20.07.2021 | DNK-Meldung

DNK Newsletter Nr. 2 / 2021

Sustainable Finance bleibt ganz oben auf der Agenda!

 
Liebe(r) Leser*in,
der EU-Aktionsplan zu Sustainable Finance hat sich in den letzten Wochen in Form der veröffentlichten Renewed Sustainable Finance Strategy und im Vorschlag der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) manifestiert. Ziel der EU ist es, Finanzmittel für die notwendige Transformation in Richtung Nachhaltigkeit zu mobilisieren und umzuleiten. Dafür sollen Nachhaltigkeitsinformationen transparent und kohärent mit der finanziellen Berichterstattung entlang der Wertschöpfungskette zur Verfügung gestellt werden.
 
Eins steht fest: Es lohnt, sich rechtzeitig mit den Themen zu befassen, denn die Änderungen werden direkt oder indirekt die meisten Unternehmen betreffen. Unsere Erfahrungen mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) seit 2018 zeigen: Haben Unternehmen intern schon Grundsteine gelegt und das Thema Nachhaltigkeit für den eigenen Unternehmenskontext reflektiert, ist der Übergang effizienter und vor allem auch gewinnbringender für Sie!
 
Auch die Bundesregierung setzt den Rahmen: Die Deutsche Sustainable Finance Strategie ist veröffentlicht, das Lieferkettengesetz gilt ab dem Jahr 2023.
 
Anschlussfähigkeit ist unsere Stärke: Der DNK wird die geplanten Neuerungen, da wo relevant und sinnvoll, aufgreifen. Ein erster Abgleich zwischen DNK und CSRD zeigt, dass der DNK bereits jetzt eine Vielzahl der Inhalte abdeckt. (siehe News „Folienset zum CSRD-Webinar“).
 
Bei diesen Transformationsprozessen stehen wir Ihnen zur Seite und informieren weiterhin über alle wichtigen Änderungen.
 
Viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie gesund!
 
Herzliche Grüße
 
Florian Harrlandt, Isabelle Krahe, Loreen Wachsmuth, Fabian Böhmer und das gesamte DNK-Team
 
 

Die Corporate Sustainability Reporting Directive

Bereits im letzten Newsletter haben wir Sie über den EU-Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung informiert. Die künftige Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wird, bei Annahme des Vorschlags, Veränderungen der verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung mit sich bringen und ist damit auch von zentraler Bedeutung für den DNK.
Die Berichtspflicht soll nach aktuellen Plänen der EU-Kommission ab dem Berichtsjahr 2023 in Deutschland voraussichtlich bis zu 15.000 Unternehmen betreffen.

Berichtspflichtig werden...
 
  • …alle großen Unternehmen, die am Bilanzstichtag mind. 2 der 3 Merkmale erfüllen
    • Bilanzsumme: mind. 20. Mio.€
    • Nettoumsatzerlöse: mind. 40. Mio. €
    • durchschn. Beschäftigte während des Geschäftsjahres: mind. 250
  • …alle an der Börse gelisteten Unternehmen
    • ausgenommen davon sind Kleinstunternehmen
Um Sie als bereits heute oder zukünftig berichtspflichtiges Unternehmen zu unterstützen, haben wir die zentralen Änderungsvorschläge der CSRD auf unserer Website zusammengefasst.
 
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Die wichtigsten Informationen zur CSRD auf der DNK-Website

Wir informieren Sie auch weiterhin laufend zur CSRD und den geplanten, zentralen Änderungen der EU.  Ein Gutachten zum detaillierten Abgleich des DNK mit der CSRD, EU-Taxonomie sowie den SDGs (auf Ebene der Unterziele) wird in Q4 fertig gestellt. Auf unserer Webseite finden Sie alle Informationen zum aktuellen Zeitplan und zur Umsetzung der neuen Anforderungen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung…weiterlesen
 

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Das Folienset zum DNK-Webinar

Das Webinar zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), das im Mai mit Gastbeiträgen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC), des Umweltgutachterausschusses (UGA) sowie von Germanwatch organisiert wurde, stieß auf außerordentlich großes Interesse. Sie haben das Webinar verpasst? Kein Problem – die Folien finden Sie online…zu den Webinar-Folien



Neues aus der RNE-Geschäftsstelle

 

 
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RNE-Mitglied Prof. Alexander Bassen als Mitglied der EFRAG Lab Project Task Force bestätigt

RNE-Mitglied Prof. Alexander Bassen wurde, als gemeinsamer Kandidat des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) und des RNE, im Juni als Mitglied der EFRAG Lab Project Task Force for Sustainability Reporting Standards bestätigt. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) wurde von der EU-Kommission beauftragt auf der Grundlage des Kommissionsvorschlags für eine Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) EU-Standards zur Nachhaltigkeits-berichterstattung zu entwickeln…weiterlesen.
 
