Neuer DNK-Leitfaden liefert Nachhaltigkeitsverantwortlichen in kleinen und mittleren Unternehmen starke Argumente für freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung

DNK veröffentlicht Leitfaden mit neuen Argumenten für Nachhaltigkeitsverantwortliche in KMU

03. März 2026 | Tamara Moll

Nachhaltigkeitsbericht trotz Omnibus? Viele KMU stehen aktuell vor genau dieser Frage. Die neuen Schwellenwerte der Omnibus-Verordnung entlasten zwar formal von der CSRD-Berichtspflicht. Doch Banken, Großkund*innen, Versicherungen und öffentliche Auftraggeber*innen fordern weiterhin strukturierte ESG-Daten – oft unabhängig von regulatorischen Vorgaben. Für Nachhaltigkeitsverantwortliche bedeutet dies: Nachhaltigkeitsberichterstattung ist eher ein strategisches Instrument als Pflicht und Compliance. Dieses Instrument muss intern begründet werden – strategisch, wirtschaftlich und überzeugend.

Genau hier setzt der neue DNK-Leitfaden an. Er unterstützt Nachhaltigkeitsverantwortliche dabei:

  • wirtschaftliche Argumente für freiwillige Berichterstattung zu formulieren,
  • interne Entscheidungsprozesse vorzubereiten,
  • Geschäftsführung und Fachabteilungen gezielt zu adressieren.

Freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht intern durchsetzen: Warum neue Argumente jetzt entscheidend sind

Mit dem Wegfall beziehungsweise der Verschiebung regulatorischer Pflichten verschiebt sich auch die interne Diskussion. Nachhaltigkeitsverantwortliche müssen heute stärker begründen,

  • warum freiwillige Berichterstattung wirtschaftlich sinnvoll ist,
  • welchen konkreten Nutzen sie für das Unternehmen hat,
  • warum Ressourcen dafür eingesetzt werden sollten.

Diese Argumentation richtet sich nicht nur an Geschäftsführung oder Vorstand, sondern ebenso an Mitarbeitende und Fachabteilungen. Denn eine belastbare Berichterstattung ist nur mit deren Mitwirkung möglich.

Zwei Perspektiven – zwei Argumentationslinien

Der DNK-Leitfaden zeigt, wie Sie intern differenziert argumentieren können:

1. Gegenüber Geschäftsführung und Vorstand
Hier zählen strategische Aspekte:

  • Risikomanagement
  • Finanzierungssicherheit
  • Marktpositionierung
  • langfristige Resilienz

Freiwillige Berichterstattung (z. B. nach VSME) wird dabei als Managementinstrument beziehungsweise Steuerungsgrundlage verstanden.

2. Gegenüber Mitarbeitenden und Fachabteilungen
Hier geht es um Alltagstauglichkeit:

  • weniger Einzelabfragen an die Mitarbeitenden
  • bessere Struktur vorhandener Daten
  • Sichtbarkeit bereits geleisteter Arbeit

So wird Berichterstattung als Entlastung, nicht als Kontrolle positioniert.

CSRD, VSME, ESRS: Orientierung für KMU in unsicheren Zeiten

Der Leitfaden Argumente für Nachhaltigkeitsverantwortliche basiert auf den Ergebnissen der DNK Roadshows und dem direkten Austausch mit Unternehmen in den Regionen. Er ist in einer Phase grundlegender Veränderung und Unsicherheit entstanden: Denn während sich die europäische Regulierung weiterentwickelt, bleiben Marktanforderungen dynamisch und teils uneinheitlich. Gerade in dieser Situation benötigen Unternehmen Orientierung und Verlässlichkeit.
Der DNK bietet hierfür einen öffentlich getragenen, politisch anerkannten Rahmen, der sowohl freiwillige Berichterstattung nach VSME als auch eine verpflichtende Berichterstattung nach ESRS-Set 1 ermöglicht. Dieser Leitfaden ergänzt das Angebot um eine strategische Kommunikationshilfe für interne Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse.

Fazit

Die CSRD-Omnibus-Verordnung reduziert formale Berichtspflichten. Damit erhöht sie zugleich den Bedarf an interner Überzeugungsarbeit. Nachhaltigkeitsverantwortliche müssen freiwillige ESG-Berichterstattung strategisch einordnen und als Mehrwert positionieren.
Sie möchten freiwillige Berichterstattung strategisch positionieren und intern überzeugend argumentieren? Dann nutzen Sie jetzt den DNK-Leitfaden als Argumentationshilfe: 

Zur weiteren Vertiefung einzelner Argumente und Beispiele aus der Praxis lohnt sich auch ein Blick in diese beiden Dokumente: