Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

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Um das Thema Nachhaltigkeit effektiv in die verschiedenen Geschäftsbereiche und Prozesse zu integrieren, ist nicht nur ein Überblick über das gesamte Geschäft notwendig, sondern auch die entsprechende Weisungsbefugnis, um auch tiefergreifende Veränderungen zu realisieren und nachhaltiges Verhalten vorzuleben. Nachhaltigkeit muss daher auch immer von der Führungsebene mitgetragen werden. Deswegen sollte in der Geschäftsführung und gegebenenfalls auch im Vorstand eine Person für das Thema verantwortlich sein und sicherstellen, dass Nachhaltigkeit bei strategischen Unternehmensentscheidungen berücksichtigt wird (siehe Kriterium 8).

Was ist zu beachten?
Die operative Verantwortung zum Thema Nachhaltigkeit kann bei spezifischen Abteilungen (z. B. bei einer Abteilung für Corporate Social Responsibility) liegen, von den jeweiligen Fachbereichen selbst oder auch von beauftragten Personen wahrgenommen werden. Diese unterstützen die Geschäftsführung und den Vorstand dabei, die Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln, berichten regelmäßig über den Status, schlagen Projekte und Maßnahmen vor und koordinieren die Umsetzung. Hier soll berichtet werden, wer im operativen Geschäft sowie auf der Führungsebene für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich ist. Beachten Sie, dass Nachhaltigkeit eine große Bandbreite von Themen umfasst und berichten Sie gegebenenfalls, wie die Verantwortlichkeiten auf Führungsebene aufgeteilt werden. Vielleicht sind Umweltbelange wie Ressourcenmanagement (siehe Kriterium 12) einer anderen Führungskraft zugeordnet als gesellschaftliche Belange wie politische Einflussnahme (siehe Kriterium 19).
 
Aspekt 1:
Berichten Sie, wie die zentrale Verantwortung für Nachhaltigkeitsthemen (Strategie, Kontrolle, Analyse) auf operativer und auf Führungsebene zugeteilt ist.

HiPP-Werk Georg Hipp OHG

Die Umsetzung eines systematischen Nachhaltigkeitsmanagements auf allen Ebenen des Unternehmens geht bei HiPP von der Geschäftsleitung aus. Auf diese Weise werden maßgebliche Impulse für die Realisierung des Nachhaltigkeitsgedankens und den Schutz der biologischen Vielfalt im Unternehmensalltag gesetzt. Mit Prof. Dr. Claus Hipp steht an der Firmenspitze ein vorausschauender Unternehmer, der das Thema Nachhaltigkeit zu einem Unternehmensziel von höchster Priorität erklärt hat.

Ein eigener Stabsbereich unter der Leitung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten, der zugleich Mitglied der Geschäftsführung ist, betreibt engagiert Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements. Nachhaltigkeitskoordination, -kommunikation und -projektleitung werden als Stabsstellen ebenfalls durch die Geschäftsleitung gesteuert. Das Nachhaltigkeits-Team berichtet regelmäßig an die Geschäftsleitung und die Gesellschafter. Die Team-Mitglieder sind in die einzelnen Fachbereiche vernetzt und tauschen sich regelmäßig aus. Dadurch gewährleistet HiPP, dass sich das Unternehmen im Sinne der Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterentwickelt. Die einzelnen Produktionsstandorte in den Ländern sind über deren Standortmanager in das Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmenszentrale involviert. Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden in der Regel gruppenweit ausgerollt.

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Neumarkter Lammsbräu


Strukturell ist das Nachhaltigkeitsmanagement der Geschäftsleitung unterstellt und treibt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführerin Susanne Horn das Thema innerhalb eines integrierten Managementprozesses weiter voran (s. Nachhaltigkeitsbericht 2017, S. 18-19). Mit dazu gehört neben dem Leben und Anpassen der Nachhaltigkeitsstrategie auch die Überwachung der Umsetzung und Analyse nachhaltigkeitsrelevanter Themen. Jede Führungskraft der einzelnen Prozessbereiche (von kaufmännischer Verwaltung bis zur Logistik) hat ebenfalls die Aufgabe, Nachhaltigkeitsaspekte in ihren Verantwortungsbereichen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Einen wichtigen prozessübergreifenden Bereich in diesem Kontext stellt die „nachhaltige Beschaffung“ dar, da der Einkauf dezentral und prozessbezogen abgewickelt wird. Da Nachhaltigkeit aber auch bereits im Kleinen beginnt, verpflichtet sich jeder einzelne Mitarbeiter mit der Unterzeichnung seines Arbeitsvertrags zu konsequent umweltbewusstem Verhalten am Arbeitsplatz. Außerdem gibt es verschiedene Betriebsbeauftragte, die in ihren Arbeitsbereichen verschiedene umweltrelevante Aufgaben haben und diese umsetzen sowie ein innerbetriebliches Verbesserungsvorschlagswesen, durch welches umweltrelevante Vorschläge Gehör finden und je nach Bewertung einen positiven Beitrag leisten.


