Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen durch Ihre Geschäftstätigkeit beeinflusst werden. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Inside­-out­-Perspektive).

Aspekt 3:
Beschreiben Sie, welche wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf Ihre Geschäftstätigkeit einwirken. Stellen Sie sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen dar (Outside-­in­-Perspektive).

Aspekt 4:
Erläutern Sie, welche Chancen und Risiken sich für Ihr Unternehmen aus dem Umgang mit den beschriebenen Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Nennen Sie Schlussfolgerungen, die Sie daraus für Ihr Nachhaltigkeitsmanagement ableiten.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Steinbildhauerei Vincent Timothy C. Vincent

Für die Steinbildhauertätigkeit sind wesentliche Aspekte der Nachhaltigkeit:

1. Soziale Risiken durch Natursteingewinnung und -verarbeitung
Bei bestimmten Natursteinmaterialien, vorwiegend aus Indien, Asien und Afrika, bestehen große Risiken, dass das Material unter Verletzung der Menschenrechte gewonnen und verarbeitet worden ist. Die Nachhaltigkeitsstrategie von Vincent zielt daher auf Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen ab. Dies gelingt ihm durch die Beschaffung von europäischem Natursteinmaterial von verlässlichen Lieferanten.

2. Ökologische Risiken durch Klimawandel und Umweltzerstörung
Vor allem der Überseetransport von Naturstein aus Indien, Asien oder Afrika mit Containerschiffen hat enorme Umweltschäden zur Folge. Der Großteil der Frachter verbrennt das bei der Rohölgewinnung entstehende Abfallprodukt "Schweröl" als Kraftstoff. Dadurch werden hohe Mengen Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub und Ruß in die Luft abgegeben. Auch vergiften Rückstände wie Bunkeröl die Meere.

Pro Tonne verschifftem Naturstein fällt zudem CO2 an. Ein Beispiel: Für rund 20.000 km Entfernung von Shanghai bis Hamburg Hafen sind es pro Tonne Ladung im Standardcontainer rund 61 kg CO2 Emissionen.(Quelle: CO2 Rechner der Hamburg Süd Linie www.hamburgsud-line.com)
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie zielt daher auf den Bezug von Natursteinmaterial aus Europa, möglichst aus Deutschland, und vermeidet so die umweltzerstörenden Übersee-Transporte durch Frachtschiffe.

3. Kundenbewusstsein für Nachhaltigkeit fehlt überwiegend
Den meisten Kunden fehlt noch das Wissen um die genannten Umwelt- und Sozialprobleme, die häufig mit  importierten Natursteinen aus Übersee einhergehen. Daher ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie, die Kunden ehrlich aufzuklären, ihr Nachhaltigkeitsbewusstsein zu schärfen und ihnen neue Wege zu einem nachhaltigen Grabmal aufzuzeigen. Kundenwünsche nach nicht nachhaltigen Grabmalen werden von Vincent nicht erfüllt.

4. Handwerkliches Arbeiten wird immer seltener angeboten
Der Großteil der in Deutschland angebotenen Grabmale wird nicht mehr handwerklich, sondern industriell gefertigt. Die meisten Steinmetzbetriebe (mehr als 80 %) sind in erster Linie Händler für maschinell vorgefertigte Grabmale. Die Nachfrage der Kunden nach immer billigeren Grabmalen war ein Auslöser für diesen Trend. Das Wissen um handwerkliche Fertigung geht dadurch in den Betrieben immer mehr verloren. Den meisten Kunden ist nicht bewusst, dass sie kein handwerklich gefertigtes Grabmal erwerben. Die Nachhaltigkeitsstrategie beinhaltet einen ehrlichen Dialog mit dem Kunden und die Aufklärung darüber, was handwerkliche Gestaltung ist.

Chancen durch Nachhaltiges Wirtschaften
Die genannten Risiken sind gleichzeitig aber auch Chancen, den eigenen Geschäftsbetrieb anders zu positionieren. Der Unternehmensstrategie liegt daher das Leitbild der Nachhaltigkeit zugrunde,

Timothy C. Vincent als Gründer und Mitglied des gemeinnützigen Vereins  „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ hat dort seine Vision von Nachhaltigkeit eingebracht und das Leitbild des verantwortungsvollen Handwerkers mitentwickelt, mit den drei Leitprinzipien

  • Achtung der Natur sowie die Beachtung des Vorsorgeprinzip
  • Achtung und Förderung von Mitmenschen
  • Achtung grundlegender Nachhaltigkeitsprinzipien
Er hat sich verpflichtet, die für den Verein definierten Ziele und Leitprinzipien zum nachhaltigen Wirtschaften zu beachten und in seinem Betrieb systematisch umzusetzen. (Details siehe Kriterium 3)

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Ista International GmbH

Wesentlichkeitsanalyse Die erste systematische Wesentlichkeitsanalyse nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (G4) haben wir bereits 2014 durchgeführt. Im letzten Berichtsjahr haben wir in Vorbereitung auf unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016 erneut einen dreistufigen Wesentlichkeitsprozess durchlaufen, in den wir auch unsere ausländischen Standorte und deren externen Stakeholder eingebunden haben.    Ziel der Wesentlichkeitsanalyse war es, neben der Stärkung des Stakeholderdialogs wesentliche Themen zu identifizieren, unsere strategischen Ansätze zu optimieren und die interne Nachhaltigkeitskompetenz von ista zu stärken. Für den vorliegenden Bericht haben wir auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse eine Überprüfung und Evaluierung der identifizierten Themen vorgenommen. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee dabei die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.
Ausführliche Informationen zum Prozess finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017 auf Seite 22. 
Die Wesentlichkeitsmatrix zeigt, welche Themen als zentral für ista identifiziert wurden. Im Wesentlichkeitsprozess haben sich dabei 13 Themen ergeben, die sowohl aus Sicht von ista (x-Achse) als auch aus Stakeholderperspektive (y-Achse) als relevant bewertet wurden. Sie sind im rechten, farblich hervorgehobenen Viertel abgebildet. Diese Themen leiten uns auch in diesem Jahr in der Berichterstattung und in unserer internen Weiterentwicklung. 


ista ist einer der führenden Immobiliendienstleister und steht damit in vielfältigem Austausch mit der Gesellschaft. ista schafft mit seinen Produkten und Dienstleistungen Verbrauchstransparenz für Kunden und deren Mieter. Im Austausch mit Partner der Immobilien- und Energiewirtschaft, aber auch der Politik arbeitet ista an innovativen Lösungen für mehr Energieeffizienz und  CO2-Einsparung. Für knapp  6.000 Menschen in Deutschland und weltweit sind wir ein wichtiger Arbeitgeber. 

Mit mehr Qualität, besserem Service, weiterentwickelter Infrastruktur und "smarten" Innovationen, machen wir uns fit für die Herausforderungen der Zukunft. Der fortschreitende Klimawandel gehört zu den größten Risiken unserer Generation und fordert ista als Immobiliendienstleister in besonderem Maße heraus. Die Digitalisierung bietet für ista Chancen und Möglichkeiten. Indem wir digitale Lösungen anbieten, die zur CO2-Vermeidung und Ressourceneinsparung beitragen, schaffen wir einen Mehrwert für Kunden und Umwelt und gestalten die Energiewende mit. 
Um die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken möglichst vorausschauend zu erkennen, zu kontrollieren und entsprechend zu reagieren betreiben wir ein Chancen-und Risikomanagement. Grundsätzlich erwarten wir in keinem unserer Segmente signifikante Risiken. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf Verantwortung in drei Bereichen: im Führen, im Geschäftsmodell und für die Gesellschaft. Wir setzen uns darin Ziele und definieren in unserem internen Nachhaltigkeitsrat, dem Sustainability Steering Committee, Maßnahmen, um den ökologischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen und unsere Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Als für ista und seine Geschäftstätigkeit wesentlich wurden folgende Themen identifiziert:
  •  1 Innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten
  •  2 Kundenzufriedenheit sicherstellen
  •  3 Faire Geschäftspraktiken ausüben
  •  4 Beitrag zum Klimaschutz leisten
  •  5 Bewusstsein schaffen
  •  6 Umweltbewusst im eigenen Betrieb handeln
  •  7 Intelligentes Wohnen vorantreiben
  •  8 Mitarbeiter weiterentwickeln
  •  9 Lieferkette nachhaltig gestalten
  •  10 Daten schützen
  •  11 Für die Gesellschaft engagieren
  •  12 Mitarbeiter gewinnen
  •  13 Im Dialog mit Politik und Anspruchsgruppen stehen
Diese Themen leiten uns nicht nur in unserer Berichterstattung, sondern geben wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.  

Sustainable Development Goals  Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir 2016 analysiert, welche SDGs für ista im Vordergrund stehen.  Für ausführliche Informationen zum Umgang mit den SDGs siehe 2. Wesentlichkeitsanalyse in der vorliegenden Entsprechenserklärung bzw. die Seiten 23-25 in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017.
 

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NEUERO Farm- und Fördertechnik GmbH

Grundlage zur Herausstellung der Wechselwirkung zwischen den Unternehmenstätigkeiten und Aspekten der Nachhaltigkeit, sowie die Bewertung der Wesentlichkeit dieser Wechselwirkung bietet die SWOT-Analyse und der Stakeholderdialog. In der unten dargestellten Matrix sind die Ergebnisse des Stakeholder Dialogs grafisch dargestellt. Die Relevanz, der mit Schlagworten aufgeführten Aspekte, für Nachhaltigkeit ist für die Stakeholder umso höher je weiter sich der Begriff am oberen Diagrammrand befindet. Gleiches gilt für die Bewertung durch die Neuero Farm- und Fördertechnik GmbH in horizontaler Richtung für den rechten Diagrammrand.
 
Eine Betrachtung der Gesamtverteilung zeigt, dass insgesamt eine hohe Sensibilität für Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen und seinem Umfeld herrscht.  Es sind keine deutlichen Abweichungen zwischen den Bewertungen des Unternehmens und den Stakeholdern zu den Themen aus zu machen. Insgesamt ist die Bewertung der Nachhaltigkeitsaspekte durch die Neuero Farm- und Fördertechnik GmbH höher als die der Stakeholder. Die wesentlichen Aspekte, die sich aus der SWOT-Analyse und dem Stakeholder Dialog ergeben, werden folgend in den drei Kategorien der Nachhaltigkeit beschrieben. 
 
Ökologie (grün hinterlegt):
Die Neuero Farm- und Fördertechnik GmbH betreibt keine energieintensiven Prozesse bei der Produktion. Um dennoch die Energieeffizienz zu steigern wurde im Mai 2019 eine Energieberatung durchgeführt, die Einsparpotentiale aufdeckte. Die Ausnutzung dieser Potentiale wird Teil der Nachhaltigkeitsstrategie sein. Die hauptsächlich genutzte Ressource ist Metall, die mit sehr geringem Verschnitt und materialsparend eingesetzt wird. Diese Ressourceneffizienz und eine stetige Reduktion des Energiebedarfs unserer Anlagen, sehen wir als Chance unseren Kunden Produkte mit einem hohen ökologischen, als auch (durch den geringen Energiebedarf) ökonomischen Standard anzubieten.
 
Ökonomie (grau hinterlegt):
Innovation, langlebige Produkte und Marketing sind für uns Aspekte, die einen nachhaltigen ökonomischen Effekt für unser Unternehmen haben. Die Langlebigkeit der Produkte birgt ein Risiko durch die Verlängerung der Verkaufszyklen.  Langfristig sehen wir darin allerdings einen Imagegewinn bei unseren Kunden, der unseren Markt- und Produktwert steigert. Diese Wirkung wird auch von der stetigen Innovation durch unsere FuE Projekte erwartet, die fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie werden sollen. Wie in der Wesentlichkeitsmatrix dargestellt, ist das Marketing bei unseren Stakeholdern weniger relevant. Allerdings sehen wir es als wesentlich an, die vorher beschriebenen positiven Aspekte und Eigenschaften unserer Produkte und Dienstleistungen an unsere Kunden zu vermitteln. Zusätzlich wird dadurch der Bekanntheitsgrad bei unseren Kunden gesteigert, der für unser Geschäft sehr wichtig ist. Unsere mehr als 100-jährige Tradition, bestätigt uns in der ökonomischen und nachhaltigen Ausrichtung. Dies gilt auch für unsere Standorttreue, wodurch wir regionale Wertschöpfung schaffen, die die Ländliche Region nachhaltig stärkt. 
 
Soziales (rot hinterleg): 
Den größten Einfluss auf soziale Belange hat die Neuero Farm- und Fördertechnik GmbH auf interne Regelungen zur Sicherstellung von fairen Arbeitsbedingungen. Dies äußert sich durch aktuell schon umfangreiche Schulungsangebote für alle Mitarbeiter und Förderung jobunabhängiger Tätigkeiten der Mitarbeiter wie regelmäßiges Grillen in den Sommermonaten zur Schaffung eines guten Arbeitsklimas. Ein starker Betriebsrat unterstützt uns dabei, die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter immer auf einem hohen Niveau zu halten. Dies soll in Zukunft noch weiter fokussiert werden, um auch die Attraktivität der Neuero Farm- und Fördertechnik GmbH als Arbeitgeber zu erhalten. Zusätzlich wirkt sich der regionale Standort auch in sozialer Hinsicht auf die Region aus, da junge Menschen nicht in die Stadt abwandern. Wir wollen weiterhin verstärkt junge Fachkräfte ausbilden und dadurch die Region besonders für junge Menschen attraktiv gestalten.   
 


Wesentlichkeitsmatrix

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Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Das gesellschaftliche Umfeld von Randstad Deutschland:

Rund eine Millionen Menschen sind in Deutschland auf Basis eines vollwertigen sozialversicherungspflichten Beschäftigungsverhältnis in der Zeitarbeit beschäftigt.  Zeitarbeitsunternehmen sind ganz „normale“ Arbeitgeber, mit allen Rechten und Pflichten.  Personaldienstleister schaffen gemeinsam mit den Kundenunternehmen, die Zeitarbeit nutzen, Arbeitsplätze. Besonders in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bietet Zeitarbeit Unternehmen die Möglichkeit, schnell und flexibel auf eine veränderte Marktsituation – beispielsweise bei Auftragsspitzen – zu reagieren. Zeit- und kostenintensive Such- und Auswahlverfahren werden so eingespart. Auch die Gesellschaft profitiert von Zeitarbeit, da der Einstieg von bisher Erwerbslosen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis im Rahmen der Zeitarbeit deutlich erfolgreicher ist, als in anderen Branchen. 

Die Zeitarbeitsbranche steht aber trotz all ihrer gesellschaftlicher Chancen regelmäßig in der Kritik: Vor allem die großen Gewerkschaften haben mit dem Modell der Arbeitnehmerüberlassung Probleme. Sie kritisieren, dass Zeitarbeiter kaum gewerkschaftlich organisiert wären und meist schlechter bezahlt würden als die Stammbelegschaft. Diese zum Teil unberechtigten Vorwürfe halten sich hartnäckig und schaffen gesellschaftlich ein Klima des Misstrauens gegenüber der Zeitarbeitsbranche. Das größte Risiko für Randstad Deutschland ist es, mit diesen Vorwürfen assoziiert zu werden und somit den Nährboden für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu zerstören.

Besonders relevante Nachhaltigkeitsaspekte für Randstad Deutschland:

Um besser zu verstehen, welche Nachhaltigkeitsthemen konkret für die Geschäftstätigkeit und die Erwartungen der Stakeholder wesentlich sind, hat Randstad Deutschland eine Materialitätsanalyse durchgeführt. Es wurde evaluiert, wie das Unternehmen durch sein Kerngeschäft am besten zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals) beitragen kann. Dabei spielen insbesondere die Ziele 4 (Hochwertige Bildung), 5 (Gleichberechtigung der Geschlechter), 8 (Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum), 10 (Reduzierte Ungleichheiten) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) eine Rolle.

Zur Konkretisierung der besonders relevanten Nachhaltigkeitsaspekte hat die Randstad Holding eine umfassende Befragung vorgenommen, bei der fast 8.000 interne und externe Stakeholder eingebunden waren. Die befragten Stakeholder umfassten Kunden, Bewerber, Angestellte, Zulieferer, Behörden, Investoren, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und Verbände. Basierend auf einem Ranking der Stakeholder (Einflussmöglichkeiten, Wichtigkeit der adressierten Themen und Legitimität der Interessen) wurde eine umfassende Analyse und Konsolidierung der Daten vorgenommen. Die Auswertung mündete in der Identifizierung von Kernthemen, die für Randstad von Bedeutung sind. Diese Kernthemen wurden für Randstad Deutschland angepasst und bilden die Grundlage der bundesweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse hat Randstad Deutschland folgende wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die es durch sein Rahmenprogramm strategisch berücksichtigt und systematisch adressiert:

  • Geschäftsgrundsätze für verantwortliches Handeln aller Mitarbeiter im Geschäftsalltag
  • Ökonomische und gesellschaftliche Wirkung von Arbeit
  • Aus- und Weiterbildung
  • Gesetzestreue
  • Gesundheits- und Sicherheitsmanagement
  • Mitbestimmung
  • Flexibilisierung und Mobilisierung des Arbeitsmarkts
  • Corporate Governance
  • Responsible Lobbying
  • Datenschutz
  • Diversity & Inclusion
  • Bürgerschaftliches Engagement und Mitarbeiterengagement
  • Transparenz und Nachhaltigkeitsberichterstattung
  • Stakeholder Engagement
  • Ökologische Auswirkungen des Unternehmens & Klimawandel


Chancen und Risiken:
Randstad Deutschland betrachtet Nachhaltigkeitsmanagement als Chance, sich mit einem verantwortlich gestalteten Kerngeschäft in der Öffentlichkeit in einem differenzierten Bild darzustellen und die Marktposition auszubauen. Ein großes Risiko für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sind Dimensionen der sozialen Nachhaltigkeit, insbesondere die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und verantwortlich gestalteter Arbeitsplätze auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund fokussiert die Nachhaltigkeitsstrategie auf die Qualifizierung und Beschäftigung der Talente von heute und morgen. Dies schafft Vertrauen bei potentiellen Arbeitnehmern, Kunden und bei Ansprechpartnern in der Politik und Verwaltung.

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facettenwerk | Gem. Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis e.V.

Im täglichen Geschäft begegnen uns vielfältige ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen entlang unserer Wertschöpfungskette. Das facettenwerk setzt sich für den Abbau von Teilhabeeinschränkungen ein, denen Menschen mit Beeinträchtigung im Alltag begegnen. Die dadurch entstehende Benachteiligung, die unter anderem den Zugang zu Bildung und Beschäftigung betreffen, kann in der Folge zu einer sozioökonomische Schlechterstellung führen. Werkstätten bieten mit ihren Diensten und Leistungen einen Nachteilsausgleich an, um die Teilhabequalität im Sinne ihrer Beschäftigten zu fördern. Durch das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention, welche Behinderung zunehmend als Menschenrechtsthema versteht, rückt dieses Thema mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft.

