Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

REWE Group (Zentral-AG und Zentralfinanz eG)

„Nachhaltigkeit ist für die REWE Group kein Trend, sondern wesentliches Element ihrer Unternehmensstrategie.“ Diesen Anspruch hat der Vorstand der REWE Group in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften formuliert. Für die REWE Group bedeutet dies: Sie übernimmt Verantwortung für ihre Mitarbeiter, achtet auf einen fairen Umgang mit Partnern und Lieferanten, fördert nachhaltigere Sortimente, handelt umwelt- und klimabewusst und setzt sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein.

Bereits 2008 hat die REWE Group den Grundsatz „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln nachhaltig“ in ihr Unternehmensleitbild aufgenommen und ein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement etabliert. Mit der 2010 verabschiedeten Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften wurde darüber hinaus ein verbindlicher Handlungsrahmen geschaffen, der die Grundlage für das umfassende Nachhaltigkeitsengagement der REWE Group bildet. Die Leitlinie orientiert sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Sie umfasst unter anderem das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern. Das Ziel war von Beginn an eindeutig formuliert: Nachhaltigkeit soll „raus aus der Nische“ und in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group
Als international führendes Handels- und Touristikunternehmen weiß die REWE Group um ihre besondere Rolle als Mittler zwischen Herstellern, Dienstleistern und Konsumenten. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat daher die gesamte Geschäftstätigkeit im Blick, um nachhaltigeren Konsum und Tourismus in der Breite des Marktes zu etablieren. Die REWE Group formuliert Ziele und scheut auch vor komplexen Problemstellungen nicht zurück. Auf diese Weise hat sie in vielen Fällen als Vorreiter neue Ansätze umgesetzt, die heute allgemeine Standards sind. Bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie führt die REWE Group einen intensiven Dialog mit ihren Stakeholdern und geht verbindliche und langfristige Partnerschaften ein. Denn nur wenn alle Beteiligten an gemeinsamen Zielen arbeiten, lassen sich langfristige Verbesserungen herbeiführen. So wird der Anteil an nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen immer weiter ausgebaut und nachhaltiger Konsum für immer größere Teile der Bevölkerung zugänglich gemacht. Nachhaltigkeit begreift die REWE Group dabei als einen Teil der Geschäftsstrategie, der zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt und einen wichtigen Wachstumstreiber darstellt.

Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie hat die REWE Group 2008 vier Nachhaltigkeitssäulen eingeführt:

  • Grüne Produkte
  • Energie, Klima und Umwelt
  • Mitarbeiter
  • Gesellschaftliches Engagement
Innerhalb dieser Säulen legen Handlungsfelder die wesentlichen Themen des Nachhaltigkeitsengagements fest. Für die Umsetzung von Maßnahmen sind Arbeits- und Projektgruppen verantwortlich, die zu jeder der vier Nachhaltigkeitssäulen bestehen.

Grüne Produkte
  1. Mensch
  2. Tier
  3. Umwelt
  4. Ernährung

Ausgewählte Maßnahmen zur Gestaltung nachhaltigerer Sortimente in der Säule „Grüne Produkte“:
  • Ausbau von Bio- und Regionalsortimenten
  • PRO PLANET-Label für Eigenmarkenprodukte
  • Definition von Leitlinien und nachhaltigere Beschaffung von Rohstoffen
  • Stärkung von nachhaltigeren Markenartikeln
  • Engagement in Brancheninitiativen
  • Ansatz für umweltfreundlichere Verpackungen
  • Engagement für Tierwohl
  • Aktivitäten zu sozialen Aspekten und Fairness in der Lieferkette

Energie, Klima und Umwelt
  1. Energieeffizienz
  2. Klimarelevante Emissionen
  3. Ressourcenschonung
Ausgewählte Maßnahmen in der Säule „Energie, Klima und Umwelt“:
  • Energieeffizienzmaßnahmen z.B. im Bereich Beleuchtung und Kühlung
  • Vermeidung klimaschädigender Emissionen durch z.B. den Einsatz Vermeidung klimaschädigender Emissionen durch z.B. den Einsatz von zertifiziertem Grünstrom und klimaschonenderen Kältemitteln
  • Green Building-Märkte
  • Optimierung der Logistik

