Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

02
Um dem Nachhaltigkeitsmanagement eine effektive Stoßrichtung zu geben, sollten Unternehmen zunächst den Fokus auf die Lösung besonders drängender Probleme legen. Dafür muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unternehmensaktivitäten mit wichtigen ökologischen und / oder sozialen Problemen verknüpft sind oder auf diese einwirken. Aber auch anders herum können ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen von außerhalb des Unternehmens auf das Geschäftsmodell wirken.

Was ist zu beachten?
Eine Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sollte am besten nicht nur aus Sicht des Unternehmens selbst, sondern im Dialog mit wichtigen Stakeholdern erarbeitet werden. Das beugt Betriebsblindheit vor und hilft, die Erwartungen der Stakeholder an das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist daher im Vorfeld zu analysieren, wie das Unternehmen in die Gesellschaft eingebettet ist und welche Besonderheiten sich daraus ergeben. Daher erfragt der erste Aspekt in der Checlliste Besonderheiten des Umfelds, wie etwa die Bedeutung Ihres Unternehmens als Arbeitgeber in der Region, ökologische Besonderheiten (Gewässer, Naturschutzgebiete usw.) in direkter Nachbarschaft oder auch ökologische und soziale Themen, mit denen Ihre Branche häufig in den Medien verknüpft wird. Die Wesentlichkeitsanalyse kann dann auf diese Betrachtung des Umfelds aufbauen. Nachhaltigkeitsaspekte haben in der Regel für Unternehmen nicht nur Risiken, sondern sind auch mit Chancen verbunden. Bemühen Sie sich daher bitte um eine ausgewogene Darstellung.
Aspekt 1:
Beschreiben Sie die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Besonderheiten des Umfelds, in denen Ihr Unternehmen tätig ist.

Aspekt 2:
Beschreiben Sie die positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte.

Aspekt 3:
Beschreiben Sie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsaspekten für Ihr Unternehmen ergeben, sowie sich daraus ergebende Schlussfolgerungen für das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens.
Nachhaltigkeitsaspekte sind diejenigen Themen, die eine nachhaltige Entwicklung erst möglich machen. Die Sustainable Development Goals oder die im GRI Standard genutzte Themenliste können erste Anhaltspunkte dafür liefern, welche Nachhaltigkeitsaspekte es gibt.

Wesentlich im Sinne dieses Kriteriums sind sowohl diejenigen Unternehmensaktivitäten, die eine entscheidende negative oder positive Auswirkung auf Nachhaltigkeitsaspekte haben, als auch Nachhaltigkeitsaspekte, die sich in besonderem Maße auf die Unternehmensaktivitäten auswirken. Zusätzlich können Themen auch dann wesentlich sein, wenn sie für die Entscheidungsfindung von Stakeholdern eine besondere Bedeutung haben oder deren Verhältnis zu Ihrem Unternehmen prägen. Welche Aspekte im Einzelfall als wesentlich gelten, ist branchenspezifisch und hängt stark von den Prozessen in Ihrem Unternehmen ab.

Stakeholder sind Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Umfeld des Unternehmens, die entweder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben oder aber von der Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, z.B. Geschäftspartner/-innen, Mitarbeitende, Kund/-innen, zuliefernde Betriebe, Kommunen, Parteien, Verbände, staatliche Organe, Nichtregierungsorganisationen usw. (siehe Kriterium 9).

Ista International GmbH

Wesentlichkeitsanalyse Die erste systematische Wesentlichkeitsanalyse nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (G4) haben wir bereits 2014 durchgeführt. Im letzten Berichtsjahr haben wir in Vorbereitung auf unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016 erneut einen dreistufigen Wesentlichkeitsprozess durchlaufen, in den wir auch unsere ausländischen Standorte und deren externen Stakeholder eingebunden haben.    Ziel der Wesentlichkeitsanalyse war es, neben der Stärkung des Stakeholderdialogs wesentliche Themen zu identifizieren, unsere strategischen Ansätze zu optimieren und die interne Nachhaltigkeitskompetenz von ista zu stärken. Für den vorliegenden Bericht haben wir auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse eine Überprüfung und Evaluierung der identifizierten Themen vorgenommen. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee dabei die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.
Ausführliche Informationen zum Prozess finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017 auf Seite 22. 
Die Wesentlichkeitsmatrix zeigt, welche Themen als zentral für ista identifiziert wurden. Im Wesentlichkeitsprozess haben sich dabei 13 Themen ergeben, die sowohl aus Sicht von ista (x-Achse) als auch aus Stakeholderperspektive (y-Achse) als relevant bewertet wurden. Sie sind im rechten, farblich hervorgehobenen Viertel abgebildet. Diese Themen leiten uns auch in diesem Jahr in der Berichterstattung und in unserer internen Weiterentwicklung. 