Als Teil des inklusiven Arbeitsmarktes ermöglichen Werkstätten etwa 300.000 Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben und der Gesellschaft. Sie erbringen Leistungen im Wert von acht Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft. Werkstätten sind somit ein wichtiger Teil des Marktes. Sie leisten nicht nur einen Beitrag zur Erfüllung der UN-BRK, sondern erfüllen bereits mit Ihrem Kernauftrag verschiedenste Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Dennoch steht das System der Werkstätten hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Ausrichtung in der gesellschaftlichen Debatte um Inklusion und Behindertenarbeit in Deutschland.

In den vergangenen Jahren bewirkte ein politischer Wandel, bedingt durch das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG), die Neuorientierung der Werkstätten. Im Zuge dieser Entwicklungen stehen Werkstätten vor Herausforderungen, aber auch neuen Möglichkeiten. Durch die berufliche Bildung und Förderung von Menschen mit Behinderung setzen wir uns für Chancengleichheit und das Recht auf Bildung und Beschäftigung als Nachhaltigkeitsaspekt ein. Wir unterstützen und stärken die berufliche und soziale Integration von beeinträchtigten gesellschaftlichen Gruppen. Damit wirken wir positiv auf den Aspekt einer sich nachhaltig gestaltenden inklusiven und diversen Gesellschaft.

Unsere Werkstätten sind direkt an den Integrationsfachdienst angegliedert, welcher sich durch eine intensive Beratung und Aufklärung dafür einsetzt, Einsatzmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in Unternehmen zu schaffen. Der Integrationsfachdienst berät, vermittelt und begleitet Personen bei unterschiedlichen Integrationsmaßnahmen. Durch eine Integration auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, erhalten Menschen die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Des Weiteren wirkt sich das höhere Selbstwertgefühl und die soziale Einbindung positiv auf die Gesundheit aus.

Unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte haben wir im Rahmen von Workshops, u.a. mit unseren Führungskräften sowie Masterstudierenden mit Schwerpunkt "Sustainable Marketing and Leadership", ermittelt - jeweils mit Blick auf unsere Wesentlichkeit. Neben und zusätzlich zu unserem Kerngeschäft und unseren Erfolgen sehen wir weitere Aspekte für unsere Nachhaltigkeitsstrategie.

Ökonomische Verträglichkeit, z.B.:
  • Fortführung des Betriebes auch in Ausnahmezeiten, d.h. Resilienz sicherstellen
  • Kooperationen mit Partnern und Tochterunternehmen, Kunden und Auftraggebern
  • Innovation und Prozessoptimierung, d.h. Zerlegung von Arbeitsschritten, Rotation am Arbeitsplatz
  • Qualität unseres Angebots
  • Klare Identität und wirksame Auftritte in der Öffentlichkeit zur besseren Wahrnehmung
Ökologische Verträglichkeit, z.B.:
  • Betrieb unserer Immobilien wie Werkstätten, Verwaltungsgebäude und Kantinen
  • Logistik zur Sicherung der Fahrdienste und Mobilität
  • Energie-Einsatz für Beleuchtung, Betrieb von Maschinen, Heizung
  • Vermeidung, Reduzierung und Kompensation von Treibhausgasen
  • Infrastruktur, Nutzung von Wasser, Entsorgung
Soziale und kulturelle Verträglichkeit (siehe auch Punkt 2):
  • Wahrung und Einhaltung von sozialen und kulturellen Werten im Umgang mit unseren Mitarbeitern und Partnern
  • Erhalt von Arbeitsplätzen
  • Faire Handelspraktiken
  • Bildung und Wissensvermittlung
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Aktive Rolle in der Stadtgesellschaft
Unsere Chancen und Risiken sehen wir sowohl im Markt, auf Betriebsebene und in den Rahmenbedingungen.  

Chancen: 

Aufgrund der zunehmenden Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten entlang der Lieferkette akquirieren wir mehr Aufträge von berichtspflichtigen Unternehmen (CSR RUG). Unsere Akzeptanz als zuverlässiger Lieferant nimmt zu. Die Nachfrage nach unseren Angeboten seitens weiterer Personenkreise (privat und gewerblich) wächst mit verbesserter Wahrnehmung unserer Leistungsfähigkeit, Freundlichkeit und Flexibilität.  

Durch Energiesparsamkeit und die Umsetzung der Erkenntnisse aus ÖKOPROFIT erwarten wir Kostensenkungen.  

Wir übernehmen eine Vorreiterrolle und sichern unsere Zukunftsfähigkeit durch die Implementierung der Nachhaltigkeit in alle Unternehmensbereiche. Durch Bildungs- und Informationsmaßnahmen bei Mitarbeiter*innen, Beschäftigten und im Netzwerk schaffen wir eine Bewusstseinserweiterung. Dadurch sehen wir die Chance den systemischen Rahmen positiv im Sinne der Nachhaltigkeit zu beeinflussen.  

Risiken:  

Unsere Finanzierung ist abhängig von einer Leistungsvereinbarung mit den Kostenträgern nach SGB IX und SGB XII, die keinen direkten Fokus auf alle Dimensionen der Nachhaltigkeit hat. 

Ein weiteres Risiko wäre, dass uns der Mehraufwand für das Aufbauen einer Nachhaltigkeitsstrategie weg von unserem eigentlichen Kernauftrag führen könnte. Dadurch wiederum könnte das Vertrauen von Stakeholdern negativ beeinflusst werden.    

Wir schlussfolgern daraus für unser Nachhaltigkeitsmanagement: Unsere integrative, d.h. in alle Unternehmensbereiche eingebundene Nachhaltigkeitsstrategie, entwickeln wir sukzessiv, um die Ziele und Ergebnisse zu quantifizieren und zu evaluieren.
  • Die Dimension Soziale Nachhaltigkeit wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, z.B. Bildung und Befähigung.
  • Die Ökologische sowie Ökonomische Dimension werden ausgebaut und ebenso in die Strategie implementiert.
  • Nachhaltigkeit im Beschaffungswesen in der Zentrale wird angestrebt, z.B. Neuanschaffungen jeglicher Art sollen nach Nachhaltigkeitskriterien geprüft werden.
  • Ein nachhaltiges Baumanagement wird angestrebt.
  • Logistik und Transporte werden auf Alternativen überprüft.
  • Ein zeitgemäßes Auftreten und modernes Erscheinungsbild, die geregelte Kommunikation mit Kostenträgern, Öffentlichkeit und Angehörigen des Unternehmens schaffen Transparenz, stärken Vertrauen und verbessern das Werkstatt-Image.
  • Produktionserträge sollen die Finanzierung der Löhne unserer Beschäftigten sichern.
  • Der Austausch mit Anspruchsgruppen wird angestrebt.
  • Eine Nachhaltigkeitsberichterstattung über aktuelle Entwicklungen und Zielerreichung soll regelmäßig erfolgen.
Gemäß unseres Anspruchs wollen wir Vorreiter und Wegbereiter sein für eine moderne Teilhabe, außerdem Vorbild der Inklusionsbewegung für eine sich nachhaltig gestaltende Gesellschaft. Wir stellen uns den Herausforderungen und gestalten unsere Angebote gemäß den Anforderungen und Wünsche der Gesellschaft nach Inklusion.  

Besonders hervorheben möchten wir, dass wir uns mit dem neuen Namen auf den Weg zur inhaltlichen Transformation gemacht haben:
  • Neuer Markenauftritt mit Bildmarke
  • Schaffung einer Markenwelt mit den strategischen Säulen unseres Vereins
  • Markensymbolik für Dimensionen und Facetten unseres Handelns
  • Modernes und authentisches Auftreten fördert unsere Zukunftsfähigkeit
  • Inspiration für Lebens- und Arbeitsgefühl
Einzelne Teile der wfb sind jetzt gemeinsam das facettenwerk. Die offizielle Bekanntgabe des neuen Auftritts war am 7.11.2019.  




 

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