Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsaspekten für Ihr Unternehmen ergeben, sowie sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

GASAG AG

Aufgrund der Fülle an möglichen Nachhaltigkeitsthemen war eine thematische Eingrenzung und Gewichtung der strategisch relevanten Themen notwendig. Dies geschah im Rahmen einer kritischen Themenauswahl und der Anwendung einer systematischen Wesentlichkeitsanalyse, mit der die GASAG ihre Nachhaltigkeitsthemen priorisieren konnte und die Handlungsfelder entsprechend ausrichten wird.  

Zwei Bewertungskriterien bzw. methodische Ansätze waren im Rahmen der Analyse maßgebend: 

  1. Impact-Bewertung: Die Bewertung der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen erfolgte durch die Zuständigen der verschiedenen Fachbereiche im Rahmen eines Workshops.
  • Relevanz-Bewertung: Über einen Bewertungsbogen wurde die Bedeutung der Themen aus externer Perspektive eingeschätzt. Um diese Einschätzung leisten zu können, haben sich die Zuständigen in die unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen hineinversetzt.


Die Einordnung nach wesentlichen Themen und Handlungsfeldern entnehmen Sie bitte  der Ergebnistabelle auf S.11 des Nachhaltigkeitsberichts 2017 (www.gasag.de/nachhaltigkeitsbericht).


Gesellschaftliches Umfeld in dem die GASAG agiert und Auswirkungen der Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte.

Als etablierter Energieversorger und Infrastrukturdienstleister ist die GASAG Teil der Berliner Stadtgesellschaft mit verschiedenen Anspruchsgruppen (aus Politik, Wirtschaft, Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger).

Soziale und ökologische Chancen und Risiken, die sich aus den Unternehmensaktivitäten ergeben, sowie entsprechende Schlussfolgerungen.
Wir wollen mit unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten in erster Linie helfen, das Klima zu schützen, Energieverbräuche der Kundinnen und Kunden zu reduzieren und damit einen Beitrag zu einer sozialverträglichen Energiewende leisten. Risiken ergeben sich beispielweise daraus, dass die gesteckten Ziele, wie das CO2-Ziel im Rahmen der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin, nicht erreicht werden. Hier ist es daher erforderlich, den Erfüllungszeitraum im Auge zu behalten und rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Verzug droht.

 


 

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Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Das gesellschaftliche Umfeld von Randstad Deutschland:

Rund eine Millionen Menschen sind in Deutschland auf Basis eines vollwertigen sozialversicherungspflichten Beschäftigungsverhältnis in der Zeitarbeit beschäftigt.  Zeitarbeitsunternehmen sind ganz „normale“ Arbeitgeber, mit allen Rechten und Pflichten.  Personaldienstleister schaffen gemeinsam mit den Kundenunternehmen, die Zeitarbeit nutzen, Arbeitsplätze. Besonders in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bietet Zeitarbeit Unternehmen die Möglichkeit, schnell und flexibel auf eine veränderte Marktsituation – beispielsweise bei Auftragsspitzen – zu reagieren. Zeit- und kostenintensive Such- und Auswahlverfahren werden so eingespart. Auch die Gesellschaft profitiert von Zeitarbeit, da der Einstieg von bisher Erwerbslosen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis im Rahmen der Zeitarbeit deutlich erfolgreicher ist, als in anderen Branchen. 

Die Zeitarbeitsbranche steht aber trotz all ihrer gesellschaftlicher Chancen regelmäßig in der Kritik: Vor allem die großen Gewerkschaften haben mit dem Modell der Arbeitnehmerüberlassung Probleme. Sie kritisieren, dass Zeitarbeiter kaum gewerkschaftlich organisiert wären und meist schlechter bezahlt würden als die Stammbelegschaft. Diese zum Teil unberechtigten Vorwürfe halten sich hartnäckig und schaffen gesellschaftlich ein Klima des Misstrauens gegenüber der Zeitarbeitsbranche. Das größte Risiko für Randstad Deutschland ist es, mit diesen Vorwürfen assoziiert zu werden und somit den Nährboden für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu zerstören.

Besonders relevante Nachhaltigkeitsaspekte für Randstad Deutschland:

Um besser zu verstehen, welche Nachhaltigkeitsthemen konkret für die Geschäftstätigkeit und die Erwartungen der Stakeholder wesentlich sind, hat Randstad Deutschland eine Materialitätsanalyse durchgeführt. Es wurde evaluiert, wie das Unternehmen durch sein Kerngeschäft am besten zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals) beitragen kann. Dabei spielen insbesondere die Ziele 4 (Hochwertige Bildung), 5 (Gleichberechtigung der Geschlechter), 8 (Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum), 10 (Reduzierte Ungleichheiten) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) eine Rolle.

