Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

01

Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG

Die nachhaltige, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung in unserer Region liegt uns am Herzen. Besonders wichtig ist uns dabei die Wirtschaft in unserer Stadt Weiden in der Oberpfalz sowie die der Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth.

Der Unternehmenswert „Nachhaltigkeit“ ist seit 2018 der Ausgangspunkt für die geplante strategische Verankerung von Nachhaltigkeit. In unserem „Strategiehaus“ ist nicht nur dieser Wert grundgelegt, sondern auch bereits die Orientierung am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), mit dem wir den
Anschluss an nationale und internationale Berichtsstandards sicherstellen. Unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsstandards ergeben sich aus den nachfolgenden Leitsätzen und sind daher vor allem bei den Kriterien 9 bis 16 sowie 18 zu sehen.

Wir haben in 2018 eine erste Strategie formuliert und folgende Leitsätze festgelegt:

1. Unternehmensführung
Unser Erfolg basiert auf der hohen Reputation und dem großen Vertrauen unserer Mitglieder, unserer Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leistungsfähigkeit und Integrität der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG. Verantwortungsbewusstes Handeln ist für uns integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Die nachhaltige, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung in unserer Region, der Nordoberpfalz, liegt uns besonders am Herzen. Dabei leiten uns, schon rechtsformbedingt, die genossenschaftlichen Werte Subsidiarität, Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Solidarität. In dieser Konsequenz haben wir innerhalb des „Strategiehauses der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG“ die allgemeinen genossenschaftlichen Werte im Jahr 2017 in den konkreten Kontext einer nachhaltigen Entwicklung gestellt und auf die Zukunft unserer Bank ausgerichtet. Folgende Unternehmenswerte haben wir uns gegeben: Kundenorientierung, Offenheit, Vertrauen, Verantwortung, Pragmatismus, Gemeinschaftssinn, Nachhaltigkeit.

2. Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
Nachhaltigkeit gewinnt für uns in unserem Kerngeschäft - dem Angebot von Geldanlagen und der Vergabe von Krediten - zunehmend an Bedeutung. Deshalb bieten wir unseren Kunden aktiv nachhaltige Geldanlageprodukte an und berücksichtigen neben ökonomischen auch soziale und ökologische Kriterien bei der Kreditvergabe. Wir engagieren uns mit Darlehensmitteln für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden und vermitteln aktiv Förderdarlehen. Offenkundig extremistische Parteien, Zusammenschlüsse und Vorhaben, die solche unterstützen, kreditieren wir nicht. Die Seriosität unserer Geschäftspartner ist uns wichtig.  
 
3. Verantwortungsvoller und attraktiver Arbeitgeber
Die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG ist ein bedeutender Arbeitgeber und einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir ein attraktiver Arbeitgeber sein. Deshalb bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen unserer Weiterbildungskonzeption vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten, verschiedene flexible Arbeitszeitmodelle und familienfreundliche Angebote. Eine familienfreundliche Personalpolitik ist uns ein wichtiges Anliegen. 

4. Nachhaltigkeit im Geschäftsbetrieb
Ziel der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG ist es, den Energieverbrauch unserer betrieblich genutzten Gebäude und damit unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Beim Einkauf von Dienstleistungen und Produkten berücksichtigen wir neben der Wirtschaftlichkeit auch Umweltfaktoren.

5. Gesellschaftliches Engagement
Regionale Verwurzelung und gelebte Partnerschaft vor Ort sind unsere starke Basis. Seit unserer Gründung übernehmen wir deshalb eine besondere Verantwortung für die Region und ihre Menschen. Mit unserem Engagement wollen wir dazu beitragen, die Innovationskraft der Region zu steigern. Wir achten auf eine möglichst große Breitenwirkung in den Bereichen Kultur, Bildung, Umwelt und Sport.

Folgende Maßnahmen sind für 2019 vorgesehen:

1. Depot-A-Screening nach Nachhaltigkeitskriterien
2. Erhebung Umweltkennzahlen
3. Einführung Lieferantenrichtlinie im Warengeschäft
4. Operationalisierung der Leitsätze mit Kennzahlen

All dies korrespondiert damit, dass wir in unserem Unternehmensleitbild die Schwerpunkte "Wir für unsere Mitglieder und Kunden", "Wir für unsere Mitarbeiter", "Wir für unsere Heimat" und "Wir für unsere Zukunft" festgeschrieben haben. In diesem Sinne sehen wir diesen Nachhaltigkeitsbericht - wie auch künftige Berichte - als wesentliches Mittel einer transparenten Kommunikation über die nachhaltige Zukunft unserer Bank, auf deren aktive Gestaltung wir gespannt sind und uns freuen.

