Strategie

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.
 

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Jedes Unternehmen und jede Organisation hat die Möglichkeit, auf seine ganz eigene Art und Weise zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. In der Nachhaltigkeitsstrategie legen Sie den geplanten Beitrag fest. Sie kommunizieren klar nach innen und außen, ob und wie Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und wie Sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Die Formulierung mittel- und langfristiger Ziele (siehe Kriterium 3) in der Strategie macht den Inhalt besonders greifbar und vereinfacht die Übersetzung in konkrete Maßnahmen. In der Strategie kann zusätzlich auf die Anwendung von branchenspezifischen, nationalen oder internationalen Standards und Zielsetzungen zu Nachhaltigkeitsthemen verwiesen werden (wie etwa die ISO 14001 Norm für Umweltmanagementsysteme, Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen).

Was ist zu beachten?
Im Rahmen dieses Kriterium beschreiben Sie, ob sich Ihr Unternehmen strategisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt oder ob bisher nur einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, die noch nicht in ein übergreifendes Format eingeordnet wurden. Ein strategischer Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen bedeutet, dass zentrale Handlungsfelder identifiziert werden, in denen sich ein klarer Bezug zwischen Nachhaltigkeitsthemen und dem Kerngeschäft auszeichnet. Falls Ihr Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie hat, sollten Sie erläutern, zu welchen Nachhaltigkeitsthemen das Unternehmen bereits Maßnahmen umsetzt oder Pläne zur Umsetzung hat. Langfristig sollten in einem Unternehmen die Leitbilder und Visionen zu Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Strategie umgesetzt werden.
Eine Strategie unterscheidet sich von einem Leitbild dadurch, dass sie Ziele und Pläne zur Zielerreichung beinhaltet, während ein Leitbild eher generelle Grundprinzipien für das unternehmerische Handeln beschreibt.

Aspekt 1:
Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt oder ob diese in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden ist. Ist das noch nicht der Fall, legen Sie offen, zu wann Sie die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie beabsichtigen.

Aspekt 2:
Berichten Sie, welche zentralen Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie definiert oder, falls keine Nachhaltigkeitsstrategie vorhanden ist, in welchen Handlungsfeldern Ihr Unternehmen bereits Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzt.

Aspekt 3:
Berichten Sie, auf welche wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Standards und Zielsetzungen sich Ihr Unternehmen in der Nachhaltigkeitsstrategie stützt.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Plan eines Unternehmens, wie mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen umgegangen wird. Sie wird von der Geschäftsleitung beschlossen. Sie kann auch in eine übergeordnete Unternehmensstrategie integriert werden.

In diesem Kriterium sollen auch Maßnahmen beschrieben werden, die die Einhaltung nachhaltigkeitsrelevanter Standards sicherstellen, z.B. öffentliche Verpflichtungserklärungen zu freiwilligen Standards.

SUSTAINABILITY PARTNER Unternehmensverantwortungskonzepte | Nachhaltigkeitstrategien

Der Fokus von SUSTAINABILITY PARTNER (vormals proiectio) liegt auf Unternehmensverantwortungskonzepten und Nachhaltigkeitsstrategien. Die Arbeit bezieht sich gemäß der triple bottom line auf ökologische, soziale/ gesellschaftliche und ökonomische Herausforderungen der heutigen Zeit unter Berücksichtigung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von SUSTAINABILITY PARTNER orientiert sich an den o.a. drei Nachhaltigkeitssäulen, ergänzt um die vierte Säule "Werte" / gemäß seinem Verhaltenskodex, an folgenden Punkten:

Ökologie

Das Unternehmen
  • unterstützt nachweisbar biologisch / ökologisch nachhaltig und regional erstellte / angebotene Produkte und Dienstleistungen
  • verfolgt einen schonenden Ressourcenverbrauch
  • strebt die kontinuierliche Verbesserung seines ökologischen Fußabdrucks an
  • fördert eine nachhaltige Landwirtschaft und Tierhaltung
  • erstellt regelmäßig eine eigene CO2-Bilanz und trägt Sorge für einen Ausgleich/ eine Reduzierung
Soziales/ Gesellschaft

Das Unternehmen
  • unterstützt fair und regional erstellte/ angebotene Produkte und Dienstleistungen
  • fördert das Gemeinwesen über gesetzliche Bestimmungen hinaus durch ehrenamtliche Arbeit und finanzielle Unterstützung von Initiativen, die sich für die Umsetzung der Sustainable Goals engagieren
  • leistet als guter Corporate Citizin seinen Beitrag zu  Verbesserungen in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht
Ökonomie/ Wirtschaftlichkeit

