Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

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Um das Thema Nachhaltigkeit effektiv in die verschiedenen Geschäftsbereiche und Prozesse zu integrieren, ist nicht nur ein Überblick über das gesamte Geschäft notwendig, sondern auch die entsprechende Weisungsbefugnis, um auch tiefergreifende Veränderungen zu realisieren und nachhaltiges Verhalten vorzuleben. Nachhaltigkeit muss daher auch immer von der Führungsebene mitgetragen werden. Deswegen sollte in der Geschäftsführung und gegebenenfalls auch im Vorstand eine Person für das Thema verantwortlich sein und sicherstellen, dass Nachhaltigkeit bei strategischen Unternehmensentscheidungen berücksichtigt wird (siehe Kriterium 8).

Was ist zu beachten?
Die operative Verantwortung zum Thema Nachhaltigkeit kann bei spezifischen Abteilungen (z. B. bei einer Abteilung für Corporate Social Responsibility) liegen, von den jeweiligen Fachbereichen selbst oder auch von beauftragten Personen wahrgenommen werden. Diese unterstützen die Geschäftsführung und den Vorstand dabei, die Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln, berichten regelmäßig über den Status, schlagen Projekte und Maßnahmen vor und koordinieren die Umsetzung. Hier soll berichtet werden, wer im operativen Geschäft sowie auf der Führungsebene für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich ist. Beachten Sie, dass Nachhaltigkeit eine große Bandbreite von Themen umfasst und berichten Sie gegebenenfalls, wie die Verantwortlichkeiten auf Führungsebene aufgeteilt werden. Vielleicht sind Umweltbelange wie Ressourcenmanagement (siehe Kriterium 12) einer anderen Führungskraft zugeordnet als gesellschaftliche Belange wie politische Einflussnahme (siehe Kriterium 19).
 
Aspekt 1:
Berichten Sie, wie die zentrale Verantwortung für Nachhaltigkeitsthemen (Strategie, Kontrolle, Analyse) auf operativer und auf Führungsebene zugeteilt ist.

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Strukturell ist das Nachhaltigkeitsmanagement der Geschäftsleitung unterstellt und treibt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführerin Susanne Horn das Thema innerhalb eines integrierten Managementprozesses weiter voran (s. Nachhaltigkeitsbericht 2017, S. 18-19). Mit dazu gehört neben dem Leben und Anpassen der Nachhaltigkeitsstrategie auch die Überwachung der Umsetzung und Analyse nachhaltigkeitsrelevanter Themen. Jede Führungskraft der einzelnen Prozessbereiche (von kaufmännischer Verwaltung bis zur Logistik) hat ebenfalls die Aufgabe, Nachhaltigkeitsaspekte in ihren Verantwortungsbereichen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Einen wichtigen prozessübergreifenden Bereich in diesem Kontext stellt die „nachhaltige Beschaffung“ dar, da der Einkauf dezentral und prozessbezogen abgewickelt wird. Da Nachhaltigkeit aber auch bereits im Kleinen beginnt, verpflichtet sich jeder einzelne Mitarbeiter mit der Unterzeichnung seines Arbeitsvertrags zu konsequent umweltbewusstem Verhalten am Arbeitsplatz. Außerdem gibt es verschiedene Betriebsbeauftragte, die in ihren Arbeitsbereichen verschiedene umweltrelevante Aufgaben haben und diese umsetzen sowie ein innerbetriebliches Verbesserungsvorschlagswesen, durch welches umweltrelevante Vorschläge Gehör finden und je nach Bewertung einen positiven Beitrag leisten.


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Barmenia-Konzern

Von 2010 bis zur Beendigung seiner beruflichen Laufbahn Ende 2018 kam dem Vorstandsmitglied Martin Risse u. a. die Aufgabe zu, das Thema Nachhaltigkeit in der Barmenia zu koordinieren. Es wurde als wichtig erachtet, dem Thema ein Gesicht zu verleihen, um es voranzutreiben. Die einzelnen Vorstandsmitglieder waren in der Zeit auch für die Themen ihrer Ressorts verantwortlich. Mittlerweile liegt die Verantwortung ausschließlich in den einzelnen Ressorts, wobei dem Vorstandsvorsitzenden aufgrund seiner Funktion eine besondere Rolle zukommt. Die Fachbereiche sowie der Nachhaltigkeitsbeauftragte im Bereich Presse und Vorstandsstab unterstützen die Vorstände in der Nachhaltigkeitsarbeit.  