Zur Konkretisierung der besonders relevanten Nachhaltigkeitsaspekte hat die Randstad Holding eine umfassende Befragung vorgenommen, bei der fast 8.000 interne und externe Stakeholder eingebunden waren. Die befragten Stakeholder umfassten Kunden, Bewerber, Angestellte, Zulieferer, Behörden, Investoren, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und Verbände. Basierend auf einem Ranking der Stakeholder (Einflussmöglichkeiten, Wichtigkeit der adressierten Themen und Legitimität der Interessen) wurde eine umfassende Analyse und Konsolidierung der Daten vorgenommen. Die Auswertung mündete in der Identifizierung von Kernthemen, die für Randstad von Bedeutung sind. Diese Kernthemen wurden für Randstad Deutschland angepasst und bilden die Grundlage der bundesweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse hat Randstad Deutschland folgende wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen identifiziert, die es durch sein Rahmenprogramm strategisch berücksichtigt und systematisch adressiert:

  • Geschäftsgrundsätze für verantwortliches Handeln aller Mitarbeiter im Geschäftsalltag
  • Ökonomische und gesellschaftliche Wirkung von Arbeit
  • Aus- und Weiterbildung
  • Gesetzestreue
  • Gesundheits- und Sicherheitsmanagement
  • Mitbestimmung
  • Flexibilisierung und Mobilisierung des Arbeitsmarkts
  • Corporate Governance
  • Responsible Lobbying
  • Datenschutz
  • Diversity & Inclusion
  • Bürgerschaftliches Engagement und Mitarbeiterengagement
  • Transparenz und Nachhaltigkeitsberichterstattung
  • Stakeholder Engagement
  • Ökologische Auswirkungen des Unternehmens & Klimawandel


Chancen und Risiken:
Randstad Deutschland betrachtet Nachhaltigkeitsmanagement als Chance, sich mit einem verantwortlich gestalteten Kerngeschäft in der Öffentlichkeit in einem differenzierten Bild darzustellen und die Marktposition auszubauen. Ein großes Risiko für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sind Dimensionen der sozialen Nachhaltigkeit, insbesondere die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und verantwortlich gestalteter Arbeitsplätze auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund fokussiert die Nachhaltigkeitsstrategie auf die Qualifizierung und Beschäftigung der Talente von heute und morgen. Dies schafft Vertrauen bei potentiellen Arbeitnehmern, Kunden und bei Ansprechpartnern in der Politik und Verwaltung.

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Ista International GmbH

Wesentlichkeitsanalyse Die erste systematische Wesentlichkeitsanalyse nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (G4) haben wir bereits 2014 durchgeführt. Im letzten Berichtsjahr haben wir in Vorbereitung auf unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016 erneut einen dreistufigen Wesentlichkeitsprozess durchlaufen, in den wir auch unsere ausländischen Standorte und deren externen Stakeholder eingebunden haben.    Ziel der Wesentlichkeitsanalyse war es, neben der Stärkung des Stakeholderdialogs wesentliche Themen zu identifizieren, unsere strategischen Ansätze zu optimieren und die interne Nachhaltigkeitskompetenz von ista zu stärken. Für den vorliegenden Bericht haben wir auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse eine Überprüfung und Evaluierung der identifizierten Themen vorgenommen. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee dabei die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.
Ausführliche Informationen zum Prozess finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017 auf Seite 22. 
Die Wesentlichkeitsmatrix zeigt, welche Themen als zentral für ista identifiziert wurden. Im Wesentlichkeitsprozess haben sich dabei 13 Themen ergeben, die sowohl aus Sicht von ista (x-Achse) als auch aus Stakeholderperspektive (y-Achse) als relevant bewertet wurden. Sie sind im rechten, farblich hervorgehobenen Viertel abgebildet. Diese Themen leiten uns auch in diesem Jahr in der Berichterstattung und in unserer internen Weiterentwicklung. 


ista ist einer der führenden Immobiliendienstleister und steht damit in vielfältigem Austausch mit der Gesellschaft. ista schafft mit seinen Produkten und Dienstleistungen Verbrauchstransparenz für Kunden und deren Mieter. Im Austausch mit Partner der Immobilien- und Energiewirtschaft, aber auch der Politik arbeitet ista an innovativen Lösungen für mehr Energieeffizienz und  CO2-Einsparung. Für knapp  6.000 Menschen in Deutschland und weltweit sind wir ein wichtiger Arbeitgeber. 

