02.06.2022 | DNK-Meldung

DNK-Newsletter Nr. 3 / 2022

Austausch zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

Veranstaltung des RNE und neue DNK-Austauschplattform 
 
     
     
  Liebe*r Leser*in,
die Themen dieses Newsletters sind:
  • Mehr als 2.000 DNK-Erklärungen in der Datenbank
  • European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zur öffentlichen Konsultation freigegeben
  • Neue Folge der Podcast-Serie "Sustainability Made in Europe" zur CSRD
  • Interview mit Prof. Dr. Alexander Bassen zu den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und seiner Rolle als EFRAG-Mitglied
  • Starting Sustainable Roadshow in Hamburg gestartet - der zweite Stopp: Leipzig
  • Neu: Austauschplattform für DNK-Anwenderunternehmen auf LinkedIn
  • DNK-Branchenleitfaden für die Gesundheitswirtschaft wird erarbeitet
  • Umfrage zur Webplattform des Gemeinschaftswerks Nachhaltigkeit
  • 4. Veranstaltung der Reihe N zum Thema „Nachhaltigkeitsberichterstattung als finanzieller Treiber der Transformation“ am 22.06.
  • Kostenloses Webinar von score4more
Viel Spaß beim Lesen und herzliche Grüße

Florian Harrlandt, Isabelle Krahe, Loreen Wachsmuth, Svenja Battermann, Christian Hamann, Jan Beitlich und das gesamte DNK-Team
 
     
     
 

Aktuelle Entwicklungen

 
   
Mehr als 2.000 DNK-Erklärungen in der Datenbank
 

Ende April wurde bereits die 2.000. DNK-Erklärung in unserer Datenbank veröffentlicht. Zu diesem Anlass möchten wir uns bei allen DNK-Anwenderorganisationen bedanken – egal, ob diese dem DNK schon seit Jahren die Treue halten oder erst neu hinzugekommen sind. Sie sorgen dafür, dass Nachhaltigkeitsinformationen vergleichbar werden und Organisationen sich gegenseitig auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft inspirieren können.

Zur Datenbank
 

 
   
European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zur öffentlichen Konsultation freigegeben
 

Im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) hat die EU-Kommission die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) damit beauftragt, Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erarbeiten. Die Entwürfe (Exposure Drafts) der ESRS wurden Ende April veröffentlicht und sind nun zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Bis zum 8. August 2022 sind Stellungnahmen über einen Online-Fragebogen oder mithilfe eines hochladbaren Dokuments möglich. Die endgültigen Standard-Entwürfe sollen der Europäischen Kommission bis November 2022 vorgelegt werden. Einen guten Überblick über den Prozess bietet das deutsche Briefing des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC). 

Geben auch Sie Ihr Feedback auf der Konsultationsplattform ab.

Einen kompakten Überblick über die ESRS geben hochrangige Expert*innen wie Prof. Dr. Alexander Bassen beim gemeinsamen Outreach Even von EFRAG und DRSC, das unter anderem vom Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstützt wird. Das Outreach Event findet am 10.06. statt, vor Ort in der ESMT Berlin und virtuell.

Hier geht’s zur Anmeldung.

 

 
   
Neue Folge der Podcast-Serie "Sustainability Made in Europe" zur CSRD
 
Seit dem 30. Mai ist die dritte Folge der Podcast-Serie "Sustainability Made in Europe" abrufbar, in welcher der Entwurf zur geplanten Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) im Fokus steht. Der Richtlinienentwurf wird im Podcast von Sven Gentner, Leiter des Bereichs Unternehmensberichterstattung, Audit und Ratingagenturen der Generaldirektion für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion (DF FISMA) der Europäischen Kommission, und Prof. Dr. Alexander Bassen, Professor für BWL, insb. Kapitalmärkte & Unternehmensführung an der Universität Hamburg und Mitglied im RNE, politisch und inhaltlich eingeordnet.

Zur Podcast-Folge
 
 
     
     
 

Interview mit Prof. Dr. Alexander Bassen zu den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und seiner Rolle als EFRAG-Mitglied

 
  Prof. Dr. Alexander Bassen; EFRAG

 

  Ende April wurden die Entwürfe (Exposure Drafts) der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) von der EFRAG veröffentlicht und zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Prof. Dr. Alexander Bassen (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung) war als Mitglied der EFRAG Project Task Force an der Entwicklung des EU-Standards beteiligt.

