Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG

Die nachhaltige, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung in unserer Region liegt uns am Herzen. Besonders wichtig ist uns dabei die Wirtschaft in unserer Stadt Weiden in der Oberpfalz sowie der Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth.

Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung leiten uns die traditionellen genossenschaftlichen Werte Subsidiarität, Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Solidarität. Diese grundlegenden Begriffe bilden nach unserem Selbstverständnis eine einzigartige Basis für die Integration des Nachhaltigkeitsgedankens.

In dieser Konsequenz haben wir innerhalb des „Strategiehauses der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG“ die allgemeinen genossenschaftlichen Werte im Jahr 2017 in den konkreten Kontext einer nachhaltigen Entwicklung gestellt und auf die Zukunft unserer Bank ausgerichtet. Folgende Unternehmenswerte haben wir uns gegeben: Kundenorientierung, Offenheit, Vertrauen, Verantwortung, Pragmatismus, Gemeinschaftssinn, Nachhaltigkeit.

Der Unternehmenswert „Nachhaltigkeit“ ist ab 2018 der Ausgangspunkt für die geplante strategische Verankerung von Nachhaltigkeit. In unserem „Strategiehaus“ ist nicht nur dieser Wert grundgelegt, sondern auch bereits die Orientierung am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), mit dem wir den Anschluss an nationale und internationale Berichtsstandards sicherstellen.

Ein erster Schritt wird in 2018 eine vertiefte Analyse sein:

  • wo stehen wir in den wichtigsten sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimensionen der Nachhaltigkeit (Bestandsaufnahme) und
  • welche Themenstellungen sind für uns als Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz in Zukunft wichtig. Dabei beziehen wir zwei Sichtweisen ein: zum einen die Binnensicht unserer geschäftlichen Entwicklung und zum zweiten die Außensicht unserer wichtigsten Anspruchsgruppen (Mitglieder, Kunden, Aufsichtsrat, Öffentlichkeit, Wirtschaft).
Auf dem Fundament der Analyse werden wir ab 2019 unsere bisherigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen (wir berichten insbesondere ab dem Kriterium 11 darüber) systematisieren und durch weitere Maßnahmen zielgerichtet ergänzen. Sobald dies der Fall ist, werden wir, sofern sinnvoll und möglich, zu diesen Maßnahmen Ziele hinterlegen und im Rahmen geeigneter Prozesse in einem jährlichen Betrachtungszeitraum messen.

All dies korrespondiert damit, dass wir in unserer Unternehmensstrategie die Schwerpunkte „Mitglieder“ (demokratische Teilhabe), „Mitarbeiter“ (Grundsatz: „Qualität kommt von Menschen“) und „Aus der Region – für die Region“ festgeschrieben haben.

In diesem Sinne sehen wir diesen Nachhaltigkeitsbericht – wie auch künftigen Berichte – als wesentliches Mittel einer transparenten Kommunikation über die nachhaltige Zukunft unserer Bank, auf deren aktive Gestaltung wir gespannt sind und wir uns freuen.

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DekaBank Deutsche Girozentrale

Geschäftsstrategie 2017, Kapitel 2.3 Nachhaltige Unternehmensführung:
Die nachhaltige Unternehmensführung der Deka-Gruppe basiert auf der strategischen Ausrichtung der Sparkassen, die mit der „Düsseldorfer Erklärung" anlässlich des 25. Deutschen Sparkassentages im April 2016 weiterentwickelt wurde. Das Selbstverständnis der Deka-Gruppe nimmt diese Rahmensetzung ihrer Eigentümer auf und definiert entsprechende Aufgaben, die das Wertpapierhaus der Sparkassen anstrebt zu erfüllen. Das Bekenntnis zur nachhaltigen Geschäftsausrichtung der Deka-Gruppe ist dabei fester Be-standteil des Selbstverständnisses:

Bei der Umsetzung ihrer nachhaltigen Unternehmensführung handelt die Deka-Gruppe im Interesse

- ihrer Kunden (überdurchschnittliche Produkt- und Dienstleistungsqualität)

- ihrer Anteilseigner (Unternehmenswert, Dividendenfähigkeit, Risikoprofil)

- ihrer Mitarbeiter (gesuchter Arbeitgeber/hohe Mitarbeiterzufriedenheit)

Sie beachtet dabei das regulative und gesellschaftliche Umfeld mit hohen ethischen Ansprüchen an sich selbst. Dabei handelt sie im ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Sinne nachhaltig. Mit dieser Strategie erzeugt sie eine hohe Transparenz ihres Geschäftsmodells unter Hervorhebung des gesellschaftlichen Nutzens.

