Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

Sika Deutschland GmbH

Nachhaltigkeit und damit auch Umweltschutzbelange sind für Sika seit vielen Jahren Themen höchster Priorität und werden auf allen Leitungsebenen unterstützt und vorangetrieben. Verankert sind sie unter anderem in der konzernweit gültigen Sika Nachhaltigkeitsstrategie 2014-2018. Diese steht unter dem Titel "More Value, Less Impact": Ziel ist, einerseits den Nutzen für die Kunden zu steigern und gleichzeitig die Umweltwirkungen zu reduzieren.

Die Sika Nachhaltigkeitsstrategie umfasst ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen und deckt auf diese Weise alle drei Säulen der Nachhaltigkeit ab. Die Strategie setzt sich aus insgesamt sechs Zielfeldern zusammen, jeweils drei unter dem Aspekt "More Value" (Nutzen steigern) und "Less Impact" (Umweltwirkungen verringern).

More Value (Nutzen steigern):

Zielfeld Beschreibung
Wirtschaftliche Leistung Unser Erfolg kommt allen Anspruchsgruppen zugute
Nachhaltige Lösungen Wir sind führend in der Industrie. Wir gehen mit einem Portfolio von nachhaltigen Produkten, Systemen und Dienstleistungen voran.
Standortgemeinden / Gesellschaft Wir bilden Vertrauen und schaffen Werte - mit Kunden, Standortgemeinden und der ganzen Gesellschaft.


Less Impact (Umweltwirkungen verringern):

Zielfeld Beschreibung
Energie Wir gehen sorgsam mit Ressourcen und Kosten um.
Wasser / Abfall Wir steigern die Wasser- und Materialeffizienz.
Arbeitssicherheit Sika Mitarbeitende verlassen den Arbeitsplatz gesund.


Die Berücksichtigung aller drei Säulen der Nachhaltigkeit ermöglicht Sika einen breit gefächerten Überblick über den aktuellen Stand beim Thema Nachhaltigkeit. Die sechs Themenfelder stellen dank der hinterlegten Zielwerte auf einen Blick die Entwicklung dar und erlauben eine kontinuierliche Überwachung. Zudem wird der abstrakte Begriff der Nachhaltigkeit für alle Zielgruppen verständlich und greifbar.

Zur Umsetzung der Strategie werden beispielsweise alle Produktentwicklungen einer Bewertung ihrer Nachhaltigkeitsbeiträge während ihres Lebenszyklus' unterzogen (Zielfeld Nachhaltige Lösungen). Um Vertrauen und Werte zu schaffen, engagiert sich Sika gezielt in Vereinen bzw. bei Veranstaltungen in den Standortgemeinden. Außerdem überwacht Sika kontinuierlich die Energie- und Wasserverbräuche der Standorte und erfasst das jeweilige Abfallaufkommen. Auf diese Weise sind die Entwicklungen auch über längere Zeiträume transparent und es können Verbesserungspotentiale aufgedeckt und genutzt werden. Zur Steigerung der Arbeitssicherheit tragen regelmäßige Schulungen bei.

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Sparkasse Vorderpfalz

Das Thema Nachhaltigkeit ist uns wichtig und wird auch für die Gesellschaft zunehmend bedeutender. Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut, das zum Wohle der Gesellschaft in unserer Region beiträgt, möchten wir als Vorbild vorangehen. Bereits bisher wurden einzelne Nachhaltigkeitsthemen in der Geschäftsstrategie aufgegriffen. Darüber hinaus werden wir in 2018 das Thema stärker gewichten und aktiv mit der Einbindung in unseren regulären Strategieprozess beginnen. Entsprechende Maßnahmen werden wir ab 2019 hinterlegen. Bereits heute adressieren wir in unseren strategischen Zielen im Rahmen der Strategie 2018-2022 grundlegende Aspekte der Nachhaltigkeit. Stichworte sind:

„Positiv für die Region": Darunter verstehen wir die enge Anbindung an das Leben und Arbeiten der Menschen, den aktiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und die gezielte Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders. In der Kundenberatung leiten uns die Prinzipien der ökonomischen Nachhaltigkeit und Verantwortung. Das bedeutet, dass wir unsere Angebote streng am Bedarf unserer Kunden ausrichten und eine ganzheitliche Beratung bieten. In den Sparten „Privatkunden" und „Baufinanzierung" erhielten wir nach 2016 erneut Auszeichnungen als „Beste Bank in Rheinland-Pfalz" (Internationales Institut für Bankentests in Zusammenarbeit mit der Zeitung „Die Welt").

„Positive Unternehmenskultur": Wir fördern gezielt die Entscheidungsfähigkeit unserer Mitarbeiter, indem wir Verantwortlichkeiten und Strukturen schaffen, die dies begünstigen. Wir flankieren das mit Fortbildungen, die Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft ermöglichen.

„Angemessene Risikokultur": Wir legen großen Wert auf eine angemessene Risikokultur, und zwar auf allen Ebenen. Voraussetzung dafür ist, dass Transparenz über die eingegangenen Risiken herrscht. Eine starke Compliancekultur mit klaren Regeln und Verantwortlichkeiten begünstigt ein einheitliches Werteverständnis.

Darüber hinaus sind Nachhaltigkeitsaspekte bereits in einzelnen Richtlinien unserer Sparkasse integriert, etwa in der „Richtlinie für integres Handeln unserer Mitarbeiter der Sparkasse Vorderpfalz" Diese beschreiben wir direkt beim Leistungsindikator G4-56 zu den Kriterien 5-7.
Bei unserer weiteren Nachhaltigkeitsarbeit werden wir uns unter anderem am Deutschen Nachhaltigkeitskodex orientieren. Damit bekennen wir uns zu den wesentlichen internationalen Standards und stellen unser Handeln auf lokaler Ebene in den Kontext der globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen.

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Commerzbank AG

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Commerzbank verfolgt das Ziel, den globalen Herausforderungen als verantwortungsvoller Partner für eine nachhaltige Entwicklung zu begegnen. Dafür beobachten wir relevante Megatrends und bewerten sie hinsichtlich potenzieller Chancen und Risiken. Wir berücksichtigen die Auswirkungen unserer unternehmerischen Entscheidungen auf Umwelt und Gesellschaft und nutzen wir die Geschäftspotenziale, die in Produkte und Finanzdienstleistungen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung liegen (s. 2. Wesentlichkeit).

Operationalisiert wird die Nachhaltigkeitsstrategie in drei Handlungsfeldern:

1. Nachhaltige Unternehmensführung: Die Commerzbank hat sich dem Prinzip unternehmerischer Verantwortung verpflichtet. Solide Werte, verbindliche Verhaltenskodizes sowie anspruchsvolle Selbstverpflichtungen bilden den Rahmen unserer Geschäftstätigkeit.

2. Markt und Kunden: Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet uns als Bank auch Chancen: Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Zudem wächst das Interesse privater und institutioneller Kunden an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten.

3. Umwelt und Gesellschaft: Wir wissen, dass wir nur in einem intakten und zukunftsfähigen gesellschaftlichen und ökologischen System erfolgreich sein können. Bestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung sind deshalb auch der betriebliche Umweltschutz und unser gesellschaftliches Engagement.

Die Umsetzung dieser Strategie erfolgt entlang der rund 100 Ziele unseres Nachhaltigkeitsprogramms (s. Kriterium 3. Ziele).

Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie handelt die Commerzbank im Einklang mit diversen nationalen wie internationalen Standards: Wir bekennen uns seit 2006 zu den Prinzipien des UN Global Compact und berichten seit 2002 dem CDP unsere Klimadaten. Ergänzend zu unserem Engagement bei zahlreichen bestehenden Initiativen haben wir 2018 die UN Women's Empowerment Principles und 2019 die Initiativen Climate Neutral Now sowie CEOs bekennen Farbe unterzeichnet. Außerdem gehörte die Commerzbank 2019 zu den Erstunterzeichnern der Principles for Responsible Banking.

Neben dem Magazin zur unternehmerischen Verantwortung veröffentlichen wir jährlich die GRI Bilanz nach dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI). Außerdem enthält der Geschäftsbericht seit dem Geschäftsjahr 2017 einen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht gemäß "CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz".

Unser Umweltmanagementsystem ist nach ISO 14001 zertifiziert, unser Energiemanagementsystem nach ISO 50001.

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Bundesdruckerei-Gruppe

Als Unternehmen in öffentlicher Hand verpflichtet sich die Bundesdruckerei-Gruppe in besonderem Maße dem Interesse von Staat, Bürgern und Gesellschaft. Deshalb verfolgt die Unternehmensgruppe einen ganzheitlichen Ansatz, um ökonomische, ökologische und soziale Interessen in Einklang zu bringen. Das Geschäftsmodell ist auf Langfristigkeit und ein vorausschauendes, nachhaltiges Wirtschaften ausgelegt. Nachhaltigkeit ist als integraler Bestandteil in der Unternehmensstrategie verankert. Das Nachhaltigkeitsmanagement hat Schnittstellen zu allen relevanten Bereichen des Unternehmens (z. B. Infrastructure Management / Security; HR; Communications & Public Affairs; Compliance & Data Privacy Protection; Health, Safety & Environmental Protection). 

Für die Bundesdruckerei-Gruppe ist regel- und gesetzeskonformes Verhalten der Mitarbeiter sowie die Sicherheit und Qualität der Produkte und Lösungen selbstverständlich. Die Unternehmensgruppe verfolgt daher höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards und klare Compliance- und Management-Leitlinien. In Berlin-Brandenburg engagiert sich das Unternehmen zudem gesellschaftlich mit bildungspolitischen Projekten. Für seine Mitarbeiter bietet das Unternehmen ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Durch interne und externe Schulungen und Weiterbildungen sichert die Bundesdruckerei-Gruppe lebenslanges Lernen.

Einen hohen Stellenwert hat der Umwelt- und Ressourcenschutz, genauso wie der Erhalt einer sicheren Arbeitsumgebung. Zur kontinuierlichen Kontrolle, Steuerung und Verbesserung der Betriebsabläufe hinsichtlich ökologischer Gesichtspunkte und der Arbeitssicherheit hat die Bundesdruckerei 1998 ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 sowie 2010 ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach BS OHSAS 18001 eingeführt. Mit der Einführung des Energiemanagements nach ISO 50001 in 2014 verfügt die Bundesdruckerei  über alle wichtigen Managementsysteme. In den Managementsystemen wird seit 2016 auch die D-TRUST erfasst und für diese seit 2017 eine Zertifizierung nach ISO 14001, BS OHSAS 18001 und ISO 50001 vorgenommen.







Zentrale Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie der
Bundesdruckerei-Gruppe sind

  • Wirtschaftlichkeit und gute Unternehmensführung
  • Innovative und sichere Produkte
  • Zukunftsfähiger Arbeitgeber
  • Klimaschutz und die Ressourceneffizienz 
  • Gesellschaftliche Verantwortung und Transparenz


Folgende Leitsätze hat das Unternehmen für die Handlungsfelder formuliert:  

Handlungsfeld Wirtschaftlichkeit und gute Unternehmensführung
Die Bundesdruckerei-Gruppe zeichnet sich durch wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, eine integre Unternehmensführung und höchste innerbetriebliche Sicherheitsstandards aus. Die Interessen von Staat, Bürgern, Kunden und Mitarbeitern finden in unserem Handeln besondere Berücksichtigung.
Maßnahmen im Handlungsfeld Wirtschaftlichkeit und gute Unternehmensführung werden in Kriterium 20 dargestellt.  

Handlungsfeld Innovative und sichere Produkte
Unsere innovativen ID-Sicherheitslösungen basieren auf höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards und sind Ergebnis unserer langfristigen Innovationsstrategie. Mit unseren Komplettlösungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz digitaler Identitäten und Daten.
Maßnahmen im Handlungsfeld Innovative und sichere Produkte werden in Kriterium 10 dargestellt.  