ista ist einer der führenden Immobiliendienstleister und steht damit in vielfältigem Austausch mit der Gesellschaft. ista schafft mit seinen Produkten und Dienstleistungen Verbrauchstransparenz für Kunden und deren Mieter. Im Austausch mit Partner der Immobilien- und Energiewirtschaft, aber auch der Politik arbeitet ista an innovativen Lösungen für mehr Energieeffizienz und  CO2-Einsparung. Für knapp  6.000 Menschen in Deutschland und weltweit sind wir ein wichtiger Arbeitgeber. 

Mit mehr Qualität, besserem Service, weiterentwickelter Infrastruktur und "smarten" Innovationen, machen wir uns fit für die Herausforderungen der Zukunft. Der fortschreitende Klimawandel gehört zu den größten Risiken unserer Generation und fordert ista als Immobiliendienstleister in besonderem Maße heraus. Die Digitalisierung bietet für ista Chancen und Möglichkeiten. Indem wir digitale Lösungen anbieten, die zur CO2-Vermeidung und Ressourceneinsparung beitragen, schaffen wir einen Mehrwert für Kunden und Umwelt und gestalten die Energiewende mit. 
Um die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken möglichst vorausschauend zu erkennen, zu kontrollieren und entsprechend zu reagieren betreiben wir ein Chancen-und Risikomanagement. Grundsätzlich erwarten wir in keinem unserer Segmente signifikante Risiken. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf Verantwortung in drei Bereichen: im Führen, im Geschäftsmodell und für die Gesellschaft. Wir setzen uns darin Ziele und definieren in unserem internen Nachhaltigkeitsrat, dem Sustainability Steering Committee, Maßnahmen, um den ökologischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen und unsere Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Als für ista und seine Geschäftstätigkeit wesentlich wurden folgende Themen identifiziert:
  •  1 Innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten
  •  2 Kundenzufriedenheit sicherstellen
  •  3 Faire Geschäftspraktiken ausüben
  •  4 Beitrag zum Klimaschutz leisten
  •  5 Bewusstsein schaffen
  •  6 Umweltbewusst im eigenen Betrieb handeln
  •  7 Intelligentes Wohnen vorantreiben
  •  8 Mitarbeiter weiterentwickeln
  •  9 Lieferkette nachhaltig gestalten
  •  10 Daten schützen
  •  11 Für die Gesellschaft engagieren
  •  12 Mitarbeiter gewinnen
  •  13 Im Dialog mit Politik und Anspruchsgruppen stehen
Diese Themen leiten uns nicht nur in unserer Berichterstattung, sondern geben wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung. Anfang 2018 hat das Sustainability Steering Committee auf Basis der bestehenden Wesentlichkeitsanalyse die 13 Handlungsthemen überprüft und validiert. Dabei hat das Gremium die Relevanz der Themen und somit die Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements von ista bestätigt.  

Sustainable Development Goals  Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir 2016 analysiert, welche SDGs für ista im Vordergrund stehen.  Für ausführliche Informationen zum Umgang mit den SDGs siehe 2. Wesentlichkeitsanalyse in der vorliegenden Entsprechenserklärung bzw. die Seiten 23-25 in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2017.
 

Zum DNK-Profil

Veolia Deutschland GmbH

Veolia in Deutschland erbringt Umweltdienstleistungen für Kommunen, Industrie und Gewerbe. Das Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, mit diesen Dienstleistungen einen positiven Beitrag zum nachhaltigen Management von Ressourcen zu leisten. Der Markt ist von starker Regulierung, einem Trend zur Rekommunalisierung sowie wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen in der Industrie geprägt. 