Auf dieser Grundlage wird die seit 2009 gültige und seit Ende Oktober 2014 in die Geschäftsstrategie integrierte Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Gleiches gilt für den Ethikkodex, der den verbindli-chen Orientierungsrahmen für das Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgibt. Zudem ist der Ethikkodex die Grundlage für eine rechtskonforme, offene, transparente und mehrwertorientierte Unter-nehmenskultur der Deka-Gruppe, welche sich in den Eckpfeilern Professionalität, Verantwortung, Vertrauen, Kollegialität, Nachhaltigkeit, Vielfalt, Kommunikation, Konsequenz manifestiert. Hierunter fallen beispielsweise auch präventive Maßnahmen zur Vermeidung wirtschaftskrimineller Handlungen.

Nachhaltige Unternehmensführung in der Deka-Gruppe

Im Rahmen des Programms konnten in allen fünf Handlungsfeldern des Nachhaltigkeitsmanagements Fortschritte erreicht werden. Dazu zählen die Integration von Klimazielen in die Geschäftsstrategie und die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Investmentprozess bei Wertpapieren sowie die stetige Erhöhung der Quote der mit Nachhaltigkeitszertifikaten ausgezeichneten Immobilien.

Nachhaltigkeitsbericht 2017, S.4

Nachhaltige Bankprodukte: In der Produktentwicklung beachtet die Deka-Gruppe international anerkannte Standards zur Nachhaltigkeit. Damit begegnet sie den wachsenden sozialen und ökologischen Anforderungen institutioneller und privater Kunden. Nachhaltigkeitsaspekte werden bei den wertpapier- und immobilienbasierten Anlageprodukten ebenso wie im Finanzierungsbereich und den Eigenanlagen berücksichtigt.

Nachhaltiges Personalmanagement: Die Deka-Gruppe stellt sich den Herausforderungen des demografischen Wandels. Als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber gewinnt sie qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Ziel einer langfristigen Unternehmensbindung. Die praxisbezogene Förderung von Schlüsselqualifikationen, die aktive Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und ein aktives Gesundheitsmanagement sind dabei selbstverständlich.

Nachhaltiger Bankbetrieb/Umweltmanagement: Die Deka-Gruppe verpflichtet sich, durch ihren Ge-schäftsbetrieb die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Sie handelt hier auf Basis entsprechender Umweltrichtlinien und verfügt über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001, das nach den Vorgaben des EDL-G seit 2016 zusätzlich um ein regelmäßiges Energieaudit nach DIN EN 16247-1 erweitert wurde. 2017 erfolgt die Umstellung von DIN EN ISO 14001 zu DIN EN ISO 14001:2015.

Gesellschaftliches Engagement: Die Deka-Gruppe engagiert sich in den Feldern Architektur, Wissenschaft, Kultur, Sport und Kunst. Dabei fokussiert sie sich allein oder gemeinsam mit weiteren Institutionen der Sparkassen-Finanzgruppe auf Maßnahmen mit deutschlandweiter Ausstrahlung (Internationaler Hochhauspreis der Stadt Frankfurt, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Deutscher Olympischer Sport-bund oder Frankfurter Arche-Einrichtungen).

Zu den anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards siehe Leistungsindikator G4-56

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Sparkasse Coburg - Lichtenfels

Nachhaltiges Handeln muss vier zentrale Handlungsfelder ausgewogen berücksichtigen: Geschäftsstrategie, Geschäftsbetrieb, Kerngeschäft und Kommunikation. Zur Ermittlung des Status Quo in der Sparkasse wurde daher im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements 2018 ein NachhaltigkeitsCheck in Zusammenarbeit mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW) durchgeführt.

Als ein Ergebnis hat der SVBW dem Vorstand zur Ermittlung strategischer Nachhaltigkeitsziele die Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse empfohlen. Hierbei stellten die Sustainable Development Goals (SDG’s) der Vereinten Nationen das Fundament der am 13.07.2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse dar.