Das Unternehmen
  • unterstützt und bewirkt eine Preisgestaltung, die einen angemessenen Verdienst für alle Beteiligten ermöglicht
  • strebt einen angemessenen wirtschaftlichen Erfolg unter Berücksichtigung von ökologischen und sozialen/ gesellschaftlichen Aspekten an
  • erzeugt durch Ressourceneffizienz und -suffizienz Einsparungen
  • unterstützt die Entwicklung von nachhaltigen Entrepreneurships
Werte

Das Unternehmen
  • trägt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit dazu bei, eine Balance zwischen ökonomischen, sozialen/ gesellschaftlichen und ökologischen Aspekten und Werten herzustellen
  • führt seine Arbeit effizient, fair und verantwortungsvoll aus
  • stimmt überein mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen, u.a. mit SDG 17 "Bilden von Partnerschaften", um gemeinsam Erfolge zum Nutzen aller Beteiligten und aller SDG’s zu erreichen
  • sieht den Gedanken der Konkurrenz als kontraproduktiv an
  • pflegt einen respektsvollen Umgang auf Augenhöhe
  • verbreitet keine unwahre Werbung/ keine unwahren Informationen
  • nutzt seine Marktmacht und sein Know-how nicht aus
  • stellt sich der Verantwortung seiner Vorbildfunktion
  • ist sich seiner Kompetenz und des Wertes seiner Arbeit bewußt

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Commerzbank AG

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Commerzbank verfolgt das Ziel, den globalen Herausforderungen als verantwortungsvoller Partner für eine nachhaltige Entwicklung zu begegnen. Dafür beobachten wir relevante Megatrends und bewerten sie hinsichtlich potenzieller Chancen und Risiken. Wir berücksichtigen die Auswirkungen unserer unternehmerischen Entscheidungen auf Umwelt und Gesellschaft und nutzen wir die Geschäftspotenziale, die in Produkte und Finanzdienstleistungen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung liegen (s. 2. Wesentlichkeit).

Operationalisiert wird die Nachhaltigkeitsstrategie in drei Handlungsfeldern:

1. Nachhaltige Unternehmensführung: Die Commerzbank hat sich dem Prinzip unternehmerischer Verantwortung verpflichtet. Solide Werte, verbindliche Verhaltenskodizes sowie anspruchsvolle Selbstverpflichtungen bilden den Rahmen unserer Geschäftstätigkeit.

2. Markt und Kunden: Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bietet uns als Bank auch Chancen: Energiewende und CO2-Reduktion erfordern neue Technologien und Produkte, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Zudem wächst das Interesse privater und institutioneller Kunden an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten.

3. Umwelt und Gesellschaft: Wir wissen, dass wir nur in einem intakten und zukunftsfähigen gesellschaftlichen und ökologischen System erfolgreich sein können. Bestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung sind deshalb auch der betriebliche Umweltschutz und unser gesellschaftliches Engagement.

Die Umsetzung dieser Strategie erfolgt entlang der rund 100 Ziele unseres Nachhaltigkeitsprogramms (s. Kriterium 3. Ziele).

Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie handelt die Commerzbank im Einklang mit diversen nationalen wie internationalen Standards: Wir bekennen uns seit 2006 zu den Prinzipien des UN Global Compact und berichten seit 2002 dem CDP unsere Klimadaten. Ergänzend zu unserem Engagement bei zahlreichen bestehenden Initiativen haben wir 2018 die UN Women's Empowerment Principles und 2019 die Initiativen Climate Neutral Now sowie CEOs bekennen Farbe unterzeichnet. Außerdem gehörte die Commerzbank 2019 zu den Erstunterzeichnern der Principles for Responsible Banking.

Neben dem Magazin zur unternehmerischen Verantwortung veröffentlichen wir jährlich die GRI Bilanz nach dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI). Außerdem enthält der Geschäftsbericht seit dem Geschäftsjahr 2017 einen zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht gemäß "CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz".

Unser Umweltmanagementsystem ist nach ISO 14001 zertifiziert, unser Energiemanagementsystem nach ISO 50001.