 Mitarbeiter
  1. Werte und Kultur
  2. Ausbildung und Entwicklung
  3. Gesundheit und Sicherheit
  4. Beruf und Lebensphasen
  5. Vielfalt und Chancengleichheit
 Ausgewählte Maßnahmen in der Säule „Mitarbeiter“:
  • 20 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vom Einzelhandel oder Groß- und Außenhandel über die Lebensmittelproduktion bis zur IT
  • Möglichkeiten zum dualen Studium
  • Systematische Personalentwicklung mit zielgruppenspezifischen Programmen
  • Gesundheitsvorsorge-Screenings, Fit.Netz-Angebote (Bewegungs- und Entspannungskurse), arbeitsmedizinische Betreuung, regelmäßige Begehungen der Arbeitsstätten, systematische Analysen von Unfällen, Auswertungen der im Arbeitsschutz eingehenden Berichte von Behörden usw.
  • Vielzählige Maßnahmen, die der Umsetzung einer familienfreundlichen und lebensphasenorientierten Personalpolitik dienen z.B. Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, Kinderbetreuungsangebote, Betriebskindertagesstätten (Kitas) in Köln und in Frankfurt, Pflege- bzw. Familienpflegezeiten, Freistellung von der Arbeit im Rahmen eines Sabbaticals usw.
  • Zertifizierung durch audit berufundfamilie


Gesellschaftliches Engagement
  1. Bewusste Ernährung und Bewegung
  2. Chancen für Kinder und Jugendliche
  3. Bewusster Umgang mit Lebensmitteln
  4. Artenvielfalt und Umweltschutz
Ausgewählte Projekte und Engagement in der Säule „Gesellschaftliches Engagement":
  • Unterstützung der Tafeln mit Lebensmitteln
  • Die DER Touristik Foundation
  • Projekt: „Gemeinsam für Haiti“
  • Projekt: PENNY-Förderkorb
  • Projekt: REWE Far East – WASHProjekt/Indien
  • Projekt: Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe
  • Projekt: Power Kiste


Nachhaltigkeit ist bei der REWE Group an höchster Stelle der Unternehmensführung verankert. Die Gesamtverantwortung für Nachhaltigkeit liegt seit dem Start der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2008 beim Vorstandsvorsitzenden. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung 2016 hat die REWE Group die Nachhaltigkeitsorganisation innerhalb der einzelnen Vertriebslinien gestärkt und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftsprozesse integriert. Damit verfolgt die REWE Group das Ziel, Nachhaltigkeitsmaßnahmen näher am Geschäft und an den Kunden zu entwickeln und die Umsetzung schneller voranzutreiben.

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie erhalten die einzelnen Vertriebslinien eine große Gestaltungsfreiheit, um eine möglichst hohe Passgenauigkeit zu ihrer jeweiligen Strategie und ihrem individuellen Geschäftsmodell zu gewährleisten. Für alle Vertriebslinien gelten dabei die übergeordneten Themen der vier Nachhaltigkeitssäulen der REWE Group und die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften als gemeinsame Zielformulierung und Wertekanon des Nachhaltigkeitsengagements. Innerhalb dieses strategischen Rahmens legt jede Vertriebslinie die Schwerpunkte auf die für sie relevanten Themen.

Bei REWE und PENNY ist die Abteilung Nachhaltigkeit Ware für die Säule Grüne Produkte zuständig. Sie ist direkt dem Einkauf zugeordnet und unterstützt dort bei der Gestaltung nachhaltiger Sortimente.

Mehr Informationen z.B. zu Maßnahmen finden sich in den Managementansätzen der vier Nachhaltigkeitssäulen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2019 im Abschnitt Nachhaltigkeitsstrategie.