Der NachhaltigkeitsCheck und die Wesentlichkeitsanalyse waren erforderlich, um die Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Daher bildete das Thema Nachhaltigkeit einen Schwerpunkt im Rahmen der strategischen Überlegungen 2018.

Die Nachhaltigkeitsstrategie erläutert die Bedeutung von nachhaltigem Handeln für die Sparkasse Coburg - Lichtenfels und legt konkrete Ziele und Maßnahmen fest.

Basis der Nachhaltigkeitsstrategie sind die „Leitsätze zur Nachhaltigkeit“. Damit bekennt sich die Sparkasse seit 2017 zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit. Diese Leitsätze sind ein verbindlicher Rahmen für Nachhaltigkeit in der unternehmerischen Haltung, dem Produktangebot und gesellschaftlichen Initiativen sowie im Austausch mit Anspruchsgruppen.

Zur Nachhaltigkeitsstrategie der Sparkasse gehört weiterhin die Verankerung der Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie sowie die sich daraus ergebenden strategischen Nachhaltigkeitsziele mit ihren dazugehörigen Handlungsfeldern. Als Resultat der Wesentlichkeitsanalyse wurden vom Vorstand strategische Nachhaltigkeitsziele definiert. Dabei haben sich Handlungsschwerpunkte in den SDG-Kategorien Gesundheit & Wohlergehen, hochwertige Bildung sowie bezahlbare und saubere Energie ergeben.

Im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsmanagements hat die Sparkasse festgestellt, dass die Verfolgung eines chancenorientierten Ansatzes am erfolgversprechendsten ist. Folgende Chancen eröffnen sich durch die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie:

  • Durch ein aktives Nachhaltigkeitsmanagement ergeben sich Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie.
  • Für ökologische und soziale Themen sind durch die strategische Verankerung klare Zuständigkeiten definiert.
  • In allen wesentlichen Geschäftsprozessen werden die jeweils relevanten ökologischen und sozialen Aspekte berücksichtigt – und zwar integriert in die bereits bestehenden Abläufe wie etwa Lieferantenbewertung oder Innovationsprozesse.
  • Durch die regelmäßige Überprüfung der Geschäftsprozesse kann eine kontinuierliche Verbesserung des nachhaltigen Handelns erreicht werden.
  • Mit Hilfe konkreter Zielsetzungen zu nachhaltigen Aspekten samt zugehörigen Maßnahmen wird gegenüber den Mitarbeitern eine Verbindlichkeit geschaffen. Das bietet intern wie extern die Möglichkeit, die Fortschritte nachzuvollziehen, zu prüfen und zu kommunizieren.
  • Der Dialog mit Stakeholdern zu Nachhaltigkeitsthemen ergänzt die gewonnenen Informationen. Zugleich kann der Stakeholderdialog dazu beitragen, das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Nachhaltigkeitsmanagements und somit in das Unternehmen zu steigern.
Der Vorstand beauftragt für 2019 die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit sowie die fachlich zuständigen Unternehmensbereiche mit der Erarbeitung konkreter Umsetzungsmaßnahmen und Zielvorgaben.

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Kreissparkasse Waiblingen

Mit unserem Handeln nachhaltig der Region zu nutzen – das entspricht unserem öffentlichen Auftrag und danach richten wir unsere Geschäftsstrategie aus. Eine starke Wirtschaft, eine hohe Lebensqualität oder eine gesunde Infrastruktur sind nur einige Beispiele für die vielen Qualitäten und Potenziale des Rems-Murr-Kreis für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung. Diese Chancen langfristig zu nutzen und auch für künftige Generationen ein gutes Leben und Wohlstand sicherzustellen, ist eine Zukunftsaufgabe, an der wir uns als Kreissparkasse Waiblingen beteiligen. Nachhaltiges Denken und Handeln bildet dafür die Grundlage und bedeutet für uns, wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen in Einklang zu bringen.

In unserer Geschäftsstrategie haben wir die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung fest verankert. Grundlage für unser Handeln sind unsere Leitlinien für Nachhaltigkeit. Damit geben wir einen Orientierungsrahmen für ein verantwortungsbewusstes Handeln jedes Einzelnen - und schaffen damit die Basis für eine konsequent nachhaltige Unternehmensführung in allen Geschäftsbereichen. Im Leistungsindikator G4-56 werden die Leitlinien für Nachhaltigkeit näher erläutert.

