Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsaspekten für Ihr Unternehmen ergeben, sowie sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

CSR-Ce | Agentur für CSR und Kommunikation

CSR-Ce ist ein Dienstleistungsunternehmen, daher werden keine Rohstoffe im klassischen Sinne zur Herstellung seiner „Produkte“ verwendet.  

Wesentliche Aspekte im Bereich der Ökologie sind beim Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Emissionen für Dienstreisen sowie Papierverbrauch im Büroalltag zu suchen.

Wesentliche Aspekte im sozialen Bereich finden sich in den Materialien und Dienstleistungen, die CSR-Ce in Anspruch nimmt. Hierzu gehören u.a. IT-Geräte aller Art, Software, außerdem meist online-Dienstleistungen wie z.B. virtuelle Seminarräume für CSR-Ce-eigene Seminare, Fortbildungen, die Alka Celic selbst in Anspruch nimmt, Werbung (bspw. Suchmaschinenoptimierung), etc. Oft werden diese Dienstleistungen von ausländischen (nicht-EU-) Unternehmen angeboten, bei denen die strengen deutschen Arbeits- und Datenschutzgesetzte nicht gelten. Es ist häufig schwer, gerade im digitalen Bereich einen adäquaten deutschen oder EU-Ersatz zu finden (Bsp.: Google als Werbeplattform für die eigene Dienstleitung, die US-Plattform Udemy für Onlineseminare, etc.).  

Bei der Herstellung der IT-Geräte gibt es bisher relativ wenig Alternativen auf dem Markt, die im Hinblick auf soziale und ökologische Aspekte zufriedenstellend hergestellt wurden - auch wenn es mittlerweile die sogenannte Green-IT gibt. Aber hier ist aus Sicht von CSR-Ce noch Nachholbedarf, was die Qualität der Produkte sowie Softwarekompatibilität angeht. Daher setzt CSR-Ce darauf, IT-Geräte möglichst lange zu verwenden, diese für den Weitergebrauch (nicht für die Entsorgung) weiterzugeben und selbst ausschließlich gebrauchte Geräte zu kaufen.  

Ein wesentlicher Aspekt, der die Arbeit von CSR-Ce sowie seiner Kunden beeinflusst, ist die Digitalisierung. Wir stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, wie wir den Veränderungen im Arbeitsalltag und in der Zukunft begegnen können, ohne dabei die ökologische und soziale Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren.  

Für die Geschäftstätigkeit von CSR-Ce ist das o.g. Beispiel für Software von nicht-EU-Anbietern ein klares Beispiel, inwiefern hier eine Kluft zwischen der Realität und dem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit besteht.

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INTER Versicherungsgruppe

 2.1.     Gesellschaftliches Umfeld und drängendste Herausforderungen
Das gesellschaftliche Umfeld, in dem die INTER agiert, hat sich im Geschäftsjahr 2018 kaum verändert. Gesellschaftliche Makrotrends wie der demographische Wandel oder die fortschreitende Digitalisierung betreffen auch uns. Das Thema IT-Sicherheit war und ist für uns dabei von zentraler Bedeutung – schließlich geht es um den Schutz unser Kundendaten und die Integrität unserer IT-Systeme. 2018 hat die INTER daher zum dritten Mal in Folge ihre IT-Sicherheit von der ASSEKURATA Management Services GmbH prüfen lassen. Das Audit wurde 2018 wieder mit dem Siegel „Geprüfte IT-Sicherheit" erfolgreich abgeschlossen. Kundenseitig erkennen wir bereits seit geraumer Zeit den Wunsch nach digitalen Leistungen, dem wir durch zahlreiche Produkt- und Serviceinnovationen nachkommen.

Nach der Einführung des Chatbots EVA („E
mpathische Versicherungs Assistentin“) und dem INTER CyberGuard im vergangenen Jahr, führte die INTER 2018 einen neuen Online-Abschluss ein – für die Krankenzusatzversicherung INTER QualiMed Z® Stationär. Darüber hinaus hat die INTER ihre Homepage
www.inter.de einem umfassenden Relaunch unterzogen, sie für mobile Endgeräte angepasst und in diesem Zuge auch die bestehenden Online-Abschlüsse optimiert. Die neue Homepage trägt auch dem gestiegenen Informationsbedürfnis unserer Kunden Rechnung.

2018 war außerdem durch das Wirksamwerden der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geprägt. So hat die INTER u. a. die datenschutzrechtlichen Informationen auf der Homepage umfangreich angepasst und die Vereinbarungen mit Dienstleistern überarbeitet, die im Auftrag der INTER personenbezogene Daten verarbeiten.