 
 
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Studie & Podcast | Nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland: Was wir (nicht) wissen

Eine neue Studie der TU-Dresden, die im Auftrag des RNE verfasst wurde, zeigt auf, wie der Stand nachhaltigen Wirtschaftens in Deutschland ist und wie „Leuchttürme nachhaltigen Wirtschaftens“ ihren Weg in Richtung Nachhaltigkeit gestalten. Eine neue Podcast-Reihe von „Masters of Change“ stellt dazu drei Unternehmensbeispiele vor…weiterlesen.

 

Rechtliches und Rahmengebendes

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Bild: Europäische Union, Fact Sheet

EU erneuert Sustainable Finance Strategie

Die EU-Kommission hat am 06. Juli ihre Renewed Sustainable Finance Strategy veröffentlicht und mit einem Maßnahmenpaket hinterlegt. Die Strategie baut direkt auf dem EU-Aktionsplan auf, welcher in den vergangenen Jahren bereits die Rahmenbedingungen für ein Sustainable Finance Framework geschaffen hat. Ziel ist es, die Finanzierung des Übergangs in eine nachhaltigere Wirtschaft zu ermöglichen und damit u.a. bis zum Jahr 2050 keine Netto-Treibhausgase mehr auszustoßen…zum Factsheet und zur Webseite der EU-Kommission
 
 

 
 
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  Bild: Markus Spiske via Unsplash

Taxonomie-Kompass: EU veröffentlicht Übersicht zu den Taxonomie-Inhalten

Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem zur Definition von nachhaltigen ökonomischen Aktivitäten und ein zentraler Eckpfeiler des Sustainable Finance Frameworks der EU. Um die Inhalte der Taxonomie zu veranschaulichen, hat die EU nun den sogenannten „Taxonomie-Kompass“ veröffentlicht. Dieser stellt vereinfacht dar, welche Aktivitäten taxonomiekonform sind und welche Kriterien erfüllt sein müssen. Bisher beschränkte sich die Taxonomie auf ökologische Ziele wie Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, wird aber sukzessive um weitere Nachhaltigkeitsaspekte ergänzt…zum Taxonomie-Kompass.
 
 
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  Bild: Ernesto Velazquez via Unsplash

Erster Berichtsentwurf zur Sozial-Taxonomie veröffentlicht

Die Erweiterung der EU-Taxonomie zur Definition von nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten um Sozialbelange nimmt erste Formen an. Der am 12. Juli veröffentlichte Entwurf greift die Frage auf, welche Aktivitäten maßgeblich zur Erreichung von sozialen Zielen beitragen. Investoren sollen sicher bestimmen können, welche Investments u.a. auf menschenwürdige Arbeit, bezahlbaren Wohnraum und Zugang zu Produkten und Dienstleistungen zur Befriedigung von Grundbedürfnissen einzahlen. Der finale Vorschlag soll der Kommission im Herbst 2021 überreicht werden…weiterlesen
 

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  Bild: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Regierung beschließt Deutsche Sustainable Finance-Strategie

Im Mai hat die Bundesregierung ihre Strategie für Nachhaltige Finanzierung beschlossen. Diese verfolgt das Ziel, dringend notwendige Investitionen für mehr Nachhaltigkeit insbesondere Klimaschutz zu mobilisieren. Sie adressiert zugleich die zunehmenden Klimarisiken für das Finanzsystem. Die Deutsche Strategie steht damit für eine neue Weichenstellung im Finanzsystem, mit der Nachhaltigkeit zentrales Leitmotiv werden soll. Deutschland soll zu einem global führenden Sustainable Finance-Standort ausgebaut werden…zur Strategie.
 