Welche Rolle haben Sie als Mitglied der EFRAG bei der Entwicklung der Standards eingenommen?

In der Project Task Force von EFRAG ging es darum, konkrete Standards für die Umsetzung der CSRD zu erarbeiten. Innerhalb der Task Force wurden mehrere thematische Cluster gebildet: Während einige Cluster an themenbezogene Standards, etwa zur Ressourcennutzung, zu Biodiversität oder zu Menschenrechten, gearbeitet haben, hat das Cluster, in dem ich mitgewirkt habe, solche Standards entwickelt, die übergreifend für alle anderen Aspekte relevant sind. Wir haben also beispielsweise Standards für Fragen der Corporate Governance, für Fragen der doppelten Wesentlichkeit oder zur allgemeinen Beschreibung von Strategien und Zielen entwickelt.

Was ist Ihre persönliche Meinung zu den jetzt veröffentlichten Entwürfen und dem Prozess der Standardentwicklung? Wo sehen Sie Verbesserungspotenziale?

Wenn man bedenkt, dass die Standards innerhalb von 10 Monaten erarbeiteten wurden, ist das ein gelungener Kraftakt. Es werden alle Bereiche der Nachhaltigkeit in einem hohen Detailierungsgrad abgedeckt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Kolleg*innen von der Global Reporting Initiative (GRI) zentral an der Standardentwicklung mitgewirkt haben. So konnte eine grundsätzliche Kohärenz zwischen GRI und den europäischen Standards von Beginn an mitgedacht werden.

Zum ganzen Interview
 
 
     
     
 
 

Der DNK in Zahlen

2.056 DNK-Erklärungen
824 Unternehmen


Stand: 01.06.2022

 
 
     
     
 

Aus der Praxis

 
   
Starting Sustainable Roadshow in Hamburg gestartet - der zweite Stopp: Leipzig
 
Am 31. Mai machte die Roadshow Starting Sustainable vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und dem RENN-Netzwerk ihren ersten Stopp im Impact Hub Hamburg. Nach kurzen Impulsvorträgen zum DNK und zum Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit wurde in Kleingruppen über Nachhaltigkeit in Startups diskutiert.

In der DNK-Workshoprunde sprachen die Teilnehmenden über die Verankerung von Nachhaltigkeit bei der Gründung, damit verbundene Herausforderungen und Lösungsansätze sowie den Nutzen des DNK.

Der zweite Stopp der Roadshow wird am 16. Juni von 13 bis 19 Uhr im Impact Hub in Leipzig sein. 

Zur Anmeldung
 
 
   
Neu: Austauschplattform für DNK-Anwenderunternehmen auf LinkedIn
 
Eine neue LinkedIn-Gruppe ermöglicht im Sinne des Peer-to-Peer-Learnings den Austausch der DNK-Anwenderunternehmen untereinander. Sie ist die Weiterführung des Mentor*innen-Netzwerks, dem bisher Anwenderunternehmen mit viel DNK-Erfahrung angehörten. Teilen Sie dort gerne Ihre Erfahrungen bei der Einführung des DNK, die größten Herausforderungen und welche Lösungen Sie gefunden haben. Sie sind ebenso herzlich eingeladen Fragen zu stellen und mit anderen Anwender*innen in den Austausch zu kommen.

Zur Austauschplattform
 
 
   
DNK-Branchenleitfaden für die Gesundheitswirtschaft wird erarbeitet
 
Der Deutsche Verein für Krankenhaus-Controlling (DVKC) e.V. erarbeitet ab sofort gemeinsam mit unterschiedlichen Stakeholdergruppen einen Branchenleitfaden für die Gesundheitswirtschaft. Mit dabei sind Krankenhäuser, Komplexträger, Lieferanten, Kapitalgeber und wissenschaftliche Institutionen. Auf Basis der Wirkungen von Gesundheitseinrichtungen auf die Sustainable Development Goals (SDGs) wurden bereits fünf Entwicklungsfelder erarbeitet, in denen Gesundheitseinrichtungen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können: Gesundheit, Ressourcenverbrauch, Regionale Entwicklung, Diversity & Leadership und Bildung. Der Branchenleitfaden soll eine Hilfestellung geben, wo und wie die Entwicklungsfelder in der DNK-Erklärung integrierbar sind. Bis zum Herbst dieses Jahrs soll ein erster Entwurf erstellt werden und als Grundlage für eine Pilotierungsphase dienen.
 