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SAND

 

"SAND" ist gelebte Überzeugung: (S) Sustainability (A) Aspires (N) Natural (D) Design. Es bringt die Vision einer ganzheitlichen Unternehmensphilosophie zum Ausdruck. Das Unternehmen ist der festen Überzeugung, dass nur ein Lebensstil, der sich an den Bedürfnissen einer gesunden Umwelt und Natur orientiert, letztendlich auch den Menschen selbst Gesundheit und materiellen Wohlstand bescheren kann. Denn nur aus einem Lebensstil in Harmonie mit der Natur, lassen sich Vitalität und Gesundheit schöpfen. Das SAND versucht das seit jeher, sowohl in seiner Architektur und seinem Management als auch in seinen Produkten und Dienstleistungen zu verwirklichen.
 
Das Konzept einer Work-Life-Balance hat dabei von Anfang an eine wichtige Rolle im Unternehmenskonzept gespielt; sowohl in seiner Funktion als Dienstleister als auch als Arbeitgeber. Durch die COVID-19 Pandemie ist dieser Aspekt unvermittelt zu einem Brennpunkt der gesellschaftlichen Diskussion geworden. Das SAND-Team hat die Aktualisierung der DNK-Entsprechenserklärung zum Anlass genommen, um eine zukunftsfähige unternehmerische Vision durch die Verknüpfung von Work-Life Balance, Nachhaltigkeit und neuer, sinnstiftender Arbeit zu entwickeln.
 
Unternehmensstrategie und Nachhaltigkeitsstrategie verschmelzen so zur sozialen und ökologischen Verantwortung des Unternehmens (Corporate Social Responsibility/CSR). Soll diese glaubwürdig praktiziert werden, bedarf es eines klaren Profils und nachvollziehbarer Ziele, verbunden mit größtmöglicher Offenheit gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunden und anderen Stakeholdern. Dafür hat sich das SAND-Team in mehreren Workshops intensiv mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen (Sustainable Develpoment Goals/SDGs) auseinandergesetzt. In mehreren Abstimmungsprozessen wurden 6 SDGs als besonders bedeutsam für das Hotelkonzept und seine Unternehmensvision bestimmt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um 
 
SDG 1 / Armut
SDG 3 / Gesundheit
SDG 4 / Bildung
SDG 8 / Wachstum/Vollbeschäftigung
SDG 12 / Produktion/Konsum
SDG 14 / Meere/Ökologie
 
Aus der Sicht des Unternehmens bilden die SDGs 1, 3 und 4 sowie die SDGs 8, 12 und 14, zwei Schwerpunktbereiche der Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens im Rahmen der aktualisierten Unternehmensstrategie: Reduzierung von Armut sowie das Angebot von Gesundheitsleistungen und der Zugang zu Bildung für alle Menschen bilden die eine Säule, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, nachhaltige(r) Konsum und Produktion, der Schutz der Meere (Leben unter Wasser) die andere Säule der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.
 
Ausgangspunkt bei der Auswahl der SDGs war die Frage nach dem "Warum": Warum braucht das Unternehmen eine ausgewiesene Nachhaltigkeitsstrategie und welche SDGs geben darauf eine Antwort? Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass dabei nur ein integriertes Unternehmenskonzept aus Work-Life Balance sowie moderner, sinnstiftender Arbeitskultur und ausgewählten Nachhaltigkeitszielen, einen praxisrelevanten Beitrag zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen im Unternehmen und in seinem gesellschaftlichen Umfeld leisten kann.
 
Das Unternehmen sieht in allen sechs SDGs direkte Berührungspunkte zur Wertschöpfung im Unternehmen. Im Zusammenhang mit der Ermittlung der Wesentlichkeit von Standards und Zielen, wurde auch die Frage nach dem "Wie" gestellt: Wie benennen und konkretisiert das Unternehmen seine Ziele unter vorrangiger Berücksichtigung der SDGs? Das Unternehmen hat sich dafür intensiv mit den Chancen und Risiken der ausgewählten SDGs für eine erfolgreiche betriebswirtschaftliche Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit im SAND auseinandergesetzt. Weitere Einzelheiten dazu finden sich unter Kriterium 2, Wesentlichkeit.
 