Die INTER trägt dem demographischen Wandel mit ihrem Produktportfolio - besonders mit der Pflegetagegeldversicherung INTER QualiCare® - Rechnung. Das Produkt berücksichtigt die Änderungen durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II). In Verbindung mit dem Fachkräftemangel stellt der demographische Wandel zudem eine Herausforderung für unser Personalmanagement dar - vor allem für die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte im Innen- und Außendienst. Die INTER konnte dieser Herausforderung 2018 erfolgreich begegnen und insgesamt 43 Auszubildende im Innendienst und 29 im Außendienst für sich gewinnen.

Die fortschreitende Regulierung des Versicherungsmarkts ist eine weitere Herausforderung für die INTER. So brachte die europäische Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) neue Anforderungen an unsere Vermittler sowie an die Beratung der Kunden mit sich. Die INTER ist den Anforderungen gemäß IDD u. a. mit umfassender Information und Schulung ihrer Vertriebspartner begegnet.

2.2.    Relevante Aktivitäten der Geschäftstätigkeit

Auch für das Geschäftsjahr 2018 haben wir eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Im Fokus der Umsetzung unserer CSR-Strategie stehen diesbezüglich erfolgsrelevante Themen und Inhalte, die eine Auswirkung auf Umwelt und Gesellschaft haben. Welche Themen wesentlich sind, haben wir aus dem Stakeholderdialog und internen Analysen abgeleitet. Die Priorisierung der wesentlichen Themen diskutierte das CSR-Kernteam zunächst intern und stimmte seine Ergebnisse dann mit dem Vorstand der INTER ab.

Darüber hinaus steht unsere Wesentlichkeitsanalyse vor dem gesellschaftlichen Umfeld.

Wesentliche Themen mit Bezug zu CSR sind:
  1. Arbeitgeberverantwortung
  2. Kundenzentrierung
  3. Regionales Engagement
  4. Compliance
  5. Digitalisierung
  6. Umweltverantwortung
Das CSR-Management und die CSR-Kommunikation flankieren diese CSR-relevanten Aspekte unserer Geschäftstätigkeit.

2.3.     Soziale und ökologische Chancen und Risiken

Die INTER ist im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit laufend einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. In der Verantwortung des Vorstands liegt es, diese Risiken durch eine aktive Risikosteuerung beherrschbar zu machen, um die nachhaltig positive Entwicklung der Unternehmen dauerhaft sicherzustellen.

Gemäß § 26 Abs. 1 VAG müssen Versicherungsunternehmen über ein wirksames Risikomanagementsystem verfügen, das in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Das Risikomanagementsystem muss die Strategien, insbesondere eine auf die Steuerung des Unternehmens abgestimmte Risikostrategie, Prozesse und interne Meldeverfahren umfassen, die erforderlich sind, um Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu bewerten, zu überwachen und zu steuern sowie aussagefähig über diese Risiken zu berichten.

Unter der Koordination der Unabhängigen Risikocontrollingfunktion (URCF) werden bei der INTER die Risiken im Rahmen einer halbjährlichen Risikoinventur identifiziert. Die Identifikation der Risiken erfolgt durch die Dezentralen Risikobeauftragten (DRB) in den Fachbereichen. Die Risiken werden für alle relevanten Managementprozesse nach Risikoarten zusammengefasst und über die INTER Risikomanagement-Software (IRS) nach einheitlichen Kriterien abgebildet. Dabei werden in der IRS Risikobezugsgrößen definiert sowie interne und externe Risikoursachen dargestellt.

Alle identifizierten Risiken werden von den DRB anhand unterschiedlicher Bewertungsmaßstäbe wie Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen quantitativ bewertet. Risiken, die sich nicht auf Basis von langjährigen Zahlenreihen und statistischen Entwicklungen messen lassen, insbesondere operationelle Risiken, werden mittels Expertenschätzung beurteilt.

Die Risiken werden in eine Matrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungshöhe eingruppiert. Das Produkt aus den beiden vorgenannten Einzelbewertungen ergibt den Erwartungswert des Risikos.

Für die Klassifizierung der Risiken legt die INTER hinsichtlich der Relevanz Wesentlichkeitsschwellen fest. Hierdurch werden Risiken herausgefiltert, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig schädigen können und deshalb erhöhter Managementaufmerksamkeit bedürfen.

Ebenso wichtig wie die Identifikation und Bewertung von Risiken sind klare Richtlinien und Vorgaben zur Ergreifung von geeigneten Gegenmaßnahmen zu den identifizierten Risiken. Die Risikosteuerung und die laufende Risikoüberwachung erfolgt bei der
INTER sowohl zentral als auch dezentral. Die DRB sind für die Analyse und Steuerung der Risiken in den operativen Geschäftsbereichen zuständig. Als Instrument zur Abbildung und zur Umsetzungsüberwachung von verabschiedeten Maßnahmen nutzen die DRB ebenfalls die IRS, die auch das Hinterlegen entsprechender Risikokennzahlen und Limits vorsieht.

In der IRS sind unter anderem Risiken im Zusammenhang mit den folgenden Aspekten erfasst:
  • Beratung und Offenlegungspflichten
  • Datenschutz
  • IT-Sicherheit
  • Arbeitsbedingungen und Diskriminierung.
 
2018 haben wir das „Risiko gegen die Offenlegungspflichten der CSR-Richtlinien“ in die zentrale Risikomanagementsoftware IRS aufgenommen.

Neben den Risiken beinhaltet CSR für die INTER eine Vielzahl gesellschaftlicher, unternehmerischer und ökologischer Chancen. Die unternehmerischen und gesellschaftlichen Chancen sind dabei ob der Immaterialität der Produkte der Versicherungsbranche und des damit verbundenen geringen ökologischen Einflusses prägend:
  • Sensibilisierung von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten für ökologische und soziale Verantwortungsübernahme
  • Implementierung einer nichtfinanziellen Perspektive
  • Imageverbesserung durch CSR-Kommunikation
  • Ressourcenschonung durch ökologisch nachhaltiges Handeln
  • Steigerung der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit
  • Förderung regionaler Institutionen mit nachhaltigem Tätigkeitsfokus
  • Förderung von Diversität im Unternehmen
  • Stärkung des Dialogs im Unternehmen und mit externen Anspruchsgruppen
  • Produkt- und Serviceinnovationen

    Ad hoc-Risikomeldungen
    In eilbedürftigen Fällen zeigen die DRB, die Bereichsleiter, die intern verantwortliche Person für die Compliance-Funktion/interne Revisionsfunktion/ versicherungsmathematische Funktion oder die verantwortlichen Aktuare der INTER Unternehmen bei der intern verantwortlichen Person für die URCF ad hoc bestandsgefährdende oder neue, als wesentlich beurteilte Risiken an.

    Ad hoc-Risikomeldungen aufgrund von CSR-Risiken lagen bei der INTER bislang nicht vor.

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ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit

Zur Identifikation wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen hat der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern im Jahr 2017 eine Wesentlichkeitsanalyse zum Nachhaltigkeitsmanagement durchgeführt. Hierbei wurden sowohl interne als auch externe Interessengruppen eingebunden. Im Ergebnis sind die „wesentlichen Themen“ mehr in den Blickpunkt unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten gerückt. Als „wesentlich“ werden diejenigen Themen bezeichnet, die wichtige wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen der Unternehmensgruppe oder die Ansprüche unserer Interessengruppen widerspiegeln. Als national tätiger Versicherungskonzern beschreiben wir die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte im Wesentlichen in Kriterium 4 „Tiefe der Wertschöpfungskette“ sowie in den einzelnen Konzepten.

Die wesentlichen Themen wurden auf Grundlage der Geschäftstätigkeit der jeweiligen Gesellschaft definiert und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt, Sozialbelange, Menschenrechte, Korruption und Bestechung sowie Arbeitnehmerbelange berücksichtigt.
Die Geschäftstätigkeit wurde ebenfalls hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Wertschöpfungskette betrachtet. Als Grundlage für die Bestimmung der wesentlichen Themen des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft wurden Kennzahlen aus dem Geschäftsbericht und der Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat herangezogen. In einem Workshop mit internen Mitarbeitern der ALTE LEIPZIGER und der HALLESCHE sowie einem externen Berater wurden die wesentlichen Stakeholder definiert und die relevanten Themen unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie ihre Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte bestimmt. Die wesentlichen Aspekte aus Stakeholdersicht wurden durch einen Dialog mit internen und externen Stakeholdern erfasst. Den Dialog haben wir mit Vertretern der Presse, Führungskräften, Mitarbeitern, Kunden und Vermittlern vornehmlich qualitativ durchgeführt. Außerdem haben wir Experten und Branchenverbände in den Prozess einbezogen. Die Stakeholder wurden in der Befragung auf besondere Punkte innerhalb der Wertschöpfungskette hingewiesen, bei welchen mit Auswirkungen aufgrund der Geschäftstätigkeit des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns auf Nachhaltigkeitsaspekte gerechnet werden kann. Dies betrifft beispielsweise eine nachhaltige Kapitalanlage oder eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Wesentlichkeitsanalyse ergab folgende wesentlichen Aspekte für den ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern:

  • Beitragsstabilität und Leistungsgarantien
  • Mitarbeiter
    • Arbeitssicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter
    • Aus- und Weiterbildung
    • Engagement für die Mitarbeiter / Arbeitgeberattraktivität
  • Service- und Kundenzufriedenheit
  • Verantwortungsvolle Unternehmensführung
  • Digitalisierung
  • Demographischer Wandel
  • Nachhaltige Kapitalanlage
  • Transparenz
Auf diesen wesentlichen Aspekten beruhen im Folgenden die Konzepte und Maßnahmen des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns in Bezug auf deren Nachhaltigkeit. In den Konzepten sind die sozialen und ökologischen Chancen und Risiken dargestellt, welche aus den oben genannten wesentlichen Aspekten hervorgehen.

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Aareal Bank AG

Unser Nachhaltigkeitsverständnis lässt sich einfach auf den Punkt bringen: Es umfasst sämtliche Themen, die zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs – und damit zur Zukunftsfähigkeit der Aareal Bank Gruppe – beitragen.

Um sicherzustellen, dass wir in einem dynamischen Marktumfeld die für eine nachhaltige Zukunftsausrichtung wesentlichen Kernthemen vorantreiben, besitzt der kontinuierliche Austausch mit unseren Stakeholdern eine sehr hohe Priorität.

Vor diesem Hintergrund und weil sich die Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen ändern können überprüfen wir die Ergebnisse der Ende 2015/Anfang 2016 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse fortlaufend. So haben wir im Berichtsjahr zehn ca. einstündige Experteninterviews, u. a. mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, Kunden der Wohnungswirtschaft, einem Gutachter, einem Broker und einer NGO geführt sowie eine gruppenweite Validierung der Relevanz der Handlungsfelder durchgeführt. Im Fokus der Überprüfung standen wesentliche Sachverhalte gemäß §289c Absatz (3) HGB, d.h. alle für das Verständnis von Geschäftsverlauf und -ergebnis, der Lage des Konzerns sowie für das Verständnis der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die fünf Aspekte erforderlichen Angaben.

Als Ergebnis liegt der operative Fokus im Nachhaltigkeitsmanagement weiterhin auf den zwölf – in der Wesentlichkeitsmatrix dargestellten – für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs bedeutenden Handlungsfeldern: Essenziell sind hier die Profitabilität des Geschäftsmodells sowie das Risiko- und Kundenbeziehungsmanagement. Daneben haben, insbesondere vor dem Hintergrund von Veränderungsprozessen während der Umsetzung unseres Zukunftsprogramms Aareal 2020, die Handlungsfelder Attraktiver Arbeitgeber, Integrität des unternehmerischen Handelns und Know-how-Management eine besonders hohe Relevanz.

Nachhaltiges Kreditgeschäft
Die Aareal Bank Gruppe finanziert Gewerbeimmobilien. Der Fokus liegt auf komplexen, großvolumigen Finanzierungen bereits fertiggestellter Gebäude für durchschnittlich fünf bis acht Jahre. Die nachhaltige Werthaltigkeit der Objekte und die sehr sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner liegen somit im ureigenen Interesse des Unternehmens. Die aktive Portfoliosteuerung, die regionale Diversifizierung und auch die Vielfalt der durch uns finanzierten Objektarten, nämlich Bürogebäude, Hotels, Shoppingcenter sowie Logistik- und Wohnimmobilien, tragen zu einem aus Risikosicht ausgewogenen Portfolio bei. Es beinhaltet somit auch grundsätzliche keine potentiell umstrittenen Industrieanlagen oder andere ggf. im öffentlichen Diskurs als problematisch geltende Objekte.
Damit die Immobilien unseren hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden, orientieren wir uns bei ihrer Bewertung neben den Marktwerten auch an dem Konzept der Beleihungswertermittlung. Diese berücksichtigt standardmäßig nachhaltigkeitsrelevante Aspekte, wie z.B. die technische, funktionale, soziokulturelle und ökologische Qualität. Mängel in der Qualität, z.B. eine unzureichende Energieeffizienz, schlagen sich bei der Bewertung negativ nieder.

