seit 2016 einmal pro Jahr. Der Preis zeichnet Unternehmen, Agenturen und Kampagnen aus, die mit ihrer Markenarbeit neue Maßstäbe setzen. Er gliedert sich in zwei Disziplinen: „Excellent Brands“ bewertet die Gesamtleistung einer Marke, „Excellence in Brand Strategy and Creation“ prämiert einzelne Kampagnen, Konzepte und Strategien in spezifischen Fachdisziplinen. Eine unabhängige Jury mit Expert*innen aus Wirtschaft, Markenstrategie, Kommunikation und Wissenschaft entscheidet über die Vergabe. 2026 gingen 1.676 Bewerbungen aus zwölf Ländern ein. Das ist der bisher internationalste Jahrgang des Preises.

Die Auszeichnung in der Kategorie „Branded CSR Activities – Environmental“ würdigt Aktivitäten und Kampagnen, die Klimaschutz und Nachhaltigkeit zum Kern ihrer Markenstrategie machen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung für das Team von com&on und für uns im DNK-Team. Gemeinsam ist es gelungen, das komplexe Thema Nachhaltigkeitsreporting in eine intuitive und nutzerfreundliche Plattform zu übersetzen. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt die hohe Akzeptanz in der Praxis: Bereits mehr als 5.000 Unternehmen nutzen die DNK-Plattform für ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung.“

Florian Harrlandt | Leiter Grundsatzfragen Nachhaltigkeit & DNK-Plattform | Juni 2026

Nutzerführung als Teil wirksamer Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die Auszeichnung macht deutlich: Eine gute Nachhaltigkeitsberichterstattung beginnt nicht erst bei den Inhalten, sondern bereits bei der Gestaltung des Prozesses. Denn selbst die besten Standards entfalten nur dann Wirkung, wenn Unternehmen sie in der Praxis anwenden können. Für den DNK ist die Auszeichnung daher eine Bestätigung des Weges, den er seit 2024 geht. Die Plattform ist das Herzstück eines Angebots, das die Nachhaltigkeitsberichterstattung für KMU zugänglich machen soll – kostenlos, bedarfsorientiert und mit klarer Struktur. Der German Brand Award würdigt damit nicht nur die digitale Umsetzung. Er prämiert auch den Ansatz, die Nutzerführung als entscheidenden Erfolgsfaktor für wirksames Nachhaltigkeitsreporting zu verstehen.

„Die Auszeichnung mit dem German Brand Award ist eine besondere Anerkennung für die DNK-Plattform. Sie bestätigt unseren Anspruch, Nachhaltigkeitsberichterstattung so einfach und zugänglich wie möglich zu gestalten. Gerade in Zeiten wachsender Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeitsinformationen brauchen Unternehmen praxistaugliche Werkzeuge. Die DNK-Plattform bietet dafür eine verlässliche und nutzerorientierte Lösung.“

Dr. Katrin Leonhardt | Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, der den DNK 2010 initiiert hat | Juni 2026

Nachhaltigkeitsberichterstattung braucht einen klaren Prozess

Die Auszeichnung bestätigt eine Erkenntnis aus der Praxis: Unternehmen steigen eher in die Nachhaltigkeitsberichterstattung ein, wenn der Berichtsprozess klar strukturiert und verständlich gestaltet ist. Gute Nutzerführung wird damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor, um regulatorische Anforderungen umsetzen zu können.

Mit der Auszeichnung für die DNK-Plattform rückt der German Brand Award 2026 eine Tatsache in den Vordergrund, die in der Debatte um Nachhaltigkeitsstandards und Regulierungsrahmen oft untergeht: Ob Unternehmen berichten, hängt zum einen davon ab, was sie berichten müssen. Zum anderen ist aber auch entscheidend, wie gut sie dabei begleitet werden.