Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsaspekten für Ihr Unternehmen ergeben, sowie sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Das gesellschaftliche Umfeld von Randstad Deutschland:

Rund eine Millionen Menschen sind in Deutschland auf Basis eines vollwertigen sozialversicherungspflichten Beschäftigungsverhältnis in der Zeitarbeit beschäftigt.  Zeitarbeitsunternehmen sind ganz „normale“ Arbeitgeber, mit allen Rechten und Pflichten.  Personaldienstleister schaffen gemeinsam mit den Kundenunternehmen, die Zeitarbeit nutzen, Arbeitsplätze. Besonders in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bietet Zeitarbeit Unternehmen die Möglichkeit, schnell und flexibel auf eine veränderte Marktsituation – beispielsweise bei Auftragsspitzen – zu reagieren. Zeit- und kostenintensive Such- und Auswahlverfahren werden so eingespart. Auch die Gesellschaft profitiert von Zeitarbeit, da der Einstieg von bisher Erwerbslosen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis im Rahmen der Zeitarbeit deutlich erfolgreicher ist, als in anderen Branchen. 

Die Zeitarbeitsbranche steht aber trotz all ihrer gesellschaftlicher Chancen regelmäßig in der Kritik: Vor allem die großen Gewerkschaften haben mit dem Modell der Arbeitnehmerüberlassung Probleme. Sie kritisieren, dass Zeitarbeiter kaum gewerkschaftlich organisiert wären und meist schlechter bezahlt würden als die Stammbelegschaft. Diese zum Teil unberechtigten Vorwürfe halten sich hartnäckig und schaffen gesellschaftlich ein Klima des Misstrauens gegenüber der Zeitarbeitsbranche. Das größte Risiko für Randstad Deutschland ist es, mit diesen Vorwürfen assoziiert zu werden und somit den Nährboden für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu zerstören.

Besonders relevante Nachhaltigkeitsaspekte für Randstad Deutschland:

Um besser zu verstehen, welche Nachhaltigkeitsthemen konkret für die Geschäftstätigkeit und die Erwartungen der Stakeholder wesentlich sind, hat Randstad Deutschland eine Materialitätsanalyse durchgeführt. Es wurde evaluiert, wie das Unternehmen durch sein Kerngeschäft am besten zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals) beitragen kann. Dabei spielen insbesondere die Ziele 4 (Hochwertige Bildung), 5 (Gleichberechtigung der Geschlechter), 8 (Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum), 10 (Reduzierte Ungleichheiten) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) eine Rolle.

Zur Konkretisierung der besonders relevanten Nachhaltigkeitsaspekte hat die Randstad Holding eine umfassende Befragung vorgenommen, bei der fast 8.000 interne und externe Stakeholder eingebunden waren. Die befragten Stakeholder umfassten Kunden, Bewerber, Angestellte, Zulieferer, Behörden, Investoren, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und Verbände. Basierend auf einem Ranking der Stakeholder (Einflussmöglichkeiten, Wichtigkeit der adressierten Themen und Legitimität der Interessen) wurde eine umfassende Analyse und Konsolidierung der Daten vorgenommen. Die Auswertung mündete in der Identifizierung von Kernthemen, die für Randstad von Bedeutung sind. Diese Kernthemen wurden für Randstad Deutschland angepasst und bilden die Grundlage der bundesweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse hat Randstad Deutschland folgende wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die es durch sein Rahmenprogramm strategisch berücksichtigt und systematisch adressiert:

  • Geschäftsgrundsätze für verantwortliches Handeln aller Mitarbeiter im Geschäftsalltag
  • Ökonomische und gesellschaftliche Wirkung von Arbeit
  • Aus- und Weiterbildung
  • Gesetzestreue
  • Gesundheits- und Sicherheitsmanagement
  • Mitbestimmung
  • Flexibilisierung und Mobilisierung des Arbeitsmarkts
  • Corporate Governance
  • Responsible Lobbying
  • Datenschutz
  • Diversity & Inclusion
  • Bürgerschaftliches Engagement und Mitarbeiterengagement
  • Transparenz und Nachhaltigkeitsberichterstattung
  • Stakeholder Engagement
  • Ökologische Auswirkungen des Unternehmens & Klimawandel


Chancen und Risiken:
Randstad Deutschland betrachtet Nachhaltigkeitsmanagement als Chance, sich mit einem verantwortlich gestalteten Kerngeschäft in der Öffentlichkeit in einem differenzierten Bild darzustellen und die Marktposition auszubauen. Ein großes Risiko für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sind Dimensionen der sozialen Nachhaltigkeit, insbesondere die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und verantwortlich gestalteter Arbeitsplätze auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund fokussiert die Nachhaltigkeitsstrategie auf die Qualifizierung und Beschäftigung der Talente von heute und morgen. Dies schafft Vertrauen bei potentiellen Arbeitnehmern, Kunden und bei Ansprechpartnern in der Politik und Verwaltung.

