Digitales Tool unterstützt KMU kostenlos bei Nachhaltigkeitsberichterstattung: Deutscher Nachhaltigkeitskodex veröffentlicht weiterentwickelte VSME-Lösung

02. März 2026 | Eva Genzmer

Berlin, 2. März 2026. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) stellt heute gemeinsam mit 
dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem Bundesministerium für 
Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) das fertiggestellte VSME-Angebot innerhalb der
DNK-Plattform vor

Kostenloses Tool der Bundesregierung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die DNK-Plattform ist ein kostenloses Angebot der Bundesregierung zur digitalen 
Berichtserstellung und besteht aus mehreren Modulen, die auf unterschiedliche Zielgruppen 
zugeschnitten sind: Ein erstes Modul richtet sich an alle Unternehmen, die nach der
Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) direkt berichtspflichtig sind. Ein zweites 
Modul richtet sich an nicht-berichtspflichtige Unternehmen, die freiwillig nach dem EU-weiten
Voluntary Standard for Small and Medium-sized Enterprises (VSME) berichten möchten, 
insbesondere an drei Gruppen:

  • Unternehmen, die mit einer Berichtspflicht nach CSRD gerechnet und bereits mit den 
    Vorbereitungen begonnen haben, durch die im Dezember vom EU-Parlament 
    beschlossenen neuen CSRD-Schwellenwerte jedoch aus der Berichtspflicht fallen, den 
    eingeschlagenen Weg aber freiwillig fortsetzen möchten;
  • Unternehmen, die Teil von Wertschöpfungsketten berichtspflichtiger Geschäftspartner 
    sind oder zunehmenden ESG-Informationsanfragen von Banken, Kund*innen und 
    Auftraggebenden begegnen;
  • Unternehmen, die erkannt haben, dass die Veränderungsprozesse, die durch die 
    Analyse der eigenen Wertschöpfungskette und Prozesse angestoßen werden, Impulse 
    liefern, um Geschäftsmodelle wettbewerbsfähiger zu gestalten, Kosten zu senken und 
    Umsätze zu sichern bzw. zu steigern, und Nachhaltigkeitsdaten strategisch nutzen 
    möchten.

 

Mit dem DNK sparen Unternehmen Zeit, Kosten und Ressourcen

Das BMWE finanziert seit Februar 2024 die Weiterentwicklung des DNK von einem eigenen
Berichtsstandard hin zu einem umfassenden Unterstützungsangebot, das die 
Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen spürbar erleichtert. Gitta Connemann, 
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 
(BMWE) und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung:

Es ist uns ein zentrales Anliegen, Unternehmen – insbesondere den Mittelstand – bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung bürokratiearm zu unterstützen. Die gesetzlichen Vorgaben sind komplex und führen bei vielen Unternehmen zu Unsicherheiten. Wir möchten ihnen helfen, sich angesichts der Anforderungen zurechtzufinden, und die Berichterstellung für sie so einfach wie möglich machen. Die DNK-Plattform setzt hier an und bietet sehr gute Lösungen für den Markt.

Gitta Connemann | Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) | Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung

Neue Funktionen im VSME-Modul der DNK-Plattform

Das VSME-Modul ist seit September 2025 als Beta-Version und seit Anfang Dezember als 
Early-Access-Version auf der DNK-Plattform verfügbar. Seitdem wird es kontinuierlich 
weiterentwickelt. Die aktuelle Version bietet Unternehmen nun mehrere neue Funktionen:

  • DNK-Plausibilitätscheck: Ab sofort können über die DNK-Plattform erstellte VSMEBerichte den DNK-Plausibilitätscheck durchlaufen. Dabei erfolgt ein Check auf 
    Konsistenz, Verständlichkeit, formale Vollständigkeit sowie Kohärenz der im Bericht 
    enthaltenen Informationen durch die DNK-Gutachter*innen. Berichte, die den 
    Plausibilitätscheck absolviert haben, dürfen das DNK-Signet tragen.
  • Berichtsprozess abschließen: In der bisherigen Version des VSME-Moduls konnten 
    Unternehmen ihre Berichte bereits beginnen, jedoch noch nicht finalisieren. Ab sofort ist 
    es möglich, fertige VSME-Berichte, die den DNK-Plausibilitätscheck durchlaufen haben,
    individualisiert als PDF zu exportieren. In Kürze wird es zudem die Möglichkeit geben, 
    die Berichte auf Wunsch direkt auf der DNK-Plattform zu veröffentlichen.
  • Branchenspezifische Hinweise: Der interaktive DNK-Assistent wurde um 
    branchenspezifische Hinweise erweitert. Diese bieten zusätzliche Unterstützung durch 
    Anwendungshinweise und praxisnahe Beispiele. Die branchenspezifischen Hinweise 
    sind direkt in der DNK-Plattform integriert und werden in Kürze zusätzlich auf der DNKWebsite verfügbar sein.

Der DNK wurde ursprünglich 2010 im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Dialogs vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelt und hat sich als anerkanntes Tool für Nachhaltigkeitsberichterstattung etabliert. Es freut uns sehr, dass die DNK-Plattform, die vor einem Jahr gestartet ist, eine solch positive Resonanz bekommt. Seit dem Launch haben sich bereits mehr als 4.600 Unternehmen auf der DNK-Plattform registriert. Neben zahlreichen CSRD-Berichten wurden auch über 2.400 VSME-Berichte begonnen. Das zeigt, wie groß der Bedarf an einer praxisnahen Lösung ist.

Reiner Hoffmann | stellvertretender Vorsitzender | Rat für Nachhaltige Entwicklung

In Planung: Schnittstelle für den sicheren Austausch von ESG-Daten mit Banken

Banken, Versicherungen und andere Finanzmarktdienstleister verlangen von Unternehmen 
zum Beispiel bei Kredit- oder Versicherungsanträgen individuelle Angaben zu 
Nachhaltigkeitsinformationen. Diese ähneln sich inhaltlich häufig, unterscheiden sich jedoch 
in ihrer Struktur und ihren Details. Dadurch sind Unternehmen gefordert, ihre Daten 
mehrfach aufzubereiten. Der DNK arbeitet derzeit an einer Finanzmarktschnittstelle, die den 
sicheren und standardisierten Transfer von ESG-Daten aus der DNK-Plattform an den 
Finanzsektor ermöglicht. Grundlage sind bereits vorhandene Nachhaltigkeitsinformationen 
aus der CSRD- oder VSME-Berichterstattung. So können Unternehmen einmal erhobene 
Daten mehrfach nutzen, während Banken vergleichbare und verlässliche ESG-Daten, 
insbesondere aus dem Mittelstand, erhalten.

Unser Ziel ist es, die DNK-Plattform mittelfristig zu einem One-Stop-Shop für Nachhaltigkeitsberichterstattung weiterzuentwickeln – zu einem zentralen Ort, an dem verschiedene Berichtspflichten effizient und integriert umgesetzt werden können. Mit dem Once-Only-Prinzip sollen Nachhaltigkeitsinformationen künftig einmal eingegeben und mehrfach für unterschiedliche regulatorische Anforderungen und externe Abfragen genutzt werden können – etwa im Rahmen von Kreditanfragen. So reduzieren wir den Aufwand in den Unternehmen und stärken zugleich die strategische Nutzung von Nachhaltigkeitsdaten.

Victoria Diekkamp-Reimann | Projektleiterin | Deutscher Nachhaltigkeitskodex