Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

Sparda-Bank München eG

Die Sparda-Bank München eG ist eine Genossenschaftsbank und arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 1930 in der Tradition der genossenschaftlichen Werte. Diese sind daher als strategische Verankerung des Nachhaltigkeitsprogramms in der Bank zu sehen. Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens ist die Sicherung ihres nachhaltigen Geschäftsmodells wichtigstes Ziel der Sparda-Bank München eG.

Darüber hinaus engagiert sich die Bank seit 2011 als Pionierunternehmen für die Gemeinwohl-Ökonomie und veröffentlicht regelmäßig eine Gemeinwohl-Bilanz (weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de). Die vierte Gemeinwohl-Bilanz für die Jahre 2015, 2016 und 2017 wird derzeit erstellt und im Laufe des Jahres 2018 veröffentlicht.

Im Rahmen des Anfang 2018 gestarteten Strategieprozesses 2019 bis 2023 wird die Bank im Hinblick auf die Zukunftsgestaltung weitere Aspekte der Nachhaltigkeit im Strategiepapier verankern und mit Maßnahmen und Kennzahlen unterlegen.

Unabhängig von der derzeit noch nicht schriftlich definierten Nachhaltigkeitsstrategie als Teil der Gesamtbankstrategie veröffentlicht die Sparda-Bank München eG auf Unternehmensebene bereits Nachhaltigkeits- und Umweltberichte (Gemeinwohl-Bilanz, CO2-Bilanz, UN PRI-Report), in denen sie ihr soziales, ökonomisches und ökologisches Engagement transparent macht.

Durch die gelebte Unternehmenskultur der Achtsamkeit, das mehrfach ausgezeichnete betriebliche Gesundheitsmanagement und die in den Unternehmenswerten der Sparda-Bank München eG verankerte Wertschätzung gegenüber Mensch und Umwelt sind die Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil und Multiplikator des strategischen Engagements der Bank im Bereich Nachhaltigkeit.

Auf Produktebene legt die Sparda-Bank München eG Wert auf verantwortliches Investieren und veröffentlicht nicht nur ihre Anlageprinzipien auf der Unternehmenswebsite, sondern sie veröffentlicht dort bereits seit mehreren Jahren auch ihre Eigenanlagen (siehe www.sparda-m.de und www.zum-wohl-aller.de). Im Sinne der Kundenorientierung arbeitet die Sparda-Bank München eG eng mit ihren Produkt- und Kooperationspartnern zusammen. So kann die Sparda-Bank München eG ihren Kunden und Mitgliedern über die bestehende Kooperation mit Union Investment GmbH sowohl nachhaltige Investitions- und Anlagemöglichkeiten anbieten als auch innovative Kooperationsangebote, wie beispielsweise Ökostromtarife durch den regionalen Stromversorger Polarstern-Energie GmbH, der ebenfalls eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt.

Auch auf gesetzlicher Ebene (Compliance) erfüllt die Sparda-Bank München eG selbstverständlich alle Vorgaben (siehe Angaben zum Kriterium 20).

Die Sparda-Bank München eG sieht in der Definition und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie klare Chancen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen kooperativ, also im Sinne des Genossenschaftsgedankens, und zum Wohl aller zu begegnen.

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Sparkasse Vorpommern

Die Sparkasse Vorpommern ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Zentraler Auftrag war schon bei der Gründung der Rechtsvorgänger vor 190 Jahren die Gemeinwohlförderung im Geschäftsgebiet. Dieser wichtige Grundsatz ist heute im Sparkassengesetz Mecklenburg-Vorpommern als öffentlicher Auftrag fixiert. Kernaufgaben der Sparkasse sind die kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand, die Stärkung der Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger und die Förderung der Entwicklung der Region – per se nachhaltiges Handeln.

 

Eine gesonderte Nachhaltigkeitsstrategie wurde deshalb bisher nicht fixiert. Im Jahr 2018 wollen wir ein formelles Nachhaltigkeitskonzept erarbeiten, um die bereits vorhandenen und noch zu entwickelnden Aspekte systematisch unter dem aktuell gebräuchlichen Nachhaltigkeitsbegriff miteinander zu verbinden und eine Perspektive für weitere Entwicklungen abzuleiten.

 

Unsere aktuelle Unternehmensstrategie generiert aus dem öffentlichen Auftrag und unserem Leitbild Vorgaben auch zu nachhaltigkeitsrelevanten Belangen und setzt diese durch konkrete Maßnahmen mit Nachhaltigkeitsbezug um.

 

Generell strebt die Sparkasse keine Gewinnmaximierung an, sondern den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg, der als notwendige Basis die Unterstützung der Region in ökologischen und sozialen Belangen erst ermöglicht.

 

Mit einer Geschäftstätigkeit ausschließlich in Deutschland und der Einhaltung der umfassenden und auf höchstem Niveau befindlichen deutschen Rechtsnormen werden zugleich alle relevanten internationalen Vorgaben und Standards (z. B. ILO usw.) berücksichtigt; ihre Einhaltung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Anhand intern kommunizierter Servicestandards sowie einer sorgfältig installierten Compliance-Organisation unterstreichen wir gemäß unserer Unternehmensstrategie die feste Absicht, auch weiterhin den berechtigten Erwartungen unserer Kunden in Bezug auf unser integres Verhalten gerecht zu werden.

 

Einen Schwerpunkt der nachhaltigkeitsrelevanten Bestandteile der Unternehmensstrategie bilden soziale Belange: Neben der Personalstrategie hat auch unser Filial- und Betreuungskonzept weitreichende soziale Implikationen. Im Geschäftsgebiet der Sparkasse herrscht eine geringe Bevölkerungsdichte vor, gleichzeitig gibt es große demografischen Herausforderungen: das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt und die Bevölkerungszahlen sinken. Dies erfordert große Anstrengungen, um unseren Kunden neben anderen Wegen zur Kontaktaufnahme auch ein flächendeckendes Filialnetz anbieten zu können. Barrierefreier Zugang zu Finanzdienstleistungen, Finanzberatung, Sicherung der Altersvorsorge, aber auch Vermittlung von Kenntnissen in finanziellen Belangen sind in diesem Zusammenhang wichtige Leistungen im Hinblick auf soziale Nachhaltigkeit.

 

Dass der Erhalt der Umwelt für uns von großer Bedeutung ist, ist ebenfalls in der Unternehmensstrategie fixiert: Wir sind einem bewussten und sparsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen verpflichtet, setzen Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz um und fördern diese. Obwohl wir ökologische Belange bislang nicht in den Fokus genommen haben, ergeben sich gerade hier für unser Institut besondere Chancen, einerseits im Kundengeschäft, andererseits aber auch im internen Betrieb.

 

Im Kundengeschäft hat die Sparkasse bereits zur Energiewende beigetragen, da aus der Einbindung von entsprechenden Förderkrediten in die Finanzierung von energetischen Maßnahmen sowohl im gewerblichen Geschäft als auch bei den privaten Immobilienbesitzern Auswirkungen auf den Klimaschutz resultieren. Zudem spielte das Thema im Bereich der Geldanlagen in den letzten Jahren eine zunehmende Rolle. Wir unterstützen dies mit entsprechenden Angeboten im Bereich von Investmentfonds. Im Kerngeschäft sehen wir Chancen für unser Institut, weil in unserer Region Tourismus und Landwirtschaft besonders relevante Branchen sind und auch die Nutzung der Windenergie für jedermann deutlich sichtbar ist.

 

Neben dem Kerngeschäft wollen wir bei der Bewirtschaftung der eigenen Sparkassengebäude und -infrastruktur Chancen für eine Weiterentwicklung nutzen. Nach einem Energieaudit wurden bereits ökologisch wirksame Maßnahmen durchgeführt, und dieser Prozess wird fortgesetzt.

 

Ein wichtiger Bestandteil unserer Aktivitäten mit Nachhaltigkeitsbezug ist zudem unser Förderengagement für Soziales und Umwelt. Strategische Basis dafür ist, dass sich entsprechend unserer Unternehmensstrategie ein besonderes Maß an Verantwortung für unsere Region auch durch die regionale Förderung kultureller, sportlicher, sozialer und wissenschaftlicher Aktivitäten in Form von Spenden und Sponsorings sowie durch die sparkasseneigene Stiftung und die der ostdeutschen Sparkassen zeigen soll. Die vollzogenen Förderungen für Soziales und Umwelt, mit denen wir unseren oben genannten strategischen Ansatz umsetzen, nehmen einen erheblichen Umfang ein. Neben finanzieller Förderung gibt es auch ergänzende Formen des Engagements. So wirkt die Sparkasse Vorpommern bereits seit 2011 als Bündnispartner im „Klimaschutzbündnis Greifswald 2020“ der Universitäts- und Hansestadt Greifswald mit.

 

Im Jahr 2017 haben wir erstmals den von einem regionalen Sparkassenverband entwickelten Nachhaltigkeits-Check im Rahmen eines Workshops mit allen relevanten Fachbereichen durchgeführt, um den Ist-Status zu analysieren. Die Ergebnisse dieser Analyse werden wir für die weitere Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten nutzen.

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Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG

Die nachhaltige, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung in unserer Region liegt uns am Herzen. Besonders wichtig ist uns dabei die Wirtschaft in unserer Stadt Weiden in der Oberpfalz sowie der Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth.

Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung leiten uns die traditionellen genossenschaftlichen Werte Subsidiarität, Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Solidarität. Diese grundlegenden Begriffe bilden nach unserem Selbstverständnis eine einzigartige Basis für die Integration des Nachhaltigkeitsgedankens.

In dieser Konsequenz haben wir innerhalb des „Strategiehauses der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG“ die allgemeinen genossenschaftlichen Werte im Jahr 2017 in den konkreten Kontext einer nachhaltigen Entwicklung gestellt und auf die Zukunft unserer Bank ausgerichtet. Folgende Unternehmenswerte haben wir uns gegeben: Kundenorientierung, Offenheit, Vertrauen, Verantwortung, Pragmatismus, Gemeinschaftssinn, Nachhaltigkeit.

Der Unternehmenswert „Nachhaltigkeit“ ist ab 2018 der Ausgangspunkt für die geplante strategische Verankerung von Nachhaltigkeit. In unserem „Strategiehaus“ ist nicht nur dieser Wert grundgelegt, sondern auch bereits die Orientierung am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), mit dem wir den Anschluss an nationale und internationale Berichtsstandards sicherstellen.

Ein erster Schritt wird in 2018 eine vertiefte Analyse sein:

  • wo stehen wir in den wichtigsten sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimensionen der Nachhaltigkeit (Bestandsaufnahme) und
  • welche Themenstellungen sind für uns als Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz in Zukunft wichtig. Dabei beziehen wir zwei Sichtweisen ein: zum einen die Binnensicht unserer geschäftlichen Entwicklung und zum zweiten die Außensicht unserer wichtigsten Anspruchsgruppen (Mitglieder, Kunden, Aufsichtsrat, Öffentlichkeit, Wirtschaft).
Auf dem Fundament der Analyse werden wir ab 2019 unsere bisherigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen (wir berichten insbesondere ab dem Kriterium 11 darüber) systematisieren und durch weitere Maßnahmen zielgerichtet ergänzen. Sobald dies der Fall ist, werden wir, sofern sinnvoll und möglich, zu diesen Maßnahmen Ziele hinterlegen und im Rahmen geeigneter Prozesse in einem jährlichen Betrachtungszeitraum messen.

All dies korrespondiert damit, dass wir in unserer Unternehmensstrategie die Schwerpunkte „Mitglieder“ (demokratische Teilhabe), „Mitarbeiter“ (Grundsatz: „Qualität kommt von Menschen“) und „Aus der Region – für die Region“ festgeschrieben haben.

In diesem Sinne sehen wir diesen Nachhaltigkeitsbericht – wie auch künftigen Berichte – als wesentliches Mittel einer transparenten Kommunikation über die nachhaltige Zukunft unserer Bank, auf deren aktive Gestaltung wir gespannt sind und wir uns freuen.

