04.10.2022 | DNK-Meldung

Nachhaltiges Lieferantenmanagement nach DNK-Standard - ein Einkaufspool auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsbericht

Ein Kurzinterview mit Ingrid Lange, Geschäftsführerin des Netzwerk Industrie RuhrOst e.V. (NIRO)



Wie war das Projekt „Nachhaltiges Lieferantenmanagement nach DNK-Standard – ein Einkaufspool auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsbericht“ aufgebaut?


Das Ziel war die Implementierung eines nachhaltigen Lieferantenmanagements im Einkaufspools des Netzwerkes, um diesen zukunftssicher aufzusetzen.
Unser Projekt hat klassische Projektphasen durchlaufen. Nach der Vorbereitung kam sehr bald die erste Information der Lieferanten zum Projekt, gefolgt von einer Abfrage der Ist-Situation ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten über Steckbriefe. Den größten Anteil hatten die Qualifizierung der Lieferanten in Workshops mit einer DNK-Schulungspartnerin sowie der Erfahrungsaustausch. Parallel oder danach haben die Lieferanten mit der DNK-Berichterstattung begonnen und einige haben sie bis zur Abschlussveranstaltung auch beendet. Nun werden die Ergebnisse im NIRO-Lieferantenmanagement verankert und kommuniziert, um andere zu inspirieren.

Welches Ziel haben Sie mit dem Projekt verfolgt?

Dieses Projekt korrespondierte mit einem sehr wichtigen strategischen Ziel unseres Netzwerks: die Förderung von Nachhaltigkeit. Gemeinsam als Netzwerk indirekte Bedarfe einzukaufen, ist ein wichtiges Handlungsfeld bei NIRO. Unser Einkaufspool bietet unseren Mitgliedsunternehmen einen hohen monetären Nutzen. Die Lieferanten unseres Einkaufspools bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu unterstützen, ist somit eine strategische Notwendigkeit für NIRO. Die Attraktivität des Einkaufspools für unsere Mitglieder kann so weiter ausgebaut werden und gerade in der aktuellen Lieferkettenproblematik hat dies viele Vorteile.

Warum haben Sie sich für den DNK-Standard entschieden?

Der DNK ermöglicht eine gut strukturierte Nachhaltigkeitsberichterstattung. Er ist etabliert und für mittelständische Unternehmen – mit entsprechender Unterstützung – gut umsetzbar. Wir finden, dass diese Struktur auf einfache Art und Weise eine erste konkrete Annäherung an Elemente nachhaltigen Wirtschaftens bietet.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Abschluss des Projekts? 

Nicht nur wir, sondern vor allem die teilnehmenden Unternehmen sind sehr zufrieden. Die messbaren Ziele sind grundsätzlich erreicht worden. Noch wichtiger ist uns aber die Aufbruchstimmung, die sich über die Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit dem Thema entwickelt hat. Wir haben einen Anfang gemacht und wissen, dass auch nach dem Projektabschluss die gemeinsame Reise weitergeht.
Besonders schön war es für uns als Netzwerker*innen, dass alle Teilnehmenden einstimmig zurückgemeldet haben, dass sie vor allem die gemeinsame Arbeit in den Workshops sehr geschätzt haben. Es ist gut, diese Nachhaltigkeitsreise zusammen anzutreten.

Warum ist es gut, wenn sowohl Industriebetriebe als auch Zulieferbetriebe den DNK erfüllen?

Jeder Industriebetrieb ist grundsätzlich auch ein Zulieferer mit seinen Produkten für ein anderes Unternehmen oder für einen Endverbraucher. Das ist nur eine Frage der Perspektive. Wie auch immer – in der Zukunft werden alle, die erfolgreich am Wirtschaftsleben teilhaben wollen, in eine Nachhaltigkeitsberichterstattung gehen müssen.

Geht das Projekt weiter? Wenn ja, wie? 

Wir bleiben dran. Als eine Verstetigung einiger Aspekte des Projekts hat sich im Netzwerk die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit gebildet. Ab Oktober 2022 machen sich wieder zehn weitere Unternehmen – dieses Mal sind es NIRO-Mitgliedsunternehmen – auf den Weg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach DNK. Die Lernerfahrungen aus dem geförderten Projekt nutzend, können wir jetzt in ein richtig erprobtes Qualifizierungsformat gehen. Und für April 2023 ist die dritte Runde geplant…

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier


Kontakt
Netzwerk Industrie RuhrOst e. V. (NIRO)
Friedrich-Ebert-Str. 19
59425 Unna

Ingrid Lange
Geschäftsführung

T. +49 2303 936127-1
F. +49 2303 936127-9
ingrid.lange@ni-ro.de