Handlungsfeld Zukunftsfähiger Arbeitgeber
Die Bundesdruckerei-Gruppe ist ein bedeutender Arbeitgeber in Deutschland und weltweit vernetzt durch mehrere Minder- und Mehrheitsbeteiligungen an unterschiedlichen Standorten. Wir bieten attraktive und langfristig sichere Arbeitsplätze in einem modernen und zukunftsweisenden Umfeld.
Maßnahmen im Handlungsfeld Zukunftsfähiger Arbeitgeber werden in Kriterium 16 dargestellt.  

Handlungsfeld Klimaschutz und Ressourceneffizienz
Betrieblicher Umweltschutz und Sparsamkeit im Umgang mit Ressourcen haben bei der Bundesdruckerei-Gruppe einen hohen Stellenwert. Alle Mitarbeiter fühlen sich dem Schutz von Mensch und Umwelt in ihrem Arbeitsumfeld verpflichtet.
Maßnahmen im Handlungsfeld Klimaschutz und Ressourceneffizienz werden in Kriterium 12 dargestellt.  

Handlungsfeld Gesellschaftliche Verantwortung und Transparenz Mit unserem Fachwissen beraten wir die Politik und suchen den branchenspezifischen und branchenübergreifenden Austausch. Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung durch Engagement in sozialen Bildungsprojekten und schaffen Transparenz in unserer Lieferkette. Maßnahmen im Handlungsfeld Gesellschaftliche Verantwortung und Transparenz werden in Kriterium 18 dargestellt.  
Zielsetzungen zu den einzelnen Handlungsfeldern werden in Kriterium 3 dargestellt.

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Barmenia-Konzern

Die Barmenia befindet sich in einem fortlaufenden Strategieprozess mit dem Ziel, die langfristigen Erfolgspotenziale des Unternehmens und damit die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Die verschiedenen Elemente der Unternehmensstrategie werden in der Strategiepyramide wie folgt zusammengefasst:

  • Vision "Bessere Lösungen",
  • das Geschäftsmodell,
  • die in einer Strategy Map eingeordneten Ziele,
  • das Handlungsprogramm sowie
  • bereichsspezifische Teilstrategien (IT, Personal, Kapitalanlagen, Produkte, Marketing, Vertrieb).
Die Strategiepyramide wird einerseits von der vor allem auf finanzielle Risiken bezogenen Risikostrategie und andererseits von den Unternehmenswerten flankiert.

Barmenia-Strategiepyramide, Quelle: Barmenia
(Die Details in den Einzelebenen wurden unleserlich dargestellt, da sie unter Geschäftsgeheimnis fallen.)