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Stadtsparkasse Augsburg

Seit der Gründung der Stadtsparkasse Augsburg im Jahr 1822 folgt unsere Geschäftspolitik dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Wir sind der wichtigste Finanzdienstleister vor Ort mit zahlreichen Standorten. Wir wollen mit unserer Tätigkeit unseren Kunden als Partner zur Verfügung stehen. Bei uns zählt eine langfristige Kundenbeziehung, die von Vertrauen geprägt ist, der kurzfristige Profit tritt damit in den Hintergrund. Unsere Mitarbeiter kennen die Menschen und die Region besonders gut. Wichtige Entscheidungen werden schnell und direkt vor Ort getroffen.

 

Im Herbst 2017 haben wir uns strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst. Hierzu haben wir den von einem regionalen Sparkassenverband entwickelten „Nachhaltigkeitscheck“ eingesetzt. Wir analysierten in einem halbtägigen Workshop unter externer Fachbegleitung, welche die wichtigsten Themenstellungen für unser Haus sind. Dabei haben wir drei Bereiche einbezogen: Geschäftsstrategie, Geschäftsbetrieb und Kundengeschäft.

 

Im Rahmen der Analyse haben wir herausgearbeitet, dass wir als Stadtsparkasse Augsburg schon bisher wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Drei Beispiele sind:

  • Wir haben eine sogenannte "Kompetenzstelle Umwelt und Energie“ eingerichtet, in der wir unsere Kunden mit hoher Qualifikation über Finanzierungsmöglichkeiten in den Bereichen Erneuerbare Energien oder Gebäudesanierung beraten. Näheres berichten wir bei Kriterium 10.

  • Wir unterstützen mit unserem aktiven Engagement die Lebensqualität in der Region und sichern hiermit unsere langfristige Geschäftsgrundlage. Dies geschieht unter anderem durch gemeinnützige, soziale und kulturelle Vorhaben. Darum haben wir auch vier rechtlich selbstständige Stiftungen gegründet, die sich im Kinder- und Jugendbereich (Stiftung Aufwind), in der Altenhilfe (Stiftung Sparkassen-Altenhilfe), im kulturellen Bereich (Mozartstiftung) sowie der wissenschaftlichen Bildung (Sparkassen-Planetarium) betätigen. Unsere Beteiligungen sehen wir als langfristige und strategische Investition.

  • Indem wir das entwicklungspolitische Engagement der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V., eine Gemeinschaftseinrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe, durch unsere Mitgliedschaft unterstützen, kommen wir der globalen Verantwortung der deutschen Sparkassen für diese eine Welt nach. Und wir bauen dabei auch auf unserer eigenen Entstehungsgeschichte auf: Vor 200 Jahren wurden in Deutschland die ersten Sparkassen vor einem sehr ähnlichen Hintergrund aufgebaut.

 

Die bisherigen Aktivitäten wollen wir chancenorientiert mit aktuellen und künftigen Herausforderungen verknüpfen. Leitschnur ist es, unseren wirtschaftlichen Erfolg mit ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Ansprüchen in Einklang zu bringen.  


Als erstes Ergebnis aus der Analyse haben wir im Leitbild unserer Geschäftsstrategie für 2018 unter dem Adressat „Träger und Region“ folgenden Satz aufgenommen: „Wir berücksichtigen soziale und ökologische Nachhaltigkeit in unserer Geschäftspolitik.“ Auf der Basis dieser Verankerung in der Geschäftsstrategie prüfen wir ab 2018, ob uns eine schriftlich festgelegte Nachhaltigkeitsstrategie dabei unterstützen könnte, unser nachhaltiges Handeln noch strukturierter zu dokumentieren und bedarfsorientiert auszubauen.

 

Vor diesem Hintergrund setzen wir bei der Berichterstattung konsequent auf den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), der ein anerkannter nationaler und internationaler Berichtsstandard ist.

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Sinnack Backspezialitäten GmbH & Co.KG

Nachdem in den letzten Jahren bereits diverse Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung unseres Unternehmens umgesetzt wurden, haben wir beschlossen, das Thema systematisch weiter zu verfolgen. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir daher mit Unterstützung einer externen Nachhaltigkeitsberatung eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um soziale und ökologische Nachhaltigkeit systematisch in unser Kerngeschäft zu integrieren und kontinuierlich umzusetzen.  