Sustainable Development Goals
Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen adressieren die wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene. Sie haben einen Zeithorizont bis 2050 und werden durch 169 Teilziele konkretisiert. Die REWE Group ist bestrebt, mit ihrem Nachhaltigkeitsengagement einen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele zu leisten. Aus diesem Grund hat sie ihre Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Geschäftsprozesse mit den 17 Zielen und den zugehörigen 169 Teilzielen abgeglichen. Auf Grundlage dieser Analyse wurden die SDGs und ihre Teilziele von den Nachhaltigkeitsverantwortlichen der REWE Group priorisiert und so ein Ranking der relevantesten SDGs gebildet. Dieses wurde auf dem REWE Group-Dialogforum im Jahr 2016 mit Stakeholdern im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert. Das Feedback der Stakeholder floss in ein Gesamtranking ein, in dem folgende SDGs mit hoher Relevanz für die REWE Group ausgewiesen werden:
  • Verantwortungsvoller Konsum und Produktion (SDG 12)
  • Leben an Land (SDG 15)
  • Leben unter dem Wasser (SDG 14)
  • Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum (SDG 8)
  • Kein Hunger (SDG 2)
  • Erneuerbare Energien (SDG 7)
Zu diesen sechs Zielen hat die REWE Group insgesamt 27 SDG-Teilziele identifiziert, die für ihre Geschäftstätigkeit von ausgeprägter Relevanz sind.

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Hallesche Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit

Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit haben wir per Definition eine wertorientierte Ausrichtung und beachten ökologische, soziale und ökonomische Aspekte in unserem Tagesgeschäft. Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten steuern wir mit Hilfe einer umfassenden konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie. So können wir Maßnahmen zielgerichtet umsetzen und unsere Nachhaltigkeitsleistungen weiter verbessern.

In einem mehrstufigen Strategieprozess haben wir 2019 unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Dabei orientierten wir uns unter anderem an den Anforderungen des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes, des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes und an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.

Ausgangspunkt der Strategieentwicklung waren die Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse von 2017, aus der wir damals die drei Handlungsfelder „Verantwortungsvolle Unternehmensführung“, „Produkte und Leistungen“ und „Personal und Soziales“ abgeleitet hatten. Beim damaligen Wesentlichkeitsprozess waren sowohl interne als auch externe Stakeholder beteiligt. Im Jahr 2018 führten wir eine Portfolioanalyse unserer Kapitalanlagen anhand von Nachhaltigkeitskriterien durch und nahmen in diesem Zuge das Thema Nachhaltige Kapitalanlagen als eigenes Handlungsfeld in unsere Strategie auf. 2019 führten wir Vorstandsinterviews sowie Workshops mit Führungskräften und dem Gesamtvorstand des ALTE LEIPZIGER - HALLESCHE Konzerns zu den Schwerpunkten der Nachhaltigkeitsstrategie durch. Ziel war es, unseren Beitrag zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs, s. Kriterium 3) herauszuarbeiten und damit die vorhanden wesentlichen Themen und Handlungsfelder auf Aktualität zu überprüfen und zu schärfen. Dabei wurde auch der betriebliche Umweltschutz als strategisches Handlungsfeld für die Strategie festgelegt. Obwohl unsere Produkte und unsere Kapitalanlage einen weitaus größeren Einfluss auf die Umwelt haben, möchten wir mit gutem Beispiel voran gehen und einen Beitrag zu mehr Umweltschutz auch in unserem Betrieb leisten.

Damit hat die aktuelle Nachhaltigkeitsstrategie fünf Handlungsfelder, auf die wir in Zukunft den Fokus legen möchten: Verantwortungsvolle Unternehmensführung, Produkte und Leistungen, nachhaltige Kapitalanlagen, Personal und Soziales sowie betrieblicher Umweltschutz. Diese sind im Folgenden kurz beschrieben.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung
Verantwortungsvolle Unternehmensführung bedeutet für uns langfristig orientiertes wirtschaftliches Handeln nach gesellschaftlich verantwortungsvollen und ethischen Grundsätzen. Dazu gehört es unter anderem, verantwortungsbewusst mit Risiken umzugehen und uns mit unseren internen und externen Stakeholdern auszutauschen. So bringen wir ertragreiches Wachstum mit unserer gesellschaftlichen Verantwortung in Einklang.

Produkte und Leistungen
Bei der Entwicklung unserer Produkte und Leistungen berücksichtigen wir konsequent die Sichtweise unserer Kunden. Neben bezahlbaren Beiträgen und unseren langfristigen Leistungsversprechen gewinnen dabei auch weitere Nachhaltigkeitsanforderungen immer mehr an Bedeutung. Durch unsere Produkte möchten wir es unseren Kunden ermöglichen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Nachhaltige Kapitalanlage
Eine verantwortungsvolle Kapitalanlage spielt für die langfristige Finanzierung unserer Leistungen eine zentrale Rolle. Mit den uns anvertrauten Geldern haben wir aber auch einen Hebel und die Verantwortung, gezielt Einfluss auf ESG-Kriterien zu nehmen.

Personal und Soziales
Unsere Mitarbeiter sind von großer Bedeutung, um unsere Rolle als dauerhaft verlässlicher Partner für unsere Anspruchsgruppen zu erfüllen. Wir fördern eine von Wertschätzung und Respekt geprägte Unternehmens- und Führungskultur und die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter in einem sicheren und verlässlichen Arbeitsumfeld. Unsere Werte tragen wir auch in die Gesellschaft, indem wir uns in verschiedenen sozialen Projekten engagieren.

Betrieblicher Umweltschutz
Den größten Einfluss haben wir beim Umweltschutz in der nachhaltigen Kapitalanlage sowie durch unsere Produkte und Leistungen. Gleichzeitig möchten wir aber mit gutem Beispiel vorangehen und setzen uns deshalb selbst Ziele zur Reduktion von Emissionen und unseres Ressourcenverbrauchs.

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INTER Versicherungsgruppe

1.1.         Strategische Analyse

Die CSR-Ausrichtung der INTER orientiert sich an den Begriffen Partizipation, Dialog und Transparenz, die wir unserem Unternehmenswert der Fairness entsprechend für CSR-zentral erachten. Gemäß unserer CSR-Strategie definieren wir CSR als „unternehmerische Verantwortungsübernahme in Projekten und Maßnahmen, bei denen der ökologische und gesellschaftliche Wert einer Maßnahme mindestens auf einer Ebene mit deren wirtschaftlichem Wert stehen.“ Ziel der INTER CSR-Strategie ist es, Nachhaltigkeit Schritt für Schritt im Einklang mit den Unternehmenszielen in allen Bereichen und entlang der Wertschöpfungskette im Denken, Kommunizieren und Handeln der INTER zu verankern. Über CSR gilt es, zu einem differenzierten Umgang mit Nachhaltigkeit zu gelangen, der Ressourcen schont, die Gesellschaft besser macht und gleichzeitig zum Erfolg der INTER Versicherungsgruppe beiträgt.

Um die Umsetzung der CSR-Strategie im Unternehmen sicherzustellen und CSR-Maßnahmen anzustoßen und zu begleiten wurde ein CSR-Kernteam mit Mitgliedern aus den einzelnen Unternehmensbereichen zusammengestellt.  
 
Das CSR-Kernteam hat folgende Hauptaufgaben:

  • Analyse bestehender CSR-Aktivitäten
  • Identifikation neuer Aktivitäten im Kontext unternehmerischer Verantwortungsübernahme
  • Berücksichtigung aktueller Gesellschafts- und Marktgegebenheiten in Bezug auf CSR-Chancen und -Risiken
  • Formulierung neuer CSR-Ziele für den jeweiligen Berichtszeitraum
  • Interpretation der CSR-Zielerreichung im Geschäftsjahr
  • Weiterentwicklung der CSR-Strategie der INTER
Das CSR-Kernteam stellt außerdem den Dialog u.a. mit allen Mitarbeitern der INTER hinsichtlich CSR-Themen sicher. Hierzu zählt auch die fortlaufende unterjährige Kommunikation über CSR-Themen wie z. B. Neuigkeiten beim Energiemanagement oder Ressourcenverbrauch. Das CSR-Kernteam berichtet direkt an den verantwortlichen Vorstand. Seit 01.01.2019 ist der neue Vorstandssprecher Dr. Michael Solf für die strategische Positionierung der INTER in Bezug auf CSR verantwortlich.  


