Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

facettenwerk | Gem. Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis e.V.

Wir verfolgen eine integrative, d.h. in alle Unternehmensbereiche eingebundene Nachhaltigkeitsstrategie, die wir sukzessive erweitern, quantifizieren und bewerten werden. Anfang 2018 haben wir eine Werteklausur durchgeführt, bei dem wir ein Zukunftsszenario entwickelt und 10-Jahres-Ziele festgelegt haben.  

Unser zentrales Streben gilt der Teilhabe und Integration von Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und Arbeitsleben. Wir fokussieren aus unserer Historie heraus auf die Dimension der sozialen Nachhaltigkeit. Sie ist Teil unseres Selbstverständnisses, das Kernziel unserer Aufgaben und somit in unsere Gesamtstrategie eingebunden. Den Rahmen für unsere langfristigen Ziele setzen die in unserer Vereinssatzung festgeschriebenen zentralen Handlungsfelder:  

Bildung  Teilhabe und Integration Gerechte Arbeit  Bewusstseinsbildung und Kommunikation
Wir setzen uns für die Eingliederung, berufliche Bildung und Förderung von Menschen mit Behinderung ein, um Chancengleichheit, das Recht auf einen menschenwürdigen Arbeitsplatz sowie auf Bildung und Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Wir unterstützen und stärken im Sinne einer vielfältigen Gesellschaft, die berufliche und soziale Integration von beeinträchtigten Gruppen. Wir ermöglichen und fördern die Integration unserer Beschäftigten in den allgemeinen Arbeitsmarkt, was neben einer Steigerung des Selbstwertgefühls die Möglichkeit eröffnet, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Wir arbeiten an der Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit für Inklusion, Teilhabe und Vielfalt. Hierzu veranstalten wir Kampagnen, öffentliche Feste, weiten Kooperationen aus und leisten klassische Öffentlichkeitsarbeit.

Gesellschaft

Sie alle gehören zur gesellschaftlichen – sozialen – Nachhaltigkeitsdimension. Sie sind unser Kerngeschäft:
  • Wir setzen uns ein für die Wahrung der Arbeitnehmerrechte für unsere Mitarbeiter*innen und Beschäftigen
  • Wir sicher die Chancengerechtigkeit, auch indem wir Qualifizierung ermöglichen und sicherstellen.
  • Wir wahren Menschenrechte bei uns und unseren Kooperationspartnern.
  • Im Gemeinwesen wollen wir mit Verantwortung eine aktive Rolle wahrnehmen.
  • Gesetzes- und richtlinienkonformes Handeln sind für uns verbindlich.
 
Wir haben weitere Handlungsfelder identifiziert und uns Fragen bzw. Aufgaben gestellt wie beispielsweise:  

Strategie Was macht uns aus? Welche Rolle spielen wir in der Stadtgesellschaft? Welche Rolle wollen wir haben?Wie ist unser Image? Wie ist die Wahrnehmung unserer Organisation?
Prozessmanagement Welche Verantwortung, z.B. in Führungsrollen, haben wir? Und wie nehmen wir sie wahr?Welche Regeln und Prozesse haben wir, wie nutzen wir sie?Wie und womit wollen wir unsere Entwicklung kontrollieren?Wer sind unsere Anspruchsgruppen und wie können wir sie beteiligen?Welches Innovationspotenzial haben wir? Wie managen wir Projekte?
Umwelt Wie hoch ist die Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen?Wie etablieren wir ein Ressourcenmanagement?Wie reduzieren, kompensieren, verhindern wir klimarelevante Emissionen?
 
Die identifizierten Themen werden wir sukzessive angehen, z.B. Aufnahme Status Quo, Festlegung von kurz-/mittel- und langfristigen Zielen, Identifizierung geeigneter Maßnahmen zur Erreichung der Ziele, Aufbau und Etablierung eines Nachhaltigkeitsmanagementprozesses, kontinuierliche Messung der Zielerreichung.  

Wir handeln im Einklang mit nationalen und branchenspezifischen Standards. Unser Qualitätsmanagement basiert auf rechtlichen Vorgaben und orientiert sich an internationalen normenbasierten Kriterien:  
  • UN-Behindertenrechtskonvention, dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK)
  • Bundesteilhabegesetz (BTHG)
  • Werkstättenverordnung (WVO)
Sie werden im QM-System übersetzt und in die Unternehmensstrategie implementiert. Aus dem Handbuch des Qualitätsmanagements sind folgende Auszüge:  

„Im Handbuch und in den mitgeltenden Unterlagen sind die Forderungen der DIN EN ISO 9001:2015 umgesetzt.“ (…) „Die Organisation und die Qualität unserer Unternehmensprozesse unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.“ (…)
„Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften des Arbeitsschutzes mit den flankierenden Gesetzen und Maßnahmen sind uns Leitlinie für die tägliche Arbeit. Menschen - unser Personal, unsere Mitarbeiter - erbringen Höchstleistungen. Aus diesem Grund nimmt Führung, Motivation und Schulung bei uns einen besonderen Stellenwert ein.“
 
Wir orientieren unsere Nachhaltigkeitsstrategie an der Global Reporting Initiative und den Principles ot the Global Compact. Wir leisten einen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (Agenda 2030), u.a.: SDG 1 – Keine Armut / SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen / SDG 4 – Hochwertige Bildung / SDG 7 – Saubere Energie / SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit / SDG 10 – Weniger Ungleichheiten / SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz.  

                   

Als einer der ersten Träger der Behindertenarbeit ist das facettenwerk mit einer seiner Wiesbadener Betriebsstätten bereits seit 2011/2012 Teilnehmer bei ÖKOPROFIT, dem Umweltberatungs- und Klimaschutzprogramm der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ziel ist es, die gelernten Inhalte auf die weiteren Standorte zu übertragen und somit den Beitrag zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourcenschonung zu erweitern.  

Seit 2019 ist der Geschäftsführer des Vereins Mitglied im Ausschuss Nachhaltige Wirtschaft der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden. Der Ausschuss hat beratende Funktion gegenüber der Vollversammlung und dem Präsidium der IHK.  

In 2020 werden wir die Nachhaltigkeitsstrategie verstetigen. Dazu verfassen wir erstmals die Entsprechenserklärung nach dem DNK.

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Stadtreinigung Hamburg AöR

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der unternehmerischen Aktivitäten und der Unternehmensstrategie der SRH: Aktiver Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz, hohe Kundenzufriedenheit, optimale Qualitätssicherung, bestmögliche Standards für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie wirtschaftliche und effiziente Unternehmensführung sind die zentralen Unternehmensziele. Im Unternehmenskonzept der SRH sind die strategischen Ziele ihrer geschäftlichen Tätigkeit genau definiert. Die Basis für dieses Konzept bildet das von der Freien und Hansestadt Hamburg für die SRH vorgegebene Zielbild und die entsprechenden Regelungen, Richtlinien und Gesetze. Hierzu gehören vor allem das Stadtreinigungsgesetz, die Satzung der SRH sowie das Unternehmenshandbuch. Als Instrument zur Umsetzung der Unternehmensstrategie wendet die SRH seit 2008 die Balanced Scorecard an, in der die Nachhaltigkeitsgrundsätze ebenfalls verankert sind. Das Nachhaltigkeitsprogramm mit strategischen sowie oerativen, terminierten Zielen und Maßnahmen basiert auf dem Unternehmenskonzept und der Balanced Scorecard und ist im jährlich erscheinenden Konzern- und Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der Zielerreichungsgrad wird regelmäßig überprüft und durch die Geschäftsführung einmal im Jahr an den Aufsichtsrat berichtet. 

Durch ihre konsequente Nachhaltigkeitsstrategie leistet die Stadtreinigung Hamburg ihren Beitrag zu einer möglichst minimalen Inanspruchnahme von Ressourcen. Sie erhält so ihre Zukunftsfähigkeit, indem sie auf Herausforderungen und von außen wirkende Veränderungen reagieren kann.
Erklärtes Ziel der Stadtreinigung Hamburg ist die umweltgerechte Sammlung, Behandlung und Entsorgung von Abfällen unter besonderer Beachtung der Entsorgungssicherheit, der abfallwirtschaftlichen Zielhierarchie sowie des Klima- und Ressourcenschutzes. Bei der Suche nach entsprechend sinnvollen Entsorgungswegen hält sich das Unternehmen daher an die fünfstufige Abfallhierarchie: Vermeiden, Vorbereiten zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung, Beseitigung. Dabei spielen auch die abfallwirtschaftliche Gesetzgebung, technische Innovationen sowie die demografische Entwicklungen wichtige Rollen. Mit diversen Projekten erarbeitet das Unternehmen eine Vorausschau auf die kommenden Jahre der Abfallwirtschaft in Hamburg. Zudem engagiert sie sich in einschlägigen Forschungsprojekten im Sinne ihres gesetzlichen Auftrages zur Entsorgungssicherheit. Darüber hinaus werden für alle Unternehmensbereiche mögliche (Nachhaltigkeits-)Risiken anhand des Risikomanagementsystems in regelmäßigen Abständen bewertet und, falls erforderlich, entsprechende Gegenmaßnahmen umgesetzt.

Das alle Bereiche umfassende integrierte Managementsystem stellt sicher, dass eine Vielzahl nationaler und internationaler Normen und Standards eingehalten werden. An erster Stelle steht die Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb. Des Weiteren zählen dazu das Qualitätssicherungssystem zertifiziert nach ISO9001, das Umweltmanagementsystem zertifiziert nach EMAS, das Arbeitsschutzmanagementsystem zertifiziert nach OHSAS 18001 sowie der Hamburger Corporate Governance Kodex.

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Sparda-Bank München eG

Die Sparda-Bank München eG ist eine Genossenschaftsbank und arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 1930 in der Tradition der genossenschaftlichen Werte. Diese sind daher als strategische Verankerung des Nachhaltigkeitsprogramms in der Bank zu sehen. Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens ist die Sicherung ihres nachhaltigen Geschäftsmodells wichtigstes Ziel der Sparda-Bank München eG.

Darüber hinaus engagiert sich die Bank seit 2011 als Pionierunternehmen für die Gemeinwohl-Ökonomie und veröffentlicht regelmäßig eine Gemeinwohl-Bilanz (weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de). Die vierte Gemeinwohl-Bilanz für die Jahre 2015, 2016 und 2017 wird derzeit erstellt und im Laufe des Jahres 2018 veröffentlicht.

Im Rahmen des Anfang 2018 gestarteten Strategieprozesses 2019 bis 2023 wird die Bank im Hinblick auf die Zukunftsgestaltung weitere Aspekte der Nachhaltigkeit im Strategiepapier verankern und mit Maßnahmen und Kennzahlen unterlegen.

Unabhängig von der derzeit noch nicht schriftlich definierten Nachhaltigkeitsstrategie als Teil der Gesamtbankstrategie veröffentlicht die Sparda-Bank München eG auf Unternehmensebene bereits Nachhaltigkeits- und Umweltberichte (Gemeinwohl-Bilanz, CO2-Bilanz, UN PRI-Report), in denen sie ihr soziales, ökonomisches und ökologisches Engagement transparent macht.

Durch die gelebte Unternehmenskultur der Achtsamkeit, das mehrfach ausgezeichnete betriebliche Gesundheitsmanagement und die in den Unternehmenswerten der Sparda-Bank München eG verankerte Wertschätzung gegenüber Mensch und Umwelt sind die Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil und Multiplikator des strategischen Engagements der Bank im Bereich Nachhaltigkeit.

Auf Produktebene legt die Sparda-Bank München eG Wert auf verantwortliches Investieren und veröffentlicht nicht nur ihre Anlageprinzipien auf der Unternehmenswebsite, sondern sie veröffentlicht dort bereits seit mehreren Jahren auch ihre Eigenanlagen (siehe www.sparda-m.de und www.zum-wohl-aller.de). Im Sinne der Kundenorientierung arbeitet die Sparda-Bank München eG eng mit ihren Produkt- und Kooperationspartnern zusammen. So kann die Sparda-Bank München eG ihren Kunden und Mitgliedern über die bestehende Kooperation mit Union Investment GmbH sowohl nachhaltige Investitions- und Anlagemöglichkeiten anbieten als auch innovative Kooperationsangebote, wie beispielsweise Ökostromtarife durch den regionalen Stromversorger Polarstern-Energie GmbH, der ebenfalls eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt.

Auch auf gesetzlicher Ebene (Compliance) erfüllt die Sparda-Bank München eG selbstverständlich alle Vorgaben (siehe Angaben zum Kriterium 20).

Die Sparda-Bank München eG sieht in der Definition und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie klare Chancen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen kooperativ, also im Sinne des Genossenschaftsgedankens, und zum Wohl aller zu begegnen.

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Sparkasse Vorderpfalz

Das Thema Nachhaltigkeit ist uns wichtig und wird auch für die Gesellschaft zunehmend bedeutender. Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut, das zum Wohle der Gesellschaft in unserer Region beiträgt, möchten wir als Vorbild vorangehen. Bereits bisher wurden einzelne Nachhaltigkeitsthemen in der Geschäftsstrategie aufgegriffen. Darüber hinaus werden wir in 2018 das Thema stärker gewichten und aktiv mit der Einbindung in unseren regulären Strategieprozess beginnen. Entsprechende Maßnahmen werden wir ab 2019 hinterlegen. Bereits heute adressieren wir in unseren strategischen Zielen im Rahmen der Strategie 2018-2022 grundlegende Aspekte der Nachhaltigkeit. Stichworte sind:

„Positiv für die Region": Darunter verstehen wir die enge Anbindung an das Leben und Arbeiten der Menschen, den aktiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und die gezielte Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders. In der Kundenberatung leiten uns die Prinzipien der ökonomischen Nachhaltigkeit und Verantwortung. Das bedeutet, dass wir unsere Angebote streng am Bedarf unserer Kunden ausrichten und eine ganzheitliche Beratung bieten. In den Sparten „Privatkunden" und „Baufinanzierung" erhielten wir nach 2016 erneut Auszeichnungen als „Beste Bank in Rheinland-Pfalz" (Internationales Institut für Bankentests in Zusammenarbeit mit der Zeitung „Die Welt").

„Positive Unternehmenskultur": Wir fördern gezielt die Entscheidungsfähigkeit unserer Mitarbeiter, indem wir Verantwortlichkeiten und Strukturen schaffen, die dies begünstigen. Wir flankieren das mit Fortbildungen, die Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft ermöglichen.

„Angemessene Risikokultur": Wir legen großen Wert auf eine angemessene Risikokultur, und zwar auf allen Ebenen. Voraussetzung dafür ist, dass Transparenz über die eingegangenen Risiken herrscht. Eine starke Compliancekultur mit klaren Regeln und Verantwortlichkeiten begünstigt ein einheitliches Werteverständnis.

Darüber hinaus sind Nachhaltigkeitsaspekte bereits in einzelnen Richtlinien unserer Sparkasse integriert, etwa in der „Richtlinie für integres Handeln unserer Mitarbeiter der Sparkasse Vorderpfalz" Diese beschreiben wir direkt beim Leistungsindikator G4-56 zu den Kriterien 5-7.
Bei unserer weiteren Nachhaltigkeitsarbeit werden wir uns unter anderem am Deutschen Nachhaltigkeitskodex orientieren. Damit bekennen wir uns zu den wesentlichen internationalen Standards und stellen unser Handeln auf lokaler Ebene in den Kontext der globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen.

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REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

„Nachhaltigkeit ist für die REWE Group kein Trend, sondern wesentliches Element ihrer Unternehmensstrategie.“ Diesen Anspruch hat der Vorstand der REWE Group in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften formuliert. Für die REWE Group bedeutet dies: Sie übernimmt Verantwortung für ihre Mitarbeiter, achtet auf einen fairen Umgang mit Partnern und Lieferanten, fördert nachhaltigere Sortimente, handelt umwelt- und klimabewusst und setzt sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein.

Bereits 2008 hat die REWE Group den Grundsatz „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig“ in ihr Unternehmensleitbild aufgenommen und ein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement etabliert. Mit der 2010 verabschiedeten Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften wurde darüber hinaus ein verbindlicher Handlungsrahmen geschaffen, der die Grundlage für das umfassende Nachhaltigkeitsengagement der REWE Group bildet. Die Leitlinie orientiert sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Sie umfasst unter anderem das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern. Das Ziel war von Beginn an eindeutig formuliert: Nachhaltigkeit soll „raus aus der Nische“ und in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group
Als international führendes Handels- und Touristikunternehmen weiß die REWE Group um ihre besondere Rolle als Mittler zwischen Herstellern, Dienstleistern und Konsumenten. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat daher die gesamte Geschäftstätigkeit im Blick, um nachhaltigeren Konsum und Tourismus in der Breite des Marktes zu etablieren. Die REWE Group formuliert Ziele und scheut auch vor komplexen Problemstellungen nicht zurück. Auf diese Weise hat sie in vielen Fällen als Vorreiter neue Ansätze umgesetzt, die heute allgemeine Standards sind. Bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie führt die REWE Group einen intensiven Dialog mit ihren Stakeholdern und geht verbindliche und langfristige Partnerschaften ein. Denn nur wenn alle Beteiligten an gemeinsamen Zielen arbeiten, lassen sich langfristige Verbesserungen herbeiführen. So wird der Anteil an nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen immer weiter ausgebaut und nachhaltiger Konsum für immer größere Teile der Bevölkerung zugänglich gemacht. Nachhaltigkeit begreift die REWE Group dabei als einen Teil der Geschäftsstrategie, der zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt und einen wichtigen Wachstumstreiber darstellt.

Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie hat die REWE Group 2008 vier Nachhaltigkeitssäulen eingeführt:

  • Grüne Produkte
  • Energie, Klima und Umwelt
  • Mitarbeiter
  • Gesellschaftliches Engagement
Innerhalb dieser Säulen legen Handlungsfelder die wesentlichen Themen des Nachhaltigkeitsengagements fest. Für die Umsetzung von Maßnahmen sind Arbeits- und Projektgruppen verantwortlich, die zu jeder der vier Nachhaltigkeitssäulen bestehen.

Grüne Produkte
  1. Mensch
  2. Tier
  3. Umwelt
  4. Ernährung

Ausgewählte Maßnahmen zur Gestaltung nachhaltigerer Sortimente in der Säule „Grüne Produkte“:
  • Ausbau von Bio- und Regionalsortimenten
  • PRO PLANET-Label für Eigenmarkenprodukte
  • Definition von Leitlinien und nachhaltigere Beschaffung von Rohstoffen
  • Stärkung von nachhaltigeren Markenartikeln
  • Engagement in Brancheninitiativen
  • Ansatz für umweltfreundlichere Verpackungen
  • Engagement für Tierwohl
  • Aktivitäten zu sozialen Aspekten und Fairness in der Lieferkette

Energie, Klima und Umwelt
  1. Energieeffizienz
  2. Klimarelevante Emissionen
  3. Ressourcenschonung
Ausgewählte Maßnahmen in der Säule „Energie, Klima und Umwelt“:
  • Energieeffizienzmaßnahmen z.B. im Bereich Beleuchtung und Kühlung
  • Vermeidung klimaschädigender Emissionen durch z.B. den Einsatz Vermeidung klimaschädigender Emissionen durch z.B. den Einsatz von zertifiziertem Grünstrom und klimaschonenderen Kältemitteln
  • Green Building-Märkte
  • Optimierung der Logistik

 Mitarbeiter
  1. Werte und Kultur
  2. Ausbildung und Entwicklung
  3. Gesundheit und Sicherheit
  4. Beruf und Lebensphasen
  5. Vielfalt und Chancengleichheit
 Ausgewählte Maßnahmen in der Säule „Mitarbeiter“:
  • 20 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vom Einzelhandel oder Groß- und Außenhandel über die Lebensmittelproduktion bis zur IT
  • Möglichkeiten zum dualen Studium
  • Systematische Personalentwicklung mit zielgruppenspezifischen Programmen
  • Gesundheitsvorsorge-Screenings, Fit.Netz-Angebote (Bewegungs- und Entspannungskurse), arbeitsmedizinische Betreuung, regelmäßige Begehungen der Arbeitsstätten, systematische Analysen von Unfällen, Auswertungen der im Arbeitsschutz eingehenden Berichte von Behörden usw.
  • Vielzählige Maßnahmen, die der Umsetzung einer familienfreundlichen und lebensphasenorientierten Personalpolitik dienen z.B. Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, Kinderbetreuungsangebote, Betriebskindertagesstätten (Kitas) in Köln und in Frankfurt, Pflege- bzw. Familienpflegezeiten, Freistellung von der Arbeit im Rahmen eines Sabbaticals usw.
  • Zertifizierung durch audit berufundfamilie


Gesellschaftliches Engagement
  1. Bewusste Ernährung und Bewegung
  2. Chancen für Kinder und Jugendliche
  3. Bewusster Umgang mit Lebensmitteln
  4. Artenvielfalt und Umweltschutz
Ausgewählte Projekte und Engagement in der Säule „Gesellschaftliches Engagement":
  • Unterstützung der Tafeln mit Lebensmitteln
  • Die DER Touristik Foundation
  • Projekt: „Gemeinsam für Haiti“
  • Projekt: PENNY-Förderkorb
  • Projekt: REWE Far East – WASHProjekt/Indien
  • Projekt: Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe
  • Projekt: Power Kiste


Nachhaltigkeit ist bei der REWE Group an höchster Stelle der Unternehmensführung verankert. Die Gesamtverantwortung für Nachhaltigkeit liegt seit dem Start der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2008 beim Vorstandsvorsitzenden. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung 2016 hat die REWE Group die Nachhaltigkeitsorganisation innerhalb der einzelnen Vertriebslinien gestärkt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftsprozesse integriert. Damit verfolgt die REWE Group das Ziel, Nachhaltigkeitsmaßnahmen näher am Geschäft und an den Kunden zu entwickeln und die Umsetzung schneller voranzutreiben.

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie erhalten die einzelnen Vertriebslinien eine große Gestaltungsfreiheit, um eine möglichst hohe Passgenauigkeit zu ihrer jeweiligen Strategie und ihrem individuellen Geschäftsmodell zu gewährleisten. Für alle Vertriebslinien gelten dabei die übergeordneten Themen der vier Nachhaltigkeitssäulen der REWE Group und die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften als gemeinsame Zielformulierung und Wertekanon des Nachhaltigkeitsengagements. Innerhalb dieses strategischen Rahmens legt jede Vertriebslinie die Schwerpunkte auf die für sie relevanten Themen.

Bei REWE und PENNY ist die Abteilung Nachhaltigkeit Ware für die Säule Grüne Produkte zuständig. Sie ist direkt dem Einkauf zugeordnet und unterstützt dort bei der Gestaltung nachhaltiger Sortimente.

Mehr Informationen z.B. zu Maßnahmen finden sich in den Managementansätzen der vier Nachhaltigkeitssäulen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2019 im Abschnitt Nachhaltigkeitsstrategie.


Sustainable Development Goals
Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen adressieren die wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene. Sie haben einen Zeithorizont bis 2050 und werden durch 169 Teilziele konkretisiert. Die REWE Group ist bestrebt, mit ihrem Nachhaltigkeitsengagement einen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu leisten. Aus diesem Grund hat sie ihre Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Geschäftsprozesse mit den 17 Zielen und den zugehörigen 169 Teilzielen abgeglichen. Auf Grundlage dieser Analyse wurden die SDGs und ihre Teilziele von den Nachhaltigkeitsverantwortlichen der REWE Group priorisiert und so ein Ranking der relevantesten SDGs gebildet. Dieses wurde auf dem REWE Group-Dialogforum im Jahr 2016 mit Stakeholdern im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert. Das Feedback der Stakeholder floss in ein Gesamtranking ein, in dem folgende SDGs mit hoher Relevanz für die REWE Group ausgewiesen werden:
  • Verantwortungsvoller Konsum und Produktion (SDG 12)
  • Leben an Land (SDG 15)
  • Leben unter dem Wasser (SDG 14)
  • Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum (SDG 8)
  • Kein Hunger (SDG 2)
  • Erneuerbare Energien (SDG 7)
Zu diesen sechs Zielen hat die REWE Group insgesamt 27 SDG-Teilziele identifiziert, die für ihre Geschäftstätigkeit von ausgeprägter Relevanz sind.

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