Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

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Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsaspekten für Ihr Unternehmen ergeben, sowie sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

GASAG AG

Aufgrund der Fülle an möglichen Nachhaltigkeitsthemen war eine thematische Eingrenzung und Gewichtung der strategisch relevanten Themen notwendig. Dies geschah im Rahmen einer kritischen Themenauswahl und der Anwendung einer systematischen Wesentlichkeitsanalyse, mit der die GASAG ihre Nachhaltigkeitsthemen priorisieren konnte und die Handlungsfelder entsprechend ausrichten wird.  

Zwei Bewertungskriterien bzw. methodische Ansätze waren im Rahmen der Analyse maßgebend: 

  1. Impact-Bewertung: Die Bewertung der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen erfolgte durch die Zuständigen der verschiedenen Fachbereiche im Rahmen eines Workshops.
  • Relevanz-Bewertung: Über einen Bewertungsbogen wurde die Bedeutung der Themen aus externer Perspektive eingeschätzt. Um diese Einschätzung leisten zu können, haben sich die Zuständigen in die unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen hineinversetzt.


Die Einordnung nach wesentlichen Themen und Handlungsfeldern entnehmen Sie bitte  der Ergebnistabelle auf S.11 des Nachhaltigkeitsberichts 2017 (www.gasag.de/nachhaltigkeitsbericht).


Gesellschaftliches Umfeld in dem die GASAG agiert und Auswirkungen der Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte.

Als etablierter Energieversorger und Infrastrukturdienstleister ist die GASAG Teil der Berliner Stadtgesellschaft mit verschiedenen Anspruchsgruppen (aus Politik, Wirtschaft, Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger).

Soziale und ökologische Chancen und Risiken, die sich aus den Unternehmensaktivitäten ergeben, sowie entsprechende Schlussfolgerungen.
Wir wollen mit unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten in erster Linie helfen, das Klima zu schützen, Energieverbräuche der Kundinnen und Kunden zu reduzieren und damit einen Beitrag zu einer sozialverträglichen Energiewende leisten. Risiken ergeben sich beispielweise daraus, dass die gesteckten Ziele, wie das CO2-Ziel im Rahmen der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin, nicht erreicht werden. Hier ist es daher erforderlich, den Erfüllungszeitraum im Auge zu behalten und rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Verzug droht.

 


 

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Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG

2011 wurde bei EHA eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und die vier Felder Kunden, Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft auf die als wesentlich definierten Schwerpunkte der Tätigkeit (z.B. Kunden: Grünstrom, Energiecontrolling, Mitarbeiter: Familie und Beruf, Gesundheit) hin betrachtet: 

Kunden: EHA geht mit gutem Beispiel voran und bietet ihren Kunden höchste Verlässlichkeit in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz. Die Basis dafür ist, dass wir unseren Kunden zertifizierten Grünstrom liefern und ihnen innovative Produkte bieten. Es gehört zum Selbstverständnis unserer Mitarbeiter, immer wieder neue Möglichkeiten für den verantwortungsvollen Umgang mit Energien auszuloten. Die neuen Erfahrungen und Innovationen, die sich daraus ergeben, kommen anschließend unseren Kunden zugute. Wir begleiten unsere Kunden bei der Einführung und dem Betrieb eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2011. EHA selbst ist Teil des Energiemanagementsystems und nimmt damit eine Vorbildfunktion ein. Ein Risiko sehen wir darin, dass die Entwicklung hin zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz ggf. die Erträge aus unserer Energielieferung schmälern wird. Da der reine Verkauf von Energie aufgrund sinkender Energiepreise alleinstehend ggf. kein langfristiges Geschäftsmodell ist, bauen wir zur Risikominimierung sukzessive Dienstleistungen zu den Themen Energieeffizienzerhöhung, Netzservices sowie Beratung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus. Damit sichern wir Arbeitsplätze und binden gleichzeitig unsere Kunden, mit denen wir teilweise bereits jahrelange feste Geschäftsbeziehungen pflegen. Chancen sehen wir dementsprechend in unserer Zukunftsausrichtung, die wir durch diesen Ausbau unserer Dienstleistungen erreichen. Wir möchten Unternehmen darin unterstützen, ihren Grad der Nachhaltigkeit auszubauen und damit einen Beitrag zu ihrem grünen Weg beizutragen.