Auf unserer strategischen Landkarte haben wir den Ausbau unserer Nachhaltigkeitsleistung als Ziel verankert. Für die operative Steuerung und Koordination ist die Nachhaltigkeitsbeauftragte verantwortlich. Gemeinsam mit den jeweiligen Fachbereichen wird die Umsetzung über die folgenden Handlungsfelder sichergestellt: Nachhaltige Unternehmensführung, Kunden & Produkte, Mitarbeiter, Sparkassenbetrieb und gesellschaftliches Engagement. Die begleitende Kommunikation der Aktivitäten sowie deren transparente Darstellung (u. a. im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht sowie im Nachhaltigkeitsauftritt auf der Homepage) ist ein wichtiger Bestandteil für die verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Entlang unserer definierten Handlungsfelder entwickeln wir geeignete Maßnahmen. Beispiele für das Handlungsfeld Kunden & Produkte werden in Kriterium 10 aufgezeigt. Beispielhafte Maßnahmen für das Handlungsfeld Mitarbeiter finden sich in den Kriterien 14 bis 16. Unsere Maßnahmen für einen nachhaltigen Sparkassenbetrieb sind im wesentliche in Kriterium 11 aufgeführt. Maßnahmen für unser Handlungsfeld gesellschaftliches Engagement sind in Kriterium 18 beschrieben.

 

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PERÚ PURO GmbH

Wir verfolgen eine integrative, d.h. in alle Unternehmensbereiche eingebundene Nachhaltigkeitsstrategie, die wir sukzessive erweitern, quantifizieren und bewerten werden. Unser zentrales Streben gilt dem Aufbau und der Verstetigung einer fairen, ökologischen und gleichermaßen für alle Beteiligten ökonomisch sinnvollen, globalen Liefer- und Wertschöpfungskette. Unsere zentralen Handlungsfelder sind: 



Mit unserer Arbeit, unseren Produkten und unserem Engagement schaffen wir Transparenz über die Produktentstehung und die Auswirkungen lokaler Konsumentscheidungen. Wir leisten damit einen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Wir orientieren unsere Nachhaltigkeitsstrategie an der Global Reporting Initiative und den Principles ot the Global Compact

Unsere Maßnahmen:  

Wir bieten hochwertige Kakaoprodukte an, die unsere Kunden über ihre ureigenen natürlichen Eigenschaften und durch ökologische und soziale Nachhaltigkeit in der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette überzeugen. Wir informieren über jeden Schritt in unserer Wertschöpfungskette. Mit kurzen Wegen und Transparenz differenzieren wir uns im Markt und leisten einen Beitrag zu nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum. Wir kaufen den Kakao direkt bei unserer Partner-Kooperative APECMU ein und exportieren selbst. APECMU wird von einem demokratisch gewählten Vorstand verwaltet. Durch die Ausschaltung jeglicher Zwischenhändler können wir den Bauern beste Preise über Fair-Trade- und Bio-Niveau hinaus garantieren. Wir sind jedes Jahr mehrere Wochen in Peru und pflegen den direkten Kontakt zu den Bauern. Wir beraten unsere Partner-Kooperative intensiv bei der Umsetzung der fairen Handels- und Bio-Standards und arbeiten gemeinsam mit ihnen daran die Kakaoqualität weiter zu steigern. Die Projektbauern (und weitere Kleinbauernfamilien) sind mit dem gemeinnützigen Verein "Frederic - Hilfe für Peru e.V." assoziiert. Der Verein wurde von Familien Wielgoss gegründet und wir unterstützen den Verein ehrenamtlich. 
SDG 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.    

Im Herkunftsland des Kakaos, Peru, engagieren wir uns über den o.g. Verein seit rund 20 Jahren und investieren in die Aus- und Weiterbildung der Kleinbauern. So ist in der kleinen Gemeinschaft in Peru das Verständnis für die Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemleistungen beim Anbau von Kakao nicht nur gewachsen, sondern das Wissen um deren Bedeutung fest implementiert. Besonders durch die Unterstützung bei der Bildung der Frauenkooperative haben wir einen direkten und sehr positiven Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit vor Ort geleistet. Die Frauen sind erstmals institutionell organisiert und können so Interessen im Hinblick auf Frauenrechte, Gesundheit, Familienorganisation und -planung gemeinsam vertreten.
SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen für alles Menschen jeden Alters gewähren und ihr Wohlergehen fördern.
SDG 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.  