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Aareal Bank AG

Unser Nachhaltigkeitsverständnis lässt sich einfach auf den Punkt bringen: Es umfasst sämtliche Themen, die zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs – und damit zur Zukunftsfähigkeit der Aareal Bank Gruppe – beitragen.

Um sicherzustellen, dass wir in einem dynamischen Marktumfeld die für eine nachhaltige Zukunftsausrichtung wesentlichen Kernthemen vorantreiben, besitzt der kontinuierliche Austausch mit unseren Stakeholdern eine sehr hohe Priorität.

Vor diesem Hintergrund und weil sich die Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen ändern können überprüfen wir die Ergebnisse der Ende 2015/Anfang 2016 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse fortlaufend. So haben wir im Berichtsjahr zehn ca. einstündige Experteninterviews, u. a. mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, Kunden der Wohnungswirtschaft, einem Gutachter, einem Broker und einer NGO geführt sowie eine gruppenweite Validierung der Relevanz der Handlungsfelder durchgeführt. Im Fokus der Überprüfung standen wesentliche Sachverhalte gemäß §289c Absatz (3) HGB, d.h. alle für das Verständnis von Geschäftsverlauf und -ergebnis, der Lage des Konzerns sowie für das Verständnis der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die fünf Aspekte erforderlichen Angaben.

Als Ergebnis liegt der operative Fokus im Nachhaltigkeitsmanagement weiterhin auf den zwölf – in der Wesentlichkeitsmatrix dargestellten – für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs bedeutenden Handlungsfeldern: Essenziell sind hier die Profitabilität des Geschäftsmodells sowie das Risiko- und Kundenbeziehungsmanagement. Daneben haben, insbesondere vor dem Hintergrund von Veränderungsprozessen während der Umsetzung unseres Zukunftsprogramms Aareal 2020, die Handlungsfelder Attraktiver Arbeitgeber, Integrität des unternehmerischen Handelns und Know-how-Management eine besonders hohe Relevanz.

Nachhaltiges Kreditgeschäft
Die Aareal Bank Gruppe finanziert Gewerbeimmobilien. Der Fokus liegt auf komplexen, großvolumigen Finanzierungen bereits fertiggestellter Gebäude für durchschnittlich fünf bis acht Jahre. Die nachhaltige Werthaltigkeit der Objekte und die sehr sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner liegen somit im ureigenen Interesse des Unternehmens. Die aktive Portfoliosteuerung, die regionale Diversifizierung und auch die Vielfalt der durch uns finanzierten Objektarten, nämlich Bürogebäude, Hotels, Shoppingcenter sowie Logistik- und Wohnimmobilien, tragen zu einem aus Risikosicht ausgewogenen Portfolio bei. Es beinhaltet somit auch grundsätzliche keine potentiell umstrittenen Industrieanlagen oder andere ggf. im öffentlichen Diskurs als problematisch geltende Objekte.
Damit die Immobilien unseren hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden, orientieren wir uns bei ihrer Bewertung neben den Marktwerten auch an dem Konzept der Beleihungswertermittlung. Diese berücksichtigt standardmäßig nachhaltigkeitsrelevante Aspekte, wie z.B. die technische, funktionale, soziokulturelle und ökologische Qualität. Mängel in der Qualität, z.B. eine unzureichende Energieeffizienz, schlagen sich bei der Bewertung negativ nieder.

Impact unserer digitalen Lösungen
Unserer Produkte und Dienstleistungen im Segment Consulting/Dienstleistungen versetzen unsere Kunden in die Lage, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren, z. B. durch digitale und mobile Lösungen, Vernetzung von Systemen oder die Bereitstellung von Verbrauchsdaten in Portalen. Dies führt beispielsweise zu einer Verringerung der Reisekilometer und damit geringeren CO2-Emissionen, sowie zu einem geringeren Papierverbrauch. Bzw. die Visualisierung von Strom-, Wärme- und Wasserverbräuchen in Mieterportalen schafft Transparenz zum eigenen Nutzerverhalten und kann zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen führen. 