Mitarbeiter: Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter/innen ein positives, motivierendes Arbeitsklima vorfinden. Dazu gehört, dass wir Ihnen langfristige Perspektiven bieten – aber auch, dass für sie Beruf und Familie miteinander vereinbar sind. Dafür haben wir in den letzten Jahren eine Menge getan. Beispielsweise erleichtern wir den Wiedereinstieg nach der Elternzeit durch zunächst stundenweises Arbeiten oder auch durch die aktive Einbindung bei internen Veranstaltungen. Außerdem haben wir ein Eltern-Kind-Büro eingerichtet, das es unseren Mitarbeitern erlaubt, ihre Kinder bei sich zu haben, wenn die normale Betreuung (z.B. Kita) kurzfristig ausfällt. Für diese und viele andere familienfreundliche Engagements, wurde EHA 2012 mit dem Familiensiegel der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. In diesem Jahr  bauen wir zusätzlich das Thema „Gesundheit“ weiter aus. Konkret heißt dies, dass wir unsere Mitarbeiter/innen durch Kochkurse, regelmäßige Gesundheitstipps zum Thema Ernährung, Massagen, einen ergonomischen Arbeitsplatz etc. dabei unterstützen ihre Gesundheit zu stärken. Als Risiko sehen wir den demografischen Wandel. Diesem versuchen wir mit den oben genannten Tätigkeiten positiv entgegen zu treten und unsere langjährigen Mitarbeiter/innen so zu fördern, dass es zu wenig Krankheitsfällen kommt. Als Chance sehen wir die große Flexibilität unserer Mitarbeiter/innen durch die oben genannten Aspekte wie das Eltern-Kind-Zimmer, aber auch die hohe Flexibilität der Arbeitszeit. Dies unterstützt die älteren Mitarbeiter/innen, bindet aber auch die jungen Mitarbeiter/innen sowie jene mit Familie.

Umwelt: Gerade in unserer Eigenschaft als Energiedienstleister sind wir uns unserer großen Verantwortung für die Umwelt bewusst. EHA hat sich deshalb selbst auferlegt, ihren Kunden ausschließlich klimafreundliche und hochwertige Produkte anzubieten. Danach handeln alle unsere Mitarbeiter, so dass sich klimafreundliches Handeln als ein Bestandteil unserer Unternehmenskultur verfestigt hat. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch unter dem eigenen Dach auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energien setzen und klimaneutral sind. Dafür wurden wir schon 2008 als erster Energiedienstleister vom TÜV SÜD zertifiziert. Außerdem ist EHA Teil des ÖKOPROFIT-Programms der Freien und Hansestadt Hamburg und hat ein effektives Energiemanagementsystem installiert.  Dass wir Umweltschutz im eigenen Haus sehr ernst nehmen, zeigt sich nicht zuletzt auch darin, dass wir das Pendeln mit dem öffentlichen Personennahverkehr bezuschussen und eine CO2-Emissionsgrenze für unsere Dienstwagen festgelegt haben. Ein Risiko sehen wir vor allem hinsichtlich der Erhöhung der Scope 3-Emissionen durch den steigenden Umsatz bei Strom und Gas. Daraus ergibt sich jedoch auch eine Chance für unser Unternehmen: Wir bauen die Energiedienstleistungen sukzessiv aus. Ein weiteres Risiko ist in dem vermehrten Vertrieb und damit einhergehend den vermehrten Dienstreisen zu sehen, die ebenso die THG-Emissionen unseres Unternehmens in die Höhe treiben. Jedoch sehen wir hier die Chance Alternativen für Dienstreisen auszubauen, z.B. Videokonferenzen, E-Mobilität und der vermehrte Umstieg vom Flugzeug auf die Bahn.  