Die strategischen Überlegungen zur Nachhaltigkeit im Unternehmen wurden schließlich abgeschlossen mit der Frage nach dem "Was". Was macht das Unternehmen konkret, bzw. was soll konkret in Angriff genommen werden, um Nachhaltigkeit als Querschnittsziel des Unternehmens noch effektiver und effizienter in die unternehmerische Praxis zu überführen? Das Unternehmen hat sich dabei an den oben genannten Chancen und Risiken orientiert. Somit dienen die formulierten Ziele, Maßnahmen bzw. Aufgaben sowohl der Stärkung und Realisierung der sich aus den ausgewählten SDGs abzeichnenden Chancen als auch der Reduzierung ihrer Risiken. Die Ziele werden im Einzelnen unter Kriterium 3 erläutert.

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PERÚ PURO GmbH

Wir verfolgen eine integrative, d.h. in alle Unternehmensbereiche eingebundene Nachhaltigkeitsstrategie, die wir sukzessive erweitern, quantifizieren und bewerten werden. Unser zentrales Streben gilt dem Aufbau und der Verstetigung einer fairen, ökologischen und gleichermaßen für alle Beteiligten ökonomisch sinnvollen, globalen Liefer- und Wertschöpfungskette. Unsere zentralen Handlungsfelder sind: 



Mit unserer Arbeit, unseren Produkten und unserem Engagement schaffen wir Transparenz über die Produktentstehung und die Auswirkungen lokaler Konsumentscheidungen. Wir leisten damit einen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Wir orientieren unsere Nachhaltigkeitsstrategie an der Global Reporting Initiative und den Principles ot the Global Compact

Unsere Maßnahmen:  

Wir bieten hochwertige Kakaoprodukte an, die unsere Kunden über ihre ureigenen natürlichen Eigenschaften und durch ökologische und soziale Nachhaltigkeit in der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette überzeugen. Wir informieren über jeden Schritt in unserer Wertschöpfungskette. Mit kurzen Wegen und Transparenz differenzieren wir uns im Markt und leisten einen Beitrag zu nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum. Wir kaufen den Kakao direkt bei unserer Partner-Kooperative APECMU ein und exportieren selbst. APECMU wird von einem demokratisch gewählten Vorstand verwaltet. Durch die Ausschaltung jeglicher Zwischenhändler können wir den Bauern beste Preise über Fair-Trade- und Bio-Niveau hinaus garantieren. Wir sind jedes Jahr mehrere Wochen in Peru und pflegen den direkten Kontakt zu den Bauern. Wir beraten unsere Partner-Kooperative intensiv bei der Umsetzung der fairen Handels- und Bio-Standards und arbeiten gemeinsam mit ihnen daran die Kakaoqualität weiter zu steigern. Die Projektbauern (und weitere Kleinbauernfamilien) sind mit dem gemeinnützigen Verein "Frederic - Hilfe für Peru e.V." assoziiert. Der Verein wurde von Familien Wielgoss gegründet und wir unterstützen den Verein ehrenamtlich. 
SDG 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.    

Im Herkunftsland des Kakaos, Peru, engagieren wir uns über den o.g. Verein seit rund 20 Jahren und investieren in die Aus- und Weiterbildung der Kleinbauern. So ist in der kleinen Gemeinschaft in Peru das Verständnis für die Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemleistungen beim Anbau von Kakao nicht nur gewachsen, sondern das Wissen um deren Bedeutung fest implementiert. Besonders durch die Unterstützung bei der Bildung der Frauenkooperative haben wir einen direkten und sehr positiven Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit vor Ort geleistet. Die Frauen sind erstmals institutionell organisiert und können so Interessen im Hinblick auf Frauenrechte, Gesundheit, Familienorganisation und -planung gemeinsam vertreten.
SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen für alles Menschen jeden Alters gewähren und ihr Wohlergehen fördern.
SDG 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.  


Es ist unser wirtschaftliches Interesse und unsere ethische Verpflichtung nach ökologischen Prinzipien zu agieren. Nur so können wir unserem erweiterten Qualitätsanspruch gerecht werden. Nachhaltigkeit hilft uns Marktchancen auszubauen, Kunden zu binden und Vorsorge für unseren Familienbetrieb und die Landwirtschaftsbetriebe unserer Kooperationspartner zu betreiben. Wir setzen auf transparenten, direkten und fairen Handel, ökologisch produzierten Ur-Kakaos, sowie auf allerhöchster Qualität der erzeugten Produkte. Große Herausforderungen bestehen für uns darin, den nachhaltig ökonomisch erfolgreichen Vertrieb aufzubauen. Immer mehr Kleinbauern möchten sich der Kooperative anschließen. Für uns ergibt sich daraus die Anforderung, auch immer mehr Kakao aufzukaufen, was wir nur dann tun können, wenn in Europa unser Absatz im gleichen Maße steigt. Weil Marketingmaßnahmen viel Liquidität binden würden, die wir lieber in den Ankauf von mehr Kakao und die Entwicklung neuer Produkte investieren möchten, setzen wir auf Bildungsformate wie Vorträge und Workshops, Messeauftritte und Pressearbeit. Darüber hinaus haben wir durch unsere erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne "Schokoheld werden" einen großen Kreis von Unterstützern aufgebaut, der uns weiterhin tatkräftig unterstützt. Fair verpackt: Verpackt werden unsere Produkte in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. 
SDG 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden. 
SDG 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern. 
SDG 10: Ungleichheiten in und zwischen Ländern verringern.  

Der Einsatz von Bodendeckerpflanzen und die Aufforstung zahlreicher einheimischer Baumarten in den Agroforstsystemen, in denen unser Kakao angebaut wird, erlauben die dauerhafte Bewirtschaftung derselben Flächen. Umliegender Regenwald wird von unseren Bauern aktiv geschützt, weil sie die Bedeutung dieses Ökosystems für den Schutz ihrer Heimat und ihres Anbausystems erkannt haben. So hat Brandrodung keine Chance. Durch unsere Beratung konnten unsere Bauern auch degradierte Flächen wieder nutzbar machen und zu Agroforstsystemen ausbauen. Auf diese Weise wurden bereits über 100.000 Bäume gepflanzt! Dabei werden bis zu 25 verschiedene, ausschließlich heimische Baumarten verwendet. So entstehen mit der Zeit artenreiche Agroforstsysteme, die Mensch und Natur auf nützen. Diese Projekte werden von dem gemeinnützigen Verein "Frederic- Hilfe für Peru e.V." durch Spendengelder finanziert und in enger Zusammenarbeit mit den Bauern geplant und durchgeführt. 
SDG 13: Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
SDG 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.  

Wir arbeiten über den obigen Verein seit fast 20 Jahren sehr vertrauensvoll mit den Kleinbauern zusammen. Auf dieser Arbeit fußen unsere dauerhaften, partnerschaftlichen Beziehungen zu den Erzeugern, die stabile Lieferbeziehungen sicherstellen. Durch die 100%ige Vorfinanzierung der Ernte und den sehr hohen Einkaufspreis (100% über dem Mindest-Bio-Fair-Trade-Preis) sind unsere Partner ökonomisch abgesichert. Unseren Einkaufspreis zahlen wir „am Hoftor“, so dass die Transportkosten bei uns liegen, ebenso wie die Transportrisiken. Das erlaubt unseren Partnern langfristig in die Infrastruktur und verbesserte Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu investieren. Durch die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit fühlen sich beide Akteure (die Bauern und wir) in einer sicheren, dauerhaften und stabilen Handelsbeziehung. Wir sind Mitglied im FAIR BAND, Bundesverband für fairen Import und Vertrieb e.V., einem Zusammenschluss von über 40 kleinen und mittleren Importeuren und Händlern für fair gehandelte Produkte. Die Handelspartner kommen aus über 40 verschiedenen Ländern der Erde. Wir stellen uns dem internen Monitoring. Auch wurden wir vom Weltladen-Dachverband in die Liste der Fairen Produzenten und Lieferanten aufgenommen.
SDG 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten SDG 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen
SDG 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.

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ZWH e. V.

Das ist die erste DNK-Erklärung der ZWH. Deshalb beginnt sie nun mit der Entwicklung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und stellt sie voraussichtlich Ende 2021 fertig. Sie setzt die in Kriterium 3 formulierten Ziele mithilfe der beschriebenen Maßnahmen in den Jahren 2020 und 2021 um. Dabei umfassen die geplanten Maßnahmen die Handlungsfelder Organisationsführung, Arbeitspraktiken, Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, Erhebung des CO2-Ausstoßes, Verwendung von Arbeitsmitteln und natürlichen Ressourcen. Darüber hinaus orientiert sich die ZWH an DIN EN ISO 9001 bei ihrem Qualitätsmanagement, an den Energieeffizienzklassen bei der Anschaffung von neuen Geräten, an Gütesiegeln für den Einkauf von Lebensmitteln (z. B. Fairtrade, Demeter), den vier Grundprinzipien der International Labour Organisation (ILO) für die Einhaltung von Arbeitsrechten und an den Allgemeinen Menschenrechten der UN von 1948.

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