In unserem aktuellen online Nachhaltigkeitsbericht gehen wir im Einzelnen auf alle zwölf Handlungsfelder ein, beschreiben deren Bedeutung für unser Unternehmen und benennen bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen. Der
nichtfinanzielle Bericht 2017 beinhaltet sowohl Risiko- und Chancenprofile je Aspekt, als auch die Ziele und Maßnahmen die wir uns setzen, um diesen Risiken und Chancen zu begegnen.


Wesentlichkeitsmatrix

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Ista International GmbH

Wesentlichkeitsanalyse Die erste systematische Wesentlichkeitsanalyse nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (G4) haben wir bereits 2014 durchgeführt. Im letzten Berichtsjahr haben wir in Vorbereitung auf unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016 erneut einen dreistufigen Wesentlichkeitsprozess durchlaufen, in den wir auch unsere ausländischen Standorte und deren externen Stakeholder eingebunden haben.    Ziel der Wesentlichkeitsanalyse war es, neben der Stärkung des Stakeholderdialogs wesentliche Themen zu identifizieren, unsere strategischen Ansätze zu optimieren und die interne Nachhaltigkeitskompetenz von ista zu stärken. Für den vorliegenden Bericht haben wir auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse eine Überprüfung und Evaluierung der identifizierten Themen vorgenommen. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee dabei die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.
Ausführliche Informationen zum Prozess finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017 auf Seite 22. 
Die Wesentlichkeitsmatrix zeigt, welche Themen als zentral für ista identifiziert wurden. Im Wesentlichkeitsprozess haben sich dabei 13 Themen ergeben, die sowohl aus Sicht von ista (x-Achse) als auch aus Stakeholderperspektive (y-Achse) als relevant bewertet wurden. Sie sind im rechten, farblich hervorgehobenen Viertel abgebildet. Diese Themen leiten uns auch in diesem Jahr in der Berichterstattung und in unserer internen Weiterentwicklung. 


ista ist einer der führenden Immobiliendienstleister und steht damit in vielfältigem Austausch mit der Gesellschaft. ista schafft mit seinen Produkten und Dienstleistungen Verbrauchstransparenz für Kunden und deren Mieter. Im Austausch mit Partner der Immobilien- und Energiewirtschaft, aber auch der Politik arbeitet ista an innovativen Lösungen für mehr Energieeffizienz und  CO2-Einsparung. Für knapp  6.000 Menschen in Deutschland und weltweit sind wir ein wichtiger Arbeitgeber. 

Mit mehr Qualität, besserem Service, weiterentwickelter Infrastruktur und "smarten" Innovationen, machen wir uns fit für die Herausforderungen der Zukunft. Der fortschreitende Klimawandel gehört zu den größten Risiken unserer Generation und fordert ista als Immobiliendienstleister in besonderem Maße heraus. Die Digitalisierung bietet für ista Chancen und Möglichkeiten. Indem wir digitale Lösungen anbieten, die zur CO2-Vermeidung und Ressourceneinsparung beitragen, schaffen wir einen Mehrwert für Kunden und Umwelt und gestalten die Energiewende mit. 
Um die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken möglichst vorausschauend zu erkennen, zu kontrollieren und entsprechend zu reagieren betreiben wir ein Chancen-und Risikomanagement. Grundsätzlich erwarten wir in keinem unserer Segmente signifikante Risiken. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf Verantwortung in drei Bereichen: im Führen, im Geschäftsmodell und für die Gesellschaft. Wir setzen uns darin Ziele und definieren in unserem internen Nachhaltigkeitsrat, dem Sustainability Steering Committee, Maßnahmen, um den ökologischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen und unsere Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Als für ista und seine Geschäftstätigkeit wesentlich wurden folgende Themen identifiziert:
  •  1 Innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten
  •  2 Kundenzufriedenheit sicherstellen
  •  3 Faire Geschäftspraktiken ausüben
  •  4 Beitrag zum Klimaschutz leisten
  •  5 Bewusstsein schaffen
  •  6 Umweltbewusst im eigenen Betrieb handeln
  •  7 Intelligentes Wohnen vorantreiben
  •  8 Mitarbeiter weiterentwickeln
  •  9 Lieferkette nachhaltig gestalten
  •  10 Daten schützen
  •  11 Für die Gesellschaft engagieren
  •  12 Mitarbeiter gewinnen
  •  13 Im Dialog mit Politik und Anspruchsgruppen stehen
Diese Themen leiten uns nicht nur in unserer Berichterstattung, sondern geben wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.  

Sustainable Development Goals  Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir 2016 analysiert, welche SDGs für ista im Vordergrund stehen.  Für ausführliche Informationen zum Umgang mit den SDGs siehe 2. Wesentlichkeitsanalyse in der vorliegenden Entsprechenserklärung bzw. die Seiten 23-25 in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017.
 