 
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  Bild: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Deutsches Lieferkettengesetz ab 2023 gültig

Der Entwurf des Lieferkettengesetzes wurde am 25. Juni nun auch vom Bundesrat gebilligt. Das Gesetz legt verbindliche Anforderungen für die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen fest und soll so Rechtssicherheit für Unternehmen und Betroffene schaffen. Ab dem Jahr 2023 gilt das Gesetz für alle Unternehmen mit mind. 3.000 und ab dem Jahr 2024 für alle mit mind. 1.000 Mitarbeitenden. Zum Thema Risikomanagement in der Lieferkette bieten wir gemeinsam mit dem NAP-Helpdesk am 7. Oktober ein kostenfreies Webinar an (siehe Veranstaltungen). Im untenstehenden Gastbeitrag wird das Gesetz zudem im Hinblick auf mögliche Implikationen für die Rechnungslegung beleuchtet …weiterlesen

Neues aus dem DNK-Partnernetzwerk

 

 

GASTBEITRAG: DAS DEUTSCHE LIEFERKETTENGESETZ – UND SEIN ABBILD IN DER RECHNUNGSLEGUNG DER FIRMEN

VON DR. JANINE V. WOLFERSDORFF (STEUERBERATERIN, POLICYFELLOW @ THENEWINSTITUTE, MEMBER ADVISORY BOARD OF OMFIF)

Jahresabschlüsse sollen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften vermitteln. Gerade im derzeitigen Strukturwandel hin zu Klimaneutralität und Nachhaltigkeit spiegeln Jahresabschlüsse allerdings nicht immer ganz getreu das wirtschaftliche Geschehen wider, indem Klima- und andere Nachhaltigkeitsrisiken finanziell nicht hinreichend abgebildet werden. Auch das deutsche Lieferkettengesetz, das einen Paradigmenwechsel unternehmerischer Verantwortung in den eigenen Wertschöpfungsketten markiert, wird sich in der Rechnungslegung der Firmen widerspiegeln.

Wie diese entscheidungsnützlichen Informationen Einzug in die Finanzberichterstattung nehmen werden, analysiert StBin Dr. Janine v. Wolfersdorff in ihrem aktuellen Gastbeitrag...weiterlesen

 
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  Bild: Germanwatch

Mit Sustainable Finance die Klimaziele erreichen

 
Mit der Serie „Full Disclosure: Das monatliche Briefing zu Offenlegungsvorschriften in der EU“ beleuchtet Germanwatch in Kooperation mit der Allianz für Unternehmerische Transparenz (Alliance for Corporate Transparency) die Notwendigkeit und den Nutzen zukunftsgerichteter Berichtspflichten. Der aktuelle Beitrag diskutiert die Rolle von Climate Transition Plans, die Juli-Ausgabe die Bedeutung der Corporate Sustainable Reporting Directive (CSRD) für kleine- und mittelständische Unternehmen...weiterlesen
 

Veranstaltungen

 

20. – 26. September 2021: Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit des RNE #tatenfuermorgen

Ziel der Aktionstage ist es, vorbildliches Engagement in ganz Deutschland sichtbar zu machen, öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit zu erregen und mehr Menschen zu einem nachhaltigen Handeln zu bewegen. Alle, die sich mit einer konkreten Aktion für die Umsetzung der globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen einsetzen möchten, können diese online registrieren und somit Sichtbarkeit gewinnen…weiterlesen.
 

07. Oktober 2021: Gemeinsames Webinar von NAP-Helpdesk und DNK zu Risikomanagement in der Lieferkette

Zusammen mit unserem Partner, dem von der Bundesregierung eingerichteten NAP Helpdesk, wollen wir die Fragen beantworten, welche regulatorischen Entwicklungen für Unternehmen relevant sind und welche Menschenrechtsrisiken sich entlang der Wertschöpfungskette befinden können. Anhand des KMU-Kompass des NAP Helpdesk werden erste Managementansätze hierfür vorgestellt. Zudem folgt im November ein kostenfreies vertiefendes Seminar für jene Unternehmen, die sich in kleiner Runde intensiver mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Mehr Informationen finden Sie unter "Webinare" hier...

Neue DNK-Erklärungen (seit April 2021 hinzugekommen)
Eine Übersicht der neu hinzugekommenen DNK-Erklärungen finden Sie auf unserer PDF oben rechts
 

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