1.2.        Chancen der CSR-Strategie

Die CSR-Strategie der INTER beinhaltet gesellschaftliche, unternehmerische und ökologische Chancen. Die unternehmerischen und gesellschaftlichen Chancen sind dabei ob der Immaterialität der Produkte der Versicherungsbranche und des damit verbundenen geringen ökologischen Einflusses prägend.

In der Fortführung der INTER-CSR-Strategie sehen wir folgende Chancen:
  • Sensibilisierung von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten für ökologische und soziale Verantwortungsübernahme
  • Implementierung einer nichtfinanziellen Perspektive
  • Imageverbesserung durch CSR-Kommunikation
  • Ressourcenschonung durch ökologisch nachhaltiges Handeln
  • Steigerung der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit
  • Förderung regionaler Institutionen mit nachhaltigem Tätigkeitsfokus
  • Förderung von Diversität im Unternehmen
  • Stärkung des Dialogs im Unternehmen und mit externen Anspruchsgruppen
  • Produkt- und Serviceinnovationen 
Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir sechs zentrale Handlungsfelder identifiziert, in denen wir unsere CSR-Verantwortung wahrnehmen:
  1. Arbeitgeberverantwortung
  2. Kundenzentrierung
  3. Regionales Engagement
  4. Compliance
  5. Digitalisierung
  6. Umweltverantwortung

1.3.         Wichtigste Bestandteile der Strategie

Unsere CSR-Strategie ermöglicht es uns, nachhaltig zu wirtschaften und gleichzeitig unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden. Hierfür sind folgende Bestandteile unserer CSR-Strategie entscheidend:
  • CSR-Kommunikation über Webauftritt, Broschüren und News für Mitarbeiter,
  • CSR-Berichterstattung gemäß DNK,
  • Stakeholderdialog und -partizipation zur Sensibilisierung unserer Anspruchsgruppen in Bezug auf CSR,
  • regelmäßiger Austausch im CSR-Kernteam,
  • enger Austausch zwischen Vorstand und CSR-Kernteam zu Nachhaltigkeitsthemen,
  • Steuerung, Planung und Kontrolle der CSR-Maßnahmen
Diese strategischen Bestandteile münden in den Zielen, Konzepten und Maßnahmen unserer unternehmerischen Verantwortungsübernahme.  

Des Weiteren ist CSR in das Risikomanagementsystem der INTER integriert. Zum einen wurde das Risiko „Verstoß gegen die Offenlegungspflichten der EU-Richtlinie CSR“ aufgenommen. Zum anderen sind CSR-Risiken wie z. B. Fachkräftemangel, Datensicherheit etc. im Rahmen der Risikoinventur eingepflegt worden.

In unserer CSR-Berichterstattung orientieren wir uns an den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Im Jahr 2019 haben wir ein Screening der Kapitalanlagegesellschaften nach ESG-Nachhaltigkeitskriterien vorgenommen. Zudem haben wir unsere Kapitalanlagen nach PRI überprüft. Weitere Standards für die Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel den UN Global Compact für Menschenrechte haben wir im Blick, ebenso haben wir die SDGs der Vereinten Nationen in unsere Zielsetzungen integriert (siehe Kriterium 3).