Gesellschaft: Als verantwortungsbewusster Energiedienstleister haben wir uns dazu entschlossen, soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Hamburg zu unterstützen. Dabei war es uns wichtig, sowohl eine inhaltliche Verbindung zu unserem Kerngeschäft zu haben, als auch die Möglichkeit für EHA-Mitarbeiter/innen, sich sozial zu engagieren. Eine Patenschaft für die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe (HaKiJu) – einer Wohlfahrtsorganisation, die sich für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen einsetzt – lag für uns auf der Hand und ist für viele unserer Mitarbeiter/innen inzwischen zu einer echten Herzensangelegenheit geworden. Die Energiepatenschaft von EHA besteht aus Energiekostenoptimierung, Energieverbrauchsoptimierung, gemeinsamen Aktionen und Betriebspraktika. Im Klimawandel sehen wir ein hohes Risiko für unsere Gesellschaft und möchten daher einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem wir der nächsten Generation einen bewussten und energieeffizienten Umgang mit Energie nahelegen. Somit sehen wir in unserer Kooperation mit der HaKiJu auch die Chance Kindern und Jugendlichen durch gemeinsame Energiesparaktionen einen bewussten Umgang mit Energie beizubringen. Aber auch unseren Mitarbeiter/innen bringt die Kooperation mit der HaKiJu einen großen Mehrwert, so sind gemeinsame Aktionen für viele Mitarbeiter/innen sowohl emotional als auch inhaltlich sehr wertvoll.

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Aareal Bank AG

Unser Nachhaltigkeitsverständnis lässt sich einfach auf den Punkt bringen: Es umfasst sämtliche Themen, die zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs – und damit zur Zukunftsfähigkeit der Aareal Bank Gruppe – beitragen.

Um sicherzustellen, dass wir in einem dynamischen Marktumfeld die für eine nachhaltige Zukunftsausrichtung wesentlichen Kernthemen vorantreiben, besitzt der kontinuierliche Austausch mit unseren Stakeholdern eine sehr hohe Priorität.

Vor diesem Hintergrund und weil sich die Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen ändern können überprüfen wir die Ergebnisse der Ende 2015/Anfang 2016 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse fortlaufend. So haben wir im Berichtsjahr zehn ca. einstündige Experteninterviews, u. a. mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, Kunden der Wohnungswirtschaft, einem Gutachter, einem Broker und einer NGO geführt sowie eine gruppenweite Validierung der Relevanz der Handlungsfelder durchgeführt. Im Fokus der Überprüfung standen wesentliche Sachverhalte gemäß §289c Absatz (3) HGB, d.h. alle für das Verständnis von Geschäftsverlauf und -ergebnis, der Lage des Konzerns sowie für das Verständnis der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die fünf Aspekte erforderlichen Angaben.

Als Ergebnis liegt der operative Fokus im Nachhaltigkeitsmanagement weiterhin auf den zwölf – in der Wesentlichkeitsmatrix dargestellten – für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs bedeutenden Handlungsfeldern: Essenziell sind hier die Profitabilität des Geschäftsmodells sowie das Risiko- und Kundenbeziehungsmanagement. Daneben haben, insbesondere vor dem Hintergrund von Veränderungsprozessen während der Umsetzung unseres Zukunftsprogramms Aareal 2020, die Handlungsfelder Attraktiver Arbeitgeber, Integrität des unternehmerischen Handelns und Know-how-Management eine besonders hohe Relevanz.

Nachhaltiges Kreditgeschäft
Die Aareal Bank Gruppe finanziert Gewerbeimmobilien. Der Fokus liegt auf komplexen, großvolumigen Finanzierungen bereits fertiggestellter Gebäude für durchschnittlich fünf bis acht Jahre. Die nachhaltige Werthaltigkeit der Objekte und die sehr sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner liegen somit im ureigenen Interesse des Unternehmens. Die aktive Portfoliosteuerung, die regionale Diversifizierung und auch die Vielfalt der durch uns finanzierten Objektarten, nämlich Bürogebäude, Hotels, Shoppingcenter sowie Logistik- und Wohnimmobilien, tragen zu einem aus Risikosicht ausgewogenen Portfolio bei. Es beinhaltet somit auch grundsätzliche keine potentiell umstrittenen Industrieanlagen oder andere ggf. im öffentlichen Diskurs als problematisch geltende Objekte.
Damit die Immobilien unseren hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden, orientieren wir uns bei ihrer Bewertung neben den Marktwerten auch an dem Konzept der Beleihungswertermittlung. Diese berücksichtigt standardmäßig nachhaltigkeitsrelevante Aspekte, wie z.B. die technische, funktionale, soziokulturelle und ökologische Qualität. Mängel in der Qualität, z.B. eine unzureichende Energieeffizienz, schlagen sich bei der Bewertung negativ nieder.