Es ist unser wirtschaftliches Interesse und unsere ethische Verpflichtung nach ökologischen Prinzipien zu agieren. Nur so können wir unserem erweiterten Qualitätsanspruch gerecht werden. Nachhaltigkeit hilft uns Marktchancen auszubauen, Kunden zu binden und Vorsorge für unseren Familienbetrieb und die Landwirtschaftsbetriebe unserer Kooperationspartner zu betreiben. Wir setzen auf transparenten, direkten und fairen Handel, ökologisch produzierten Ur-Kakaos, sowie auf allerhöchster Qualität der erzeugten Produkte. Große Herausforderungen bestehen für uns darin, den nachhaltig ökonomisch erfolgreichen Vertrieb aufzubauen. Immer mehr Kleinbauern möchten sich der Kooperative anschließen. Für uns ergibt sich daraus die Anforderung, auch immer mehr Kakao aufzukaufen, was wir nur dann tun können, wenn in Europa unser Absatz im gleichen Maße steigt. Weil Marketingmaßnahmen viel Liquidität binden würden, die wir lieber in den Ankauf von mehr Kakao und die Entwicklung neuer Produkte investieren möchten, setzen wir auf Bildungsformate wie Vorträge und Workshops, Messeauftritte und Pressearbeit. Darüber hinaus haben wir durch unsere erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne "Schokoheld werden" einen großen Kreis von Unterstützern aufgebaut, der uns weiterhin tatkräftig unterstützt. Fair verpackt: Verpackt werden unsere Produkte in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. 
SDG 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden. 
SDG 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern. 
SDG 10: Ungleichheiten in und zwischen Ländern verringern.  

Der Einsatz von Bodendeckerpflanzen und die Aufforstung zahlreicher einheimischer Baumarten in den Agroforstsystemen, in denen unser Kakao angebaut wird, erlauben die dauerhafte Bewirtschaftung derselben Flächen. Umliegender Regenwald wird von unseren Bauern aktiv geschützt, weil sie die Bedeutung dieses Ökosystems für den Schutz ihrer Heimat und ihres Anbausystems erkannt haben. So hat Brandrodung keine Chance. Durch unsere Beratung konnten unsere Bauern auch degradierte Flächen wieder nutzbar machen und zu Agroforstsystemen ausbauen. Auf diese Weise wurden bereits über 100.000 Bäume gepflanzt! Dabei werden bis zu 25 verschiedene, ausschließlich heimische Baumarten verwendet. So entstehen mit der Zeit artenreiche Agroforstsysteme, die Mensch und Natur auf nützen. Diese Projekte werden von dem gemeinnützigen Verein "Frederic- Hilfe für Peru e.V." durch Spendengelder finanziert und in enger Zusammenarbeit mit den Bauern geplant und durchgeführt. 
SDG 13: Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
SDG 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.  

Wir arbeiten über den obigen Verein seit fast 20 Jahren sehr vertrauensvoll mit den Kleinbauern zusammen. Auf dieser Arbeit fußen unsere dauerhaften, partnerschaftlichen Beziehungen zu den Erzeugern, die stabile Lieferbeziehungen sicherstellen. Durch die 100%ige Vorfinanzierung der Ernte und den sehr hohen Einkaufspreis (100% über dem Mindest-Bio-Fair-Trade-Preis) sind unsere Partner ökonomisch abgesichert. Unseren Einkaufspreis zahlen wir „am Hoftor“, so dass die Transportkosten bei uns liegen, ebenso wie die Transportrisiken. Das erlaubt unseren Partnern langfristig in die Infrastruktur und verbesserte Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu investieren. Durch die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit fühlen sich beide Akteure (die Bauern und wir) in einer sicheren, dauerhaften und stabilen Handelsbeziehung. Wir sind Mitglied im FAIR BAND, Bundesverband für fairen Import und Vertrieb e.V., einem Zusammenschluss von über 40 kleinen und mittleren Importeuren und Händlern für fair gehandelte Produkte. Die Handelspartner kommen aus über 40 verschiedenen Ländern der Erde. Wir stellen uns dem internen Monitoring. Auch wurden wir vom Weltladen-Dachverband in die Liste der Fairen Produzenten und Lieferanten aufgenommen.
SDG 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten SDG 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen
SDG 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.

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