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Erzgebirgssparkasse

Unser tägliches Handeln ist ein stetes Abwägen von sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen. Insofern ist das Thema Nachhaltigkeit in unserem öffentlichen Auftrag und damit unserer Geschäftsstrategie sowie ihren Teilstrategien und in der daraus resultierenden Mittelfristigen Unternehmensplanung verankert. Denn überall dort bieten sich Chancen für die Erzgebirgssparkasse; durch einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen können wir Kosten senken, mit unseren Spenden- und Sponsoringaktivitaten unterstützen wir den sozialen Zusammenhalt in unserem Geschäftsgebiet und unser Kerngeschäft dient der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Region und ihrer Einwohner. Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sind dabei besonders wichtige Einflussfaktoren. In Hinblick auf eine zu entwickelnde integrierte und konkretisierende Nachhaltigkeitsstrategie hat die Erzgebirgssparkasse in einem ersten Schritt Einflussfaktoren und Handlungsfelder erarbeitet, welche die Basis für eine folgende Ziel- und Maßnahmenableitung bilden.



Im Rahmen der jährlichen umfangreichen Umwelt- und Unternehmensanalyse (SWOT) prüfen und bewerten wir die überregionalen, regionalen und internen Einflussfaktoren auf unser Geschäftsmodell auf Basis des PESTEL-Modells. Wir treffen Annahmen für die künftige Entwicklung und justieren bei Bedarf unsere Strategie neu aus. Maßgebliche Erkenntnisquellen sind dabei unsere wesentlichen Anspruchsgruppen (siehe Kriterium 9).

Darüber hinaus planen wir für Frühjahr 2020 in Kooperation mit der Firma N-Motion/Ulm sowie dem OSV die Durchführung eines Nachhaltigkeitschecks zum Zweck der Standortbestimmung, des Benchmarking sowie der Ableitung wesentlicher Ziele und Maßnahmen in Bezug auf die vertiefende Integration von Nachhaltigkeit in unser Geschäftsmodell.

Der weltweite und der europäische Dachverband der Sparkassen unterstützen den United Nations Global Compact. Der United Nations Global Compact ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage seiner 10 universellen Prinzipien verfolgt er die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in Zukunft. Die Erzgebirgssparkasse teilt die Aspekte des UN Global Compact.

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CHRISTOF GEMEINER ARCHITEKTEN BDA Planungsgesellschaft

Wir sind der festen Überzeugung, dass nachhaltiges Handeln unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Dauer fördert und ein solches Vorgehen auch im Interesse unserer Auftraggeber und Lieferpartner liegt.

Wir haben unseren Weg die Strategie der Werte genannt: wir wollen Werte für Einzelpersonen, Institutionen und die Gesellschaft schaffen und erhalten. Dabei betrachten und berücksichtigen wir in unserer Arbeit die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. 

Als Spezialisten für die Revitalisierung von Einzelgebäuden und ganzen Stadtteilen denken wir ganzheitlich und wissen, dass gesellschaftliche Wandlungsprozesse von Architektur ebenso beeinflusst werden, wie dies umgekehrt der Fall sein kann. 

Da Wandel ein immerwährender Prozess ist, haben wir den Anspruch, das sich auch das Ergebnis unserer Arbeit verändernden Ansprüchen anpassen kann – wir betreiben Wandlungsarchitektur. Damit meinen wir, dass man Gebäude bereits bei der Planung so konzipiert, dass, bei einem neuen Anspruch in Zukunft, mit vergleichweise geringem Aufwand, die Immobilie gewandelt weiter genutzt werden kann.

Aus unserer Sicht liegen die wesentlichen Hebel zur Nachhaltigkeit in der Konzeption von Baumaßnahmen und der Auswahl von Lieferpartnern sowie der Auswahl von Dienstleistern für die Umsetzung unserer Ideen.

Nachhaltigkeit ist in der Geschäftsstrategie des Unternehmens verankert.

Die wichtigsten Bestandteile dieser Strategie sind im Kriterium Wesentlichkeit beschrieben. 
Mit dieser Strategie decken wird die wesentlichen Zukunftsthemen urbanen Lebens ab und sichern dem Unternehmen eine auskömmliche Entwicklung.
Wie wir unsere Startegie umsetzen, beschreiben wir im Kriterium Tiefe der Wertschöpfungskette.

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