Ressortverantwortungen der Barmenia-Vorstände:

  • Dipl.-Kfm. Dr. Andreas Eurich, Vorsitzender
    Ressorts: Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Recht, Revision, Risikomanagement, Neue Geschäftsfelder
  • Dipl.-Ök. Frank Lamsfuß
    Ressorts: Außendienst, Maklervertrieb, Marketing, Vertriebssteuerung, Vertriebsbereiche, Vertriebsorganisationen
  • Dipl.-Math. Ulrich Lamy
    Ressorts: Mathematik BK und BL, Tarif BA, Vertrag BA, BK, BL
  • Dipl.-Kfm. Martin Risse (31.12.2018 Eintritt in den Ruhestand)
    Ressorts: Kapitalanlagen (bis 31.10.), Leistung BK und Schaden BA (bis 31.12.)
  • Dipl.-Math. Carola Schroeder
    Ressorts: Kapitalanlagen (ab 01.11.), Leistung BK und Schaden BA (ab 01.01.2019)
  • Dipl.-Betriebsw. Kai Völker
    Ressorts: IT-Services, Personal und Zentrale Services, Kundenbetreuung
Barmenia-Nachhaltigkeitsbeirat
Um wirtschaftliche, soziale sowie ökologische Kernthemen der Unternehmensführung besser bewerten zu können, hat die Barmenia einen unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat eingerichtet, der den Vorständen der Barmenia-Versicherungsgruppe - auch als Impulsgeber - beratend zur Seite steht.

Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt und Medien bilden den Barmenia-Nachhaltigkeitsbeirat. Dazu gehören:
  • Dieter Brübach, Vorstandsmitglied B.A.U.M. e. V.,
    (Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats);
  • Prof. Dr. Carsten Herbes, geschäftsführender Direktor ISR, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen,
    (stellvertretender Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats);
  • Prof. Dr. Thomas Meuser, Prodekan Green Business Management,
    UE - University of Applied Sciences Europe, Iserlohn;
  • Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH;
  • Georg Schürmann, Geschäftsleiter, Triodos Bank N.V. Deutschland sowie
  • Jörg Weber, Herausgeber und Chefredakteur ECOreporter.de.
Die Sitzungen des Nachhaltigkeitsbeirats begleitet mindestens ein Barmenia-Vorstandsmit­glied. Themenbezogen können die Unternehmensvertreter variieren.

Bereits seit dem Jahr 2001 gibt es den Nachhaltigkeitsbeirat, der die Kapitalanleger bis zum Jahr 2014 ausschließlich hinsichtlich ökologischer Investitionen be­raten hat.

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HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Die Umsetzung eines systematischen Nachhaltigkeitsmanagements auf allen Ebenen des Unternehmens geht bei HiPP von der Geschäftsleitung aus. Auf diese Weise werden maßgebliche Impulse für die Realisierung des Nachhaltigkeitsgedankens und den Schutz der biologischen Vielfalt im Unternehmensalltag gesetzt. Mit Prof. Dr. Claus Hipp steht an der Firmenspitze ein vorausschauender Unternehmer, der das Thema Nachhaltigkeit zu einem Unternehmensziel von höchster Priorität erklärt hat.

Ein eigener Stabsbereich unter der Leitung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten, der zugleich Mitglied der Geschäftsführung ist, betreibt engagiert Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements. Nachhaltigkeitskoordination, -kommunikation und -projektleitung werden als Stabsstellen ebenfalls durch die Geschäftsleitung gesteuert. Das Nachhaltigkeits-Team berichtet regelmäßig an die Geschäftsleitung und die Gesellschafter. Die Team-Mitglieder sind in die einzelnen Fachbereiche vernetzt und tauschen sich regelmäßig aus. Dadurch gewährleistet HiPP, dass sich das Unternehmen im Sinne der Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterentwickelt. Die einzelnen Produktionsstandorte in den Ländern sind über deren Standortmanager in das Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmenszentrale involviert. Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden in der Regel gruppenweit ausgerollt.