Mit mehr Qualität, besserem Service, weiterentwickelter Infrastruktur und "smarten" Innovationen, machen wir uns fit für die Herausforderungen der Zukunft. Der fortschreitende Klimawandel gehört zu den größten Risiken unserer Generation und fordert ista als Immobiliendienstleister in besonderem Maße heraus. Die Digitalisierung bietet für ista Chancen und Möglichkeiten. Indem wir digitale Lösungen anbieten, die zur CO2-Vermeidung und Ressourceneinsparung beitragen, schaffen wir einen Mehrwert für Kunden und Umwelt und gestalten die Energiewende mit. 
Um die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken möglichst vorausschauend zu erkennen, zu kontrollieren und entsprechend zu reagieren betreiben wir ein Chancen-und Risikomanagement. Grundsätzlich erwarten wir in keinem unserer Segmente signifikante Risiken. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf Verantwortung in drei Bereichen: im Führen, im Geschäftsmodell und für die Gesellschaft. Wir setzen uns darin Ziele und definieren in unserem internen Nachhaltigkeitsrat, dem Sustainability Steering Committee, Maßnahmen, um den ökologischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen und unsere Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Als für ista und seine Geschäftstätigkeit wesentlich wurden folgende Themen identifiziert:
  •  1 Innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten
  •  2 Kundenzufriedenheit sicherstellen
  •  3 Faire Geschäftspraktiken ausüben
  •  4 Beitrag zum Klimaschutz leisten
  •  5 Bewusstsein schaffen
  •  6 Umweltbewusst im eigenen Betrieb handeln
  •  7 Intelligentes Wohnen vorantreiben
  •  8 Mitarbeiter weiterentwickeln
  •  9 Lieferkette nachhaltig gestalten
  •  10 Daten schützen
  •  11 Für die Gesellschaft engagieren
  •  12 Mitarbeiter gewinnen
  •  13 Im Dialog mit Politik und Anspruchsgruppen stehen
Diese Themen leiten uns nicht nur in unserer Berichterstattung, sondern geben wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.  

Sustainable Development Goals  Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir 2016 analysiert, welche SDGs für ista im Vordergrund stehen.  Für ausführliche Informationen zum Umgang mit den SDGs siehe 2. Wesentlichkeitsanalyse in der vorliegenden Entsprechenserklärung bzw. die Seiten 23-25 in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017.
 

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Die Berentzen-Gruppe ist in den Standortregionen, die eher ländlich geprägt sind, ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb. Gleichzeitig ist die fehlende Nähe zu Metropolregionen und großen Universitätsstandorten ein Faktor, der die Fachkräftegewinnung maßgeblich beeinflusst. Von besonderer Bedeutung ist daher das Handlungsfeld Mitarbeiter, in dem die Themen 

• Gesundheitsförderung
• Vereinbarkeit von Leben und Beruf
• Weiterbildung und persönliche Entwicklung
• Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter
• Kommunikation 

entscheidend sind. Die Beziehung der Berentzen-Gruppe zu den Mitarbeitern wird maßgeblich durch diese Themen geprägt und sie tragen dazu bei, wie sehr sich Mitarbeiter mit der Unternehmensgruppe identifizieren. Mitarbeiter, die emotional stark an ein Unternehmen gebunden und mit den Arbeitsbedingungen zufrieden sind, werden seltener krank, kündigen weniger häufig und empfehlen das Unternehmen gerne weiter. Dies setzt voraus, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen und angemessene Entwicklungsmöglichkeiten haben, dass sie die Arbeit mit ihrem Privatleben vereinbaren können, dass sie sich wertgeschätzt fühlen und in Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen bzw. über Entwicklungen informiert werden. Potenzielle Risiken im Handlungsfeld Mitarbeiter sind ein möglicher Fachkräftemangel, ein hoher Krankenstand sowie eine hohe Fluktuation. 

Maßgebliche Themen im Handlungsfeld Verantwortungsvolle Unternehmensführung sind 

• Leitbilder und Kodizes
• Einhaltung von Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards
• Compliance
• Soziales, kulturelles und ökologisches Engagement  

Um sich gesetzeskonform und den Unternehmensgrundsätzen gemäß zu verhalten sind Richtlinien und Leitbilder erforderlich, die den Mitarbeitern ethisch und gesetzlich korrektes Verhalten in allen Unternehmensbereichen aufzeigen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Mitarbeiter im rechtskonformen Raum bewegen und sich gegenseitig mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Die Kodizes und Richtlinien geben auch Auskunft darüber, welche Rechte den Mitarbeitern der Berentzen Gruppe oder den Mitarbeitern von Lieferanten zustehen, wie verantwortungsvoll für die Produkte der Unternehmensgruppe geworben wird und welche Umweltvorgaben erfüllt werden sollen. Managementsysteme und Audits helfen bei der Einhaltung von Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards, deren Überprüfung regelmäßig durch interne oder externe Instanzen vorgenommen wird. Soziales, kulturelles und ökologisches Engagement, insbesondere im lokalen Umfeld, leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Standortregionen und stärkt die Attraktivität eines Unternehmens in der Region. 