2017 luden wir unsere Beschäftigten und Kunden aus Industrie und Gewerbe zur zweiten Wesentlichkeitsbefragung ein, um die Nachhaltigkeitsthemen für Veolia in Deutschland zu priorisieren.


Die Ergebnisse der Befragung zeigen uns, dass erstklassige Dienstleistungen im Kerngeschäft durch Sicherheit und Qualität sowie Kundenzufriedenheit und -service von Kunden und Beschäftigten gleichermaßen als die wichtigsten Themen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens angesehen werden. Unter den mitarbeiterbezogenen Themen betrachten Kunden und Beschäftigte ebenso einhellig faire Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung als die zentralen Herausforderungen. Schadstoffeinträge und besondere Umweltrisiken, Recycling/Rückgewinnung von Rohstoffen sowie Ressourceneffizienz/Abfallvermeidung konnten als wesentlichste Umweltthemen herausgearbeitet werden. Einen Bedeutungsgewinn gegenüber der zuletzt 2014 durchgeführten Befragung zeigen die Themen Datenschutz/Datensicherheit sowie Schadstoffeinträge und besondere Umweltrisiken. 




Alle Ergebnisse unter www.nachhaltigkeit.veolia.de/wesentlichkeit

Zum DNK-Profil

Vivawest GmbH

Das Markt- und Wettbewerbsumfeld von VIVAWEST gestaltet sich zunehmend dynamischer und differenzierter, wodurch der Konzern immer wieder vor neuen Herausforderungen steht. Diese gilt es zu bewältigen und als Chancen für die Differenzierung gegenüber den Wettbewerbern zu begreifen. Die hohe Heterogenität des Wettbewerberumfeldes und die zahlreichen regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland sind nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind die Megatrends, die zu tiefgreifenden Veränderungen führen. Bedingt durch die Urbanisierung, Seniorisierung und Singularisierung geht die demografische Entwicklung einher mit entsprechenden Anpassungsbedarfen im Wohnungsbestand. Aufgrund der Internationalisierung  steigen die Anforderungen an die Integration von Migranten in den Quartieren. Mit der Energiewende wachsen die Ansprüche an die Energieeffizienz und die Reduzierung der CO2-Emissionen, vor allem in Bezug auf den Wohnungsbestand. Die Digitalisierung erfordert Veränderungen im Denken und Handeln aufgrund des sich ändernden Informations- und Kommunikationsverhaltens.

Vergleiche Bericht 2017 (Seite 58f.).
Weitere Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen können Sie dem Finanzbericht 2017 (2.2 Gesamtwirtschaftliche und wohnungswirtschaftliche Rahmenbedingungen, Seite 11ff.) entnehmen.


Unter Berücksichtigung dieser und unter Anwendung des internen Risiko- und Chancenmanagementsystems beschreibt VIVAWEST im Finanzbericht 2017 die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung (siehe Seite 27ff.). Im Folgenden werden deshalb lediglich die nennenswerten sozialen und ökologischen Chancen und Risiken, die sich aus den Unternehmensaktivitäten ergeben, aufgeführt.

Als soziales Risiko kann angeführt werden, dass der Vivawest-Konzern als Vermieter einem Mietausfallrisiko unterliegt. Hauptursachen für rückständige und ausbleibende Mietzahlungen sind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme unserer Kunden.  Durch ein intensives Forderungsmanagement – unterstützt durch eigene Sozialarbeiter in den Kundencentern vor Ort – wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schnell erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Darüber hinaus trägt die Mieterstruktur dazu bei, dass keine Abhängigkeit von Einzelmietern gegeben ist. Das Mietausfallrisiko ist gegenüber dem Vorjahr konstant gering geblieben.

Soziale Chancen ergeben sich wiederum aus der demografischen Entwicklung, der damit wachsenden Anzahl der Haushalte und damit aus der erhöhten Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Diese beobachtbare Entwicklung wird durch die zunehmende Zuwanderung verstärkt, sodass die Chance besteht, die Nettomieterlöse zusätzlich zu steigern. Der Vivawest-Konzern betreibt ein aktives Portfoliomanagement, um den mit einer unzureichenden Portfoliosteuerung verbundenen Risiken entgegenzuwirken, Veränderungen bei der Wohnungsnachfrage erfolgreich zu begegnen, Marktakzeptanz zu sichern bzw. zu erhöhen sowie nachfragegerechten Wohnraum zu schaffen.


