08.10.2019 | Pressemitteilung

UGA und DNK-Büro verständigen sich auf intensivere Zusammenarbeit

Mit der Erstellung der Studie „Eine Formel für nachhaltigen Erfolg? Studie zur Schnittstelle zwischen EMAS und dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ wurde der Grundstein für eine vertiefende Kooperation zwischen EMAS und dem DNK geschaffen. Neben Hilfestellungen für Anwenderinnen und Anwender und der Benennung von Synergien beider Systeme formuliert die Studie Handlungsempfehlungen, wie beide Seiten strategisch voneinander profitieren können. Diese Erkenntnisse nehmen die Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses (UGA) und das Büro des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) zum Anlass, den Austausch zu verstetigen und gemeinsame Projekte anzustoßen.

Der Startschuss für die verstärkte Zusammenarbeit erfolgte nach der Veröffentlichung der Studie Anfang August 2019. Am 28.10.2019 informieren der UGA und das DNK-Büro über die Zusammenarbeit im Rahmen der Veranstaltung „Umweltmanagement und Nachhaltigkeitskommunikation“. Hierzu lädt der UGA Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ein, Detailfragen zu den Studienergebnissen und weitere Schritte zu diskutieren. Die UGA-Geschäftsstelle und das DNK-Büro streben Maßnahmen und Aktivitäten zur Stärkung von EMAS und des DNK an. Triebfedern für die Zusammenarbeit sind, die Ziele in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Zahl der EMAS-Standorte bis 2030 auf 5.000zu erhöhen sowie die freiwillige Anwendung des DNK zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz und zur kontinuierlichen Berichterstattung zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten gemäß NAP Wirtschaft und Menschenrechten zu steigern.

Esther Zippel, Geschäftsführerin der UGA-Geschäftsstelle: „Um Veränderungen in der Wirtschaftsweise von Unternehmen zu erwirken, ist nicht nur das Aufsetzen von Strategien und Zielen wichtig und elementar, sondern auch die Umsetzung dieser – sonst bleiben sie Papiertiger. Die Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses und das Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex setzen sich gemeinsam für mehr Wirkung und Veränderung ein. In diesem Sinne unterstützen wir Unternehmen darin, Schritte hin zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell zu gehen, das klimafest und zukunftsfähig für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft ist.“

Yvonne Zwick, Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex: „Die Verknüpfung von EMAS mit der Berichterstattung zum Nachhaltigkeitskodex ist sehr sinnvoll, insbesondere, wenn man die vergleichsweise hohe Qualität von Umweltinformationen betrachtet, die von Unternehmen erzielt wird, die EMAS-zertifiziert sind. Es wäre wünschenswert, würde das ausstrahlen auf das Nachhaltigkeitsmanagement insgesamt.“
 

Die Kooperation umfasst unter anderem folgende Bereiche:

1.    Steigerung der Bekanntheit von EMAS und Nachhaltigkeitskodex
Das übergeordnete Ziel ist es, über eigene Kommunikationskanäle, wie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Schulungen den Bekanntheitsgrad von DNK und EMAS zu erhöhen. Zielgruppen sind hauptsächlich Unternehmen und Organisationen, aber auch Multiplikatoren wie Schulungspartner, Umweltgutachter/innen oder Industrie- und Handelskammern.

2.    Die Potenziale von EMAS und DNK in der Klimapolitik ausschöpfen
Da sowohl EMAS als auch der DNK Treibhausgasemissionen mit Verweis auf das Treibhausgasprotokoll als Indikator adressieren, setzen sich DNK-Büro und UGA-Geschäftsstelle dafür ein, die Nutzung beider Systeme als Instrumente der Klimaschutzpolitik zu stärken. Der Nachhaltigkeitskodex regt an offenzulegen, inwieweit Geschäftsmodelle auf das Pariser Klimaschutzabkommen ausgerichtet sind. Business as usual steuert auf eine 3 bis 4°C Klimaerwärmung zu – wünschenswert ist eine Ausrichtung am 1,5°C-Klimaszenario im Vergleich zu 1990.

3.    Verringerung des Aufwands und Steigerung des Mehrwerts
Durch das Schaffen von Synergien für die kombinierte Anwendung beider Systeme können Unternehmen und Organisationen, die sowohl EMAS als auch den DNK nutzen, mit geringerem Aufwand und größerem Mehrwert rechnen.

4.    Steigerung der Glaubwürdigkeit von DNK-Erklärungen durch Umweltgutachter/innen
Umweltgutachter/innen sollen zukünftig in die Prüfung von DNK-Erklärungen eingebunden werden. Mit einer inhaltlichen Prüfung von Teilen oder der gesamten DNK-Erklärung durch Umweltgutachter/innen sollen Arbeitsabläufe in Unternehmen erleichtert und zugleich die Validität der Daten öffentlich ersichtlich gesteigert werden.
 

Weitere Informationen:


 

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