Die geschäftlichen Aktivitäten der Berentzen-Gruppe unterliegen einer Vielzahl nationaler und internationaler Rechtsvorschriften. Die Berentzen-Gruppe und ihre Mitarbeiter haben diese nationalen und internationalen Rechtsvorschriften, Industriestandards, die Kodizes der Berentzen-Gruppe sowie freiwillig eingegangene Selbstverpflichtungen und interne Richtlinien zu beachten. Rechtsverstöße innerhalb der Berentzen-Gruppe oder auch innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette können zu erheblichen Nachteilen für die Berentzen-Gruppe führen. Dazu gehören beispielsweise Geldbußen und Schadensersatzforderungen in ggf. wesentlichem Ausmaß, aber auch strafrechtliche Sanktionen. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Reputationsschäden geschäftlicher oder auch persönlicher Art, nicht nur im Falle des tatsächlichen Vorliegens eines Rechtsverstoßes, sondern häufig bereits bei einem Verdacht oder lediglich Anschein dessen.

Im Handlungsfeld Energie- und Ressourcenmanagement sind der  

• Energie- und Wasserverbrauch
• Emissionsverringerung
• Abfallvermeidung  

die wichtigsten Themen. Wesentliche ökologische Auswirkungen entstehen durch den Einsatz von Material, Rohstoffen, Wasser, Strom, Wärme und andere Komponenten. Neben Kosten ist ihr Einsatz in der Regel mit Emissionen und weiteren Umweltwirkungen verbunden, deren Verursachung direkt oder indirekt der Wertschöpfungskette der Berentzen-Gruppe zugeordnet werden kann. Eine besondere Rolle kommt hier der Verbrennung fossiler Rohstoffe zu. Durch die Wertschöpfungstätigkeit entstehen weiterhin Abfälle, die je nach Art der Entsorgung und der Wiederverwertbarkeit ebenfalls mit Umweltwirkungen verbunden sind. Die Reduzierung der negativen Umweltwirkung der Berentzen-Gruppe durch einen sparsamen und effizienten Einsatz aller Ressourcen, durch Vermeidung von Abfall sowie die Nutzung erneuerbarer Energien und Materialien ist das erklärte Ziel der Berentzen-Gruppe. Potentielle Risiken bestehen in diesem Handlungsfeld vor allem in der Verunreinigung oder der Versiegung eigener Brunnen und in den direkten und indirekten Folgen des Klimawandels. Hierzu zählen auch ökonomische Folgen in Form von steigenden Energiepreisen und weiteren Preissteigerungen sowie Anpassungskosten an die Folgen des Klimawandels.

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Veolia Deutschland GmbH

Veolia in Deutschland erbringt Umweltdienstleistungen für Kommunen, Industrie und Gewerbe. Das Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, mit diesen Dienstleistungen einen positiven Beitrag zum nachhaltigen Management von Ressourcen zu leisten. Der Markt ist von starker Regulierung, einem Trend zur Rekommunalisierung sowie wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen in der Industrie geprägt. 

2017 luden wir unsere Beschäftigten und Kunden aus Industrie und Gewerbe zur zweiten Wesentlichkeitsbefragung ein, um die Nachhaltigkeitsthemen für Veolia in Deutschland zu priorisieren.


Die Ergebnisse der Befragung zeigen uns, dass erstklassige Dienstleistungen im Kerngeschäft durch Sicherheit und Qualität sowie Kundenzufriedenheit und -service von Kunden und Beschäftigten gleichermaßen als die wichtigsten Themen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens angesehen werden. Unter den mitarbeiterbezogenen Themen betrachten Kunden und Beschäftigte ebenso einhellig faire Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung als die zentralen Herausforderungen. Schadstoffeinträge und besondere Umweltrisiken, Recycling/Rückgewinnung von Rohstoffen sowie Ressourceneffizienz/Abfallvermeidung konnten als wesentlichste Umweltthemen herausgearbeitet werden. Einen Bedeutungsgewinn gegenüber der zuletzt 2014 durchgeführten Befragung zeigen die Themen Datenschutz/Datensicherheit sowie Schadstoffeinträge und besondere Umweltrisiken. 




Alle Ergebnisse unter www.nachhaltigkeit.veolia.de/wesentlichkeit

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