In einer über den Prognosezeitraum hinausgehenden Betrachtung könnte sich das Risiko ansteigender Instandhaltungskosten als bedeutend erweisen, die sich zum einen aus einer generell steigenden Erwartungshaltung der Kunden an die Qualität des Wohnungsangebots ergeben können und zum anderen aus in der Vergangenheit verarbeiteten Baustoffen, die aktuell oder zukünftig als schädlich eingestuft werden. Diesem (ökologischen) Risiko begegnet VIVAWEST einerseits durch die strenge Orientierung an festgelegten Qualitätsstandards, objektbezogenen Kosten-Nutzen-Abwägungen und einer Priorisierung der geplanten Instandhaltung sowie andererseits durch die gezielte Untersuchung der hinsichtlich etwaiger Schadstoffe kritischen Baujahre und den Abschluss von entsprechenden Rahmenverträgen für möglicherweise erforderliche Sanierungen.

Die Geschäftsführung  sieht in der Gesamtbewertung keine gravierenden oder gar bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern. Die bekannten Risiken sind weitestgehend als niedrig einzustufen und weisen, wie auch die bekannten Chancen, keine nennenswerten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf, sodass weiterhin von einer stabilen Entwicklung für das Jahr 2018 ausgegangen wird.

Zur Bestimmung der Relevanz von Nachhaltigkeitskriterien aus Sicht von VIVAWEST und den jeweiligen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) führt der Konzern alle zwei Jahre eine Wesentlichkeitsanalyse durch. Dabei setzt VIVAWEST auf ein vereinfachtes Verfahren in Form einer internen Befragung von Beschäftigten, die im regelmäßigen Dialog mit den relevanten Stakeholdern stehen. Im Zuge dessen finden die unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten der Segmente Immobilien und Immobiliendienstleistungen Beachtung. Folglich fließen nicht nur die Themen des wohnungswirtschaftlich geprägten Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) in das Bewertungsverfahren ein, sondern auch ausgewählte Aspekte aus der Global Reporting Initiative (GRI) nach dem Standard G4 sowie darüber hinaus als wesentlich identifizierte unternehmensspezifische Nachhaltigkeitsthemen.


A Ökonomie
A1
Wirtschaftliche Entwicklung

A2 Bestandsentwicklung
A3 Mietenentwicklung
A4 Beschaffung

B Ökologie
B1 Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen
B2 Abfallaufkommen
B3 Biodiversität
B4 Energieverbrauch (außerhalb der Organisation)
B5 Energieverbrauch (innerhalb der Organisation)
B6 CO2-Emissionen (Gebäude)
B7 CO2-Emissionen (Fuhrpark)
B8 Sonstige klimarelevante Emissionen
B9 Prozesse/Verfahren zur Schonung natürlicher Ressourcen
B10 Neue Techniken zur Reduktion des Energieverbrauchs

C Soziales: Arbeitgeberattraktivität
C1 Mitarbeitervielfalt
C2 Beruf und Familie
C3 Gleichbehandlung
C4 Aus-, Fort- und Weiterbildung
C5 Führungskräfteentwicklung
C6 Gesundheitsförderung
C7 Arbeitssicherheit
C8 Anreizsysteme
C9 Arbeitnehmerrechte
C10 Mitarbeiterfluktuation

D Soziales: Kunden und Gesellschaft
D1 Nebenkosten
D2 Kundengesundheit und -sicherheit
D3 Kundenzufriedenheit und -bindung
D4 Schutz der Privatssphäre des Kunden
D5 Mieterstruktur
D6 Entwicklung von Quartieren 
D7 Gesellschaftliches Engagement

E Soziales: Compliance und Politik
E1 Korruptionsbekämpfung
E2 Korruptionsfälle und Bußgelder
E3 Meschenrechte in der Lieferkette
E4 Menschenrechtsverstöße
E5 Mitgliedschaften
E6 Spenden


Im Geschäftsjahr 2016 wurden unter Berücksichtigung der wohnungswirtschaftlichen und konzernspezifischen Besonderheiten insgesamt 37 Kriterien systematisch abgeleitet. Die Darstellung der Entwicklung von VIVAWEST in Bezug auf diese Kriterien ist Teil der jährlichen Berichterstattung. Im Sinne des Zwei-Jahres-Rhythmus zur Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse gelten die Ergebnisse aus 2016 auch für das Geschäftsjahr 2017.