Unsere dabei durchgeführten Analysen zeigten folgende Risiken für eine nachhaltige Entwicklung:

  • Durch Lebensmittelskandale und mangelnde Transparenz wuchs die Kritik der Öffentlichkeit, der Medien und der Kunden an der Lebensmittelbranche.
  • Der Fachkräftemangel nimmt zu und erschwert die Personalbeschaffung.
  • Die Anforderungen der Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz wandeln sich.
  • Es bestehen für die Beschäftigten gesundheitliche Belastungen, durch Schichtarbeit in der Produktion, aber auch durch zunehmendes Alter.
  • Die gesetzlichen Vorgaben zu Umweltwirkungen, zu  Emissionen und zur Einhaltung von Grenzwerten verschärfen sich.
  • Unser Betrieb zählt zu den energieintensiven Unternehmen, mit hohen CO2 Emissionen.
  • Unsere Auftraggeber verlangen zunehmend Nachweise zur Umwelt- und Sozialverträglichkeit.

Gleichzeitig haben wir vielfältige Chancen durch eine nachhaltige Entwicklung identifiziert:
  • Wir erfüllen hohe Umwelt- und Sozialstandards durch die Produktion unserer Backwaren in Deutschland, in unseren eigenen Betriebsstätten in Bocholt und Droßdorf.
  • Unsere Produkte erfüllen kontinuierlich höchste Qualitätsansprüche. Wir zeigen Produkttransparenz und schaffen Vertrauen bei den Auftraggebern und den Endkonsumenten.
  • Durch unsere Nachhaltigkeitsstrategie werden wir für neue Fachkräfte attraktiver und können unsere Mitarbeiter stärker binden.
  • Wir fördern proaktiv und systematisch die Gesundheit der Beschäftigten.
  • Wir verbessern unsere Umweltwirkungen, freiwillig und systematisch, über die gesetzlichen Auflagen hinaus. Dadurch zeigen sich positive Wirkungen für die Umwelt, aber auch betriebswirtschaftlich durch dauerhafte Kostenreduzierungen.
  • Die Lieferkette wird hinsichtlich der Umwelt- und Sozialverträglichkeit schrittweise transparenter.

Standards: Wir arbeiten mit Branchenstandards sowie nationalen und internationalen Standards.  


IFS-Food Zertifizierung: Beide Produktionsstätten in Bocholt und Droßdorf sind nach IFS-Food 6.1 zertifiziert. Als Lebensmittelhersteller nehmen wir regelmäßig an dem unabhängigen Audit des International Featured Standard Food teil. Die Sinnack Backspezialitäten & Co. KG war das erste Bäckerei-Unternehmen in Deutschland, das eine IFS-Zertifizierung erhalten hatte.  

Der IFS Food  ist ein von der GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannter Standard für die Auditierung von Lebensmittelherstellern. Schwerpunkte sind Lebensmittelsicherheit und die Qualität der Verfahren und Produkte. Die Anforderungsliste umfasst:
  • Unternehmensverantwortung
  • Systeme für Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsmanagement
  • Ressourcenmanagement
  • Herstellungsverfahren
  • Messungen, Analysen, Verbesserungen
  • Food Defense (Schutz der Lebensmittelkette vor terroristischen Akten).

Weitere Einzelheiten zum IFS Food Standard siehe https://www.ifs-certification.com/index.php/de/standards/23-ifs-food-de  


BSCI (Business Social Compliance Initiative): Grundvoraussetzung für die Listung aller Lieferanten, auch der neuen Lieferanten, ist die Abgabe einer Selbstauskunft sowie die unterschriebene Qualitätssicherungsvereinbarung, in der der Lieferant die Nachhaltigkeitskriterien des internationalen Nachhaltigkeitsstandard des BSCI anerkennt. Die BSCI ist eine Wirtschaftsinitiative für Unternehmen, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette engagieren. Der BSCI Verhaltenskodex basiert auf diversen internationalen Verträgen zum Schutz von Arbeitnehmerrechten. 

Lebensmittelverordnungen: Zudem erfüllt unser Betrieb als Lebensmittelhersteller strenge gesetzliche Auflagen, wie insbesondere die deutschen Verordnungen zur Lebensmittelhygiene (LMHV) und der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV).  

Wir sichern unsere Produktqualität durch ein umfassendes HACCP-System (Hazard Analysis Critical Control Point) und ständige Produktionsüberwachung.

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