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Emschergenossenschaft

Die Verantwortung für die Koordination der nachhaltigen Entwicklung ist beim Vorstand „Personal und Nachhaltigkeit“ angesiedelt. Diese über die Zuständigkeit für personelle und soziale An­gelegen­heiten hinausgehende Verantwortung bedurfte gemäß § 16 EmscherGG der Zustimmung des Genossenschaftsrates. Dem Vorstandsmitglied zugeordnet ist die Stabsstelle „Nach­haltige Entwicklung“. Zu deren Aufgaben gehören neben der Gesamt­ko­ordi­nation insbesondere Wissens­auf­bau und -vernetzung, die Moderation der Nachhaltigkeits-Schnell­checks, die Durchführung der Wesent­lichkeits­analysen, die Er­arbeitung von Nach­haltig­keits-Managementregeln, die Modera­tion und Beratung von Be­teiligungs­prozessen, die Koordination von Projekten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (z. B. der UNESCO-Schülerfachtagungen), die Förderung von Kom­petenz­entwicklung für integrales Arbeiten sowie das Sichtbar­machen der Nachhaltigkeits­aktivi­täten als Good-Practice-Beispiele.

Entscheidungen zu Nachhaltigkeitszielen werden vom Vorstand – ggf. unter Einbindung von Ge­nossen­schaftsrat und -versammlung – getroffen. Die Verfolgung der Ziele obliegt den Fachabteilungen. Die Zielerreichung wird vom Vorstand über das vor über 10 Jahren ein­ge­führte Balanced Scorecard-System (BSC) kontrolliert.

Eine wichtige Rolle im Nachhaltigkeitsmanagement kommt zudem den auf Basis gesetz­licher Regelungen be­nannten Beauftragten zu. Im Umweltschutzmanagement wirken insb. die be­auf­tragten Personen für Gefahrgut, die Betriebs­beauftragten für Abfall und für Gewässerschutz, die Gefahr­gutbeauftragte und der Immissions­schutz­beauftragte entscheidend mit. Im Arbeits- und Ge­sundheitsmanagement sind es u. a. die Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, die Brand­schutzbeauftragten, die Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die Sicherheits­beauftragten, der Laser­schutzbeauftragte und die Strahlenschutzbeauftragte. Weiterhin wurden eine Daten­schutz­beauftragte, ein IT-Sicherheitsbeauftragter und Gleich­stellungs­beauftragte berufen. Ebenfalls benannt sind ein Compliance­beauftragter, ein Risikomanagementbeauftragter und Ver­trauens­personen für Korruptionsfragen.

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Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Die oberste Verantwortung für Nachhaltigkeit wird folgendermaßen operationalisiert:
Die oberste Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der IB.SH liegt beim Vorstand bzw. im Bereich Unternehmensentwicklung. Das Nachhaltigkeitsmanagement ist in der Abteilung IB.SH Energieagentur, die Teil des Bereichs Unternehmensentwicklung ist, angesiedelt. Neben der IB.SH Energieagentur verantwortet der Bereich Unternehmensentwicklung die IB.SH-Strategie, die interne und externe Kommunikation der Bank, das Marketing sowie das Digitalisierungs- und Produktmanagement. Damit ist das Nachhaltigkeitsmanagement eng an die für diese Funktion maßgeblichen Unternehmensprozesse angebunden.
Die IB.SH Energieagentur verfügt über geeignete Kompetenzen, um die vielschichtige Aufgabenstellung des Nachhaltigkeitsmanagements zu übernehmen. Im Juni 2018 hat die IB.SH die Funktion einer Nachhaltigkeitsmanagerin eingerichtet. Die Nachhaltigkeitsmanagerin steht in regelmäßigem Dialog mit der Managementebene der Bank, um über die Fortschritte bei der Implementierung des Nachhaltigkeitsmanagements sowie konkret anstehende oder geplante Aktivitäten zu berichten. Regelmäßig berichtet sie auch direkt an den Vorstand.
Das operative Nachhaltigkeitsmanagement wird durch die Nachhaltigkeitsbeauftragten in den Fachbereichen der Bank unterstützt, die themenbezogen und umsetzungsorientiert von der Nachhaltigkeitsmanagerin eingebunden werden.

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