FAQ - Häufig gestellte Fragen

Das hängt ganz davon ab, wie tief Nachhaltigkeit im Unternehmen bereits verankert ist und inwieweit die nötigen Daten und Fakten schon aufbereitet vorliegen.

Unsere Anwenderbefragung 2018 hat gezeigt, dass der Zeitaufwand für die Erstellung der DNK-Erklärung stark variiert und im Durchschnitt bei etwa 21 Tagen liegt. Doch auch ein hoher Zeitaufwand lohnt sich, wenn sich das Unternehmen in diesem Prozess darüber klar wird, welche Strategie es in Sachen Nachhaltigkeit verfolgt, welche Ziele es sich setzen will und welche Maßnahmen es dafür wählt.

Die Anwendung des DNK ist kostenfrei. Die internen Kosten des Unternehmens richten sich nach dem Zeitaufwand, die Daten zu beschaffen.
Die  Überprüfung  einer  DNK-­Erklärung  durch  das  DNK­-Büro  bezieht  sich  ausschließlich  auf  die  formalen  Anforderungen  des  DNK  und  dient  vor  allem  der  prozessualen  Unterstützung  der  Berichtersteller.  Das  DNK­-Büro  übernimmt  keine  Haftung  für  die  Qualität,  Vollständigkeit,  Aktualität  und  Korrektheit  der  in  den  DNK­-Erklärungen  enthaltenen  Informationen  und  die  Erfüllung  der  rechtlichen  Anforderungen  der  Berichtspflicht  nach  dem  CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-­RUG).  Die  Verantwortung  für  die  Richtigkeit und Qualität der nichtfinanziellen Erklärungen  und  Berichte  und  die  Erfüllung  der  gesetzlichen  Anforderungen  nach  dem  CSR-­RUG  liegen  ausschließlich bei den Unternehmen. Ein Zertfikat stellt der RNE daher nicht aus.

Wenn Unternehmen die Glaubwürdigkeit ihrer DNK-Erklärung erhöhen möchten, empfiehlt der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), eine inhaltliche Prüfung einzelner oder sämtlicher Angaben in der DNK-Erklärung mittels einer externen Prüfung durchführen zu lassen. Diese Prüfung sollte auf der Grundlage gängiger Standards (wie etwa des „International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 Revised oder des „Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)), erfolgen. Eine inhaltliche Prüfung einzelner oder sämtlicher Angaben in der DNK-Erklärung kann von Wirtschaftsprüfer*innen, EMAS-Umweltgutachter*innen oder sonstigen geeigneten Prüfungsdienstleistern durchgeführt werden. Sofern eine inhaltliche Prüfung durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt wird, kann diese mit einer hinreichenden (reasonable assurance) oder einer begrenzten Sicherheit (limited assurance) für das Prüfungsurteil durchgeführt werden. Der RNE empfiehlt jedoch, Aussagen in der DNK-Erklärung analog zum Lagebericht mit hinreichender Sicherheit prüfen zu lassen.
Die Aufbereitung der Informationen in Nachhaltigkeitsberichten scheint für potenzielle Nutzer im Kapitalmarkt nicht geeignet zu sein, da insbesondere die Vergleichbarkeit und die Quantifizierung fehlen. Deshalb hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit Vertretern des Kapitalmarktes aus gängigen Berichtsstandards eine Auswahl von Leistungsindikatoren getroffen und Kriterien beschrieben. Damit werden die wesentlichen Informationen zu den Nachhaltigkeitsleistungen eines Unternehmens kurz und übersichtlich dargestellt. Außerdem ist davon auszugehen, dass viele der für die DNK-Erklärung notwendigen Informationen bereits vorliegen, wenn Ihr Unternehmen bereits einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht hat.
Unternehmen tragen Mitverantwortung für eine nachhaltige Entwicklung. Wie sie diese wahrnehmen, sollten sie gegenüber der Öffentlichkeit dokumentieren. Vor allem der Kapitalmarkt nutzt diese Informationen vermehrt, um Chancen und Risiken von Kapitalanlagen beziehungsweise der Kreditvergabe umfassender zu bewerten.

Doch Berichterstattung hat auch eine starke Wirkung auf das Unternehmen selbst: Berichten heißt nicht nur Daten sammeln, sondern auch genau hinschauen und analysieren. So werden Schwachstellen, aber auch ungenutzte Möglichkeiten sichtbar. Das Unternehmen erkennt, ob es alle Gesetze und Regeln einhält (Compliance).

Ein weiterer wichtiger Effekt: Die Belegschaft wird für nachhaltiges Handeln sensibilisiert und motiviert. Darüber hinaus zeigen Unternehmen, wie sie gemeinsam mit Politik und Gesellschaft auf eine insgesamt nachhaltige Entwicklung hinarbeiten. Bei dieser Aufgabe sind alle Partner gefordert. Die deutsche Nachhaltigkeitspolitik und die nationale Nachhaltigkeitsstrategie bilden potenziell einen Resonanzboden für unternehmerische Beiträge zur Nachhaltigkeit.

Der DNK unterstützt durch die Reduzierung auf die wesentlichen Aspekte, die Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens übersichtlich und vergleichbar darzustellen.
Die Bundesregierung will mit dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) die Einhaltung der Menschenrechte in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten durchsetzen. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) bietet die Möglichkeit, dem vierten Kernelement des NAP – der Berichterstattung – über die Abgabe einer DNK-Erklärung nachzukommen.

Unternehmen, die ihr Engagement zum Schutz der Menschenrechte detailliert offenlegen wollen, können in der Datenbank auswählen, den DNK inklusive der NAP-Berichtspunkte nutzen zu wollen. Die Ergänzung wird dann eingeblendet und im Kontext der kritischen Durchsicht vom Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex auf formale Vollständigkeit betrachtet. Die Verantwortung für die Inhalte liegt nach wie vor bei den berichtenden Organisationen.