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LBS Landesbausparkasse Südwest

Unser gesellschaftliches Umfeld umfasst die Bevölkerung der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit insgesamt etwa 15 Millionen Einwohnern. Urbane Regionen mit Großstädten wechseln sich mit ländlich geprägten Räumen ab. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen an den privaten Wohnungsbau, vom Neubau mit aktuellsten Energiestandards bis hin zur energetischen Modernisierung älteren und ältesten Wohnraums.

Umsetzung der Energiewende

  • Produkte und Dienstleistungen: Der private Immobilienbestand ist einer der zentralen Ansatzpunkte im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Da wir als LBS Südwest nahezu ausschließlich im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierung tätig und dabei gemeinsam mit den Sparkassen Marktführer sind, nehmen wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen eine Schlüsselstellung ein. Daraus erwächst nach unserem Selbstverständnis, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Schon frühzeitig haben wir uns auf dieses Geschäftsfeld eingestellt mit der Folge, dass bereits heute etwa die Hälfte aller ausgereichten Kredite (nach Stückzahl) für den Bereich Modernisieren beziehungsweise energetische Sanierung vergeben wird. Daraus wird deutlich, dass die konsequente Sensibilisierung unserer Kunden für das Themenfeld der energetischen Sanierung Früchte trägt. Auch unsere Stiftungen, die uns bei dieser Arbeit konzeptionell unterstützen, tragen zu diesem Erfolg bei. Mit dieser Konzeption sehen wir uns auch für die Zukunft gut aufgestellt und erkennen keine wesentlichen Risiken.
  • Nachhaltigkeitsleistung im Geschäftsbetrieb: Im Geschäftsbetrieb achten wir auf ressourcenschonende Abläufe, beispielsweise in der “Arbeitsanweisung Auswärtstätigkeit” zur Regelung von Dienstreisen, mit dem “Mobilitätszuschuss” für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Maßnahmen bei den Verbräuchen und in der Bauorganisation.
  • Fazit: In Verbindung mit dem Versprechen aus unserer Geschäftsstrategie “Die LBS ist aktiv im Umweltschutz” wird deutlich, dass wir das Thema Klimawandel einerseits als globale Herausforderung ansehen, die Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen jedoch viele Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen für unsere Geschäftstätigkeit bieten.

Demografischer Wandel

  • Kundengeschäft: Bei der Modernisierung bestehenden Wohneigentums spielt der demografische Faktor eine wichtige Rolle. Barrierefreies Wohnen ist angesichts des steigenden Durchschnittsalters der Bevölkerung zu einer großen Herausforderung geworden. In unserer Beratung beziehen wir bei Bedarf auch Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ein, wie etwa die Förderprogramme “Altersgerecht Umbauen” und „Energieeffizient Bauen“. Wir sehen die Chance, mit Produkten und  Dienstleistungen den veränderten Ansprüchen an die Gestaltung des Wohnumfelds gerecht zu werden.
  • Innenbetrieb: Innerbetrieblich stellt uns die demografische Entwicklung vor die Herausforderung, das Know-how unserer Fach- und Führungskräfte auf die jeweils nachfolgende Generation zu transferieren. Dies sichern wir durch gezielte Prozesse ab. Ebenso ergreifen wir Maßnahmen, um die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter zu erhalten. Insofern gehen wir auch diese Risiken chancenorientiert an.

Weitere Herausforderungen

Aktuell wird die LBS Südwest von drei großen Aufgaben in Anspruch genommen.
  • Niedrigzinsphase: Die Anpassung des eigenen Geschäftsmodells an die seit Jahren andauernde Niedrigzinsphase stellt eine Herausforderung für das langfristig angelegte Bausparmodell dar. Wir begegnen diesem Trend mit innovativen Tarifmodellen.
  • Vereinheitlichung nach Fusion: Wir arbeiten mit Nachdruck an der Vereinheitlichung aller Prozesse und Strukturen im Rahmen der im Jahr 2016 vollzogenen Fusion von LBS Baden-Württemberg und LBS Rheinland-Pfalz. Die Integration von Nachhaltigkeit in die regulären Unternehmensprozesse des fusionierten Unternehmens steht deshalb noch am Anfang und wird eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre sein. Dabei kommt uns zugute, dass schon heute viele verschiedene Maßnahmen, Abläufe, Produkte und Angebote die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die LBS Südwest deutlich machen. Wesentliche Risiken für die Unternehmensentwicklung der LBS Südwest sind daher nicht zu erkennen.
  • Nachfrage nach Wohnungen: Die Versorgung der Menschen mit ausreichend gutem Wohnraum ist grundsätzlich eine anspruchsvolle Aufgabe. Diese Aufgabe wird aktuell bundesweit, insbesondere aber auch im Geschäftsgebiet der LBS Südwest durch verschiedene Faktoren verschärft. Dazu gehört eine seit Jahren prosperierende Wirtschaft, die speziell im Süden und  Südwesten viele Menschen anzieht und gemeinsam mit anderen Entwicklungen dafür sorgt, dass sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz so viele Menschen leben wie nie zuvor. Dies führt zu einer höheren Nachfrage nach Wohnungen, die aktuell nicht aufgefangen werden kann und deren Resultate Wohnungsknappheit und steigende Preise sind. Um das finanzielle Risiko abzufedern, gewinnt das Instrument des langfristig angelegten Bausparvertrags durch die gebotene Zinssicherheit noch stärker an Bedeutung.