Zum DNK-Profil

Sparda-Bank München eG

Die Sparda-Bank München eG ist eine Genossenschaftsbank und arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 1930 in der Tradition der genossenschaftlichen Werte. Diese sind daher als strategische Verankerung des Nachhaltigkeitsprogramms in der Bank zu sehen. Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens ist die Sicherung ihres nachhaltigen Geschäftsmodells wichtigstes Ziel der Sparda-Bank München eG.

Darüber hinaus engagiert sich die Bank seit 2011 als Pionierunternehmen für die Gemeinwohl-Ökonomie und veröffentlicht regelmäßig eine Gemeinwohl-Bilanz (weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de). Die vierte Gemeinwohl-Bilanz für die Jahre 2015, 2016 und 2017 wird derzeit erstellt und im Laufe des Jahres 2018 veröffentlicht.

Im Rahmen des Anfang 2018 gestarteten Strategieprozesses 2019 bis 2023 wird die Bank im Hinblick auf die Zukunftsgestaltung weitere Aspekte der Nachhaltigkeit im Strategiepapier verankern und mit Maßnahmen und Kennzahlen unterlegen.

Unabhängig von der derzeit noch nicht schriftlich definierten Nachhaltigkeitsstrategie als Teil der Gesamtbankstrategie veröffentlicht die Sparda-Bank München eG auf Unternehmensebene bereits Nachhaltigkeits- und Umweltberichte (Gemeinwohl-Bilanz, CO2-Bilanz, UN PRI-Report), in denen sie ihr soziales, ökonomisches und ökologisches Engagement transparent macht.

Durch die gelebte Unternehmenskultur der Achtsamkeit, das mehrfach ausgezeichnete betriebliche Gesundheitsmanagement und die in den Unternehmenswerten der Sparda-Bank München eG verankerte Wertschätzung gegenüber Mensch und Umwelt sind die Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil und Multiplikator des strategischen Engagements der Bank im Bereich Nachhaltigkeit.

Auf Produktebene legt die Sparda-Bank München eG Wert auf verantwortliches Investieren und veröffentlicht nicht nur ihre Anlageprinzipien auf der Unternehmenswebsite, sondern sie veröffentlicht dort bereits seit mehreren Jahren auch ihre Eigenanlagen (siehe www.sparda-m.de und www.zum-wohl-aller.de). Im Sinne der Kundenorientierung arbeitet die Sparda-Bank München eG eng mit ihren Produkt- und Kooperationspartnern zusammen. So kann die Sparda-Bank München eG ihren Kunden und Mitgliedern über die bestehende Kooperation mit Union Investment GmbH sowohl nachhaltige Investitions- und Anlagemöglichkeiten anbieten als auch innovative Kooperationsangebote, wie beispielsweise Ökostromtarife durch den regionalen Stromversorger Polarstern-Energie GmbH, der ebenfalls eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt.

Auch auf gesetzlicher Ebene (Compliance) erfüllt die Sparda-Bank München eG selbstverständlich alle Vorgaben (siehe Angaben zum Kriterium 20).

Die Sparda-Bank München eG sieht in der Definition und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie klare Chancen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen kooperativ, also im Sinne des Genossenschaftsgedankens, und zum Wohl aller zu begegnen.

Zum DNK-Profil

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt

Die Bereitstellung von energieeffizientem, generationengerechtem und bezahlbarem Wohnraum ist eine zentrale Herausforderung der heutigen Zeit. Der Gründungsauftrag der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt gilt auch heute noch als Leitlinie, ist im Gesellschaftervertrag niedergelegt und Kern unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Aufbauend auf der Wesentlichkeitsanalyse des Jahres 2014 führte die Unternehmensgruppe in den Folgejahren eine Nachhaltigkeitsstrategie und ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement ein. Dabei hat die Unternehmensgruppe den Anspruch, ökologische und soziale Gesichtspunkte gleichrangig in allen Unternehmensbereichen zu etablieren und sich nicht auf punktuelle Leuchtturmprojekte zu beschränken. Das Selbstverständnis der Unternehmensgruppe ist es, dass ein proaktives Nachhaltigkeitsmanagement zur zukunftsfähigen Fortentwicklung des Kerngeschäftes beiträgt. Hierbei wird die frühzeitige Vorbereitung auf absehbare regulatorische Anforderungen zur Schaffung erweiterter Handlungsspielräume eingesetzt.

