18.04.2016 | Pressemitteilung

Multistakeholder-Forum: Experten diskutieren neue Wege zur Unternehmerischen Tranparenz

150 führende deutsche und europäische Experten aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik erörterten in Frankfurt die Chancen einer neuen Nachhaltigkeitsdynamik – verstärkt durch das UN-Klimaschutzabkommen von Paris, die UN Sustainable Development Goals und die nationalen Umsetzungen der CSR-Berichtspflicht.

Die Experten sprachen in einem zweitägigen Forum über die Offenlegung von Informationen zu Umwelt, Gesellschaft und Governance. Sie erarbeiteten in neun Workshops, welche Anforderungen Marktteilnehmer an Qualität und Inhalt von Informationen stellen und wie der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) konkret weiterentwickelt werden kann, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Schlüssel dafür sei, größere Marktrelevanz zu gewinnen und damit Mehrwert für Unternehmen und andere Nutzer zu stiften.

Zudem wurden Anforderungen und Wege bewertet, wie auch in anderen europäischen Ländern Nachhaltigkeitskodizes initiiert werden können – wie zum Beispiel der auf Basis des DNK entwickelte und bereits veröffentlichte Greek Sustainability Code.

Die Experten raten: Der DNK ermöglicht Unternehmen, die Auswirkungen ihres Geschäfts auf Umwelt und Gesellschaft effizient zu managen und offenzulegen – unter der Bedingung, dass Daten und Informationen glaubwürdig und vergleichbar sind. Der DNK ist ideal für mittelständische Unternehmen, um in die Nachhaltigkeitsberichterstattung einzusteigen. Hierzu wird der „KMU-Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ gern genutzt. Mittelständische Unternehmen können mit dem DNK zeigen, wie sie als Zulieferer in Wertschöpfungsketten Verantwortung übernehmen und Risiken besser managen.

Die Beschäftigung mit der eigenen Nachhaltigkeitsleistung kann sich überdies positiv auf Innovationen im Betrieb auswirken und die eigenen Mitarbeiter motivieren. Unternehmen sollten diese Potenziale heben, indem sie die Sammlung und Aufbereitung von Informationen für die Reflexion über das eigene Kerngeschäft nutzen. Mit einer Entsprechenserklärung zum DNK können sie gegenüber ihren Kunden und Mitarbeitern als auch gegenüber der Öffentlichkeit und den Finanzmarktakteuren verantwortliches Wirtschaften nachvollziehbar beschreiben.

Marlehn Thieme, die Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, resümiert: „Die Kompetenz der Fachexperten aus Wirtschaft und Gesellschaft ist für unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsrat unabdingbar. Wir fordern diese wertvollen Erfahrungen in unseren Dialogen aktiv ein und nehmen sie dankbar in unsere konkreten Projekte auf. Wir haben es in Frankfurt gemeinsam geschafft, relevante Akteure miteinander zu vernetzen und Impulse für mehr und bessere Informationen zu setzen.“

Die Rede von Marlehn Thieme zur Eröffnung des Multistakeholderforums finden Sie hier

Zum Herunterladen der Meldung klicken Sie bitte hier.

Download