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WASGAU

Für diese Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex führten wir eine Wesentlichkeitsanalyse und eine Stakeholder-Befragung durch.

Hierfür werteten wir zunächst anerkannte Nachhaltigkeits- und Branchenstandards aus. Analysiert wurden unter anderem die folgenden Quellen:

  • Deutscher Nachhaltigkeitskodex, inklusive des Branchenleitfadens für Unternehmen der Ernährungsindustrie von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. (BVE),
  • Berichtsstandard der Global Reporting Initiative (GRI Sustainability Reporting Standards), inklusive der Zusatzanforderungen für die lebensmittelverarbeitende Industrie,
  • Kriterien des Sustainability Accounting Standards Board,
  • Sustainable Development Goals der UN,
  • Studien zu Nachhaltigkeitstrends in der Lebensmittelindustrie,
  • Benchmark-Analyse der Nachhaltigkeitsthemen von Handelsunternehmen und Unternehmen der lebensmittelverarbeitenden Industrie mit einem Schwerpunkt auf Backwaren, Fleischindustrie und Tiefkühlkost.

Die Führungskräfte aus nahezu allen Fachabteilungen und den Produktionsbetrieben identifizierten die relevanten Nachhaltigkeitsthemen der WASGAU und bewerteten sie hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Geschäftstätigkeit und ihrer Chancen und Risiken für das WASGAU Nachhaltigkeitsprofil.

Um die Perspektive unserer wichtigsten Stakeholder mit einzubeziehen, diskutierten wir die Themen anschließend in Experten-Interviews (telefonisch) mit 58 Stakeholdern und ließen diese aus externer Sicht bewerten. Diese Befragung ausgewählter Stakeholder ergänzte die WASGAU um eine Online-Umfrage, an der interessierte Kunden und Mitarbeiter teilnahmen. Aus den Befragungen ergab sich eine Rangliste mit 20 wesentlichen Themen und unsere vier Säulen der Nachhaltigkeit:

 

Säule der Nachhaltigkeitsstrategie

Wesentliche Themen

I. Produkte & Lieferanten

1. Eigene nachhaltigere Produkte

2. Transparenz und Gütesiegel

3. Regionales und saisonales Sortiment

4. Verantwortung in der Lieferkette

5. Ressourcenschonung

6. Qualitätssicherung

7. Eigene Rezepturen

8. Faire und langfristige Geschäftsbeziehungen

9. Gentechnikfreie Produkte

II. Energie & Umwelt

10. Energiemanagement und Klimaschutz

11. Umweltschonende Logistik

12. Umweltfreundliche Standortgestaltung

III. Mitarbeiter & Kunden        

13. Arbeitgebermarke und Nachwuchsgewinnung

14. Mitarbeiterzufriedenheit

15. Aus- und Weiterbildung

16. Kundenorientierung und Verbraucherschutz

17. Langfristige Rentabilität

18. Digitalisierung

IV. Soziales Engagement

19. Gesellschaftliches Engagement in der Region

20. Sensibilisierung für nachhaltigeren Konsum

 

Die Relevanz dieser wesentlichen Themen für die WASGAU und für unsere Stakeholder ist in unserer Wesentlichkeitsmatrix abgebildet.

 

Wesentlichkeitsmatrix

WASGAU Wesentlichkeitsmatrix 2017

 

Die vier Säulen und die wesentlichen Themen bilden die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unsere Berichterstattung. Über die Ziele, die wir uns zu unseren wesentlichen Themen setzen, berichten wir in Kriterium 3.

Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen der Stakeholder-Befragung finden sich im Indikator SRS- 102-40.

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Vergleichen

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