Der NAP Helpdesk in der Agentur für Wirtschaft & Entwicklung berät Sie kostenlos zu den Anforderungen des Nationalen Aktionsplans, zum NAP Monitoring und zu internationalen Projekten im Bereich Nachhaltigkeit allgemein. Auf der Website des NAP Helpdesk finden Sie Fragen & Antworten zum Nationalen Aktionsplan.

 
Im CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) werden bestimmte Unternehmen zur nichtfinanziellen Berichterstattung nach spezifischen Vorgaben verpflichtet. Der DNK kann genutzt werden, um einen nichtfinanziellen Bericht im Sinne des CSR-RUG zu erstellen. Dafür sind einige zusätzliche Angaben erforderlich, auf die beim Erstellen der DNK-Erklärung hingewiesen wird.
 
Unternehmen, die am UN Global Compact teilnehmen, können die DNK-Erklärung auch als Fortschrittsmitteilung (COP bzw. Communication on Progress) nutzen.

Um die Mindestanforderungen des Global Compact zu erfüllen, sollte die DNK-Erklärung zusätzlich eine Erklärung der Geschäftsführung zum fortdauernden Engagement des Unternehmens im Global Compact und zu weiteren Anstrengungen zur Umsetzung und Förderung der zehn Prinzipien enthalten. Weitere Informationen zum Deutschen Global Compact Netzwerk finden Sie unter www.globalcompact.de.
Ja, eine DNK-Erklärung sollte erstellt werden, da bei GRI SRS Aspekte und damit relevante Indikatoren vom Berichtswesen ausgeschlossen werden können, die für Investoren und andere Akteure des Kapiteltalmarktes dennoch relevant sind. Die DNK-Erklärungen fördern zudem die direkte Vergleichbarkeit der Berichte, indem er von allen Unternehmen dieselben 20 wichtigsten Kriterien abfragt.
Global Compact, die OECD Leitsätze, ISO 26000 und GRI sind wichtige Initiativen, auf denen der Nachhaltigkeitskodex aufbaut. Der DNK wurde nach den Anforderungen von Investoren entwickelt und fokussiert so auf den für den Kapitalmarkt wichtigsten nichtfinanziellen Informationen und Kennzahlen. Zudem möchte er die wichtigsten Nachhaltigkeitsinformationen einer breiten Leserschaft vermitteln.

Der DNK reduziert durch seine 20 Kriterien die teils komplexen Anforderungen auf das Wesentliche und kann damit insbesondere KMU helfen, einen Bericht nach den oben genannten Prinzipien zu erstellen. Umgekehrt ist der DNK an diese Standards anschlussfähig.
Es ist möglich, die DNK-Erklärung nachträglich zu ergänzen. Allerdings empfehlen wir dies nur, wenn es dringend notwendig ist, z.B. bei wichtigen Kennzahlen, die noch nicht vorlagen, als die DNK-Erklärung abgegeben wurde.
Zahlen sind wichtig, beim nachhaltigen Wirtschaften aber kommt es vor allem auf ethisches Handeln und den Blick in die Zukunft an. Der Nutzen liegt unter anderem darin, einzelne Menschen in ihrem Handeln ernst zu nehmen und die eigene Verantwortung nicht hinter Datenbergen zu verstecken.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex unterstützt dabei, Glaubwürdigkeit und Zugang zu Märkten zu erhalten, aber auch, Innovation und neues Denken in Unternehmen ständig weiterzuentwickeln und dabei bewährte Grundsätze mitzunehmen. Mit Ihrer Erklärung zum DNK zeigen Sie, dass Sie über Ihre unmittelbaren Unternehmensgrenzen hinaus auch über Ihre Lieferketten berichten können. Als Lieferant können Sie mit dem DNK Ihre Nachhaltigkeitsleistungen darlegen und dadurch beim Aufbau neuer Lieferbeziehungen punkten.

Sie können den DNK aber auch nutzen, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens, die Sie klassischerweise mit einem Geschäftsbericht und vielen Finanzkennzahlen belegen, umfassender zu bewerten. Zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen langfristig so aufgestellt ist, dass es Chancen realisieren kann und um die Risiken weiß, die in Nachhaltigkeitsthemen liegen. Konsumenten, Politik und Finanzdienstleister fragen danach. Der DNK hilft, diesen Anspruchsgruppen Antworten zu geben.
Die vorrangigen Zielgruppen, die die Erklärungen des DNK nutzen, sind:
  • das eigene Management, um Nachhaltigkeit im Unternehmen zu steuern sowie Chancen und Risiken zu analysieren und zu managen;
  • die eigenen und zukünftigen Mitarbeitende, die für ein Unternehmen arbeiten möchten, das sich umfassend verantwortlich zeigt;
  • Kund/-innen und zuliefernde Betriebe, die auf Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette Wert legen;
  • politische Entscheidungsträger/-innen, die sich einen Eindruck über nachhaltiges Wirtschaften verschaffen wollen;
  • zudem die Akteure im Finanzmarkt, um die Chancen und Risiken von Kapitalanlagen beziehungsweise Krediten besser abschätzen zu können.

Große Unternehmen können den DNK nutzen, um ihren Partnern in der Lieferkette ein einfaches Instrument an die Hand zu geben, das die Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden erfüllt.
Potenzielle Nutzer sind sicher auch Nichtregierungsorganisationen und die Wissenschaft. In dem Maße, wie die Wirtschaft den DNK nutzt und die Zahl der DNK-Erklärungen zunimmt, wird auch das Interesse der Zielgruppen wachsen.

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