Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

Barmenia-Konzern

Die Barmenia befindet sich in einem fortlaufenden Strategieprozess mit dem Ziel, die langfristigen Erfolgspotenziale des Unternehmens und damit die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Die verschiedenen Elemente der Unternehmensstrategie werden in der Strategiepyramide wie folgt zusammengefasst:

  • Vision "Bessere Lösungen",
  • das Geschäftsmodell,
  • die in einer Strategy Map eingeordneten Ziele,
  • das Handlungsprogramm sowie
  • bereichsspezifische Teilstrategien (IT, Personal, Kapitalanlagen, Produkte, Marketing, Vertrieb).
Die Strategiepyramide wird einerseits von der vor allem auf finanzielle Risiken bezogenen Risikostrategie und andererseits von den Unternehmenswerten flankiert.

Barmenia-Strategiepyramide, Quelle: Barmenia
(Die Details in den Einzelebenen wurden unleserlich dargestellt, da sie unter Geschäftsgeheimnis fallen.)

Nachhaltigkeit ist Verantwortungskultur und deshalb in den Unternehmenswerten verankert. Die Werte umschließen somit die gesamte Strategiepyramide von der Vision bis zu den Teilstrategien. So ist jeder Bereich angehalten, wirtschaftlich, sozial und umweltbewusst im Rahmen seines Auftrags zu handeln. Nachhaltigkeit ist im Leitbild sowie in den Führungsstandards festgeschrieben. Neben dem Zielsystem, von dem auch Vergütungen abhängig sind, gibt es kein weiteres "Nachhaltigkeitszielsystem". Nachhaltigkeit soll nicht als "nebenher" angesehen werden, sondern DNA des Unternehmens sein. Im Barmenia-Leitbild heißt es: "Nachhaltiges Wirtschaften ist uns ein besonderes Anliegen. Ökonomisches Handeln, soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein sind deshalb Leitgedanken unserer Unterneh­men." In den Führungsstandards ist es wie folgt formuliert: "Nur nachhaltig wirtschaftende Unternehmen sind auf Dauer erfolgreich. Wir sind uns bewusst, dass ökonomisches Handeln, ökologisches Bewusstsein und soziale Verantwortung Leitgedanken unseres Unternehmens sind. Die daraus resultierende Qualität der Führung bestimmt wesentlich den Unternehmenserfolg." Darüber hinaus hat sich die Barmenia als Mitglied vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e. V.). zum B.A.U.M.-Kodex bekannt, der folgende Themen beinhaltet:
  • Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften
  • Verantwortung für die Natur
  • Verantwortung für die Gesellschaft
  • Verantwortung für die Zukunft
  • Verantwortung zu Transparenz.
Verantwortungsbewusstsein wird in den Bereichen gelebt
Die in den Teilstrategien vorgegebenen Bereiche prägen bereits seit vielen Jahren das Verantwortungsbewusstsein der Barmenia-Unternehmen. Beispielhaft sollen folgende Konzepte dienen:
  • IT "Das papierlose Büro"
    Bereits seit Anfang dieses Jahrtausends wird die Idee des papierlosen Büros verfolgt. Digitalisierungsprozesse erhöhen den Kundenservice und sparen die natürliche Ressource Papier ein. (s. dazu "12. Ressourcenmanagement")
  • Personal "Vereinbarkeit von Beruf und Familie"
    Viele arbeitnehmerfreundliche Maßnahmen führten zum Audit Beruf und Familie, das die Barmenia seit 2005 trägt. Seitdem wurden Ziele definiert und eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen auf den Weg gebracht. (s. dazu "15. Chancengerechtigkeit")
  • Kapitalanlagen "Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren der Vereinten Nationen"
    Im Jahr 2014 wurden die PRI gezeichnet. Daraufhin wurden Kriterien definiert, in welche Staaten und Unternehmen keine Kundengelder fließen dürfen. Die Barmenia ist als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ihren Kunden gegenüber verpflichtet und sieht es als ihre Pflicht an, die Kundengelder werteorientiert zu investieren. (s. dazu "10. Innovations- und Produktmanagement - Leistungsindikatoren zu Kriterium 10 - Principles for Responsible Investment (PRI)")
  • Versicherungsprodukte mit sozialen und umweltfreundlichen Kriterien
    Es sollen bedarfsgerechte Produkte entwickelt werden, die einfach und verständlich sind. Neben den finanziellen Leistungen fließen, wenn für den Kunden sinnvoll, soziale und umweltfreundliche Leistungen in die Versicherungsprodukte ein. (s. dazu "10. Innovations- und Produktmanagement")
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit "Stärkung der Marke Barmenia"
    Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sollen die Marke Barmenia stärken. Die Marke ist ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Ziel ist es, die Vorteile und die Werte der Barmenia herauszustellen, um so den Menschen ein klares Unternehmensbild zu vermitteln. Gleichzeitig gilt es, Reputationsschäden zu vermeiden. (s. dazu "20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten")
  • Vertrieb "Verhaltenskodex für den Vertrieb des GDV"
    Die Beratungsqualität steht an erster Stelle. Um diese als sichtbares Zeichen nach außen sicherzustellen, hat die Barmenia am 1. Juli 2013 als eines der ersten Versicherungs-unternehmen den Kodex unterzeichnet. Dessen Einhaltung wird regelmäßig von einem Wirtschaftsprüfer kontrolliert (s. dazu "16. Qualifizierung" und Nachhaltigkeitsberichte 2013 und 2015).
Die Konzepte und Ziele werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen unterlegt, die transparent dargelegt werden.  

Transparenz
Unter www.barmenia.de führen die Barmenia Versicherungen eine Internetseite, die über Produkte, Services und die Unternehmen Auskunft gibt. Um dem Thema Verantwortung bzw. Nachhaltigkeit einen besonderen Stellenwert zu verleihen, wurde eine weitere umfangreiche Internetpräsenz unter www.nachhaltige.versicherung geschaffen. Diese gibt detailreich Auskunft über Themen, die der Unternehmensverantwortung zuzuschreiben sind. Dort finden sich auch die Nachhaltigkeitsberichte aus den Jahren 2009, 2013 und 2015 sowie die nichtfinanziellen Berichte.

Jährliche Veröffentlichung von Geschäftsberichten
Die Barmenia-Unternehmen sind verpflichtet, jährlich Geschäftsberichte zu veröffentlichen. Diese sind im Internet abrufbar unter www.geschaeftsbericht.barmenia.de.

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proiectio Nachhaltigkeitsmanagement | CSR-Management | Impact Finance

Der Unternehmenszweck von proiectio ist die Implementierung von Nachhaltigkeit. Die Arbeit bezieht sich gemäß der triple bottom line auf ökologische, soziale/ gesellschaftliche und ökonomische Herausforderungen der heutigen Zeit unter Berücksichtigung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Ebenfalls ist das Thema Finanzierung von nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Maßnahmen (Impact Finance) Inhalt des Portfolios.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von proiectio orientiert sich an den o.a. drei Nachhaltigkeitssäulen, ergänzt um die vierte Säule "Werte" / gemäß seinem Verhaltenskodex, an folgenden Punkten:

Ökologie

Das Unternehmen
  • unterstützt nachweisbar biologisch / ökologisch nachhaltig und regional erstellte / angebotene Produkte und Dienstleistungen
  • verfolgt einen schonenden Ressourcenverbrauch
  • strebt die kontinuierliche Verbesserung seines ökologischen Fußabdrucks an
  • fördert eine nachhaltige Landwirtschaft und Tierhaltung
  • erstellt regelmäßig eine eigene CO2-Bilanz und trägt Sorge für einen Ausgleich/ eine Reduzierung
Soziales/ Gesellschaft

Das Unternehmen
  • unterstützt fair und regional erstellte/ angebotene Produkte und Dienstleistungen
  • fördert das Gemeinwesen über gesetzliche Bestimmungen hinaus durch ehrenamtliche Arbeit und finanzielle Unterstützung von Initiativen, die sich für die Umsetzung der Sustainable Goals engagieren
  • leistet als guter Corporate Citizin seinen Beitrag zu  Verbesserungen in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht
Ökonomie/ Wirtschaftlichkeit

Das Unternehmen
  • unterstützt und bewirkt eine Preisgestaltung, die einen angemessenen Verdienst für alle Beteiligten ermöglicht
  • strebt einen angemessenen wirtschaftlichen Erfolg unter Berücksichtigung von ökologischen und sozialen/ gesellschaftlichen Aspekten an
  • erzeugt durch Ressourceneffizienz und -suffizienz Einsparungen
  • unterstützt die Entwicklung von nachhaltigen Entrepreneurships
Werte

Das Unternehmen
  • trägt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit dazu bei, eine Balance zwischen ökonomischen, sozialen/ gesellschaftlichen und ökologischen Aspekten und Werten herzustellen
  • führt seine Arbeit effizient, fair und verantwortungsvoll aus
  • stimmt überein mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen, u.a. mit SDG 17 "Bilden von Partnerschaften", um gemeinsam Erfolge zum Nutzen aller Beteiligten und aller SDG’s zu erreichen
  • sieht den Gedanken der Konkurrenz als kontraproduktiv an
  • pflegt einen respektsvollen Umgang auf Augenhöhe
  • verbreitet keine unwahre Werbung/ keine unwahren Informationen
  • nutzt seine Marktmacht und sein Know-how nicht aus
  • stellt sich der Verantwortung seiner Vorbildfunktion
  • ist sich seiner Kompetenz und des Wertes seiner Arbeit bewußt

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CSR . Consulting Services . Röcker

Als Unternehmerin mit Kindern ist es der Inhaberin von CSR . Consulting Services . Röcker eine Verpflichtung, diesen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Daher werden Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung von ihr seit vielen Jahren praktiziert, ohne dies besonders hervorzuheben. Wie z. B.:
  • Investition in eine Photovoltaikanlage, die seit zwölf Jahren zwischen 75 und 100 Prozent des privaten Stromverbrauchs abdeckt
  • Senkung des privaten Erdgasverbrauchs um die Hälfte seit dem Einzug
  • Nachhaltige Finanzanlagen und
  • Pro Bono Mentoring und Corporate Volunteering seit mehr als 19 Jahren.
Insofern war es nur schlüssig, diese Themen auch zum Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit zu machen und durch DNK-Erklärungen zu dokumentieren.

Um diese zu erstellen, wurde das Unternehmen mit Hilfe des N-Kompass®-Tools analysiert, es wurde eine Stakeholder-Analyse durchgeführt und anhand einer SWOT-Analyse der wichtigsten Stakeholder ergaben sich wesentliche Handlungsfelder (siehe nächstes Kriterium). Eine echte Wesentlichkeitsmatrix wurde nicht erstellt, aber mit jeweils einem Kunden, einem Lieferanten sowie der Familie der Inhaberin wurden Stakeholder-Dialoge durchgeführt.

Die Unternehmerin verspricht sich durch die Fortführung des Dialogs eine nachhaltige, umfassende Sichtweise auf das Unternehmen und Anregungen, um die Strategie des Unternehmens fortzuschreiben. Dies wird langfristig und nachhaltig den ökonomischen Erfolg des Unternehmens sichern.

Durch die Geschäftstätigkeit von CSR . Consulting Services . Röcker wird ein kleiner positiver Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG), der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN), geleistet.

Grafik: die farbig markierten Ziele der SDG werden unterstützt (Details s.u.).

Es wird versucht, den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens trotz des wachsenden Geschäfts konstant zu halten und im besten Fall noch zu verkleinern. Unabhängig davon wird jedes Jahr der im Vorjahr durch die Geschäftstätigkeit entstandene CO2-Ausstoss durch Zertifikate kompensiert.

Um gemäß nationalen und internationalen Standards zu agieren, legt die Inhaberin Wert auf regelmäßige Fortbildungen (z. B. von DNK und GRI). Zusätzlich wurde der Code of Conduct des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) durch die Inhaberin unterzeichnet: CoC des ZVEI Damit sind die UN-Resolution zu Menschenrechten und mehrere Konventionen der ILO (International Labour Organization) eingeschlossen.

Außerdem umfasst der Code of Conduct die 27 Grundsätze der „Rio Declaration on Environment and Development“.

    
  

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Commerzbank AG

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Commerzbank verfolgt das Ziel, den globalen Herausforderungen als verantwortungsvoller Partner für eine nachhaltige Entwicklung zu begegnen. Dafür beobachten wir relevante Megatrends und bewerten sie hinsichtlich potenzieller Chancen und Risiken. Wir berücksichtigen die Auswirkungen unserer unternehmerischen Entscheidungen auf Umwelt und Gesellschaft und nutzen wir die Geschäftspotenziale, die in Produkte und Finanzdienstleistungen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung liegen (s. 2. Wesentlichkeit).

Operationalisiert wird die Nachhaltigkeitsstrategie in drei Handlungsfeldern:

1. Nachhaltige Unternehmensführung: Die Commerzbank hat sich dem Prinzip unternehmerischer Verantwortung verpflichtet. Solide Werte, verbindliche Verhaltenskodizes sowie anspruchsvolle Selbstverpflichtungen bilden den Rahmen unserer Geschäftstätigkeit.

2. Markt und Kunden: Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet uns als Bank auch Chancen: Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Zudem wächst das Interesse privater und institutioneller Kunden an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten.

3. Umwelt und Gesellschaft: Wir wissen, dass wir nur in einem intakten und zukunftsfähigen gesellschaftlichen und ökologischen System erfolgreich sein können. Bestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung sind deshalb auch der betriebliche Umweltschutz und unser gesellschaftliches Engagement.

Die Umsetzung dieser Strategie erfolgt entlang der rund 100 Ziele unseres Nachhaltigkeitsprogramms (s. Kriterium 3. Ziele).

Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie handelt die Commerzbank im Einklang mit diversen nationalen wie internationalen Standards: Wir bekennen uns seit 2006 zu den Prinzipien des UN Global Compact und berichten seit 2002 dem CDP unsere Klimadaten. Ergänzend zu unserem Engagement bei zahlreichen bestehenden Initiativen haben wir 2018 die UN Women's Empowerment Principles und 2019 die Initiativen Climate Neutral Now sowie CEOs bekennen Farbe unterzeichnet. Außerdem gehörte die Commerzbank 2019 zu den Erstunterzeichnern der Principles for Responsible Banking.

Neben dem Magazin zur unternehmerischen Verantwortung veröffentlichen wir jährlich die GRI Bilanz nach dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI). Außerdem enthält der Geschäftsbericht seit dem Geschäftsjahr 2017 einen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht gemäß "CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz".

Unser Umweltmanagementsystem ist nach ISO 14001 zertifiziert, unser Energiemanagementsystem nach ISO 50001.

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Kreissparkasse Heinsberg

Bekenntnis zu Nachhaltigkeit
Bereits im Jahr 2012 hat der Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg eine Selbstverpflichtung zu Nachhaltigkeit unterzeichnet und in der Geschäftsstrategie verankert. Sie umfasst das Bekenntnis, wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt zu verbinden. Zukünftige Generationen sollen überall dieselben Chancen auf ein gutes Leben haben. Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns als Sparkasse konkret, die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks und die Erhöhung der für alle frei zugänglichen Lebensqualität.

Die Kreissparkasse Heinsberg bekennt sich zum Regionalprinzip und macht sich stark für mehr Nachhaltigkeit im Kreis Heinsberg. Aus unserer besonderen, dem Gemeinwohl verpflichteten unternehmerischen Haltung heraus leisten wir mit unserer Geschäftspolitik, unseren Produkten und gesellschaftlichen Initiativen einen substanziellen Beitrag zu nachhaltigem Wohlstandswachstum, zu besserer Lebensqualität und Zukunftsentwicklung in der Region.

Nachhaltigkeitsstrategie
Unseren Erfolg wollen wir nicht nur nach wirtschaftlichen Ergebnissen, sondern auch nach dem gesellschaftlichen Nutzen für die Menschen im Kreis Heinsberg bemessen. Wir bauen unser Engagement in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales konsequent aus.

In Ergänzung zur oben dargestellten Selbstverpflichtung ist Nachhaltigkeit über vier wesentliche Instrumente in der Kreissparkasse Heinsberg implementiert:

  1. Die Nachhaltigkeitspolitik bildet die strategische Grundlage für Nachhaltigkeit in unserer Geschäftspolitik, in unserem Produktangebot sowie in unserem gesellschaftlichen Engagement. Die Zielentwicklung und Steuerung der Nachhaltigkeitsleistung erfolgt anhand der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) anerkannten Sparkassen-Indikatoren in den Dimensionen „Haltung“, „Produkte“ und „Initiativen“.
  2. Die Leitsätze zu Nachhaltigkeit schaffen den inhaltlichen Handlungsrahmen für die Verknüpfung unserer Nachhaltigkeitspolitik mit der Region sowie für die Kommunikation mit unseren Anspruchsgruppen. Sie werden nachfolgend unter dem Punkt „Leitsätze“ ausgeführt.
  3. Das Nachhaltigkeitsprogramm beinhaltet unsere lang- und kurzfristigen Nachhaltigkeitsziele, die dazugehörigen Maßnahmen sowie Verantwortlichkeiten zur Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung. Nähere Angaben dazu finden sich nachfolgend unter dem Punkt „Handlungsprogramm“.
  4. Im „Bericht an die Gesellschaft“ legen wir unsere Nachhaltigkeitsleistung sowie die Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags anhand der Sparkassen-Indikatoren offen. Dazu haben wir 2013 eine grundlegende Bestandsaufnahme erstellt, die wir seitdem jährlich aktualisieren. Auf der Grundlage des „Berichts an die Gesellschaft“ erstellen wir ebenfalls seit 2013 auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).
Bei der Entwicklung der verschiedenen Instrumente zur Umsetzung von Nachhaltigkeit wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Heinsberg im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses aktiv einbezogen. Ziel war es, eine breite Beschäftigung mit dem Thema und Akzeptanz für die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Sparkasse zu schaffen. Über die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit in der Sparkasse sowie über unseren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung im Kreis Heinsberg informieren wir alle Beschäftigten jährlich.

Zusätzlich hat die Sparkasse im vergangenen Jahr ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu eingeladen, an der „Initiative Nachhaltigkeit“ mitzuwirken. Dabei geht es darum, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen der Sparkasse aktiv ihre Ideen zur nachhaltigen Entwicklung einbringen können. Das Team besteht aus insgesamt zehn Teilnehmenden. Bislang fand ein Treffen statt. Als erstes Thema beschäftigt sich die Gruppe damit, wie die Sparkasse das ehrenamtliche Engagement ihrer Beschäftigten fördern und unterstützen könnte.

Leitsätze zur Nachhaltigkeit
Einen verbindlichen Rahmen für unser Handeln zum Wohle von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen in der Region schaffen die „Leitsätze zur Nachhaltigkeit“. Sie konkretisieren unsere Rolle im Hinblick auf die Sicherung von nachhaltigem Wohlstand und Zusammenhalt im Kreis Heinsberg.
1.Wir erfüllen unseren öffentlichen Auftrag und übernehmen Verantwortung für Menschen und Unternehmen im Kreis Heinsberg.
2.Wir arbeiten als führendes Kreditinstitut zum Wohle der Menschen.
3.Wir fördern den Klimaschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
4.Wir fördern Teilhabe an nachhaltigem Wohlstand und frei zugänglicher Lebensqualität für alle.


Unser Handlungsprogramm zur Implementierung von Nachhaltigkeit
Das Nachhaltigkeitsprogramm der Kreissparkasse Heinsberg ist für zwei Jahre angelegt und gliedert sich entlang der Dimensionen „Haltung“, „Produkte“ und „Initiativen“. In der nachfolgenden Übersicht wird es zusammenfassend dargestellt, genauere Informationen zu einzelnen Maßnahmen werden in den jeweiligen Belangen detaillierter ausgeführt. Im vergangenen Jahr haben wir zudem ein Nachhaltigkeitsteam gebildet, das weitere Maßnahmen entwickeln wird.

Die Erfolgskontrolle erfolgt jährlich unter Einbindung des Vorstands.
ZielUmsetzungsmaßnahmeZeitraumStatus
Haltung: Mehr Diversität, TransparenzJährliche Anspruchsgruppendialoge, Erhöhung Anteil Frauen in Führungspositionen, Bildung Initiative Nachhaltigkeitseit 2015laufende Umsetzung
Produkte: Ausbau nachhaltiger Produkte, Stärkung unternehmerischer TätigkeitAngebot nachhaltiger Fonds, Bürgerwindenergie, Coworking Space in Heinsberg2016-2017laufende Umsetzung
Initiativen: Ökonomische Bildung, Bürgerbeteiligung, IntegrationMini-Mathematikum, Spenden-Voting, Praktika für geflüchtete Menschen2016-2017umgesetzt

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