Um die Strategie an die Entwicklungen der letzten Jahre anzupassen, findet aktuell die erste turnusmäßige Fortschreibung statt. Auf der Managementebene besteht die Fortentwicklung in der Einführung eines auf Handlungsfeldern basierenden Steuerungssystems. Wesentliche inhaltliche Bestandteile werden quantifizierbare Ziele sein, um das Nachhaltigkeitsengagement der Unternehmensgruppe messbar zu machen. Die Neuausrichtung soll 2018 abgeschlossen werden. (Mehr Informationen zur Strategiefortschreibung sind auf S. 34 im Nachhaltigkeitsbericht 2017 zu finden).Neben den langfristigen drei Schwerpunktthemen Energetische und Soziale Quartiersentwicklung, Nachhaltigkeit im Bauprozess und Betrieb sowie Verantwortungsvolle Beschaffung sind vor allem die Handlungsbereiche Klima und Energie sowie Arbeitswelt und Beschaffung wesentliche Bestandteile unseres Engagements im Bereich Nachhaltigkeit. Das übergeordnete Ziel Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz miteinander in Einklang zu bringen betten wir in die Betrachtung des städtebaulichen Umfelds, kurz die Stadt- und Quartiersentwicklung, ein. Wir streben eine gute Energiebilanz für das gesamte Quartier an, anstatt nur Höchstleistungen einzelner Gebäude zu erreichen. So haben wir es auch in unserem operativen Leitfaden für die energetische und soziale Quartiersentwicklung festgelegt. Wir achten bspw. bei der Planung von Neubauten konsequent auf hohe Energieeffizienz. und streben zukünftig den KfW 55 Standard für unsere Bestandsneubauten an. 

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt orientiert sich im Bereich 
Klima und Energie an den Zielvorgaben der UN, insbesondere dem Pariser Klimaschutz-Abkommen von 2015und den Bundes- und Landeszielen für einen CO2-neutralen Gebäudebestand im Jahr 2050. In den kommenden Jahren gilt es, auf Basis der Ist-Bewertung des Wohnungsbestandes ganzheitliche Entwicklungsstrategien für die Modernisierung, den Neubau und die Energieversorgung der Immobilien zu finden. Hier berücksichtigt die Unternehmensgruppe neben den Klimaschutzzielen v.a. die bauliche Ertüchtigung der Gebäude sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit. 

Auch das Thema 
Arbeitswelt und Beschaffung ein wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt bereitet sich unter anderem mit einem Pilotstandort in Frankfurt auf die sich wandelnde Arbeitswelt vor: Offene Gestaltung von Arbeitsräumen und moderne technische Ausstattung kreieren eine zeitgemäße Büroatmosphäre. Im Rahmen ihres Schwerpunktprojekts Verantwortungsvolle Beschaffung werden seit 2014 schrittweise und konzernweit die Weichen für eine nachhaltige Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen gestellt. Für das Jahr 2018 beabsichtigt die Unternehmensgruppe einen Code of Conduct für Dienstleister und Lieferanten einzuführen, der unter anderen explizit auf dieKonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) referenziert. 
Der Nachhaltigkeitsberichterstattung liegen die internationalen GRI Standards, die wohnungswirtschaftliche Ausprägung des Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie der Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW) zugrunde. Die daraus resultierenden Berichtsthemen beeinflussen direkt das Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmensgruppe und haben somit auch Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe.


Zum DNK-Profil

Kreissparkasse Heinsberg

Bekenntnis zu Nachhaltigkeit
Bereits im Jahr 2012 hat der Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg eine Selbstverpflichtung zu Nachhaltigkeit unterzeichnet und in der Geschäftsstrategie verankert. Sie umfasst das Bekenntnis, wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt zu verbinden. Zukünftige Generationen sollen überall dieselben Chancen auf ein gutes Leben haben. Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns als Sparkasse konkret, die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks und die Erhöhung der für alle frei zugänglichen Lebensqualität.