Impact unserer digitalen Lösungen
Unserer Produkte und Dienstleistungen im Segment Consulting/Dienstleistungen versetzen unsere Kunden in die Lage, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren, z. B. durch digitale und mobile Lösungen, Vernetzung von Systemen oder die Bereitstellung von Verbrauchsdaten in Portalen. Dies führt beispielsweise zu einer Verringerung der Reisekilometer und damit geringeren CO2-Emissionen, sowie zu einem geringeren Papierverbrauch. Bzw. die Visualisierung von Strom-, Wärme- und Wasserverbräuchen in Mieterportalen schafft Transparenz zum eigenen Nutzerverhalten und kann zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen führen. 

In unserem aktuellen online Nachhaltigkeitsbericht gehen wir im Einzelnen auf alle zwölf Handlungsfelder ein, beschreiben deren Bedeutung für unser Unternehmen und benennen bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen. Der
nichtfinanzielle Bericht 2017 beinhaltet sowohl Risiko- und Chancenprofile je Aspekt, als auch die Ziele und Maßnahmen die wir uns setzen, um diesen Risiken und Chancen zu begegnen.


Wesentlichkeitsmatrix

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Sparkasse Neuss

Nachhaltigkeit ist in seinen Auswirkungen und Einflüssen auf die Geschäftstätigkeit der Sparkasse Neuss zukunftsweisend. Der Finanzwirtschaft kommt bei der Ausgestaltung einer „nachhaltigen Wirtschaft" eine wichtige Rolle zu. Auf Ebene der Europäischen Union hat die High-Level Expert Group on Sustainable Finance im Januar 2018 eine Stärkung des Markts für grüne Anleihen und die konsequente Offenlegung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Finanzbildung als wichtige Handlungsfelder für die Zukunft identifiziert. 

Im Verbund der Sparkassen leistet die Sparkasse Neuss Neuss ihren Beitrag zur Finanzstabilität in einer zunehmend nachhaltig ausgerichteten Wirtschaft (s. Nachhaltige Wirtschaft stärken. Sparkassen unterstützen den Wandel - DSGV-Fokuspapier 09/2018).

Vorstand und Bereichsleiter führten beim Strategietag in 2018 erstmalig eine „Wesentlichkeitsprüfung" durch: In einem Soll-/Ist-Vergleich wurden die 20 Kriterien des DNK in ihrer „Relevanz für die Anspruchsgruppen“ und „Relevanz für das Geschäft der Sparkasse Neuss“ gewichtet. Die „Wesentlichkeitsprüfung“  werden Vorstand und Bereichsleiter zukünftig jährlich vornehmen.
 
Die Sparkasse Neuss hat die Bedeutsamkeit von Nachhaltigkeit für die eigene Geschäftstätigkeit im Fachkonzept Nachhaltigkeit festgeschrieben. Dieses wurde durch ein Konzept für die weitere Implementierung von Nachhaltigkeit bei der Sparkasse Neuss konkretisiert, das der Vorstand Anfang 2019 mit dem Verwaltungsrat abstimmen wird (s. Kriterium 3).

Motivation ist, die natürliche Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten: Unser wirtschaftlicher Erfolg darf nicht auf Kosten der Lebensgrundlage und -qualität anderer Menschen und Regionen gehen. Diese Haltung (Leitlinie Nachhaltigkeit) ist Teil unserer Unternehmenskultur und bestimmt das grundsätzliche Handeln aller hier Beschäftigten 
 
"Gemeinwohlorientierung prägt unser Selbstverständnis und verpflichtet uns zu nachhaltigem Handeln. Unsere Geschäftstätigkeit dient der Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere in der Region und ihres Trägers mit sicheren und verlässlichen Finanzdienstleistungen und zielt darauf ab, die Zukunftsfähigkeit, den Wohlstand und die Lebensqualität in unserem  Geschäftsgebiet, dem Rhein-Kreis Neuss, zu sichern und zu fördern.
Als Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe bekennen wir uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Dieses verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt. Im Rahmen unserer unternehmerischen Verantwortung  wägen wir daher bei unseren Entscheidungen stets die ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen sorgfältig ab."

Ziele und Maßnahmen des Fachkonzepts Nachhaltigkeit und die weitere Implementierung bei der Sparkasse Neuss unterliegen der Überwachung durch den Strategieausschuss (s. Kriterium 1). In diesem ist der Vorstand vertreten. Daher ergeben sich keine Risiken aus eigener Geschäftstätigkeit.