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VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Verantwortungsbewusstes Handeln ist für uns integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Die übergeordnete Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung trägt der Gesamtvorstand. Der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand im Rahmen der Unternehmensführung.

Das Management von Nachhaltigkeitsaspekten ist eine Querschnittsaufgabe. Alle Führungskräfte und Mitarbeiter sowie insbesondere die nachfolgenden Funktionen/Bereiche  

  • Energiebeauftragter
  • Risikocontrolling-Funktion MaRisk
  • Interne Revision
  • Compliance-Funktion MaRisk
  • Beauftragte für
    • Compliance/WpHG
    • Geldwäsche/Betrugsprävention
    • Informationssicherheit
    • Datenschutz
    • Arbeitssicherheit
  • Schwerbehindertenvertretung
  • Jugendvertretung
  • Gesundheitsmanagement
  • Personalentwicklung
  • Organisationsentwicklung
 unterstützen die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmenspolitik.

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Emschergenossenschaft

Die Verantwortung für die Koordination der nachhaltigen Entwicklung ist beim Vorstand „Personal und Nachhaltigkeit“ angesiedelt. Diese über die Zuständigkeit für personelle und soziale An­gelegen­heiten hinausgehende Verantwortung bedurfte gemäß § 16 EmscherGG der Zustimmung des Genossenschaftsrates. Dem Vorstandsmitglied zugeordnet ist die Stabsstelle „Nach­haltige Entwicklung“. Zu deren Aufgaben gehören neben der Gesamt­ko­ordi­nation insbesondere Wissens­auf­bau und -vernetzung, die Moderation der Nachhaltigkeits-Schnell­checks, die Durchführung der Wesent­lichkeits­analysen, die Er­arbeitung von Nach­haltig­keits-Managementregeln, die Modera­tion und Beratung von Be­teiligungs­prozessen, die Koordination von Projekten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (z. B. der UNESCO-Schülerfachtagungen), die Förderung von Kom­petenz­entwicklung für integrales Arbeiten sowie das Sichtbar­machen der Nachhaltigkeits­aktivi­täten als Good-Practice-Beispiele.

Entscheidungen zu Nachhaltigkeitszielen werden vom Vorstand – ggf. unter Einbindung von Ge­nossen­schaftsrat und -versammlung – getroffen. Die Verfolgung der Ziele obliegt den Fachabteilungen. Die Zielerreichung wird vom Vorstand über das vor über 10 Jahren ein­ge­führte Balanced Scorecard-System (BSC) kontrolliert.

Eine wichtige Rolle im Nachhaltigkeitsmanagement kommt zudem den auf Basis gesetz­licher Regelungen be­nannten Beauftragten zu. Im Umweltschutzmanagement wirken insb. die be­auf­tragten Personen für Gefahrgut, die Betriebs­beauftragten für Abfall und für Gewässerschutz, die Gefahr­gutbeauftragte und der Immissions­schutz­beauftragte entscheidend mit. Im Arbeits- und Ge­sundheitsmanagement sind es u. a. die Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, die Brand­schutzbeauftragten, die Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die Sicherheits­beauftragten, der Laser­schutzbeauftragte und die Strahlenschutzbeauftragte. Weiterhin wurden eine Daten­schutz­beauftragte, ein IT-Sicherheitsbeauftragter und Gleich­stellungs­beauftragte berufen. Ebenfalls benannt sind ein Compliance­beauftragter, ein Risikomanagementbeauftragter und Ver­trauens­personen für Korruptionsfragen.

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ForestFinest Consulting GmbH

Verantwortungsstruktur Nachhaltigkeit
Die ForestFinest Consulting GmbH ist mit zehn festangestellten Mitarbeitern (Stand Dezember 2017) ein kleines Unternehmen. Das gesamte Geschäft ist darauf ausgelegt, Nachhaltigkeit in Unternehmen und Projekten voranzubringen. Jeder Geschäftsbereich, sei es Projektentwicklung und –beratung oder betrieblicher Klimaschutz, hat eine verbesserte Nachhaltigkeitsleistung beim Kunden zum Ziel. Daher liegt die Verantwortung zumeist auch nah am Projektmanager oder Abteilungsleiter. Zudem sorgen flache Hierarchien dafür, dass zwischen den Geschäftsbereichen ein reger Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen stattfindet. Grundlegende strategische Entscheidungen werden vom Geschäftsführer in Absprache mit den Abteilungsleitern und dem Projektverantwortlichen getroffen. 

In Bezug auf den alltäglichen Geschäftsbetrieb, findet eine fortlaufende Reflexion im gesamten Team statt, um konkrete Schritte zu mehr Nachhaltigkeit zu benennen und umzusetzen.

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