Vergleiche
Bericht 2017 (Seite 61f.).

Zum DNK-Profil

LBS Landesbausparkasse Südwest

Unser gesellschaftliches Umfeld umfasst die Bevölkerung der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit insgesamt etwa 15 Millionen Einwohnern. Urbane Regionen mit Großstädten wechseln sich mit ländlich geprägten Räumen ab. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen an den privaten Wohnungsbau, vom Neubau mit aktuellsten Energiestandards bis hin zur energetischen Modernisierung älteren und ältesten Wohnraums.

Umsetzung der Energiewende

  • Produkte und Dienstleistungen: Der private Immobilienbestand ist einer der zentralen Ansatzpunkte im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Da wir als LBS Südwest nahezu ausschließlich im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierung tätig und dabei gemeinsam mit den Sparkassen Marktführer sind, nehmen wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen eine Schlüsselstellung ein. Daraus erwächst nach unserem Selbstverständnis, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Schon frühzeitig haben wir uns auf dieses Geschäftsfeld eingestellt mit der Folge, dass bereits heute etwa die Hälfte aller ausgereichten Kredite (nach Stückzahl) für den Bereich Modernisieren beziehungsweise energetische Sanierung vergeben wird. Daraus wird deutlich, dass die konsequente Sensibilisierung unserer Kunden für das Themenfeld der energetischen Sanierung Früchte trägt. Auch unsere Stiftungen, die uns bei dieser Arbeit konzeptionell unterstützen, tragen zu diesem Erfolg bei. Mit dieser Konzeption sehen wir uns auch für die Zukunft gut aufgestellt und erkennen keine wesentlichen Risiken.
  • Nachhaltigkeitsleistung im Geschäftsbetrieb: Im Geschäftsbetrieb achten wir auf ressourcenschonende Abläufe, beispielsweise in der “Arbeitsanweisung Auswärtstätigkeit” zur Regelung von Dienstreisen, mit dem “Mobilitätszuschuss” für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Maßnahmen bei den Verbräuchen und in der Bauorganisation.
  • Fazit: In Verbindung mit dem Versprechen aus unserer Geschäftsstrategie “Die LBS ist aktiv im Umweltschutz” wird deutlich, dass wir das Thema Klimawandel einerseits als globale Herausforderung ansehen, die Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen jedoch viele Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen für unsere Geschäftstätigkeit bieten.

Demografischer Wandel

  • Kundengeschäft: Bei der Modernisierung bestehenden Wohneigentums spielt der demografische Faktor eine wichtige Rolle. Barrierefreies Wohnen ist angesichts des steigenden Durchschnittsalters der Bevölkerung zu einer großen Herausforderung geworden. In unserer Beratung beziehen wir bei Bedarf auch Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ein, wie etwa die Förderprogramme “Altersgerecht Umbauen” und „Energieeffizient Bauen“. Wir sehen die Chance, mit Produkten und  Dienstleistungen den veränderten Ansprüchen an die Gestaltung des Wohnumfelds gerecht zu werden.
  • Innenbetrieb: Innerbetrieblich stellt uns die demografische Entwicklung vor die Herausforderung, das Know-how unserer Fach- und Führungskräfte auf die jeweils nachfolgende Generation zu transferieren. Dies sichern wir durch gezielte Prozesse ab. Ebenso ergreifen wir Maßnahmen, um die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter zu erhalten. Insofern gehen wir auch diese Risiken chancenorientiert an.