Die Kreissparkasse Heinsberg bekennt sich zum Regionalprinzip und macht sich stark für mehr Nachhaltigkeit im Kreis Heinsberg. Aus unserer besonderen, dem Gemeinwohl verpflichteten unternehmerischen Haltung heraus leisten wir mit unserer Geschäftspolitik, unseren Produkten und gesellschaftlichen Initiativen einen substanziellen Beitrag zu nachhaltigem Wohlstandswachstum, zu besserer Lebensqualität und Zukunftsentwicklung in der Region.

Nachhaltigkeitsstrategie
Unseren Erfolg wollen wir nicht nur nach wirtschaftlichen Ergebnissen, sondern auch nach dem gesellschaftlichen Nutzen für die Menschen im Kreis Heinsberg bemessen. Wir bauen unser Engagement in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales konsequent aus.

In Ergänzung zur oben dargestellten Selbstverpflichtung ist Nachhaltigkeit über vier wesentliche Instrumente in der Kreissparkasse Heinsberg implementiert:

  1. Die Nachhaltigkeitspolitik bildet die strategische Grundlage für Nachhaltigkeit in unserer Geschäftspolitik, in unserem Produktangebot sowie in unserem gesellschaftlichen Engagement. Die Zielentwicklung und Steuerung der Nachhaltigkeitsleistung erfolgt anhand der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) anerkannten Sparkassen-Indikatoren in den Dimensionen „Haltung“, „Produkte“ und „Initiativen“.
  2. Die Leitsätze zu Nachhaltigkeit schaffen den inhaltlichen Handlungsrahmen für die Verknüpfung unserer Nachhaltigkeitspolitik mit der Region sowie für die Kommunikation mit unseren Anspruchsgruppen. Sie werden nachfolgend unter dem Punkt „Leitsätze“ ausgeführt.
  3. Das Nachhaltigkeitsprogramm beinhaltet unsere lang- und kurzfristigen Nachhaltigkeitsziele, die dazugehörigen Maßnahmen sowie Verantwortlichkeiten zur Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung. Nähere Angaben dazu finden sich nachfolgend unter dem Punkt „Handlungsprogramm“.
  4. Im „Bericht an die Gesellschaft“ legen wir unsere Nachhaltigkeitsleistung sowie die Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags anhand der Sparkassen-Indikatoren offen. Dazu haben wir 2013 eine grundlegende Bestandsaufnahme erstellt, die wir seitdem jährlich aktualisieren. Auf der Grundlage des „Berichts an die Gesellschaft“ erstellen wir ebenfalls seit 2013 auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).
Bei der Entwicklung der verschiedenen Instrumente zur Umsetzung von Nachhaltigkeit wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Heinsberg im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses aktiv einbezogen. Ziel war es, eine breite Beschäftigung mit dem Thema und Akzeptanz für die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Sparkasse zu schaffen. Über die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit in der Sparkasse sowie über unseren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung im Kreis Heinsberg informieren wir alle Beschäftigten jährlich.

Zusätzlich hat die Sparkasse im vergangenen Jahr ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu eingeladen, an der „Initiative Nachhaltigkeit“ mitzuwirken. Dabei geht es darum, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen der Sparkasse aktiv ihre Ideen zur nachhaltigen Entwicklung einbringen können. Das Team besteht aus insgesamt zehn Teilnehmenden. Bislang fand ein Treffen statt. Als erstes Thema beschäftigt sich die Gruppe damit, wie die Sparkasse das ehrenamtliche Engagement ihrer Beschäftigten fördern und unterstützen könnte.

Leitsätze zur Nachhaltigkeit
Einen verbindlichen Rahmen für unser Handeln zum Wohle von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen in der Region schaffen die „Leitsätze zur Nachhaltigkeit“. Sie konkretisieren unsere Rolle im Hinblick auf die Sicherung von nachhaltigem Wohlstand und Zusammenhalt im Kreis Heinsberg.
1.Wir erfüllen unseren öffentlichen Auftrag und übernehmen Verantwortung für Menschen und Unternehmen im Kreis Heinsberg.
2.Wir arbeiten als führendes Kreditinstitut zum Wohle der Menschen.
3.Wir fördern den Klimaschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
4.Wir fördern Teilhabe an nachhaltigem Wohlstand und frei zugänglicher Lebensqualität für alle.


Unser Handlungsprogramm zur Implementierung von Nachhaltigkeit
Das Nachhaltigkeitsprogramm der Kreissparkasse Heinsberg ist für zwei Jahre angelegt und gliedert sich entlang der Dimensionen „Haltung“, „Produkte“ und „Initiativen“. In der nachfolgenden Übersicht wird es zusammenfassend dargestellt, genauere Informationen zu einzelnen Maßnahmen werden in den jeweiligen Belangen detaillierter ausgeführt. Im vergangenen Jahr haben wir zudem ein Nachhaltigkeitsteam gebildet, das weitere Maßnahmen entwickeln wird.

Die Erfolgskontrolle erfolgt jährlich unter Einbindung des Vorstands.
ZielUmsetzungsmaßnahmeZeitraumStatus
Haltung: Mehr Diversität, TransparenzJährliche Anspruchsgruppendialoge, Erhöhung Anteil Frauen in Führungspositionen, Bildung Initiative Nachhaltigkeitseit 2015laufende Umsetzung
Produkte: Ausbau nachhaltiger Produkte, Stärkung unternehmerischer TätigkeitAngebot nachhaltiger Fonds, Bürgerwindenergie, Coworking Space in Heinsberg2016-2017laufende Umsetzung
Initiativen: Ökonomische Bildung, Bürgerbeteiligung, IntegrationMini-Mathematikum, Spenden-Voting, Praktika für geflüchtete Menschen2016-2017umgesetzt

Zum DNK-Profil

Kreissparkasse Waiblingen

Mit unserem Handeln nachhaltig der Region zu nutzen – das entspricht unserem öffentlichen Auftrag und danach richten wir unsere Geschäftsstrategie aus. Eine starke Wirtschaft, eine hohe Lebensqualität oder eine gesunde Infrastruktur sind nur einige Beispiele für die vielen Qualitäten und Potenziale des Rems-Murr-Kreis für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung. Diese Chancen langfristig zu nutzen und auch für künftige Generationen ein gutes Leben und Wohlstand sicherzustellen, ist eine Zukunftsaufgabe, an der wir uns als Kreissparkasse Waiblingen beteiligen. Nachhaltiges Denken und Handeln bildet dafür die Grundlage und bedeutet für uns, wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen in Einklang zu bringen.

In unserer Geschäftsstrategie haben wir die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung fest verankert. Grundlage für unser Handeln sind unsere Leitlinien für Nachhaltigkeit. Damit geben wir einen Orientierungsrahmen für ein verantwortungsbewusstes Handeln jedes Einzelnen - und schaffen damit die Basis für eine konsequent nachhaltige Unternehmensführung in allen Geschäftsbereichen. Im Leistungsindikator G4-56 werden die Leitlinien für Nachhaltigkeit näher erläutert.

Auf unserer strategischen Landkarte haben wir den Ausbau unserer Nachhaltigkeitsleistung als Ziel verankert. Für die operative Steuerung und Koordination ist die Nachhaltigkeitsbeauftragte verantwortlich. Gemeinsam mit den jeweiligen Fachbereichen wird die Umsetzung über die folgenden Handlungsfelder sichergestellt: Nachhaltige Unternehmensführung, Kunden & Produkte, Mitarbeiter, Sparkassenbetrieb und gesellschaftliches Engagement. Die begleitende Kommunikation der Aktivitäten sowie deren transparente Darstellung (u. a. im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht sowie im Nachhaltigkeitsauftritt auf der Homepage) ist ein wichtiger Bestandteil für die verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Entlang unserer definierten Handlungsfelder entwickeln wir geeignete Maßnahmen. Beispiele für das Handlungsfeld Kunden & Produkte werden in Kriterium 10 aufgezeigt. Beispielhafte Maßnahmen für das Handlungsfeld Mitarbeiter finden sich in den Kriterien 14 bis 16. Unsere Maßnahmen für einen nachhaltigen Sparkassenbetrieb sind im wesentliche in Kriterium 11 aufgeführt. Maßnahmen für unser Handlungsfeld gesellschaftliches Engagement sind in Kriterium 18 beschrieben.

 

Zum DNK-Profil

Vergleichen

Kennen Sie die Funktion bereits? Mit der DNK-Datenbank können Sie die Antworten verschiedener Anwender gegenüberstellen und lesen was Unternehmen zu einzelnen Kriterien und Leistungsindikatoren berichten. Weitere Informationen