Impact unserer digitalen Lösungen
Unserer Produkte und Dienstleistungen im Segment Consulting/Dienstleistungen versetzen unsere Kunden in die Lage, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren, z. B. durch digitale und mobile Lösungen, Vernetzung von Systemen oder die Bereitstellung von Verbrauchsdaten in Portalen. Dies führt beispielsweise zu einer Verringerung der Reisekilometer und damit geringeren CO2-Emissionen, sowie zu einem geringeren Papierverbrauch. Bzw. die Visualisierung von Strom-, Wärme- und Wasserverbräuchen in Mieterportalen schafft Transparenz zum eigenen Nutzerverhalten und kann zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen führen. 

In unserem aktuellen online Nachhaltigkeitsbericht gehen wir im Einzelnen auf alle zwölf Handlungsfelder ein, beschreiben deren Bedeutung für unser Unternehmen und benennen bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen. Der
nichtfinanzielle Bericht 2017 beinhaltet sowohl Risiko- und Chancenprofile je Aspekt, als auch die Ziele und Maßnahmen die wir uns setzen, um diesen Risiken und Chancen zu begegnen.


Wesentlichkeitsmatrix

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Sparkasse Heidelberg

Um die wesentlichen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf unsere Geschäftstätigkeit zu analysieren, haben wir in 2018 eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Dabei haben wir uns insbesondere an Nachhaltigkeitsaspekten orientiert, die in den 17 Weltentwicklungszielen der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals) abgebildet werden. Ziel war es, eine Priorisierung dieser Aspekte anhand deren Bedeutung für unsere Stakeholder, deren Relevanz für unseren Geschäftserfolgt heute und in der Zukunft sowie unseren grundsätzlichen Einflussmöglichkeiten und der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf diese Aspekte vorzunehmen.

Basierend auf dieser Wesentlichkeitsanalyse bestehen im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit folgende Herausforderungen aufgrund von Nachhaltigkeitsthemen (Auswirkungen/Einflüsse):

  • Klimawandel (insbesondere im Hinblick auf unser Kerngeschäft und die Themen Energie und Mobilität)
  • demografischer Wandel
  • Zukunftsfähigkeit unserer Region und Digitalisierung.
Diese Aspekte haben Einfluss auf unsere strategische Positionierung, gleichzeitig wirkt sich unsere Geschäftstätigkeit auch auf diese Aspekte aus. Im Folgenden gehen wir auf diese drei Themen ein.

Klimawandel
Den Klimawandel und seine Folgen zu begrenzen, ist ein wichtiges Ziel der internationalen Staatengemeinschaft. Dies gelingt nur, wenn wir uns alle im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einbringen. Dieser Leitgedanke bedeutet, dass wir uns in unserem eigenen Geschäftsbetrieb bemühen, unseren ökologischen Fußabdruck sukzessive zu reduzieren. Deshalb bekennen wir uns in unseren Leitsätzen der Nachhaltigkeit zu unserer unternehmerischen Verantwortung für den Erhalt der Lebensgrundlagen unserer Gesellschaft und künftiger Generationen durch den Schutz der Natur und haben dies entsprechend in unserer Geschäftsstrategie festgeschrieben. Die Sparkasse Heidelberg hat es sich also zum Ziel gesetzt, ihren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2025 weiter um 20 Prozent zu senken. Beispiele für Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels sind in den Kriterien 12 und 13 dargestellt.

Natürlich fördern wir als Sparkasse Heidelberg den Klimaschutz auch in unserem Kundengeschäft. So setzen wir Impulse für energieeffizientes Bauen und Sanieren und beraten unsere Kundschaft aktiv über die zur Verfügung stehenden Förderprogramme. Wir beteiligen uns ebenso als Gesellschafter an der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg - Rhein-Neckar-Kreis gGmbH, kurz KliBA genannt. Sie ist ein neutraler und unabhängiger Ansprechpartner im Bereich der energetischen Einsparmaßnahmen und des Einsatzes erneuerbarer Energien.

Im Rahmen der nachhaltigen Anlageprodukte haben wir drei neue - reine Nachhaltigkeitsfonds im engeren Sinne - in unsere Produktpalette aufgenommen (siehe hierzu Kriterium 10).

Durch unsere Positionierung im Bereich der Finanzierung energieeffizienter Immobilien oder im Bereich der nachhaltigen Geldanlage möchten wir sukzessive dazu beitragen, die Finanzströme in nachhaltige Projekte zu lenken - naturgemäß hängt diese Entwicklung auch von der Nachfrageseite ab. Des Weiteren beobachten wir das Voranschreiten der Erarbeitung einer Taxonomie seitens der EU-Kommission.

Das Thema Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Durch unsere Positionierung in diesem Bereich haben wir die Möglichkeit, sich daraus ergebende Chancen, wie z. B. die Finanzierung energieeffizienter Immobilien oder die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Anlagemöglichkeiten proaktiv zu nutzen und gleichzeitig die daraus resultierenden Risiken zu managen. Risiken können beispielsweise dadurch entstehen, dass sich die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich verändern werden, z. B. im Bereich der Energieversorger sowie in der Automobilbranche. Eine Herausforderung ist es deshalb, diesen Veränderungsprozess bei unseren Kunden verantwortungsvoll zu begleiten, die Risiken gut zu steuern und gleichzeitig die vielfältigen Chancen zu nutzen.

Demografischer Wandel
Dem demografischen Wandel und der Förderung der Zukunftsfähigkeit unserer Region können wir unterstützend begegnen, indem wir niemanden von modernen Finanzprodukten ausschließen. Auf Wunsch bieten wir deshalb grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern ein Girokonto an, um sie so am wirtschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Dies gilt entsprechend für den barrierefreien Zugang von Menschen mit Einschränkungen zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, den wir z. B. durch Audiotexte bzw. Großschriften auf unserer Homepage erhöhen. Seit dem Oktober 2013 haben wir uns gegenüber dem Sparkassenverband Baden-Württemberg und den Organisationen und Selbsthilfegruppen behinderter Menschen in Baden-Württemberg zur Zielvereinbarung zu barrierefreien Dienstleistungen verpflichtet.

Darüber hinaus entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden individuelle Lösungen zur Vorsorge und Absicherung im Alter im Rahmen unseres ganzheitlichen Beratungsansatzes.

Ebenso vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bieten wir unserer Belegschaft attraktive Arbeitsplätze, führen sie mit einem für das Jahr 2019 geplanten Digitalisierungs-Check und den sich anschließenden Schulungsmaßnahmen sukzessive in die digitale Welt, fördern ihre Karriere mit beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen und setzen mit dem regelmäßigen Audit Beruf & Familie und der entsprechenden Zertifizierung ein klares Zeichen der Unterstützung unserer Mitarbeitenden, damit diese sich zugleich dem Beruf und der Karriere sowie dem Leben in der Familie und der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Personen widmen können. Zur weiteren Entlastung bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten im Bereich der Gesundheitsförderung.

Zukunftsfähigkeit unserer Region und Digitalisierung
Zur Förderung der Zukunftsfähigkeit unserer Region ist es unser geschäftspolitisches Ziel, den heimischen Mittelstand zu fördern und damit zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen beizutragen und die Region auch durch die Entwicklung ehemaliger Bahn- und Militärflächen für die energetische Stadtteilentwicklung hochbaureif zu erschließen.

Die Stiftung "Sparkasse Heidelberg. Gut für die Region." verfolgt ebenso das Ziel, die Lebensqualität in vielen Bereichen der Gesellschaft ihres Geschäftsgebiets zu verbessern. Damit kommt die Sparkasse ihrer Verpflichtung nach, einen Teil ihres wirtschaftlichen Erfolgs an die Menschen zurückzugeben, die in ihrer Region leben. Auch außerhalb unserer Region sind wir als Mitglied der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation nutzbringend tätig und führen seit dem Herbst 2018 einen kontinuierlichen Fachaustausch mit Vertretern der Finanzbranche aus Ruanda, um den dortigen Aufbau eines Finanzsektors mit Regionalinstituten zu unterstützen.

Ein weiterer Aspekt des Risikos betrifft gleichermaßen die Zukunftsfähigkeit unserer Region als auch jener der Finanzbranche: die Digitalisierung. Der Trend zur Digitalisierung birgt das Risiko, dass die Verankerung in der Region und die persönliche Nähe zu unseren Kunden an Bedeutung verlieren könnte. Es entsteht deshalb auch hier die Herausforderung, vor diesem Hintergrund die Beziehungen zu den Menschen in der Region, zu unseren Kunden und Geschäftspartnern für uns nutzbar zu machen und dabei unseren öffentlichen Auftrag und das Ziel, mehr Finanzströme in nachhaltige Projekte zu lenken, auch zukünftig erfüllen zu können.

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