 
   
Umfrage zur Webplattform des Gemeinschaftswerks Nachhaltigkeit
 
Wir stehen vor großen globalen Herausforderungen: Klimakrise, Artensterben, soziale Ungleichheit. Doch wir haben uns - auch in Deutschland - ambitionierte Ziele gesetzt, um bis 2030 die Transformation zu schaffen. Eine erfolgreiche Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ist jedoch nur denkbar, wenn sie gesellschaftlich breit unterstützt und aktiv mitgetragen wird. Das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit, initiiert von Bund und Ländern, koordiniert vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), ist eine offene Plattform für alle, die sich für eine nachhaltige Gesellschaft einsetzen.
 
Auf der neuen Webplattform des Gemeinschaftswerks möchten wir in einem ersten Schritt Initiativen und Akteur*innen sichtbar machen, die sich für Nachhaltigkeit stark machen und diesen die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch bieten. Beim Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt – deshalb möchten wir Sie zur aktiven Mitgestaltung einladen. Welche Funktionalitäten der Webplattform wären für Ihr Unternehmen, Ihre Organisation oder Initiative besonders relevant und nützlich?

Hier geht's zur Umfrage.
 
 
     
     
 

Schon gewusst?

 
 
  Wenn Sie noch formale Korrekturen (Lektorat, einzelne fehlende Kennzahlen u.a.) nach der Veröffentlichungsfreigabe durch das DNK-Büro durchführen möchten, kontaktieren Sie uns bitte und wir geben Ihre Erklärung wieder zur Bearbeitung frei. Sie können Ihre Erklärung dann so lange in der Bearbeitung belassen, bis Sie alle notwendigen Anpassungen vorgenommen haben. Reichen Sie im Anschluss Ihre Erklärung erneut ein, damit wir Ihre Änderungen nachvollziehen können. Wir werden Ihre Erklärung zeitnah wieder zur Veröffentlichung freigeben, sodass Sie die Onlineschaltung in der Datenbank zu Ihrem gewünschten Zeitpunkt selbst vornehmen können.  
 
     
     
 

Veranstaltungen

 
   
4. Veranstaltung der Reihe N zum Thema „Nachhaltigkeitsberichterstattung als finanzieller Treiber der Transformation“
 

„Sustainability Made in Europe” – von der Vision zur Realität? Auf Unternehmen kommen steigende regulatorische Anforderungen im Kontext Nachhaltigkeit zu.

Die EU-Kommission hat im April 2021 einen Richtlinienvorschlag zur Nachhaltigkeitsberichterstattung „Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)“ veröffentlicht, der eine deutliche Ausweitung der Berichtspflicht vorsieht. Parallel hierzu rückt auch auf internationaler Ebene das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung in den Fokus. Außerdem fordern Banken, Versicherungen, Mitarbeitende und Kund*innen zunehmend Transparenz bzgl. Nachhaltigkeitsinformationen.

Die G7-Präsidentschaft bietet eine große Chance, wichtige Weichen für eine kohärente Umsetzung der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu stellen. Welche Hebel sind notwendig und wie können diese gesetzt werden, um sowohl große Unternehmen als auch KMU einzubeziehen, den Aufwand zu reduzieren und den Nutzen in den Vordergrund zu stellen? Diese und viele weitere Fragen diskutieren hochrangige Gäste gemeinsam mit Ihnen in der 4. Reihe N am 22.06.22.

Weitere Informationen

Zur Anmeldung
 

 
   
Kostenloses Webinar von score4more
 
Das Startup score4more aus Berlin bietet das erste im Markt öffentlich-verfügbare Scoring für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex an. Mit einer 6-stufigen Scoring-Methodik erhalten Unternehmen eine Standortbestimmung in allen 20 Kriterien des DNK sowie inhaltliches Feedback hinsichtlich Stärken und Verbesserungspotenzialen. Im Benchmarking lernen Unternehmen von Vorreitern der Branche und können gezielt Best Practices identifizieren und aufgreifen.

score4more bietet am 15. Juni 202215:30 bis 16:30 Uhr ein kostenloses Webinar an zum Kennenlernen der Scoring-Methodik.

Weitere Informationen

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