Nachhaltigkeit ist Verantwortungskultur und deshalb in den Unternehmenswerten verankert. Die Werte umschließen somit die gesamte Strategiepyramide von der Vision bis zu den Teilstrategien. So ist jeder Bereich angehalten, wirtschaftlich, sozial und umweltbewusst im Rahmen seines Auftrags zu handeln. Nachhaltigkeit ist im Leitbild sowie in den Führungsstandards festgeschrieben. Neben dem Zielsystem, von dem auch Vergütungen abhängig sind, gibt es kein weiteres "Nachhaltigkeitszielsystem". Nachhaltigkeit soll nicht als "nebenher" angesehen werden, sondern DNA des Unternehmens sein. Im Barmenia-Leitbild heißt es: "Nachhaltiges Wirtschaften ist uns ein besonderes Anliegen. Ökonomisches Handeln, soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein sind deshalb Leitgedanken unserer Unterneh­men." In den Führungsstandards ist es wie folgt formuliert: "Nur nachhaltig wirtschaftende Unternehmen sind auf Dauer erfolgreich. Wir sind uns bewusst, dass ökonomisches Handeln, ökologisches Bewusstsein und soziale Verantwortung Leitgedanken unseres Unternehmens sind. Die daraus resultierende Qualität der Führung bestimmt wesentlich den Unternehmenserfolg." Darüber hinaus hat sich die Barmenia als Mitglied vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e. V.). zum B.A.U.M.-Kodex bekannt, der folgende Themen beinhaltet:
  • Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften
  • Verantwortung für die Natur
  • Verantwortung für die Gesellschaft
  • Verantwortung für die Zukunft
  • Verantwortung zu Transparenz.
Verantwortungsbewusstsein wird in den Bereichen gelebt
Die in den Teilstrategien vorgegebenen Bereiche prägen bereits seit vielen Jahren das Verantwortungsbewusstsein der Barmenia-Unternehmen. Beispielhaft sollen folgende Konzepte dienen:
  • IT "Das papierlose Büro"
    Bereits seit Anfang dieses Jahrtausends wird die Idee des papierlosen Büros verfolgt. Digitalisierungsprozesse erhöhen den Kundenservice und sparen die natürliche Ressource Papier ein. (s. dazu "12. Ressourcenmanagement")
  • Personal "Vereinbarkeit von Beruf und Familie"
    Viele arbeitnehmerfreundliche Maßnahmen führten zum Audit Beruf und Familie, das die Barmenia seit 2005 trägt. Seitdem wurden Ziele definiert und eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen auf den Weg gebracht. (s. dazu "15. Chancengerechtigkeit")
  • Kapitalanlagen "Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren der Vereinten Nationen"
    Im Jahr 2014 wurden die PRI gezeichnet. Daraufhin wurden Kriterien definiert, in welche Staaten und Unternehmen keine Kundengelder fließen dürfen. Die Barmenia ist als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ihren Kunden gegenüber verpflichtet und sieht es als ihre Pflicht an, die Kundengelder werteorientiert zu investieren. (s. dazu "10. Innovations- und Produktmanagement - Leistungsindikatoren zu Kriterium 10 - Principles for Responsible Investment (PRI)")
  • Versicherungsprodukte mit sozialen und umweltfreundlichen Kriterien
    Es sollen bedarfsgerechte Produkte entwickelt werden, die einfach und verständlich sind. Neben den finanziellen Leistungen fließen, wenn für den Kunden sinnvoll, soziale und umweltfreundliche Leistungen in die Versicherungsprodukte ein. (s. dazu "10. Innovations- und Produktmanagement")
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit "Stärkung der Marke Barmenia"
    Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sollen die Marke Barmenia stärken. Die Marke ist ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Ziel ist es, die Vorteile und die Werte der Barmenia herauszustellen, um so den Menschen ein klares Unternehmensbild zu vermitteln. Gleichzeitig gilt es, Reputationsschäden zu vermeiden. (s. dazu "20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten")
  • Vertrieb "Verhaltenskodex für den Vertrieb des GDV"
    Die Beratungsqualität steht an erster Stelle. Um diese als sichtbares Zeichen nach außen sicherzustellen, hat die Barmenia am 1. Juli 2013 als eines der ersten Versicherungs-unternehmen den Kodex unterzeichnet. Dessen Einhaltung wird regelmäßig von einem Wirtschaftsprüfer kontrolliert (s. dazu "16. Qualifizierung" und Nachhaltigkeitsberichte 2013 und 2015).
Die Konzepte und Ziele werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen unterlegt, die transparent dargelegt werden.  

Transparenz
Unter www.barmenia.de führen die Barmenia Versicherungen eine Internetseite, die über Produkte, Services und die Unternehmen Auskunft gibt. Um dem Thema Verantwortung bzw. Nachhaltigkeit einen besonderen Stellenwert zu verleihen, wurde eine weitere umfangreiche Internetpräsenz unter www.nachhaltige.versicherung geschaffen. Diese gibt detailreich Auskunft über Themen, die der Unternehmensverantwortung zuzuschreiben sind. Dort finden sich auch die Nachhaltigkeitsberichte aus den Jahren 2009, 2013 und 2015 sowie die nichtfinanziellen Berichte.

Jährliche Veröffentlichung von Geschäftsberichten
Die Barmenia-Unternehmen sind verpflichtet, jährlich Geschäftsberichte zu veröffentlichen. Diese sind im Internet abrufbar unter www.geschaeftsbericht.barmenia.de.

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