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RSAG AöR

Der Rhein-Sieg-Kreis hat uns als kommunales Unternehmen eine besondere ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung übertragen: die Daseinsvorsorge zu sichern und die Lebensgrundlagen heutiger und zukünftiger Generationen zu erhalten. Aus diesem Grund und weil wir in der Kreislaufwirtschaft tätig sind, haben wir Nachhaltigkeit fest in unserem Kerngeschäft verankert. Was Nachhaltigkeit für die RSAG konkret bedeutet, haben wir für den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2018 erneut in einer Wesentlichkeitsanalyse bestimmt. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse sind auch Basis unserer Nachhaltigkeitsstrategie (siehe Kriterium 1).  

In der mehrstufigen Wesentlichkeitsanalyse analysierten wir zunächst Nachhaltigkeits- und Branchenstandards (insbesondere die Global Reporting Initiative Standards und den Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex für die Abfallwirtschaft), Aktivitäten von vergleichbaren Unternehmen und aktuelle Branchentrends. Im Rahmen des Berichterstattungsprozesses für den vorliegenden Bericht überprüften die Fach- und Führungskräfte der RSAG die für den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2016 ermittelten Themen auf Vollständigkeit. In diesem Zusammenhang wurden solche Themen ergänzt, denen wir uns verstärkt widmen möchten oder die an Bedeutung gewonnen haben – beispielsweise die Digitalisierung der Arbeitsabläufe, die Diskussion um Plastik oder die Anpassung an den Klimawandel. Unsere wichtigsten Anspruchsgruppen und Partner haben wir durch einen Stakeholder-Dialog in die Wesentlichkeitsanalyse einbezogen. Unter den Teilnehmenden der Dialogveranstaltung waren der Aufsichts- und Verwaltungsrat, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Geschäftspartner, Bürgervertreterinnen und -vertreter sowie Anwohnerinnen und Anwohner.  

Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse sind die 24 wesentlichen Themen der RSAG, die in fünf Handlungsfeldern zusammengefasst sind und entsprechend der folgenden Wesentlichkeitsmatrix priorisiert wurden:   


Als wesentlich verstehen wir die Themen, in denen unsere Geschäftstätigkeit die größten positiven oder negativen Auswirkungen hat bzw. die Themen, die unsere Geschäftstätigkeit am meisten beeinflussen. Welche positiven oder negativen Auswirkungen die RSAG auf die einzelnen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen hat, erläutern wir in unserem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2018 (S. 12+13). Die wesentlichen Themen bilden unsere zentralen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen ab und beinhalten sowohl Risiken als auch Chancen: Durch die zunehmende Digitalisierung unserer Arbeitsabläufe erhalten wir beispielweise die Möglichkeit, einerseits unseren Arbeitsalltag papierärmer und andererseits unsere Kernprozesse einfacher, schneller und noch zuverlässiger zu gestalten. Im Risiko knapper werdender Ressourcen sehen wir gleichzeitig die Chance, durch ökoeffiziente Kreislaufwirtschaft zur Wiedergewinnung von Wertstoffen beizutragen. In Bezug auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt uns beispielsweise der demografische Wandel vor Herausforderungen. Gesundheitsförderung, Aus- und Weiterbildung sowie familienfreundliche Angebote bieten Chancen, dem dadurch entstehenden Fachkräftemangel zu begegnen. Durch Transparenz unserer Entsorgungswege soll das Risiko reduziert werden, dass Abfälle unsachgemäß beseitigt werden.  

Die Wesentlichkeitsanalyse unterstützt uns, zentrale Herausforderungen zu erkennen und zeigt uns Chancen auf, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Bei der Ermittlung von Chancen und Risiken ist uns die externe Perspektive unserer Stakeholder besonders wichtig. Beim Stakeholder-Dialog haben wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daher dazu befragt, welche Themen aus ihrer Sicht die größten Chancen (Abfallvermeidung, Klimaschutz, Gewinnung und Sicherung von Fachkräften) und Risiken (Gewinnung und Sicherung von Fachkräften, Faire Gebührengestaltung, Wissensmanagement und -transfer) für die RSAG beinhalten.

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