Weitere Herausforderungen

Aktuell wird die LBS Südwest von drei großen Aufgaben in Anspruch genommen.
  • Niedrigzinsphase: Die Anpassung des eigenen Geschäftsmodells an die seit Jahren andauernde Niedrigzinsphase stellt eine Herausforderung für das langfristig angelegte Bausparmodell dar. Wir begegnen diesem Trend mit innovativen Tarifmodellen.
  • Vereinheitlichung nach Fusion: Wir arbeiten mit Nachdruck an der Vereinheitlichung aller Prozesse und Strukturen im Rahmen der im Jahr 2016 vollzogenen Fusion von LBS Baden-Württemberg und LBS Rheinland-Pfalz. Die Integration von Nachhaltigkeit in die regulären Unternehmensprozesse des fusionierten Unternehmens steht deshalb noch am Anfang und wird eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre sein. Dabei kommt uns zugute, dass schon heute viele verschiedene Maßnahmen, Abläufe, Produkte und Angebote die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die LBS Südwest deutlich machen. Wesentliche Risiken für die Unternehmensentwicklung der LBS Südwest sind daher nicht zu erkennen.
  • Nachfrage nach Wohnungen: Die Versorgung der Menschen mit ausreichend gutem Wohnraum ist grundsätzlich eine anspruchsvolle Aufgabe. Diese Aufgabe wird aktuell bundesweit, insbesondere aber auch im Geschäftsgebiet der LBS Südwest durch verschiedene Faktoren verschärft. Dazu gehört eine seit Jahren prosperierende Wirtschaft, die speziell im Süden und  Südwesten viele Menschen anzieht und gemeinsam mit anderen Entwicklungen dafür sorgt, dass sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz so viele Menschen leben wie nie zuvor. Dies führt zu einer höheren Nachfrage nach Wohnungen, die aktuell nicht aufgefangen werden kann und deren Resultate Wohnungsknappheit und steigende Preise sind. Um das finanzielle Risiko abzufedern, gewinnt das Instrument des langfristig angelegten Bausparvertrags durch die gebotene Zinssicherheit noch stärker an Bedeutung.

Zum DNK-Profil

CSR-Ce | Agentur für CSR und Kommunikation

CSR-Ce ist ein Dienstleistungsunternehmen, daher werden keine Rohstoffe im klassischen Sinne zur Herstellung seiner „Produkte“ verwendet.  

Wesentliche Aspekte im Bereich der Ökologie sind beim Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Emissionen für Dienstreisen sowie Papierverbrauch im Büroalltag zu suchen.

Wesentliche Aspekte im sozialen Bereich finden sich in den Materialien und Dienstleistungen, die CSR-Ce in Anspruch nimmt. Hierzu gehören u.a. IT-Geräte aller Art, Software, außerdem meist online-Dienstleistungen wie z.B. virtuelle Seminarräume für CSR-Ce-eigene Seminare, Fortbildungen, die Alka Celic selbst in Anspruch nimmt, Werbung (bspw. Suchmaschinenoptimierung), etc. Oft werden diese Dienstleistungen von ausländischen (nicht-EU-) Unternehmen angeboten, bei denen die strengen deutschen Arbeits- und Datenschutzgesetzte nicht gelten. Es ist häufig schwer, gerade im digitalen Bereich einen adäquaten deutschen oder EU-Ersatz zu finden (Bsp.: Google als Werbeplattform für die eigene Dienstleitung, die US-Plattform Udemy für Onlineseminare, etc.).  

Bei der Herstellung der IT-Geräte gibt es bisher relativ wenig Alternativen auf dem Markt, die im Hinblick auf soziale und ökologische Aspekte zufriedenstellend hergestellt wurden - auch wenn es mittlerweile die sogenannte Green-IT gibt. Aber hier ist aus Sicht von CSR-Ce noch Nachholbedarf, was die Qualität der Produkte sowie Softwarekompatibilität angeht. Daher setzt CSR-Ce darauf, IT-Geräte möglichst lange zu verwenden, diese für den Weitergebrauch (nicht für die Entsorgung) weiterzugeben und selbst ausschließlich gebrauchte Geräte zu kaufen.  

Ein wesentlicher Aspekt, der die Arbeit von CSR-Ce sowie seiner Kunden beeinflusst, ist die Digitalisierung. Wir stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, wie wir den Veränderungen im Arbeitsalltag und in der Zukunft begegnen können, ohne dabei die ökologische und soziale Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren.  

Für die Geschäftstätigkeit von CSR-Ce ist das o.g. Beispiel für Software von nicht-EU-Anbietern ein klares Beispiel, inwiefern hier eine Kluft zwischen der Realität und dem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit besteht.

Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen